Autor Thema: 01: Anfang - S. 91, Kapitel 1- 8  (Gelesen 1786 mal)

Offline Svanvithe

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    • Svanvithe
Naaa jaaa, aber wenn sich mir die Ehefrau meines Bruders aufdrängt, dann wüßte ich aber was ich tun würde, bzw eben NICHT tun.... für mich ist das ein absolutes No-Go  :o
Also, ich denke, die sind sich da ziemlich einig die beiden, aber ich finde es sowohl von Metza als auch von Conrad unfassbar.

Ja, es entschuldigt Conrad ja auch nicht, dass er die Gelegenheit genutzt hat. Es zeigt vielmehr, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Ebenso wie Metza...
Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

Offline GabrieleB

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    • Gabriele Breuer
Dagegen wird die Drachenfels-Burg ja in den nächsten Abschnitten mehr im Mittelpunkt stehen. Um sich dort zu orientieren, ist eine Beschreibung sehr hilfreich.

Genaugenommen steht ja fast nur die Ruine des Palas sowie Teile des Plateus, was auch nicht mehr sehr viel ist. Auch hier habe ich mich im Roman bemüht, die Burg so zu beschreiben, wie sie hätte gewesen sein können. Geholfen haben mir dabei z.B. alte Zeichnungen, auf denen aber auch nicht viel zu sehen ist. So musste ich wohl wie schon bei der Rujanenburg meine Fantasie bemühen.
Manchmal wünsche ich mir ernsthaft, ich könnte durch die Zeit reisen.  :'(

Liebe Grüße
Gabriele


Offline GabrieleB

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    • Gabriele Breuer
Ich frage mich nur, wie ich den Fürsten Wizlaw einordnen kann. Oder habe ich da etwas überlesen? Da er dort auf Rujanen die Bernsteinkontrolle übernimmt, muss er wohl zu den Dänen gehören? Denn der Deutschordnen regiert ja dort nicht und Severin ist nur aus Zufall wegen dem Tod des Vaters anwesend...

Das ist richtig. Das Fürstentum Rujana untersteht zu dieser Zeit der dänischen Lehnshoheit.
Für Interessierte ist diese Seite über Wizlaw übrigens sehr interessant. http://www.wizlaw.de/

Liebe Grüße
Gabriele

Offline smyrill

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Danke für den Link, Gabriele. Hab jetzt nur mal so drübergeschaut, aber das lockt wirklich zum "genauer schauen" !!

Offline Alina

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Nun, wie soll ich beginnen. Leider muss ich mit einem Kritikpunkt beginnen. Nicht nur ist Conrad mir gleich sehr unsympathisch, auch dass er sich die Frau seines Bruders ins Bett holt, gefällt mir gar nicht. Ist mein subjektives Empfinden, aber ich mag keine Sexszenen in historischen Romanen. Auch wenn diese hier nur knapp gehalten wurden und vielleicht irgendwie wichtig für die Handlung sind und mir bewusst ist, dass die Personen damals nicht keusch gelebt haben und auch nicht sollen, gefallen mir Sexszenen in historischen Romanen nicht. Besonders nicht, wenn es gleich zu Anfang damit losgeht. Ich hoffe, das wird mir nicht übel genommen.

Antonia hingegen ist mir richtig sympathisch und ich finde, dass sie gut zu Jaramir passen würde. Der Titel Bernsteinbraut lässt ja auch vermuten, dass aus den Beiden etwas werden könnte. Aber ich befürchte, dass sie zu von ihrem Bruder zu  einer Ehe mit Conrad gezwungen wird. Da wäre es besser ins Kloster zu gehen, auch wenn ihr das widerstrebt oder die Flucht zu ergreifen.

Severin ist mir auch unsymphatisch. Es kommt mir nicht so vor, als ob er nicht wirklich trauert, weder um seinen Vater noch um seine Mutter. Er scheint mir zu sehr auf eine Karriere im Deutschorden versessen. Auch wenn er behauptet, keine Ahnung vom Geschäft seines Vaters zu haben. Wenn er nur wollte, könnte er sich einarbeiten und müsste nicht verkaufen. Antonia könnte weiterhin den Haushalt führen und sich in Ruhe einen Ehemann suchen.

