Autor Thema: 07: "Sieg", S. 739 - Ende  (Gelesen 1165 mal)

Offline Marita Spang

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Die Feier zu Ehren von Michel hat mir besonders gut gefallen, es war seiner Taten und seinem Wesen würdig. Ehrlich gesagt, war mir Michel immer der Liebste und ich hätte mir für ihn ein glückliches Leben mit seiner Marie gewünscht.
Michel wurde wirklich von Graf Johann ein Denkmal gesetzt. Auch das beweist mir, dss er ein außergewöhnlicher Charakter gewesen sein muss.

Offline Marita Spang

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Ich hatte es fast schon "befürchtet", das Christina dann von Simon schwanger werden würde... das war mir etwas "too much":
- gleich beim ersten Mal (waren ja leider mehrere Male und mehrere Männer...) direkt schwanger
. jahrelang bei/durch Heinrich nicht schwanger
- Heinrich zeugt aber Bastarde
- und dann schwanger durch Simon
Hm...
Unfruchtbarkeit hat sehr viel mit der Psyche zu tun (weiß ich leider aus eigener Erfahrung). Da Christina fest daran glaubt, nicht schwanger werden zu können, wird sie es auch nicht, bis sie loslässt und nachdem sich Simon auch ohne Vateroption für sie entschieden hat.

Offline Marita Spang

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Gewalt in historischen Romanen lese ich zwar nicht mit Begeisterung, aber ich kann diese Szenen akzeptieren. Seltsamerweise stört mich Gewalt in zeitgenössischer Literatur viel mehr, darum lese ich auch keine oder nur sehr wenige Thriller, weil mir das viel näher geht.
Dass dies der Markt anders sieht, ist wohl wahr, das stelle ich immer wieder fest.
Das ist der Grund, warum ich keine zeitgenössischen Thriller mehr schreibe.

Offline buchregal123

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Christina bedrückt es natürlich, dass Michel und Hildebrand tot sind. Da hat Simon nicht gerade den besten Zeitpunkt erwischt, um ihr das mitzuteilen. Aber welcher Zeitpunkt wäre der richtige gewesen, denn dass sich Christina Vorwürfe machen wird, ist klar. Aber sie will von ihrer Rache nicht lassen. Mir gefällt es, dass Simon so reif geworden ist und auch Christina davon überzeugen kann, Heinrich nicht zu töten, obwohl ich ihm einen grauenhaften Tod gewünscht habe – aber eben nicht durch Christina. Wie hätte sie jemals wieder glücklich werden können.

Der Erzbischof spielt wieder seine Machtspielchen bei der Annullierung der Ehe. Aber Simon zeigt inzwischen bei seinem Vorgehen immer Reife, er explodiert nicht mehr, selbst wenn er am liebsten auf den Tisch hauen würde. Während er auf die Audienz warten muss, spielt das Schicksal Simon einen Hinweis zu, so dass er erfährt, warum seine Eltern sterben musste. Philipp war natürlich der Schuldige, aber auch der Erzbischof kann seine Hände nicht in Unschuld waschen, denn er sorgte dafür, dass Philipp Simon um das Erbe bringen konnte.

Ich hatte mir schon gedacht, dass Christina doch noch schwanger wird. Denn Idas Sicherheit bei der Aussage war zwar eine Möglichkeit, aber nicht wirklich zu belegen. Ida wird sogar Christinas Hebamme, wie schön.

Das Ende hat mich nur teilweise zufriedengestellt. Die Guten, wie Michel und Marie müssen sterben, und das Scheusal kommt davon, wenn auch lädiert.
Liebe Grüße
Bruni

Offline buchregal123

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Ich fand es herrlich, wie Simon den Erzbischof unter Druck gesetzt hat.  Erst bekommt dieser Angst, dann hat er wieder Oberwasser, aber am Schluss ist er wohl froh, dass Simon ‚nur‘ sein Einverständnis zur Eheschließung mit Christina will. Ich glaube, Simon hätte noch viel mehr verlangen können.

