Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1267 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Wir freuen uns auch darüber, wenn ihr eure Rezension auf Literaturschock.de veröffentlicht. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.
« Letzte Änderung: 12. Februar 2015, 10:35:48 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Zweiter Fall für die Siegener Ermittler

Ein Wanderer entdeckt mitten im Wald an einem historischen Richtplatz die Leiche einer Frau mit einer Tarotkarte in der Hand. Während die Polizei mit ihren Ermittlungen im Dunkeln tappt und in dem Dorf, im dem die Tote mit ihrer Familie wohnt, auf eine Wand des Schweigens treffen, hat der Täter bereits sein nächstes Opfer im Visier.

„Kuckucksbrut“ ist der zweite Band um die sympathische Ermittlerin Natascha Krüger und ihren Kollegen aus Siegen. Das erste Buch kenne ich bisher nicht, aber ich hatte nicht das Gefühl., daß mir relevante Informationen gefehlt hätten. Das Buch ist in zahlreiche kurze Kapitel aufgeteilt, in der die Perspektiven wechseln, so daß die Spannung immer aufrecht erhalten wird. Der Leser ist den Ermittlern fast immer einen Schritt voraus, weil er auch die Gedankengänge des Täters  mitbekommt und somit Zeuge des Wettlaufs gegen die Zeit wird, von dem die Polizei nichts ahnt.

Das Dorf Weißbach im Siegerland kommt nicht sehr gut weg in diesem Krimi: die Bewohner sind allem Fremden gegenüber sehr argwöhnisch und keiner will mit der Sprache raus rücken. Unter der Oberfläche aber brodeln Gerüchte und Spekulationen, die nur darauf warten, zu explodieren.

Auch die Charaktere sind der Autorin gut gelungen: Natascha Krüger ist eine sympathische junge Frau, die unter wiederkehrenden Albträumen leidet, deren Ursprung wahrscheinlich mit den Ereignissen aus dem ersten Buch zusammenhängen. Ihre Umwelt nimmt sie synästhetisch wahr, d.h. ihre Wahrnehmung koppelt Gerüche mit optischen Bildern. Sehr positiv ist mir aufgefallen, daß sie gut mit Menschen umgehen kann, vor allem mit Kindern.
Einzig Nataschas Verhältnis zu ihrer Familie ist für mich etwas blass geblieben, aber vielleicht fehlt mir hier auch einfach Wissen aus dem ersten Band.

Nataschas Kollegen haben mir ebenfalls gut gefallen, sie bilden zusammen ein gut eingespieltes Team, sind aber normale Menschen mit größeren und kleineren Problemen.

Mir hat der Ausflug in das „kriminelle“ Siegerland gut gefallen, und ich hoffe, es wird noch weitere Fälle mit Natascha geben. Den ersten Band möchte ich in jedem Fall demnächst noch lesen.

Meine Rezension erscheint bei:
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Liebe Grüße
Karin

Offline Rosenprinzessin

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Vielen Dank für diese schöne, spannende Leserunde!  :winken:

Zum Buch:

Auf einem mittelalterlichen Richtertisch mitten im Wald wird eine Frauenleiche entdeckt. Wer hat sie getötet, und warum wurde die Leiche auf dem Richtertisch abgelegt? Nur ein Zufall, oder steckt eine besondere Bedeutung dahinter? Diese Frage stellt sich die Polizistin Natascha, die gemeinsam mit ihren Kollegen den Mord an der jungen Frau aufklären will. Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwierig und bald stellt sich heraus, dass eine weitere junge Frau in Gefahr schwebt...

Mein Leseeindruck:

"Kuckucksbrut" ist bereits der zweite Teil einer Reihe, aber für mich war es das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Obwohl ich Band 1 nicht kenne, hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen.

Natascha ist eine sympathische Protagonistin. Sie wirkt sehr glaubwürdig, echt und lebendig. Wir begleiten sie nicht nur auf ihrem beruflichen Weg, sondern bekommen auch viel von ihrem Privatleben mit. Das gefällt mir sehr gut; so bekommt die Figur mehr Tiefe. Auch andere Figuren sind gut beschrieben und wirken glaubwürdig.

