Autor Thema: 01: Anfang - Seite 78 (einschl. Kapitel 12)  (Gelesen 3564 mal)

Offline odenwaldcollies

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Hallo Ihr Lieben,

hier treffen wir uns ab dem 06.02.2015 zur Leserunde zu dem Buch "Kuckucksbrut" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Melanie Lahmer, die uns hier begleiten wird. Schön, dass Du, liebe Melanie, wieder mit dabei bist!   :-* 

Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Wenn ihr erst ein paar Tage später in die Leserunde einsteigen könnt, dann wäre es gut, wenn ihr hier oder per PN an den Moderator kurz Bescheid geben würdet.

Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass bitte pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!  :winken:

Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 78 (bis einschl. Kapitel 12) schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Ich wünsche uns nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!

Liebe Grüße
odenwaldcollies  :winken:
Liebe Grüße
Karin

Offline tigi86

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So, dann mache ich mal den Anfang.

Im ersten Abschnitt ging es ja schon heiß her, die erste Leiche taucht auf und das zweite potentielle Opfer bekommt obszöne Anrufe und der Unbekannte wünscht sich ein Lied für sie, in dem es ums Fremdgehen geht. Ist Ella schon mal fremdgegangen? Bis jetzt wurde derartiges noch nicht erwähnt.

Das es sich bei dem ersten Opfer um Anke Feldmann handelt, wissen wir nun, sie ist sicher auch das Opfer, welches der Täter im Prolog in seinem Kofferraum verstaut. Dieser Typ scheint ein Problem mit Frauen zu haben, aber seine Gedanken ließen durchblicken, dass er wohl irgendwie verletzt bzw. hintergangen wurde. Deshalb auch dieser geschichtsträchtige Tatort, wobei ich vermute, dass der Täter sein Opfer zu diesem Femegericht geschleppt hat, aber der eigentliche Tatort ist woanders. War am Anfang nicht von einer Höhle die Rede? Vielleicht weiß ja dieser Hartmut Sänger mehr darüber, da er ja einen historischen Wanderführer schreibt.

Der Täter müsste schon mal kräftig genug sein, einen Menschen durch dieses unebene Gebiet zu bugsieren.

In Weissbach schwelt es ja auch ordentlich, da liegt ganz schön was in der Luft, obwohl Anke ehrenamtlich aktiv war, gibt es einige ungelöste Konflikte.

Dieser Volker Hardt war mir auch etwas unheimlich, lauscht er doch im Flur und plötzlich kommt er ins Zimmer geschossen und bietet den Anwesenden Kaffee an und dann der Abschnitt, in dem sichd er Täter als Beobachter und froh ist, dass die Polizei endlich wieder verschwunden ist. Mir kam sofort dieser Volker in den Sinn, also ganz koscher ist der mir nicht, bis jetzt.

In diesem Band wurde auch Nataschas Synästhesie erwähnt, die spielte doch auch schon in "Knochenfinder" eine Rolle? So langsam kommt der eine oder andere Punkt wieder ins Gedächtnis.

Offline TochterAlice

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Ich war wieder schnell drin - mir gefallen die Figuren nach wie vor gut, genau wie im ersten Teil sind viele davon liebevoll ausgearbeitet und sorgen mit wenigen treffend skizzierten Zügen für Wiedererkennungswert beim Lesen. Leider sind nicht alle so eindringlich gezeichnet - manche bekommen gleich dezidierte Merkmale, Eigenschaften und anderes verliehen, andere werden eher einfach nur erwähnt, das fiel mir besonders bei der Frauenrunde von der Kirche auf, die sich über den Mord an Anke Feldmann besprach. Komisch, dass ihr Mann als Hippie/Öko bei der Feuerwehr ist, passt für mich nicht so ganz.

