Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1045 mal)

Offline Martha Sophie Marcus

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    • Martha Sophie Marcus
Liebe smyrill, das ist ein Fazit, wie ich es mir schöner nicht wünschen könnte.  :danke:
Schön, dass Du dabei warst! Und ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir uns hier noch einmal wiedertreffen würden.

Offline odenwaldcollies

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@Tammy und Rissa:
Es wäre schön, wenn ihr noch eure Rezensionen einstellen würdet  :-*
Liebe Grüße
Karin

Offline Rissa

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Die Rezension ist fertig, ich wollte nur noch ein wenig feilen...

Inhalt
Haithabu, 1044: Die vierzehnjährige Ingunn ist die Tochter des angesehenen Händlers Sigmund. Wie ihr Vater glaubt auch sie an die alten Götter, während ihre Mutter Godelind sich den Christen angeschlossen hat, was gelegentlich zu Unfrieden im Haus führt.
Als eines Tages die Brüder Torge und Jostein aus England eintreffen, verliebt sich Ingunn in den nur wenig älteren Torge. Als der um ihre Hand anhält, ist das Mädchen überglücklich, doch Torge und Jon stehen im Dienst des Jarls von Northumbria, viele Meilen entfernt.
Um Ingunn, sein einziges überlebendes Kind, abzusichern, beschließt Sigmund, sie als Nachfolgerin auszubilden.
Doch der kleinen Stadt Haithabu stehen unruhige Zeiten bevor…

Meine Meinung
Mit diesem Roman beschäftigt sich Martha Sophie Marcus mit der Stadt Haithabu, die immer wieder Opfer von Überfällen wurde. Anhand fiktiver Personen schildert sie, wie die Menschen in dieser Zeit des Umbruchs gelebt haben.
Der Schwerpunkt liegt hier zu Beginn klar auf dem Alltag, der Verbreitung des Christentums und den damit einhergehenden kleinen und großen Konflikten, aber mit Fortschreiten der Handlung verlagert sich dies hin zu politischen Entscheidungen und der einen oder anderen Kampfhandlung. Auch eine Liebesgeschichte kann man erwarten, und auch wenn diese für die Handlung doch sehr wichtig ist, so ist sie nicht der Dreh- und Angelpunkt des Romans.
Dabei hangelt sich die Autorin an den historischen Ereignissen entlang, an denen die Hauptpersonen nicht selten direkt beteiligt sind, auch zögert sie nicht, die eine oder andere überlieferte Anekdote über reale Charaktere einzubringen. Es empfiehlt sich, ein wenig Vorwissen über diese Zeit mitzubringen, da doch recht viele historische Persönlichkeiten am Rande erwähnt werden, ohne dass genauer auf sie eingegangen wird.
Die meiste Zeit beschreibt die Autorin Ingunns Erlebnisse, gelegentlich zeigt sie aber auch, wie es Jostein gerade ergeht. Dabei werden nur die Dinge beschrieben, die die beiden Personen auch tatsächlich mitbekommen, was andernorts geschieht wird ausgelassen. Es kommt auch zu der einen oder anderen grausamen Szene, doch anstatt diese in allen Details zu beschreiben, geht Martha Sophie Marcus sehr sparsam mit diesen Beschreibungen um und deutet die schlimmen Dinge nur an. Dies hat mir gut gefallen, insbesondere, da diese Szenen alle für den weiteren Verlauf der Handlung wichtig sind und nicht bloß aufgepfropft wirken.
Während die Handlung zu Beginn recht dicht beschrieben ist und wenige Wochen oder Monate zwischen den einzelnen Kapiteln liegen, werden gen Ende hin die zeitlichen Abstände zwischen den Kapiteln immer länger, ganze Jahre werden übersprungen. Insbesondere die letzten zweihundert Seiten haben sich so etwas gezogen, hatte ich doch den Eindruck, dass der Roman eigentlich schon vorbei sein könnte, wenn nicht ein bestimmtes Ereignis am Ende des Romans hätte stehen sollen.
Hauptperson ist Ingunn, zu Beginn vierzehn Jahre alt, die als Tochter eines reichen Händlers sehr viele Freiheiten genießt. Im Haushalt hilft sie ungern mit, was auch daran liegt, dass ihre Mutter Godelind, inzwischen Christin, sich anscheinend jede Freude versagt und versucht, Ingunn ihren Glauben aufzudrängen. Sie ist sehr offen und spricht aus, was ihr gerade in den Sinn kommt, und auch in anderen Menschen zieht sie Offenheit vor.
Jostein, genannt, Jon, ist genau das Gegenteil von Ingunn. Er ist in sich gekehrt und denkt viel über seine Handlungen und die anderer Leute nach. Als Kämpfer ist er nicht zu verachten, doch seine Fähigkeit, sich nach außen hin bedeckt zu geben, qualifiziert ihn für ganz andere Tätigkeiten.
Neben diesen gibt es noch viele anderen Haupt- und Nebenfiguren – das Personenregister mit Erläuterungen umfasst etwa fünfeinhalb Seiten. Stereotype Darstellungen sucht man hier jedoch weitestgehend vergebens, nur wenige Charaktere sind einseitig gezeichnet, und der eine oder andere zeigt dann doch noch ein anderes Bild von sich.
Neben dem Personenregister weist das Buch noch weitere Zusatzausstattung auf. So ist vorne eine Karte enthalten, hinten findet sich zudem ein Glossar sowie ein Nachwort zu den historischen Ereignissen nach Ende des Buches sowie Erläuterungen zur Entstehung des Romans.