Den Abschnitt, in dem Antonia Jaramir kennenlernt, hat mir sehr gefallen. Ich kenne mich leider mit dem Bernsteinsammeln nicht aus, hoffe aber, durch den Roman mehr darüber zu erfahren.

« Letzte Änderung: 04. November 2015, 18:44:42 von Alina »
If I couldn't read, I couldn't live."

Thelma Green

Offline GabrieleB

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    • Gabriele Breuer
Ich nehme dir deine Kritik nicht übel, liebe Alina. Du darfst ruhig anmerken, was dir nicht gefällt und was du in historischen Romanen nicht magst.

Dass Conrad dir unsympathisch ist, hat schon seine Richtigkeit. Ich denke, niemand wird ihn mögen, und wenn, gäbe mir das zu denken.
Severins Verhalten ist auch nicht korrekt. Wie es scheint, kommt er mit der ganzen Situation nicht zurecht. So schnell es geht, möchte er sich wieder in seinem Deutschorden verkriechen, was auch Antonia ihm ziemlich übel nimmt.

Liebe Grüße
Gabriele

Offline smyrill

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Alina, schön daß Du da bist ! :)

Stört Sich jetzt daß die beiden (Conrad und Matza) mit einander ins Bett gehen oder stört es Dich, daß das im Buch beschrieben wird ?

Das sie ein Verhältnis haben, gehört ja zur Geschichte. Das finde ich zwar auch völllig daneben, aber das ist ja keine "Kritik am Buch", finde ich...

Ich habe auch ein gespaltenes Verhältnis zu "Sex in Büchern"... ich kann es nicht gut haben, wenn das "Mittel zum Zweck" ist ("Sex sells").

Hier im Buch hätte mir auch "die beiden verschwanden im Schlafzimmer" gereicht, da hätte ich dann alle Informationen die ich brauche ... Bzw müßte man ja schon mitlerleben, wie Mirza sich ihm anbietet... und auch wie er reagiert. Aber dann hätten sie die Tür shcließen dürfen.
Und dann steht irgendwann später im Buch sowas wie "seine pralle Männlichkeit", das sind so Begriffe, bei denen mir die Haare zu Berge stehen, das geht mir dann zu sehr in richtig "Historischer Liebesroman" , uah...

Ich finde aber daß es hier im Buch bislang (bin ja mehr als halb durch) eher wenig vorkommt, es ist ja nciht so das alle paar Seiten irgendwer mit irgendwem im Heu (oder wo auch immer) landet.

Aber ich befürchte, dass sie zu von ihrem Bruder zu  einer Ehe mit Conrad gezwungen wird. Da wäre es besser ins Kloster zu gehen,

Ja, das wäre jedenfalls mal ein guter Grund ins Kloster zu gehen, echt !!!

Severin ist mir auch unsymphatisch. Es kommt mir nicht so vor, als ob er nicht wirklich trauert, weder um seinen Vater noch um seine Mutter. Er scheint mir zu sehr auf eine Karriere im Deutschorden versessen. Auch wenn er behauptet, keine Ahnung vom Geschäft seines Vaters zu haben. Wenn er nur wollte, könnte er sich einarbeiten und müsste nicht verkaufen. Antonia könnte weiterhin den Haushalt führen und sich in Ruhe einen Ehemann suchen.

Ich mag ihn auch nicht besonders...
Ich finde es allerdings völlig okay, das er nciht das Geschäft seines Vaters übernehmen möchte, warum sollte er, wenn sein Herz für eine ganz andere Karriere schlägt ?
Aber er sollte sich vernünftig um seine Schwester kümmern ! Es hätte sich ja vielleicht ein vertrauenswürdiger Kaufmann gefunden, der dann den Vormund für sie gemacht hätte, dessen Frau/Familie sich um Antonia gekümmert hätte.
« Letzte Änderung: 05. November 2015, 11:09:51 von smyrill »

Offline Buchzauber

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Ich denke nicht das ihm sein Leben so wirklich gut gefällt. Er scheint sich nur noch auf das Eine zu konzentrieren. Vielleicht liegt das ja auch an seiner Vergangenheit? Sehr Schade finde ich dabei nur das er sich nicht um seine Schwester kümmert.

Warum meinst Du das ? Ich habe den Eindruck daß er in diesem Orden völlig aufgeht...
Eigentlich auch nur so ein Gefühl, ich denke er hat seine "Postion" im Leben noch nicht richtig gefunden und vermute das es mit der Vergangenheit zu tun hat. So wie Du schon schreibst kann das auch mit der Mutter zu tun haben.

