Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1095 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Nachdem Julia Wagner knapp den Anschlag in der Kapelle in Wittenrode überlebt hat, läßt sie sich in die geschlossene Psychiatrie „Mönchshof“ einweisen lassen, um ihre schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten. Wenige Wochen nach ihrer Ankunft wird ein Mitpatient erschossen und ihm die Augen entfernt. Wie kam der Mörder und die Waffe in die geschlossene Klinik? Während Kommissarin Charlotte Gärtner ermittelt und dabei Unterstützung von Zander, Julias ehemaligem Kollegen, bekommt, bereitet außerhalb der Klinik ein alter Feind Julias alles dafür vor, daß sie ihm nicht gefährlich werden kann. Die Spuren reichen weit in Julias Vergangenheit.

Dieses Buch knüpft nahtlos an den Cliffhanger aus dem ersten Band an, zusätzlich erhält der Leser eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse aus „Teufelsmord“, die von der Autorin sehr geschickt in die Handlung eingebunden ist. Endlich erfahren wir, wer überlebt hat und wer nicht.
Spannend geht es dann direkt weiter, als in der psychiatrischen Klinik „Mönchshof“, in der Julia Patient ist, ein Mord geschieht. Als Leser fragt man sich direkt, ob es Zufall ist, daß dieser Mord ausgerechnet in der Klinik geschieht, in der sich auch Julia befindet.

Unterstützung bekommt Julia diesmal von ihrem ehemaligen Partner Zander, der hartnäckig bei der Klinik ausharrt, auch wenn sie ihn zu seinem eigenen Schutz immer wieder wegschickt. Zander hat mir mit seiner besonnenen und intelligenten Art sehr gut gefallen.

Die Morde in der Klinik sind unheimlich und unerklärlich, und erhalten durch alte Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert zusätzlich eine schaurige Note. Bei der Aufklärung läßt die Autorin sich kaum in die Karten sehen, selten ist es mir passiert, daß ich so gar keine Anhaltspunkte hatte, nur vage Vermutungen, die ich nicht mal richtig begründen konnte. Die Lösung ist aber rational, logisch und nachvollziehbar. Und spannend sowieso.

Wie auch im ersten Band betritt wieder viel Personal die Bühne, am Anfang hat man Mühe, die vielen Personen auseinanderzuhalten, aber da sie immer wieder einen Auftritt haben, hat sich die Verwirrung bei mir schnell gelegt. Die vielen Figuren machen das Rätselraten um den Täter natürlich nicht einfacher. Spannend auch, die vielen Patienten kennenzulernen mit ihren unterschiedlichen Krankheiten und Problemen, wegen denen sie in Behandlung sind.

Und dann Julias Verfolger: der Leser – und Julia – erfahren diesmal neue und verblüffende Details zum Tod von Julias Vater, es wird immer deutlicher, daß sich alles um die Vergangenheit und um ihren Vater dreht. Es wird klar, daß die Geschehnisse aus dem ersten Band lediglich das Vorspiel waren, Julias Gegner rüstet sich zum ganz großen Schlag. Da es insgesamt fünf Bände um Julia Wagner geben wird, gibt es im Teil Zwei natürlich keine Auflösung, aber eines ist klar: die Jagd hat begonnen.

Es kann sein, daß man dieses Buch auch ohne den Vorgänger lesen kann, aber ich würde den ersten Teil in jedem Fall empfehlen, da die Geschehnisse um Julia aufeinander aufbauen – und außerdem würde man einen spannenden Thriller verpassen.

Meine Rezension erscheint bei:
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Liebe Grüße
Karin

Offline TochterAlice

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Hier nun auch meine Rezension - ganz herzlichen Dank fürs Mitlesendürfen an das Leserunden-Team und an Tanja Noy für die unterhaltsame Begleitung. Es hat sehr viel Spass gemacht.

Alles auf die Fünf

Satanistenmorde in einem kleinen niedersächsischen Dorf hatte es im Vorgängerband "Teufelsmorde" gegeben, teilweise in der Vergangenheit, teilweise in der Gegenwart.

