Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 687 mal)

Online JanaBabsi

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind Eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass Ihr zum Abschluß zeitnah Euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Viele Grüße
Babsi

Ein Hund ist wie ein spannendes  Buch, doch was nützt einem Analphabeten das spannendste Buch

Mein Buchblog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie

Offline Caren

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Dann mach ich mal den Anfang! Diese Leserunde hat mich wieder rundum begeistert! Das Buch war super und auch der Austausch mit den Mitleserinnen und der Autorin sehr aufschlussreich und teilweise erheiternd.
Danke, Petra, für deine Teilnahme und auch Danke an die Mitleserinnen!

Hier nun meine Rezi:

Kinderwunsch mit tödlichen Folgen

Inhalt:
Johanna wird auf dem Friedhof von einer wildfremden Frau angesprochen. Sie soll für die Unbekannte ein Kind austragen. Johanna lehnt ab. Kurz darauf wird die Fremde ermordet aufgefunden. Johannas Geschichte ist für die Polizei erst unglaubwürdig, im Laufe der Ermittlungen stellt sich jedoch heraus, dass Johanna nicht zufällig als potentielle Leihmutter ausgewählt wurde. Der Grund dafür und für den Mord liegt in der Verganganheit.

Meine Meinung:
Das Buch ist von der ersten Seite an fesselnd geschrieben. Das heikle Thema künstliche Befruchtung wird sehr sensibel und gut recherchiert angegangen. Die Protagonisten sind sehr überzeugend beschrieben, sympathisch oder eben nicht. Der Leser wird mit hineingenommen in Freundschaften und Familien, die fast zerbrechen am unerfüllten Kinderwunsch. Der Wunsch nach einem Kind kann eine Frau oder ein Paar bis fast in den Wahnsinn treiben.....
Wie man das bei Petra Johann kennt, ist die Handlung sehr spannend und bringt immer wieder überraschende Wendungen. Ich habe bis zum Schluss gerätselt, wer der Mörder / die Mörderin sein könnte - und dann gibt es doch ein unerwartetes Ende. "Der Preis für kein Kind" ist so ein Buch, das man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde. Es lässt sich schwer aus der Hand legen.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.


Liebe Grüße, Caren

-----------

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline PetraJohann

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Meine Meinung:
Das Buch ist von der ersten Seite an fesselnd geschrieben. Das heikle Thema künstliche Befruchtung wird sehr sensibel und gut recherchiert angegangen. Die Protagonisten sind sehr überzeugend beschrieben, sympathisch oder eben nicht. Der Leser wird mit hineingenommen in Freundschaften und Familien, die fast zerbrechen am unerfüllten Kinderwunsch. Der Wunsch nach einem Kind kann eine Frau oder ein Paar bis fast in den Wahnsinn treiben.....
Wie man das bei Petra Johann kennt, ist die Handlung sehr spannend und bringt immer wieder überraschende Wendungen. Ich habe bis zum Schluss gerätselt, wer der Mörder / die Mörderin sein könnte - und dann gibt es doch ein unerwartetes Ende. "Der Preis für kein Kind" ist so ein Buch, das man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde. Es lässt sich schwer aus der Hand legen.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Liebe Caren, vielen Dank für die wundervolle Rezi!!! Ich freu mich sehr, dass das Buch Dir so gut gefallen hat.
Und der Satz, der mit "Wie man das bei Petra Johann kennt ..." anfängt, macht mich wirklich sprachlos. :-[
Liebe Grüße Petra

Offline Caren

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« Letzte Änderung: 14. März 2016, 18:23:39 von Caren »
Liebe Grüße, Caren

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Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Online buchregal123

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Diese Leserunde mich euch hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke an Petra für die tolle Begleitung.

