Autor Thema: 01 - Prolog (S. 9) - 5. Kapitel (S. 47)  (Gelesen 2620 mal)

Offline odenwaldcollies

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Was passiert eigentlich mit den ausgesetzten Kindern?

Ich vermute, diese Kinder haben einfach Pech  :(

Und wie muss man sich die Wanderung vorstellen. Erst laufen die Menschen in der Abenddämmerung und lassen sich in einer Siedlung nieder, die irgendwann von anderen verlassen wurde. Dann müsste ja die Grauwacht folgen und danach die Sasseks.  ???

So stelle ich mir das bisher auch vor.
Liebe Grüße
Karin

Offline Bernard

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Remons Geschichte ist so traurig. Nun muss er seine geliebte Familie zurücklassen, weil Vorena ihn entdeckt hat.
Versteht Ihr auch Vorenas Position?

Das mit dem Nabo ist irre spannend und ich kann auch verstehen, dass die Grauwacht es zurück will. Langsameres Altern, besseres Sehen, nachwachsende Gliedmaßen... das ist ja irgendwie irre. Was ist das für ein Mittel? Irgendwo muss es doch hergestellt werden?
Erinnert Euch diese Wirkung an etwas?  ;)
Wie erwähnt gibt es in diesem Roman von Anfang an nicht nur Rätsel, sondern auch bereits Hinweise für die Lösung derselben.

Was passiert eigentlich mit den ausgesetzten Kindern? Weil Remon viel geübt hat vermute ich mal, dass nur die, die den Weg zurück finden in die Gemeinschaft aufgenommen werden?
Das hat odenwaldcollies perfekt beschrieben:
Diese Prüfungen, denen die Menschenkinder unterworfen werden, sind grausam, aber ich kann die Intention dahinter verstehen, das harte Leben, das sie führen müssen, kann sich leider keine schwachen und kranken Menschen "leisten", so menschenverachtend sich das auch anhört.

Ich fand die Idee von Güldenwaid nicht schlecht. Es gibt Höhlen, in denen man lebt und bleiben könnte (wenn der Pakt nicht wäre).
Erinnerst Du Dich noch, wonach Sarlos im Prolog sucht?  ;)

Kann man sich die farbigen Lichter eigentlich wie Polarlichter vorstellen?
Die Monde werden, wenn sie untergehen, farbig.
Sie gehen immer als zunehmende Halbmonde auf, werden bis zum höchsten Punkt ihrer Bahn Vollmonde und gehen als abnehmende Halbmonde wieder unter (das ist also anders als bei uns). Neu ist, dass sie "im Sinken", also beim Abnehmen, ihre Farbe wechseln. Erst wandert Grün von der gerundeten Seite her in die Mondfläche hinein, dann Blau, und wenn sie als Halbmond versinken, sind sie komplett blau. Wenn sie aber wieder aufgehen, sind sie wieder gelb.
Wenn Ihr jetzt nur noch Fragezeichen seht: Keine Sorge, die Protagonisten werden in den kommenden Leseabschnitten an der Lösung dieses Rätsels arbeiten, und sie werden Euch erlauben, dabei über ihre Schultern zu schauen. ;)

Offline Svanvithe

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    • Svanvithe
Remons Geschichte ist so traurig. Nun muss er seine geliebte Familie zurücklassen, weil Vorena ihn entdeckt hat.
Versteht Ihr auch Vorenas Position?

Ja, irgendwie schon. Sie ist durch und durch Guardista und kennt nur die Grauwacht und deren Verantwortung, den Frieden zu wahren, indem auf die Einhaltung des Abkommens zwischen Menschen und Sasseks geachtet wird. Zumal es nur eine begrenzte Anzahl gibt, sowohl von Mitgliedern der Grauwacht als auch von Nabo. Und wenn sich dann jemand seiner eingegangenen Verpflichtung entzieht, fügt er dem ganzen System Schaden zu. Denn es könnte ja sein, dass Remons "Beispiel" andere folgen und eine Familie gründen und den Dienst bei der Grauwacht vernachlässigen oder verlassen. Die Zeit scheint dafür nicht reif zu sein, noch nicht jedenfalls...

