Autor Thema: 06 - Seite 421 bis Ende (ab TO CATHARSIS)  (Gelesen 595 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier könnt Ihr von Seite 421 bis zum Ende schreiben.

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« Letzte Änderung: 14. April 2016, 23:40:24 von Heimfinderin »
Liebe Grüße
Barbara

Offline Torshavn

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So die letzten Zeilen sind gelesen.
Dieser Abschnitt ist noch mal richtig spannend. Der fünfte Drache gibt noch mal alles. Eine riesige Armee von Seeteufeln brandet gegen die Mauern von Acros. Ein weiteres riesiges Monster kostet Elena fast das Leben. Aber am Ende ist der fünfte Drache zurückgedrängt und alle Gegner besiegt.

Das Gesangfinale ist wirklich beeindruckend. Interessant, aber nicht unerwartet, fand ich den Gedanken, das es am Ende das Duett von Aidan und Elena ist, das den Ausschlag gibt. Eine shöne Szene.

Kaleona ist die einzige, die den Sieg mit ihrem Leben bezahlt, was in meinen Augen völlig unnötig war. Das hätte man auch anders lösen können.

Revus ist der einzige, der am Ende wirklich die Zeche zahlen muss. Einst ein großer Sänger, bleibt er ohne Stimme. Er bekommt nicht mal einen Anwesenheitspart in der Schlussszene. Das fand ich sehr bedauerlich. Im ganzen Finale spielt Revus kaum eine Rolle.

Noch bedauerlicher fand ich, das Sash eine absolute Nebenfigur bleibt, die genauso gut nicht hätte vorkommen können. Er taucht im Finale mit ca. 20 Seeteufeln auf, die er auf seine Seite bringen konnte. Er hat eine ganz kurze Sprechrolle und wird dann zum Halten der Innenburg weggeschickt. Und ward nicht mehr gesehen.

Alles in allem ein schönes Finale.
Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

Offline Tonlos

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So die letzten Zeilen sind gelesen.
Dieser Abschnitt ist noch mal richtig spannend. Der fünfte Drache gibt noch mal alles. Eine riesige Armee von Seeteufeln brandet gegen die Mauern von Acros. Ein weiteres riesiges Monster kostet Elena fast das Leben. Aber am Ende ist der fünfte Drache zurückgedrängt und alle Gegner besiegt.

Das Gesangfinale ist wirklich beeindruckend. Interessant, aber nicht unerwartet, fand ich den Gedanken, das es am Ende das Duett von Aidan und Elena ist, das den Ausschlag gibt. Eine shöne Szene.

Kaleona ist die einzige, die den Sieg mit ihrem Leben bezahlt, was in meinen Augen völlig unnötig war. Das hätte man auch anders lösen können.

Revus ist der einzige, der am Ende wirklich die Zeche zahlen muss. Einst ein großer Sänger, bleibt er ohne Stimme. Er bekommt nicht mal einen Anwesenheitspart in der Schlussszene. Das fand ich sehr bedauerlich. Im ganzen Finale spielt Revus kaum eine Rolle.

Noch bedauerlicher fand ich, das Sash eine absolute Nebenfigur bleibt, die genauso gut nicht hätte vorkommen können. Er taucht im Finale mit ca. 20 Seeteufeln auf, die er auf seine Seite bringen konnte. Er hat eine ganz kurze Sprechrolle und wird dann zum Halten der Innenburg weggeschickt. Und ward nicht mehr gesehen.

Alles in allem ein schönes Finale.

Ich habe es gestern ausgelesen und ich bin in einem Zwiespalt.

Die Atmosphäre passt, da würde ich dir schon einmal zustimmen. Der Endkampf kann sich sehen lassen und ist wirklich spannend und mitreißend. Besonders Elena´s Kampf mit dem uralten Riesenungetüm.
Man merkt, dass es hier wirklich um alles geht und alles verloren ist, sollte Arcos fallen. Aber ich bleibe trotzdem irgendwie mit einem: "Das war jetzt wirklich das Ende!?" zurück.

Dass Revus oder Kaleona  am Ende sterben müssen, habe ich fast befürchtet. Allerdings war es wirklich unnötig, wie du sagst.
Entweder hätte ich sie überleben lassen oder viel dramatischer sterben. Irgendwie wird es ihr nicht gerecht, dass sie mehr oder weniger sang- und klanglos verschwindet. Da hätte ich mir mehr "Drama, Baby" gewünscht.
So verursacht es irgendwie kaum Verlust. Auf die Art: Wen schert´s.... es hat bei mir keine Gefühle geweckt...

