Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 1276 mal)

Offline dubh

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Denkt bitte daran, dass Eure Rezensionen eine Art "Gegenleistung" für die Freiexemplare der Verlage sind. Es wäre deshalb schön, wenn sich hier möglichst alle beteiligen - ebenso ist ein Fazit zur Leserunde (gerne auch eines der Autorin) immer interessant.

Bitte vermeidet Spoiler und komplette Zusammenfassungen des Inhalts in den Rezensionen, da diesen Thread vielleicht auch Leute lesen, die Constanze Wilkens Buch nicht gelesen haben, es aber noch tun wollen!

Außerdem wäre es sicherlich für Constanze Wilken sowie ihren Verlag Goldmann, der uns freundlicherweise Freiexemplare spendiert hat, schön, wenn Ihr Eure Rezensionen nicht nur hier, sondern auch auf anderen Internetseiten, Blogs und so weiter einstellen mögt.
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline Lerchie

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August 2002. Simon hatte sich mit jemandem am Morlan House verabredet. Denn hier sollte einmal der Heilige Gral aufbewahrt worden sein, und Simona war auf solche Geschichten aus.  Die Artus-Sage und die Legende vom Heiligen Gral hatten es ihm angetan.  Er war noch etwas zu früh und sah sich die Umgebung an. Dann ging er zurück zum Haus wo seine Verabredung vielleicht schon wartete…
Ally Carter arbeitete beim Inside-Travel-Magazin. Ihr Chef hatte einen neuen Auftrag für sie, doch diesen Auftrag wollte, nein eigentlich konnte sie ihn nicht übernehmen. Denn dort war ihr Bruder Simon vor 10 Jahren ertrunken und sie gab sich die Schuld daran. Sie konnte dort nicht hin. Doch ihr blieb nichts anderes übrig, als mit ihrem Kollegen Nick, dem Fotografen, nach Cardigan Bay zu fahren…
War es schon in London schlimm für sie an Simon zu denken, so begegnete er ihr hier überall.  Dort traf sie auch wieder auf David, der als Architekt das Hotel, in dem sie wohnten, umgebaut hatte. Und er war mit dem Hotelbesitzer Robert und seiner Frau Paige befreundet. Den Auftrag hatten sie in ein paar Tagen erledigt. Doch Ally wollte jetzt wissen, was damals passiert war. Sie wollte es wissen, aber sie hatte Angst vor der Nähe zu David, der Nähe, die damals schuld daran war, dass sie auf ihren Bruder nicht aufgepasst, sondern auf David gewartet hatte. Auf David, der nicht kam…  Und sie hatte das Gefühl, dass ihre Eltern ihr die Schuld an Simons Tod gaben…
Ally war wieder zurückgefahren, obwohl David sie gebeten hatte, zu bleiben. David recherchierte weiter, denn er wusste, dass es für ihn und Ally nur eine Zukunft geben würde, wenn Simons Tod geklärt wäre…
.
Wer war der Mann mit dem sich Simon verabredet hatte? Warum  blieb ihr nichts anderes übrig, als den Auftrag auszuführen? Wieso kam David an dem Tag nicht zu ihrer Verabredung? Warum gaben ihre Eltern Ally die Schuld am Tod ihres Sohnes? Ally war doch selbst noch nicht erwachsen, ein Teenager! Und Simon war alt genug, um zu wissen was er tat. Würden sie Simons Tod aufklären können? Alle diese Fragen, und noch viel mehr, beantwortet dieses Buch.

Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert, keine Fragen, was sie mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Auch war bereits am Anfang eine leichte Spannung vorhanden die aber nur ganz langsam anstieg. Denn Ally Ängste erzeugten bei mir nicht unbedingt Spannung. Die kam erst so Mitte des Buches, als David nachforschte, was damals passiert war. Vorher war das Buch lediglich sehr interessant zu lesen. Doch dann kam die Spannung, die ich zu Anfang etwas vermisst hatte noch auf. Es ist das zweite Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, wobei ich sagen muss, dass mir ‚Der Duft der Wildrose‘ besser gefallen hat, weil es einfach spannender war, und zwar von Anfang an.  Und deshalb vergebe ich an dieses Buch vier Sterne,  einen Stern weniger, als an das erwähnte. Es hat mir trotzdem sehr gut gefallen und mich sehr gut unterhalten.