Und es gibt so viele Hinweise und Erläuterungen, wie bpsw. über das Siegerland im Allgemeinen,  über das ja Hartmut Sänger einen Wanderführer zu schreiben beabsichtigt (fand ich sehr gut und interessant fürs Setting), da wären ein paar Sätze zu Nataschas Verhältnis zu ihrem Freund Simon zu Beginn doch ganz passend, finde ich. Ich kann mir vorstellen, dass das später noch kommt - ich hätte es für den Einstieg passend gefunden. Insgesamt empfinde ich aber die Darstellung des provinziellen Umfeldes als durchaus gelungen und freue mich, mal einen Krimi ausserhalb der üblichen Umgebungen zu lesen.

Bisher ist mir alles andere als klar, warum Anke Feldmann ermordet wurde. Sie haben wir eigentlich nur noch als Leiche kennengelernt und sie hat sich uns nicht wie Ella eingeführt. Ella .... ich bin mir nicht sicher, ob sie eine Sympathieträgerin ist, es könnte gut sein, dass ihre Probleme hausgemacht sind und sie sich von ihrem lieblichen kleinen Jungen viel mehr nerven lässt, als es eigentlich nötig wäre. Kann sein, dass ihr Mann sie betrügt, aber muss nicht. Anscheinend lauert da eine ganz große Gefahr für sie - aber aus welchem Grund? Und falls es der Mörder von Anke ist (was ich glaube): was verbindet die beiden Frauen? Warum sollen sie eliminiert werden (oder auch nur erschreckt, bei Ella wissen wir ja noch nichts Genaues).

Aber zum Mörder gibt es auf S. 70/71 schon Hinweise und für mich deutet das alles ganz extrem auf Volker Hardt - aber das wäre doch witzlos, wenn es bereits so früh (fast) feststeht... aber es geht alles so klar in die Richtung

Natascha finde ich nach wie vor sympathisch, genau wie im "Knochenfinder" - sie wirkt noch ein bisschen zu verliebt in bzw. sogar abhängig von Simon:  dafür, dass sie schon eine ganze Weile zusammen sind und er nur für eine Weiterbildung in Berlin  weilt. Also nur zum sonntäglichen Mittagessen von Siegen nach Köln zur Mutter zu fahren, finde ich ein bisschen übertrieben, ist die Mutter so eine Klette mit Forderungen, das hatte ich gar nicht so in Erinnerung.

Offline TochterAlice

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Dieser Volker Hardt war mir auch etwas unheimlich, lauscht er doch im Flur und plötzlich kommt er ins Zimmer geschossen und bietet den Anwesenden Kaffee an und dann der Abschnitt, in dem sichd er Täter als Beobachter und froh ist, dass die Polizei endlich wieder verschwunden ist. Mir kam sofort dieser Volker in den Sinn, also ganz koscher ist der mir nicht, bis jetzt.
Ich finde auch, alles deutet auf hin - zu eindeutig für ein so "frühes Stadium" eines Krimis
In diesem Band wurde auch Nataschas Synästhesie erwähnt, die spielte doch auch schon in "Knochenfinder" eine Rolle? So langsam kommt der eine oder andere Punkt wieder ins Gedächtnis.
Ja, davon war da viel die Rede, es ist aber auch ein interessanter Punkt, finde ich! Das könnte für meinen Geschmack noch stärker thematisiert werden!

Offline Dani

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Ich habe auch den ersten Abschnitt beendet. An richtig viel kann ich mich aus dem ersten Teil nicht mehr erinnern, muss ich gestehen :-[, aber bei Krimis ist das ja zum Glück meist nicht so schlimm.

Im Prolog erleben wir gleich den Täter. Was hat das Opfer getan, um ihn so wütend zu machen?

Der arme Rentner mit seinem Wanderführer, dieser Fund muss ja ein schlimmer Schock sein!

Mich wundert, dass von den Ermittlern bisher nur Natascha auf die Idee kommt, dass der Fundort der Leiche und die Art, wie sie auf diesen Stein gelegt wurde, etwas zu bedeuten haben könnte.
Natürlich will man bei der Polizei nicht gleich an einen Serienmörder denken, aber mir drängt sich dieser Gedanke sofort auf.

