Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 620 mal)

Online Dani

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß zeitnah euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Bitte rezensiert das Buch auch auf unserer Hauptseite Literaturschock.de. Eine extra Anmeldung ist hierzu nicht nötig, Gastrezensionen werden manuell freigeschaltet.
Liebe Grüße
Dani

Offline nicigirl85

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Dann mache ich mal den Anfang, denn meine Rezi steht.  8) ;D 8)

Meine Meinung zum Buch:

Titel: Eine zauberhafte Reise nach Paris…

Von dem Autorenduo, welches sich hinter Natalie Simon verbirgt, hatte ich noch nichts gelesen, weshalb ich mich gespannt an die Lektüre machte. Und der Klappentext versprach nicht zu viel.

In der Geschichte geht es um Juliette, die gerade eine Trennung hinter sich hat. Sie möchte ihr Leben grundlegend verändern, als plötzlich ihre Tante Manon auftaucht, die einst eine berühmte Sängerin war. Manon ist nach Paris zurückgekehrt, um eine Erbangelegenheit zu klären und erinnert sich dabei zurück an ihre einstige große Liebe. Gibt es die einzig wahre Liebe wirklich?

Die große Stärke des Romans ist ganz klar das Bild, welches die beiden Autorinnen von der Stadt der Liebe zeichnen, denn als Leser fühlt man sich genau dorthin versetzt, auch wenn man diese noch nie gesehen hat. Das Flair und der Lebensstil kommen sehr gut rüber.

Die Handlung wird uns über zwei Handlungsstränge näher gebracht, denn mal sind wir in der Gegenwart mit Juliette und/ oder Manon unterwegs und mal erleben wir in der Vergangenheit, die bis in die Zeit des 2. Weltkrieges reicht, das Leben von Manon, welches spannender kaum sein könnte.

Die dargestellten Charaktere sind sehr unterschiedlich, da ist gewiss für jeden etwas dabei. Während ich Juliette recht anstrengend fand mit ihrem teils diffusem Verhalten, so war Manon für mich eine Grande Dame, die man einfach nur bewundern kann. Trotz ihrer Erfahrungen, die sie im Leben machen musste, hat sie ihren Lebensmut, ihre Warmherzigkeit und Lebensfreude nie verloren. Mit ihr wäre ich sehr gern befreundet, eine Frau mit der man gewiss über alles plaudern kann und gute Ratschläge erhält.

Normalerweise mag ich es in Romanen gar nicht, wenn fremdsprachige Begriffe oder Sätze im Text mit eingebaut sind, weil man oft den Zusammenhang dann nicht versteht, wenn man die Sprache nicht oder nur wenig beherrscht. Hier war es jedoch sehr passend, weil es das französische Flair zusätzlich unterstreicht und sich die Bedeutung ohne Weiteres aus dem Kontext entnehmen lässt.

Wer sich eine Reise in die Stadt der Liebe nicht leisten kann, dem gelingt es mit diesem Roman das kostengünstig zu ändern.

Fazit: Mich hat der Roman vollends überzeugen können, weshalb ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen kann. Klasse!

Bewertung: 5/ 5 Sternen

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Rezensionslinks:

Amazon: https://www.amazon.de/review/R840U6J9IDZZW/ref=cm_cr_rdp_perm

Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/2015/08/rezension-natalie-simon.html

Goodreads: https://www.goodreads.com/review/show/1368951825?book_show_action=false

Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/autor/Natalie-Simon/Das-Lied-des-blauen-Mondes-1157709752-w/rezension/1177912117/

Wasliestdu: http://wasliestdu.de/rezension/eine-zauberhafte-reise-nach-paris

Literaturschock- Hauptseite: nicht gepflegt

Literaturschock- Forum: http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,37719.msg863611.html#msg863611
"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

Offline Gaby

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Juliette Blandfort und ihr Partner Guy Rousseau, die zusammen in einer kleinen Möbelwerkstatt Möbel restaurieren, haben Ärger: Ihr Mietvertrag wird gekündigt und sie sollen ihre Werkstatt und ihre darüber liegenden Wohnungen verlassen. Da meldet sich Juliettes Tante Manon Monnier, eine ehemalige Chansoniere, die zur Testamentseröffnung nach Paris kommt. Ihr ehemaliger Kollege und Liebhaber Jean-Claude Valadon ist tot...