Edit: Ich habe meine Rezi auf folgenden Plattformen eingestellt:

http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?postid=2575741#post2575741

http://www.buechertreff.de/thread/87444-constanze-wilken-ein-sommer-in-wales/#post1667966

http://www.lovelybooks.de/autor/Constanze-Wilken/Ein-Sommer-in-Wales-1168232647-w/rezension/1186537446/

http://wasliestdu.de/rezension/wer-war-schuld-an-simons-tod

http://www.amazon.de/product-reviews/3442479622/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#R1SRQGO4EJ7OUR

Außerdem noch bei Bücher.de und Hugnedubel, da sind sie im Moment jedoch noch nicht veröffentlicht.

« Letzte Änderung: 26. August 2015, 15:57:27 von Lerchie »
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline Dreamworx

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Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Meine Rezension anbei:4

Die Wahrheit liegt in der Vergangenheit

10 Jahre ist es her, dass die damals 16-jährige Ally Carter mit ihrem 10-jährigen Bruder Simon und ihren Eltern die Ferien in Cardigan Bay/Wales verbracht hat. Während Ally sich zum ersten Mal in einen jungen Mann namens David verliebt und sich heimlich mit ihm treffen wollte, ging Simon auf eigene Faust los, um sich Morlon House anzusehen, die Attraktion des Ortes und umrankt vom Geheimnis um den Heiligen Gral. Doch Simon kommt nicht zurück, seine Leiche wird am Strand gefunden, und das Leben der Familie liegt in Trümmern.

Nun muss Ally als Reisejournalistin eine Reportage schreiben und reist mit einem Fotografen widerwillig an die Küste von Wales nach Cardigan Bay, begleitet von Ängsten und schwermütigen Gedanken. Gleich am ersten Tag begegnet ihr die Vergangenheit in Form von David, der inzwischen als Architekt dort lebt und mit dem Eigentümer des Hotels befreundet ist, in dem Ally und ihr Kollege abgestiegen sind. Zwischen Ally und David funkt es noch immer und während sie sich wieder einander annähern, beschließen sie gemeinsam, Simons mysteriösen Tod aufzuklären. Wird Ally die Geister der Vergangenheit besiegen und endlich frei von Schuldgefühlen sein können?

Constanze Wilken hat mit ihrem Buch „Ein Sommer in Wales“ einen sehr spannenden, aber auch gefühlvollen Roman um Liebe, Verrat, Freundschaft und Schuld vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, bereits ab der ersten Seite gelangt der Leser in den Bann der Geschichte und kann sich kaum von den Geschehnissen lösen. Die Handlung zieht sich über zwei Zeitebenen, die die Autorin sehr gut ineinander zu verschmelzen weiß. Die Spannung wird schon zu Beginn aufgebaut und steigert sich im Verlauf der Handlung immer mehr, wobei der Leser recht lange im Dunkeln gelassen wird, was die genauen Beweggründe sind. So kann man sehr schön seinen eigenen Gedanken und Vermutungen freien Lauf lassen und gemeinsam mit den Hauptprotagonisten ermitteln und die Lösung Stück für Stück zusammentragen. Die Landschaftsbeschreibungen sind malerisch, dabei kraftvoll und wunderbar mit der Geschichte verknüpft, so dass man fast den Wind in den Haaren und die Seeluft in der Nase spüren kann, während man die herrlichen alten geschichtsträchtigen Gemäuer im Geiste besichtigt. Die Autorin hat den Charakteren auf besondere Weise Leben eingehaucht, indem sie sie sehr detailliert und liebevoll gestaltet und ihnen durch ihre Ecken und Kanten Authentizität verliehen hat. Ally ist eine verletzliche junge Frau, die den Verlust des Bruders und das Zerbrechen ihrer Familie bis heute nicht verkraftet hat. Sie hat innerlich eine Mauer aufgebaut, damit sie niemand mehr verletzen kann. Ally ist voller Schuldgefühle, die ihr auch von ihren Eltern nicht genommen wurden, und die sie ganz allein bewältigen muss. Sie ist eine sympathische junge Frau, die all ihre Kräfte mobilisiert, um sich der Vergangenheit zu stellen in der Hoffnung, vielleicht endlich ein normales Leben zu führen. David ist ein intelligenter Mann, der seine Ferienliebe Ally nie vergessen hat, und als sie nun nach all den Jahren vor ihm steht, ist es, als hätte es die vergangenen Jahre nie gegeben. Er versucht alles, um Ally bei der Suche nach der Wahrheit beizustehen. Auch die Ortsbewohner werden in all ihrer Vielfalt sehr schön in Szene gesetzt, wobei sie dazu beitragen, den Leser auf der Suche nach der Wahrheit zu verwirren.

Constanze Wilken ist mit „Ein Sommer in Wales“ eine ganz berührende und zugleich spannende Geschichte gelungen, die man nicht aus der Hand legen kann, bis die letzte Seite gelesen ist. Eine wunderbare Lektüre, die eine absolute Leseempfehlung mehr als verdient! Chapeau!