----------------


Johanna Bischoff ist die letzten Jahre nur durch die Welt gereist und hat gearbeitet. Doch nun hat sie den Job geschmissen. Als sie Ruhe auf einem Friedhof sucht, spricht eine Unbekannte sie an und verlangt von ihr, dass Johanna als Leihmutter ein Kind austrägt. Als Johanna erfährt, dass diese Unbekannte ermordet wurde, geht sie zur Polizei und erzählt die unwahrscheinliche Geschichte und prompt wird ihr auch nicht geglaubt. Dennoch wird Johanna in diese Geschichte hineingezogen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn die Fremde hat sie nicht zufällig ausgesucht.
Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Von Anfang an ist man gefesselt, denn ein Motiv für den Mord ist eigentlich nicht zu erkennen und man will doch wissen, was dahinter steckt. Ich hätte das Buch am liebsten in einem Zug durchgelesen.
Es geht um Frauen und Ihren Kinderwunsch und was sie tun, um ihren Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Die Medizin hat viele Möglichkeiten eröffnet, aber die Gesetzgebung sorgt dafür, dass es auch Grenzen gibt. Dabei ist einiges in den Gesetzen nicht wirklich klar definiert. Auch ist in einem Land etwas legal, was in einem anderen nicht erlaubt ist. Wenn der Leidensdruck über die Kinderlosigkeit nur groß genug ist, setzt man sich vielleicht auch über Regeln hinweg.
Die Charaktere wurden glaubhaft dargestellt. Nicht alle waren mir sympathisch. Johanna bemerkt in ihrem Freundeskreis, dass etwas verschwiegen wird, aber sie kann sich nicht vorstellen, was da unter der Oberfläche brodelt. Auch wenn ich manchmal Verständnis hatte, so konnte ich doch nicht immer die Handlungsweisen nachvollziehen. Aber das ist bei einem so emotionsbehafteten Thema auch nicht einfach.
Der Kommissar Grabmeier vergisst seine Objektivität bei den Ermittlungen. Dafür macht sich der Kollege Becker gut, ihm gelingt es mit Intuition, Beharrlichkeit und einem Gespür für Menschen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Viele Wendungen sorgten dafür, dass sich erst zum Schluss ein vollständiges Bild ergab. So blieb es spannend bis zur schlüssigen Klärung des Falls.
Ein empfehlenswerter Kriminalroman.
Liebe Grüße
Bruni

Offline PetraJohann

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Diese Leserunde mich euch hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke an Petra für die tolle Begleitung.

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Johanna Bischoff ist die letzten Jahre nur durch die Welt gereist und hat gearbeitet. Doch nun hat sie den Job geschmissen. Als sie Ruhe auf einem Friedhof sucht, spricht eine Unbekannte sie an und verlangt von ihr, dass Johanna als Leihmutter ein Kind austrägt. Als Johanna erfährt, dass diese Unbekannte ermordet wurde, geht sie zur Polizei und erzählt die unwahrscheinliche Geschichte und prompt wird ihr auch nicht geglaubt. Dennoch wird Johanna in diese Geschichte hineingezogen und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn die Fremde hat sie nicht zufällig ausgesucht.
Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Von Anfang an ist man gefesselt, denn ein Motiv für den Mord ist eigentlich nicht zu erkennen und man will doch wissen, was dahinter steckt. Ich hätte das Buch am liebsten in einem Zug durchgelesen.
Es geht um Frauen und Ihren Kinderwunsch und was sie tun, um ihren Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Die Medizin hat viele Möglichkeiten eröffnet, aber die Gesetzgebung sorgt dafür, dass es auch Grenzen gibt. Dabei ist einiges in den Gesetzen nicht wirklich klar definiert. Auch ist in einem Land etwas legal, was in einem anderen nicht erlaubt ist. Wenn der Leidensdruck über die Kinderlosigkeit nur groß genug ist, setzt man sich vielleicht auch über Regeln hinweg.
Die Charaktere wurden glaubhaft dargestellt. Nicht alle waren mir sympathisch. Johanna bemerkt in ihrem Freundeskreis, dass etwas verschwiegen wird, aber sie kann sich nicht vorstellen, was da unter der Oberfläche brodelt. Auch wenn ich manchmal Verständnis hatte, so konnte ich doch nicht immer die Handlungsweisen nachvollziehen. Aber das ist bei einem so emotionsbehafteten Thema auch nicht einfach.
Der Kommissar Grabmeier vergisst seine Objektivität bei den Ermittlungen. Dafür macht sich der Kollege Becker gut, ihm gelingt es mit Intuition, Beharrlichkeit und einem Gespür für Menschen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.
Viele Wendungen sorgten dafür, dass sich erst zum Schluss ein vollständiges Bild ergab. So blieb es spannend bis zur schlüssigen Klärung des Falls.
Ein empfehlenswerter Kriminalroman.
Liebe Bruni, auch Dir vielen Dank für die Rezi und die interessanten Diskussionen! Es freut mich sehr, dass ich Dich von Anfang an fesseln konnte, auch wenn es mir wieder nicht gelungen ist, Dein Bauchgefühl zu überlisten! (Aber ich schaffe das schon noch irgendwann ;))
Liebe Grüße Petra

