Autor Thema: Fazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 937 mal)

Offline smyrill

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß zeitnah euer Fazit hier einstellt. Bitte nicht erst Wochen nach der Leserunde.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten.
Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen !

Offline Dreamworx

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Ganz herzlichen Dank, dass ich dieses wunderbare und spannende Buch lesen durfte. Ich wurde bestens unterhalten und habe durchgängig mit gefiebert.  :)
Anbei meine Rezension:

Auf der Suche nach dem verschwundenen Kind

Im Februar 2005 verschwindet der von Petra Weber getrennt lebenden Ehemann Chris mit der gemeinsamen kleinen Tochter Marie. Chris wird später an einem See tot aufgefunden, doch von Marie gibt es keine Spur. In dem hinterlassenen Abschiedsbrief teilt Chris Petra mit, dass er Marie mit in den Tod genommen hat. Petra glaubt nicht daran, dass Chris Marie getötet hat und klammert sich 10 Jahre lang an den Gedanken, dass Marie vielleicht bei fremden Leuten aufwächst. Als Petra von der Abteilung „Cold Cases“ liest, in der die schwangere Verlobte von Tino Dühnfort, Gina Angelucci arbeitet, sucht sie diese auf und bittet darum, den Fall neu aufzurollen und nach ihrer Tochter zu suchen. Erst ist Gina skeptisch und versucht, die verzweifelte Frau zu beschwichtigen. Doch je mehr sich Gina und ihr Kollege Holger mit der damaligen Tat beschäftigen, umso mehr Zweifel kommen auf, dass es wirklich ein Selbsttötungsdelikt war. Die damals zuständige Polizeidienststelle in Rosenheim hatte sich nach dem Auffinden des Abschiedsbriefes nicht sonderlich um eine weitere Aufklärung bemüht. Wird es Gina und Holger gelingen, diesen alten Fall doch noch aufzuklären?

Inge Löhnig hat mit ihrem Buch „Gedenke mein“ wieder einen famosen Kriminalroman vorgelegt, der mit einem sehr flüssigen Schreibstil und einer gut durchdachten Handlung sehr zu fesseln weiß. Es ist bereits der 8. Band um Kommissar Dühnfort, doch in diesem Buch ist erstmals seine Verlobte Gina Angelucci die Hauptermittlerin. Der Spannungsbogen wird gleich zu Beginn schon sehr hoch angelegt, steigert sich aber im Verlauf der Handlung noch, da die Autorin gekonnt einige Finten und Fallen einbaut, die den Leser auf falsche Spuren leiten. Die Ermittlungen werden sehr gut beschrieben und als Leser fiebert man den Ereignissen regelrecht entgegen bzw. stellt eigene Vermutungen zur Lösung des Falles an.

Die Autorin legt viel Wert auf die Ausgestaltung ihrer Charaktere, die sich dem Leser durchgängig als sehr authentisch und lebensecht präsentieren. Gina ist eine sympathische Frau, die eher impulsiv an die Fälle herangeht, aber aufgrund ihrer Schwangerschaft versucht sie, sich selbst etwas zu mäßigen, um sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen und auch ihrem Verlobten Tino Dühnfort keinen Grund zu liefern, dass sie von jetzt auf gleich an den Schreibtisch verbannt wird. Ginas neuer Kollege Holger ist ein Gesundheitsfanatiker, was Gina in ihrem momentanen Zustand oftmals gegen den Strich geht. Beide müssen sich erst noch aneinander gewöhnen, aber im Verlauf der wachsen die beiden Neukollegen immer mehr zusammen und bilden eine Einheit. Petra Wagner ist durch die vergangenen Ereignisse eine vom Schicksal gebeutelte Frau, die sich an den Strohhalm klammert, ihre Tochter doch noch einmal in die Arme schließen zu können. Sie ist hartnäckig und stur, als Leser kann man gar nicht anders, als sie für diese Eigenschaften zu bewundern. Auch die einzelnen Nebencharaktere mit ihren eigenen Geschichten fügen sich wunderbar in die Handlung ein und machen dieses Buch sehr unterhaltsam und steigern die Spannung. Auch die Emotionen kommen in diesem Roman nicht zu kurz, man ertappt sich beim Mitleiden ebenso wie beim Mitfreuen und manche Dinge verschlagen einem regelrecht den Atem.

„Gedenke mein“ ist ein wahnsinnig spannender Kriminalroman, an dem alle Fans dieses Genres ihre wahre Freude haben und bestens unterhalten werden. Absolute Leseempfehlung!!!


Hier auch noch die Links zu den verschiedenen Buchseiten:

http://www.reliwa.de/books/575239

http://www.lovelybooks.de/autor/Inge-L%C3%B6hnig/Gedenke-mein-1216779683-w/rezension/1221021141/

http://wasliestdu.de/rezension/auf-der-suche-nach-dem-verschwundenen-kind

https://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/?ie=UTF8&ref_=ya_your_reviews&sort_by=MostRecentReview

http://www.buechertreff.de/thread/89694-inge-loehnig-gedenke-mein/?postID=1779845#post1779845

Nochmals tausend Dank für diese tolle Leserunde und die Begleitung von Inge. Ich werde noch ein Weilchen hier erhalten bleiben... :winken:
Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)

"Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
Albert Einstein

"Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
Oscar Wilde

Offline Myosotis

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Der erste Fall für Gina – und für mich!

