Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 685 mal)

Offline Dani

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß zeitnah euer Fazit hier einstellt.

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Liebe Grüße
Dani

Offline Buchzauber

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Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich fand ihn sehr spannend, auch wenn mir die Rolle des Polizeichefs noch nicht so gefallen hat, aber sie ist ausbaufähig und so bin ich gespannt auf den Folgeroman. Ich bedanke mich nun für das Mitlesen und möchte auch gleich meine Rezi einstellen, von mir gibt es eine glatte Leseempfehlung.

Hier meine Rezi:

Mit "Der Jungfrauenmacher" ist dem Autor Derek Meister ein spannender und schockierender Thriller gelungen. Es ist der erste Teil einer neuen Thillerserie um die Profilerin Helen Henning und dem jungen Polizeichef Knut Jansen.

Inhalt:
In Valandsiel, an der Nordseeküste wird nach einer Sturmflut die Leiche einer jungen Frau an den Strand gespült. Der junge Polizeichef Knut Jansen, gerade von der Polizeischule gekommen und in die Fußstapfen seines Vaters getreten steht vor seiner ersten großen Herausforderung.

Doch ehe er sich richtig in den Fall steigern kann, wird bereits die nächste Mädchenleiche gefunden, ebenfalls am Strand. Beide Leichen weissen ähnliche Spuren auf und alles deutet auf einen Serienmörder hin. Jansen bittet die ehemalige FBI-Profilerin Helen Henning um Hilfe. Beide stoßen auf Spuren, die einige Jahre zurückreichen und kommen auf einem grausigen Verbrechen auf die Spur.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, dies macht ein schnelles und flüssiges Lesen möglich. Derek Meister hat es zudem verstanden den Leser von der ersten Seite an in den Bann zu ziehen. Kapitel für Kapitel wird die Spannung aufgebaut und es kommt keine Langeweile auf. Auch gibt es immer wieder Wendungen, mit denen ich als Leser so nicht gerechnet habe.

Etwas Ausbaufähig ist meiner Meinung nach noch die Rolle des Kommissars Jansen, denn stellenweise erscheint er mir doch noch etwas zu naiv und kindisch. Ansonsten gefällt mir das Buch sehr gut und ich kann es allen Krimifans empfehlen.

Fazit. spannender, schockierender, überzeugender Nordseekrimi


Finchen

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Hallo Ihr Lieben.

Die aktuell deutlich erträglicheren Außentemperaturen habe ich direkt mal dazu genutzt, meine Leseeindrücke in Worte zu packen. Selbstverständlich stehe ich aber auch weiterhin der Diskussionsrunde zur Verfügung.

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch schon mal sehr herzlich bei allen Beteiligten, dem Verlag und auch Derek Meister, für diese vergnügliche Leserunde bedanken, die leider ein kleines Opfer der Hitzewelle geworden ist.   :schwitzen:    :winken:

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Der Jungfrauenmacher ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe um das Ermittlerduo Knut Jansen und Helen Henning. Da mich regionale Romane immer irgendwie magisch anziehen, lag der Griff zu diesem Nordseekrimi sehr nahe und meine Erwartungen waren – bedingt durch die Inhaltsangabe – recht hoch.  Doch was soll ich sagen? Sie wurden nur bedingt erfüllt.

Der Beschreibung nach ging ich davon aus, dass mich ein packender Thriller erwarten würde.  Jedoch hatte ich, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, viel  eher das Gefühl, dass es sich um eine Krimikomödie handelt.

Bedingt dadurch wirken  sehr viele Szenen deutlich übertrieben komödienhaft, ganz einfach dadurch, dass sie nicht so recht in das angepriesen Format passen wollen.  Ebenso verhält es sich mit der Rolle des Ermittlers Knut Jansen.  Der junge Revierleiter ist seiner Rolle in keiner Weise jemals auch nur ansatzweise gewachsen, wirkt absolut naiv, überfordert und – um es nett zu formulieren – irgendwie trottelig pubertär.

Derek Meister hätte der Figur Knut Jansen für meinen Geschmack einen wirklichen Gefallen getan, wenn er diese in einem humoristischen Provinzkrimi angesiedelt hätte.

Die Figur der ehemaligen  FBI-Profilerin Helen Henning passt da schon sehr viel besser ins Bild eines Thrillers, dennoch bin ich auch mit ihr nicht wirklich warm geworden.