Das mit dem Nabo ist irre spannend und ich kann auch verstehen, dass die Grauwacht es zurück will. Langsameres Altern, besseres Sehen, nachwachsende Gliedmaßen... das ist ja irgendwie irre. Was ist das für ein Mittel? Irgendwo muss es doch hergestellt werden?

Erinnert Euch diese Wirkung an etwas?  ;)
Wie erwähnt gibt es in diesem Roman von Anfang an nicht nur Rätsel, sondern auch bereits Hinweise für die Lösung derselben.

Mich erinnert es an die Möglichkeiten von Amphibien, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise beim Axolotl. Und die Sasseks sind amphibisch. Zudem häuten sie sich mehrmals in ihrem Leben.  Was, wenn das Nabo von ihnen stammt, einst aus ihren Zellen entwickelt wurde und deshalb nur begrenzt zur Verfügung steht?
Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

Offline odenwaldcollies

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Versteht Ihr auch Vorenas Position?

Ich kann sie aus ihrer Warte verstehen, doch - aber aus Remons Sicht natürlich nicht so sehr  ;D

Mich erinnert es an die Möglichkeiten von Amphibien, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise beim Axolotl. Und die Sasseks sind amphibisch. Zudem häuten sie sich mehrmals in ihrem Leben.  Was, wenn das Nabo von ihnen stammt, einst aus ihren Zellen entwickelt wurde und deshalb nur begrenzt zur Verfügung steht?

Guter Gedanken, denn werde ich im Hinterkopf behalten.
Liebe Grüße
Karin

Offline Rhea

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Hallo, ich bin auch angekommen.

Das Buch wirkt auf mich von Anfang an anders als die vorhergehenden Bücher von Dir, Bernd, die ich gelesen habe. Es ist trotz aller Spannung irgendwie ruhiger. Es gibt so viel zu "sehen", allein die Schauplätze der Handlung sind schon so spannend, dass es eigentlich nicht vieler Aktion bedarf.

Der Prolog war für mich auch schon anders. Er wirkte nicht so "prologmäßig" Es ist eher eine kleine Geschichte, eine Rätselgeschichte. Sie erzählt schon einiges aus dieser Welt, aber eigentlich noch nicht viel Fremdes. Die Freude über das Licht ist nachvollziehbar und die Furcht nach dem Fund des Toten, war f bei mir die erste Frage auf. Warum erschrickt er so vor einem Toten? Nicht, weil es ein Sassek ist, aber warum sonst? Sicher gibt es doch auch Tiere in der Nachtwelt, die gefährlich sind, er müsste als Späher doch gewohnt sein, sich vor solchen in Acht zu nehmen. hier aber bricht er die Suche ab und flüchtet zurück.  Ist es nur deshalb, weil er die Gefahren des Tages nicht kennt?
Es ist auch ein wenig vorschnell zu glauben, dass die Gefahr des Zerplatzens der Adern ein Märchen ist, wenn man sich gerade mal vorgewagt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass Sonnenbrand für die Haut der Nachtmenschen sehr gefährlich ist.(z.B.)
Allerdings ist es wohl kein Sonnenbrand, oder? Vielleicht ein Sonnenstich? der die Zurückgelassenen verwandelt hat?

Ob er tot ist? Bei 90% der Autoren würde ich sagen, das ist nur ein Spannungsmoment, der lebt noch, aber bei Dir? Da kannst DU in dein Tagebuch eintragen was du willst. Wir wissen um deine Mitleidlosigkeit.


Die Beschreibung wie der Vater seine Tochter vorbereitet fand ich sehr schön. Der schmale Grat zwischen der Notwendigkeit, ihr lebenswichtige Dinge beizubringen und dem Wunsch sie zu trösten und zu wärmen. 
Ich habe es auch so verstanden, dass die Prüfungen eine Art natürlicher Auslese sind. Wer zurück findet kann in der Gemeinschaft bleiben, die anderen werden nicht überleben.
Vielleicht ist es gut, dass Remon nicht dabei ist, denn die Möglichkeit besteht ja, dass seine Tochter die Prüfung nicht besteht und das wäre doch furchtbar miterleben zu müssen. Ich glaube nicht, dass es ihm erlaubt wäre sie zu suchen. Zumindest nicht, wenn die Familie in der Communidad bleiben will. (ich finde es ja nett, wie das Spanische hier einfließt, so ein bisschen verfremdet..)

