Autor Thema: Leserundenfazit und Rezensionen  (Gelesen 919 mal)

Offline Rosenprinzessin

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind Eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass Ihr zum Abschluß zeitnah Euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

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Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch lesen wollen!
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Offline Buecherlabyrinth

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Es hat Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Danke für die Begleitung der Leserunde.  :)

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Oberkommissarin Nola van Heerden wird zu einer Toten gerufen, die an einem einsamen Badesee aufgebahrt wurde. Sie hat ein Brautkleid an, neben stehen Blumen und brennende Kerzen. Schnell findet Nola heraus, dass es sich bei der Toten um ein gehörloses Mädchen handelt, das bereits vor vier Jahren verschwunden ist.

Sehr anschaulich wird das Dorf Martinsfehn und seine skurillen Einwohner beschrieben: einsame Menschen, die sich komplett abkapseln, ältere Damen, die ihre Nachbarn ständig heimlich im Auge halten und ein Dorfwirt, der sich nichts entgehen lässt. Natürlich sind die Einwohner, sogar manche Polizisten überzeugt, dass in ihrem ruhigen Dorf kein Mörder umherläuft. Doch als wenig später ein weiterer Toter aufgefunden wird, bekommen verschiedene Menschen es mit der Angst zu tun, mit Todesangst, doch wer dunkle Geheimnisse vor der Oberkommissarin verbergen möchte, der tut alles, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Denn die Oberkommissarin Nola ermittelt sehr eifrig und mit viel Ehrgeiz, lässt sich weder einschüchtern noch durch arbeitsunwillige Kollegen aufhalten.

Es gibt viele Wendungen, immer wieder musste ich meine Spekulationen in andere Richtungen lenken, aber zum Schluss hat sich alles ganz logisch aufgelöst. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, von diversen Einwohnern wie zum Beispiel der Blumenverkäuferin über Renke, dem Polizisten mit einem Alkoholproblem, bis zu Nola der Hauptkommissarin.

"Die stille Braut" ist ein unterhaltsamer und spannender Krimi zum Mitraten, den ich sehr gerne gelesen habe und genauso gerne weiterempfehle.

http://dasbuecherlabyrinth.blogspot.lu/2015/10/die-stille-braut-barbara-wendelken.html
http://www.lovelybooks.de/autor/Barbara-Wendelken/Die-stille-Braut-1125791660-w/rezension/1198757654/
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/barbara-wendelken-die-stille-braut
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,38182.msg869066.html#msg869066
und bei Amazon kommt noch.
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2015, 16:01:57 von Buecherlabyrinth »

Offline Gaby

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Liebe Karin, vielen Dank, dass ich auch bei dieser spannenden und interessanten Leserunde dabei sein durfte;
liebe Barabara, vielen Dank, dass Du uns durch dieses tolle Buch begleitet hast.

Oberkommissarin Nola van Heerden der Kripo Leer wird an einen See in der Nähe von Martinsfehn gerufen. Hier haben Waldarbeiter eine junge Frau aufgebahrt gefunden. Wie sich herausstellt, gilt diese junge gehörlose Frau seit 4 Jahren als vermisst. Nola beginnt mit ihren Ermittlungen und stößt auf Ungeheuerlichkeiten und auf Versäumnisse der ersten Ermittlungen von vor 4 Jahren. Mittendrin ein Mann, zu dem sie sich ihrer Gefühle nicht sicher ist.

In Martinsfehn war ich im vergangen Jahr schon einmal bei Er ist,unten dabei und daher kenne ich einige Protagonisten bereits. Hier lerne ich Nola van Heerden und Renke Nordmann noch besser kennen. Auch in diesem Fall arbeiten die Beiden zusammen, was nicht immer ohne Ärgernisse abläuft.
Auch die anderen Protagonisten haben ihre Stärken und Schwächen, wie im richtigen Leben und ich habe mich gleich gut als Beobachterin in die Dorfgemeinschaft einfügen können. Auch meine Sympathien und Antipathien habe ich gut verteilen können. Ganz besonders aus Herz gewachsen ist mir eine alte Dame, die ganz allein in ihrem Haus lebt - Renkes Tante Meta.