Online buchregal123

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Liebe Bruni, auch Dir vielen Dank für die Rezi und die interessanten Diskussionen! Es freut mich sehr, dass ich Dich von Anfang an fesseln konnte, auch wenn es mir wieder nicht gelungen ist, Dein Bauchgefühl zu überlisten! (Aber ich schaffe das schon noch irgendwann ;))
Liebe Grüße Petra

Ich freue mich drauf!   :winken:
Liebe Grüße
Bruni

Online JanaBabsi

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Der Preis für kein Kind

Während Johanna Bischoff in Ammerbach an der Ampel warten muss, fällt Ihr Blick auf eine Tageszeitung, die in einem Ständer am Kiosk direkt neben der Ampel ausgehängt ist. Auf dem Titelblatt der Zeitung prangt das Foto einer Frau, deren Leiche man aus dem Ammerbacher Weiher geborgen hat.

Bei der Toten handelt es sich um Christine Lenz -  die Frau, die Johanna vor ca. 10 Tagen auf einem Münchener Friedhof angesprochen und um Hilfe gebeten hatte.

Johanna geht sofort zur Polizei - aber die Geschichte, die sie dort erzählt, ist so außergewöhnlich, dass die Polizisten denken, sie wolle ihnen einen Bären aufbinden und schenken ihrer Aussage keinen Glauben. Johannas Aussage nach hat Christine Lenz sie angefleht, ein Kind für sie auszutragen. Und nun ist sie tot.

Nach "Schatten der Schuld" (mein Krimi-Highlight 2015) habe ich mit "Der Preis für kein Kind" den 2. Kriminalroman aus der Feder von Petra Johann gelesen. Die Erstveröffentlichung fand im Jahre 2011 statt. Das Buch wurde nun erstmals als eBook aufgelegt.

Der Schreibstil ist auch hier sehr angenehm und man rutscht als Leser gleich ins Geschehen hinein.

Johanna Bischoff hat ihren Job gekündigt und gönnt sich ein paar Tage Auszeit in Ammerbach - bei ihrer Freundin Mona, die gerade mit Zwillingen schwanger ist, und deren Ehemann Holger. Durch den Kontakt zu Christine Lenz, kurz vor ihrem Tod, wird Johanna unfreiwillig in die Ermittlungen hineingezogen.

Die Polizisten Grabmeier und Becker können es drehen und wenden, wie sie möchten, niemand hatte ein wirkliches Motiv Christine Lenz umzubringen. Genau wie die Polizei, tappe auch ich bis zum Schluss des Buches im Dunkeln, denn ohne Motiv tötet (im Normalfall) niemand einen anderen Menschen. Zum Ende werden alle offenen Fragen, die sich dem Leser nach und nach stellen, beantwortet.

Im Laufe der Ermittlungen stoßen die Polizisten auf das Thema Reproduktionsmedizin [Intrauterine Insemination (IUI) / In-Vitro-Fertilisation (IVF) / Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) / MESA/TESE / Einfrieren von Eizellen (Kryokonservierung)] und man merkt schnell, dass die Autorin diesbezüglich keine Floskeln von sich gibt, sondern wirklich hervorragende Recherchearbeit geleistet hat. Das Thema wird mit der notwendigen Sensibilität behandelt und gut verständlich beschrieben.

Die Protagonisten sind allesamt schön ausgearbeitet und auch die Gefühle der betroffenen Personen, für die es ohne Hilfe nicht möglich ist eigene Kinder zu bekommen, werden schön zwischen den Figuren und dem Leser transportiert. An ungewollter Kinderlosigkeit können Ehen oder ganze Familien ohne weiteres zerbrechen - am selbst auferlegten Stress, unbedingt ein Kind bekommen zu müssen, jedoch auch.

Nun muss ich mir in meinem straff durchorganisierten Leserundenkalender einen Termin suchen, an dem ich das Buch "Windflüchter" von Petra Johann lesen kann.

Wer eine guten Krimi sucht, der ist bei einem Buch von Petra Johann an der richtigen Adresse.

Herzlichen Dank, liebe Petra, für die Zurverfügungstellung des Leseexemplares und Deine Zeit, unsere Leserunde zu begleiten.

Ich streue meine Rezensionen noch, aber vermutlich erst nach der Buchmesse. Die Links stelle ich dann hier ein.
Viele Grüße
Babsi

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Offline PetraJohann

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Liebe Babsi!

Auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deine schöne ausführliche Rezi! Und natürlich ein besonderes Dankeschön für die tolle Organisation der Leserunde!  :klatschen:

Die Leserunde hat mir wieder großen Spaß gemacht. Ich fand es sehr spannend und interessant, Euch beim Diskutieren und Spekulieren zuzusehen und teilweise mit Euch zu diskutieren. Besonders einige Beiträge zum komplexen Thema "Kinderwunsch" haben mich sehr berührt. Und generell möchte ich sagen, dass ich die Stimmung in den Leserunden immer wunderbar finde!

