Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 501 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Wir freuen uns auch darüber, wenn ihr eure Rezension auf Literaturschock.de veröffentlicht. Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich.
« Letzte Änderung: 07. September 2016, 12:30:58 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline Rhea

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Leute, ich bins, Narrania. Rhea sitz noch in der Ecke und schmollt mit den Skalden.
Die kümmert sich ja nicht um Aventurien. Immer schickt sie mich in Abenteuer und weiß doch noch ziemlich wenig über die Völker dort.  Rhea weiß nichts über Thorwaler. Sie denkt in Moralbegriffen,  die denen einfach fremd sind. Mich hat schon mal einer von denen so im Stich gelassen, wäre beinahe drauf gegangen und das nur, weil ich ihn ein wenig geärgert hatte.  Deshalb schnitze ich jetzt an meiner Thorwalerpuppe und wenn sie gut wird, dann nenne ich sie Phileasson und wenn sie mir misslingt, steche ich ihr ein Auge aus und nenne sie Beorn. Ja, das mache ich.

Aber, Leute, das war doch wieder ein Abenteuer, oder? 

Am Anfang habe ich gedacht, ich bin in der falschen Geschichte, denn da wurde von ganz anderen gesprochen. Plötzlich waren wir nicht mehr im kalten Norden und standen schon wieder vor Rätseln. Leider, bevor wir mehr erfahren, geht es schon rasant weiter und wir werden weiter geführt  in eine der schlimmsten Städte Aventuriens, wo die Straßen gefährlich sind und die Geschäfte anrüchig, wo das Überleben nur für starke Typen möglich ist. Dann führen uns die beiden Skalden auf ein Fest. Ojojoy, die haben eine Phantasie. Da möchte man sich glatt manchmal die Ohren zu stöpseln, pardon, die Augen verbinden.

Im Anschluss könnt ihr anfangen zu raten, warum uns die Skalden so weit entführt haben, um dann einfach wieder ins Eis zurück zu kehren. Erst mal erleben wir Beorn in seinem Element. Wenigstens ist er noch ein wenig vernünftig, aber Respekt vor Toten ist nich.  Also wer reiche Beute will, der sollte mit Beorn mitfahren. Der denkt an seine Leute. Schließlich ist Beute machen der Broterwerb. Die Familien warten nicht nur auf die Heimkehr der Mannen, weil sie sie so lieben, sondern auch und vermutlich vor allem, weil sie mit Geld und Gut wieder kommen und die Familie ernähren. Dafür hat Beorn volles Verständnis. Manchmal frage ich mich bei Phileasson, ob er daran überhaupt denkt.

Nach dem Abstecher von Beorn, der ja Zeit hatte, weil er vorne lag - ihr erinnert Euch?- sind die Mannschaften im Anmarsch auf den Himmelsturm. Was wird es denn sein, was die Kapitäne herausfinden müssen, um die Aufgabe als gelöst zu betrachten? Meint ihr das sei einfach? Nein, ist es nicht!

Der Turm ist die reinste Geschichtenquelle. Fast jede Etage hat ihre eigenen Rätsel und ihre eigenen Wunder. Naja, auch nicht so schöne Wunder. Ich würde schon ungern allein da rein gehen, aber mit so tollen Recken wie denen von Phileasson da würde ich schon mitgehen. So viel zu entdecken.  Schon die Art wie man hineingelangt ist spannend.
Es gibt  Bilder, die Geschichten erzählen,  Gärten, sprechende Vögel, Geister, Dämonen und komische Elfen. Es gibt viele Treppen und Geheimgänge und es geht nicht nur in die Höhe, sondern vor allem auch in die Tiefe. Uhuhu, grusel.