Julia Wagner, eine ehemalige Polizeibeamtin und mit den Ereignissen auch privat verbunden, war zur Aufdeckung der Taten nach langen Jahren zurück in das kalte, unwirtliche Dorf, das sie nie wiedersehen wollte - gekommen. Die Auflösung war sie teuer zu stehen gekommen und endete mit einem Aufenthalt in einer psychatrischen Anstalt. Hier nimmt "Todesruhe" seinen Anfang: ein Insasse, dessen überaus verhängnisvolle Vita den anderen Patienten bekannt geworden war, wurde auf brutalste Weise umgebracht. Als Hinweis neben der Leiche findet sich die Zahl fünf. Die ermittelnde Kommissarin Charlotte Gärtner erhält bald unfreiwillige Verstärkung - sowohl von Julia, die sich durch die Ereignisse in der Anstalt persönlich tangiert fühlt - nicht grundlos, wie bald deutlich wird, als auch von Julias ehemaligem Mainzer Teamkollegen Zander, der sich auf unbestimmte Zeit hat beurlauben lassen, um sich um Julia zu kümmern

Packend und ungewöhnlich ist dieser Thriller, ungewöhnlich auch seine Protagonistin, die junge Julia Wagner - ein extrem herber Typ mit einer mehr als schweren Vergangenheit, deren Vater als Staatsanwalt bereits in die Ermittlungen vor 20 Jahren eingebunden war - kurz bevor er zusammen mit seiner Frau Opfer eines Verkehrsunfalls wurde. Auch dies ist im aktuellen Fall von Bedeutung, denn es tauchen neue Informationen auf.

Ungewöhnlich - aber durchaus gekonnt - der Stil, ungewöhnlich auch der Ansatz: dieses Buch, die Reihe um Julia Wagner, weist vom Setting über die Figur der Ermittlerin bis zur Kombination des Regionalen mit harten, amerikanisch anmutenden Thrillerelementen eine ganze Menge von Alleinstellungsmerkmalen auf und wird sicher seinen Platz in der deutschen Krimi- und Thrillerlandschaft finden. Ein wenig überladen sowohl mit Charakteren als auch mit deren Geschichten ist die Handlung - und lässt auf der anderen Seite einige wesentliche Punkte offen - ein paar Baustellen, die ich gerne abgeschlossen wüsste. Dies bezieht sich sowohl auf einige der vielen Erzählstränge, vor allem jedoch auf das Ende der Geschichte, das teilweise noch vom Vorgängerband her offengeblieben ist. Also eine Reihe mit einem übergreifenden Thema, das wie eine Klammer die einzelnen, damit unabgeschlossenen Fälle zusammenhält - ich bin mir nicht sicher, ob ich das so angenehm finde, aber es ist auf jeden Fall ein eigener Stil. Ich persönlich hoffe ja, im für den Sommer 2015 in Aussicht gestellten 3. Band die Antworten auf all diese bisher offenen Fragen zu finden!

Alles in allem eine Reihe, bei der ich auf jeden Fall dranbleiben werde - wie auch Tanja Noy eine Autorin ist, deren weitere schriftstellerische Arbeit ich verfolgen werde - schreiben kann sie und sie hat den Mut, sich von ihren Kollegen komplett abzusetzen und etwas Neues zu erschließen. Eher etwas für den offenen, unkonventionellen Leser als für den Liebhaber fester Strukturen und Genres!

Offline Zank

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Erst einmal vielen lieben Dank an den Verlag für die bereitgestellten Bücher und ein riesen Dankeschön an Tanja fürs Mitmachen bei der Leserunde und die kryptischen Kommentare, mit denen du uns auf die falsche Spur bringen wolltest ;)


"Todesruhe" ist der zweite Teil der Julia-Wagner-Reihe. Das ist leider weder auf den Cover, noch auf dem Klappentext oder sonst irgendwo im Buch ersichtlich. Ich kannte den ersten Teil "Teufelsmord" vorher nicht. Da die Bücher allerdings doch inhaltlich mehr zusammenhängen als bei solchen Reihen üblich (es gibt zusätzlich einen großen übergeordneten Fall), würde ich empfehlen, "Teufelsmord" zuerst zu lesen. Der Täter des Falls im ersten Band wird direkt am Anfang dieses Buches verraten. Wer sich also nicht de Spannung nehmen will, sollte auf jeden Fall Band 1 zuerst lesen.