Die Rezension ist bei

http://www.lovelybooks.de/autor/Constanze-Wilken/Ein-Sommer-in-Wales-1168232647-w/rezension/1178617247/

http://www.reliwa.de/books/571839

http://wasliestdu.de/rezension/die-wahrheit-liegt-in-der-vergangenheit

http://www.amazon.de/product-reviews/3442479622/ref=cm_cr_dp_synop?ie=UTF8&showViewpoints=0&sortBy=bySubmissionDateDescending#RSUH3KGJMJGSG

http://www.buechertreff.de/thread/87444-constanze-wilken-ein-sommer-in-wales/

veröffentlicht worden.
Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)

"Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
Albert Einstein

"Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
Oscar Wilde

Offline CWilken

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Vielen lieben Dank für eure wunderbaren Rezensionen!!!  :)
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Offline zehn123

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Ein Sommer in Wales von Constanze Wilken

Zum Inhalt:
Als Ally 16 Jahre alt ist und ihr kleiner Bruder Simon zehn, geschieht während eines Familienurlaubs in Wales etwas schreckliches. Simon, von allen liebevoll „kleiner Professor“ genannt, ertrinkt, obwohl er ein guter Schwimmer ist. Die Familie zerbricht und Ally gibt sich die Schuld am Tod ihres kleinen Bruders. Anstatt auf Simon aufzupassen, traf sich Ally heimlich mit David. Nun, zehn Jahre später, reist Ally aud beruflichen Gründen in genau diesen Ort und muss sich der Vergangenheit stellen.

Meine Meinung:
Gleich mit dem Prolog hat die Autorin es geschafft mich zu fesseln. Ich mag den Schreibstil von Constanze Wilken sehr gerne und habe mich sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut. Und meine Erwartungen sind nicht enttäuscht worden. Auch das zweite Buch der Autorin hat sich super gut lesen lassen und enthält für mich genau die richtige Mischung aus Spannung, Familiendrama und ein bisschen Liebe.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig gezeichnet. Es gibt sehr sympathische, aber auch kauzige und unsympathische Figuren in dieser Geschichte. Die Hauptcharaktere, Ally Carter, ist eine der sympathischen Figuren. Mit ihr muss man einfach mitfühlen. Die Rückkehr an den Ort der Tragödie löst in Ally viele verschiedenen Gefühle aus. Sie trifft ihre Jugendliebe David wieder und gemeinsam mit ihm, versucht sie herauszufinden, was damals wirklich geschehen ist.

Ein toller Roman und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch der Autorin.

Zur Leserunde:
Ich möchte mich ganz herzlich bedanken das ich bei der Leserunde dabei sein durfte. Das Lesen und diskutieren der Beiträge hat wieder sehr viel Spaß gemacht.

Offline nicigirl85

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Meine Meinung zum Buch:

Titel: Was damals wirklich geschah...

Der Klappentext des Buches sprach mich so derbe an, dass ich es wagte mein erstes Buch von Constanze Wilken zu lesen und ich habe es nicht bereut.

In der Geschichte geht es um die 26 jährige Journalistin Ally Carter, die einen neuen Auftrag erhalten hat, den sie auf keinen Fall ausführen kann. Sie soll über Cardigan Bay, einen walisischen Küstenort schreiben, aber hier ist das Schlimmste ihres Lebens passiert: ihr kleiner Bruder starb dort. Seitdem quälen sie Schuldgefühle und Selbstvorwürfe, doch irgendwann muss man sich wohl der Vergangenheit stellen. Kaum wieder am Ort des Geschehens entdeckt sie bei ihrer Recherche Erstaunliches. Was ist damals eigentlich wirklich passiert?

Die Ereignisse werden uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht, der alles genau im Blick hat. Das ist auch genau das wodurch dieser Roman am meisten besticht, denn ausführliche Beschreibungen der Landschaft und der Protagonisten sorgen dafür, dass man ein klares Bild vor Augen geführt bekommt. Mir hatten es gerade die Landschaftsbeschreibungen angetan, die meine Neugierde für Wales weckten.

Im Fokus steht natürlich Ally, die in meinen Augen eine tragische Figur ist, denn als junges Mädchen ist sie da in eine Sache geraten, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Als Leser konnte man sich intensiv in sie einfühlen und verstehen, warum sie so ist wie sie ist. Vor allem ihren Beweggrund nie wieder Morlan House besuchen zu wollen, war absolut klar. Die anderen Charaktere werden nicht so intensiv gezeichnet wie Ally, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Mir hat gefallen, dass der ein oder andere schon sehr ungewöhnlich war wie zum Beispiel Iorwerth.