Katrin Traoré und Tania Schlie, die beiden Autorinnen nehmen mit auf eine Reise in das Paris der 60ziger Jahre, in eine Zeit, als Manon hier ihren Lebensmittelpunkt hatte und in die Jetztzeit, wo sich Manon und ihre Nichte Juliette treffen. Dieses Zusammenspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gelingt den Beiden außerordentlich gut. Da ich Paris schon einige Male besucht habe, bin ich auf einigen Spaziergängen in Gedanken mit dabei. Bei den bildhaften Beschreibungen habe ich ganz klare Bilder vor meinen Augen. Der leichte und lockere Erzählstil macht das Lesen zu einem Genuss und die überschaubar kurzen Artikel kommen meinem Leseverhalten sehr entgegen.

Die Personen, besonders Manon, Juliette, Gerard und Jean-Claude sind so farbenfroh und natürlich gezeichnet, dass ich sie mir sehr gut vorstellen kann und sie sich sofort in meinem Kopf eingenistet haben. So kann ich gut verstehen und nachvollziehen, warum sich Juliette in Gerard verliebt. Aber auch die anderen "Mitwirkenden" sehe ich vor meinem geistigen Auge vor mir.

Ich tauche ein in die Welt der Möbelrestauration; das Leben in einem Pariser Viertel, das der Modernisierung zum Opfer fallen soll und lerne einiges über die Kriegswirren des 2. Weltkrieges, in dem es besonders die französischen Frauen, die sich mit deutschen Soldaten eingelassen haben, nicht leicht hatten.

Besonders gut gefallen hat mir, dass immer wieder französische Worte in die Erzählung eingebaut sind, die sich, auch wenn man kein französisch spricht, sehr gut aus dem Text erschließen lassen. Die 15 Chansons über die Liebe zum Schluss der Geschichte finde ich sehr gut und inspirierend.

Mein Fazit:

Eine ganz besondere Liebesgeschichte, die an Tiefe besticht und aus der Vielzahl anderer Romane in ganz besonderer Weise heraus ragt. Ich hatte ein paar wunderschöne Lesestunden und kann das Buch nur empfehlen.


Meine Rezension habe ich schon vor einiger Zeit bei lovelybooks, was liest du, amazon, Hugendubel, Weltbild, Thalia und Bücher.de eingestellt; und nun auch noch bei Literaturschock.


« Letzte Änderung: 21. August 2015, 19:11:55 von Gaby »

Offline Annette B.

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Hinter den Kulissen von Paris….

Hier wird auf zwei Zeitebenen,  die Geschichte von Manon und ihrer Nichte Juliette erzählt, die beide in Paris ihrer großen Liebe begegnen.
Manon wächst nach dem Krieg bei ihren Großeltern auf und träumt davon Sängerin zu werden. Sie geht nach Paris und begegnet dort ihrer großen Liebe Jean Claude.

Juliette ist die Nichte von Manon und arbeitet in Paris in einer kleinen Werkstatt.
Als Manon nach vielen Jahrzehnten nach Paris zurückkehrt, nimmt sie Kontakt zu ihrer Nichte auf.

So nach und nach erzählt Manon ihre Geschichte. Man bekommt als Leser Einblicke in eine wundervolle Liebesgeschichte die von der Musik und dem Pariser Flair getragen wird.
Mit einem leichten und atmosphärisch dichten Schreibstil, entführt die Autorin Frau Simon, den Leser in die Zeit der 60ziger Jahre in Paris.

Die Handlung in der Gegenwart erzählt von Julietts Leben, die mit dem Bauwahnsinn der Investoren und einer gescheiterten Beziehung kämpfen muss.
Während Manon zu einer >Gand Dame< der französischen Musik gereift ist, vermisste ich als Leser bei Juliette doch hin und wieder ein vernünftiges Verhalten.
Juliette hat mich mit ihrem Handeln nicht immer überzeugen können. Obwohl sie fast 40 Jahre alt ist, reagiert sie manches mal wie ein Teenager.