Inhaltlich geht es um die ehemalige Polizistin Julia Wagner, die aufgrund der Ereignisse aus Band 1 in der psychiatrischen Klinik gelandet ist. Und wie soll es anders sein: Dort ereignet sich direkt ein brutaler Mord. Charlotte Gärtner nimmt die Ermittlungen auf und bekommt Unterstützung von Julias ehemaligem Polizeipartner Zander. Ist einer der Patienten der Mörder? Oder ein Pfleger? Oder jemand von außerhalb?

Zu Beginn werden direkt sehr viele Personen genannt, so dass es zunächst etwas schwer fällt, den Überblick zu behalten. Ich kam jedoch sehr schnell in die Geschichte hinein und durch die vielen Personen war das Rätseln, wer der Mörder sein könnte, umso interessanter. Tanja Noy gelingt es hervorragend, die Spannung aufzubauen und zu halten. Einen besonderen Reiz hatte hierbei für mich der beschränkte Handlungsraum in der Klinik. Der Täter konnte also nie weit sein...

Die Charaktere sind durchweg individuell gestaltet und ich fand alle Hauptfiguren sehr sympathisch und menschlich. Auch die anderen Personen, wie die Patienten und Pfleger der Klinik haben alle ihre eigenen Charakterzüge und Eigenheiten, selbst wenn sie teilweise nur kurz auftauchen. Zwei Figuren habe ich besonders ins Herz geschlossen und ich hoffe, dass sie auch in den nächsten Teilen noch eine Rolle spielen werden.

Das Buch selbst ist gut lesbar, da die Schrift für ein Taschenbuch angenehm groß ist. Die Idee, die Autoreninformationen direkt auf der Buchrückseite in einer eigenen Spalte neben dem Klappentext abzudrucken, finde ich super. Das Cover gefällt mir persönlich überhaupt nicht, dafür zum Glück der Inhalt umso mehr.

Für diesen spannenden und gut durchdachten Thriller gibt es von mir einen  :buchtipp:
Dabei waren doch gerade Bücher eins der kostbarsten Geschenke auf Erden. Kunstvoll aneinandergereihte Wörter, die zu einer Melodie wurden und sich in Bilder verwandelten. Weiße, leere Blätter, auf denen Welten größer als das Universum entstanden.
(Carina Bartsch)

Offline Rosenprinzessin

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Auch von mir ein großes Dankeschön! Es hat sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch mit Euch zu lesen!  :winken:

Zum Buch
:

In einer Nervenheilanstalt wird ein Patient getötet. Er wurde erschossen und ihm wurden die Augen herausgenommen. Von dem Täter fehlt jede Spur. Da der Mord in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie geschah, ist die Anzahl der in Frage kommenden Täter jedoch begrenzt. Dennoch fällt es der Kommissarin Charlotte Gärtner schwer, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Mein Leseeindruck:

"Todesruhe" ist bereits der zweite Teil einer fünfteiligen Reihe um die Polizistin Julia Wagner. Ich habe den ersten Band leider nicht gelesen, konnte mich in diesem zweiten Band aber dennoch gut zurechtfinden. Trotzdem würde ich empfehlen, zuerst "Teufelsmord" zu lesen.

Mir hat "Todesruhe" sehr, sehr gut gefallen! Auf den ersten Seiten war ich noch etwas verwirrt, da so viele Namen auftauchen, aber das hat sich schnell gelegt. Bald konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach immer weiterlesen.

Es ist sehr packend geschrieben, dabei aber auch - auf eine positive Art! - verwirrend. Für mich war bald jeder verdächtig, und ich habe die ganze Zeit gerätselt, was und wer hinter dem Mord stecken könnte.

Auch die Geschichte der Kommissarin Julia Wagner, die in diesem Buch selbst Patientin der Klinik ist, ist sehr spannend.

Am liebsten würde ich jetzt sofort den dritten Band der Reihe lesen! Ich freue mich auf "Höllenfrost", der im Juli 2015 erscheinen soll.
Lesen aus Leidenschaft

Offline buchregal123

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Diese Leserunde hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank!