Besonders glaubhaft dargestellt ist der Zerfall von Allys Familie aufgrund von Simons Tod. Man kann sich sehr gut vorstellen wie stark es Eltern belasten muss ein Kind so jung zu verlieren und nicht zu wissen, was da genau vorgefallen ist. Das bedrückt alle Beteiligten und sorgt für Schuldgefühle oder gar Schuldzuweisungen.

Die Auflösung des Falls kommt erst ganz zum Schluss und hat mich sehr überrascht. Man hätte darauf gewiss kommen können, aber ich hatte damit wirklich nicht gerechnet.

Der Roman bietet den perfekten Mix aus Krimi, Familiengeschichte und Liebesroman.

Fazit: Für mich die gelungene Unterhaltung für den Sommerurlaub oder um sich bei nasskalten Tagen auf dem Sofa einzukuscheln. Lesenswert, ich empfehle den Roman gerne weiter!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Rezensionslinks:

Amazon: https://www.amazon.de/review/RHSSBIL78530W/ref=cm_cr_rdp_perm

Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/2015/08/rezension-constanze-wilken.html

Godreads: https://www.goodreads.com/review/show/1376143969?book_show_action=false

Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/autor/Constanze-Wilken/Ein-Sommer-in-Wales-1168232647-w/rezension/1187145267/

Wasliestdu: http://wasliestdu.de/rezension/was-damals-wirklich-geschah

Literaturschock- Hauptseite: http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/gegenwartsliteratur/constanze-wilken-ein-sommer-in-wales

Literaturschock- Forum: http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,37836.msg864317.html#msg864317

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Mir hat die Runde auch gefallen und ich hoffe auf ein baldiges Wiederlesen mit Constanze.  :bussi:
"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

Offline CWilken

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Meine Meinung zum Buch:

Titel: Was damals wirklich geschah...

Der Klappentext des Buches sprach mich so derbe an, dass ich es wagte mein erstes Buch von Constanze Wilken zu lesen und ich habe es nicht bereut.

In der Geschichte geht es um die 26 jährige Journalistin Ally Carter, die einen neuen Auftrag erhalten hat, den sie auf keinen Fall ausführen kann. Sie soll über Cardigan Bay, einen walisischen Küstenort schreiben, aber hier ist das Schlimmste ihres Lebens passiert: ihr kleiner Bruder starb dort. Seitdem quälen sie Schuldgefühle und Selbstvorwürfe, doch irgendwann muss man sich wohl der Vergangenheit stellen. Kaum wieder am Ort des Geschehens entdeckt sie bei ihrer Recherche Erstaunliches. Was ist damals eigentlich wirklich passiert?

Die Ereignisse werden uns über einen beobachtenden Erzähler näher gebracht, der alles genau im Blick hat. Das ist auch genau das wodurch dieser Roman am meisten besticht, denn ausführliche Beschreibungen der Landschaft und der Protagonisten sorgen dafür, dass man ein klares Bild vor Augen geführt bekommt. Mir hatten es gerade die Landschaftsbeschreibungen angetan, die meine Neugierde für Wales weckten.

Im Fokus steht natürlich Ally, die in meinen Augen eine tragische Figur ist, denn als junges Mädchen ist sie da in eine Sache geraten, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat. Als Leser konnte man sich intensiv in sie einfühlen und verstehen, warum sie so ist wie sie ist. Vor allem ihren Beweggrund nie wieder Morlan House besuchen zu wollen, war absolut klar. Die anderen Charaktere werden nicht so intensiv gezeichnet wie Ally, was mich persönlich aber nicht gestört hat. Mir hat gefallen, dass der ein oder andere schon sehr ungewöhnlich war wie zum Beispiel Iorwerth.

Besonders glaubhaft dargestellt ist der Zerfall von Allys Familie aufgrund von Simons Tod. Man kann sich sehr gut vorstellen wie stark es Eltern belasten muss ein Kind so jung zu verlieren und nicht zu wissen, was da genau vorgefallen ist. Das bedrückt alle Beteiligten und sorgt für Schuldgefühle oder gar Schuldzuweisungen.

Die Auflösung des Falls kommt erst ganz zum Schluss und hat mich sehr überrascht. Man hätte darauf gewiss kommen können, aber ich hatte damit wirklich nicht gerechnet.

Der Roman bietet den perfekten Mix aus Krimi, Familiengeschichte und Liebesroman.

Fazit: Für mich die gelungene Unterhaltung für den Sommerurlaub oder um sich bei nasskalten Tagen auf dem Sofa einzukuscheln. Lesenswert, ich empfehle den Roman gerne weiter!

