Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1013 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Wir freuen uns auch darüber, wenn ihr eure Rezension auf Literaturschock.de veröffentlicht. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Ein geheimes Projekt aus der Vergangenheit

Scheinbar wahllos werden überall in Deutschland junge Frauen brutal ermordet. Die BKA-Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner werden auf den Fall angesetzt, ohne irgendwelche Spuren des Täters zu finden. Erst die Verbindung einiger Opfer zu der Organisation „New Horizon“, die ihren Kunden Leistungssteigerung durch Bewußtseinserweiterung verspricht, könnte eine Spur sein. Bei den Nachforschungen zu der sektenähnlichen Organisation stoßen die Ermittler auf ein geheimes Projekt aus den Zeiten des Kalten Krieges. Kann es sein, daß dieses Projekt weiterhin besteht?

„Das Programm“ ist der Auftakt einer Thriller-Reihe um das sympathische Ermittlerduo Nicolas Eichborn und Helen Wagner. Der Leser wird gleich zu Beginn des Buches Zeuge des Mordes an einer jungen Frau. Ich habe mich gefragt, wie der Autor das über die ganze Handlung steigern will, wenn es schon so blutig beginnt, aber die Handlung nimmt eine ganz andere Wendung, als ich erwartet hatte. Auch wenn ich mit der einen oder anderen Vermutung richtig lag, haben noch einige Überraschungen auf mich gewartet. Manchmal habe ich zu kompliziert gedacht, da war die Lösung wesentlich einfacher.

Das Buch greift eine Thematik auf, die leider nicht erfunden ist und bei mir als Leser für eine Gänsehaut gesorgt hat. Es ist unfassbar, was für Projekte teilweise im Namen der Wissenschaft durchgeführt wurden bzw. werden.

Der BKA-Zielfahnder Nicolas Eichborn knabbert immer noch an den Folgen seines letzten Einsatzes in Jemen, bei dem er schwer verletzt wurde. Er hat eine sehr spezielle Art von Humor, vielmehr Sarkasmus, hinter dem er sich versteckt und der sein ganzen Tun und Denken durchzieht. Auch wenn ich ihn sympathisch finde, gehe ich teilweise mit seinen Moralvorstellungen nicht so ganz einig, wenn es darum geht, wie weit man bereit ist zu gehen, um einen Fall aufzuklären.

Helen Wagner arbeitet als Fallanalytikerin beim BKA und ist eine taffe und sehr intelligente Frau, die sich hervorragend mit Nicolas ergänzt, auch wenn das ihr erster gemeinsamer Einsatz ist. Es stellt sich schnell heraus, daß sich die Beiden zu 100 Prozent aufeinander verlassen können.

Dieser Auftaktroman hat mir spannende Stunden beschert und ich freue mich auf die weiteren Fälle dieses sympathischen Duos.

Meine Rezension erscheint bei:
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Thalia (noch nicht freigeschaltet)
Liebe Grüße
Karin

Offline Gerling

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Vielen Dank für die schöne Rezension. Ich habe heute mit dem Verleger gesprochen und wir haben den Erscheinungstermin vom zweiten Fall auf Juni/Juli 2015 vorgezogen. Ab März/April beginnt das Lektorat.

Offline Delena

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Zum Buch

Ein Serienmörder, der in Deutschland junge Frauen grausam ermordet ruft das BKA auf den Plan. Das Ermittlerduo Helen Wagner und Nicolas Eichborn stösst im Rahmen der Ermittlungen auf die Firma "New Horizon", die den Kunden verspricht, durch Bewusstseinserweiterung bisher nicht ausgeschöpfte Fähigkeiten offenzulegen und somit zu einem besseren und erfolgreicherem Leben zu verhelfen. Aber will das Unternehmen wirklich nur das? Und zu welchen Mitteln wird gegriffen?

Meine Meinung

Helen Wagner und Nicolas Eichborn lösen hier ihren ersten gemeinsamen Fall. Das Duo empfand ich von Beginn an als sehr sympathisch, besonders der Humor von Nicolas hat mich oft zum Schmunzeln gebracht und ich habe mich richtig amüsiert. Den Gegenpol dazu bilden die recht grausamen Morde und die wirklich teilweise fiesen Charaktere, die man im Laufe des Falles kennenlernt.