Fazit
Ein wunderschöner Roman, der mich, mit kleinen Abstrichen, wunderbar unterhalten und dabei nebenbei auch ein wenig über die Geschichte der Stadt Haithabu informiert hat.

Offline Martha Sophie Marcus

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Eine tolle Rezension, Rissa. Vielen Dank dafür!  Schön, dass Du dabei warst.  :winken:

Offline Dani

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Liebe Martha,
es war sehr schön, dich in Leipzig "in echt" kennenzulernen!
Liebe Grüße
Dani

Offline Martha Sophie Marcus

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    • Martha Sophie Marcus
Liebe Martha,
es war sehr schön, dich in Leipzig "in echt" kennenzulernen!

Liebe Dani,

das fand ich umgekehrt auch.  :winken:

Martha

Offline Martha Sophie Marcus

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    • Martha Sophie Marcus
Wer bei der Leserunde dabei war, kann sich noch bis Ostermontag zur Sachbuchverlosung melden.

http://martha-s-marcus.blogspot.de/2016/03/sachbuchverlosung-fur.html

Offline Martha Sophie Marcus

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Gerade habe ich die Gewinnerin für das Sachbuch ausgewürfelt. Es ist smyrill! Herzlichen Glückwunsch!  :bussi:

Offline smyrill

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Ich freue mich riesig, liebe Martha !!!!  :banane: :banane: :banane:

Dankeschoen !  :-*

Und meine Kinder werden auch begeistert sein, die finden die Wikingerzeit auch total spannend. Da probieren wir auf jeden Fall was zusammen aus, aus dem Buch.

Offline odenwaldcollies

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Herzlichen Glückwunsch, smyrill  :-*
Liebe Grüße
Karin

Offline smyrill

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Bin eben nach Hause gekommen und habe gerade das Buch ausgepackt.
Das ist wirklich toll ... hab nur mal durchgeblättert, aber es ist richtig schön aufgemacht !
Und es war noch ein Bleistift mit so einem (metallenen) Wikingerschiff als "Aufstecker" (da wo sonst auch mal ein Radiergummi ist) dran. Über den wird sich mein Jüngster riesig freuen !

Vielen Dank noch mal, Martha ! 

Offline Martha Sophie Marcus

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    • Martha Sophie Marcus
Gern, liebe Smyrill. Bei dem Bleistift dachte ich auch an Deine Kinder. Leider hatte ich nur den einen. Ich hoffe, dass gibt keinen Unfrieden.
Liebe Grüße, Martha

 

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