Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 832 mal)

Offline Dani

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß zeitnah euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.
Liebe Grüße
Dani

Offline Dani

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Wollen wir das im letzten Abschnitt machen, um hier im Rezensionsthread nicht zu viel zu verraten?

Zur Frage nach der Fortsetzung: unbedingt!  8)
Liebe Grüße
Dani

Offline Ulf Schiewe

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Wollen wir das im letzten Abschnitt machen, um hier im Rezensionsthread nicht zu viel zu verraten?

Zur Frage nach der Fortsetzung: unbedingt!  8)

Einverstanden. :)
Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)
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Offline gagamaus

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1635:
Jan van Hagen ist Kapitän, Kaufherr und Sohn eines einst angesehenen Handelshauses. Aber als er von einer Seereise zurückkehrt, liegt sein Vater im Sterben und das Familienunternehmen steht vor dem Ruin. Auf der Flucht vor den Gläubigern muss Jan überstürzt seine Heimatstadt Bremen verlassen. Mit seinem Schiff und der treuen Besatzung macht er sich auf Richtung Hispaniola zu segeln, weil dort auf legale und halblegale Weise das Gold des Südens lockt. Außerdem hat er seinem neuen niederländischen Partner, van Doorn versprochen, nach dessen verschollenem Sohn zu suchen.

In der Karibik ist der neu ernannte Vize-Gouverneur  Don Alonso Calderón damit beschäftigt, dem jahrelang geduldeten Schmuggel von Handelswaren den Krieg anzusagen. Dazu benötigt er neue Schiffe und auch das Handelsschiff von Martin van Doorn hat er bereits  beschlagnahmt und die Besatzung zu jahrelanger Zwangsarbeit verurteilen lassen. Außerdem möchte er vor allem den größten Zuckerbaron von Hispaniola, Don Miguel Garcia Hernandez, der Schmugglerei überführen – auch um vielleicht an dessen junge Frau Dona Maria ranzukommen.

Das klingt genauso abenteuerlich und exotisch, :urlaub: wie es dann auch wirklich zu lesen war. Hier wird von einer spannenden Überfahrt nach Südindien erzählt, von rauen Seemännern und blinden Passagieren, von Sklaven und Sklavenhaltern. Eine Geschichte voll Kanonendonner und Musketen inmitten einer exotischen Natur im weit entfernten Westindien.

Ulf Schiewe hat diesen Abenteuerroman mit einer Vielzahl liebenswerter, lebensnaher Personen gefüllt, die mir schnell ans Herz gewachsen sind und denen ich mit großem Vergnügen auf diese weite Reise gefolgt bin. Natürlich habe ich wieder jede Menge historische Leckerbissen genießen dürfen und war mit dem Ausgang der Geschichte nach einem fulminanten Showdown sehr zufrieden. Für meinen Geschmack hätte das Buch gerne noch ein paar Seiten mehr haben dürfen und als Alternative dazu erhoffe ich mir jetzt natürlich eine baldige Fortsetzung.

Dies war meine erste e-book-Leserunde und es hat mir großen Spaß gemacht. Vielen Dank an Ulf Schiewe, den Verlag und die Organisatoren hier im Forum.  :winken: Ich freue mich aber, dass das Buch nächstes Jahr auch in „fester Form“ rauskommt, dann wird es sicherlich in mein Regal zu den anderen Schiewes wandern. Und ich freue mich auch, dass ich schon ganz bald den dritten Teil der Normannensage hier in einer Leserunde genießen darf.  8)


 :buchtipp:

http://www.amazon.de/product-reviews/B00S4SMLCU/ref=cm_cr_pr_top_recent?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending

http://wasliestdu.de/rezension/abenteuer-in-der-karibik

http://www.lovelybooks.de/autor/Ulf-Schiewe/Gold-des-S%C3%BCdens-Roman-KNAUR-eRIGINALS-1144256483-w/rezension/1154431569/

http://www.mayersche.de/Gold-des-Suedens-ebook-Ulf-Schiewe.html?listtype=search&searchparam=gold+des+s%C3%BCdens


https://www.weltbild.de/artikel/ebook/gold-des-suedens_20042469-1
« Letzte Änderung: 28. April 2015, 18:31:48 von gagamaus »
:lesen:
Der Tanz unseres Lebens - Noa C. Walker

Offline Ulf Schiewe

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Gagamaus, tolle Rezension. Ganz herzlichen Dank dafür und für deine Teilnahme. Wir lesen uns ja dann bald wieder. Ich freu mich schon.  :)
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Offline Ulf Schiewe

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Ich habe außer Gagamaus noch eine Rezension gesehen von "Bücherwurm". Ist das jemand von euch hier?
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Offline buchregal123

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Vielen Dank für diese schöne Leserunde und die Begleitung der Runde.  Ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.  :winken:

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Jan van Hagen freut sich, dass die Geschäfte gut gelaufen sind. Doch als er nach Bremen zurückkommt, muss er erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus so verschuldet ist, dass ihm der Schuldturm droht. Sein Vater kann ihm gerade noch raten, sich in Amsterdam an Cornelius van Doorn zu wenden. Der unterstützt ihn, erwartet aber auch von Jan, dass er seinen Sohn Martin sucht, der vermisst wird. Neben Waren muss Jan aber auch Sklaven an Bord nehmen. Seine Reise führt ihn nach Hispaniola.
Das Buch führt uns in eine fremde Welt. Während in Europa der Dreißigjährige Krieg wütet, müssen sich die Kolonisten am anderen Ende der Welt auch mit Problemen herumschlagen. Die spanischen Krone legt die Regeln für den Handel fest. Aber die Plantagenbesitzer fühlen sich übervorteilt und sehen ihre Chancen nur im Schmuggel. Doch der neu eingesetzte Vize- Gouverneur will genau den unterbinden.
Jan weiß um die Probleme des Unternehmens, doch dass sein Vater ihm das tatsächliche Ausmaß verheimlicht hat, bringt Jan nun in eine Situation, in der er nicht mehr frei entscheiden kann. Aber er macht das Beste daraus, auch wenn er Bedenken hat. Der Sklavenhandel widerstrebt ihm sehr, er glaubt nämlich nicht so ganz, dass die Schwarzen keine Seele haben. Er ist ein sehr sympathischer junger Mann, der es liebt, Schiffsplanken und Wasser unter seinen Füßen zu haben. Seine Mannschaft hat in ihm einen guten und umsichtigen Kapitän. Dass er auch ein wenig verwegen ist, zeigt sich dann auf Hispaniola, denn auch hier gibt es jede Menge Probleme. Er möchte Handel treiben mit Don Miguel, der dort eine Zuckerrohrplantage besitzt. Aber der Vize-Gouverneur Don Alonso schießt quer. Don Miguels junge Frau Donã Maria macht schnell Eindruck auf Jan, denn sie ist eine Frau, die nicht nur schön ist, sondern sich in einer Männergesellschaft durchaus zu behaupten weiß.
Das Buch lässt sich sehr zügig lesen und zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Dafür sorgen Abenteuer, interessante Charaktere und ein exotischer Handlungsort. Alles ist so bildhaft beschrieben, dass man es sehr schön vor Augen hatte.
Aber nicht nur die Hauptfiguren sind sehr gut charakterisiert, auch die Nebenrollen zeigen uns eine Menge interessanter Persönlichkeiten. Besonders gefiel mit Padre Anselmo, ein Franziskanermönch, der im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedern der Kirche findet, dass man falsch mit den Einheimischen und den Sklaven umgeht. Obwohl schon oft in Büchern gelesen oder in Filmen gesehen, geht es mir immer wieder nahe, wenn ich über das Leben und die Behandlung von Sklaven lese.
Diese spannende Geschichte hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht.
Liebe Grüße
Bruni

Offline Ulf Schiewe

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Ah, du bist der Bücherwurm. Hatte ich mir doch gedacht. :)

Vielen Dank für die Rezension und deine Teilnahme.
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Offline smyrill

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Für mich war es das erste Buch von Ulf Schiewe.
Aber da ich gerne HiRos lese und das Setting sich spannend anhörte, klang das Buch "passend". 

Die großen Stärken des Buches sind für mich einerseits die authentischen Beschreibungen - z.B. das Leben auf einem Schiff wurde sehr eindrucksvoll und plastisch beschrieben. Und andererseits die liebevoll ausgearbeiteten Figuren, speziell auch die Nebenfiguren, die sehr lebendig rüberkommen.
Hier hat man den Eindruck, das jede einzelnen Nebenfigur ein eigenes Buch wert wäre.

Neben dem Abenteuer und der von Anfang bis Ende spannenden und packenden Geschichte (hier gab es wirklich keine "Hänger" zwischendurch) wurde auch das ernste Thema "Sklaven" wirklich gut behandelt und es gab Einblicke in Kolonien, Kolonialherren und den Handel.

Ich mag sehr gerne solche Bücher, in denen man einerseits gut unterhalten wird, andererseits aber auch zum Nachdenken angeregt wird und noch etwas lernt. Ein bißchen ist das ja immer ein Drahtseilakt, das alles unter einen Hut zu bringen, Ulf Schiewe ist es meiner Meinung nach aber sehr gut gelungen.

Und für mich war es insgesamt eine runde Geschichte, die Handlungen der Personen waren durchweg nachvollziehbar (passend zu den jeweiligen Charakteren).

Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht, vielen Dank an alle Mitleser.
Und ein besonderer Dank an Ulf, der uns wirklich toll und engagiert begleitet hat  :bussi:

Sollte es eine Fortsetzung geben, wäre ich auf jeden Fall bei einer Leserunde dabei !
Und ansonsten habe ich jetzt "weitere Bücher des Autoren" auf meiner Wunschliste, mal sehen womit ich anfange.