Der Autor hat es gut verstanden, die Spannung das ganze Buch lang aufrecht zu erhalten. Ich mochte den Roman gar nicht aus der Hand legen. Zum einen weil er sich aufgrund des Schreibstiles wegliest wie nichts und weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich der Fall weiterentwickelt, was hinter der ganzen Sache steckt und wer die Drahtzieher sind.

Man erfährt, dass es in den Zeiten des kalten Krieges Forschungsprojekte gab, die Bewusstseinsveränderungen zum Thema hatten. Dieser Teil der Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und ist dadurch besonders erschreckend.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen, ich warte schon auf den nächsten Fall von Nicolas und Helen.

Zur Leserunde

Danke an euch alle. Volker für die tolle Begleitung und die Hintergrundinfos, den Mitleserinnen und Mitlesern für das gemeinsame Spekulieren. Das gefällt mir in einer Leserunde immer besonders gut. Ihr wart toll.
Man liest sich  :winken:

Ach ja, meine Rezension erscheint bei :
amazon, im Grossen Literaturschock-Forum, bei Literaturschock.de und bei Weltbild.
« Letzte Änderung: 03. Februar 2015, 19:20:54 von Delena »
Liebe Grüße
Claudia

Offline odenwaldcollies

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Liebe Grüße
Karin

Offline gagamaus

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Kriminalhauptkommissar Nicholas Eichborn leidet an psychischen Spätfolgen nach einer Verletzung bei seinem letzten Einsatz als Zielfahnder. Deshalb bekommt er erst mal einen vermeindlich ruhigeren Job bei der Mordkommission, wo innerhalb kürzester Zeit mehrere Frauen auf ähnlich grausame Weise ermordet werden. Dort lernt er die psychologisch geschulte Ermittlerin Helen Wagner kennen und es funkt sofort heftig zwischen den beiden. Viel Zeit für eine Annäherung bleibt allerdings nicht, da der Mörder ein hohes Tempo vorlegt und dabei immer den Schauplatz der Verbrechen wechselt. Hamburg, Köln oder München sind Schauplätze seiner Verbrechen. Bald gibt es erste Hinweise die zu einer Organisation namens New Horizon führen und die ein ungewöhnliches psychologisches Programm anbieten und interessierten Mitgliedern damit Hilfe bei ihren psychischen Problemen versprechen.
Warum tötet der Killer immer wieder Mitglieder dieser sektenähnlichen Organisation? Hat der Mörder auch dieses Programm durchlaufen? Was passiert dort mit den Menschen?

Es wird sowohl aus der Ich-Perspektive von Nicholas, der neutralen Erzählersicht und aus der Sicht des Mörders berichtet, was verschiedene Einblicke und Anhaltspunkte gibt und dem Leser immer etwas mehr Infos liefert, als den Ermittlern. Interessant fand ich auch das Thema Gehirnmanipulation. Ich lese gerne Krimis, in denen die psychologische Komponente eine große Rolle spielt.

Das Tempo wird kontinuierlich hochgehalten, was eigentlich ja positiv ist aber im Laufe der Geschichte hatte ich manchmal das Gefühl, dass dadurch teilweise die Logik oder die Genauigkeit auf der Strecke blieben. Vor allem die Handlungen „des Mörders“ und von Nicholas konnte ich manchmal nicht mehr ganz nachvollziehen. Manche Handlungsstränge wurden so vernachlässigt, dass ich es mir nicht vorstellen konnte, dass die Polizei so sträflich gehandelt hätte. Beim Showdown überschlagen sich die Ereignisse und ich fühlte mich etwas überrollt von der Handlung und hatte am Ende doch einige nur halb beantwortete Fragen und einen Kommissar, der viel von seinem Charisma und seinem Charme eingebüßt hatte, da er für mich nicht mehr integer war und auch keiner von den Guten mehr.
     
Die Geschichte hat noch eine Eigenheit. Sie ist über weite Strecken sehr ironisch und mit dem sarkastischen Witz des Kommissars muss man klarkommen. Da er auch in blutigen und traurigen und dramatischen Momenten immer einen Spruch auf den Lippen hatte, kam er mir manchmal so lässig wie James Bond vor  und das Spektakel am Schluss passte auch zu diesem Vergleich.

Das klingt alles vielleicht ein bisschen negativer, als ich es meine. Das Buch war von Anfang an mitreisend, sehr unterhaltsam und gut lesbar. Ich hätte mir einfach etwas weniger Witze und etwas mehr Tiefgang gewünscht und vielleicht ein Ende, welches einen Hauch realistischer gewesen wäre.

