Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (bitte ohne Spoiler)  (Gelesen 839 mal)

Offline Annabas

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (auch eines der Autorin) immer interessant.

Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die das Buch noch nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen.

Außerdem wäre es sicherlich für Doris Strobl sowie das Rosenheimer Verlagshaus, das uns so freundlich und großzügig Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn ihr eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen würdet.

Danke!    :winken:
:lesen:   "Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero

Offline Annabas

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Inhaltsangabe:

Frauenchiemsee 1003: Die Nonnen im Kloster Frauenwörth haben mit Äbtissin Tuta eine gerechte und gutherzige Vorsteherin. Auch bei den Fischern des Chiemsees sind die Schwestern angesehene Nachbarn, auf die man sich in der Not verlassen kann. Die Zeiten werden unruhiger, als die junge Adelige Sophia, die zur Erziehung nach Frauenwörth geschickt worden war, von ihrem zukünftigen Ehemann Graf Adalbert abgeholt werden soll. Sophia fühlt sich vom Klosterleben weit mehr angezogen als von dem ungehobelten Adalbert und so kommt es zum Streit, der auch am Kloster nicht spurlos vorbeigeht. Sophia wird auf ihrer Flucht vor Adalbert über die Alpen bis nach Italien entführt, denn als Schwester des Markgrafen von Schweinfurt ist sie eine wertvolle Geisel. Auf Äbtissin Tuta kommt die Prüfung in Gestalt des Abtes Gerhard von Seeon zu, der von König Heinrich nach Frauenwörth geschickt wird, um das Kloster wieder auf die strengen Regeln des Ordensgründers Benedikt zurückzuführen. Außerdem soll er die Güter des Klosters erfassen – und zum Entsetzen der Äbtissin auch das Grab der Heiligen Irmengard öffnen. Dem Befehl des Königs muss sich Tuta beugen, doch kampflos will sie nicht allem zustimmen, was Abt Gerhard für die Schwestern in Frauenwörth gut heißt. Auch Sophia wird in einen Kampf hineingezogen, denn einige Adelige, unter denen auch ihr Bruder ist, haben sich zur Rebellion gegen König Heinrich zusammengeschlossen. Und auch etliche italienische Fürsten sehen sich nicht als Heinrichs Vasallen. Azo de Casale, Sophias Entführer, zählt auch zu ihnen ...

Der erste Satz:

„Herrgott, steh uns bei“, flüsterte Äbtissin Tuta, als sie die Rufe vernahm.

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe mich beim Lesen dieses Buches sehr gut unterhalten. Es ist nicht nur eine spannende Geschichte, man lernt auch nebenbei viel über das Leben und die politischen Verhältnisse der Zeit.

Hauptfiguren sind die junge Sophia und Äbtissin Tuta. Besonders Tuta ist sehr gut charakterisiert, so dass ich ihre Motive und ihre Handlungen gut verstehen konnte. Tuta wird als Frau ihrer Zeit gezeigt und erschien mir daher auch sehr authentisch und zu ihrer Rolle passend.

Etwas mehr Schwierigkeiten hatte ich mit Sophia, deren Entwicklung ich nicht so ohne weiteres nachvollziehen konnte. Aber vielleicht denke ich hier zu modern – die Möglichkeiten für Frauen kurz nach der ersten Jahrtausendwende waren sehr eingeschränkt und so musste man sich wohl öfter in Situationen einfügen, als sich gegen sie aufzulehnen.

Einen spannenden Teil der Geschichte tragen auch König Heinrich und seine Frau Königin Kunigunde – ein Herrscherpaar, über das ich sicher gerne noch mehr lesen werde.

Alle Figuren im Buch sind sehr lebendig dargestellt, die höfischen Szenen waren bunt und reichten von würdevoll bis ausgelassen festlich. So etwas lese ich sehr gerne.

Interessant fand ich den bedingungslosen Glauben der damaligen Menschen, Wunder gehörten zum Alltag und wurden nicht hinterfragt. Das war im Buch sehr gut dargestellt.