Das Opfer ist schnell identifiziert (bei der Liste der Vermissten musste ich trotz des ernsten Hintergrunds kurz schmunzeln), aber ein Motiv ist noch überhaupt nicht erkennbar.
Bisher wird Anke von allen als ein Mensch beschrieben, gegen den eigentlich keiner etwas haben kann. Andererseits bleiben aber auch alle Aussagen ziemlich vage, so wirklich nahe scheint ihr von den bisherigen Zeugen keiner gewesen zu sein.
Die Frauen aus dem Dorf sollten unbedingt nochmal einzeln befragt werden, die eine könnte mehr wissen bzw. auch bereit sein, mehr zu erzählen.
Bei den anderen hatte ich den Eindruck, da werden die Reihen nach außen geschlossen, egal was los war. Dorfangelegenheiten werden nicht nach außen getratscht, das ist ja in kleinen Gemeinden oft so.
Liebe Grüße
Dani

Offline Dani

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Dieser Volker Hardt war mir auch etwas unheimlich, lauscht er doch im Flur und plötzlich kommt er ins Zimmer geschossen und bietet den Anwesenden Kaffee an und dann der Abschnitt, in dem sichd er Täter als Beobachter und froh ist, dass die Polizei endlich wieder verschwunden ist. Mir kam sofort dieser Volker in den Sinn, also ganz koscher ist der mir nicht, bis jetzt.

Aufgefallen ist er mir auch, aber für den Täter halte ich ihn genau deswegen nicht.
Dieser Absatz aus Tätersicht klang für mich auch nach jemandem außerhalb des Hauses.

Zitat
In diesem Band wurde auch Nataschas Synästhesie erwähnt, die spielte doch auch schon in "Knochenfinder" eine Rolle? So langsam kommt der eine oder andere Punkt wieder ins Gedächtnis.

Ich finde das ja immer interessant, bis vor ein paar Jahren hatte ich davon noch nie gehört, aber dann gab es mehrere Bücher, in denen Synästhesie vorkam.

Ella .... ich bin mir nicht sicher, ob sie eine Sympathieträgerin ist, es könnte gut sein, dass ihre Probleme hausgemacht sind und sie sich von ihrem lieblichen kleinen Jungen viel mehr nerven lässt, als es eigentlich nötig wäre. Kann sein, dass ihr Mann sie betrügt, aber muss nicht. Anscheinend lauert da eine ganz große Gefahr für sie - aber aus welchem Grund? Und falls es der Mörder von Anke ist (was ich glaube): was verbindet die beiden Frauen? Warum sollen sie eliminiert werden (oder auch nur erschreckt, bei Ella wissen wir ja noch nichts Genaues).

Ella wird wohl das nächste Opfer, wenn Natascha und Kollegen nicht schnell genug sind. Sie hat ja einige Gemeinsamkeiten mit Anke, eine nicht ganz glückliche Ehe, aber vor allem den Sohn. Ich kann aber noch gar nicht einschätzen, worum genau es dem Täter gehen könnte...
Liebe Grüße
Dani

Offline MelanieLahmer

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Hallo zusammen!

Schön, dass ihr schon angefangen habt und munter losrätselt, was denn da wohl los ist ...
 :)

Dass ihr euch teilweise nicht mehr richtig an Natascha und Co. erinnert könnt, kann ich insofern gut nachvollziehen, dass zwischen den beiden Bänden ja beinahe drei Jahre liegen ...
Da vergesse ich auch schnell mal Einzelheiten aus anderen Büchern!

Ich erinnere mich aber noch gern an die letzte Leserunde zu den "Knochenfindern", denn ich habe darin einiges über Hunde, vornehmlich Podencos, gelernt!
 :winken:

Mich freut, dass ihr euch noch an Nataschas Synästhesie erinnern könnt und sie eventuell sogar noch ein bisschen stärker eingebunden hättet. Es war nicht ganz einfach, da ein Maß zu finden, das einerseits noch interessant ist, andererseits aber auch nicht nervt ...