Allerdings muss ich sagen, dass Beorns Mannschaft wirklich gut zusammen hält. Und einige seiner Ottajasko zeigen neue Seiten. Das ist echt spannend! Naja, ich mag Beorn immernoch nicht. Seine Probleme löst er mit Gewalt und so verschafft er sich auch Gehorsam. Nicht so meine Art.
Ganz anders Phileasson, der mit seinen Leuten redet, wenn es nötig ist, auf die Spannungen in seiner Mannschaft achtet und seinen Skalden einsetzt um die Stimmung zu heben (vielleicht ist er kein Thorwaler? Man könnte fast meinen, er sei ein braver Seefahrer)
Aber auch die Mannen um Phileasson schlagen sich wacker. Kleine Scherze am Rande würzen die Spannung. Meine Lieblingsszene: Irulla, dieses Spinnenweib, schimpft eine Spinne aus, die sie angreift. Ich selbst mag ja keine Spinnen, aber Irulla mag ich. Von ihr würde ich gern mehr wissen. Das kommt vielleicht noch.
Die den Kampf lieben kommen in diesem Teil der Saga sicher nicht zu kurz.  Auch Phileasson hat wieder einen starken Kampfauftritt. Oh, dieser Mann, zum Schwärmen!
Ich sags Euch, da waren spannende Kämpfe dabei. Und wie sich unsere Recken geschlagen haben! Ob sie schaffen wieder raus zu kommen? Das werde ich Euch nicht verraten. Was wäre eine Geschichte, deren Schluss ihr schon kennt. Aber eines kann ich sagen. Auf keinen Fall schaffen es alle!
Beorn und Phileasson sind nach wie vor Kontrahenten. Eigentlich wäre es besser, sie wären es nicht, denn gemeinsam hätten sie mehr Chancen, den Turm lebend zu verlassen. Aber es sind eben Thorwaler. Auge um Augen und Gemeinheit gegen kalte Rache, da wird es schon schwerer.

Es war eine dauerhaft anhaltende Spannung in diesem Turm und ich wäre gern noch tiefer mitgegangen. Was lauert da noch an Geheimnissen? Ist das, was da geschieht, unaufhaltsam?
Falls ihr also die Gelegenheit habt, diesen Turm mit den beiden Skalden zu erforschen, lasst Euch die Chance nicht entgehen. Es lohnt sich. Solltet ihr Euch in Aventurien aufhalten, dann kommt doch mal in den Süden. Vielleicht treffen wir uns in einer Taverne.

« Letzte Änderung: 20. September 2016, 07:37:36 von Rhea »

Offline Rhea

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Ich schmolle gar nicht mehr, aber wenn sie schreibt, kann ich eben nicht schreiben. Noch nicht einmal nachdenken kann ich dann.  Drängt sich doch einfach in den Vordergrund diese Narrania.

Wohlauf, lasst uns (…) einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche

Das hat noch niemandem Glück gebracht, scheinbar auch nicht den Erbauern dieses Himmelsturmes. Im zweiten Band der Phileasson-Saga  sollen die beiden Kapitäne herausfinden, was es mit damit auf sich hat, und wir als Leser dürfen sie begleiten. Also auf ins Abenteuer.
Zunächst führt uns der Prolog allerdings in wärmere Gefilde Aventuriens. Wir lernen einen interessanten Tulamiden, Abdul, kennen, der sehr neugierig ist und die dunklen Mächte erforschen will, ohne sich mit ihnen einzulassen. Ein ständiger Balanceakt, Er ist mit seinen Nichten unterwegs und schon beginnt ein ganz anderes Abenteuer. Die Autoren führen uns dabei bis nach Al’Anfa, der Stadt, in der alles möglich ist und das Leben sehr gefährlich. Natürlich gibt es in der Stadt auch die absolut Reichen, die sich langweilen mit ihrem Reichtum und ihre eigenen Ideen von Unterhaltung entwickeln. Wir Leser können einen Einblick erhalten, so richtig mitfeiern werden wir nicht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand aus den Kreisen der Leser gern mitfeiern würde.

Abdul zeigt in dieser Stadt viel Cleverness. Er ist nicht das erste Mal hier und er hat bisher immer überlebt. Wird er es wieder schaffen?