Die Krimihandlung habe ich als sehr spannend empfunden. Dabei gibt es zwei größere Handlungsstränge, die aber immer weiter miteinander verknüpft werden. Es gibt einen roten Faden, und der Spannungsbogen wird auch immer weiter aufgebaut. Die Kapitel sind angenehm kurz, was schnell dazu verleitet, immer doch noch ein weiteres Kapitel zu lesen. So fliegen die Seiten nur so dahin. Bald mochte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie es weitergeht!

Mich hat "Kuckucksbrut" sehr gut unterhalten! Ich hatte angenehme Lesestunden mit dem Buch und freue mich nun auf weitere Bücher der Autorin! 
Lesen aus Leidenschaft

Offline Idefix

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In der Nähe eines kleines Dorfes bei Siegen wird im Wald zufällig die Leiche einer zugerichteten Frau gefunden - auf einem historischen Richtertisch mit einer Tarot Karte in der Hand.

Die ist der 2. Band der sympathischen Kommissarin Natascha Krüger und ihren Kollegen, die nun im Falle der ermordeten Frau ermitteln. Man muss den 1. Band ( "Knochenfinder" ) nicht zwingend gelesen haben, obwohl auf Geschehnisse des 1. Bandes eingegangen wird. Empfehlen möchte ich ihn aber trotzdem, mir hat er sehr gut gefallen.

Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und werden aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, dadurch bleibt in meinen Augen die Spannung über das gesamte Buch erhalten, weil auch aus der Perspektive des Täters geschrieben wird.

Das "Ermittlertrio" wird für mich um eine Person, nämlich das PC - Genie Kim,  erweitert, die schon im ersten Band gegen Ende eine Rolle gespielt hat und ich würde mir wünschen, dass sie auch bei weiteren Ermittlungen dabei sein darf.
Da einige private Geschehnisse im Leben der Ermittler in diesem Band offen bleiben, hoffe ich natürlich auf Band 3 und auf Aufklärung, besonders was es mit dem Bruder von Natascha auf sich hat. Hier hätte ich mir schon in diesem Band mehr Informationen gewünscht.

Dennoch ist ganz klar Natascha Krüger mit ihrer synästhetischen Wahrnehmung die Hauptperson des Romans. Eine sympathische junge Frau, die zusammen mit ihrem Kater Felix in Siegen lebt. Sie ist eine für mich starke Frau mit dem Wusch nach Liebe und Anlehnung, die sie in ihrem Kollegen Simon findet. Ich bin  gespannt, wie die Beziehung weiter geht.

Das Dorf Weißbach, aus dem die tote Frau kommt, kann hinterwäldlerischer nicht sein. Allem neuen gegenüber misstrauisch, fremd Zugezogene werden nicht integriert  und schnell sind sich die Dorfbewohner einig, wer die Frau umgebracht hat.
Und dann gerät auch schon die nächste Frau ins Visier des Täters.

Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Buch ebenso wie Band 1 sehr gefallen hat.  Es lässt sich flüssig und zügig lesen und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, mich durch ein Kapitel "schleppen" zu müssen. Auch gibt es viel zu wenig Hinweise auf den wahren Täter, bzw. waren diese für mich schon sehr versteckt und nicht offensichtlich. Dadurch bleibt die Spannung bis zum großen Finale aufrecht und ich konnte es gegen Ende nicht erwarten die Seite  umzublättern.

Ich freue mich schon jetzt auf Band 3 und danke der Autorin Melanie Lahmer und leserunden. de, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.


 
« Letzte Änderung: 17. Februar 2015, 17:10:22 von Idefix »
Liebe Grüsse
Yvonne


Lesen heisst  durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )

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Ein Anfang und kein Ende

Offline TochterAlice

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Ich bin auch "durch" mit der Rezi und bedanke mich herzlich beim Leserunden-Team für das Buch und für eine spannende Runde und bei Melanie Lahmer für die interessante Begleitung. Es war sehr nett im Siegerland!