Bewertung: 4/ 5 Sternen

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Rezensionslinks:

Amazon: https://www.amazon.de/review/RHSSBIL78530W/ref=cm_cr_rdp_perm

Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/2015/08/rezension-constanze-wilken.html

Godreads: https://www.goodreads.com/review/show/1376143969?book_show_action=false

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Mir hat die Runde auch gefallen und ich hoffe auf ein baldiges Wiederlesen mit Constanze.  :bussi:

Vielen lieben Dank!!!! Ja, ich fühle mich auch sehr wohl hier bei euch  :) 
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Offline TochterAlice

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Hier nun auch meine Rezension - vielen Dank, dass ich mitlesen durfte:

Ein schwerer Weg nach Wales ist es, den Ally Carter aus beruflichen Gründen beschreiten muss: einer, den sie nie wieder gehen wollte. Vor zehn Jahren verunglückte dort während eines Familienurlaubs ihr kleiner, damals erst zehnjähriger Bruder Simon unter bislang ungeklärten Umständen - ein dramatischer Vorfall, der die bis dahin glückliche Familie zerstörte. Ally selbst führte seitdem ein Leben in innerer Zerrissenheit, gab sie sich doch selbst die Schuld an dem Tod ihres Bruders - eine Schuld, die weder Vater noch Mutter ihr genommen bzw. abgesprochen hatten. Schlimmer noch, aus den drei noch übriggebliebenen Familienmitglieder waren drei Einzelpersonen geworden, die kaum bzw. gar nicht mehr miteinander kommunizierten.

Nichtsdestotrotz war aus Ally eine erfolgreiche Reisejournalistin geworden - in dieser Funktion soll sie nun an den Unglücksort wiederkehren - alles Bitten etc. ist vergebens. In Wales angekommen trifft sie gleich David wieder - David, ihren Jugendflirt, mit dem sie sich traf, als Simon starb und sie ihn eigentlich hätte beaufsichtigen müssen...

Ein dramatisches Wiedersehen, doch David zeigt sich als Fels in der Brandung und versucht, gemeinsam mit Ally herauszufinden, was sich damals wirklich ereignete. Ein Unterfangen, das nicht jedem zu passen scheint, denn alsbald stellen sich ihnen Hindernisse in den Weg...

Ein spannendes und sehr unterhaltsames Buch mit kraftvoll und vielschichtig gezeichneten Charakteren. Ein richtiger Schmöker also, den man gut - wie in meinem Fall - als Urlaubslektüre verschlingen kann, auch wenn es nicht gerade nach Wales geht. Die Autorin Constanze Wilken versteht es, den Leser mitzureißen, so dass er das Buch gar nicht aus der Hand zu legen vermag und vergisst dabei auch nicht die eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen, die Lust auf eine Reise nach Wales machen.

Leider war das Ende aus meiner Sicht ausgesprochen vorhersehbar und zeichnete sich sogar im Detail schon in etwa ab der Hälfte des Buches ab, wodurch die Spannung dann doch erheblich sank. Wen das nicht stört, der darf sich auf einen absolut abgerundeten Roman ohne Längen oder Brüche freuen.

Offline CWilken

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Hier nun auch meine Rezension - vielen Dank, dass ich mitlesen durfte:
Ein spannendes und sehr unterhaltsames Buch mit kraftvoll und vielschichtig gezeichneten Charakteren. Ein richtiger Schmöker also, den man gut - wie in meinem Fall - als Urlaubslektüre verschlingen kann, auch wenn es nicht gerade nach Wales geht. Die Autorin Constanze Wilken versteht es, den Leser mitzureißen, so dass er das Buch gar nicht aus der Hand zu legen vermag und vergisst dabei auch nicht die eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen, die Lust auf eine Reise nach Wales machen.

Leider war das Ende aus meiner Sicht ausgesprochen vorhersehbar und zeichnete sich sogar im Detail schon in etwa ab der Hälfte des Buches ab, wodurch die Spannung dann doch erheblich sank. Wen das nicht stört, der darf sich auf einen absolut abgerundeten Roman ohne Längen oder Brüche freuen.