Vor gut zehn Jahren, Petra und Christian Weber hatten sich getrennt, kamen sowohl die gemeinsame Tochter als auch Chris Weber nicht mehr vom Wochenendausflug zurück. Die Leiche des Ehemannes wurde kurz darauf tot in einer Hütte gefunden. Einzig ein Abschiedsbrief von Christian gab Hinweis darauf, dass Petra ihre Tochter Marie nie wiedersehen und nie mehr finden sollte.
Für die Rosenheimer Polizei, die damals in dem Fall ermittelte, stand schnell fest, dass es sich hierbei um einen erweiterten Suizid handelte und die Leiche des sechsjährigen Mädchens vermutlich auf dem Grund des Sees lag und nicht geborgen werden konnte.

Zehn Jahre später betritt Petra Weber das Büro von Gina Angelucci und bittet darum, dass diese, da sie gerade mit der Abteilung Cold Cases in einem anderen Fall eine Straftat nach 28 Jahren doch noch aufgedeckt und geklärt hat, sich des Falles Marie Weber annimmt. Denn Petra beharrt auch nach all diesen Jahren auf ihrem Mutterinstinkt; der besagt, dass ihr Exmann die gemeinsame Tochter damals nicht umgebracht, sondern irgendwo, z.B. in einer anderen Familie, versteckt hatte um Petra zu verletzen.

Nach anfänglichem Zögern nehmen Gina und ihr neuer Kollege Holger sich des Falles an und ahnen nicht, in welches Wespennest sie stechen und was sie alles zutage bringen werden.

Für mich war das der erste Fall, in dem Gina Angelucci (und natürlich auch Tino Dühnfort) ermitteln. Es war aber bestimmt nicht mein letzter!

Die Geschichte ist von Anfang an absolut spannend geschrieben. Immer wieder musste ich der Versuchung nachgeben und habe mich (sehr gerne!) dazu hinreißen lassen „noch ein weiteres Kapitel zu lesen“!
Auch wenn mir Gina und ihr zukünftiger Ehemann bis dato noch nicht bekannt waren, so war es doch überhaupt kein Problem mit diesem Band einzusteigen. Die Charaktere sind mir allesamt ans Herz gewachsen und die Unterhaltung, die mit diesem Band geboten wurde, war wirklich grandios.
Viele verschiedene, verdächtige Personen. Die einen konnten eher außer Acht gelassen werden, die anderen blieben länger als Verdächtige für mich im Rennen. Immer wieder gab es neue Hinweise und neues Misstrauen gegenüber manchen der Protagonisten meinerseits, während ich mich, für meinen Geschmack viel zu schnell, dem Ende des Buches näherte.

Außerdem kann ich sagen, dass man durchaus zu dem ein oder anderen Thema noch einmal seine eigene Einstellung überdenkt, nachdem man den Roman zu Ende gelesen hat.

Vielen Dank für diese tolle Unterhaltung und ich freue mich schon darauf, weitere Fälle von Angelucci/Dühnfort zu lesen!


Die Rezension werde ich zeitnah dann auch noch bei Amazon, wasliestdu und lovelybooks einstellen. (muss man das verlinken?! Ich weiß nämlich noch nicht, wie das geht...  :-[)

Offline schlumeline

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:winken: Danke, dass ich hier dabei sein durfte. Diese Geschichte hat mich so richtig gepackt und ich konnte sie nicht aus der Hand legen. Unsere Diskussion über mögliche Namen und zu Doppelnamen etc. war sehr schön  ;). Und auch sonst alles  8)

Hier nun meine Rezension:


Gina Angelucci, die Lebensgefährtin des Münchener Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases. Sie löst Fälle, die seit Jahren bei der Polizei schlummern und die nicht aufgeklärt werden konnten. Gerade hat sie einen Altfall abschließen können und möchte nun eigentlich ihren Chef darüber aufklären, dass sie ein Kind erwartet. Doch dann steht da plötzlich Petra Weber vor ihrer Tür und bittet sie um Hilfe. Vor 10 Jahren ist deren Tochter Marie spurlos verschwunden und Frau Weber glaubt bis heute, dass diese lebt. Alles sieht jedoch danach aus, dass der getrennt lebende Ehemann von Petra, Chris, sich damals selbst ums Leben gebracht hat und zuvor auch seiner Tochter etwas angetan hat. Eine männliche Leiche wurde auch gefunden, die eines Kindes aber nicht. Zunächst wiegelt Gina Frau Weber ab, aber dennoch kommen ihr langsam Zweifel und so übernimmt sie einen Fall, der es in sich hat. Dabei muss Gina sich zunächst mit den Kollegen auseinandersetzen, die den Fall damals bearbeitet haben und auch mit Petra Weber. Aber auch im privaten Umfeld hat sie es nicht leicht, denn Dühnfort findet es gar nicht gut, dass Gina ihre Schwangerschaft nun weiter verheimlicht.

Der erste Fall für Gina Angelucci ist eine rasant spannende Geschichte, die man als Leser einfach nicht aus der Hand legen kann. Geschickt präsentiert die Autorin Inge Löhnig mögliche Täter. Dabei spart sie nicht an Hinweisen, die den Leser mal auf diese und dann wieder auf jene Person tippen lassen. Aber hier ist nichts wirklich wie es scheint und Gina klärt im Verlauf der Ermittlungen mehr als nur den ursprünglichen Fall auf.