Okay, jetzt lasse ich euch noch ein bisschen lesen und rätseln. Es ist immer wieder hochinteressant, was denn wie beim Leser ankommt!  :)

Offline Gaby

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Da ich einige der Protagonisten aus "Knochenfinder" schon kenne, ist mir der Einstieg sehr leicht gefallen. Und für mich als Süd-Siegerländerin (ich stamme aus der unmittelbaren Umgebung von Wilsndorf) ist dieses Buch ja sowieso ein Muss.
So kann ich auch bestätigen, dass der eingefleischte Siegerländer wirklich zurückhaltend und allem Neuen nicht aufgeschlossen gegenüber steht. Genauso, wie in Weissbach, gibt es einige kleine Orte, die wie von der Zivilisation abgeschnitten erscheinen und wo ein Auto unerlässlich ist, um am ausserörtlichen Geschehen teilnehmen zu können.

Nun zu diesem Fall:
Es tun sich viele Fragen auf:
Mich beschäftigt z.B. die Frage nach "ihrer Schuld", die der Täter gleich am Anfang anspricht.
Und was war ihm damit angetan worden?
Was hat die Spielkarte "der Tod" zwischen den Fingern der toten Anke Feldmann zu bedeuten?
Ist die Tote aus dem Prolog Anke Feldmann oder vielleicht eine andere Frau, die demselben Täter zum Opfer gefallen ist?
Wer ist der anonyme Anrufer bei Ella Steinseifer? Und wer ist derjenige, der sie über den Radiosender (Radio Siegen?) grüßen lässt?

Mir scheinen die Bewohner von Weissbach irgendetwas verbergen zu wollen. Hat es etwas mit Anke zutun oder steckt da etwas ganz anderes dahinter? Vielleicht sollten Natascha und Lorenz sich die Bewohner einmal einzeln vornehmen um mehr aus ihnen heraus zu bekommen. 

Besonders schrullig und unsympatisch kommt mir Volker Hardt vor. Als Täter kann ich ihn mir allerdings nicht vorstellen. Das wäre eine zu frühe Aufklärung für mich.

Ich stelle mir den Schock vor, den der ehemalige Geschichtslehrer bekommt, als er auf seiner Recherchewanderung auf den Richtertisch mit der Toten stößt.
Falls es euch interessiert:
http://www.wilnsdorf.de/a_ansichten.php?jahr=2012   Da gibt es ein Foto von Jutta Göbel in Reihe 9, rechts, zu "Det fikante Loch"

Ich finde die kurzen Kapitel sehr angenehm zum Lesen, da sie immer noch Raum zum Nachdenken lassen.      :lesen:

Offline odenwaldcollies

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Hallo ihr Lieben,

ich muß gestehen, mir hat es zeitlich nicht mehr gereicht, den ersten Band zu lesen, habe aber bisher nicht den Eindruck, daß mir irgendwas fehlen würde. Höchstens Nataschas Albträume, ob die etwas mit dem Fall aus dem ersten Band zu tun haben? Ich weiß nicht, wieviel Zeit zwischen den beiden Fällen vergangen ist. In jedem Fall sind die Albträume sehr beängstigend und ich hoffe, daß sie bald die Zeit findet, wirklich dagegen etwas zu unternehmen, immerhin ist schon mal die Einsicht da.

Natascha gefällt mir gut, sie hat zwar auch ihre Problemchen (wer hat die nicht und perfekte Charaktere sind eh langweilig), aber sie scheint ein sehr einfühlsamer Mensch zu sein; vor allem mit Kindern scheint sie es richtig gut zu können. Die Synästhesie ist mir in einem anderen Buch begegnet, das ist schon sehr spannend, wenn jemand Farben zu den Gerüchen wahrnimmt, aber ich glaube, ich bin froh, daß ich das nicht kann, es scheint schon auch eine Belastung zu sein. In jedem Fall die erhöhte Geräuschempfindlichkeit.