Ich bedanke mich für die Möglichkeit, das Buch und den Autor in einer angeregten Leserunde entdecken zu dürfen und werde seine Bücher sicherlich nicht zum letzten Mal zur Hand genommen haben.

http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,35648.0.html
http://www.lovelybooks.de/autor/V.-S.-Gerling/Das-Programm-1107468810-w/rezension/1133038011/
http://wasliestdu.de/rezension/ein-mordsmaessiges-psychoprogramm
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/das-programm



:lesen:
Hexenholzkrone 2 - Tad Williams

Offline Gerling

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@ Claudia: Vielen dank für die schöne Rezi :-))

@ gagamaus: Auch dir danke ich für die tolle Rezension. Ein klein wenig schade finde ich es, dass Nicolas bei dir wegen seiner Vorgehensweise nun verloren hat. (das hat er nämlich nicht verdient ;-) )

Zum Punkt Realistisch oder nicht möchte ich mich (eigentlich) nicht äußern. Würde ein Polizeibeamter so agieren wie Nicolas? Ich weiß es nicht und wenn es so wäre, würden wir es wohl auch nicht erfahren. Was ich weiß, ist, dass viele gerne so agieren würden.
Vielleicht macht es sie zu besseren Menschen und Polizisten, weil sie es in letzter Konsequenz nicht tun. Aber da es sich um einen fiktiven Roman handelt, wäre diese Diskussion rein akademisch (aber nicht weniger wichtig) Ich habe mich ganz bewusst für einen Beamten entschieden, der Grenzen überschreitet - auch in dem Wissen, dass das vielen nicht gefallen wird. Von den anderen gibt es nämlich genug.
Und mal im ernst; schreibe ich Bücher, um anderen zu gefallen??? Nö. Ich schreibe, weil ich eine Geschichte erzählen möchte.
Natürlich hoffe ich, dass das, was ich schreibe, mehr Leuten gefällt als missfällt, aber ich muss das schreiben, was sich mir aufdrängt. Was aus mir rausprudelt. Und das der Humor von Nicolas einigen nicht gefällt oder zu viel ist, war auch klar. Aber wenn es sprudelt ...
Und dann gibt es ja auch noch Lektoren, die einen bremsen.

Offline Zank

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Aufmachung des Buches:
Das Cover ist relativ schlicht gehalten und deutet schon auf die im Klappentext erwähnten Menschenversuche hin. Es passt zum Inhalt und macht neugierig. Die Kapitel haben eine schöne Länge und werden jeweils durch ein Zitat aus dem Kapitel selbst eingeleitet - ungewohnt, sollten sie als störend empfunden werden, kann man sie einfach überlesen.

Thema:
Eine Mordserie, über ganz Deutschland verteilt, ist ein Fall für die Ermittler des BKA. Eine Organisation namens New Horizon, die verspricht, das Leben von Menschen zu ändern, gerät dabei in das Visier der Fahnder. Und dann kommt heraus, dass früher mal ein Projekt mit Menschenversuchen ins Leben gerufen wurde, um den perfekten Killer zu erschaffen. Wie hängt das alles zusammen?
Ein spannender Aufhänger für ein Buch, vor allem wenn man aus dem Nachwort erfährt, dass es ein solches Projekt wohl tatsächlich gegeben hat. Leider verrät der Klappentext viel zu viel, so dass man lange Zeit den Ermittlern voraus ist.

Story:
Ausgehend von dem ersten Mord beginnen die Ermittlungen. Schnell tauchen weitere Opfer auf und die Handlung spitzt sich zu. Die Geschichte ist gut erzählt und entwickelt sich weiter. Manche dieser Entwicklungen (auch zwischenmenschlich) gehen vielleicht etwas zu schnell, aber durch den mitreißenden Schreibstil des Autors kann man leicht darüber hinwegsehen.
Auch wenn einzelne Handlungsstränge schon vorher aufgelöst werden, bin ich bis zum Ende nicht darauf gekommen, wer wirklich hinter der ganze Sache steckt.
Ein kleiner Störpunkt für mich war, dass in diesem Buch unnötigerweise sehr viel geraucht wurde.

