Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (bitte ohne Spoiler)  (Gelesen 491 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein.

Wir legen Wert darauf, dass ihr zum Abschluss der Leserunde ein Fazit einstellt. Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von Leserunden.de und eine "Gegenleistung" für eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.

Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.

Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Barbara

Offline SABO

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Einfach ein tolles Buch, vielen Dank an das Forum, mtb, die schöne Leserunde und Cathrin!
 :bussi:



Cathrin Moeller - Die Spreewaldgurkenverschwörung - mtb

Berlin/ Spreewald
Helene Fromm ist die gute Seele der Apotheke Fürst, was sie an Schulbildung versäumt hat, macht sie mit Herz und naturwissenschaftlichen Kenntnissen wieder wett. Eigentlich hätte sie selber gerne eine Apotheke und eigentlich würde sie auch sehr gerne Richterin werden, aber dazu fehlt erst mal das Abitur, sie geht in die Abendschule.
Daheim geht es zu, wie in "Little Cicely" in New York, ihr Vater, ein selbstgestrickter "Don Corleone" gibt den Paten von Kreuzberg, der Bruder knackt Autos und auch Helene wurden die "flinken" Finger in die Wiege gelegt, einzig ihre Schwester scheint als Staatsanwältin, total aus der Art geschlagen zu sein.
Ihr Vater hat gerade mal wieder eine Kur auf Staatskosten hinter sich und schon plant er mit Torsten, Helenes besten Freund und Frisör, das nächste "todsichere" Ding. Torsten hat genauso viel Herz wie Helene und trägt die Klamotten seiner Oma auf, seine Mutter denkt, er sei verlobt. Helenes "Bella Figura" wurde von Mamas Pasta, knuffig gefüttert, Männer, Mode und Make Up sind ihr eher zweitrangig. Mit ihrer grauen Kleidung und den Birkenstocks, sieht sie eher aus, wie ein kurviger Mülleimer auf zwei Beinen.
Also was soll´s..
Als der schöne Jan Sievers in den Laden kommt, entfleucht Helene zwischen körperformender Unterwäsche und Push Up, doch eine leise Hoffnung auf eine Romanze. Das Medikament, das er für seinen Onkel abholen wollte, ist nicht vorrätig und Frau Fürst scheucht Helene allzu gerne durch die Gegend, nach Feierabend versteht sich, Benzinkosten inbegriffen. Pflichtbewusst, wie sie ist, will Helene dem Onkel persönlich die Medikamente übergeben, doch der liegt darnieder und gegen fünf Messerstiche ist noch keine Salbe erfunden worden. Helene hält das blutige Indiz in der Hand und versteckt sich, denn da kommt die Polizei, die immer alles "falsch" versteht.Helene sagt den berühmten Satz:
"Glauben sie mir, es ist nicht das, wonach es aussieht!"
Helene muss ihre Unschuld beweisen, zusammen mit ihrer mafiösen Familie begibt sie sich auf eine atemberaubende Odyssee durch den Spreewald. Ein altes Gurkenrezept ist er Weg in die Feiheit..

Spannungsgeladener Herzens-Krimi, voller Situationskomik, Ironie und Wortwitz. Ein Feuerwerk der guten Laune, das sogar noch besser ist, als sein Vorgänger "Wolfgang muss weg!". Der Tathergang ist genial durchdacht, ein todsicheres Ding!
Ich habe Tränen gelacht und bin begeistert. Bitte mehr davon, macht einen Film daraus! Das lustigste Lese-Abenteuer 2016

5/5 Sternen

http://www.leserunden.de/index.php?topic=13562.msg281148#msg281148
http://www.literaturschock.de/literatur/belletristik/krimis-und-thriller/discussions/review?id=10655
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php?topic=41793.msg922925#msg922925
https://www.amazon.de/review/R2I4GSWA7FZOAE/ref=cm_cr_rdp_perm
https://www.goodreads.com/review/show/1722713902
http://wasliestdu.de/rezension/abenteuer-spreewaldgurke
http://www.lovelybooks.de/autor/Cathrin-Moeller/Die-Spreewaldgurkenverschw%C3%B6rung-1209577148-w/rezension/1269498780/1269498707/
https://www.harpercollins.de/mira/die-spreewaldgurkenverschworung#product-info-tab4
« Letzte Änderung: 09. August 2016, 12:41:50 von SABO »

Offline CathrinM

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Vielen herzlichen Dank! Ich bin gerührt. :) 

Offline Ostsee_71

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Vielen Dank, dass ich bei dieser Runde zu diesem etwas anderen Krimi dabei sein durfte. Ein etwas anderen Krimi, der es mit dem Ernst nicht immer so eng nimmt und vielen lustigen Szenen. Es war war wieder eine nette Runde, mit schönen Diskussionen und angeregtem Rätseln über die Hintergründe der Tat.

