Autor Thema: 01: Anfang - Seite 78 (einschl. Kapitel 12)  (Gelesen 3563 mal)

Offline Dani

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Dass ihr euch teilweise nicht mehr richtig an Natascha und Co. erinnert könnt, kann ich insofern gut nachvollziehen, dass zwischen den beiden Bänden ja beinahe drei Jahre liegen ...
Da vergesse ich auch schnell mal Einzelheiten aus anderen Büchern!

Echt, das ist schon so lange her? Dann ist mein Gedächtnis ja doch nicht ganz so schlecht  ;D

Da es ihm um die Jungen geht und das Buch Kuckucksbrut heißt, gehe ich momentan davon aus, daß der Täter weiß oder überzeugt davon ist, daß die Söhne von Anke und Ella einen anderen Vater als den jeweiligen Ehemann haben. Aber was kümmert ihn das?

Ah, interessante Spekulation, das könnte Sinn ergeben!

Bei den anderen hatte ich den Eindruck, da werden die Reihen nach außen geschlossen, egal was los war. Dorfangelegenheiten werden nicht nach außen getratscht, das ist ja in kleinen Gemeinden oft so.
Da gebe ich Dir absolut recht. Im Siegerland werden Dorfangelegenheiten in den kleinen Gemeinden unter sich abgemacht. Das war jedenfalls vor ca. 40 Jahren noch so. Hat sich aber bestimmt bis heute nicht so viel geändert.    :lesen:

Ich denke, das ist in den meisten ländlichen Gegenden so.
Liebe Grüße
Dani

Offline TochterAlice

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Ich mußte ja etwas grinsen, als Hartmut Sänger feststellt, daß die Siegerländer "auch heute noch alles Neue und Fremde misstrauisch beäugen" - ich habe Verwandtschaft bei Bad Berleburg und Bad Laasphe, die zwar, glaube ich, nicht mehr zum Siegerland gehören, aber direkt daneben, und ja, für dort kann ich diese Aussage bestätigen  ;D
Haha, meine Mutter war mal Anfang der 1980er Jahre in Bad Lasphe in Kur, da sind mein Vater und wir Kinder  zu Besuch gefahren - wir waren noch nie so beäugt worden wie dort, in Köln ist das eher nicht der Fall.... die wollte wissen, was für komische Gestalten da auf einmal mit dem netten, ruhigen Kurgast rumziehen  und das hat uns total verwirrt! ???

Offline odenwaldcollies

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Haha, meine Mutter war mal Anfang der 1980er Jahre in Bad Lasphe in Kur, da sind mein Vater und wir Kinder  zu Besuch gefahren - wir waren noch nie so beäugt worden wie dort, in Köln ist das eher nicht der Fall.... die wollte wissen, was für komische Gestalten da auf einmal mit dem netten, ruhigen Kurgast rumziehen  und das hat uns total verwirrt! ???

 :totlach:
Liebe Grüße
Karin

Offline Gaby

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Ich mußte ja etwas grinsen, als Hartmut Sänger feststellt, daß die Siegerländer "auch heute noch alles Neue und Fremde misstrauisch beäugen" - ich habe Verwandtschaft bei Bad Berleburg und Bad Laasphe, die zwar, glaube ich, nicht mehr zum Siegerland gehören, aber direkt daneben, und ja, für dort kann ich diese Aussage bestätigen  ;D
Haha, meine Mutter war mal Anfang der 1980er Jahre in Bad Lasphe in Kur, da sind mein Vater und wir Kinder  zu Besuch gefahren - wir waren noch nie so beäugt worden wie dort, in Köln ist das eher nicht der Fall.... die wollte wissen, was für komische Gestalten da auf einmal mit dem netten, ruhigen Kurgast rumziehen  und das hat uns total verwirrt! ???
Beim Siegerländer leg noch mal ne Schippe drauf. Ich weiß genau, warum ich nicht mehr dort lebe!    :lesen:

Offline MelanieLahmer

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Witzig, dass hier auch Siegerländer mitlesen - und mir meine Charakterisierung nicht krumm nehmen!
 ;D

Es dauert vielleicht ein bisschen, bis man das Herz eines Siegerländers erobert hat. Aber wenn, dann hat man einen Freund fürs Leben!
 :-*

Gaby, ich lese am 3. März in Neunkirchen, vielleicht hast du ja Lust auf eine Lesung aus "Kuckucksbrut"?
Edit: Ich habe mich verlesen. Du bist ja gar nicht mehr hier!