Charaktere:
Die große Stärke dieses Buches liegt meiner Meinung nach in seinen Charakteren. Mit der Hauptfigur Nicolas Eichborn wurde eine Figur geschaffen, die in jeder Situation einen passenden Spruch auf Lager hat (teilweise sehr zum Ärger seiner Gesprächspartner). Nicolas ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und das macht ihn sehr menschlich und  sympathisch. Da die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt wird, gibt es eine ganze Menge von seinem trockenen Humor. Seine Partnerin Helen Wagner, eine Psychologin, ist eine Frau, die weiß, was sie will, die jedoch aufgrund von Eichborns Alleingängen oft etwas außen vor bleibt. Auch die anderen Figuren haben ihre eigenen Charakterzüge, egal ob es sich dabei um den von Nicolas ungeliebten Chef handelt, der sich dann doch als netter Kerl entpuppt, oder um den charismatischen und leicht schleimig wirkenden Leiter der Organisation New Horizon.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch mit Nicolas Eichborn und Helen Wagner!

Fazit:
Insgesamt gibt es von mir eine Leseempfehlung für Leute, die gerne Thriller in und aus Deutschland lesen und die eine Portion Humor in der Geschichte zu schätzen wissen.


Dir, lieber Volker, vielen Dank für deine Teilnahme an der Leserunde und deine Kommentare und natürlich für dieses gute Buch, das Lesen hat wirklich Spaß gemacht  :)
Dabei waren doch gerade Bücher eins der kostbarsten Geschenke auf Erden. Kunstvoll aneinandergereihte Wörter, die zu einer Melodie wurden und sich in Bilder verwandelten. Weiße, leere Blätter, auf denen Welten größer als das Universum entstanden.
(Carina Bartsch)

Offline Gerling

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  • V.S. Gerling - Autor
Hey Zank. Danke für die tolle Rezension. Mir hat es auch sehr viel Spass gebracht!

Offline claude20

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    • Claudes Schatzkiste
Hier noch meine Rezension für dich Volker :) Danke für die nette und aufschlussreiche Leserunde  :winken:

Ein Ermittler nach meinem Geschmack

Das BKA ist alarmiert als in ganz Deutschland junge Frauen scheinbar wahllos getötet werden. Der Täter ist erst einmal nicht greifbar, scheint geradezu unsichtbar, aber seine Taten werden im Lauf der Zeit immer grausamer. Nicolas Eichborn und Helen Wagner ermitteln gemeinsam in ihrem ersten Fall, er sehr viele Fragen aufwirft, da die Opfer auf den ersten Blick scheinbar nichts miteinander verbindet. In Laufe der Ermittlungsarbeit wird schnell klar, dass einige der Opfer seit kurzer Zeit Kontakt mit einer dubiosen Organisation namens "New Horizon" hatten. Diese Organisation bietet ein 4 Phasen-Programm zur Optimierung der geistigen Leistungsfähigkeit an. Im Laufe ihrer Ermittlungen geraten die beiden Beamten immer tiefer in einen Strudel aus Gewalt, Manipulation und politischer Intrige. Dann verschwindet bei einer Recherche der Assistent von Eichborn und Wagner spurlos. Die Zeit drängt und plötzlich wird Nicholas Eichborn zum Gejagten ...

Mit diesem Thriller hat der Autor V. S. Gerling ein spannendes Buch geschrieben, die mit einem sympathischen und auch nicht auf den Mund gefallenen Ermittler aufwartet. Bereits auf den ersten Seiten habe ich Nicolas Eichborn ins Herz geschlossen, denn seine ganze Art und sein Sinn für Humor haben mich für seine Persönlichkeit eingenommen. Nicolas Eichborns Mund-Hirn-Kombination bzw. seine Art kein Blatt vor den Mund zu nehmen hat mich immer wieder zum Schmunzeln veranlasst.

Der Autor schafft es sehr schnell den Leser in die Geschichte zu katapultieren, Zusammenhänge einfach und unkompliziert zu erklären sowie die Hauptprotagonisten zu unseren Freunden zu machen. Aus diesem Grund freue ich mich auch das es ein Wiedersehen mit Nicolas Eichborn geben wird.

Obwohl es sich bei diesem Fall den Nicolas und Helen bearbeiten um eine fiktive Geschichte handelt, so ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Teile der Erkenntnisse aus den Ermittlungen leider so auch in der Realität existiert haben. Mehr wird nicht verraten, denn einige von Euch wollen das Buch bestimmt noch lesen. Wer mehr wissen will kann auf der Seite des Autors stöbern und Antworten finden.