Revus hingegen bekommt mein ganzes Mitgefühl. Mit ihm habe ich gelitten und um ihn habe ich wirklich gebangt. Er ist für mich der wahre, wenn auch der wirklich tragische Held.
Am Ende bleibt er jedoch der Looser. Aidan bekommt die Braut, den Sieg, darf sich im komponieren epischer Texte und fabelhafter Melodien ergehen und Revus darf weiter sein Kumpel ohne Stimme sein. Für mich hätte er wirklich einen Bonus, eine Wiedergutmachung oder ausgleichende Gerechtigkeit erhalten dürfen. Ich weiß, so kann das Leben sein, aber er hätte wirklich Besseres verdient.

Ich habe dauernd drauf gewartet, dass Sash die Wende im Kampf bringt und nochmal alles herumreißt. So bleibt er irgendwie kaum erwähnenswert. Diesen Charakter hätte ich mir besser beleuchtet und mit mehr Lesezeit gewünscht. Für mein Gefühl ist er zu kurz gekommen, als hätten die Seiten nicht mehr gereicht. Es war so toll, als er als Überraschungsfigur eingeführt wurde. Wir alle hatten ja kaum damit gerechnet, dass ein Seeteufel sich auf die gute Seite schlagen könnte. Aber mehr, als dass er Aidan seine Stimme wiedergibt passiert dann leider nicht.

Alles in allem war es ein schönes Finale und auch ein außergewöhnliches. Bisher durfte ich so etwas noch nicht lesen und es hat mir sehr gefallen. Der Gesang am Schluss, das Duett...wirklich toll beschrieben.
Aber es hätte noch gewaltiger sein können und ich hatte mir, wenn ich ganz ehrlich bin, etwas mehr erhofft.
Ganz heimlich hatte ich auch damit gerechnet, dass sich der Drache vielleicht erhebt und sichtbar wird oder evtl. auch vernichtet. Aber nichtsdestotrotz ist es auch in Ordnung, dass er wieder schlafen gelegt wurde.
Die Welt braucht eben das Gute, sowie das Böse.

Ich bin wirklich sehr darauf gespannt, was ihr anderen dazu meint.  :)
Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

Offline Heimfinderin

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Hallo zusammen,

das Ende war dann wirklich noch mal spannend. Elenas Kampf mit diesem Ungetüm war schön intensiv beschrieben, ich konnte Elenas Emotionen und ihr Befinden jedenfalls sehr gut mitempfinden. Auch die vielen Seeteufel waren wieder sehr gruselig zu beobachten.

Das Gesangfinale ist wirklich beeindruckend. Interessant, aber nicht unerwartet, fand ich den Gedanken, das es am Ende das Duett von Aidan und Elena ist, das den Ausschlag gibt. Eine shöne Szene.

Das hat mir auch richtig gut gefallen. Der Gesang mit den vielen Barden war ja schon beeindruckend, aber dieses Duett hatte dagegen trotz seiner "Kleinheit" eine ganz besonders starke Ausstrahlung und Intensität. Die besondere (Liebes)Beziehung zwischen den beiden hat dem Lied nochmals einen Push gegeben, Liebe ist ja auch eine starke Emotion und gerade Duette, zumindest Liebesduette, haben ja auch oft eine besondere Ausstrahlung, wenn die Emotionen dabei gut übertragen werden. Hier war dieses Duett für mich wirklich was Besonderes gegen den tödlichen Feind.

Revus hingegen bekommt mein ganzes Mitgefühl. Mit ihm habe ich gelitten und um ihn habe ich wirklich gebangt. Er ist für mich der wahre, wenn auch der wirklich tragische Held.
Am Ende bleibt er jedoch der Looser. Aidan bekommt die Braut, den Sieg, darf sich im komponieren epischer Texte und fabelhafter Melodien ergehen und Revus darf weiter sein Kumpel ohne Stimme sein. Für mich hätte er wirklich einen Bonus, eine Wiedergutmachung oder ausgleichende Gerechtigkeit erhalten dürfen. Ich weiß, so kann das Leben sein, aber er hätte wirklich Besseres verdient.

Das fand ich auch etwas schade, andererseits hatte er natürlich auch nicht so viel Kraft, um im Finale eine besondere Rolle zu spielen. Aber hinterher hätte ich für ihn auch mehr erhofft, als nur die Aussage, dass alle möglichen Heiler nun ihr bestes für ihn tun werden.