Vom Prolog aus springen wir wieder ins nördliche Eis. Beorn nutzt den Vorsprung und die Kenntnisse des Elfen Galayne, um Beute für seine Mannschaft zu finden, in einem riesigen alten Hügelgrab der Elfen, in dem sonderbare Bilder sich selbst vervollständigen und  gut erhaltene Tote, die reichen Schmuck bei sich haben, unter mächtigem Schutz stehen. Die Mannschaft ist glücklich! Ihre Rucksäcke füllen sich mit Gold und Edelsteinen. Ruhm allein macht nicht satt. Deshalb ist es für Beorn wichtig, diese Bedürfnisse seiner Leute zu erfüllen.
Durch den Abstecher kommen beide Kapitäne relativ gleichzeitig am Himmelsturm an. Dieser Turm ist auf jeder Etage spannend. Die Mannschaften stoßen gleich auf mehrere Rätsel und natürlich aufeinander. Beorn provoziert, wie er es so schon im ersten Band drauf hatte. Phileasson bleibt ruhig, vermeidet Streit und man fragt sich unwillkürlich, ob er nicht irgendwann einmal zuviel nachgibt.
Bei der Erforschung des Turmes gibt es für jeden Abenteurertyp genug zu erleben. Rasante Kampfszenen wechseln mit staunendem Forschen, böse Überraschungen lösen sich mit magischen Momenten ab. Sehr schön sind zwischendurch kleine Alltäglichkeiten, die eine ganz winzige Verschnaufpause bringen und zeigen, dass hier Menschen unterwegs sind. Selbst die beiden Kapitäne sind nicht begeistert von den Dingen im Turm. Auch Beorn nicht, obwohl überall reiche Beute zu finden ist. Wann aber haben sie das Rätsel des Turmes gelöst, wo es doch so viele Rätsel gibt. Welches ist DAS Rätsel?
Außerdem ist der Turm natürlich lebensgefährlich. Wir können davon ausgehen, dass nicht alle ihn lebend wieder verlassen.
Wen wird es treffen? Einen der Kapitäne? Oder vielleicht eine der Traviageweihten?  Ursa gewinnt an Spannung und Irulla bleibt weiter geheimnisvoll. Salarin, der Elf, was passiert da mit ihm und was hat der Turm damit zu tun? Tylstyr und Tjorne unterstützen die anderen, aber tun sie das mit voller Kraft? Haben die Kapitäne vielleicht auch Verräter in den eigenen Reihen?

Dieser Turm hat es in sich. Die Helden können nicht einfach mal kurz raus. Sie sind also Tag und Nacht in voller Spannung. Das zieht den Leser natürlich mit. Ein Ort, der mühelos den Spannungsbogen über das ganze Abenteuer hält. Ihr Leser, wappnet Euch mit der nötigen Lesezeit und rüstet Euch mit allem aus, was die Phantasie an Vorstellungskraft hergibt. Es wird ein Lesevergnügen, aus dem auch der Leser nur schwer in die Realität entfliehen kann.




« Letzte Änderung: 25. September 2016, 20:46:17 von Rhea »

Offline odenwaldcollies

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Die legendäre Wettfahrt von Aventurien geht in die zweite Runde

Asleif Phileasson und Beorn der Blender befinden sich auf einer Wettfahrt rund um den Kontinent Aventurien: es geht um den Titel „König der Meere“. Die zweite Aufgabe besteht darin, die Geheimnisse des Himmelsturm zu ergründen, der weit im Norden im ewigen Eis steht. Als die Ottajaskos am Turm ankommen, entdecken sie eine Vielzahl an toten Elfen, die auf eine zurückliegende Schlacht deuten. Ist der Turm unbewohnt? Und was verbirgt sich auf den vielen Ebenen des Turms?

Mit Spannung habe ich den zweiten Band der Phileasson-Saga erwartet, nachdem mir „Nordwärts“ bereits sehr gut gefallen hat. Und ich wurde nicht enttäuscht: der Himmelsturm war ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe, seine Geheimnis sind mysteriös, faszinierend und düster. Fast das komplette Buch spielt im Himmelsturm, ohne dabei langatmig zu werden. Im Gegenteil, es gibt dort so viel zu entdecken, dass man locker noch einige Seiten damit füllen könnte.

