Autor Thema: Fazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 591 mal)

Offline smyrill

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß zeitnah euer Fazit hier einstellt. Bitte nicht erst Wochen nach der Leserunde.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten.
Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen !

Offline Buecherlabyrinth

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Myntha ist im Schlaf an den Fluss gelaufen. Volmerus versucht sie zu fangen, um ihr den Teufel auszutreiben und streut Gerüchte über Myntha. Pech für sie, dass gerade in dieser Nacht der Bäckermeister ermordet wurde. Aber nicht sie, und auch nicht der andere Verdächtige, der Rabenmeister werden angeklagt und eingesperrt, sondern Ellen, die heimliche Geliebte des Bäckermeisters. Myntha und der Rabenmeister versuchen die Unschuld von Ellen zu beweisen, indem sie den wahren Mörder suchen.

Der Krimiteil war vielleicht für mittelalterliche Verhältnisse realistisch, aber ich hätte mir doch eine etwas raffiniertere Art der Überführung gewünscht. Viele andere Geheimnisse bleiben offen und werden erst in Folgebüchern gelöst werden.

Die Stärke des Buches liegt in den Beschreibungen des Lebens der verschiedenen Personen und in den Dialogen. Die Sprache ist angepasst, sie klingt mittelalterlich und lässt sich doch sehr angenehm und leicht lesen. "Die silberne Nadel" versetzt den Leser ins Mittelalter und lässt ihn an dem oft grausamen und schweren Leben teilnehmen, ohne es allzu düster und hoffnungslos darzustellen. Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es jedem Freund von historischen Romanen.

Offline nirak

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Vielen Dank, dass wir hier auch Band zwei gemeinsam gelesen haben  :winken:

Spannende Unterhaltung am Rhein im Jahre 1420

Köln 1420: Eine Leiche wird im Rhein gefunden, sie hat sich in eine der Mühlen verfangen. Es ist der Brotbeschauer Schroth, dieser hatte zuvor Streit mit einem Bäckermeister. Er weist eindeutige Male auf, die beweisen, dass er nicht einfach nur ertrunken ist, nein er wurde ermordet. Schnell sind Verdächtigungen ausgesprochen unter anderem eben auch seine Geliebte Ellen. Myntha und sie sind Nachbarn und befreundet. Da Myntha nicht an die Schuld der Freundin glaubt, beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Unterstützung erhält sie wieder von dem Rabenmeister Frederic.

Dies ist der zweite Band, der aus dem Leben der Fährmannstochter Myntha erzählt. Hier wird ihr Leben fortgesetzt. Gleichzeitig gilt es, einen spannenden Mordfall zu klären. Die Geschichte beginnt mit einer Bäckertaufe, dies ist eine mittelalterliche Methode um Bäcker zu bestrafen, die sich nicht an die Regeln halten. Sie ist sehr schön erklärt. In dem Vorwort geht die Autorin auch gleich näher auf das Bäckerhandwerk ein und somit ist klar, in welchem Handwerkskreis dieser Roman spielt. Auch der Tote wird ziemlich zu Anfang gefunden. Leider ist dieser Kriminalfall leicht zu durchschauen, wenn man auf die Spuren achtet, die die Autorin gelegt hat. Mir waren sie zu offensichtlich. Ich habe immer wieder nach einer anderen Lösung Ausschau gehalten. Demzufolge war ich am Ende dann auch ein bisschen enttäuscht.

Der Erzählstil ist der Zeit angepasst. Mit ihrem einigen Humor erzählt Andrea Schacht hier ihre Geschichte. Es macht Spaß zu lesen und vor allem den Dialogen zu lauschen. Allerdings wird es Lesern, die die Vorgänger nicht kennen, schwerfallen mit dieser Geschichte zurecht zu kommen. Es gibt zwar Rückblenden, die auf die vergangenen Taten hinweisen, aber es macht eindeutig mehr Spaß, wenn man diese Reihe von Beginn an liest. Das Ende ist dann auch dementsprechend offen gehalten, da bereits klar ist, dass diese Reihe wieder aus fünf Bänden bestehen wird.

Nur der Mordfall ist sich abgeschlossen, nicht aber die Lebensgeschichten der einzelnen Protagonisten. Auch wenn sich ein paar der losen Fäden aus dem Vorgänger nun gefunden haben, ist noch lange nicht alles geklärt. Es heißt also auf den nächsten Band warten und schauen wie es mit Myntha, Frederic und den anderen weitergeht.


http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,36191.msg900062.html#msg900062

http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/historische-romane/andrea-schacht-die-silberne-nadel

http://www.buchcouch.de/rezensionen/historische-romane/andrea-schacht-die-silberne-nadel/

http://buchcouch-forum.de/forum/index.php/topic,10307.msg119341.html#msg119341

http://www.steffis-buecherkiste.de/bkf/index.php?topic=3304.msg51823#msg51823

http://www.buechertreff.de/thread/90799-andrea-schacht-die-silberne-nadel/?postID=1814381#post1814381

http://wasliestdu.de/rezension/spannende-unterhaltung-am-rhein-im-jahre-1420

http://www.lovelybooks.de/autor/Andrea-Schacht/Die-silberne-Nadel-1137946812-w/rezension/1231829886/

Offline Annette B.

