Autor Thema: Der blinde Passagier  (Gelesen 812 mal)

Offline Oliver Plaschka

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Im Endeffekt dachte ich mir, wenn es für Mr. Eliot gut genug war, wer bin ich, mich dagegen zu sträuben?

Offline Weratundrina

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Ah ja, das war eine hübsche Geschichte. Orientexpress-Geschichten... sehr schön. Man fühlte sich richtig drin in dieser gehetzten Stimmung und das ungläubige Staunen des Journalisten ist auch gut rüber gekommen.

Ich bin für Spekulationen und so ja eh viel zu spät dran.  :-[ Schade dass mein Lesen nicht so zeitnah war und ich gar nicht richtig partizipieren konnte.
Hatte die letzten Geschichten nun auch allein gelesen, weil mein Mann demotiviert war.  :-[

Ich ärger mich auch dass ich mich so wenig an Fairwater erinnere.
Aber das  muss jetzt ca. 9 Jahre her sein, ich hatte es nach deiner Lesung, Oliver, auf der RPC gekauft. Kann es sein,dass das schon 2007 war?
So ist das.... Bist du dies Jahr auch dort?
Greetz,
Weratundrina

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Offline Oliver Plaschka

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*checkt alte Termine* Fairwater auf der RPC, das war 2008. Ja krass! Schön, eine Leserin wiederzutreffen, die schon so lange dabei ist :)

Ich habe dieses Jahr voraussichtlich keine Lesungstermine mehr. Auf dem BuCon im Oktober bin ich aber als Gast. Ich muss gestehen, ich reise mich auch nicht mehr so um Termine; ich lese zwar sehr gerne, habe aber gerade in den ersten Jahren auch sehr viel Geld dafür ausgegeben, durch die halbe Republik zu fahren :) Das mache ich heute nur noch, wenn Kosten und Aufwand stimmen.

Ja, schade, dass die Teilnehmer der Leserunde wieder so weit auseinanderlagen, das klappt irgendwie nicht immer, und ich weiß auch nicht so recht, wie man das verhindern kann. Irgendwie sind es dann immer mehrere kleine Leserunden statt eine große.

Ich hoffe, dein Mann war nicht von den Texten demotiviert :) Aber es muss ja auch nicht alles jedem gefallen. Falls Du Fairwater mal wieder auffrischen magst, es gibt jetzt ja auch das überarbeitete E-Book. Wobei ich Leser, die schon mal Geld für die Print-Ausgabe ausgegeben haben, jetzt auch nichts andrehen mag. Die Geschichte ist ja immer noch dieselbe :)

Offline stefanie_j_h

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Das war eine Geschichte, die mir wieder richtig viel Spaß gemacht hat. Das Setting, die Zeit, der etwas kuriose blinde Passagier mit seiner absolut unglaubwürdigen Story...

Und egal wie unglaubwürdig die Sache mit dem Weltuntergang auch war, der Journalist hat am Ende doch ein bisschen gezweifelt. Das hat mir gut gefallen, in meiner Vorstellung ist am Ende dann aber nichts weiter passiert.

Dass den Kontinenten hier eine Persönlichkeit zugeschrieben wird ist sowohl eine interessante, als auch furchteinflößende Vorstellung. Wenn man sich überlegt, was die Kontinente alles anstellen könnten (oder auch schon gemacht haben) - Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis... Das gibt der Geschichte nochmal eine ganz andere Dimension. Wenn man so an die Naturkatastrophen der letzten Jahre denkt, sind da ein paar Kontinente offensichtlich böse auf uns und wollen Rache.

Übrigens witzig, dass gerade die Reise um die Welt in 80 Tagen erwähnt wird. Mein erster Gedanke beim blinden Passagier war, dass er es eilig hat, weil er eine gewisse Wette unbedingt einhalten muss und seine Anschlussverbindung kriegen muss...  ;D
Witzig, das habe ich mir auch gedacht!
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Offline Rhea

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Ich auch! Allerdings weiß ich nicht, ob wirklich nichts passiert. Allerdings scheint der Zeitreisende sich ja verirrt zu haben. Obwohl habe ich mich verlesen, oder habe ich überlesen, dass ihr auf die Zeitreise nicht eingeht? Irgendwie ist es doch am Ende so, dass der blinde Passagier von einer Verbindung ausgeht, die es noch nicht gibt, oder?
Ansonsten eine schöne Geschichte und auch ich mag Jules Verne und ich bin der Meinung, dass es schwer ist aus heutiger Sicht auf solche Fragen wie eine rassistische Einstellung einzugehen. Woher kommt dieses Wissen? Wie hätten  wir zu dieser Zeit gedacht ? Schließlich standen nicht so viele Informationen zur Verfügung. Soweit ich weiß hat sich JV doch auf ziemlich allen Gebieten der Wissenschaft mit dem jeweils neuesten Stand beschäftigt und leider kann ich nicht französisch, denn es sind ja wohl nicht alle Werke übersetzt.
Ich dachte es ist einfacher, das Interview nicht stattfinden zu lassen (mir war auch nicht bewußt, dass der Journalist schwarz war), als dann eventuell auch was dazu sagen zu müssen. Für die Geschichte war es ja wohl nur ein direkter Hinweis, falls man nicht vorher schon an die Reise in 80 Tagen um die Welt gedacht hatte.
« Letzte Änderung: 14. Mai 2016, 22:14:01 von Rhea »

Offline odenwaldcollies

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Ich nicht. Ich finde, die Geschichte funktioniert hier eigentlich vor allem deswegen, weil es eben offen bleibt.

Für die Geschichte finde ich das Ende auch genauso passend, weil man eben am Spekulieren ist und nach Hinweisen sucht, die die Aussage des Passagiers untermauert oder nicht, so wie es auch dem Journalisten geht. Gerade diese Ungewissheit macht es so spannend - und dennoch würde man doch gerne ein wenig in die Zukunft schauen wollen, was um 12 Uhr geschieht  ;D Aber wie gesagt, das Ende ist für die Geschichte perfekt.

Liebe Grüße
Karin

 

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