Vielen Dank an alle für Eure Zeit und Euer Engagement :danke:

Bis zum nächsten Mal

Petra

Online JanaBabsi

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Ich wünsche Dir auch eine gute Zeit - und viele Inspirationen.
Falls Du für Dein nächstes Buch Leserunden-Kritiker haben möchtest, melde Dich einfach bei mir.  ;)

Danke auch an meine Mitleserinnen, es war mal wieder eine schöne Runde mit Euch!
Viele Grüße
Babsi

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Offline Idefix

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Vielen Dank, dass ich bei diesem Buch mitlesen durfte.

Johanna Bischoff wird auf dem Friedhof von Christine Lenz angesprochen und um Hilfe gebeten. Sie soll als Leihmutter das Kind von Christine und ihrem Freund Paul austragen. Tage später ist Christine tot. Johanna sieht das Bild von der toten  Christine an einem Zeitungskiosk und erkennt sie wieder. Daraufhin geht sie sofort zur Polizei und erzählt von der  Begegnung  auf dem Friedhof. Doch dort stößt sie auf taube Ohren, ihrer Geschichte wird nicht geglaubt. Johanna wurde aber von Christine nicht zufällig angesprochen und schon bald sieht sie sich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit Geheimnissen von Freunden und Lügen und Intrigen, die man so nicht vermuten würde und dann wird sie selbst zur Verdächtigen……

Das Buch „Der Preis für kein Kind“ ist mein zweiter Kriminalroman von Petra Johann und ich kann auch hier wieder sagen, es wird nicht mein letzter gewesen sein. Der Plot ist einfach so spannend geschrieben, dass  man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann und die über 350 Seiten am liebsten in einem Rutsch lesen möchte. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd geschrieben und  ein Spannungsaufbau ist von Beginn an vorhanden.

 Die Charaktere  sind sehr gut ausgearbeitet und authentisch dargestellt. Selbst mit weniger sympathischen Protagonisten hatte ich irgendwie Mitleid aufgrund ihrer Lebenssituation. Man spürt auch die Verzweiflung von Christine Lenz, die sich so sehnlichst ein Kind wünscht. Nicht nachvollziehbar für Frauen,  für die Kinder zu bekommen das Normalste der Welt ist. Das Thema, um welches es im Buch geht, ist sehr sensibel und auch in unserer fortgeschrittenen modernen Gesellschaft noch ein Tabuthema. Hier gelingt es Petra Johann exzellent, den Leser damit vertraut zu machen. Es geht um das Thema künstliche Befruchtung, dem Einfrieren von Eizellen und Leihmutterschaft, die ja in Deutschland durch das Embryonenschutzgesetz verboten ist. Man bekommt fundierte Informationen dazu, gut eingebettet in den Plot und merkt, dass Petra Johann hier hervorragende Recherchearbeit geleistet hat und das, was sie schreibt, Hand und Fuß hat und jederzeit in  einschlägigen Suchmaschinen nachzulesen ist.

Mit unerwarteten Wendungen und geschickten Verwirrungen  lenkt die Autorin den Leser des öfteren auf eine falsche Fährte den Mörder von Christine betreffend. Am Ende war auch ich diesem Katz-und Maus-Spiel erlegen und hatte keinen Schimmer, wer es sein könnte. Von Kapitel zu Kapitel wechselten  meine  potentiellen Verdächtigen.  Umso überraschender waren für mich die Auflösung und der Showdown des Buches.

Petra Johann ist mit diesem Buch ein Kriminalroman gelungen, der es schon jetzt wohl unter die TOP 5 meiner Lesehighlites  2016 geschafft hat und ein  „must  read“ für alle Krimifans ist.
Das Buch bekommt von mir 5 Sterne.


Die Links von den gestreuten Rezensionen stelle ich noch ein.
Liebe Grüsse
Yvonne


Lesen heisst  durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )

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Ein Anfang und kein Ende

Offline PetraJohann

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Liebe Yvonne,  jetzt habe ich deine Rezi gelesen und bin ganz platt! Wow! Vielen Dank dafür, das macht mich jetzt wirklich sehr stolz.  :-[
(Vor allem weil ich ja "Der Preis für kein Kind" selbst herausbringen musste, da ich keinen Verlag dafür begeistern konnte ...)

Viele Grüße + schöne Ostern an alle!

Petra

 

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