Vielen Dank fürs Mitlesen und Mitdiskutieren! Dass dich das Ende nicht ganz mit seinem Spannungselement zufrieden stellt ist schade, aber dennoch freue ich mich, dass du meine Walesbegeisterung gespürt hast und von Allys und Simons Schicksal berührt warst.  :)
croeso y cymru auf www.meinwales.de

Offline dion

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So, nun habe ich sie auch endlich geschrieben:

Inhalt:
Ally Carter arbeitet für ein Reisemagazin und bekommt einen neuen Auftrag. Sie soll nach Wales reisen und eine Story über Morlan House schreiben. Um dieses alte Herrenhaus ranken sich die Legenden um den Heiligen Gral.
Für gewöhnlich freut sich Ally über jede Reise die sie in die Welt hinaus bringt, doch dieser Auftrag ist zu viel für sie. Ausgerechnet nach Cardigan Bay soll sie reisen, einem idyllischen Landstrich der so viele Erinnerungen weckt die ihr das Herz zerreißen. Niemand in ihrem Umfeld weiß was in dem Sommer vor 10 Jahren passiert ist, außer ihrer Kollegin Meg. Noch völlig geschockt versucht sie aus der Nummer rauszukommen, doch ihr Chef ist unerbittlich. Ally hat die Wahl - entweder sie fährt nach Wales oder sie verliert ihren Job. So beißt sie in den sauren Apfel und reist mit ihrem Kollegen Nick in die Vergangenheit.

10 Jahre zuvor: Simon und seine Familie verbringen den Sommer in Wales. Wie schon so viele Jahre zuvor, zieht es auch in diesem Jahr die Familie Carter in die kleine Stadt Aberaeron. Simon ist 10 Jahre alt und ein kleiner Historiker. Ihn interessiert fast alles und natürlich hat es ihm die Geschichte um den Heiligen Gral angetan, die sich um diesen Ort rankt. Während Ally mit ihren 16 Jahren lieber den Strand und die Sonne genießt. Doch sie liebt ihren Bruder sehr und lässt sich von ihm zu allem möglichen überreden. Bei einem Ausflug lernt sie so David kennen. Der schmucke Student hat es ihr sofort angetan.

Als Ally und Simon einen Nachmittag getrennt verbringen passiert das Unglück - Simon ertrinkt. Während Ally eine Verabredung mit David hatte, wollte Simon sich Marlon House von jemandem zeigen lassen. Doch wenig später wird seine Leiche am Strand gefunden. Für Ally und ihre Familie bricht die Welt zusammen. Ally fühlt sich schuldig und ihre Eltern geben ihr das Gefühl, dass auch sie ihr die Schuld an Simons Tod geben. Die Familie zerbricht an der Tragödie. Doch auch Jahre später ist nicht klar, warum Simon ertrunken ist. Er war ein ausgezeichneter Schwimmer und wollte sich doch eigentlich ein Haus anschauen. Was machte er dann im Wasser?

Als Ally nun wieder zurück nach Wales kommt, brechen die Erinnerungen über sie herein. Spätestens als sie auf David trifft brechen die Dämme. Und auch David knabbert nach wie vor an der Geschichte. Er will Ally helfen. Vielleicht kann er herausfinden was damals wirklich geschehen ist. Und auch Ally versucht ihr Trauma zu verarbeiten. Doch in diesem kleinen Ort ist nichts wie es scheint und so mancher Bewohner hat Dreck am Stecken.

Meinung:
'Ein Sommer in Wales' ist mein erster Roman von Constanze Wilken und ich fand ihn wirklich toll. Ihr Schreibstil ist wunderbar und während des Lesens hatte ich den Geruch von Meerwasser in der Nase und das Wellenrauschen im Ohr. Ganz große Klasse. Ich habe das Buch fressen mögen, aber da ich es in einer Leserunde gelesen habe, musste ich mich bremsen. So hatte ich länger etwas davon.

Ally und David sind hier die Hauptcharaktere und beide sind mir recht schnell ans Herz gewachsen. Sie sind authentisch und gut gezeichnet. Auch die Nebencharaktere kann man gut einordnen, auch wenn hier natürlich Überraschungen das Feuer am Laufen halten. Die Geschichte wird am Anfang in zwei Zeitzonen erzählt. Erst lernen wir Simon kennen und dann gibt es einen Sprung in die Gegenwart und wir lernen Ally und ihr Leben kennen. Immer wieder wenn sich ein Stückchen ergibt, gibt es einen kleinen Part aus der Vergangenheit. Das finde ich sehr gut gelöst. So wird die Geschichte nicht langweilig.
Allerdings fängt erst ab der Hälfte wirklich der Teil an in dem in der Vergangenheit gebuddelt wird. Das hätte ich mich schon etwas früher gewünscht.

Die Lösung am Ende fand ich gut, herzerwärmend und einfach gelungen. Ein tolles Buch, das mich nun davon träumen lässt nach Wales zu reisen.

Einen ganz lieben Dank an das Team von www.leserunden.de und dem Goldmann-Verlag für die schöne Leserunde und das Rezensionsexemplar.