Während die erste Aufgabe klar umrissen war, bleibt die zweite Aufgabe eher etwas schwammig, dadurch weiß keiner, was die Wettfahrer in dem Turm erwartet. Vieles dort ist fremd und voller Magie, teilweise schaurig, teilweise betörend schön. Und auf manches Mitglied der Ottajasko hat der Turm eine unvorhergesehene Wirkung. Die Autoren lassen den beiden Mannschaften und dem Leser kaum Zeit zum Luftholen, die Spannung wird immer hoch gehalten.

Es wird auch das eine oder andere Geheimnis aus dem ersten Band gelüftet, außerdem wird im Prolog eine neue Figur eingeführt, die neugierig macht und von der ich hoffe, dass wir noch von ihr lesen werden.

Auch die beiden Kapitäne und Anführer der jeweiligen Ottajasko zeigen neue Facetten in ihrem Handeln und Denken. Gerade Beorn bekommt in diesem Band mehr Tiefe. Aber auch Charaktere, die bisher eher oberflächlich angeschnitten wurden, bekommen ihren Auftritt. Besonders gut hat mir wieder Shaya gefallen. Mir gefällt es, dass wir nach und nach die Mitglieder der Ottajaskos immer besser kennenlernen.

Es werden nicht alle Fragen rund um den Himmelsturm beantwortet, ja, man kann sagen, dass das Buch teilweise mit einem Cliffhanger endet, umso mehr bin ich nun auf den dritten Band gespannt.

Meine Rezension erscheint bei:
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« Letzte Änderung: 28. September 2016, 11:58:24 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline Tonlos

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„Himmelsturm“ ist der zweite Band der Phileasson-Saga und der Folgeroman zu „Nordwärts“, verfasst von Bernhard Hennen und Robert Corvus.

Die beiden Kontrahenten Beorn und Phileasson kommen fast gleichzeitig am Himmelsturm an. Nun geht es darum, ihm seine Geheimnisse zu entreißen und diese sicher in die Heimat Thorwahl zu bringen.
Dabei stolpern sie über so manch Unerwartetes und stellen fest, dass der Turm so gar nicht das ist, was sie erwartet hatten.

In „Nordwärts“ kam ein immenses Wikinger-Feeling und die Aufbruchsstimmung in unbekannte Gefilde auf. Der Foggwulf und der Blender riefen zu den Riemen und stellten ihre Mannschaft zusammen.
Jetzt sind beide schon einige Zeit unterwegs und haben ihre ersten Abenteuer bestanden und übestanden, bevor sie am sagenumwobenen Himmelsturm ankommen, der eine wahrlich hervorragende Kulisse bietet.
Der zweite Teil ist so ganz anders als der Erste und das ist als Kompliment gemeint. Die beiden Romane sind wie Geschwister, von gleicher Machart aber doch sehr unterschiedlich.
Die beiden Autoren halten von Anfang an die Spannung hoch und es wird zu keiner Sekunde jemals langweilig. So stolpern die Helden über Mystisches, Gruseliges, Geheimnisvolles, Unbekanntes und Überraschendes.
Ich könnte diese Liste noch weiter fortführen und hätte das Gefühl, noch nicht einmal an der Oberfläche dessen zu kratzen, was der Himmelsturm beinhaltet.