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Inhalt:

Helene Fromm arbeitet in der Apotheke Fürst in Berlin und ist dort die gute Seele. Neben der Arbeit bereitet sie sich auf das Abitur vor, denn sie möchte gerne Jura studieren. Ein ungewöhnlicher Berufswunsch in ihrer Familie, in der sich der Vater und der Bruder als Kleinkriminelle durchschlagen. Obwohl Helenes Chefin ihre Mitarbeiterin sehr schindet und kein gutes Blatt an ihre läßt, ist Helene engagiert bei der Arbeit. Das wird ihr zum Verhängnis, als sie eines Abends einem Kunden noch ein Medikament vorbei bringt und diesen dann tot in dessen Haus findet.
Durch eine Reihe dummer Verwicklungen, wird sie zur Tatverdächtigen. Um ihre Unschuld zu beweisen beginnt sie ihre eigenen Ermittlungen, um die Hintergründe der Tat zu ermitteln.

Meine Meinung:

Dieser Krimi ist anders, mit viel Humor wird hier eine etwas skurrile Geschichte erzählt, die mich an vielen Stellen zum Lachen gebracht hat. Die handelnden Personen sind sehr eigene Charaktere, von Helenes besten Freund Torsten, der sich gerne in Frauenkleidung kleidet, über ihren Vater, der in wollte-gern Mafiosi aus Kreuzberg hin zu Helene selbst, die gerne Jura studieren möchte, was bei ihrem Vater nicht gerne gesehen ist.

Es entwickelt sich eine wüste Verfolgungsjagd mit vielen lustigen Szenen bei der ein Spreewaldgurkenrezept eine vermeintlich wichtige Rolle spielt. Leider waren hierbei einige Szenen für meinen Geschmack etwas zu übertrieben dargestellt, so dass die Glaubwürdigkeit hier etwas gelitten hat. Jedoch bekommt der Krimi insgesamt noch die Kurve zu einem glaubwürdigen Ende, das sich aus den Ereignissen logisch entwickeln läßt.

Eine Krimi, der an vielen Stellen zum Lachen anregt, dabei hart an die Grenzen der Glaubwürdigkeit geht, aber die Kurve noch immer bekommt. Absolut lesenswert, mit starken Charakteren und spannenden Geschichte.

http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,41793.0.html
« Letzte Änderung: 11. August 2016, 15:10:17 von Ostsee_71 »

Offline CathrinM

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Vielen Dank für deine ausführliche Rezension, dass du Spaß beim Lesen hattest, ist mir das der größte Lohn.  :bussi:

Offline Caren

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Auch ich bedanke mich für die lustige, spannende und unterhaltsame Leserunde!
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Eine Krimödie zum Brüllen!

Inhalt:
Helene Fürst arbeitet mit Leib und Seele als Apothekenhelferin. Leider ist ihre Chefin ein Drachen und macht ihr das Leben schwer. Mit ihrer Familie hat sie es auch nicht leicht: Bruder und Vater sind Kleinkriminelle, die Schwester ist Staatsanwältin und hat sich von der Familie losgesagt.
Bei der Auslieferung eines Medikaments stolpert Helene über eine Leiche. Sie verhält sich so ungeschickt, dass sie sofort als potentielle Mörderin verhaftet wird.
Ihre versnobte Schwester, ihr schräger Freund Torsten und Jan, der Neffe des Ermordeten, helfen bei der Suche nach dem richtigen Mörder.
Mit dabei auch Maximilian Klemm, der zuständige Kommissar.
Die Mörderjagd wird zu einer sehr abenteuerlichen und aufregenden Reise durch den Spreewald.