Sehr schön wird natürlich auch Ginas Privatleben geschildert und jeder echte Dühnfort Fan muss natürlich auch diesen Fall hier lesen, alleine um zu erfahren wie es mit Tino und Gina weitergeht.

Ein detaillierter Blick auf aktuelle Probleme unseres Landes, wie z. B. die Flüchtlingsfrage oder die Lebensumstände in Gefängnissen und die Vorverurteilung von Personen, runden die Geschichte ab. Das macht die Geschichte noch greifbarer und vermittelt Authentizität.

Ihr findet die Rezension auch hier:

Buchrezicenter:
http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/gedenke-mein/

Literaturschockhauptseite:
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/discussions/review?id=9418

Großes Bücherforum:
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,39592.msg888642.html#msg888642

Lesen ist meine Leidenschaft

Offline Lerchie

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Lebt Marie noch?

8. Februar 2005. Petra Weber wartete auf die Rückkehr ihrer kleinen Tochter Marie. Sie lebte von ihrem Mann getrennt und er hatte das Mädchen fürs Wochenende bei sich gehabt Doch er brachte sie nicht zurück. Und sie hatte Angst, dass er sie von ihr weggebracht hatte….
Anfang September 2015, gut zehn Jahre später. Gina Angelucci, Toni Dühnforts Verlobte, war jetzt in einer Abteilung beschäftigt, die alte, ungeklärte Straftaten untersuchte. Im Moment hatte sie gerade einen Täter überführt. Und eigentlich sollte sie ihrem Chef längst erzählt haben, dass sie schwanger war….
Petra Weber war nicht von der Überzeugung abzubringen, dass ihre Tochter Marie noch lebte, dass ihr Mann Chris es nicht fertiggebracht hätte, ihr etwas anzutun. So nervte die Frau die Polizei schon seit zehn Jahren mit ihrer Vermutung, dass Marie noch lebe. Zumal ja auch die Leiche nie gefunden worden war…
Der Anblick von Gina und die Erkenntnis, dass sie einen alten Fall aufgeklärt hatte,  bewog Petra Weber sie aufzusuchen und noch einmal nach Marie zu suchen, was nicht so einfach war, wie sie sich das vorstellte. Denn die Zuständigkeit lag bei Rosenheim…. Und doch schaffte sie es, dass in einem bestimmten Areal des Sees nach dem Mädchen gesucht wurde….
Dann gab es da noch den Fall des Säuglings, der, in eine Mülltüte verpackt, in einem Müllcontainer gefunden worden war. Ein Fall für Toni Dühnfort….
War die Angst von Petra Weber berechtigt, was ihren Mann betraf? Hatte er wirklich seine Tochter anderen Leuten anvertraut und sich dann umgebracht? Warum hat Gina ihrem Chef noch nichts von ihrer Schwangerschaft gesagt? Wieso glaubte Petra Weber, dass Marie noch lebe. Wie schaffte es Gina, den Rosenheimern den Fall abzuluchsen? Und wie überzeugte sie den Chef der Taucher, im See noch einmal nach Marie zu suchen? Wurde sie dabei gefunden?  Was stellte Gina bei der Durchsicht der Unterlagen aus Rosenheim fest? Und was hat der in einer Mülltüte verpackte Säugling mit Ginas Fall zu tun, bzw. hatte er überhaupt was damit zu tun? Fragen über Fragen die alle in dem Buch beantwortet werden. Und noch viel mehr.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich bin inzwischen ein richtiger Inge-Löhnig-Fan geworden, auch wenn ich nicht alle Bücher besitze. Doch auch bei diesem Buch, bei dem erstmals Dühnforts Verlobte Gina Angelucci die Hauptprotagonistin spielte, wurde ich nicht enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt unkompliziert, keine Fragen  wie bzw. was sie mit diesem oder jenem Satz/Wort gemeint hat, tauchen auf.  In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen.  Eigentlich hätten nach der Übernahme des Falls aus Rosenheim und den Erkenntnissen, die Gina  dann hatte, in Rosenheim Köpfe rollen müssen, aber darüber wird nicht weiter berichtet.  Das Buch war von Anfang an spannend. Bis gegen Ende des Buches war mir nicht wirklich klar, wer der Mörder war. Die Aufklärung war eine Überraschung.  Wie erwartet, hat mir das Buch super gefallen und bekommt volle Bewertungszahl  und natürlich eine Lese-/Kaufempfehlung von mir.

Ich habe für Leserunden.de meine Rezi um eine Winzigkeit verändert, etwas rausgenommen, was nicht unbedingt drinstehen musste. Allerdings steht es in den Rezis, für welche ich hier die Links poste.

http://www.buechertreff.de/thread/89694-inge-loehnig-gedenke-mein/

http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=87357

http://www.lovelybooks.de/autor/Inge-L%C3%B6hnig/Gedenke-mein-1216779683-w/rezension/1217147418/

http://wasliestdu.de/rezension/lebt-marie-noch

http://www.buecher.de/shop/buecher/gedenke-mein-gina-angelucci-bd-1/loehnig-inge/products_products/detail/prod_id/42742499/#

http://www.amazon.de/review/R18HN86AI2QAOY/ref=cm_cr_rdp_perm?ie=UTF8&ASIN=3548612288

https://www.hugendubel.de/de/taschenbuch/inge_loehnig-gedenke_mein-24097715-produkt-details.html

http://www.vorablesen.de/buecher/gedenke-mein/rezensionen/lebt-marie-noch

http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/inge-l%C3%B6hnig-gedenke-mein
Liebe Grüße
Lerchie

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Nur wer aufgibt hat schon verloren

Offline TinaT

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Meine Rezension ist auch fertig. Vielen Dank noch einmal, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte. Mir hat es viel Spaß gemacht und ich werde mich jetzt mal an die Dühnfort-Reihe machen:).