Der Fall an sich, der aus einer Vermisstenanzeige von vor 4 Jahren resultiert und durch den Fund der jungen Frau erneut aufgerollt wird, ist erschütternd und aufrüttelnd zugleich. Hätte man früher hingeschaut, wäre vielleicht manches nicht passiert. So muss die Kripo sich auch noch mit drei ermordeten Männern rumschlagen. Die Geschichte ist absolut logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Durch immer wieder neue Ermittlungserkenntnisse komme ich von einem Verdächtigen zum andern - aber zu keinem abschließenden Ergebnis. Zum Schluss haben sich dann alle Knoten aufgelöst und alle Fäden laufen zusammen. Obwohl absolut nachvollziehbar, hatte ich mit diesem Ende bzw. der Aufklärung nicht gerechnet.
Die Autorin versteht es sehr gut, den Spannungsbogen konstant hoch zu halten, was mich Mühe gekostet hat, das Buch nicht in einem Rutsch durch zu lesen.

Ich war mittendrin in einer nicht alltäglichen Geschichte, die mir spannende Lesestunden beschert hat und werde das Buch gerne weiter empfehlen.   


Meine Rezension werde ich auch bei Literaturschock, lovelybookern, was liest du, Thalia, Amazon, Hugendubel, Weltbild und Bücher.de einstellen.



Offline Barbara Wendelken

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@Buecherlabyrinth

Ich danke dir für die tolle Rezension. Schön, dass mein Buch dir so gut gefallen hat   :)

Offline Barbara Wendelken

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Liebe Gaby,

herzlichen Dank für deine Rezension und fünf Sterne und natürlich dafür, dass du sie so weit gestreut hast  :-*


Offline TochterAlice

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Mir hat es auch gefallen - sowohl das Buch als auch die Runde hier mit Barbara - und ich bedanke mich herzlich fürs Mitlesendürfen!

Meine Rezension:

In Martinsfehn im trauten Ostfriesland ist mal wieder der Teufel los! Oder wer sonst könnte es sein, der die Leiche einer jungen Frau, eigentlich noch eines Mädchens, theatralisch in ein Brautkleid hüllt und sie aufbahrt. Es stellt sich heraus, dass es sich hier um die seit vier Jahren vermisste, gehörlose Leona handelt, die - damals erst 15jährig - ein entsprechendes Internat ganz in der Nähe des Fundortes besuchte und dann plötzlich verschwand.

Oberkommissarin Nola van Heerden macht sich an die Untersuchung - rasch stellt sich heraus, dass im Umfeld von Leona so einiges im Argen war: bei näherem Kontakt mit den besorgten Eltern stellt sich heraus, dass der Vater eine eher distanzierte und insgesamt eigentümliche Einstellung in bezug auf seine Tochter hatte. Auch eine Reihe von Dorfbewohnern verhalten sich äußerst merkwürdig und bald stellt sich heraus, dass auch in der Gehörlosenschule so einiges nicht stimmte. Und die Ermittlungen damals im Vermisstenfall vor vier Jahren sind auch nicht optimal verlaufen - Leona ist erst seit kurzem verstorben, wo, um Himmels Willen, hat sie so lange gesteckt?

Fragen über Fragen, mit denen sich Nola van Heerden auseinandersetzen muss - und nicht nur damit, sondern auch mit dem lokalen Ermittler Renke Nordmann, mit dem sie gewissermaßen eine gemeinsame Vergangenheit - bzw. zumindest Ansätze davon hat. Und auch die anderen näheren und entfernteren Kollegen sind nicht gerade unkompliziert!

Autorin  Barbara Wendelken gibt einen Einblick in dörfliche Strukturen, der mir als Städterin Schauer über den Rücken jagt: dort sind wahrlich die eigentümlichsten Gestalten versammelt: von Lustmolchen über verblühte Pummelchen bis hier zur neugierigen Oma gibt es hier wirklich alles - und alle scheinen sie mit dem Fall zu tun zu haben!