Die Geschichte folgt dem chronologischen Ablauf der Ereignisse. Am Anfang steht Frauenwörth im Zentrum, später trennen sich einige Fäden ab und wir folgen zusätzlich noch Sophia bei ihrer Entführung bzw. König Heinrich bei seinem Kampf um die Herrschaft. Ich fand es schön, wie zum Schluss alles wieder zusammenläuft.

Mein Fazit:               :buchtipp:

Zur Leserunde:
Mir hat das gemeinsame Diskutieren wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke an meine Mitleserinnen!
Besonderen Dank auch an Doris Strobl, die uns so nett durch die Leserunde begleitet und mit vielen zusätzlichen Informationen versorgt hat!

Viele Grüße von Annabas

Die Rezension erscheint auch auf diesen Seiten:
Literaturschock
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:lesen:   "Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero

Taubenschlag

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Inhalt:

Frauenchiemsee 1003: Auf der Insel Frauenchiemsee nimmt das Leben der Nonnen mit ihrer Äbtissin Tuta einen friedlichen Lauf. Diese Ruhe wird gestört als Graf Adalbert Sophia, eine junge Adelige, die zur Erziehung in dem Kloster lebt, gewaltsam entführt. Auf ihrer Flucht vor Adalbert wird Sophia vom Grafen von Schweinfurt über die Alpen nach Italien entführt. Sophia trauert dem Leben im Kloster nach und sehnt sich nach einer Rückkehr nach Frauenchiemsee.
Auch im Kloster wird das Leben der Frauengemeinschaft von Abt Gerhard gestört, der vom Kaiser nach Frauenchiemsee geschickt wird, um die Einhaltung der Klosterreform zu überprüfen. Eine weiter Aufgabe, die ihm Übertragen wurde, ist die Untersuchung der Grabes der ehemaligen Äbtissin von Frauenchiemsee Irmengard vorzunehmen, die in der Region wie eine Heilige verehrt wird.

Meine Meinung:

Der Leser geht auf eine Reise in eine fremde Welt, in der der Glaube an Heilige und Wunder eine wichtige Rolle spielt. Wir bekommen einen tiefen Einblick in das Klosterleben in der damaligen Zeit, aber auch die Politik und die Machtkämpfe zwischen den Mächtigen wird auf spannende Art und Weise in das Geschehen eingeflochten.

Die Handlung ist glaubwürdig, die Charaktere werden detailliert mit all ihren Schwächen, aber auch Stärken beschrieben und bringen den Leser die Gedanken- und Lebenswelt nahe.

Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich der Wunderglaube und der Glaube an übersinnliche Erscheinungen. Ich hatte zu Beginn etwas Probleme damit, aber bin beim Lesen zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Glaube in die Zeit paßt und damit der Geschichten nicht die Glaubwürdigkeit nimmt.

Besonders interessant waren für mich die Personen König Heinrichs und Kunigudes, die wir hier recht gut kennenlernen. Mir waren diese Personen schon in Bamberg begegnet und ich fand es sehr interessant, sie hier näher kennenzulernen und mehr aus ihrem Leben zu erfahren.

Insgesamt handelt es sich hier für geschichtlich interessierte Leser um ein sehr interessantes Buch, das die Stimmung der Zeit gut transportiert.

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Vielen Dank, dass ich bei dieser ungewöhnlichen Leserunde dabei sein durfte. Vielen Dank auch an die Autorin für die nette Begleitung der Rund und den Mitlesern für die interessanten Diskussionen.

Offline Doris Strobl

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Der erste Satz:

„Herrgott, steh uns bei“, flüsterte Äbtissin Tuta, als sie die Rufe vernahm.

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe mich beim Lesen dieses Buches sehr gut unterhalten. Es ist nicht nur eine spannende Geschichte, man lernt auch nebenbei viel über das Leben und die politischen Verhältnisse der Zeit.

Hauptfiguren sind die junge Sophia und Äbtissin Tuta. Besonders Tuta ist sehr gut charakterisiert, so dass ich ihre Motive und ihre Handlungen gut verstehen konnte. Tuta wird als Frau ihrer Zeit gezeigt und erschien mir daher auch sehr authentisch und zu ihrer Rolle passend.