Offline buchregal123

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Die ermordete Anke Feldmann lebt in einem sehr merkwürdigen Dorf. Der Ort ist klein. Jeder kennt jeden und weiß wahrscheinlich auch, was mittags auf den Tisch kommt beim Nachbarn. Dennoch habe ich den Eindruck, dass die Frauenrunde beim Verhör zwar einiges nicht erzählen wollen, dass aber auch vieles auch nur vermutet wird und dass doch eine gewisse Distanz besteht. Was ist da vorgefallen? War Anke trotz ihres Engagements immer noch die Fremde?
Es war auch ziemlich bedrückend, wie Natascha mit ihrem Kollegen durchs Dorf ging. Da war kein Leben nur viele Augen, die aus dem Verborgenen beobachteten. Wussten die schon was? Beim zweiten Besuch entpuppte sich das Dorfleben als normal.
Natascha ist mir sympathisch, wenn sie als  Polizistin agiert. Aber ihr Privatleben ist seltsam.
Natascha und ihr Simon – da fehlt mir die Vorgeschichte – haben auch eine komische Beziehung. Wenn Natascha da mit ihrem Handy zugange ist und auf eine SMS wartet, kommt sie mir für wie ein verliebtes Schulmädchen. Ist sie abhängiger von Simon als er von ihr?
Nataschas Mutter klammert sehr stark. Im Moment weiß ich nicht, ob Natascha sich schon von ihr wirklich gelöst hat. Der Bruder lebt sein Leben nach seiner Fasson. Warum will die Mutter, dass sich Natascha um ihn kümmert?
Was mit Ella ist, da bin ich mir noch nicht so sicher. Aber ihr Sohn hat sie schon im Griff. Was ist ihre Gemeinsamkeit mit Anke? Denn der Mörder hat sie ja wohl auch auf dem Schirm.
Liebe Grüße
Bruni

Offline odenwaldcollies

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Witzig, dass hier auch Siegerländer mitlesen - und mir meine Charakterisierung nicht krumm nehmen!
 ;D

Es dauert vielleicht ein bisschen, bis man das Herz eines Siegerländers erobert hat. Aber wenn, dann hat man einen Freund fürs Leben!
 :-*

Wobei ich sagen muß, daß die Siegener, die ich kennen gelernt habe, sehr offen und sehr freundlich sind.
Liebe Grüße
Karin

Offline Gaby

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Gaby, ich lese am 3. März in Neunkirchen, vielleicht hast du ja Lust auf eine Lesung aus "Kuckucksbrut"?
Ich lebe jetzt seit 39 Jahren in München und komme nur noch ab und zu zu Besuchen nach Zeppenfeld (meine Heimatgemeinde).
Aber ich werde meiner Schwägerin Bescheid geben.
Wo liest Du denn? In der Bücherei Braun?      :lesen:

Offline Gaby

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Wobei ich sagen muß, daß die Siegener, die ich kennen gelernt habe, sehr offen und sehr freundlich sind.
Ich denke, dass sich in den fast 40 Jahren, die ich nun aus unserem kleinen Ort weg bin, auch einiges geändert hat. Durch die vielen Zugezogenen haben sich sicher auch die Menschen im Dorf geändert. Auch das Dorf an sich ist um einiges größer und einwohner-mäßig zahlreicher, als zu der Zeit als ich dort aufgewachsen bin. Die Siegener an sich waren schon damals nicht ganz so "stur", wie man es dem Siegerländer an sich nachsagt. Da hatte das Städtische dem Dörflichen schon immer einiges voraus.
 :lesen:

Offline MelanieLahmer

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Gaby, ich lese am 3. März in Neunkirchen, vielleicht hast du ja Lust auf eine Lesung aus "Kuckucksbrut"?
Ich lebe jetzt seit 39 Jahren in München und komme nur noch ab und zu zu Besuchen nach Zeppenfeld (meine Heimatgemeinde).
Aber ich werde meiner Schwägerin Bescheid geben.
Wo liest Du denn? In der Bücherei Braun?      :lesen:

Die Lesung findet in der Bibliothek statt, ist aber eine Gemeinschaftsaktion mit Brauns!

München ist natürlich ganz schön weit weg, aber vielleicht hat ja deine Schwägerin Zeit und Lust!

Und was die Offenheit der Siegener anbelangt:
Ich hatte auch nie Probleme, in Kontakt zu kommen. Aber das hat vielleicht auch mit meiner Art zu tun. So ein Hau-drauf bin ich auch nicht gerade! ;D

Ich glaube aber, dass man das, was Weissbach ausmacht, eigentlich überall finden kann - sei es nun im Siegerland, in der Eifel, in den Alpen oder an der Küste (wobei man da vielleicht auch eher noch Touristen gewöhnt ist).

Offline SteffiKa

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Ich bin auch mit dem ersten Abschnitt durch und muss sagen, dass ich sofort wieder in der Geschichte drin war. Liegt vielleicht auch daran, dass es bei mir noch nicht ganz so lange her ist, als ich den ersten Teil gelesen habe.

Ich möchte, bevor ich in die Geschichte einsteige, noch kurz was zum Cover sagen: Es ist super gelungen: Ich finde die teilwese 3D-Optik toll und ausserdem sind es super Farben. Auch den Titel find ich super: Bin gespannt, inwieweit der mit der Geschichte zu tun hat. (wobei ich schon die Vermutung habe, dass sich der Mörder Frauen ausgesucht hat, die ihrem Mann ein "Kuckuckskind ins Nest gesetzt" haben)

Nun kurz zum Inhalt: Eine Frauenleiche wird auf einem ehemaligen Richtertisch von einem pensionierten Geschichtslehrer gefunden.
Die Ermittlungen führen Natascha und Lorenz in ein Dorf, das dadurch besticht, dass alle Bewohner zusammenhalten und niemand wirklich mit den beiden reden will.