Klappentext:

Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Ein besonders tragischer Fall erschüttert sie zutiefst.

Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie, ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater hat Selbstmord begangen, die Mutter sucht bis heute nach ihrer Tochter. Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Ist Marie womöglich noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt.

Meine Meinung:

Mit „Gedenke mein“  hat Inge Löhnig einen ersten Fall für Gina Angelucci, die Freundin von Kommissar Dühnfort, geschaffen.

Mir hat Ginas Art und Weise an Fälle heranzugehen sehr gut gefallen. Alles wird noch einmal durchleuchtet und Gina geht mit vom Fall betroffenen Personen sehr umsichtig um – ohne Vorurteile oder von Kollegen übernommene, vorgefasste Meinungen.

Auch das Einfließen der aktuellen Flüchtlingsproblematik  fand ich sehr gelungen.

Ich habe das Buch verschlungen und hatte sehr viel Spaß beim Mitfiebern und Raten. Die Autorin konnte mich einige Male hinters Licht führen, sodass die Geschichte bis zum Ende hin spannend blieb.

Die immer wieder eingestreuten privaten Episoden zwischen Gina Angelucci und Konstantin Dühnfort passten gut in den Gesamtzusammenhang. Ich bin gespannt, wie es mit den Beiden weiter geht.

Ginas neuer Kollege Holger hat mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln gebracht.

Ich freue mich schon auf einen (hoffentlich bald erscheinenden) neuen Fall.
Von mir eine klare Leseempfehlung:
5/5 *****

http://www.thalia.de/shop/home/recentartikel/gedenke_mein/inge_loehnig/EAN9783548612287/ID42463679.html
http://www.buecher.de/shop/buecher/gedenke-mein-gina-angelucci-bd-1/loehnig-inge/products_products/detail/prod_id/42742499/#
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/inge-löhnig-gedenke-mein
http://www.amazon.de/gp/product/3548612288?keywords=gedenke%20mein&qid=1454684704&ref_=sr_1_1&s=books&sr=1-1
http://www.buechertreff.de/thread/89694-inge-loehnig-gedenke-mein/?postID=1779845&highlight=Gedenke%2Bmein#post1779845
http://gelebtgeliebtgelacht.blogspot.de/2016/02/gelesen-gedenke-mein-inge-lohnig.html
Liebe Grüße
Tina

Offline Caren

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Das war eine tolle Leserunde, vielen Dank dafür!! Am liebsten hätte ich das Buch ein einem Rutsch gelesen, ich musste mich schwer bremsen....  ;D

Hier nun meine Rezension:

Eine verzweifelte Mutter auf der Suche nach ihrem Kind

Inhalt:
Gina, eine sehr sympathische Kriminalkommissarin, hat sich auf sogenannte "Cold Cases" spezialisiert, das sind ungelöste Kriminalfälle, die schon vor Jahren da acta gelegt wurden. Gerade hat sie einen solchen gelöst, da wird ihr schon der nächste aufgetischt.  Vor 10 Jahren ist die damals sechsjährige Marie verschwunden. Die Leiche ihres Vaters wird gefunden, anhand eines Abschiedsbriefs geht die Kripo von einem erweiterten Suizid aus.  Die Ermittlungen werden äußerst dilettantisch durchgeführt und schnell abgeschlossen.
Die Mutter des Mädchens wendet sich an Gina mit der Bitte um Wiederaufnahme der Ermittlungen. Sie hat von deren Erfolg gehört und ist sich sicher, dass Marie noch lebt.
Gina befasst sich mit dem Fall. Mit der Zeit hat sie es mit zahlreichen Verdächtigen zu tun und es tun sich Abgründe auf!

Meine Meinung:
Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und unterhaltsam geschrieben. Die Einteilung in relativ kurze Kapitel verleitet dazu, noch schnell nur noch eins zu lesen, obwohl man schon aufhören wollte.....

Der Leser erfährt vieles über Ginas Privatleben. Sie ist Kollegin und Verlobte von Tino Dühnfort, der aus früheren Romanen von Inge Löhnig bekannt ist. Das Familienleben wird teilweise sehr humorvoll beschrieben. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Gina mit ihren Mitmenschen umgeht! Sehr einfühlsam und wenn nötig auch knallhart.

Inge Löhnig hat mich mehrmals aufs Glatteis geführt! Ich war mir oft sicher: der war's! Im nächsten Kapitel war das schon wieder ein anderer. Bis zur letzten Seite spannend. Und am Ende gibt's noch noch einen richtig guten Lacher!