Ich mußte ja etwas grinsen, als Hartmut Sänger feststellt, daß die Siegerländer "auch heute noch alles Neue und Fremde misstrauisch beäugen" - ich habe Verwandtschaft bei Bad Berleburg und Bad Laasphe, die zwar, glaube ich, nicht mehr zum Siegerland gehören, aber direkt daneben, und ja, für dort kann ich diese Aussage bestätigen  ;D
Was für ein Schock, wenn man eigentlich so etwas harmloses wie einen historischen Touristenführer schreiben möchte, was ich mir sehr spannend und interessant vorstelle, und dann über eine Leiche stolpert.

Der Ort Weißbach macht ja beim ersten Besuch einen sehr abweisenden Eindruck, schön, daß es am Nachmittag besser wurde. Ella wohnt doch auch in Weißbach, wenn ich den Radiomoderator richtig verstanden habe, deswegen denke ich, daß es in der Dorfgemeinschaft einiges Wissen übereinander gibt, ob nun wahr oder nicht, aber es lohnt sich hier bestimmt für Natascha und Lorenz nachzuhaken.

Bis eben war ich überzeugt, daß Volker Hardt hinter den Taten stecken könnte, da er sich selber als stummer Beobachter sieht, aber andererseits kann das auch bedeuten, daß er einfach vom Fenster aus mitbekommen hat, wie die Polizei bei den Nachbarn war. Und daß er nun mit offenen Karten spielen will, bedeutet dann sicherlich dieser Liedgruß an Ella über das Radio.
Da es ihm um die Jungen geht und das Buch Kuckucksbrut heißt, gehe ich momentan davon aus, daß der Täter weiß oder überzeugt davon ist, daß die Söhne von Anke und Ella einen anderen Vater als den jeweiligen Ehemann haben. Aber was kümmert ihn das? Warum sieht er "in dem Weib das Böse"? Ist er selbst ein Kuckuckskind und hat schlechte Erfahrungen als Kind gemacht? Oder hat ihm seine Frau auch ein fremdes Kind untergeschoben? Das könnte dann schon auch auf Frank Feldmann passen, aber irgendwie sehe ich ihn bisher nicht als Mörder.

Warum hat Anke plötzlich mit dem Kinderturnen aufgehört und den Putzjob aufgegeben? Weil sie ihrem späteren Mörder dort begegnet ist und er sie damals schon geängstigt hat, so wie jetzt Ella? Bei der Szene, als Natascha mit Felix auf dessen Zimmer geht und er von seiner Mutter erzählt, mußte ich schlucken, der arme Kleine, wenn er jetzt erfährt, daß seine Mutter tot ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Frank der Mörder ist und so etwas seinem Sohn antut. Andererseits schnürt ihm der Gedanke an den Jungen den Hals zu, das könnte doch wieder für den Vater sprechen. Was meint er genau damit, daß er es besser machen will als beim letzten Mal, damit dem Jungen auch wirklich nichts passierte?

Die Tarotkarte kann ich gar nicht einordnen, da geht es mir wie Natascha - ich kenne mich damit auch gar nicht aus.

Und nun bin ich gespannt, wie es weitergeht.
Liebe Grüße
Karin

Offline Gaby

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Und es gibt so viele Hinweise und Erläuterungen, wie bpsw. über das Siegerland im Allgemeinen,  über das ja Hartmut Sänger einen Wanderführer zu schreiben beabsichtigt (fand ich sehr gut und interessant fürs Setting)
Insgesamt empfinde ich aber die Darstellung des provinziellen Umfeldes als durchaus gelungen und freue mich, mal einen Krimi ausserhalb der üblichen Umgebungen zu lesen.
Da ich aus der unmittelbaren Umgebung von Siegen bzw. Wilnsdorf komme, finde ich es toll, nun schon den zweiten Krimi aus meiner Heimat zu lesen. Da kann ich in Gedanken viele Wege mit gehen/-fahren. Und es macht Spaß an manches erinnert zu werden, was ich als Kind/Jugendliche gemacht oder besucht habe, z.B. das Museeum im Oberen Schloss.     :lesen:

