Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler !)  (Gelesen 1917 mal)

Online Rhea

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Aber die anderen setzen doch auch welche? Ich wollte sie ja nicht übernehmen, sondern dort setzen??
So, eben habe ich gesehen, es gibt einen weißen Botton den ich bisher scheinbar übersehen hatte. Den blauen habe ich gefunden, der stand nach zwei Rezensionen, also zwischen mehreren Rezensionen. Nun, mal sehen, ob ich nun immer einen Botton finde.
« Letzte Änderung: 05. Februar 2015, 10:37:15 von Rhea »

Offline Suse

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Smileys werten eine Rezi nicht auf. Was ist der Sinn davon? Setzt du auf Amazon Smileys?
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Online Rhea

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Woher kommen dann die -Mäuse oder "Buchtipp" bei anderen? Außerdem sehe ich keine Möglichkeit, mich einzuloggen. Wenn ich Leserunden.de aufmache, dann habe ich immer die erste Seite auf der steht, entweder Hallo Rhea, dann weiß ich, ich bin eingeloggt oder es ist ein Feld zum Einloggen. Wenn ich auf Literaturschock gehe finde ich das nicht. Vielleicht bin ich auch zu blöde, aber ich habe inzwischen ein paarmal versucht eine Rezi einzustellen und ich weiß nicht, ob es gelungen ist. Wenn die Fragen aber zu viel sind, kann ich es auch einfach lassen. Entschuldigung.

Offline Suse

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Das hat hier eigentlich nichts zu suchen. Bitte nutze dafür doch das Feedbackunterforum hier.
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Online Rhea

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Ich entschuldige mich nochmal, ich wurde dazu animiert, weil wir wiederholt dazu aufgefordert wurden, in Literaturschock die Rezis einzustellen.

Offline odenwaldcollies

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Rhea, ich schreibe dir gleich mal eine PN  :winken:
Liebe Grüße
Karin

Offline Dani

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Du musst dich nicht entschuldigen, aber technische Fragen/Probleme haben einfach nichts in einem Rezensionsthread zu suchen, bitte mach dafür ein eigenes Thema auf  :winken:
Liebe Grüße
Dani

Online Rhea

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@Dani und Odenwaldcollies: Danke!

Offline claude20

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Ich habe meine Rezension heute beendet. Danke noch einmal für die nette Leserunde. Mensch bin ich froh das Bald Band 2 rauskommt. Ich muss wissen wie es weitergeht.

Toller Auftakt für eine neue Jugendbuchreihe


Finstermoos eine kleine idyllische Gemeinde in Österreich, die vom Tourismus lebt, wird durch den Fund eines vor vielen Jahren verstorbenen Babys erschüttert. Bei Arbeiten auf der Baustelle ihres neuen Hauses in Finstermoos entdecken Valentin und sein Vater was vor Jahren heimlich versteckt wurde. Das Bergdorf wird sofort von Journalisten überrannt. Auch Mascha und ihre Mutter machen sich auf den Weg nach Finstermoos, um einige Tage zu entspannen. Schon bald darauf geschehen seltsame auch auch lebensgefährliche Unfälle deren leidtragende Mascha und Valentin sind. Kurz darauf verschwindet Maschas Mutter auf einer Bergtour. Das kann doch alles kein Zufall sein. Hat Maschas Mutter bei ihrer Schnüffelei eine Entdeckung gemacht? Zusammen mit Valentin und weiteren neuen Freunden versucht ihre Mutter in den Bergen zu finden, aber irgendjemand möchte diese Suche verhindern...

Finstermoos - Aller Frevel Anfang ist der Auftakt einer neuen Jugendreihe, die aus vier Bänden besteht. Als kleinen Anheizer zu dieser Reihe hat Janet Clark auch ein eShort mit dem Titel Finstermoos - Im Bann der Vergessenen herausgebracht. Dieses habe ich kurz vor der Lektüre von Band eins gelesen und es hat sehr viel Appetit auf das Buch gemacht.