Das tut dem Lesegenuss jedoch keinen Abbruch, denn es gibt auch noch viele Nebenfiguren, deren Geschichte mit Humor und einem Augenzwinkern erzählt wird.
Beim Lesen wird man von Manons Charme und der Musik verzaubert.
Aber auch die Beschreibungen von der Stadt Paris ziehen den Leser immer mehr in seinen Bann und man lacht und leidet mit den beiden Frauen.
Es ist wirklich eine wunderschöne Stimmung in dieser Handlung und diese zauberhafte Atmosphäre fesselt den Leser, sobald er die Nase ins Buch steckt.

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist eine angenehme Lektüre für einen Sommertag im Liegestuhl.

Meine Rezension erscheint:

Amazon de

Buchcouch

Steffis Bücherkiste


« Letzte Änderung: 27. August 2015, 16:46:25 von Annette B. »
Fürchte nicht den wahren Feind der dich angreift.
Fürchte den falschen Freund der dich umarmt.

Offline Natalie Simon

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Vielen Dank für eure Rezensionen! Ihr wisst,wie wichtig sie für uns Autorinnen sind. Uns haben eure Kommentare zum Nachdenken, Nachlesen, Überdenken angeregt, und sie haben uns gefreut und Mut gemacht. Denn der nächste Roman von Natalie Simon ist in Arbeit. Er wird wieder in Paris spielen, daneben im Limousin, einem Landstrich im Süden Frankreichs, der nicht besonders bekannt, aber dennoch sehr interessant ist. Und es geht um die Liebe. Drei Frauen einer Familie erleben sie auf ihre ganz eigene Art ...
Weitere Infos findet ihr auf unserer Facebookseite https://www.facebook.com/pages/Natalie-Simon/1588458458085916.
Ganz herzliche Grüße und hoffentlich bis bald, Natalie

Offline Delena

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Hier nun auch meine Rezension  :winken:

Zum Buch

Juliette und ihr lebenserfahrener Partner Guy restaurieren in einer kleinen Werkstatt in der Pariser Altstadt Möbel. Nicht nur, dass Juliette sich gerade von ihrem Freund getrennt hat, jetzt wird auch noch der Mietvertrag für die Werkstatt gekündigt und Tante Manon kündigt ihren Besuch an.
Manon muss in einer Erbschaftsangelegenheit zur Testamentserföffnung nach Paris kommen und Juliette soll sich während des Aufenthaltes um sie kümmern, dabei kennt sie sie doch gar nicht richtig.

Meine Meinung

Das Autorinnenduo Katrin Traoré und Tania Schlie veröffentlichen hier ihren ersten gemeinsamen Roman. Man merkt beim Lesen des Buches, welche besonderen Beziehung die beiden zur Stadt der Liebe haben. Der Leser wird entführt in das ganz besondere Pariser Flair. Man riecht förmlich das frische Baguette und möchte sich eigentlich zu Juliette in ein  kleines Café setzen oder mit ihr an der Seine entlang spazieren.

Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt, in der Gegenwart erfährt man die Geschichte von Juliette, ihre Wünsche, Hoffnungen, Romanzen und was ihr auf dem Weg zur wahren Liebe so alles passiert.

Mit der Anreise von Manon reist man zurück in das Frankreich zur Zeit des zweiten Weltkrieges und man liest über das damalige Leben und mit welchen Anfeindungen Französinnen zu kämpfen hatten, die sich mit den deutschen Soldaten angefreundet haben. Manon ist das Kind aus einer solchen Beziehung und findet später in Paris als Chansonsängerin in dem Pianisten Jean-Claude ihren Seelenverwandten.
Jean-Claude ist nun verstorben und im Rahmen der Testamentseröffnung erinnert sie sich an die Momente in ihrer Vergangenheit, die ihr späteres Leben geprägt haben.

So elegant Manon in ihrem Äusseren und im Umgang mit den Herren ist, die sie umgarnen, so unreif reagiert Juliette in einigen Situationen.

Das Buch liest sich so leicht wie eine Brise. Eine wunderbare Liebesgeschichte, die einen den Alltag für eine Zeit vergessen lässt.

Rezensionslinks

http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php?topic=37719.msg865641#msg865641

https://www.amazon.de/review/R1OL07LI49B7OW/ref=cm_cr_rdp_perm

https://www.weltbild.de/artikel/buch/das-lied-des-blauen-mondes_19912331-1#comments


« Letzte Änderung: 11. September 2015, 12:15:12 von Delena »
Liebe Grüße
Claudia

 

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