Tod einer jungen Mutter

Religiösen Fanatismus gibt es vielerorts und mehr als man denkt,  ist er in ländlichen Regionen verbreitet, auch hierzulande. Da bildet das Siegerland keine Ausnahme und so liegt es nahe, eine solche Motivation als Grund für den Mord an der jungen Mutter Anke Feldmann zu vermuten, deren Leiche in nahezu kultischer Weise auf einer alten Opferstätte drapiert aufgefunden wird. Doch gibt es rasch weitere Hinweise, die mit dem Ermordung der Frau zusammenhängen können - alles deutet auf eine Ehekrise, auf eine Affäre Ankes hin - ist es Ehemann Frank zu bunt geworden, so dass er sich ihrer entledigen wollte? Oder hatte sich Anke - sozusagen heimlich - doch auf religiöse Eiferer eingelassen, was ihr zum Verhängnis geworden war?

Autorin Melanie Lahmer legt mit ihrem nunmehr zweiten Fall um die junge Ermittlerin Natascha Krüger, die es aus Köln ins beschauliche Siegen verschlagen hat, einen Fall vor, der spannungsreich startet und sich dann ein kleines bisschen verheddert. Die atmosphärische Schilderung des Settings sowie die treffende Darstellung einiger Protagonisten sind eindeutige Pluspunkte dieser durchaus ansprechenden, in eloquentem und angenehm zu lesenden Stil verfassten Krimireihe. Leider ist es so, dass die Figuren, die nicht näher beschrieben werden, kaum Wiedererkennungsmerkmale haben, so dass es mir aufgrund dessen von Zeit zu Zeit ein bisschen schwer fiel, der Handlung zu folgen. Aber es lohnt sich, am Ball zu bleiben, denn es offenbaren sich einige ungeahnte Hintergründe.

Ein bisschen unglücklich gewählt finde ich den Titel, der schon ein bisschen in der Handlung vorgreift und die - bzw. eine - Richtung der Ermittlungen anzeigt. Zudem fällt die Handlung, was Originalität anbelangt, aus meiner Sicht gegenüber dem Vorgänger "Knochenfinder", in dem Geocaching das auf höchst anregende Weise angegangene Thema war, geringfügig ab. Nichtsdestotrotz hat der Ausflug ins Siegerland, dessen Atmosphäre aus meiner Sicht treffend gespiegelt ist, viel Spass gemacht: ich mag die junge, spritzige Natascha mitsamt den ungleich betulicheren Siegerländer Kollegen, ihrem Liebsten Simon und ihrer unkonventionellen Kölner Familie und freue mich schon auf den nächsten Fall, in dem sie ermittelt!
« Letzte Änderung: 15. Februar 2015, 13:48:39 von TochterAlice »

Offline buchregal123

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Vielen Dank für diese tolle Leserunde mit euch.


Die Leiche einer jungen Frau wird auf einem historischen Richtertisch im Wald gefunden. Am Fundort findet die Polizei eine Tarotkarte. Sehr bald ist die Identität der Frau bekannt. Sie hat einen kleinen Sohn und lebt mit ihrer Familie in einem abgelegenen Dorf. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht recht weiter. Aber der Täter hat schon die nächste Frau aus dem Dorf ins Auge gefasst.
Dieses Buch ist der zweite Teil einer Reihe, aber es ist nicht zwingend notwendig, den ersten Band zu lesen. Obwohl Ich „Knochenfinder“ nicht gelesen habe, erhielt ich alle notwendigen Informationen in diesem Buch.
Das Buch liest sich flüssig und angenehm. Die Perspektiven wechseln und bringend Spannung in die Geschichte. So lernen wir auch die Gedankengänge des Täters kennen.
Die Polizistin Natascha Krüger ist sympathisch und glaubwürdig Sie hat ein gutes Gespür für Menschen. Neben der Polizistin lernen wir auch ein wenig die Privatperson Natascha kennen. Aber auch die anderen Charaktere sind gut und authentisch beschrieben.
In einem Dorf wie Weißbach möchte ich nicht leben, denn die Bewohner sind misstrauisch gegenüber Zugezogenen, beobachten argwöhnisch alles und jeden und sind sehr drastisch im Durchsetzen ihrer Interessen. Auch gegenüber der Polizei zeigen sie sich sehr verschlossen.
Dass am Schluss nicht alle Fragen zu dem Ermittlerteam beantwortet sind, lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Ein interessanter Krimi, der Lust auf mehr macht.
Liebe Grüße
Bruni

Offline Gaby

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Hartmut Sänger findet bei seinen Recherchen zu einem neuen Wanderführer auf einer Waldlichtung bei Wilnsdorf im südlichen Siegerland die Leiche einer jungen Frau, die drapiert auf einem mittelalterlichen Richtertisch aufgebahrt liegt. Die junge Frau hält eine Tarotkarte in der Hand - den Tod.