Noch bedauerlicher fand ich, das Sash eine absolute Nebenfigur bleibt, die genauso gut nicht hätte vorkommen können. Er taucht im Finale mit ca. 20 Seeteufeln auf, die er auf seine Seite bringen konnte. Er hat eine ganz kurze Sprechrolle und wird dann zum Halten der Innenburg weggeschickt. Und ward nicht mehr gesehen.

Das fand ich auch etwas merkwürdig, weil ich aufgrund seiner Absicht, Hilfe zu holen, auf jeden Fall mit einer Aktion seinerseits noch gerechnet habe. Vor allem eben auch, weil es vorher so überraschend war, dass er überhaupt plötzlich als Hoffnungsfunken aufgetaucht war. Und nun hatte er gar nichts mehr mit der Geschichte zu tun.

Andererseits ist das auch irgendwie realistisch und vielleicht mal eine auf andere Art eine unerwartete Wendung, dass eben der übergelaufene Feind, der meist in Geschichten irgendwas Großes zum Ganzen beifügt, hier scheitert und eben nicht die Rettung in letzter Minute bringt, wie es der Leser erwartet. Solche Szenen findet man ja bei derartigen "Einführungen" eines Charakters meistens. Sie mobilisieren andere und greifen im letzten Moment noch ein o. ä. Aber kann es nicht auch einfach mal sein, dass ein "Feind" sich aus guten Gründen auf die andere Seite schlägt, den Willen bekundet, noch andere zu holen und alles zu tun, was möglich ist, es aber dann eben nicht in dem Maße schafft, wie erhofft? Er hat es versucht, hat auch ein paar seiner Leute überzeugen können, aber das Grüppchen war dann halt nicht das Zünglein an der Waage, aber trotzdem zur Hilfe bereit und hat dann vor Ort getan, was von ihnen getan werden konnte. Ohne Brimborium und Heldenruhm. Ich finde das eigentlich ganz in Ordnung, wenn ich mir das so überlege.  :)

Dass Revus oder Kaleona  am Ende sterben müssen, habe ich fast befürchtet. Allerdings war es wirklich unnötig, wie du sagst.
Entweder hätte ich sie überleben lassen oder viel dramatischer sterben. Irgendwie wird es ihr nicht gerecht, dass sie mehr oder weniger sang- und klanglos verschwindet. Da hätte ich mir mehr "Drama, Baby" gewünscht.
So verursacht es irgendwie kaum Verlust. Auf die Art: Wen schert´s.... es hat bei mir keine Gefühle geweckt...

Das ging mir gar nicht so. Also ich fand es natürlich auch sehr schade, dass sie sterben musste und hatte das auch befürchtet. Aber ich finde ihren Abgang eigentlich sehr passend und typisch für sie. Mehr "Drama" hätte doch nicht zu ihr gepasst, oder? Sie war für  mich immer die ruhige, aber harte Kraft an Elenas Seite. Wenn ich sie mit etwas beschreiben müsste, dann nicht mit Drama oder Eitelkeit, sondern mit Verlässlichkeit und Kraft. Und ihr Tod war für mich daher so richtig typisch - einen anderen Tod hätte ich mir für sie kaum vorstellen können. Sie sieht ihre Aufgabe vor sich, nämlich die Königin zu retten - und wenn es ihren eigenen Tod bedeutet. Und ohne viel Aufhebens und Drama wendet sie sich dem Feind entgegen, um den anderen zu helfen - und dabei zu sterben. Für mich sang- und klanglos, sondern ruhig und bestimmt. Also für mich passte es sehr gut zu ihr, und Details ihres Todes kann ich  mir dabei gerne sparen.

Und ich finde auch nicht, dass sie so einfach "vergessen" wurde am Ende, denn Aidan Worte "sie verdient es, dass wir sie jeden Tag vermissen werden" fühlen sich für mich nach großer Wertschätzung und auch Trauer an.

So habe ich einige Szenen doch ein bisschen anders empfunden als ihr, aber das ist ja das Interessante an Leserunden, zu erfahren, wie jeder einzelne bestimmte Handlungen beim Lesen erlebt.
Liebe Grüße
Barbara

Methexe

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So, dies war ein interessanter letzter Abschnitt.
Es war schön, zu sehen, dass der Bardenruf nun seine volle Kraft entfaltet und das Böse bannen kann. Schön auch, dass hier die Liebesbeziehung von Aidan und Elena dem Ganzen noch mal eine besondere Kraft verleiht.
Dass Revus am meisten abbekommen und auch kein Happy End hatte, hat mir leid getan. Er tat mir das ganze Buch über schon leid und hätte hier am Ende vielleicht wenigstens einen großen Auftritt haben können.
Die Einführung von Sash fand ich auch irgendwie ein wenig unnötig. Er war zwar vom Gedanke her eine interessante Figur, hat aber nicht wirklich viel von der Storyline voran gebracht. Hier habe ich mich auch gefragt, weshalb er überhaupt da war.
Alles in Allem hat mir das Finale auch gut gefallen.