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Es hat wieder viel Spaß gemacht mit dir Andrea, und auch mit allen anderen Teilnehmern der Leserunde, dieses Buch zu lesen.


Ein Toter im Rhein

Auch in diesem zweiten Teil der Fährmannstochter hat Frau Schacht wieder eine vielschichtige Handlung geschrieben.

Da ist eine Gauklertruppe in Mühlheim und unterhalten die Bürger mit derben Späßen.

Auf der anderen Rheinseite muss ein unehrlicher Bäcker eine sogenannte Bäckertaufe über sich ergehen lassen.
Und am nächsten Tag gibt es eine Leiche im Rhein, die sich offenbar in dem Rad einer Mühle verfangen hat.

Wie immer bei Andrea Schacht, gibt es viele Geheimnisse und Rätsel, die den Leser immer tiefer in die Handlung hineinziehen.
Es war sehr interessant zu lesen, wie genau die Autorin das mittelalterliche Rechtssystem in diesem Buch erklärt hat.
Die Büttel hatten keine Möglichkeit mit DNA Analysen oder Handyüberwachung einen Täter zu überführen. Also mussten sie viele Fragen stellen und auch Anschuldigungen oder Verleumdungen nach gehen.
Mit vielen interessanten Überlegungen und humorvollen Dialogen, zwischen Myntha und dem Rabenmeister, führt Frau Schacht den Leser auf die Spur des Täters.

Geschickt hat die Autorin die Dialoge dem mittelalterlichen Sprachgebrauch angepasst. Viele alte Begriffe fließen in die Dialoge ein und erklären sich oft von selbst, sodass man gar nicht lange rätseln muss was zum Beispiel eine Schimäre ist.
Für mich ist es immer wieder spannend zu lesen, mit welchen Tricks und fantasiereichen Aktionen die Hauptdarsteller in den mittelalter Krimis von Frau Schacht, den wahren Täter überführen.
Auf diesem Weg zeigt die Autorin dem Leser auch das anstrengende Alltagsleben der Bürger im Mittelalter.
Ich mag die Bücher von Frau Schacht sehr gerne, weil sie mir mit den Beschreibungen der Menschen und deren Sorgen, eine ganz andere Welt eröffnet.

Einige Rätsel aus dem ersten Teil der Fährmannstochter hat die Autorin in diesem Buch gelöst, aber es bleiben noch viele Geheimnisse die mich auch sicher wieder im nächsten Teil dieser Serie fesseln werden.
Ich freue mich schon sehr darauf Myntha und den Rabenmeister zu begleiten.



Meine Rezension erscheint auf folgenden Internetseiten:

Amazon

Buchcouch

Steffis Bücherkiste


Fürchte nicht den wahren Feind der dich angreift.
Fürchte den falschen Freund der dich umarmt.

Offline smyrill

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 :-[ Hier fehlt ja noch meine Rezension !

Ein Buch aus Andreas "Kölner Reihe" (Almut, Alyss und jetzt Myntha) zu lesen ist immer ein bißchen wie nach Hause kommen.
Es ist so schön, in den Geschichten nicht nur die "aktuellen Protagonisten" wiederzutreffen, sondern auch immer mal wieder (mehr oder weniger am Rande) Personen "aus der Vergangenheit".
Ich bin sehr froh daß Andrea das trotz Bedenken des Verlages so macht !
Und ich finde, es ist auch so geschickt gemacht, daß Leser, die die anderen Reihen nicht kennen, hier nicht ins straucheln kommen sondern schlicht nur keine Wiedersehens-Erlebnisse haben. Ich kann mir nicht vorstellen daß das irgendjemanden stört. Bzw fällt es ja außerhalb einer Leserunde gar nicht auf, daß noch "Geschichten dahinterstecken die man kennen könnte".

Ganz ohne dieses Treffen mit anderen Freunden ist aber auch einfach jedes Buch von Andrea durch ihren Schreibstil und die spannende Geschichte eine absolute Leseempfehlung.

Immer wieder schön sind die Einblicke in den ganz normalen Alltag der Menschen im Mittelalter.
Und auch spannend, über Mordermittlungen ohne DNA-Analyse und Telefonüberwachung zu lesen.

In diesem Buch gibt es so viele interessante Personen, daß ich gar nicht weiß, wessen Geschichte und Hintergründe ich als erstes erfahren möchte.
Und neben den Bösewichten gibt es so viele nette, sympathische Personen, die man trotz (oder gerade wegen. ) ihrer Ecken und Kanten und den Päckchen die sie zu tragen haben direkt ins Herz schließt.

Das Ende des Buches gefällt mir gut, natürlich bleiben viele Fragen offen (ist ja eine Reihe... ) aber es ist auf jeden Fall eine in sich abgeschlossene Handlung und man hat nicht das Gefühl im Regen stehen gelassen zu werden.

Vielen Dank an die TN dieser Runde, es hat Spaß gemacht, mit Euch zu spekulieren udn diskutieren. Und ein großer Dank an Andrea, für die tolle Begleitung der Leserunde !  :bussi:

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir im Herbst Band 3, "Das Gold des Raben" gemeinsam hier lesen würden !

 

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