In einem kleinen abgelegenen Dorf in der Nähe, dem Heimatort der Toten wird bald daraufhin eine andere junge Frau mit Anrufen gestalkt. Auch sie erhält in kleinen Abständen Tarotkarten, die ihr schlussendlich Angst einjagen und sie die Polizei einschalten lassen.

Die Dorfgemeinschaft bildet eine Mauer aus Schweigen und versucht sich sogar in Selbstjustiz.

"Kuckuckskinder" ist der zweite Fall, den die Siegener Kriminalkommissarin Natascha Krüger zusammen mit ihrem Kollegen Jörg Lorenz aufdecken muss. Auch mit dieser Geschichte hat mich die Autorin Melanie Lahmer nicht enttäuscht.

Lebensecht gezeichnete Protagonisten mit Ecken und Kanten nehmen mich mit in zwei verschiedene Fälle, die sich im Lauf des Lesens immer mehr miteinander verknüpfen. Dass es eine solch eigenbrötlerische Dorfgemeinschaft wie in dem kleinen Dorf Weissbach wirklich heutzutage noch geben kann, will ich mir gar nicht vorstellen. Spannung entfaltet sich von Anfang an und hält ihr hohes Niveau bis zum Schluss. Die Geschichte ist schlüssig und fundiert erzählt und hatte für mich einen hohen Unterhaltungswert.

Der kriminelle Ausflug in meine alte Heimat hat mich bestens unterhalten und ich warte jetzt schon gespannt auf Nataschas 3. Fall.
 :lesen:

Meine Rezension werde ich auch bei
Literaturschock.de;   Lovelybooks;   was liest du;   Hugendubel;   Thalia; Amazon und Jokers einstellen.

Vielen Dank, dass ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte. Es hat mir großen Spaß gemacht.
 :lesen:

Offline SteffiKa

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Hallo liebe Mitleserinnen,
liebe Melanie,

danke nochmal, dass ich an der Leserunde mitlesen durfte. Es war meine erste hier auf leserunden.de und es hat mir super viel Spaß gemacht. Ich fand auch die Diskussionen, die entstanden sind, toll!  :)

Mit hat "Kuckucksbrut" gut gefallen. Vom Thema her fand ich ihn interessanter, als die Geo-Caching-Thematik vom "Knochenfinder".
Leider war ich etwas enttäuscht, dass das Privatleben um Natascha nicht ganz so intensiv behandelt wurde, wie im ersten Teil. Auch hab ich mehr Bedeutung des Richtertisches und der Tarot-Karten gewünscht.
Aber alles in allem, freue ich mich auf einen dritten Band.

Hier nun meine Rezension:
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Mit "Kuckucksbrut" ist Melanie Lahmer eine tolle Fortsetzung vom "Knochenfinder" gelungen. Dieses Mal müssen sich die Ermittler Natascha Krüger, Jörg Lorenz und Hannes Winterberg mit einer Leiche, Anke, beschäftigten, die halb nackt auf einem historischen Richtertisch gefunden wurde. In ihrer Hand hielt die Tote zudem noch die Tarotkarte "Der Tod".

Der zweite Handlungsstrang erzählt von Ella, die immer mehr von einem Fremden bedroht und in den Wahnsinn getrieben wird: Auch sie findet immer wieder verschiedene Tarotkarten und schaltet - nachdem sie "Den Henker" gefunden hat - endlich die Polizei ein.

Die beiden Frauen wohnen beide in gleichen Dorf. Doch dort treffen die Kommissare auf eine Mauer des Schweigens und einen ungewöhnlichen Zusammenhalt.