Offline Tonlos

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Andererseits ist das auch irgendwie realistisch und vielleicht mal eine auf andere Art eine unerwartete Wendung, dass eben der übergelaufene Feind, der meist in Geschichten irgendwas Großes zum Ganzen beifügt, hier scheitert und eben nicht die Rettung in letzter Minute bringt, wie es der Leser erwartet. Solche Szenen findet man ja bei derartigen "Einführungen" eines Charakters meistens. Sie mobilisieren andere und greifen im letzten Moment noch ein o. ä. Aber kann es nicht auch einfach mal sein, dass ein "Feind" sich aus guten Gründen auf die andere Seite schlägt, den Willen bekundet, noch andere zu holen und alles zu tun, was möglich ist, es aber dann eben nicht in dem Maße schafft, wie erhofft? Er hat es versucht, hat auch ein paar seiner Leute überzeugen können, aber das Grüppchen war dann halt nicht das Zünglein an der Waage, aber trotzdem zur Hilfe bereit und hat dann vor Ort getan, was von ihnen getan werden konnte. Ohne Brimborium und Heldenruhm. Ich finde das eigentlich ganz in Ordnung, wenn ich mir das so überlege.  :)

Hm, aber solche Charaktere und Wendungen werden doch aus dramaturgischen Gründen eingeführt!? Meinetwegen scheitern sie auch, aber das ist ja hier eigentlich nicht der Fall.
Die guten Seeteufel verpuffen einfach im großen Ganzen. Wenn Sash z.B. beim Versuch sterben würde, würde ich es besser nachvollziehen können.

Das ging mir gar nicht so. Also ich fand es natürlich auch sehr schade, dass sie sterben musste und hatte das auch befürchtet. Aber ich finde ihren Abgang eigentlich sehr passend und typisch für sie. Mehr "Drama" hätte doch nicht zu ihr gepasst, oder? Sie war für  mich immer die ruhige, aber harte Kraft an Elenas Seite. Wenn ich sie mit etwas beschreiben müsste, dann nicht mit Drama oder Eitelkeit, sondern mit Verlässlichkeit und Kraft. Und ihr Tod war für mich daher so richtig typisch - einen anderen Tod hätte ich mir für sie kaum vorstellen können. Sie sieht ihre Aufgabe vor sich, nämlich die Königin zu retten - und wenn es ihren eigenen Tod bedeutet. Und ohne viel Aufhebens und Drama wendet sie sich dem Feind entgegen, um den anderen zu helfen - und dabei zu sterben. Für mich sang- und klanglos, sondern ruhig und bestimmt. Also für mich passte es sehr gut zu ihr, und Details ihres Todes kann ich  mir dabei gerne sparen.

Ich meine mit Drama eher eine Beschreibung ihres Todes. Eine Kampfhandlung oder wie sie sich schützend vor Elena wirft, um einen Klauenhieb abzuwehren. Ein Tod, der unmittelbar mit den Hauptcharakteren in Verbindung steht.
Ein paar letzte, gefühlvolle Worte zu Elena, bevor Kaleona ihren Verletzungen erliegt. So etwas hätte ich mir besser vorstellen können bzw. hätte ich eher erwartet. So verschwindet sie nur von den Seiten und stirbt oder auch nicht. Im Grunde erfährt man es nie...(auch wenn es nicht besonders wahrscheinlich ist, dass sie überlebt)
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Offline Heimfinderin

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Hm, aber solche Charaktere und Wendungen werden doch aus dramaturgischen Gründen eingeführt!? Meinetwegen scheitern sie auch, aber das ist ja hier eigentlich nicht der Fall.
Die guten Seeteufel verpuffen einfach im großen Ganzen. Wenn Sash z.B. beim Versuch sterben würde, würde ich es besser nachvollziehen können.

Ja, das ist die Erwartung dabei. Ich fand das ja auch merkwürdig. Ich fand es trotzdem im Nachhinein auch irgendwie gut, eben weil es so gegen die Erwartung bei einer extra eingeführten Person lief. So als hätte das "echte Leben" die eigentlichen Pläne für die Figur über den Haufen geworden und ihr "nur" mehr eine Statistenrolle zugespielt. Naja, das waren eben nur so meine Gedanken dazu ... ;)
Liebe Grüße
Barbara

Offline Selene

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Ich hänge mal wieder gnadenlos hinterher :D
Die letzten Seiten habe ich mir tatsächlich etwas aufgespart, dieses epische Gefühl in eine alles entscheidende Schlacht zu ziehen...