Fazit:
Für mich war es das erste Buch dieser Autorin, aber gewiss nicht das letzte. Eine absolute Leseempfehlung, 5 von 5 Sternen! *****
Liebe Grüße, Caren

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Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline Caren

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Ich habe die Reznsion bei

Hugendubel, Weltbild, Lovelybooks, Amazon, Literaturschock  und Thalia gepostet.

Bei Ullstein war ich nicht dazu in der Lage.  ???
« Letzte Änderung: 05. Februar 2016, 19:12:08 von Caren »
Liebe Grüße, Caren

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Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline Gaby

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Hier nun meine Rezension, die ich auch im Großen Bücherforum und bei Literaturschock, lovelybooks, was liest du, Amazon, Thalia, Bücher.de, Hugendubel, Weltbild und vorablesen eingestellt habe:

Nachdem ich bisher alle Fälle des Münchner Kommissars Konstantin Dühnfort lesend mit ermittelt habe, war ich gespannt auf den Fall, den seine Lebensgefährtin und Kollegin Gina Angelucci nun aufdecken soll.

Gina, die in der Abteilung für ungeklärte Fälle "Cold Cases" arbeitet, hat es gerade geschafft, nach 28 Jahren den Mord an einer jungen Frau aufzuklären. Ein paar Tage nach der Pressekonferenz bekommt sie Besuch von Petra Weber, deren Tochter Marie zusammen mit ihrem Mann vor mehr als 10 Jahren verschwunden ist. Ihr Mann wurde damals tot aufgefunden, aber von Marie fehlt bis heute jede Spur. Frau Weber ist sich aber sicher Marie lebt noch. Nach langem zögern nimmt sich Gina des Falles, den damals Kollegen aus Rosenheim bearbeitet haben an und was bei den Ermittlungen heraus kommt, ist alles andere als normal.

Gina hat so eine ganz eigene Art bei den Ermittlungen, die mir sehr gut gefällt. Einerseits sehr einfühlsam, andererseits knallhart, geht sie ihren Weg und schaut sehr genau hin.

Spannend ab der ersten Seite fühle ich mich sofort in die Ermittlungen mit einbezogen. Meine Zahl der Tatverdächtigen erhöht sich fast täglich, genau wie die Spannung, die stetig ganz langsam ansteigt. Ein Ermittlungserfolgt ist aber für mich bis kurz vor Ende des Buches nicht in Sicht. Ich lasse mich immer wieder hinters Licht führen und gehe der Autorin ganz schön auf den Leim.

Die Protagonisten kann ich mir dank Ginas Spleen, die Menschen bei ihrer ersten Begegnung ganz genau zu scannen, sehr gut vorstellen. Ihr Handeln kommt authentisch rüber, manche könnten meine Nachbarn sein.

Neben der eigentlichen Geschichte darf ich auch immer mal wieder in das Privatleben von Gina und Tino hineinspitzen, die gerade ihre Hochzeit planen, erfahre von einem Verdächtigen, wie man im Gefängnis mit Pädophilen umgeht, und auch die aktuelle Flüchtlingsproblematik ist ganz kurz angesprochen.

Alle diese Komponenten geben dem Buch ein absolut rundes Lesebild und ich habe mich einige Stunden sehr gut unterhalten gefühlt.

War ich anfangs noch skeptisch - nun bin ich auch von Gina als Ermittlerin vollkommen überzeugt.


Nochmals meinen ganz herzlichen Dank, dass ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte. Ich habe es sehr genossen.

Offline Inge

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Hallo ihr Lieben,

ich lese hier natürlich mit und werde ganz rot  :-[  bei so viel Lob.

Ich freue mich, dass ihr Ginas ersten Fall so mögt und dass es mir gelungen ist, euch gut zu unterhalten und auch ein wenig aufs Glatteis zu führen. Danke für eure schönen Rezensionen und fürs Verlinken auf diversen Plattformen.

LG,
Inge

Offline dubh

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Gina Angelucci, Ende 30, arbeitet bei der Münchner Mordkommission. Ihre Abteilung hat gerade einen 28 Jahre alten Fall erfolgreich gelöst - dank der Beharrlichkeit der Ginas.
Aufgrund der Presseberichtet meldet sich Petra Weber bei der Kriminalkommissarin und bittet sie um Hilfe. Vor gut zehn Jahren ist ihre sechsjährige Tochter Marie verschwunden. Während die Polizei davon ausging, dass das Mädchen nicht mehr lebt, den Fall jedoch nicht lösen konnte, hat Maries Mutter die Hoffnung nie aufgegeben.
Das Ehepaar Weber hatte Differenzen, da Chris Weber beruflich und finanziell in argen Schwierigkeiten steckte. Dann verbrachte Marie das Wochenende bei ihrem Vater - doch der Sonntag endete tragisch: Chris Weber wurde in einer halb abgebrannten Fischerhütte an einem See tot aufgefunden, bei ihm ein Abschiedsbrief, in dem er auf's Übelste mit seiner Ex-Frau abrechnet und von ihrer gemeinsamen Tochter fehlt seitdem jede Spur...

Gina ist anfangs skeptisch, doch als sie erste Schlampereien bei den damaligen Ermittlungen der Rosenheimer Polizei erkennt, übernimmt sie den Fall. Sie zweifelt schon bald an der These des erweiterten Selbstmordes des Vaters und rollt noch einmal alles auf. Und schon ergeben sich ganz neue Sichtweisen und Möglichkeiten.