Einzig die Rolle des Mörders ist in meinen Augen wirklich sehr gut gelungen und bedingt dadurch, dass man phasenweise die Story aus seiner Erzählperspektive berichtet bekommt (ohne jedoch zu wissen, um wen es sich dabei handelt), baut sich ein wirklich gelungener Spannungsbogen auf, der bis ganz zum Schluß gehalten wird!

Mein Fazit: Kurzweilige Lektüre für Zwischendurch, die mir jedoch keinesfalls als überzeugender Thriller in Erinnerung bleiben wird. Die wirklich auffallend vielen unlogischen Ungereimtheiten tun ihr Übriges, so dass ich am Ende nicht mehr als 3  ½  Sterne vergebe.

« Letzte Änderung: 06. Juli 2015, 13:02:34 von Finchen »

Offline TochterAlice

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Meine Rezension ist nun auch fertig. Ich danke Derek, dem blanvalet-Verlag und dem leserunden-Team fürs Mitlesendürfen.

Der Eberhofer Franz an der hohen See: Daran fühlte ich mich während der Lektüre von  Derek Meisters "Der Jungfrauenmacher" zumindest wieder und wieder erinnert, so viel Ähnlichkeit wies der Valandsieler Polizeichef Knut aus meiner Sicht mit dem niederbayerischen Schwerenöter auf. Wobei es hier aber eher selten lustig, häufiger jedoch brutal zugeht: eine Serie von Morden an jungen Mädchen erschüttert seit geraumer Zeit ausgerechnet das beschauliche norddeutsche Valandsiel - Es sind Morde besonders brutaler Art, denen schlimme Foltereien vorangehen. Bald zeichnet sich eine gewisse Regelmäßigkeit ab, bestimmte Merkmale lassen eine gewisse Struktur der Verbrechen vermuten, auf die der eher etwas behäbigere Knut allerdings nicht von alleine kommt, sondern ungewollt Hilfe von höherer Stelle erhält und selbst welche einholt - von Helen, die in der Gegend aufgewachsen ist, nun in den Vereinigten Staaten ermittelt und sich gerade durch Zufall in ihrer alten Heimat befindet. Wie man sich denken kann, beschränkt sich Knuts Interesse an ihr nicht nur aufs Fachliche.

Einerseits ein harter Thriller, andererseits ein regionaler Schwank - irgendwie stimmt diese Mischung hier nicht so ganz und auch der Stil des Autors machte es mir zunehmend schwer, seinen Ausführungen konzentriert zu folgen. Zu viele Seitenstränge, die nur "angetitscht", aber nicht ausführlich beschrieben werden - vor allem jedoch haben mich viele Darstellungen und Zusammenhänge ziemlich verwirrt und ich musste zurückblättern, bis mir klar war, wer oder was denn nun genau gemeint war. Da hat dann auch die durchaus überraschende und dabei schlüssige, aus meiner Sicht jedoch zu frühe Identifizierung des Täters den Kohl nicht mehr fett machen können.

"Der Jungfrauenmacher": Ein Krimi mit vielen originellen, leider nicht sehr schlüssig zusammengefügten Elementen, der irgendwie fahrig wirkt  - Knut und die Seinen können aus meiner Sicht (noch) nicht ganz dem Eberhofer Franz wie auch anderen Größen der regionalen bzw. lokalen Kriminalliteratur  das (Nordsee) Wasser reichen.


Offline ConnyS77

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Erstmal vielen Dank für die Leserunde. Durch einen Schickschalsschlag komme ich leider erst jetzt dazu, meine Rezession zu schreiben. Ich bitte um Entschuldigung.

Ich habe mich mit dem Buch etwas schwer getan. Anfangs noch nicht so, aber im weiteren Verlauf. Ich hatte einige Probleme, der Szenenwechsel zu folgen und die Zusammenhänge zu verstehen.

Polizeichef Knut hat einen schweren Stand und muss sich beweisen. Mit den brutalen Morden an jungen Mädchen fühlt er sich überfordert und ist für die Hilfe von Helen dankbar. Ihre Analyse von ihrem Gegenüber könnte leicht nerven. Ich fands amüsant.

Die Mordserie und der Hintergrund dessen verursacht eine Gänsehaut. Trotzdem hätte ich mir noch mehr Einzelheiten gewünscht.

Auch mit der Vergangenheit von Helen habe ich mich schwergetan. Ich hätte mr da eine andere Lösung des Erzählens gewünscht.

Ein großes Lob an Derek für die kreative Raffinesse des Täters. Und auch Knut erweist sich als ausgebufft.



 

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