Etwas mehr Schwierigkeiten hatte ich mit Sophia, deren Entwicklung ich nicht so ohne weiteres nachvollziehen konnte. Aber vielleicht denke ich hier zu modern – die Möglichkeiten für Frauen kurz nach der ersten Jahrtausendwende waren sehr eingeschränkt und so musste man sich wohl öfter in Situationen einfügen, als sich gegen sie aufzulehnen.

Einen spannenden Teil der Geschichte tragen auch König Heinrich und seine Frau Königin Kunigunde – ein Herrscherpaar, über das ich sicher gerne noch mehr lesen werde.

Alle Figuren im Buch sind sehr lebendig dargestellt, die höfischen Szenen waren bunt und reichten von würdevoll bis ausgelassen festlich. So etwas lese ich sehr gerne.

Interessant fand ich den bedingungslosen Glauben der damaligen Menschen, Wunder gehörten zum Alltag und wurden nicht hinterfragt. Das war im Buch sehr gut dargestellt.

Die Geschichte folgt dem chronologischen Ablauf der Ereignisse. Am Anfang steht Frauenwörth im Zentrum, später trennen sich einige Fäden ab und wir folgen zusätzlich noch Sophia bei ihrer Entführung bzw. König Heinrich bei seinem Kampf um die Herrschaft. Ich fand es schön, wie zum Schluss alles wieder zusammenläuft.

Mein Fazit:               :buchtipp:

Zur Leserunde:
Mir hat das gemeinsame Diskutieren wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke an meine Mitleserinnen!
Besonderen Dank auch an Doris Strobl, die uns so nett durch die Leserunde begleitet und mit vielen zusätzlichen Informationen versorgt hat!

Viele Grüße von Annabas

Vielen Dank für die Rezension. Ich finde es wirklich schade, dass die Leserunde schon vorbei ist. Es hat soooo viel Spaß gemacht! Ein großes Danke schön auch nochmal von mir für eure interessierten Fragen.

Offline Doris Strobl

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Der Leser geht auf eine Reise in eine fremde Welt, in der der Glaube an Heilige und Wunder eine wichtige Rolle spielt. Wir bekommen einen tiefen Einblick in das Klosterleben in der damaligen Zeit, aber auch die Politik und die Machtkämpfe zwischen den Mächtigen wird auf spannende Art und Weise in das Geschehen eingeflochten.

Die Handlung ist glaubwürdig, die Charaktere werden detailliert mit all ihren Schwächen, aber auch Stärken beschrieben und bringen den Leser die Gedanken- und Lebenswelt nahe.

Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich der Wunderglaube und der Glaube an übersinnliche Erscheinungen. Ich hatte zu Beginn etwas Probleme damit, aber bin beim Lesen zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Glaube in die Zeit paßt und damit der Geschichten nicht die Glaubwürdigkeit nimmt.

Besonders interessant waren für mich die Personen König Heinrichs und Kunigudes, die wir hier recht gut kennenlernen. Mir waren diese Personen schon in Bamberg begegnet und ich fand es sehr interessant, sie hier näher kennenzulernen und mehr aus ihrem Leben zu erfahren.

Insgesamt handelt es sich hier für geschichtlich interessierte Leser um ein sehr interessantes Buch, das die Stimmung der Zeit gut transportiert.

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Vielen Dank, dass ich bei dieser ungewöhnlichen Leserunde dabei sein durfte. Vielen Dank auch an die Autorin für die nette Begleitung der Rund und den Mitlesern für die interessanten Diskussionen.
Den Dank kann ich nur zurück geben, auch ich war bei dieser Runde sehr gerne dabei und freue mich, dass euch das Buch gut unterhalten hat.

Offline Annabas

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Hallo ihr Lieben,

vor gut drei Wochen haben wir mit der Leserunde angefangen und es wird nun langsam Zeit, dass ich sie auch offiziell beende.
Was nicht heißt, dass die fehlenden Rezensionen nicht mehr nachgeliefert werden müssen.  ;)

Noch einmal ganz lieben Dank an Doris Strobl, die uns hier so nett durch die Runde begleitet hat.  :bussi:
Und auch noch einmal Danke an die Teilnehmerinnen - es war wie immer spannend, mit euch dieses Buch zu lesen.

Viele Grüße von Annabas  :winken:
:lesen:   "Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero

 

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