Mit der Ermittlern begegnet man aber auch einem alten Bekannten: Tino Dühnfort, ebenfalls bei der Kriminalpolizei der bayrischen Hauptstadt und Lebenspartner von Gina. Die beiden erwarten ein Kind und die Hochzeit steht kurz vor der Tür... Während Tino gerne möchte, dass Gina ihrem Vorgesetzten von der Schwangerschaft erzählt und somit aus der vordersten 'Schusslinie' genommen wird, zögert Gina das Ganze noch hinaus. Der Fall geht ihr nahe und sie möchte der verzweifelten Mutter nach zehn Jahren der Hoffnung unbedingt helfen. Hinterher, so denkt sie, kann sie sich ja immer noch in den Innendienst versetzen lassen.

Als auch Tino mit einem heftigen Fall mit einem toten Baby beschäftigt ist, haben die beiden alle Hände voll zu tun, so dass man sich schon fast ein wenig Sorgen um die Hochzeitsvorbereitungen machen muss...

Die Autorin Inge Löhnig hat auch mit dem ersten Fall rund um die Ermittlern Gina Angelucci, die in einer Art "Cold Cases'-Abteilung arbeitet, einen Volltreffer gelandet. Wie schon in den Dünnfort-Krimis lotet sie menschliche Abgründe aus - aber ohne die alltäglichen Sorgen und Gedanken dieser Spezies zu vergessen. So bekommt man dank Ginas und Tinos Zukunftsplanungen oder den Einwänden von Ginas neuem Kollegen und Gesundheitsfanatiker Holger auch noch jeden Menge "Normales" zu lesen. Ansonsten ist dieser Krimi vor allem einfach wahnsinnig spannend! Durch die Nachforschungen von Gina und ihren Kollegen ist man als LeserIn immer auf der Höhe des Geschehens und hat dennoch genügend Raum für eigene Spekulationen. Doch ich musste immer wieder aufpassen, dass ich mich nicht verrenne - da die Autorin sehr geschickte Wendungen und Finten einbaut. So könnte man durchaus zu der Feststellung kommen, dass nichts so ist, wie es scheint.
Und neben all den Abgründen nimmt sich Inge Löhnig nicht nur Zeit für einige private Details des sympathischen Polizistenpaares, sondern auch für gesellschaftliche und politische Themen und die manchmal ernüchternde Ermittlerarbeit, die sich dann doch von so manchen Hochglanzfilmen oder -serien unterscheidet. Das ist ganz groß und nicht selbstverständlich in der Spannungsliteratur!

Für mich ist "Gedenke mein" ein echter Kracher, den ich am liebsten verschlungen hätte. Spannend, realistisch, unfassbar tragisch, menschlich brutal und einfach gut geschrieben! Unbedingt lesen.

(5 von 5 Punkten)


Zur Leserunde:
Vielen Dank an alle! Das gemeinsame Lesen und Spekulieren hat richtig viel Spaß gemacht!

Ein ganz besonders dickes Dankeschön geht an Dich, Inge! Großartig, dass Du Dir die Zeit genommen, uns begleitet und hinter die Kulissen blicken lassen hast! Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude beim Schreiben, viel Erfolg mit Deinem neuesten Fall und vor allem hoffe ich, dass wir uns mit Deinem nächsten wieder hier lesen. :winken:

Herzliche Grüße
Tabea
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline smyrill

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Nachdem ich alle Dühnfort- Krimis gelesne habe und mir dort Tino und Gina ans Herz gewachsen sind, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.
Ich mag es gerne, wenn ein Perspektivenwechsel in Geschichten stattfindet, man die Dinge aus der Sicht einer anderen (Haupt)Person erleben kann. Deshalb hat mir die Idee, Gina hier die Hauptrolle spielen zu lassen direkt gut gefallen.
Ich hatte auch keinerlei Probleme, in die Geschichte hineinzukommen, der Schreibstil der Autorin ist gewohnt packend und lebendig. Und ein Wiedersehen mit "alten Bekannten" ist ja immer schön !

Der Fall selber war natürlich harter Tobak...  ich bin selber Mutter und mag mir gar nicht vorstellen, was in einer Frau vor sich gehen muß, die seit 10 Jahren ihr Kind vermisst. Petra Weber war für mich sehr glaubwürdig dargestellt, gleichwohl war es erschütternt, zu sehen wie das Verschwinden ihrer Tochter und Petras Suche nach dem Mädchen, ihr ganzes Leben beherrscht und zerstört.

Gut gefallen hat mir, daß es bei allem Leid und allen Katastrophen ein irgendwo versöhnliches Ende gab. Aber dazu kann ich natürlich hier nicht mehr sagen.
Für mich war es bis zum Ende (bzw zur Auflösung) hin nicht ersichtlich ob Marie noch lebt oder nicht.

Sehr gut gemacht war, das im Laufe der Geschichte immer wieder Verdächtige auftraten, mit denen Inge uns wunderbar auf falsche (und dann auch auf richtige... irgendwann) Fährten führte. 

Erschreckend fand ich die schlampige Arbeit der Polizeibehörden in dem alten Fall und ich hoffe daß das hauptsächlilch der Fantasie der Autorin entsprungen ist.

Die Rahmenhandlung mit Gina und Tino hat mir gut gefallen, die beiden sind einfach so ein nettes Paar.