In diesem ersten Teil der Finstermoos-Reihe gibt uns die Autorin einen kurzen Einblick in das Dorfleben von Finstermoos. Auf den ersten Blick alles sehr beschaulich und idyllisch, aber man hat das Gefühl es brodelt im Hintergrund ganz gewaltig. Das Dorf hat ein Geheimnis oder auch zwei. Wie viele es genau sind kann ich noch nicht genau sagen, denn beim Lesen entstanden immer mehr Fragen auf die ich in diesem Buch noch keine Antworten gefunden habe. Natürlich soll das auch so sein. Die Autorin weckt unsere Neugierde, sie fordert den Leser geradezu zu Spekulationen heraus.

Eines ist nach der Lektüre dieses Buches aber gewiss. Die Reihe will unbedingt von mir weitergelesen werden, wenn im März der nächste Band erscheint, denn ich brauche Antworten auf meine Fragen und ich will mit diesem Ende nicht in der Luft hängen gelassen werden.

Ein spannender Auftakt einer neuen Jugendbuchreiche der von mir mit 9 von 10 Punkten bewertet wird. Empfehlenswert ist dieses Buch aber nicht nur für junge Erwachsene, auch Junggebliebene finden in diesem Buch Spannung und genug Raum für eigene Spekulationen.

© claude

Die Rezension erscheint natürlich auch wieder auf LB, WLD, und meinem Blog :)

http://claudes-schatzkiste.blogspot.de/2015/02/finstermoos-aller-frevel-anfang.html
LG, Doreen

Offline Skyline

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Hier nun auch meine Rezension, ich hab etwas gebraucht, weil ich in den letzten Tagen in der Uni eine Gruppenarbeit machen musste (und mich da ein wenig sehr geärgert habe  >:(, das wollte ich nicht die Rezi beeinflussen lassen, darum hab ich etwas gewartet :) ).

Anfang einer spannenden Suche in einem österreichischen Bergdorf

Klappentext
„Auf der Baustelle seines Vaters findet Valentin den Körper eines vor vielen Jahren verstorbenen Babys. Sofort strömen Journalisten in das idyllisch gelegene Bergdorf, darunter auch Armina Lindemann mit ihrer 19-jährigen Tochter Mascha. Schon bald werden Valentin und Mascha Opfer seltsamer und lebensbedrohlicher Unfälle, dann verschwindet Maschas Mutter spurlos. Mascha glaubt nicht an einen Zufall – hat die Journalistin bei der Recherche für ihren Artikel etwas herausgefunden, was sie nicht wissen soll? Gemeinsam mit Valentin und zwei weiteren Freunden sucht sie nach ihrer Mutter und rührt damit an ein lange verborgenes Geheimnis, das jemand um jeden Preis zu schützen versucht.“

Gestaltung
Die Gestaltung dieser vierbändigen Serie gefällt mir sehr gut, da immer derselbe Hintergrund verwendet wird, nur mit unterschiedlichen Farben und Motiven. „Aller Anfang Frevel“ wirkt durch seine blaugräuliche Farbwahl sehr mysteriös und auch etwas gespenstig unheimlich, das hat mich sofort magisch angezogen. Auch, dass der Umschlag, hält man ihn in den Händen, etwas rauer ist und wie altes Papier wirkt, gefällt mir sehr gut.

Meine Meinung
„Aller Anfang Frevel“, der erste Teil der „Finstermoos“-Serie, führt den Leser ein, in ein spannendes Abenteuer voller Geheimnisse, Unfälle und seltsamer Vorkommnisse, die die Protagonisten gemeinsam mit dem Leser nach und nach lüften. „Finstermoos“ zeichnet sich aus durch Morde, seltsames Verhalten der Bewohner und detektivische Arbeit aufseiten der jugendlichen Figuren in mitten einem kleinen, bisher idyllischen österreichischem Bergdorf.

Die Geschichte um die Protagonisten Valentin, Basti, Luzie, Nic und Mascha ist wirklich sehr schön durchdacht. Es gibt viele kleine Andeutungen, die neue Geheimnisse und Fragen aufwerfen und so die Spannung konsequent auf einem sehr hohen Niveau halten. Es taucht ein Rätsel nach dem anderen auf, eine Frage folgt auf die nächste, sodass die Leser zum mitraten und mitspekulieren angeregt werden. Man stellt seine eigenen Theorien auf und wartet gespannt, ob man richtig vermutet hat oder nicht. Gerade da Valentin und Mascha, die aus Berlin kommen und Urlaub im österreichischem Dorf Finstermoos machen, vieles hinterfragen und der Leser in diesem ersten Band vieles aus der Sicht dieser beiden Figuren erfährt, ist er natürlich nicht minder skeptisch wie die beiden.