Da Julia Wagner die Geschehnisse in Wittenrode nicht hinter sich lassen kann, lässt sie sich in die Psychiatrie „Mönchshof“ einweisen. Sie ist nicht lange dort in der geschlossenen Abteilung, als der Patient Tämmerer erschossen und ohne Augen aufgefunden wird. Charlotte Gärtner ist die zuständige Kommissarin. Aber auch Julias ehemaliger Kollege Zander mischt sich in die Ermittlungen ein. Aber Julias Gegner sind gefährlich und den Ermittlern immer einen Schritt voraus, denn der Fall geht weit zurück bis in Julias Kindheit.

Das Buch schließt nahtlos an den ersten Band „Teufelsmord“ an. Jetzt wissen wir, wer diese grauenhafte Handlung in der Kapelle von Wittenrode überlebt hat. Es ist schnell klar, dass der Mord im „Mönchshof“ nicht zufällig geschieht, sondern dass Julias Gegner auch hier die Finger im Spiel haben.

Zander sieht die Gefahr für Julia und möchte sie schützen. Da er offiziell aber nichts mit den Ermittlungen zu tun hat, bleibt er Charlotte Gärtner auf den Fersen. Wenn Charlotte allzu leichtfertig Hinweise als Hirngespinste abtut, klemmt sich Zander dahinter. Er ist es auch, der  die Tagebuchaufzeichnungen einer Kindermörderin aus dem 19. Jh. berücksichtigt. Dies ist ein sehr schauriger Aspekt. Zanders Beharrlichkeit ist es zuzuschreiben, dass auch weitere Fakten zum Tod von Julias Vater bekannt werden.

Der Schreibstil ist flüssig fesselnd. Die Charaktere sind sehr detailliert und authentisch beschrieben, alle haben ihre ganz speziellen Eigenarten.

Die Anzahl der Personen in der geschlossenen Abteilung ist überschaubar, trotzdem wirken alle verdächtig – sowohl die Patienten, als auch das Pflegepersonal bis hin zum Leiter der Klinik - und das macht die Klärung des Falles nicht einfach. Auch bei diesem Buch gelingt es der Autorin wieder, mich bis zum Schluss an der Nase herumzuführen. Hinweise gibt es genug und doch ist es bis zum Ende unklar, wer der Mörder ist. Dann aber erscheint alles logisch und klar. Aber auch hier gibt es zum Schluss wieder Cliffhanger.
Obwohl man dieses Buch auch lesen kann, ohne „Teufelsmord“ zu kennen, ist es sicherlich hilfreich, die Bücher in der vorgegebenen Reihenfolge zu lesen.

Das Buch packt einen von Anfang an, auch oder gerade weil man ständig irritiert ist und wissen möchte, was hinter der Geschichte steckt. Da sich aber nur ein Teilbereich zum Ende des Buches geklärt hat, möchte ich den nächsten Band jetzt ganz schnell lesen.


Liebe Grüße
Bruni

Taubenschlag

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Nach den furchtbaren Erlebnissen in Wittenrode im Vorgängerbuch, wird Julia in die Nervenheilanstalt "Möchshof" eingewiesen. Aber auch hier kommt sie nicht zur Ruhe, einer ihrer Mitpatienten wird ermordet aufgefunden. Die ermittelnde Kommissarin Charlotte Gärtner tappt zunächst im Dunkeln, es kommt zu weiteren Todesfällen. Zander, Julias ehemaliger Partner aus ihren Zeiten bei der Polizei unterstützt Charlotte bei ihren Ermittlungen, gemeinsam kommen sie dunklen Geheimnissen auf die Spur. Parallel zu den Ermittlungen tauchen neue Erkenntnisse zu dem Tod von Julias Vater auf, Julias dunkle Gegner rüsten zum nächsten Schlag gegen sie.