Offline Gaby

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Aber zum Mörder gibt es auf S. 70/71 schon Hinweise und für mich deutet das alles ganz extrem auf Volker Hardt - aber das wäre doch witzlos, wenn es bereits so früh (fast) feststeht... aber es geht alles so klar in die Richtung
Da bin ich ganz Deiner Meinung. Aber ich finde auch, dass man uns in einem so frühen Stadium der Ermittlungen den Mörder nicht so direkt vor die Nase setzt.
Aber es würde so gut passen.      :lesen:

Offline odenwaldcollies

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Deshalb auch dieser geschichtsträchtige Tatort, wobei ich vermute, dass der Täter sein Opfer zu diesem Femegericht geschleppt hat, aber der eigentliche Tatort ist woanders.

Ich denke auch, daß der Fundort nicht zufällig gewählt wurde, die Parallele der 13 Steine zur Zahl 13 auf der Tarotkarte ist auch auffällig. Wenn der Täter die tote Anke in seinen Kofferraum geladen hat, ist der Tatort garantiert woanders.

Aber zum Mörder gibt es auf S. 70/71 schon Hinweise und für mich deutet das alles ganz extrem auf Volker Hardt - aber das wäre doch witzlos, wenn es bereits so früh (fast) feststeht... aber es geht alles so klar in die Richtung

In dem Moment war ich auch überzeugt, daß es Volker Hardt ist, aber als ich meinen Beitrag geschrieben habe, bin ich doch wieder ins Schwimmen gekommen. Aber selbst wenn er es ist, dann finde ich das dennoch sehr spannend, weil der Leser dann Zeuge des Wettlaufs Polizei gegen Täter wird, und vor allem, wo sein Motiv liegt.

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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@Gaby:
Danke für den Link - ich finde das immer toll, Bilder zu realen Orten zu sehen.
Liebe Grüße
Karin

Offline Gaby

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Bei den anderen hatte ich den Eindruck, da werden die Reihen nach außen geschlossen, egal was los war. Dorfangelegenheiten werden nicht nach außen getratscht, das ist ja in kleinen Gemeinden oft so.
Da gebe ich Dir absolut recht. Im Siegerland werden Dorfangelegenheiten in den kleinen Gemeinden unter sich abgemacht. Das war jedenfalls vor ca. 40 Jahren noch so. Hat sich aber bestimmt bis heute nicht so viel geändert.    :lesen:

Offline Gaby

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Warum hat Anke plötzlich mit dem Kinderturnen aufgehört und den Putzjob aufgegeben? Weil sie ihrem späteren Mörder dort begegnet ist und er sie damals schon geängstigt hat, so wie jetzt Ella? Bei der Szene, als Natascha mit Felix auf dessen Zimmer geht und er von seiner Mutter erzählt, mußte ich schlucken, der arme Kleine, wenn er jetzt erfährt, daß seine Mutter tot ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Frank der Mörder ist und so etwas seinem Sohn antut. Andererseits schnürt ihm der Gedanke an den Jungen den Hals zu, das könnte doch wieder für den Vater sprechen. Was meint er genau damit, daß er es besser machen will als beim letzten Mal, damit dem Jungen auch wirklich nichts passierte?
Genau die Sachen, die Du hier ansprichst, gehen mir auch im Kopf rum. Warum hat sich Anke so verändert? Dass ihr Mann mit ihrem Mord etwas zutun hat, will ich einfach nicht glauben. Sicher werden wir auf den kommenden Seiten mehr erfahren - und noch mehr verunsichert.      :lesen:

 

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