Melanie Lahmer ist eine tolle Fortsetzung ihres ersten Krimis gelungen.
Schade fand ich, dass sich die Protagonisten nicht so sehr weiterentwickelt haben. Ich hätte mir zum Beispiel mehr über die Beziehung von Natascha und ihrem Kollegen Simon, die im ersten Teil zusammengekommen sind, gewünscht.

Außerdem war ich etwas enttäuscht, da der Richtertisch und auch die Tarotkarten nicht den Wert eingenommen haben, den ich mir gewünscht hätte.

Der überaschende Schluss lässt mich aber über die Kleinigkeiten hinwegsehen und ich freue mich darauf, zu erfahren, wie es mit den Kommissaren weitergeht.
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Diese habe ich auf auf
lovelybooks.de: http://www.lovelybooks.de/autor/Melanie-Lahmer/Kuckucksbrut-1130854497-w/rezension/1134062735/

amazon: http://www.amazon.de/product-reviews/340417142X/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#R16H34PNHYCZ3P

Weltbild: http://www.weltbild.de/3/19321187-1/buch/kuckucksbrut.html

hugendubel:http://www.hugendubel.de/shop/krimi--thriller/kuckucksbrut-kommissarin-natascha-krueger-bd-2/lahmer-melanie/products_products/rating_done/prod_id/40809341/#rating

veröffentlicht.

Liebe Grüße, Steffi :winken:
A liabs Griassle
Steffi

Offline tigi86

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Zum Inhalt:
In einem kleinen Dorf bei Siegen wird eine Frauenleiche entdeckt und eine andere Frau wird von einem Fremden verfolgt, der immer zudringlicher wird. Wer steckt hinter dem Mord und den Verfolgungen? Und welche Geheimnisse hüten die Dorfbewohner, die jedem Neuen argwöhnisch gegenüberstehen?

Zum Buch:
"Kuckucksbrut" ist eine gelungene Fortsetzung von "Knochenfinder", in der wieder Natascha Krüger die Hauptrolle spielt.

Der Stil ist flüssig und man kommt schnell ins Geschehen rein, auch kommt der Roman nicht durch Längen ins Stocken. Gut fande ich, dass man den Vorgänger nicht gelesen haben muss um "Kuckucksbrut" zu verstehen, also kann der erste Band auch gerne an zweiter Stelle gelesen werden.

Gefallen haben mir auch die Wechsel der Sichtweisen, so konnte ich auch einen Blick in die Gedankengänge des Täters werfen und dadurch wird dem Leser auch ordentlich Angst gemacht, denn so erfährt der Leser Dinge, die das Opfer noch nicht weiß und dadurch wird es umso beklemmender.

Alles in allem ist "Kuckucksbrut" ein gelungener Krimi, der sich hinter seinem Vorgänger nicht zu verstecken braucht.


Offline odenwaldcollies

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Nun sind alle Teilnehmer mit dem Buch durch, zwei Rezensionen fehlen noch - stellt diese bitte zeitnah noch ein.

Liebe Melanie, ich danke dir für deine tolle Begleitung dieser Runde und ich würde mich freuen, wenn wir uns zum dritten Teil hier wieder lesen würden.

Und meinen Mitlesern danke ich für die Beiträge, die diese Leserunde wieder rund gemacht haben  :winken:

Liebe Melanie, wir haben hier im Forum eine Umfrage an die Autoren gestartet, was den Zeitaufwand der Begleitung von Leserunden angeht: http://www.leserunden.de/index.php/topic,10356.0.html
Liebe Grüße
Karin

Taubenschlag

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Inhalt:

Bei seinen Recherchen für eine regionalen Reiseführer findet Hartmut Sänger auf einem historischen Richtertisch eine Frauenleiche. Nautischer Krüger, eine junge Kommissarin aus Siegen übernimmt die Ermittlungen. Schnell wird klar, dass eine weitere junge Frau, die ebenfalls aus dem Heimatort der Toten - Weissbach - stammt, von einem unbekannten bedroht wird

Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um eine flüssig geschriebenen Regionalkrimi, der es schafft von der ersten bis zur letzten Seite ein hohes Spannungsniveau zu halten und dabei noch einiges an Stimmung aus der Region transportiert.