Dieser Thriller ist sehr spannend und mir fiel es schwer ihn aus der Hand zu legen. Wie schon im Vorgängerband, haben wir hier zwei Handlungsebenen, eine aktuelle Mordermittlung und das grosse Geheimnis, dass Julias Familie umgibt. Es ist sehr spannend, diese beiden Handlungsstränge zu verfolgen, die sich zwar immer wieder kreuzen, aber doch immer eigenständig fortgesetzt werden. Wieder erfahren wir einige Details zu den Ereignissen rund um den Tod von Julias Vater, aber noch immer ist eine Lösung nicht absehbar, eine Art Fortsetzungsroman, der den aktuellen Thriller einschliesst.

Die Handlung der Mordfälle in diesem Teil ist sehr gut aufgebaut, der Leser ist Schritt für Schritt bei den Ermittlungen dabei und immer neue überraschende Ereignisse machen es fast unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Die Ereignisse bleiben dabei aber logisch und nachvollziehbar.

Sehr gut haben mir wieder die Charaktere gefallen. Sie werden in ihren Handlungen sehr detailliert beleuchtet und man kann sich so ein sehr gutes Bild von den Personen machen. Interessant sind dabei besonders die Hintergrundgeschichten, die dazu geführt haben, dass die Personen sich in dieser Klinik aufhalten. Der Handlungsort ist ungewöhnlich und schafft eine besondere Atmosphäre. Lange Zeit sind eigentlich alle Insassen der Nervenheilanstalt verdächtig und trotzdem ist die Auflösung noch für eine Überraschung gut.

Es handelt sich hier um einen etwas anderen Thriller, der aber sehr lesenswert ist. Ich kann dem Leser nur empfehlen, auch den ersten Teil zu lesen, da es sich halt nicht nur im einen alleinstehenden Thriller handelt, sondern auch um die Rahmenhandlung rund um den Tod von Julias Vater. Die Ereignisse aus dem Vorgängerband werden zwar kurz angeschnitten, aber es fehlen doch viele Details für ein wirkliches Verständnis der Zusammenhänge.

Die Leserunde war wieder sehr spannend, mit einem schönen gemeinsamen Rätseln und einer netten Begleitung der Autorin. Vielen Dank, dass ich bei dieser Runde mit einem Leseexemplar dabei sein durfte.

« Letzte Änderung: 16. Januar 2015, 13:40:25 von Taubenschlag »

Offline odenwaldcollies

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Hier in der Runde ist es inzwischen ruhig geworden, daher möchte ich sie langsam abschließen. Liebe Tanja, dir ein herzliches Dankeschön für deine Begleitung und ich freue mich auf das Wiederlesen im Sommer  :winken:

Allen Teilnehmer danke ich für eure tollen Beiträge. Claude20 und schlumeline: eure Rezensionen könnt ihr natürlich auch weiterhin noch einstellen.
Liebe Grüße
Karin

Offline schlumeline

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Ich danke für die Teilnahmemöglichkeit an dieser Runde. Es hat mir eine Gänsehaut beschert Julia Wagner auf ihrem weiteren Weg zu begleiten und ich hoffe, dass wir das auch weiter gemeinsam tun werden. Es bleibt ja in jedem Fall spannend. Danke auch an Tanja Noy für die tolle Begleitung der Runde. Und hier nun meine Rezension, die gleich auch noch auf Literaturschock gepostet wird:

In „Todesruhe“ setzt die Autorin Tanja Noy die Geschichte ihrer Protagonistin Julia Wagner, die im Vorgängerband „Teufelsmord“ begann, fort. Julia Wagner hat sich in eine psychiatrische Anstalt einweisen lassen um dort das zuvor Erlebte zu verarbeiten. Allerdings kommt sie nicht zur Ruhe, denn in der Nervenheilanstalt „Mönchshof“ kommt es zu einem Mord. Der Patient Weinfried Tämmerer wird erschossen aufgefunden. Ihm fehlen die Augen. Die Polizei und damit Kommissarin Charlotte Gärtner nimmt die Ermittlungen auf. Allerdings gestalten die Untersuchungen und Befragungen sich nicht gerade leicht, denn die in der Psychiatrie lebenden Patienten haben allesamt ihre ganz eigenen Tücken und Geheimnisse und auch das Pflegepersonal scheint auf den ersten Blick einiges verbergen zu wollen. Nur eigentlich kann niemand sonst hinter dem Mord stecken, denn man kommt nicht so leicht in die Klinik hinein und auch nicht aus ihr heraus.
 