Ein Krimi also, an den man sich heranwagen sollte, wenn man es spannend und beschaulich zugleich mag und regionalen Ansätzen nicht abgeneigt ist. Ich jedenfalls freue mich schon auf den nächsten Band mit Nola und ihren Kollegen!

Offline Barbara Wendelken

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@ Tochter Alice

Herzlichen Dank für deine tolle Bewertung. Die Fortsetzung wird auf jeden Fall folgen. Und dann ... nee, sag ich noch nicht  ;)   

Offline Rosenprinzessin

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Auch von mir ein großes "Dankeschön"; es hat sehr viel Spaß gemacht, mit Euch zu lesen!   :winken:
Auch lieben Dank für Deine Begleitung hier, liebe Barbara! Ich hoffe, wir wiederholen das  ;D

Zum Buch:

Martinsfehn in Ostfriesland: An einem Badesee wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Vor vier Jahren ist die Tote aus einer Internatsschule für Gehörlose verschwunden. Wo war sie in den letzten vier Jahren, und wer hat ihre Leiche wie eine Braut hergerichtet? Oberkommissarin Nola van Heerden nimmt die Ermittlungen auf und entdeckt dabei düstere Geheimnisse.

Mein Leseeindruck:

Das Buch ist bereits der zweite Band einer Reihe, wobei ich aber denke, dass man dieses Buch auch durchaus ohne Vorwissen gut lesen kann.
Ich habe mich sehr gefreut, wieder auf Nola und ihren Kollegen Renke zu treffen. Der Fall, den die beiden hier zu bearbeiten haben, ist sehr düster und tragisch und auch sehr spannend! Ich mochte das Buch bald gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Handlung ist sehr durchdacht, sehr schlüssig und nachvollziehbar. Auch die Figuren wirken authentisch und echt. Ich konnte mich in die Geschichte hineindenken und war "mittendrin" dabei.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen und fesselnden Schreibstil. Ich bin sehr froh, dass die Reihe weitergeführt wird und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Nola und Renke!

"Die stille Braut" kann ich auf jeden Fall uneingeschränkt weiterempfehlen! Es ist ein sehr spannender, authentischer und packender Kriminalroman, der außerdem viel ostfriesischen Lokalkolorit zu bieten hat.
Lesen aus Leidenschaft

Offline Barbara Wendelken

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Liebe Rosenprinzessin,

auch dir großen Dank für dein positives Fazit. Es wird einen dritten Band geben und gern auch eine neue Leserunde  :)

Ich möchte euch allen herzlichen danken. Es war spannend, in Gedanken eure Reise nach Martinsfehn zu begleiten. Ich freue mich, dass er mir gelungen ist, euch mit meiner Geschichte zu unterhalten, an der einen oder anderen Stelle in die Irre zu führen und mit dem Ende zu überzeugen.

Das war ein schweres Stück Arbeit. An diesem Buch, an dem ich mehr als Jahr gearbeitet habe, bin ich manchmal schier verzweifelt. In der Mitte war ich überzeugt, dass es ich nie vernünftig zu Ende kriege.

Deshalb kann ich eure tollen Rezensionen ganz besonders genießen.

Ich danke euch allen  :bussi:

Offline dubh

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Hallo zusammen,

mein Fazit stand ja noch aus, was ich nun unbedingt noch nachholen möchte. Außerdem möchte ich auch noch ein dickes Dankeschön an Barbara loswerden: toll, dass Du uns so ausführlich begleitet hast! Hoffentlich lesen wir uns mit dem dritten Teil wieder. :winken:


"Die stille Braut" ist der zweite Fall um die Oberkommissarin Nola van Heerden, die hier nach einer Verletzung ihren Dienst wieder aufnimmt. Und gleich die erste Ermittlung nach ihrer Genesung führt sie nicht nur nach Martinsfehn, sondern hat es in sich: eine junge Frau wird tot aufgefunden. Von zwei Gemeindemitarbeitern morgens in der Kälte gefunden, bietet die Tote einen überraschenden Anblick, denn sie ist beinahe liebevoll als Braut zurechtgemacht worden. Noch rätselhafter wird der Leichenfund jedoch, als sich herausstellt, dass es sich bei dem Opfer um Leona handelt - ein Mädchen, das vor vier Jahren spurlos aus einem Internat für Gehörlose verschwunden ist. Nola übernimmt den Fall und bekommt es somit indirekt auch wieder Renke Nordmann zu tun, der Ermittler, der den damaligen Vermisstenfall bearbeitet hat...