Vorena kann ich verstehen (obwohl ich denke, dass auch Nata ein wenig recht hat), aber mehr noch hat mir einiges gefallen, was von Remons Seite kommt.

"Ich  bin nicht vor meinem alten Leben weggelaufen. Ich habe ein neues gewählt"

"Ein Teil von ihm empfand einen lange verschütteten Stolz, weil er jetzt endlich für seinen damaligen Entschluss einstand, statt sich in der Nacht zu verkriechen."

Das Buch geht toll los und ich habe mich nicht umsonst darauf gefreut.




Offline Bernard

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Das Buch geht toll los und ich habe mich nicht umsonst darauf gefreut.
:freu: :freu:

Das Buch wirkt auf mich von Anfang an anders als die vorhergehenden Bücher von Dir, Bernd, die ich gelesen habe. Es ist trotz aller Spannung irgendwie ruhiger. Es gibt so viel zu »sehen«, allein die Schauplätze der Handlung sind schon so spannend, dass es eigentlich nicht vieler Aktion bedarf.
Vielen Dank. Ich freue mich immer, wenn ein Buch einen eigenen »Sound« hat. Das birgt zwar das Risiko, dass jemand, dem Grauwacht gefällt und der dann hoffnungsfroh zu einem anderen Buch von mir greift, enttäuscht wird, aber trotzdem gefällt mir diese »Individualität« bei einer Geschichte.

Ob er tot ist? Bei 90% der Autoren würde ich sagen, das ist nur ein Spannungsmoment, der lebt noch, aber bei Dir? Da kannst DU in dein Tagebuch eintragen was du willst. Wir wissen um deine Mitleidlosigkeit.
Liebes Tagebuch,
ach, Du weißt schon ...


Die Beschreibung wie der Vater seine Tochter vorbereitet fand ich sehr schön. ... Ich habe es auch so verstanden, dass die Prüfungen eine Art natürlicher Auslese sind. Wer zurück findet kann in der Gemeinschaft bleiben, die anderen werden nicht überleben.
Bereits im nächsten Leseabschnitt werdet Ihr erfahren, ob Enna überlebt oder nicht. Jetzt ist also die letzte Chance, einen Tipp abzugeben ... ;)

ich finde es ja nett, wie das Spanische hier einfließt, so ein bisschen verfremdet
Ich habe 2013/2014 einige Spanischkurse an der Volkshochschule belegt. Ich mag den Klang der Sprache und habe die Gelegenheit genutzt, sie in die Geschichte einzubringen. Der schöne Klang ist aber nicht der einzige Grund dafür ... ;)

Offline Bernard

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Ein Tipp zur Vorstellung von Tag und Nacht:
Für uns sind das Zeiten - irgendwann ist Tag und irgendwann ist Nacht.
Für die Akteuere der Geschichte sind es eher Länder: irgendwo ist Tag und irgendwo ist Nacht. Diese Länder verschieben sehr langsam - und auf bisher gut berechenbare Weise - ihre Grenzen. Wo diese zu Beginn der Geschichte verlaufen, kann man auf der Karte am Anfang des Buchs studieren.  ;)

Offline Kati

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Mich erinnert es an die Möglichkeiten von Amphibien, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise beim Axolotl. Und die Sasseks sind amphibisch. Zudem häuten sie sich mehrmals in ihrem Leben.  Was, wenn das Nabo von ihnen stammt, einst aus ihren Zellen entwickelt wurde und deshalb nur begrenzt zur Verfügung steht?

Ja, das würde Sinn machen.
Oder noch schlimmer: Am Ende sind die Sasseks ehemalige Grauwächter, die das Zeug einfach schon zu lange in sich haben....  :o

Offline Torshavn

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Remons Geschichte ist so traurig. Nun muss er seine geliebte Familie zurücklassen, weil Vorena ihn entdeckt hat.
Versteht Ihr auch Vorenas Position?