Generell wird „Aller Frevel Anfang“ aus der 3. Person in der Vergangenheitsform erzählt. Hier kam es bei mir ab und an zu kleineren Verwirrungen, da es wirklich viele Personen gibt und wenn dann mehrmals hintereinander von „er“ die Rede ist, aber mehrere männliche Figuren erwähnt wurden, geht irgendwann die Übersicht verloren, wer denn nun gemeint ist.

„Aller Frevel Anfang“ gliedert sich in mehrere Kapitel, die alle mit einer Nummerierung sowie einem Datum versehen sind. So erscheint das Buch wie ein Bericht, der die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge berichtet. In die aus der Vergangenheitsform erzählte Handlung sind zu Beginn des Buches kurze „Zukunftskapitel“ von ca. zwei Seiten, welche in der Gegenwartsform über Ereignisse an einem zukünftigen Tag berichteen, mit eingewoben. Diese Verwebung des für den Leser gerade passierenden mit etwas zukünftig noch passierendem fand ich am besten. Das war sehr spannend und auch gut ineinander verzahnt, weil manchmal in den „Zukunftskapiteln“ Dinge angesprochen wurden, die dann danach sofort in der für uns Leser "normalen" Handlung aufgegriffen wurden.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mit den Figuren so meine Schwierigkeiten hatte. Es sind wirklich viele Figuren. Neben den fünf jugendlichen Protagonisten gibt es noch ein ganzes Dorf voller tratschender Nachbarn sowie die Eltern der Jugendlichen. Aber der Leser lernt all diese Figuren gar nicht richtig kennen. Er weiß zwar, wer wen mag und wer in wen verliebt ist (im Falle der Protagonisten), aber woher sich manche Figuren kennen oder wie sie charakterlich sind, das erfährt man nur bruchstückhaft. Manchmal (gerade zu Beginn) hatte ich den Eindruck, als agieren die Figuren einfach so in der Geschichte...als seien sie später noch als fehlende Zutat in den Topf geworfen worden ohne richtig verrührt worden zu sein.

Das Ende dieses Bandes allerdings, das lässt den Leser wirklich mit offenem Mund zurück! Man würde am liebsten sofort zum zweiten Band greifen, um zu erfahren, was mit den Figuren passiert. Es ist offen und an einer gemeinen Stelle, sodass man einfach nur wissen will, wie es weiter geht. Hut ab! Ich brauche jetzt Band 2!

Fazit
Schön fand ich an "Finstermoos", dass es so viele Fragen sowie Rätsel aufwirft und so viel Spielraum für Vermutungen und Spekulationen lässt. Manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrundinfos zu den Figuren gewünscht oder dass sie mich einfach erreichen und nicht so getrennt von der Handlung stehen. Die Handlung war allerdings sehr spannend und dadurch, dass dieses Buch sehr dünn ist, lässt es sich auch schnell lesen.
3 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Finstermoos 01 – Aller Frevel Anfang
2. Finstermoos 02 – Am schmalen Grat
3. Finstermoos 03 – Im Angesicht der Toten
4. Finstermoos 04 – Bedenke das Ende

Ich veröffentliche sie dann noch auf Literaturschock, Amazon, thalia.de und anderen Plattformen (auf meinem Blog ist sie schon zu finden ;) ).

Danke für die schöne Runde, die klärenden Antworten und ich freue mich auf weitere Runden mit euch! <3 ;)
Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)

http://skyline-of-books.blogspot.de/

Offline schlumeline

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Danke, dass ich an dieser Runde hier teilnehmen durfte. Das Buch hat mich gefesselt. Ich habe es mit Begeisterung gelesen und mag gerne mehr. Meine Begeisterung wird nur durch das abrupte Ende aufgrund der Teilung in vier Bände geschmälert.
Hier nun meine Rezension:


Finstermoos ist ein kleines Dorf in den Bergen. Auf den ersten Blick ist hier alles beschaulich und ruhig, aber der Schein trügt. Der Ort birgt Geheimnisse, doch nichts davon dringt je nach außen, denn in Finstermoos hält man alles unter der Decke. Die Bewohner regeln was zu regeln ist unter sich und so lebt jeder sein Leben. Mit dem Fund einer Babyleiche auf  der Baustelle für ein Ferienhaus scheint es jedoch mit dieser Geheimniskrämerei ein Ende zu haben.
 