Den ersten Fall, der ebenfalls in Martinsfehn spielt, kannte ich nicht und trotzdem habe ich gut in die Geschichte gefunden. Lediglich die Vorgeschichte von Nola, die mit einer schweren Verletzung zusammenhängt, hat sich mir nicht erschlossen - ebenso das angespannte Verhältnis zu Renke. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn für die Handlung ist dies meines Erachtens nicht wichtig, da alle Personen und Entwicklungen trotzdem sehr gut verständlich sind.

Und damit komme ich auch schon zum ersten - für mich wichtigen - Punkt, den Figuren. Die Autorin Barbara Wendelken lässt diesen viel Raum, schildert sie sowohl äußerlich als auch charakterlich so, dass ich bald meinte, sie zu kennen und auch ein bisschen einschätzen zu können. Das hat dazu geführt, dass ich mit Nola und Renke ganz gut mitfühlen konnte und beim Kreis der Verdächtigen bald die ein oder andere Vorstellung hatte... Letzteres können natürlich auch jede Menge Trugschlüsse sein, denn die Autorin schafft es, die Spannungskurve konstant hoch zu halten und die ein oder andere Finte einzubauen. Dennoch muss ich hier gestehen, dass den geübten Krimileser sicherlich die ein oder andere Vorahnung beschleicht, aber hier sind vor allem die Zusammenhänge und durchaus auch die psychologische Seite interessant.
Die andere große Stärke der Autorin sind die Schilderungen einzelner Situationen und den dazugehörigen Stimmungen. Beispielsweise beim Gespräch Nolas mit den Eltern der Toten, als die unterschiedlichen Reaktionen der beiden Elternteile beinahe zum Greifen sind. Oder aber auch bei den Begegnungen der Kripo-Ermittlerin mit dem "Dorfpolizisten" Renke, der eine ziemlich schwierige Biografie hat, die auch nur wenige Menschen unbeschadet hinter sich lassen können...Nola ist gründlich und schaut sich mögliche Zusammenhänge genau an, anders als Renke damals im Vermisstenfall. Doch darf das zum Vorwurf werden? Hätte dadurch eine weitaus schlimmere Tat, der Mord, etwa verhindert werden können? Doch nicht nur berufliche Vorwürfe stehen zwischen den beiden - Und dann taucht auch noch ein smarter Gerichtsmediziner auf...

Fazit: Ein sehr spannender, atmosphärischer Krimi, der durch einen gekonnten Blick auf seine Hauptfiguren und die dörfliche Gemeinschaft Martinfehns besticht. Gespannt warte ich auf den dritten Fall und verkürze mir die Wartezeit mit dem Nachholen von "Das Dorf der Lügen". Eine Leseempfehlung!

Herzliche Grüße
Tabea

Edit - hier noch die Links:
https://www.amazon.de/review/R1JWMCMG6PW5AK/ref=cm_cr_rdp_perm
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,38182.msg872027.html#msg872027
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/barbara-wendelken-die-stille-braut
http://www.lovelybooks.de/autor/Barbara-Wendelken/Die-stille-Braut-1125791660-w/rezension/1202745243/
https://www.goodreads.com/review/show/1429941509
« Letzte Änderung: 31. Oktober 2015, 21:20:22 von dubh »
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline Barbara Wendelken

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Liebe Tabea,

ich danke herzlich für diese tolle Rezension  :)

Mal schauen, wie dir "Das Dorf der Lügen" gefällt. In jedem Fall wirst du noch mehr über Nola und Renke erfahren.

Viel Spaß und herzliche Grüße,
Barbara


 

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