Alles in allem ein toller Krimi, der mich wunderbar unterhalten hat.

Vielen Dank an meine Mitleser in der Runde hier, es hat Spaß gemacht zu spekulieren und zu diskutieren.
Und ein besonderer Dank an Inge, die die Runde toll begleitet hat.  :bussi:
Ich hoffe wir lesen und hier beim nächsten Fall wieder ! Zumal wir ja auch wissen wollen, wie das Kind von Gina und Tino heißen wird ;)

Offline Rosenprinzessin

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Herzlichen Dank! Es hat sehr viel Spaß gemacht!

Zum Buch:

Gina Angelucci arbeitet bei der Kripo München in der Abteilung für ungeklärte Fälle - Cold Cases. Ein solcher Fall ist das Verschwinden der 6-jährigen Marie. Vor zehn Jahren hat Maries Vater Christian sich selbst und seine Tochter umgebracht - so steht es in seinem Abschiedsbrief. Die Leiche der kleinen Marie wurde aber nie gefunden, und Maries Mutter Petra ist fest davon überzeugt, dass Marie noch lebt. Niemand glaubt jedoch mehr daran. Gina nimmt sich des alten Falles an und rollt ihn noch einmal auf...

Mein Leseeindruck:

Ich bin noch nie von einem Krimi von Inge Löhnig enttäuscht gewesen, und auch dieser Kriminalroman hat mich wieder überzeugt! Die Autorin schreibt sehr fesselnd, nachvollziehbar und spannend.

Einmal angefangen, konnte ich das Buch bald nicht mehr aus der Hand legen. Es war einfach zu spannend zu verfolgen, wie Gina den alten Fall neu angeht und neue Fakten zutage fördert.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Es ist der erste Fall für Gina Angelucci, und ich hoffe sehr, dass noch weitere folgen werden!
Lesen aus Leidenschaft

Offline Lilli33

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Ich habe zwar nicht hier in der Leserunde mitgelesen, aber das Buch trotzdem rezensiert  ;)

Der erste Fall für Gina Angelucci

Inhalt:

Unabsichtlich zieht Gina sich einen neuen Fall an Land. Dabei ist sie schwanger und sollte eigentlich nur noch Bürodienst machen. Doch sie kann die verzweifelte Mutter, deren siebenjährige Tochter Marie vor zehn Jahren verschwunden ist, nicht im Regen stehen lassen.

Währenddessen ermittelt Tino im Fall eines toten Babys, und im Hintergrund laufen die Hochzeitsvorbereitungen.

Meine Meinung:
„Gedenke mein“ ist quasi der 8. Band dieser Reihe. Oder er ist der 1. Band einer neuen Reihe, je nachdem, wie man das sehen will. In den ersten sieben spielt Kommissar Konstantin Dühnfort die Hauptrolle. Nun liegt der Focus auf seiner Verlobten Gina Angelucci, die bei der Kripo München Cold Cases bearbeitet. Für Quereinsteiger ist das vielleicht eine gute Möglichkeit, mit dieser Reihe zu beginnen. Allerdings kann ich auch die ersten sieben Bände wärmstens empfehlen.

Wie alle Kriminalromane von Inge Löhnig hat mir auch dieser wieder gut gefallen. Die Autorin versteht es, flüssig zu erzählen und dabei den Leser gut zu unterhalten. Dafür sorgen auch immer wieder winzige Prisen Humor und ein interessantes und liebevolles Privatleben der Kommissare.

Ich muss gestehen, das erste Drittel des Buches fand ich nicht so richtig spannend, was möglicherweise an dem alten Fall liegen mag, der nie richtig aufgeklärt wurde. Bei einem Fall, der bereits seit zehn Jahren offen ist, kommt es halt auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht an, so dachte ich. Die Ermittlungen erweisen sich als schwierig, Spuren sind nach so langer Zeit kaum vorhanden, vernünftige Zeugenaussagen nicht zu bekommen. Und so zieht sich der Anfang ein bisschen. Einige Dinge werden mehrfach wiederholt, das fand ich unnötig.

Doch nach einer Wende in der Handlung kam dann, wie von Inge Löhnig nicht anders gewohnt, Spannung auf. Plötzlich geht es Schlag auf Schlag. Ein Verdächtiger gerät ins Visier der Polizei, die Zeit drängt, um größeres Unheil zu verhindern. Apropos Verdächtige: Davon gibt es einige, und Frau Löhnig hat es wieder einmal geschafft, mich ordentlich an der Nase herumzuführen. Zwar hatte ich auch den tatsächlichen Täter im Auge, aber er war nicht mein Favorit.

Im nächsten Roman der Reihe wird dann Dühnfort seinen 8. Fall aufklären.