Die Kommissarin Natascha Krüger ist ein sympathische junge Frau, die sich von vollem Engagement an die Ermittlung macht. Wir erhalten auch eine Einblick in ihr Privatleben mit ihrer neuen Liebe zu Simon und ihren Albträumen, die sie seit ihrem letzten Fall verfolgen. Für mich ist es immer wichtig, dass die Hauptpersonen gut beschrieben werden und dass man als Leser diese auch als Menschen kennenlernt. Das ist hier auf jeden Fall gegeben.

Besonders gelungen finde ich in diesem Buch die verschiedenen Handlungsstränge, die die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Einem aus der Sicht von Natascha, in dem wir die laufenden Ermittlungen erleben, dann von Ella, der zweiten jungen Frau, die von dem Täter bedroht wird und schliesslich aus der Sicht des Täters, die eine besondere Spannung erzeugt, da wir Natascha so immer einen Schritt voraus sind und immer hoffen, dass sie doch einen bestimmten Schluss zieht.

Ansonsten haben mir die Beschreibungen des Siegerlandes gut gefallen und ich konnte mir die Orte, insbesondere den Ort, in dem die Opfer gelebt haben und die Menschen gut vorstellen.

Insgesamt handelt es sich hier um einen sehr gelungenen Krimi, mit einem guten Spannungsbogen, getragen durch die verschiedenen Perspektiven, interessanten Menschen und einigem an Lokalkolorit. Für Freunde von Regionalkrimis ein wirklich lesenswertes Buch.

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Ich möchte mich hier noch mal für meine Verspätung in dieser Runde entschuldigen, aber bei kranken Zwillingen kommen die besten Lesepläne durcheinander. Ich bin jetzt dabei, wieder auf zu holen und denke ich bin jetzt wieder auf einem guten Weg.


Offline Dani

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Kommissarin Natascha Krüger und ihre Kollegen von der Siegener Mordkommission werden zu einem bizarren Fall gerufen. Eine Frau wurde umgebracht und ihre Leiche auf einem alten Richterstein im Wald aufgebahrt. Was bezweckt der Täter mit dieser Inszenierung? Welche Bedeutung hat die Tarotkarte, die neben der Leiche liegt?

Die Ermittler befragen den Ehemann und die Nachbarn. Die tote Anke Feldmann lebte mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn in Weißbach, einem kleinen Ort ziemlich weit außerhalb. Man macht es den Kommissaren schwer, keiner scheint mit ihnen reden zu wollen, die Dorfgemeinschaft macht dicht. Dabei weiß in solch kleinen Orten jeder recht viel von den anderen, Tratsch und Klatsch blühen und gedeihen. Genauso wie der Hass!

Eine weitere Frau und junge Mutter sieht sich ebenfalls mit unheimlichen und bedrohlichen Anzeichen konfrontiert. Wird sie rechtzeitig Hilfe suchen und jemanden ins Vertrauen ziehen oder ist sie das nächste Opfer?

Seit "Knochenfinder" ist bereits einige Zeit vergangen, dementsprechend konnte ich mich an Natascha Krüger und ihr Team nur noch vage erinnern. Man braucht aber auch keine Vorkenntnisse, um in diesen Fall hier einzusteigen. Auch werden nur Andeutungen zum ersten Band gemacht, so dass man diesen auch nachträglich noch gut lesen kann, ohne dass einem die Spannung genommen wird.
In "Kuckucksbrut" gibt es immer wieder eingeschobene Abschnitte aus Sicht des Täters. Hier wird die eine oder andere falsche Fährte gelegt, so dass man als Leser immer wieder neue Verdächtige hat.

Ich war mir bis zum Ende nicht sicher, wer denn nun der Täter ist, einige Hinweise gibt es aber schon, so dass die Auflösung keine totale Überraschung war. Mit dem Motiv bin ich persönlich nicht ganz so glücklich, derartige Erklärungen finde ich einfach nicht ganz so gelungen, aber das mag mein persönliches Empfinden sein.

Insgesamt wieder ein spannender Kriminalroman, der vor allem von der düsteren Dorfatmosphäre lebt!
Liebe Grüße
Dani

 

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