Ja ich kann ihre Position gut verstehen. Wenn sie auch wahrscheinlich nicht ganz uneigennützig handelt, wie Nata ja angedeutet hat. Vorena und Remon verbinden ja viele gemeinsame Jahre und ein kurzes Verhältnis.
Ich kann mir auch vorstellen, das die Grauwacht auf einen Mann wie Remon nicht gerne verzichtet. Dieser erste Leseabschnitt hat ja gezeigt, das er ein fähiger und loyaler Mann ist. Er handelt mit sehr viel Ruhe und Übersicht. Das gefällt mir gut.
Er sagt ja, das er die Grauwacht nicht verlassen hat, sondern nur ein anderes Leben gewählt hat. Das heißt für mich, das er hinter den Idealen und Aufgaben dieser Gemeinschaft steht. Nun  bin ich gespannt, ob das so bleibt. Denn ich lese aus dem Text durchaus auch eine gewisse Unzufriedenheit unter den Menschen heraus mit dem Leben in ewiger Nacht.

Zitat
Erinnert Euch diese Wirkung an etwas?  ;)

Ich weiß nicht so ganz worauf du anspielst Bernard. Mich erinnert es ein bißchen an die Jedi & Sith aus Star Wars, aber auch an die Wirkung des Einen Ringes aus dem HdR.

Zitat
Bereits im nächsten Leseabschnitt werdet Ihr erfahren, ob Enna überlebt oder nicht. Jetzt ist also die letzte Chance, einen Tipp abzugeben ... ;)

Ich hoffe und wünsche mir, das sie überlebt. Sie ist mir sehr sympathisch (sehr gefährlich bei dir ;D). Enna ist nicht nur vom Pragmatismus durchdrungen. Sie hat etwas Träumerisches, Poetisches. Ich hoffe, das das Platz in dieser Welt hat. :)

Zitat
Das Buch wirkt auf mich von Anfang an anders als die vorhergehenden Bücher von Dir, Bernd, die ich gelesen habe. Es ist trotz aller Spannung irgendwie ruhiger. Es gibt so viel zu "sehen", allein die Schauplätze der Handlung sind schon so spannend, dass es eigentlich nicht vieler Aktion bedarf.

Das trifft es ziemlich gut Rhea. :) Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten auch besser (bisher).
« Letzte Änderung: 03. Februar 2015, 07:04:00 von Torshavn »
Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

Offline Rhea

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Das trifft es ziemlich gut Rhea. :) Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten auch besser (bisher).
Ich wollte nicht sagen, dass es mir besser gefällt. Es ist einfach anders auf eine sehr interessante Weise.

Offline Torshavn

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Das trifft es ziemlich gut Rhea. :) Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten (auch) besser (bisher).
Ich wollte nicht sagen, dass es mir besser gefällt. Es ist einfach anders auf eine sehr interessante Weise.

Entschuldige bitte, das wollte ich Dir auch gar nicht unterschieben. Ich wollte nur sagen, das mir dieses Buch bisher besser gefällt als die Schattenherren.
Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

Offline Bernard

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Zitat
Erinnert Euch diese Wirkung an etwas?  ;)
Ich weiß nicht so ganz worauf du anspielst Bernard. Mich erinnert es ein bißchen an die Jedi & Sith aus Star Wars, aber auch an die Wirkung des Einen Ringes aus dem HdR.
Ich sage mal ein zögerndes Jaaaa ... Wenn wir Topfschlagen spielen würden, wären wir damit grob in der Richtung, aber noch ziemlich weit weg. Ich glaube, dass es beim Lesen von Grauwacht einen Moment geben könnte, in dem es "Klick" macht, man in eine ganz andere Richtung denkt als bisher und plötzlich alle Puzzleteile völlig neu anordnet. Jedenfalls wünsche ich mir, dass es so ist, und bin gespannt, ob das in dieser Leserunde zutrifft. Was ich jedenfalls versprechen kann: Die Lösung der Rätsel wird nicht plötzlich vom Himmel fallen, sondern zu den vorher ausgestreuten Hinweisen passen. Dann wird klar werden, warum Menschen und Sasseks so leben müssen, wie sie es tun.

Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten auch besser (bisher).
Ich vermute, dass das Interesse am Hintergrund auch eine wesentliche Triebfeder für Grauwacht ist. Ganz im Zentrum steht die Kette von Rätseln. Sie beginnt mit "Was hat es mit dem blauen Licht auf sich?", und diese Frage geht dann in einige andere über. Ich habe aber beim Schreiben gemerkt, dass man nicht einfach die Struktur einer Rätselgeschichte Eins zu Eins in ein Fantasysetting übertragen kann, ohne gewaltig hinter dem Potenzial einer Fantasygeschichte zurückzubleiben. Der exotische Hintergrund braucht Raum, und deswegen habe ich die ersten 100 Seiten umfangreich überarbeitet und mehr Atmosphäre hineingebracht. Und siehe da: Die Atmosphäre hat die Rätselkette verstärkt, die Lösungen der Rätsel hängen oft eng mit den Spezifika des Hintergrunds zusammen.
Sprich: Wenn man die Rätsel löst, versteht man die Welt besser, und wenn man ein Gefühl für die Welt entwickelt, lösen sich die Rätsel leichter.
Meinen persönlichen Lieblingsprotagonisten werdet Ihr im vierten Leseabschnitt kennenlernen. Ich bin gespannt, wie er Dir gefallen wird.  :)
« Letzte Änderung: 07. Februar 2015, 16:32:07 von Bernard »

Offline Rhea

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Das trifft es ziemlich gut Rhea. :) Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten (auch) besser (bisher).
Ich wollte nicht sagen, dass es mir besser gefällt. Es ist einfach anders auf eine sehr interessante Weise.

Entschuldige bitte, das wollte ich Dir auch gar nicht unterschieben. Ich wollte nur sagen, das mir dieses Buch bisher besser gefällt als die Schattenherren.
Habs nicht als Unterschieben aufgefasst, wollte es nur noch mal deutlich machen. :winken:

Offline BettinaP

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Ich bin nun auch in Bisola angekommen. Die Geschichte liest sich sehr gut und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Die Karte, das Personenverzeichnis und das Glossar haben mein Leserherz gleich höher schlagen lassen. Das Glossar habe ich schon fleißig benutzt.

Im Prolog findet der Späher Sarlos einen toten Sassek. Die blauen Blumen, die aus dem Leichnam wuchsen, waren sehr ungewöhnlich. Vielleicht ist bei der Verwesung irgendetwas ausgetreten, was wie Dünger auf die Blumen gewirkt hat?

Als Sarlos in sein Lager zurück kommt und Deresa zombimäßig auf ihn zukam - das war unheimlich. Deresa kam mit einem Jagdmesser auf Sarlos zu, getroffen in der Brust wurde er aber von einem Speer. Stand noch jemand hinter ihm, von dem wir nichts erfahren haben, weil aus Sarlos Blickwinkel erzählt wurde?

Die Atmosphäre in Erdblut war sehr düster. Das fand ich sehr gut beschrieben. Was hat es mit dem Herzblut auf sich? Woher bekommt man es und wofür wird es gebraucht?

Remos, Nata und Enna scheinen ein sehr inniges Verhältnis zu haben. Remos mag ich schon sehr. Die Namen der Protagonisten gefallen mir sehr gut, allerdings kämpfe ich ein wenig damit aus Vorena nicht eine Verona zu machen oder aus Gebrial einen Gabriel. Aber ich denke, das wird sich bald legen.

Remon war also mal ein Guardista und hat diese wegen Nata verlassen. Ist Vorena eigentlich zufällig auf Remon gestoßen oder hat sie nicht geglaubt, dass er wirklich tot ist und hat ihn gesucht? Remon soll nun mit Vorena den verschwundenen Guardista Gebrial aufspüren. Ich bin gespannt, ob er noch lebt oder ob das Gift des Kaltstachlers ihn getötet hat. Warum hat Gebrial überhaupt die Guardista verlassen und was hat er vor? Mich wundert, dass Gebrial Laco als Führer akzeptiert hat. Muss der nicht gemerkt haben, dass mit Laco etwas nicht stimmt?