Parallel gibt es immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht des Mörders: Er scheint keine gute Kindheit gehabt zu haben und sieht das Weib als das immer Böse an. Ich bin mir noch nicht sicher, ob er auch sexuelle Motive verfolgt...

Dann lernen wir noch Ella Steinseifer (toller Name!) kennen, die vermutlich das zweite Opfer werden wird...

Was ich noch toll finde: Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, sodass man "zwischendurch" auch mal kurz lesen kann. Wobei es einem schwer fällt, nicht weiterzulesen.
A liabs Griassle
Steffi

Offline SteffiKa

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. War am Anfang nicht von einer Höhle die Rede?

Ich glaube, dieser Albtraum resultiert noch daraus, dass Natascha im ersten Band in einer solchen eingesperrt war.
A liabs Griassle
Steffi

Offline SteffiKa

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Bisher ist mir alles andere als klar, warum Anke Feldmann ermordet wurde. Sie haben wir eigentlich nur noch als Leiche kennengelernt und sie hat sich uns nicht wie Ella eingeführt. Ella .... ich bin mir nicht sicher, ob sie eine Sympathieträgerin ist, es könnte gut sein, dass ihre Probleme hausgemacht sind und sie sich von ihrem lieblichen kleinen Jungen viel mehr nerven lässt, als es eigentlich nötig wäre. Kann sein, dass ihr Mann sie betrügt, aber muss nicht. Anscheinend lauert da eine ganz große Gefahr für sie - aber aus welchem Grund? Und falls es der Mörder von Anke ist (was ich glaube): was verbindet die beiden Frauen? Warum sollen sie eliminiert werden (oder auch nur erschreckt, bei Ella wissen wir ja noch nichts Genaues).

Ich glaube, die bisherige Gemeinsamkeit von Ella und Anke ist, dass sie Kinder haben (beide relativ kleine Jungs). Es wurde ja auch explizit Ankes Schwangerschaftsstreifen erwähnt...

Edit (odenwaldcollies): Zitat repariert
« Letzte Änderung: 08. Februar 2015, 17:25:12 von odenwaldcollies »
A liabs Griassle
Steffi

Offline SteffiKa

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Hallo ihr Lieben,

ich muß gestehen, mir hat es zeitlich nicht mehr gereicht, den ersten Band zu lesen, habe aber bisher nicht den Eindruck, daß mir irgendwas fehlen würde. Höchstens Nataschas Albträume, ob die etwas mit dem Fall aus dem ersten Band zu tun haben? Ich weiß nicht, wieviel Zeit zwischen den beiden Fällen vergangen ist. In jedem Fall sind die Albträume sehr beängstigend und ich hoffe, daß sie bald die Zeit findet, wirklich dagegen etwas zu unternehmen, immerhin ist schon mal die Einsicht da.

Ja genau, Natascha wurde Ende des ersten Bandes vom Mörder in eine Höhle eingesperrt - deswegen die Alpträume.

Da es ihm um die Jungen geht und das Buch Kuckucksbrut heißt, gehe ich momentan davon aus, daß der Täter weiß oder überzeugt davon ist, daß die Söhne von Anke und Ella einen anderen Vater als den jeweiligen Ehemann haben. Aber was kümmert ihn das? Warum sieht er "in dem Weib das Böse"? Ist er selbst ein Kuckuckskind und hat schlechte Erfahrungen als Kind gemacht? Oder hat ihm seine Frau auch ein fremdes Kind untergeschoben? Das könnte dann schon auch auf Frank Feldmann passen, aber irgendwie sehe ich ihn bisher nicht als Mörder.

Den gleichen Gedanken hatte ich auch  :)
Nur ich hab den Pfarrer im als Mörder im Auge...

Edit (odenwaldcollies): Zitat repariert

« Letzte Änderung: 08. Februar 2015, 17:26:48 von odenwaldcollies »
A liabs Griassle
Steffi

Offline SteffiKa

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Bei den anderen hatte ich den Eindruck, da werden die Reihen nach außen geschlossen, egal was los war. Dorfangelegenheiten werden nicht nach außen getratscht, das ist ja in kleinen Gemeinden oft so.
Da gebe ich Dir absolut recht. Im Siegerland werden Dorfangelegenheiten in den kleinen Gemeinden unter sich abgemacht. Das war jedenfalls vor ca. 40 Jahren noch so. Hat sich aber bestimmt bis heute nicht so viel geändert.    :lesen:

Ich denke, das ist in den meisten ländlichen Gegenden so.

Manchmal kann in einer kleinen Gemeinde aber auch das Gegenteil durchschlagen: Nämlich, dass man die Andere unbedingt anschwärzen will, was sie alles falsch macht und wie unvernünftig sie ihr Leben doch führt. Und nur, um von seinem eigenen, belanglosen Leben abzulenken  ;)

Edit (odenwaldcollies): Zitat repariert
« Letzte Änderung: 08. Februar 2015, 17:27:26 von odenwaldcollies »
A liabs Griassle
Steffi

 

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