Viele Handlungsstränge aus „Nordwärts“ werden geschickt weitergeführt und verknüpft. Ich hatte hier den ein oder anderen Aha-Effekt und fand es schön zu sehen, wie an so manchen Stellen ein Rad ins andere greift und Erklärungen geliefert werden und Geheimnisse gelüftet, wie es schöner nicht sein könnte. Herr Hennen und Herr Corvus ergänzen sich wirklich hervorragend und es kommt ein Ideenreichtum zustande, wie ich ihn wirklich selten gelesen habe.
Auch die lieb gewonnenen oder auch gehassten Charaktere entwickeln sich weiter. In beiden Teams kann man sehen, wie sich die ein oder andere Persönlichkeit durch die Reise und die bewältigten Gefahren verändert. „Böse“ zeigen ihre herzliche Seite und „Gute“ tun Zweifelhaftes. Einstige Fremdkörper fügen sich toll in die Mannschaft ein und verschmelzen zu einem unaustauschbarenTeil davon. Gerade diese Mischung hat ihren Reiz. Leider müssen wir auch den ein oder anderen Gefährten zurücklassen. Und bei Einigen hat mich das auch wirklich geschmerzt.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass mich die Handlung regelrecht ins Buch gesogen hat und ich ab und an schwer aufhören konnte zu lesen. Ich bin schon auf den Folgeteil „die Wölfin“ gespannt, denn es stehen noch viele unbeantwortete Fragen im Raum.
Leider noch mehr als bisher gelöst werden konnten. Aber ich bin sicher, das ändert sich im Laufe der Geschichte.
Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

Offline anschu74

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Die Wettfahrt um den Titel "König der Meere" geht weiter. Auf zu Runde (Aufgabe) zwei ....

zum Inhalt:
Asleif Phileasson und Boern der Blender haben in "Nordwärts" ihre erste Aufgabe erfolgreich gelöst. Nun müssen sie in der zweiten Aufgabe die Geheimnisse des Himmelsturmes erkunden. Keiner weiß, was ihn erwartet oder worin die Geheimnisse bestehen. Mit erreichen des Himmelsturmes beginnt für die Ottajaskos ein Abenteuer, wie sie es noch nie erlebt haben. Unsere Mannschaften werden an die Grenzen ihrer Vorstellungen über das Leben und das, was darüber hinaus möglich ist geführt. Wäre so manches Geheimnis vielleicht besser nicht entdeckt worden?

zum Buch:
Der "Himmelsturm" ist ein Ort voller Magie, Mysterien, Geheimnissen, Dunkelheit, Grausamkeit, aber es gibt auch sehr viel Schönheit und faszinierende Einblicke in das frühere Leben der Elfen dort in ihrem Turm. Das Abenteuer, welches unsere Recken diesmal zu meistern haben ist gänzlich anders als in "Nordwärts". War die erste Aufgabe noch klar umrissen und eindeutig ist das ergründen der Geheimnisse des Himmelsturmes eher ein vages Unterfangen. Es gibt so viele Geheimnisse, das man eigentlich nie wirklich weiß, wann bzw. ob die Aufgabe erfüllt ist. Unsere Recken müssen viele Kämpfe bestehen und viele Rätsel lösen. Der Himmelsturm ist ein Ort voller Gefahren und es gibt keine Möglichkeit zu entrinnen, außer sich der Herausforderung im Kampf zu stellen. Das ist natürlich für jeden echten Thorwaler das reinste Vergnügen, aber so manchmal wird auch der hartgesottenste Thorwaler an seine Grenzen geführt. Der Leser erkundet mit den Ottajaskos den Himmesturm von der Spitze bis in die tiefsten Tiefen und doch kommen wir nicht bis ganz nach unten. Bei der zeitgleichen Ankunft der beiden Mannschaften finden sie jeden Menge tote Elfen, alles deutet auf eine große Schlacht vor langer  Zeit hin. Doch wer hat gegen wen gekämpft und warum? Der Turm scheint seit Jahrhunderten verlassen und doch gibt es noch immer Überreste der einstigen Schönheit des Himmelturmes. Es gibt magische Lichter, warme Bäder und Gärten, in denen die Pflanzen nur so wuchern oder wundervolle Wandgemälde, die vom vergangenen Leben der Elfen erzählen. Doch ist der Turm tatsächlich unbewohnt? Je tiefer wir in die Geheimnisse des Turmes eindringen, desto mystischer, gefährlicher und gruseliger wird es.
Wir lernen im zweiten Teil der Reise unsere Helden und Reisegefährten besser kennen und werden von so Manchem überrascht. Salarin zum Bsp. entwickelt ungeahnte Fähigkeiten und in Beorn steckt nicht nur ein rauhbeiniger Thorwaler. 