Er ist wirklich gut davon gekommen.
Liebe Grüße
Bruni

Offline buchregal123

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Dass Philipp damals seine Finger im Spiel gehabt hatte, hatte ich ja vermutet. Aber wie weit diese Intrige ging, dass da Schriftstücke gefälscht und zerstört wurden, dass Werner von Eppstein damals schon seine Finger im Spiel gehabt hatte, das hatte ich nicht erwartet!

Viele der geistlichen Herren damals hatten auch nur ihre eignen Interessen im Blick.

Simon beweist echt Nerven, als er sich dem Erzbischof stellt und die Geschichte aufrollt!

Ja Simon hat einen Riesenschritt gemacht. Er handelt reif und verantwortlich.


Liebe Grüße
Bruni

Offline Avila

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Ich hab den letzten Abschnitt schon vor ein paar Tagen zu Ende gelesen, hatte aber nur sporadisch Internet und bin deswegen nicht zum Posten gekommen.

Alles wendet sich zum Guten und wird noch aufgeklärt. Sowas mag ich. Besonders gefallen hat mir der Aufbau. Die Geschichte um die Ermordung von Simons Eltern war quasi die Rahmengeschichte und darin hat sich die Fehde und alles andere abgespielt, aber alles hing irgendwie zusammen, ohne direkt zusammen zu gehören. Das war sehr geschickt aufgebaut und am Ende stimmig.

Dass Simon "nur" Christina zu ehelichen fordert, hat mich ehrlich gesagt ein wenig gewundert. Immerhin hat Eppstein ihn um sein Erbe geprellt und als landloser Ritter zählt er nicht besonders viel. Dass er zumindest eine Burg, die er sein Eigen nennen kann, auch falls Christina (kinderlos) vor ihm stirbt, so dass er noch ein Dach übern Kopf hat, hat mich sehr gewundert. Dass wäre auch nicht vermessen oder dreist gewesen, da es ihm ja zugestanden hätte. Dass Simon so selbstlos ist, hat für mich nicht ganz darein gepasst. Vor allem zu dem Kontrast, wie er Heinrich dazu gebracht hat, Christina freizugeben.  :o Und wieder musste ich schlucken über die damaligen Ansichten. Ein beschnittener Penis war so sehr verpönt? Das ist doch grausam.  ::)

Ich hatte es fast schon "befürchtet", das Christina dann von Simon schwanger werden würde... das war mir etwas "too much":

Ob psychisch oder nicht - mir war das auch zu viel. Die beiden hätten auch so ihr Happy End gehabt, das war dann irgendwie ... na ja, zu viel des Guten. Aber gut, da kann ich auch drüber weglesen. ;)

Offline Lerchie

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Ich fand es schön, dass Christina doch noch schwanger wurde.
Für mich war es nicht 'zuviel' denn er war so richtig typisch. Frau will unbedingt schwanger werden - auch wenn Christina ja nicht unbedingt wollte, da es von Heinrich gewesen wäre - und wird es nicht, weil man eben das nicht erzwingen kann. Es gibt so viele Frauen, denen es gerade genauso geht. Und dann geben sie die Hoffnung auf - wie Christina - und plötzlich klappt es. Das kommt im Leben so oft vor, dass es für mich eben nicht 'zuviel' war.
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline buchregal123

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Ich fand es schön, dass Christina doch noch schwanger wurde.
Für mich war es nicht 'zuviel' denn er war so richtig typisch. Frau will unbedingt schwanger werden - auch wenn Christina ja nicht unbedingt wollte, da es von Heinrich gewesen wäre - und wird es nicht, weil man eben das nicht erzwingen kann. Es gibt so viele Frauen, denen es gerade genauso geht. Und dann geben sie die Hoffnung auf - wie Christina - und plötzlich klappt es. Das kommt im Leben so oft vor, dass es für mich eben nicht 'zuviel' war.