Basti und Luzie leben in Finstermoos. Sie sind befreundet, müssen das aber geheim halten, weil ihre Väter seit Jahren in Streit miteinander leben. Bastis Vater betreibt in Finstermoos eine Eventagentur unter dem Namen Off Limits und wird dabei durch seine Söhne Basti und Nic unterstützt. Valentin ist von Zeit zu Zeit in Finstermoos, denn sein Vater möchte dort das Ferienhaus bauen auf dessen Baustelle die Babyleiche gefunden wird. Valentin ist in Luzie verliebt, weiß aber nichts von der Beziehung zwischen Basti und Luzie. Nic verliebt sich in Mascha, die gemeinsam mit ihrer Mutter den Ort als Feriengast besucht. Hier sind die Gefühle wohl gegenseitiger Natur.
 
Nachdem es im Ort zu einigen Zwischenfällen bzw. Unfällen kommt, versuchen die jungen Leute gemeinsam Licht ins Dunkel zu bringen, aber damit begeben sie sich auf gefährliches Terrain. Schon bald geraten sie in große Gefahr.
 
Finstermoos – Aller Frevel Anfang ist der erste Teil eines auf vier Bücher aufgeteilten Thrillers. Folglich ist dieses Buch auch für sich gesehen eigentlich nicht lesbar, denn es führt nicht zu einem Abschluss, sondern endet abrupt an einer sehr spannenden Stelle der Handlung. So ist der Leser wohl gezwungen sich alle vier Teile der Reihe, die auch allesamt noch in 2015 erscheinen sollen, zuzulegen, denn nur so wird er am Ende erfahren was in Finstermoos tatsächlich geschehen ist. Dabei dürfte den Leser vor allen Dingen interessieren, wie Nic, Valentin und Basti in den Bunker eingeschlossen werden konnten und ob es ihnen gelingt dort wieder heil herauszukommen. Irgendjemand hat es wohl auf die jungen Männer abgesehen. Nur warum?
 
Janet Clark bedient sich in diesem ersten Teil zweier Handlungsstränge, die zeitlich relativ dicht beieinander liegen. Der eine bringt uns in der Vergangenheit alle Personen näher, die in Finstermoos leben oder sich dort zeitnah zum Fund der Babyleiche aufhalten. Der andere schildert dann wie Nic, Basti und Valentin in einem Bunker gefangen sind und verzweifelt versuchen sich zu befreien. Immer wieder werden kleine Hinweise eingestreut, aber für Lösungsansätze ist es wohl nach Genuss dieses ersten Bandes noch zu früh, nicht aber für Spekulationen jeder Art. Dafür sind die Bewohner von Finstermoos sicher gut. Hier gibt es genügend Personen, denen man ungewöhnlichen Handlungen und Aktionen zutrauen darf. Die Autorin hat viele Möglichkeiten geschaffen potentielle Täter ins Auge zu fassen.
 
Sehr spannungsgeladen und interessant kommt dieses Buch daher und eigentlich kann man nicht anders, als weiter zu lesen und die Folgebände zu kaufen, auch wenn die wohl dahintersteckende Verkaufsstrategie vielleicht nicht so gefällt.

Die Rezi findet sich auch bereits hier:

http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,35649.msg830331.html#msg830331

http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/kinder-und-jugendbuecher/discussions/review?id=7544
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline bookstars

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INHALT
Finstermoos. In dem beliebten Ferienort Finstermoos wurde gestern Nachmittag eine noch nicht identifizierte Babyleiche gefunden. Der bekannte Berliner Unternehmer Philip B. stieß bei Bauarbeiten zu seinem Ferienhaus auf eine vergrabene Metallkiste. "Wir dachten, wir hätten einen Schatz entdeckt", so sein Sohn, der 18-jährige Valentin B., der bei dem Vorfall anwesend war. Doch die beiden Feriengäste erwartete ein grausiger Fund: Die unbeschriftete Kiste enthielt Überreste einer menschlichen Babyleiche. Nähere Informationen zur Herkunft des Leichnams sowie den Todesumständen sind noch nicht bekannt.
(Quelle Loewe Verlag)