Zu Ennas Prüfung: Ich glaube, dass bei Ennas Prüfung auf jeden Fall etwas schief geht. Vielleicht findet sie nicht zurück, schafft es aber trotzdem irgendwie zu überleben. Ich habe noch kein Buch von Bernhard gelesen, aber ich hoffe einfach, dass er sie nicht sterben lässt.

Wenn die Menschen und die Sasseks sich die Refugien (nacheinander) teilen, haben die Sasseks dann auch Zugriff auf den Plexos?

Der Plexos erinnert mich an Myzel von Pilzen. Wo kommt der Plexos her und hilft er uneigennützig? Wem gehören die Stimmen, die man im Plexos hören kann? Hat der Plexos ein Bewusstsein?

Die Fragen nach dem Nabo wurden schon gestellt, das will ich jetzt nicht nochmal wiederholen.
Liebe Grüße,
Bettina

Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.

Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

Offline Bernard

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Im Prolog findet der Späher Sarlos einen toten Sassek. Die blauen Blumen, die aus dem Leichnam wuchsen, waren sehr ungewöhnlich. Vielleicht ist bei der Verwesung irgendetwas ausgetreten, was wie Dünger auf die Blumen gewirkt hat?
Was ist Euch bei den Blumen aufgefallen?  ;)

Die Atmosphäre in Erdblut war sehr düster. Das fand ich sehr gut beschrieben.
Vielen Dank.  :)

Was hat es mit dem Herzblut auf sich? Woher bekommt man es und wofür wird es gebraucht?
Da hilft ein Blick ins Glossar (es wird aber auch später in der Geschichte noch erwähnt): Das Herzfeuer ist ein kopfgroßer Edelstein, der das spirituelle Zentrum einer Communidad bildet. Die Communidades benennen sich auch nach ihrem Herzfeuer und nehmen es mit, wenn sie auf Wanderschaft gehen. Man kann das Herzfeuer auch einer anderen Communidad übergeben und sich so unter deren Schutz stellen (und seine Freiheit aufgeben).

allerdings kämpfe ich ein wenig damit aus Vorena nicht eine Verona zu machen oder aus Gebrial einen Gabriel.
Das liegt sicher daran, dass ich genau umgekehrt vorgegangen bin, als ich mir die Namen ausgedacht habe.  ;) Das mache ich gern, so hört es sich direkt nach einem Namen an und trotzdem ist es ein bisschen fremd, sodass man merkt, dass die Protagonisten in einer anderen Welt leben.

Ist Vorena eigentlich zufällig auf Remon gestoßen oder hat sie nicht geglaubt, dass er wirklich tot ist und hat ihn gesucht? ... Warum hat Gebrial überhaupt die Guardista verlassen und was hat er vor?
Vorena sagt auf Seite 29:
Zitat
Ich suche einen von uns. Er hat die Refugios in dieser Gegend kontrolliert.
Gebrial war also in offizieller Mission unterwegs, ist aber "überfällig", hätte also schon zurückkommen sollen. Remon und Vorena spüren einander durch die Verbundenheit der Guardistas, wenn sie auf eine bestimmte Nähe herankommen.

Zu Ennas Prüfung: Ich glaube, dass bei Ennas Prüfung auf jeden Fall etwas schief geht. Vielleicht findet sie nicht zurück, schafft es aber trotzdem irgendwie zu überleben. Ich habe noch kein Buch von Bernhard gelesen, aber ich hoffe einfach, dass er sie nicht sterben lässt.
Wie könnte ich einem so lieben Mädchen etwas antun?
 :unschuldig:

Der Plexos erinnert mich an Myzel von Pilzen. Wo kommt der Plexos her und hilft er uneigennützig? Wem gehören die Stimmen, die man im Plexos hören kann? Hat der Plexos ein Bewusstsein?
Ein schöner Vergleich. Was meinen die anderen dazu? Ist da etwas dran?

 

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