Offline Delena

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Zum Buch:

Der Kaufmannssohn Jan van Hagen kehrt nach einer Schiffsreise in das heimatliche Bremen zurück. Dort erfährt er, dass das Familienunternehmen Bankrott gegangen ist, ihm selbst droht der Schuldturm.  Kurz entschlossen legt er mit seiner Mannschaft in einer Nacht- und Nebelaktion wieder ab und segelt nach Amsterdam zu Cornelius van Doorn, einem alten Freund seines Vaters. Van Doorn stattet Jan mit Handelsgütern aus und schickt ihn auf eine Reise nach Hispaniola, nicht nur um Handel zu treiben, sondern auch um van Doorns‘ verschwundenen Sohn zu finden.

Auf der Karibik-Insel  Hispaniola versucht der dortige Vive-Gouverneur den Handel mit geschmuggelten Waren zu unterbinden. Ihm ist das florierende Geschäft des Plantagenbesitzers Don Miguel ein Dorn Im Auge. Ausserdem wirkt dessen attraktive Frau Dona Maria äußerst anziehend auf ihn.

Meine Meinung:

„Gold des Südens“ ist mein erster Roman von Ulf Schiewe gewesen und es wird nicht mein letzter gewesen sein.

Die Stimmung und das Flair der Karibikinsel Hispaniola hat der Autor wunderbar eingefangen, man hörte schon fast die Vögel im Dschungel kreischen und war bei der Zuckerrohrernte dabei.

Vielfältige Charaktere bevölkern das Buch. Darunter der hanseatische Kaufmannssohn Jan van Hagen, der machthungrige Vize-Gouverneur, der sympathische  Plantagenbesitzer Don Miguel, seine attraktive und stolze Frau Dona Maria und viele mehr. Jede Person für sich wurde genau beschrieben und ich freue mich schon darauf, mehr von ihnen zu lesen.

Auch historische Fakten wurden in die Geschichte eingeflochten, man erfährt Hintergrundinformationen zum zur damaligen Zeit herrschenden Sklavenhandel, dem Schmugglergeschäft und der damals herrschenden Etikette. Diese Fakten wurden dezent in den Roman eingebettet und wirkten stets interessant.

Ich habe den Roman als e-Serial gelesen und habe jeden Einzelband in einem Rutsch verschlungen.

 :buchtipp:

Zur Leserunde

Danke an alle für die tolle Runde. Es war meine erste E-Book-Runde und das Lesen als Serial hat mir richtig Spass gemacht. Dir lieber Ulf nochmals vielen Dank für die spitzenmässige Begleitung und die vielen interessanten Hintergrundinformationen  :winken:
Liebe Grüße
Claudia

Offline Dani

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Bremen, 17. Jahrhundert. Der junge Handelsherr Jan van Hagen kommt endlich in seiner Heimatstadt an, da erfährt er, dass das Handelshaus seines Vater hochverschuldet ist und er damit rechnen muss, direkt in den Schuldturm zu wandern. Jan wird gerade noch rechtzeitig gewarnt und kann mit seinem Schiff und seiner Mannschaft flüchten. Nach einem Abstecher nach Amsterdam steht das neue Ziel bald fest: die Karibik.

Die spanischen Plantagenbesitzer auf der Insel Hispaniola wollen sich nicht vorschreiben lassen, mit wem sie Handel treiben dürfen und so blüht der Schmuggel. Hier sieht Jan eine Chance, Geld zu verdienen, auch wenn ihm unwohl dabei ist, auf die andere Seite von Recht und Gesetz zu wechseln. Doch er erhält von seinem neuen Geschäftspartner in Amsterdam auch noch einen zweiten Auftrag und so machen er und seine Besatzung sich auf die Reise.

Parallel zu Jans Reise erfährt der Leser mehr über die damaligen Verhältnisse auf der idyllischen Karibikinsel. Ein neuer stellvertretender Gouverneur sagt dem Schmuggel den Kampf an, die reichen Plantagenbesitzer nehmen die Bedrohung aber nicht sonderlich ernst, allen voran der Großgrundbesitzer und Zuckerbaron Don Miguel. Ihn und seine junge, wunderschöne Frau Doña Maria lernt man besser kennen, die meisten anderen Personen auf der Insel bleiben Randfiguren.

Der Autor spricht viele Themen an, insbesondere natürlich die Thematik des Sklavenhandels und der Behandlung der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen. Der Reichtum und die Verhältnisse der wohlhabenden Kolonialisten wurden auf den blutigen Rücken der schwarzen Sklaven erbaut.

Erfreulicherweise gibt es hier im Buch aber auch eine ganze Reihe Figuren, die sich darüber Gedanken machen und das herrschende System nicht ungefragt hinnehmen und akzeptieren.

Ulf Schiewe bringt seinen Lesern hier ein neues und ungewohntes historisches Thema nahe. Die farbenprächtige Karibik bietet einen tollen Hintergrund, der Kontrast zwischen der Hanse und Amsterdam am Anfang und Hispaniola im weiteren Verlauf fällt besonders auf.
Die Charaktere schließt man unwillkürlich ins Herz, allen voran natürlich den jungen Kapitän Jan und die schöne Doña Maria, aber auch die vielen unterhaltsamen Nebenfiguren.

Das Ende kam mir daher viel zu schnell und ich hoffe, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird – die Geschichte bietet hierfür sicher noch genug Möglichkeiten!
Liebe Grüße
Dani

 

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