Meine Meinung:
In dieser Krimikomödie überwiegt der komödiantisch Anteil. Das Buch ist sehr und witzig und unterhaltsam. Die Charaktere sind herrlich schräg, aber trotzdem überzeugend dargestellt. Die Geschichte ist gut durchdacht, man tappt lange im Dunkeln was die Identität des Mörders angeht.
Die Hauptdarstellerin Helene ist eine Seele von Mensch, leidet aber unter ihrem Aussehen und vor allem unter ihrer ach so perfekten Schwester. Erst am Ende wird ihr klar, dass sie ihr eigenes Leben leben will und nicht das ihrer Schwester.
Ihr treuer Freund Torsten - ein toller Typ! Als Tante Uschi in Frauenkleidern konnte ich ihn mir bildlich vorstellen.
Auch Vater und Bruder als kriminelles Duo waren herrlich überzeugend.
Nach der Lektüre dieses Buches würde ich gerne eine Kanufahrt durch den Spreewald machen, allerdings nicht ohne Antibrumm. Bei der Beschreibung der Mücken-Attacken hat es mich überall gejuckt!

Fazit:
Eine absolut lesenswerte Krimi-Komödie voller Spannung, Gefühl, Komik, Ironie und Wortwitz!
*****
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Streuliste
(HarperCollins, Hugendubel und Weltbild brauchen zwei bis drei Tage zum Freischalten)

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Weltbild
« Letzte Änderung: 13. August 2016, 17:01:09 von Caren »
Liebe Grüße, Caren

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Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline CathrinM

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Liebe Caren,
vielen herzlichen Dank für dein Fazit. Ich bin gerührt und freue mich, dass ich dich unterhalten habe. Ich finde es immer noch am  Schwierigsten, Leute zum Lachen zu bringen. Nicht alle haben die gleiche Art von Humor.

Das ist richtig harte Arbeit....

Deshalb noch mal Danke! :bussi:

 

Offline Annette B.

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Ich möchte mich bei Cathrin und auch bei allen anderen Teilnehmern für diese spannende und lustige Leserunde bedanken.
Nun habe ich es auch endlich geschafft meine Eindrücke zu diesem Buch in den PC zu hacken. Im Kopf weiß man ja genau was man sagen will... Aber die Gedanken dann in eine verständliche Form zu bringen, ohne zu viel zu verraten, dass ist dann die wahre Herausforderung.  ::) ;)


Ein Krimi der neuen Art

Mit diesem Buch entführt die Autorin ihre Leser in den Alltag einer jungen Frau, die gerne mehr erreichen möchte im Leben und dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt.
Helene Fromm ist mit ihrem Leben und besonders mit ihrer äußeren Erscheinung nicht zufrieden.
Dennoch ist sie mit Herz und Humor für ihre Kunden in der Apotheke da. Genauso wichtig sind für Helene aber auch ihre Freunde und Familie.
Cathrin Moeller kreiert in diesem Buch viele verschiedene Charakter und Personen, zum Teil etwas schräg und schrill, aber auch ruhige und besonnene Charakter.
Diese bunte Mischung an Personen sorgt für Situationskomik und viel Abwechslung in der Handlung.

Helene und ihr Nachbar Thorsten sind mit vielen verrückten Ideen und noch mehr Wortwitz ausgestattet.
Egal in welcher Lebenslage, sie bauen sich gegenseitig wieder auf, wenn es grade nicht gut läuft. Dabei versprühen sie ein Feuerwerk der Lebensfreude, welches auch den Leser mitreißt.

Fast würde der Mord in den Hintergrund treten, wenn nicht ausgerechnet Helene am Tatort mit dem blutigen Messer gefunden würde.
Die Auflösung des Krimis erfolgt am Ende logisch und nachvollziehbar.
 
Der Schreib- und Erzählstil der Autorin lässt sich leicht und flüssig lesen. Als Leser taucht man schnell in die Welt von Helene und Thorsten ein.
Der Spannungsbogen ist am Anfang sanft gespannt, was sich jedoch ab der Mitte des Buches rasant ändert.
Genau genommen hat man beim Lesen ständig ein Grinsen im Gesicht oder man lacht laut auf.

Für mich war dieses Buch die perfekte Sommerlektüre, denn die Mücken die mich dieses Jahr nerven, spielen in diesem Buch auch eine wichtige Rolle.

Dieses Buch hat mich mit Leichtigkeit sehr gut unterhalten und war mal eine ganz andere Art von Krimi.
Etwas überspitzt in manchen Szenen, aber clever durchdacht und mit viel Gefühl.
Die Hauptdarstellerin Helene und auch Thorsten haben viel Herz und Verstand gezeigt.
Diese sympathischen Hauptdarsteller haben mir wirklich gut gefallen.
 
Wer gerne mal dem Alltag entfliehen möchte und gerne lacht, wird mit diesem Krimi wunderbar Unterhalten.