Die Dühnfort-Reihe:
1. Der Sünde Sold
2. In weißer Stille
3. So unselig schön
4. Schuld währt ewig
5. Verflucht seist du
6. Deiner Seele Grab
7. Nun ruhet sanft

Der Angelucci-Roman
1. Gedenke mein
« Letzte Änderung: 20. Februar 2016, 22:35:32 von Lilli33 »

Offline DunklesSchaf

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    • Die Dunklen Felle
Sorry, ich bin ein bisschen spät dran - die Muse hat ein paar Tage einen Bogen um mich gemacht.  :-\
Aber jetzt ist sie fertig - hier kommt meine Rezension:

10 Jahre ist es her, dass Marie Weber von ihrem Vater bei einem Mitnahmeselbstmord getötet wurde. Ihre Leiche hat man bis heute nicht gefunden und so geht Petra Weber, ihre Mutter, davon aus, dass ihre kleine Tochter noch am Leben ist. Finanziell, physisch und psychisch erschöpft will sie nicht aufgeben und landet bei Gina Angelucci, die in ihrer Abteilung in München Cold Cases bearbeitet und gerade sensationellen Erfolg hatte und einen Täter Jahre nach seiner Tat verhaften konnte. Gina kann die Bitte der Mutter nicht ganz von sich weisen und verspricht die Rosenheimer Kollegen, die den Fall bearbeitet haben, um eine neuerliche Suche im See, in dem die Leiche von Marie liegen soll. Der Ermittler, reichlich genervt von der nicht aufgeben wollenden Mutter, kanzelt Gina ab, so dass sie beginnt, selbst in dem lange zurückliegenden Fall zu wühlen.

Da ist er nun endlich – der erste Fall von Gina Angelucci, der früheren Kollegin, jetzt Lebenspartnerin von Tino Dühnfort, dessen Krimireihe von Inge Löhnig schon einige Jahre Bestand und großen Erfolg hat. Eine grandiose Idee der Autorin, nun Gina an die Front zu lassen und die Perspektive zu ändern. Nun bekommt man nicht nur einen ganz anderen Blick auf Ginas und Tinos Beziehung, sondern auch eine Cold Case Ermittlung mit Gina.

Cold Cases – das hört sich nach staubigen Akten, viel Text und dunklen Kellern an. Und das ist es auch. Doch mit den heutigen kriminaltechnischen Möglichkeiten kann man die alten Akten wiederbeleben und den ein oder andern Täter überführen. So ist es Gina auch in ihrem letzten Fall gelungen und das war der Presse eine Erwähnung ihres Namens wert. So stößt Petra Weber auf Gina und bevor sich Gina versieht, steckt sie mittendrin in einem Fall, der damals aus politischen aber auch faulen Gründen schlampig geführt wurde und mit jedem Tag neue Überraschungen für Gina bereit hält.

Während Tino ja eher der vorsichtige, sich streng an die Regeln haltende Kommissar ist, erlebt man mit Gina eine impulsive und stürmische Ermittlung – welche durch ihre Schwangerschaft noch mehr befeuert wird – und ihre Leidenschaft zeigt, Täter zu überführen und für die Opfer einzustehen. Noch hält sie die Schwangerschaft vor ihrem Chef geheim, doch Tino drängelt, nicht nur um die gute Nachricht zu verbreiten, sondern damit sich Gina aus der Ermittlung zurück zieht. Doch mit einem Schreibtischjob kann sich Gina nur wenig anfreunden und der Fall um Marie Weber hält sie fest. Während der Ermittlung muss sie sich auch noch mit ihrem neuen Kollegen – und Fitnessfreak – Holger zusammen raufen und im Eifer des Gefechts vergisst sie ihre Schwangerschaft schon auch mal.

Es ist  - wie immer – ein gelungenes Leseerlebnis, wenn man die Dühnfort/Angelucci Reihe liest, der Perspektivwechsel bringt etwas Frisches in die Reihe und der Leser darf endlich wieder mehr von Gina lesen, die ja aufgrund der Beziehung der beiden, die Abteilung gewechselt hat. Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und es war richtig schwer, am Ende der Abschnitte zu stoppen und erst am nächsten Tag weiterzulesen. Der Cold Case entwickelt sich zu einem – kann man das so sagen? – Warm Case und urplötzlich tauchen die verschiedensten Verdächtigen aus der Vergangenheit auf und platzen wieder in Petra Webers Leben. Man rätselt bis zum Schluss und bleibt zwischen zwei Verdächtigen hängen – die Autorin verheimlicht dem Leser die Lösung sogar noch ein wenig, auch wenn Gina den Täter da schon kennt. Man ist also gespannt wie ein Flitzebogen. Und doch lässt der Krimi ein mulmiges Gefühl zurück. Wenn doch nur... ein wenig früher... warum hat man damals nicht... solche Satzfetzen schwirren einem da im Kopf herum und man fragt sich: wann genau wird ein Fall abgelegt und wer beschließt dies eigentlich? Wer übernimmt die Verantwortung, wenn ein Fall – ohne zufriedenstellende Lösung – abgelegt wird?
Wie gut, dass es Abteilungen und Ermittler gibt, die diese „Altfälle“ neu aufrollen.

Fazit:
Erfrischender Perspektivwechsel mit einem Cold Case, der seine Fühler in die Gegenwart streckt – spannend und knifflig, mit einer Frage, die bestehen bleibt: wer schließt einen Fall, der zu keinem Ergebnis kommt?


Die Rezension wurde außerdem auf meinem Blog, bei hugendubel.de, bei lovelybooks.de und bei Literaturschock (Hauptseite sowie Forum) veröffentlicht - z. T. fehlen noch die Freischaltungen, aber in 1-2 Tagen sollten dann alle zu sehen sein.

Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht und richtig toll fand ich, dass Inge uns am Namen suchen beteiligt hat. :-D Danke!
Grüßle,
Christina

 

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