Anfangs dachte ich übrigens noch, dass eventuell auch Revus und Kaleona zueinander finden könnten, aber während der Vorbereitungen zur Schlacht wirkte sie wieder so erhaben wie eh und je.
Elenas anfeuernde Rede hat mich sehr beeindruckt und dann ging es auch direkt los... Aidan musste seine Position als Anführer der Barden halten und konnte ihr nicht folgen, da fühlte auch ich mich sehr hin- und hergerissen.

Als die Seeteufel kamen, war ich erst etwas überrascht... hat der 5. Drache denn keine anderen "Diener"? Ich habe wirklich mal was anderes erwartet, aber anscheinend waren die bisher immer erfolgreich genug...
Spätestens an der Stelle wollte ich auch sehr gern wissen wo eigentlich Sash bleibt. Hat er keinerlei Kontrolle über sein Volk? Konnte er Hilfe mobilisieren?

Während der Schlacht flogen die Seiten nur so dahin, hier hat mir die Schreibweise besonders gut gefallen, sehr abgehackt, eine Aneinanderreihung von Worten.

Und dann tauchte Sash doch endlich auf, war ich erleichtert! Doch irgendwie fehlt mir da was, ich hatte das Gefühl er erfüllte keine wirkliche Aufgabe? Da hätte ich tatsächlich mehr erwartet und wie ich gelesen habe, ging es einigen von euch auch so. Er wurde auch direkt weitergeschickt, ich hätte gern gelesen, wo er seine Leute in Stellung bringt und wie sie gegen die Feinde antreten... aber nichts. Etwas schade, wie ich finde.

Die Tatsache, dass Kaleona sich opfert, wurde leider recht schnell und irgendwie emotionslos abgehandelt... man erfährt auch hier nichts konkretes, keine große Szene, wo man liest, wie sie stirbt.

Kurz vor Ende erschien die Situation sehr aussichtslos, verloren, doch dann gab es eine rasche Wendung, die doch noch zum Sieg führte.
Ich bin ehrlich, mir ging da alles viel zu schnell...
Alles in allem habe ich mir vom Finale etwas mehr erhofft, aber so weicht es eben doch auch von der typischen Heldenstory ab und ist dadurch doch besonders.

Offline Torshavn

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Zitat
Alles in allem habe ich mir vom Finale etwas mehr erhofft,

Das ging mir ganz genau so.

Zitat
aber so weicht es eben doch auch von der typischen Heldenstory ab

Inwiefern weicht denn die Geschichte bzw. das Finale von der 'typischen Heldenstory' in deinen Augen ab, Selene?
Mir gefällt an dem Buch gerade, das es eine klassische Heldenstory ist. Die Grautöne sind gering. Gut und Böse sind eindeutig. Und Schwert und Magie (Gesang) treiben die Geschichte vorran, bis zum heroischen Ende mit Heldentod (Kaleona), beinahe Heldentod (Elena) und Rettung in letzter Minute.

Da ich gerade auch in einer zweiten Fantasyleserunde hier dabei bin, kann man die Unterschiede sehr gut sehen.
'Feuerstimmen' ist für mich ein spannender, actionreicher, heroischer 'FantasyOneNightStand'.
Aber jetzt ist es auch erstmal wieder gut, und eine komplexere Geschichte muss her.
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Offline Selene

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Na ich habe mich mit dem Satz eher auf das Ende bezogen. Ich habe erwartet, dass richtig fette Monster aufgefahren werden, dass Sash vorbeikommt und das Blatt wendet... irgendwas mega episches eben und dann ging es doch recht normal von statten. ;)

Offline Tonlos

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Ich verstehe was du meinst Selene.  :) Dennoch sehe ich es wie Torshavn. Es ist eine sehr geradlinige, "typische" (insofern eine Geschichte typisch sein kann) Heldengeschichte.
Mir gefällt das auch sehr gut, wenn Gut und Böse klar getrennt sind...ich weiß auch nicht warum, aber wären untypische Helden mit mehr Fehlern, Ecken und Kanten nicht ab und zu interessanter?
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Offline Torshavn

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Zitat
ich weiß auch nicht warum, aber wären untypische Helden mit mehr Fehlern, Ecken und Kanten nicht ab und zu interessanter?

Natürlich sind die interessanter. Aber in der Fantasy dominieren genau diese Helden. Und da ist 'Feuerstimmen' eine willkommene Abwechslung. :)
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