Julias alter Kollege Zander macht sich Sorgen um die junge Frau und sucht daher deren Nähe. Julia aber blockt ab, doch Zander bleibt hartnäckig. Letztendlich unterstützt er Charlotte Gärtner bei den Ermittlungen und auch wenn diese ihm zunächst ablehnend gegenübersteht, findet sie sich ganz bald damit ab. Ganz nebenher bleibt aber auch eine Bedrohung für Julia spürbar. Jemand ist ihr weiterhin auf den Fersen und will etwas von ihr, nur warum? Welche Bedrohung geht für ihn oder für sie von Julia aus bzw. welche außergewöhnliche Vergangenheit hat Julia?
 
„Todesruhe“ ist eine höchst spannende und auch leicht gruselige Geschichte, die dem Leser zwar etwas mehr kleinere Details aus Julias jungem Leben näherbringt, aber dennoch nicht viel zur Aufklärung des ganz großen Geheimnisses rund um Julia und ihre Familie beiträgt. Dafür muss der Leser wohl noch weiterlesen, denn weitere drei Bücher dieser Reihe werden folgen. In jedem Fall aber gibt es hier einen interessanten und schlüssigen Kriminalfall, den es zu lesen lohnt.

Hier noch ein link zu meiner Rezension anderswo:
http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/todesruhe/
« Letzte Änderung: 31. Januar 2015, 16:04:24 von schlumeline »
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline claude20

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    • Claudes Schatzkiste
Meine Resenzion für dieses Buch ist jetzt auch fertig :) Danke für die Leserunde und die Spekulationsmöglichkeiten mit Euch.

Julia Wagner hat den Anschlag des Teufelsmörder zwar überlebt, aber sie ist nicht mehr die Alte. Sie läßt sich behandeln in der Psychiatrie in Hannover als dort ein grausiger Mord passiert. Wie kann in einer geschlossenen Einrichtung so eine Tat begangen werden ohne das es jemand sieht oder hört? Diese Frage muss sich die ermittelnde Kommissarin stellen. Schon bald bekommt sie Hilfe von Julias ehemaligen Partner und das ist auch bitter nötig, denn nicht nur der Mörder treibt sein Unwesen und mordet weiter. Nein auch die Feinde von Julia sind auf der Jagd und machen sich bereit für den nächsten Schlag...

Dies ist die Fortsetzung von Teufelsmord und ich bin der Meinung dass dieses Buch in seiner Struktur etwas übersichtlicher und etwas weniger verwirrend ist als sein Vorgänger. Klar die Geschichte von Julia Wagner geht weiter und die verbliebenen Fragen aus Teil eins werden nicht so wirklich beantwortet. Es treten eher noch zusätzliche Fragen auf. Aber trotzdem hatte ich das Gefühl, dass wir Julias Gegnern näher gekommen sind oder sind sie nur näher an uns herangekommen? Jedenfalls tauchen sie langsam aus ihrer Deckung auf, zeigen sich natürlich noch nicht ganz, aber ich habe die Hoffnung, dass wir im nächsten Teil der Reihe vielleicht schon etwas klarer sehen werden.

Die Ermittlungen in diesem Buch haben aber nicht nur neue Fragen aufgeworfen. Unseren Mord in der Psychiatrie haben wir auf alle Fälle aufgeklärt. Meine Vermutungen in dieser Richtung waren leider nicht immer von Erfolg gekrönt, was mich auch freut, denn Bücher die zu durchsichtig sind, sind schnell langweilig. Das kann ich von Todesruhe aber nicht sagen. Das Buch war spannend bis zum Schluss und ich bin schon sehr neugierig auf weitere Zusammenkünfte mit Julia Wagner.

Dieser Teil bekommt von mir 9 von 10 Punkte. Wer Teufelsmord gelesen hat sollte sich Todesruhe natürlich nicht entgehen lassen.

© claude

Meine Rezension veröffentliche ich auch noch in anderen Portalen und auf meinem Blog morgen unter: http://claudes-schatzkiste.blogspot.com/2015/01/todesruhe.html
LG, Doreen

 

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