Ein spannendes Thema, sehr realistisch beschrieben, mit sehr sympathischen und vor allen sehr humorvollen Ermittlern. Von mir bekommt das Buch 9 von 10 Punkte. Ein neues Zusammentreffen mit Nicolas und Helen würde mich sehr freuen. Habe ich schon gesagt, dass ich Nicolas Humor bzw. seine Art in Fettnäpfchen zu treten mag.

© claude

Meine Rezension werde ich auch noch auf LB, WLD und auf meinem Blog (am 07.02.15) veröffentlichen

http://claudes-schatzkiste.blogspot.com/2015/02/das-programm.html
« Letzte Änderung: 12. Februar 2015, 22:08:22 von claude20 »
LG, Doreen

Offline odenwaldcollies

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Ihr Lieben,

hier ist es inzwischen ruhiger geworden, daher möchte an dieser Stelle dir, lieber Volker, ein herzliches Dankeschön aussprechen, daß du uns so toll begleitet hast. Ich hoffe, dir hat die Runde ebenfalls gefallen. Und vielleicht klappt es mal wieder mit einer Runde zu einem deiner nächsten Bücher  :winken:

Wenn du magst, kannst du mal in diesen Thread schauen, in dem wir die Autoren fragen, wieviel Zeit sie hier für die Leserunde investiert haben.

Die fehlenden beiden Rezensionen bitte ich zeitnah einzustellen - ansonsten bedanke ich mich bei allen Teilnehmern für eure Beiträge, die wieder zum Erfolg dieser Runde beigetragen haben. Ihr dürft natürlich auch weiterhin hier noch diskutieren  ;D
Liebe Grüße
Karin

Taubenschlag

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Leider bin ich durch die Krankheit meiner Zwillinge sowohl bei Leserunden als auch bei Rezensionen in Rückstand geraten. Ich bin jetzt dabei, die Rückstände aufzuarbeiten. Es tut mir wirklich leid, aber leider bringt das wahre Leben manchmal die schönste Planung durcheinander.

Inhalt:

Eine grausame Mordserie hält das BKA in Atem. Junge Frauen werden auf grausame Weise ermordet. Nicolas Eichborn und Helen Wagner werden mit der Aufklärung der Fälle beauftragt. Schnell zeichnet sich eine Parallele zwischen den Opfern ab, einige Opfer waren Mitglieder in einer Organisation mit dem Namen "New Horizon", ein sektenähnliches Unternehmen, dass damit wirbt, durch Bewusstseinserweiterung leistungsstärkere und bessere Menschen zu schaffen. Ist das die ganze Wahrheit?

Meinung:
Der Thriller zeichnet sich durch eine hohes Erzähltempo aus, wobei die Spannung immer auf einem hohen Niveau gehalten wird. Die Ermittlungen führen uns an verschiedene Tatorte im ganzen Bundesgebiet. Schnell werden die Abgründe von "New Horizon" sichtbar, hier werden Menschen massiv manipuliert und einer Gerhirnwäsche unterzogen. Bei den weiteren Nachforschungen stossen die Ermittler auf Forschungsprojekte aus den Zeiten des Kalten Krieges, die Bewußtseinsmanipulationen zu missbrauchen versuchen, um den perfekten Mörder zu schaffen.
Bei diesem Thema habe ich lange Zeit gezweifelt, ob es sich hier um die Fantasie des Autors handelt oder ob es ein derartiges Programm wirklich gibt. Hier hat mir das kurz Nachwort gut gefallen, dass hierzu eine kurze Erklärung gibt.

Die Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner sind mir schnell ans Herz gewachsen. Hellen ist Fallanalytikerin und hat schon tief in die Abgründer der menschlichen Seele geschaut, Nicolas ist eigentlich Zielverhahnder, der bei seinem letzten Einsatz schwer verletzt wurde und noch mental an den Folgen dieses Angriffs leidet. Zwei Menschen die sehr sympathisch sind, aber mit den Problemen ihres Berufes zu kämpfen haben und dabei versuchen ihre Schwächen hinter einer gehörigen Portion Sarkasmus zu verstecken. Den einzigen Kritikpunkt, den ich an diesen Charakteren anzubringen haben, war das Thema Rauchen, dass für mich einige romantische gemeinte Situationen zerstört hat.