Offline Buchzauber

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Geht ja schon damit los, das er sich die Frau seines kranken Bruders ins Bett holt. Das finde ich ja schon mal total daneben.

Ich hatte den Eindruck, dass Metza sich ihm aufdrängt, da sie ja keinen anderen Mann hat, weil Rutger sich nicht mehr um sie "kümmert". Was aber Conrad nicht entschuldigt, er nimmt es ja dankbar an...

Naaa jaaa, aber wenn sich mir die Ehefrau meines Bruders aufdrängt, dann wüßte ich aber was ich tun würde, bzw eben NICHT tun.... für mich ist das ein absolutes No-Go  :o
Also, ich denke, die sind sich da ziemlich einig die beiden, aber ich finde es sowohl von Metza als auch von Conrad unfassbar.
So habe ich es eigentlich auch rausgelesen, das sich nicht Metza an den Conrad ran gemacht hat, sondern das beides irgendwie im Gegenseitigen Einverständis war.

Offline Buchzauber

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Dagegen wird die Drachenfels-Burg ja in den nächsten Abschnitten mehr im Mittelpunkt stehen. Um sich dort zu orientieren, ist eine Beschreibung sehr hilfreich.

Genaugenommen steht ja fast nur die Ruine des Palas sowie Teile des Plateus, was auch nicht mehr sehr viel ist. Auch hier habe ich mich im Roman bemüht, die Burg so zu beschreiben, wie sie hätte gewesen sein können. Geholfen haben mir dabei z.B. alte Zeichnungen, auf denen aber auch nicht viel zu sehen ist. So musste ich wohl wie schon bei der Rujanenburg meine Fantasie bemühen.
Manchmal wünsche ich mir ernsthaft, ich könnte durch die Zeit reisen.  :'(
Liebe Grüße

Gabriele
Also ich finde Dir ist die Beschreibung der Burg super gut gelungen. Ich selber war auch schon einmal dort und genau so wie sie von Dir beschrieben wurde kann ich sie mir sehr gut vorstellen.

Offline GabrieleB

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Vielen Dank, Buchzauber. Das freut mich natürlich. :)

Offline Svanvithe

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Ich finde "Bettszenen" in historischen Romane in Ordnung, solange ein gewisses Maß eingehalten wird. Hier finde ich es bislang schicklich beschrieben. Vor allem habe ich auch den Eindruck, dass es bei der Charakterisierung von Metza und Conrad hilfreich ist.
Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

Offline nirak

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Ich finde "Bettszenen" in historischen Romane in Ordnung, solange ein gewisses Maß eingehalten wird. Hier finde ich es bislang schicklich beschrieben. Vor allem habe ich auch den Eindruck, dass es bei der Charakterisierung von Metza und Conrad hilfreich ist.

Ich finde Bettszenen auch völlig in Ordnung. Sie gehören doch zum Leben dazu. Hier wird damit doch auch klar das Verhältnis von Metza und Conrad beschrieben und so weiß man doch auch gleich voran man mit ihnen ist.

Offline Alina

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Alina, schön daß Du da bist ! :)

Stört Sich jetzt daß die beiden (Conrad und Matza) mit einander ins Bett gehen oder stört es Dich, daß das im Buch beschrieben wird ?

Das sie ein Verhältnis haben, gehört ja zur Geschichte. Das finde ich zwar auch völllig daneben, aber das ist ja keine "Kritik am Buch", finde ich...

Ich habe auch ein gespaltenes Verhältnis zu "Sex in Büchern"... ich kann es nicht gut haben, wenn das "Mittel zum Zweck" ist ("Sex sells").

Hier im Buch hätte mir auch "die beiden verschwanden im Schlafzimmer" gereicht, da hätte ich dann alle Informationen die ich brauche ... Bzw müßte man ja schon mitlerleben, wie Mirza sich ihm anbietet... und auch wie er reagiert. Aber dann hätten sie die Tür shcließen dürfen.
Und dann steht irgendwann später im Buch sowas wie "seine pralle Männlichkeit", das sind so Begriffe, bei denen mir die Haare zu Berge stehen, das geht mir dann zu sehr in richtig "Historischer Liebesroman" , uah...