Vielen Dank an euch  :-* :winken:
Die Rezension geht am 17.09. hier online: http://www.buchjunkies-blog.de
Ich werde sie noch auf Amazon, lovelybooks, goodreads, BücherTreff.de und im Bloggerportal veröffentlichen.

Offline JanaBabsi

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10 Jahre danach

Die 26jährige Ally Carter arbeitet als Reisejournalistin beim Inside-Travel-Magazin. Soeben hat sie von ihrem Chef einen neuen Auftrag bekommen aber Ally kann und will diesen Auftrag nicht annehmen. Alles, aber bitte nicht das. Leider fragt ihr Chef sie nicht nach ihren Beweggründen sondern setzt Ally unter Druck. Also fährt sie, gemeinsam mit Kameramann Nick, nach Wales um dort über die Cardigan Bay zu schreiben .... dem Ort, an dem vor 10 Jahren ihr jüngerer Bruder Simon verunglückt ist.

Auch wenn es für Ally ein qualvoller Job werden wird, so gibt er ihr die Möglichkeit herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Denn obwohl Simon ein hervorragender Schwimmer war, ist er ertrunken.

Ally muss sich nun der Vergangenheit stellen und der Schuld, die sie sich am Tod ihres Bruders gibt. Wird sie herausfinden, was damals wirklich passiert ist?

"Ein Sommer in Wales" ist das erste Buch von Constanze Wilken, das ich gelesen habe.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet.

Mit Ally hat Constanze Wilken eine Protagonistin geschaffen, mit der man als Leser mit leidet. Sie hat vor 10 Jahren ihren kleinen Bruder verloren, weil sie sich lieber mit einem Jungen getroffen hatte, statt Simon zu beaufsichtigen. Am Tod ihres Bruders ist die Ehe ihrer Eltern gescheitert, aber auch zwischen Ally und ihren Eltern ist kaum noch ein Verhältnis vorhanden denn auch sie machen Ally verantwortlich für das, was damals passiert ist. Ally muss alleine mit ihren Schuldgefühlen klar kommen.

Im Hotel trifft Ally auf David. Zuerst möchte sie nichts mit ihm zu tun haben, denn David ist der Grund, weswegen sie damals Simon sich selbst überlassen hat. Zwischen ihnen stehen all die unbeantworteten Fragen und nach wie vor knistert es, wenn sie sich begegnen. Als David anfängt den Tod von Simon zu hinterfragen und auf eigene Faust zu recherchieren, kann Ally ihm nicht mehr aus dem Weg gehen.

Auch die Nebenprotagonisten wie Robert und Paige, Connor, Tom, Owen, Jerry und Dotti sind allesamt sehr gut beschrieben. Hinter der ein oder anderen Figur verbirgt sich jedoch etwas anderes als man auf den 1. Blick als Leser vermutet.

Die Schauplätze in Wales sind wunderbar beschrieben und wecken die Reiselust in mir.

Das nachfolgenden Buch "Sturm über dem Meer", welches im Dezember 2015 erscheint, steht schon auf meiner Wunschliste.

Herzlichen Dank an Constanze Wilken, für die Begleitung der Leserunde und Danke auch an den Goldmann-Verlag für das Rezensions-Exemplar.

https://buechersindfliegendeteppiche.wordpress.com/2015/09/08/ein-sommer-in-wales-constanze-wilken/

http://wasliestdu.de/rezension/10-jahre-danach

http://www.lovelybooks.de/autor/Constanze-Wilken/Ein-Sommer-in-Wales-1168232647-w/rezension/1189999946/

https://www.amazon.de/review/R1RHPG3NJX6TDS/ref=pe_1604851_66412761_cm_rv_eml_rv0_rv

http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Sommer-in-Wales-Roman/Constanze-Wilken/e427699.rhd (wartet auf Freischaltung)
« Letzte Änderung: 08. September 2015, 12:27:20 von JanaBabsi »
Viele Grüße
Babsi

Ein Hund ist wie ein spannendes  Buch, doch was nützt einem Analphabeten das spannendste Buch

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Offline Lerchie

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Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch für die schöne Leserunde bedanken. Und beim Verlag natürlich für das schöne REzensionsexemplar. Die Runde hat mir sehr viel Spaß gemacht und wenn wir das nächste Buch von Constanze hier wieder lesen, bin ich bestimmt auch wieder dabei, Vielen Dank!
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline CWilken

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Ihr Lieben,

ganz herzlichen Dank für die schöne Leserunde, den netten Austausch und eure Rezensionen!
Ich freue mich auf den Februar und wünsche euch bis dahin alles Gute und vergnügliche Lesestunden! :lesen:

Jetzt heißt es Kofferpacken und Kladde einstecken, um die neuen Ideen zu notieren - das mache ich übrigens ganz altmodisch in meinem Notizbuch.