Ich finde es auch passend.
Liebe Grüße
Bruni

Offline smyrill

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Ich zitiere mal einen Beitrag aus Maritas Fazit, weil ich lieber hier etwas dazu schreiben möchte:

Außerdem steckt in jeder meiner weiblichen Hauptfiguren auch etwas von mir selbst: Bei Christina ist es neben der Dickköpfigkeit auch die Erfahrung, dass sich bei diagnostizierter Un-fruchtbarkeit ein Kinderwunsch eben doch erfüllen kann, wenn man loslässt. Wenn ich überhaupt etwas schade finde, dann, dass einigen von Euch gerade dieser, aus meinem eigenen Erleben stammende Aspekt too much war

Marita, nein DAS ist mir nicht "too much"... daß weiß ich, das bei einem Kinderwunsch oft genau dann eine Schwangerschaft eintritt, wenn frau losläßt, nichts mehr erzwingen will.

Aber so war es doch bei Christina gar nicht: sie wollte KEIN Kind von Heinrich, auf keinen Fall, bzw hat sie das ja sogar als Grund angegeben ihn nun doch zu heiraten: die Rache, das sie ihm keinen Erben gebärt.
Für mich ist das eine ganz andere Situation als ein lange unerfüllter Kinderwunsch der nachdem man akzeptiert hat, keine Kinder zu bekommen, dann erfüllt wird. 

Offline Avila

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Ich will hier auch keinem zu nahe treten, aber bei dem ganzen Hin und Her zwischen Simon und Christina und den ganzen Regeln, denen sie unterworfen sind, die sie aber trotzdem überwunden haben, war es ja quasi schon ein Wunder, dass sie es geschafft haben, zusammen zu finden. Und die beiden als Paar finde ich schon ein tolles Happy End. Ich hätte nicht mehr gebraucht, um damit vollkommen zufrieden zu sein. So habe ich die Zusatzinfo, dass Christina schwanger geworden ist, als überflüssig empfunden. Aber wie ich auch sagte, da kann ich auch drüber lesen. ;)

Offline Lerchie

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Ich zitiere mal einen Beitrag aus Maritas Fazit, weil ich lieber hier etwas dazu schreiben möchte:

Außerdem steckt in jeder meiner weiblichen Hauptfiguren auch etwas von mir selbst: Bei Christina ist es neben der Dickköpfigkeit auch die Erfahrung, dass sich bei diagnostizierter Un-fruchtbarkeit ein Kinderwunsch eben doch erfüllen kann, wenn man loslässt. Wenn ich überhaupt etwas schade finde, dann, dass einigen von Euch gerade dieser, aus meinem eigenen Erleben stammende Aspekt too much war

Marita, nein DAS ist mir nicht "too much"... daß weiß ich, das bei einem Kinderwunsch oft genau dann eine Schwangerschaft eintritt, wenn frau losläßt, nichts mehr erzwingen will.

Aber so war es doch bei Christina gar nicht: sie wollte KEIN Kind von Heinrich, auf keinen Fall, bzw hat sie das ja sogar als Grund angegeben ihn nun doch zu heiraten: die Rache, das sie ihm keinen Erben gebärt.
Für mich ist das eine ganz andere Situation als ein lange unerfüllter Kinderwunsch der nachdem man akzeptiert hat, keine Kinder zu bekommen, dann erfüllt wird.

Natürlich wollte Christina kein Kind von Heinrich, aber sie ist auch davon ausgeganen, dass sie gar keines mehr bekommen kann. Warum sie von Heinrich keines bekommen hat, ist mir auch unklar, vielleicht wirklich weil sei keines wollte, auf gar keinen Fall. Oder es hat länger gedauert, bis sie sich von dieser Vergewaltigung wirklich richtig erholt hatte.
Ich auf jeden fall freue mich, dass sie von Simon schwanger wurde.
Liebe Grüße
Lerchie

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