 
Die Streu-Links:

Amazon

Steffis Bücherkiste

Buchcouch
« Letzte Änderung: 16. August 2016, 20:44:40 von Annette B. »
Fürchte nicht den wahren Feind der dich angreift.
Fürchte den falschen Freund der dich umarmt.

Offline CathrinM

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Im Kopf weiß man ja genau was man sagen will... Aber die Gedanken dann in eine verständliche Form zu bringen, ohne zu viel zu verraten, dass ist dann die wahre Herausforderung.  ::) ;)


Liebe Anette,

wohl wahr! Geht mir mit meinen Geschichten genauso. Auch wenn es sich um eine Krimikomödie handelt, darf man ja nicht vorzeitig zu viel verraten...Das ist nicht immer leicht.
Ich freue mich sehr darüber, dass ich dich unterhalten durfte, und dass dir die Figuren sympathisch waren. Vielen herzlichen Dank für deine tolle Rezension. Du hast nicht Zuviel verraten!

Liebe Grüße
Cathrin   

Offline Idefix

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Hier nun auch meine Rezension....


Helene ist eine junge Frau, die in einer Apotheke in Berlin arbeitet. Sie hat es bisher nicht leicht in ihrem Leben gehabt. Sie ist gut in ihrem Job, aber das weiß ihre neue Chefin nicht wirklich zu schätzen und schikaniert sie, wo es nur geht. Einen Freund hat Helene auch nicht und ihren Körper mag sie sowieso nicht. Nur ihr bester Freund Thorsten versteht Helene und hält bedingungslos zu ihr. Als sie abends wie so oft noch ein wichtiges Medikament ausliefern muss, stolpert sie quasi über eine Leiche in dem Haus, wo das Medikament hin soll. Typisch für Helene macht sie alles falsch, was man dann nur falsch machen kann und ehe sie sich versieht, wird sie von der eigenen  Schwester, die Staatsanwältin ist und mit der Familie nichts zu tun haben will, in Handschellen abgeführt und des Mordes verdächtigt. Da der zuständige Kommissar nur mit Sprüchen aber nicht mit Taten glänzt, sieht sich Helene gezwungen, selbst heraus zu finden, wer der wahre Täter des Professors ist. Zusammen mit Thorsten, der Schwester und dem Sohn des Ermordeten landen sie auf der Suche nach dem Mörder und einem geheimen Gurkenrezept schließlich im Spreewald und gehen dort nicht nur auf Tigermückenjagd…….

Es ist das zweite Buch von Cathrin Möller, welches ich lesen durfte. Auch hier vereinen sich wieder Humor und Satire mit Kriminalroman wie schon im ersten Buch „Wolfgang muss weg“. Einige Szenen und so manche Vorgehensweise der Hauptprotagonistin  darf man nicht so ernst nehmen, sind sie doch ein wenig fernab jeglicher Realität. So hatte man oft das Gefühl, keinen Krimi zu lesen, sondern einen lustigen Roman gespickt mit Witz und Satire.  Dennoch habe ich mich  gut unterhalten gefühlt. Auf der einen Seite fiebert man mit Helene mit, wenn sie von einem Fettnäppchen ins nächste tritt und dann fragt man sich wieder, wie alt Helene ist und ob sie auch mal das Gehirn einschaltet bei ihren ganzen Aktionen, die sie so los lässt, um den wahren Mörder zu finden.

Die Charaktere konnten mich nicht alle überzeugen. Helene als Hauptprotagonistin war für mich  nicht immer authentisch, denn viele ihrer Handlungen waren nicht nachvollziehbar. Am sympathischsten fand ich ihren Freund Thorsten. Er hat viel Witz und schafft es, Helene Seiten an sich aufzuzeigen, die sie selbst gar nicht sieht. Und so muss sie zum Schluss feststellen, dass man sich selbst treu bleiben soll und nicht jemand sein muss, der man gar nicht ist.
Die  Handlung ist schlüssig und auch wenn die Spannung nicht übermäßig groß ist, war das Buch sehr unterhaltsam. Das Ende ließ sich im Laufe der Handlung erahnen, war gut durchdacht  und ohne offene Fragen. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir wieder gut gefallen.

Fazit:
Musste ich bei den meisten Szenen lachen, habe ich bei anderen nur mit dem Kopf geschüttelt und insgesamt hatte ich vergnügliche Lesestunden. Eben ein Krimi der etwas anderen Art. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne für das Buch.
 