Die Handlung war über weite Teile des Buches nachvollziehbar, jedoch zum Ende hin habe ich mich gefragt, ob insbesondere das Thema mit den gefangenen Islamisten unbedingt sein musste oder ob hier ein etwas künstlicher Bezug zu den aktuellen Geschehnissen in der Welt hergestellt werden sollte.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es hat eine gute Spannung, sympathische Charaktere und eine gute Geschichte, die zum Teil auf wahren Begebenheiten beruht. Hier wurde mir mal wieder richtig deutlich, was während des Kalten Krieges an zum Teil verrückten Forschungsprojekten durchgeführt wurden und wie sich die Erkenntnisse missbrauchen lassen.

Vielen Dank an den Autor für die nette Begleitung der Runde. Mir hat die Runde viel Spass gemacht. Die verspätete Rezension bitte ich noch mal zu entschuldigen.

Offline Los_Angeles

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Ich möchte mich entschuldigen für die eher späte Rezi. Leider bin ich nicht früher dazu gekommen.

---Persönliche Rezension---

Gleich in ihrem ersten Fall bekommen die beiden Ermittler, Nicolas Eichborn und Helene Wagner, einen schwierigen Fall zugelost. Sie müssen eine brutale Mordserie in Deutschland aufklären. Dabei stellt sich schnell einmal heraus, dass es sich nicht einfach nur um einen Serienmörder handelt, sondern um ein Forschungsprojekt, welches bereits zu Zeiten des Kalten Kriegs seine Anfänge hatte.

Volker S. Gerling schafft es, den Leser schon früh an das Buch zu binden. Durch seinen Schreibstil und vor allem durch die schnelle Abfolge von Ereignissen, kann sich der Leser dem Buch nicht mehr entziehen. Dabei beginnt das Buch bereits fulminant und steigt gleich mitten im Geschehen ein. Ein langatmiges Personenvorstellen bleibt dem Leser erspart und auch sonst kommt bis zum Schluss nie Langeweile auf. Rasche Szenenwechsel, neue Mordfälle und neue Beweise halten nicht nur das Ermittlerteam auf Trab, sondern auch den Leser.

Vor allem das Ermittlerduo selbst sorgt für einige Lacher im sonst doch eher düsteren Kriminalfall. Nicolas Eichborn bringt es stets fertig, in den passendsten und unpassendsten Situationen für Witze und Bemerkungen zu sorgen, die zum Schmunzeln anregen. Dazu trägt auch seine Begabung bei, stets in sämtliche Fettnäpfchen zu treten, in die man treten kann. Er lässt buchstäblich keines aus!

Während des gesamten Buches wird die Arbeit der beiden BKA Fahnder realistisch und glaubhaft aufgezeigt. Einzig der Schluss hat mich in dieser Hinsicht nicht mehr ganz überzeugt. So waren die letzten Szenen des Thrillers mehr Szenen aus einem James Bond Actionfilm als aus einem Alltag des Deutschen BKAs. Dies hat zwar, unbestreitbar, für ein sehr actionreiches Ende gesorgt, doch hätte auch ein bisschen weniger durchaus für ein tolles und gutes Ende gereicht.
Insgesamt lässt sich sagen, dass Volker S. Gerling ein gelungener Start in die Reihe gelungen ist. Das sympathische Ermittlerduo sorgt dafür, dass zukünftige Fälle mit Spannung erwartet werden dürfen. Der Autor hat es zudem mit „Das Programm“ geschafft, eine reale Thematik an den Leser zu tragen und diesen zum Nachdenken zu bringen.

„Das Programm“ ist definitiv ein Lesegenuss für alle Thriller-Liebhaber  - nicht nur für solche aus Deutschland!



---Meine Bewertung---

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Punkten. Vor allem die stets aufrechterhaltene Spannung sowie die Thematik selbst haben mich überzeugt. Dazu ein Ermittlerduo des BKA, welches ein überzeugendes Auftreten an den Tag legte, aber dennoch für unterhaltsame Momente beim Leser sorgte.
Einzig das Ende war mir doch etwas zu hollywoodmässig, sodass ich einen Punkt abziehe.

Nichts desto trotz, ist dies ein sehr empfehlenswertes Buch!!



---Meine Rezensionslinks---

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