MEINE MEINUNG
Mit "Finstermoos - Aller Frevel Anfang" ist der deutschen Autorin Janet Clark ein viel versprechender und wirklich packender Auftakt ihrer 4-teiligen Jugendthriller-Reihe zu „Finstermoos“ gelungen, den man nach wenigen Seiten gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Schon von Beginn an sorgt der Wechsel der zwei auf unterschiedlichen Zeitebenen angesiedelten Handlungsstränge für enorme Spannung. Auch wenn diese eigentlich nur zwei Wochen auseinander liegen, ist der Leser neugierig darauf zu erfahren, durch welche dramatischen Geschehnisse die Hauptfiguren in ihre äußerst prekäre Situation hineingeraten sind. Erzählt wird in dritter Person aus Perspektive des personalen Erzählers, die zwischen den jugendlichen Hauptfiguren Valentin, Mascha und Luzie wechselt. Die Charaktere der 5 sehr unterschiedlichen Jugendlichen sind von Clark sehr glaubwürdig und lebensnah ausgearbeitet, so dass man im Laufe der Handlung sehr neugierig darauf ist, mehr über sie und ihr Leben zu erfahren und ihr Verhalten besser zu verstehen. Sehr gelungen ist auch Janet Clarks angenehmer, jugendlicher Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt. Mit ihren anschaulichen Schilderungen vermittelt sie geschickt die aufgeladene, bedrohliche Stimmung und treibt die packende Handlung zugleich temporeich voran.
Angesiedelt ist die Geschichte in dem kleinen Urlaubsort Finstermoos in den österreichischen Bergen, in dem fast jeder mit jedem zerstritten ist, und offenbar alte, unausgesprochene Familienfehden ausgetragen werden, deren Ursprung ein mysteriöses Geheimnis aus der gemeinsamen Vergangenheit zu sein scheint. Geschickt baut die Autorin schon zu Beginn eine unheilvolle, düstere Atmosphäre auf und verdichtet diese immer weiter. Als während Bauarbeiten eine Babyleiche gefunden wird, beginnen sich seltsame und teilweise bedrohliche Ereignisse regelrecht zu überschlagen. Schon bald weiß man nicht mehr, wem man in Finstermoos überhaupt über den Weg trauen kann und auf welcher Seite die vielen Nebenfiguren eigentlich stehen, verhalten sie sich doch höchst suspekt oder zumindest in der ein oder anderen Weise verdächtig. Immer neue Fragen tun sich auf und lassen den Leser gebannt über die zahlreichen Verwicklungen und Hintergründe rätseln, ein überaus gelungener Einstieg in diesen auf 4 Bände angelegten Thriller. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Geschichte recht abrupt mitten in einer fesselnden Schlüsselszene für die Protagonisten mit einem wahrhaftigen „Cliffhanger“ über dem Abgrund endet und den Leser mit vielen unbeantworteten Fragen zurücklässt. Zum Glück muss man nicht allzu lange auf die Fortsetzung dieses spannungsgeladenen Thrillers warten. Der zweite Band „Am schmalen Grat“ erscheint bereits im März 2015 und so darf man schon bald weiter den düsteren Geheimnissen im idyllischen Finstermoos auf den Grund gehen und die erschreckenden Abgründe der menschlichen Psyche erforschen.

FAZIT
Ein äußerst gelungener, packender Auftakt des atmosphärisch dichten, temporeichen Jugendthrillers, der Lust auf mehr macht und nicht nur die jugendliche Zielgruppe fesseln und begeistern kann!

ZUR LESERUNDE:
Die Leserunde mit den vielen Spekulationen in alle Richtungen hat mir sehr gut gefallen und ich bin schon wahnsinnig auf die Fortsetzung gespannt! Vielen Dank für die tolle Runde und die interessante Leserundenbegleitung, die mich vieles hat klarer sehen lassen!  ;)

Die Rezi erscheint auch noch auf der Literaturschock-Hauptseite, dem großen Bücherforum.

 

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