Die gestreuten Links folgen noch
Liebe Grüsse
Yvonne


Lesen heisst  durch fremde Hand träumen ( Fernando Pessoa )

Mein Buchblog
Ein Anfang und kein Ende

Offline Heimfinderin

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Nicht vergessen, aber viel zu spät kommt nun auch meine Rezi.  :-[ Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, werde ich sie auch noch im Netz verteilen:

Inhalt

Helene ist Apothekenhelferin und liebt ihren Job, weshalb sie auch immer einen guten Rat für ihre Kunden oder gleich das passende Medikament in ihrer Handtasche für alle, die es brauchen, dabei hat. Leider sieht ihre Chefin nichts Gutes an ihr und schikaniert sie bei jeder Gelegenheit. Als Helene mal wieder mit ihrem Privatauto zu später Stunde ein Medikament ausfahren muss, trifft sie den Kunden nur noch tot an - erstochen. Das Messer steckt noch in seiner Brust, Ihre Erste-Hilfe-Maßnahmen kommen zu spät. Doch wer sollte an Helenes Unschuld glauben, wenn man sie kurze Zeit später quasi mit der Mordwaffe in der Hand am Tatort vorfindet? Der Kommissar nicht, das ist klar. Aber auch nicht die eigene Schwester, die als Staatsanwältin arbeitet und von ihrer Familie nichts mehr wissen will? Mit einem Vater, der sich für einen Mafiosi hält und den Knast schon gut von innen kennt und einem Bruder, der seinem Vater nacheifert, sieht es daher nicht gut für Helene aus. Um ihre Unschuld zu beweisen, macht sie sich selbst auf die Suche nach dem Mörder, unterstützt von ihrem besten Freund Thorsten. Gemeinsam geht es tief hinein in den Spreewald, wo es nicht nur Mücken zu finden gibt...


Meine Meinung

Dieser Krimi, oder sagen wir besser diese Krimikomödie, hat mich sehr gut unterhalten. Eine sympathische Hauptdarstellerin mit einem schrägen Freund. Ihre kleinkriminelle Familie, die sich für DIE große Mafia-Familie hält. Eine  Schwester, die sich als Staatsanwältin von ihrer räuberischen Familie distanziert. Ein Kommissar, der scheinbar verpeilt durch den Fall stolpert, ein Tatverdächtiger, der im Spreewald-Dschungel wild um sich schießt und ein besorgter Neffe des Mordopfers, der  Helenes Herz zum Klopfen bringt. Diese Charaktere sorgen für eine turbulente Mörderjagd mit Situationskomik und Rätselspaß. Denn auch wenn ich schon schnell einen Verdacht hatte, machte es viel Spaß zu spekulieren, wie sich wohl alles zusammenfügen wird. Und auch wenn der Krimi aufgrund vieler lustiger, auch manchmal etwas überspitzter Szenen und Handlungen manchmanl in den Hintergrund zu rücken schien, gab es auch einige spannende Szenen, die mir ein etwas unheimliches Bild des Spreewalds boten, wenn Helene und ihr Freund dort mit dem Boot unterwegs waren.

Gut gefallen hat mir auch die Herzlichkeit, die das Buch ausstrahlte, die Lebendigkeit, die die Figuren besaßen. Helene ist eine gute Seele, aber mit sich selbst so gar nicht glücklich. Im Schatten ihrer perfekten Schwester, versucht sie, in deren Fußstapfen zu treten, sie sogar zu übertrumpfen, indem sie ihr Abitur nachholen will, um Richterin zu werden. Sie leidet unter ihrer Figur und traut sich nicht, sie zu zeigen und bringt sich mit ihrer etwas tollpatschigen ungestümen Art gerne in für sie ungemütliche Situationen. Es wird Zeit, dass ihr Selbstwertgefühl einen Schubs bekommt -  und so eine Mördersuche  könnte dabei vielleicht sogar behilflich sein...

Es hat mir riesigen Spaß gemacht, Helene vom Untersuchungsknast aus in den Spreewald zu begleiten, auf der Suche nach dem Mörder, mit dem sie ihre eigene Unschuld beweisen will. Immer den Kommissar auf den Fersen, der seine Verdächtige umgekehrt nicht aus den Augen lassen will. Und begleitet von ihrem Freund als "Charlys Tante", der zu Helene hält, komme was wolle. Und wie passen nun die Spreewaldgurken hier noch rein? Das wissen nur die vielen Stechmücken, die sich gierig auf die Eindringlinge stürzen.

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« Letzte Änderung: 17. September 2016, 19:28:10 von Heimfinderin »
Liebe Grüße
Barbara

 

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