Ich finde aber daß es hier im Buch bislang (bin ja mehr als halb durch) eher wenig vorkommt, es ist ja nciht so das alle paar Seiten irgendwer mit irgendwem im Heu (oder wo auch immer) landet.

Aber ich befürchte, dass sie zu von ihrem Bruder zu  einer Ehe mit Conrad gezwungen wird. Da wäre es besser ins Kloster zu gehen,

Ja, das wäre jedenfalls mal ein guter Grund ins Kloster zu gehen, echt !!!

Severin ist mir auch unsymphatisch. Es kommt mir nicht so vor, als ob er nicht wirklich trauert, weder um seinen Vater noch um seine Mutter. Er scheint mir zu sehr auf eine Karriere im Deutschorden versessen. Auch wenn er behauptet, keine Ahnung vom Geschäft seines Vaters zu haben. Wenn er nur wollte, könnte er sich einarbeiten und müsste nicht verkaufen. Antonia könnte weiterhin den Haushalt führen und sich in Ruhe einen Ehemann suchen.

Ich mag ihn auch nicht besonders...
Ich finde es allerdings völlig okay, das er nciht das Geschäft seines Vaters übernehmen möchte, warum sollte er, wenn sein Herz für eine ganz andere Karriere schlägt ?
Aber er sollte sich vernünftig um seine Schwester kümmern ! Es hätte sich ja vielleicht ein vertrauenswürdiger Kaufmann gefunden, der dann den Vormund für sie gemacht hätte, dessen Frau/Familie sich um Antonia gekümmert hätte.

Weder noch, mir gefällt es einfach besser, wenn Gefühle schlicht geschildert werden, wie es bei Antonia und Jaramir  der Fall ist. Es ist aber offensichtlich für die Geschichte wichtig, dass Conrad und Metza ein Verhältnis miteinander haben. Ich habe meist nur anfangs Schwierigkeiten damit, wie du beschrieben hast, mit Begriffen wie sein pralles Gemächt etc. Völlig verleidet hat mir dies die Bücher von Iny Lorentz. Bei Petra Durst-Benning werden Bettszenen sorgsam platziert und stören mich auch nicht. Bei Diana Gabaldon hat es mich auch eher im Lesefluss gestört, aber nachdem jetzt die Serie gesehen habe und noch einmal alle Bücher gelesen habe, konnte ich mich damit arrangieren.

Aber jetzt zurück zu Die Bernsteinbraut:

Ich hoffe sehr, dass Antonia nicht zu sehr unter Conrad zu leiden hat, oder dass a) diese Ehe gar nicht zustande kommt oder b) sie vielleicht zur Witwe wird. Auch befürchte ich, dass Metza sich weiterhin mit Conrad verbündet und Antonia das Leben schwer machen wird. Viellecht gibt es ja jemanden, vielleicht sogar Conrads Bruder, der die beiden so sehr hasst, dass er sie irgendwie aus dem Weg räumt. Obwohl ich mir dies bei Conrads Bruder nur sehr vorstellen kann, selbst wenn er dahinter kommt, was Conrad und Metza betirfft.

Aber so wie Conrad rasch mit der Peitsche bei der Hand ist, befürchte ich auch, dass er nicht davor zurückschreckt, Antonia zu züchtigen.

Ob Severin sich und seine Position/Einstellung noch ändern wird, das interessiert mich auch sehr zu erfahren. Oder ob er sich dem Deutschorden weiterhin verpflichtet fühlt, dass vielleicht sogar kein Platz für eine Frau sein wird. Aber es täte seinem Verhältnis zu Antonia gut, wenn er sich ändern oder sogar Antonia beisteht.

Was mit Jaramir passiert, finde ich einfach schrecklich. Da zeigt sich Conrad von seiner übelsten Seite, aber Antonia bleibt bemerkenswert stark in dieser Situation wie ich finde.
« Letzte Änderung: 05. November 2015, 20:07:15 von Alina »
If I couldn't read, I couldn't live."

Thelma Green

Offline smyrill

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Alina, mir scheint wir sind uns da recht einig, mit den "Sexszenen" ;)

Hm, als "Rächer" sehe ich Rutger momentan wirklich nicht... aber kann ja noch kommen. Irgendjemand wird Conrad hoffentlich stoppen.




 

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