 :winken:
croeso y cymru auf www.meinwales.de

Offline JanaBabsi

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Ich freue mich auf den Februar und wünsche euch bis dahin alles Gute und vergnügliche Lesestunden! :lesen:

Gleichfalls - und zusätzlich noch viele gute Inspirationen für neue Bücher :daumen:
Viele Grüße
Babsi

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Offline dubh

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Oh je, hier bin ich extreme Nachzüglerin. :-[ Nichtsdestotrotz hier noch meine Rezension.


August 2002 an der walisischen Küste. Simon, ein wissbegieriger, sehr intelligenter Junge trifft sich mit einer unbekannten Person am Morlan House. Dort wurde - so will es eine Legende - einmal der Heilige Gral aufbewahrt und Simon interessiert sich für diese Geschichte. Doch am Ende des Tages ist klar, dass Simon im Meer ertrunken ist. Seine ältere Schwester Ally fühlt sich seitdem schuldig, denn sie hatte an diesem Nachmittag die Verantwortung für ihren Bruder, hat sich aber stattdessen lieber verabredet...
Zehn Jahre später arbeitet Ally in London bei einem Reisemagazin und erhält von ihrem Chef den Auftrag, gemeinsam mit Fotograf Nick nach Cardigan Bay zu fahren und eine Reportage zu schreiben. Ally sträubt sich mit Händen und Füßen - immerhin reißt dieser Ort alte Wunden auf und verstärkt ihr Schuldgefühle noch mehr. Schlussendlich bleibt Ally aber nichts anderes übrig und so macht sie sich mit Nick auf den Weg nach Wales.
Vor Ort ist Ally gefangen in ihren Selbstvorwürfen - alles erinnert sie an Simon und fördert dieses üble Gefühl, dass ihre Eltern sie für dessen Tod verantwortlich gemacht haben und letztlich auch die Ehe daran zerbrach. Und als wäre das nicht schon genug, begegnet Ally in ihrem Hotel auch noch David. Der David, der damals nicht zur Verabredung erschienen ist - an dem Nachmittag, an dem Simon ertrunken ist.
Doch Ally stellt sich nun der Vergangenheit und erfährt ganz allmählich durch ihre Recherchen und Gespräche Dinge, die sie nicht für möglich gehalten hätte. Was ist damals, im Sommer vor zehn Jahren, eigentlich geschehen? Warum ist Simon, der als extrem guter Schwimmer galt, eigentlich ertrunken? Selbst wenn man die starke Strömung berücksichtigt: hätte der kluge Junge dies nicht wissen können? Und mit wem hat er sich zuvor eigentlich verabredet?
Auch David, der zwischenzeitlich als Architekt arbeitet und Mitbesitzer des Hotels ist, in dem Ally nächtigt, beginnt nun Nachforschungen anzustellen...

Der Autorin Constanze Wilken ist hier ein toller Roman gelungen, der mit wunderschönen Landschaftseindrücken, einer berührenden Vergangenheitsbewältigung, einer knisternden Liebesgeschichte und guten Krimi-Elementen glänzt. Besonders gelungen fand ich die emotionalen Schilderungen, die tief in Ally blicken lassen. Ich fand es einigermaßen schockierend, wie ein Mädchen mit seinen Schuldgefühlen alleine gelassen wurde... Umso besser, dass sie sich zehn Jahre später endlich stellen muss und von unerwarteter Seite Unterstützung bekommt. Dabei kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, denn was tatsächlich mit Simon geschehen ist, erfährt man erst relativ zum Schluss. Zumal mich die Auflösung - trotz gewisser Vorahnungen - durchaus überrascht hat! Die sich anbahnende Liebesgeschichte ist für mich dann noch das i-Tüpfelchen, das aus "Ein Sommer in Wales" für mich ein Wohlfühlbuch gemacht hat.

Fazit: Ein sehr unterhaltsames, spannendes und berührendes Buch, das mich von Wales hat träumen lassen.


Herzliche Grüße
Tabea


Edit - die entsprechenden Links:
http://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R1OZRPU7MP895Y/ref=cm_cr_pr_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3442479622
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,37836.msg872128.html#msg872128
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/gegenwartsliteratur/constanze-wilken-ein-sommer-in-wales
http://www.lovelybooks.de/autor/Constanze-Wilken/Ein-Sommer-in-Wales-1168232647-w/rezension/1202834665/
https://www.goodreads.com/review/show/1430464997
« Letzte Änderung: 01. November 2015, 14:08:36 von dubh »
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

 

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