meine Meinung:
Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannungsgeladen und der Leser hat kaum Gelegenheit zum Atemholen. Da das Buch hauptsächlich an einem Ort spielt gibt es wenig Ruhemomente, es herrscht immer eine unterschwellige Anspannung. Was noch dadurch verstärkt wird, das ein häufiges Aufeinandertreffen von Beorn und Phileasson einfach unvermeidbar ist. Der Leser weiß das ganze Buch über nie genau, was als nächstes passiert. Es gibt viele Überraschungen und unglaubliche Entdeckungen, die zu verarbeiten, bleibt  kaum genug Zeit, bevor das nächste Abenteuer schon hinter einer der vielen Türen des Himmelsturmes wartet.

Meine Rezension erscheint bei:

Amazon:https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R35NDJAV5VP5O1/ref=cm_cr_arp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3453317521
Thalia: http://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/die_phileasson_saga_02_himmelsturm/bernhard_hennen/EAN9783453317529/ID44253001.html?jumpId=52758490#reviewsHeader
Weltbild: https://www.weltbild.de/artikel/ebook/die-phileasson-saga-die-phileasson-saga-himmelsturm_21188784-1
Großes Literaturschock Bücherforum: http://literaturschock.de/literaturforum/index.php?topic=42180.msg931764#msg931764
Literaturschock: http://literaturschock.de/literatur/belletristik/fantasy-und-phantastik/bernhard-hennen-robert-corvus-himmelsturm


« Letzte Änderung: 03. Oktober 2016, 18:25:09 von anschu74 »
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline Murkxsi

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    • Kerkis Farbkleckse
Hier nun auch meine Rezension, wie immer in eher kurzer Form und ohne Inhaltsangabe:

Der zweite Teil dieses abenteuerlichen Wettkampfes beginnt wieder mit einem spannenden Prolog und die Geschichte einer der Figuren, die irgendwann im Laufe der Wettfahrt auftauchen wird. In der Hauptgeschichte geht es rasant weiter, es bleibt kaum Luft zum Atmen. Die Kapitäne und ihre Teams haben ein Abenteuer nach dem anderen zu bestehen. Der Grusel- und Horrorfaktor kommt bei diesem Abenteuer nicht zu kurz. Während "Nordwärts" ganz andere, eher freundlichere Schauplätze hatte, ist der "Himmeltsturm" düster, kalt, mysteriös und gruselig. Das zieht sich auch durch die ganze Geschichte. Die Autoren lassen dem Leser nicht eine ruhige Minute zur Erholung. Schon gibt es neue Herausforderungen zu meistern. Die Geschichte bleibt bis zum Schluss rasant und spannend. Die Figuren werden weiter ausgearbeitet und gewinnen an Tiefe, einige bekommen Sympathiepunkte, andere verlieren. Aber alle sind sehr facettenreich und es gibt kein schwarz oder weiß. Und man mag mittlerweile auf keiner der Figuren verzichten. Wer die Autoren aus anderen Büchern kennt, weiß, dass das ein gefährlicher Wunsch ist.

Das Ende ist überraschend und wirkt auf mich sehr abrupt mit einem bösen Cliffhanger. Da ich dieses hasse, gibt es einen halben Punkt Abzug und dafür, dass man einer meiner Figuren eine unerwartete Reaktion angedichtet hat, mit der ich überhaupt nicht konform gehe (auch wenn ich im Nachhinein nach der Diskussion hier zumindest Verständnis dafür aufbringen kann). Aber das ist sehr subjektiv.

Der erste Teil ist bereits bei mir sehr gut angekommen und auch nach diesem Band kann ich nur eine eindeutige Leseempfehlung aussprechen für diejenigen, die gute, facettenreiche Fantasy mögen. Wenn dieses Niveau über alle Bände gehalten werden kann, verspricht das eine unglaublich tolle Fantasy-Abenteuergeschichte, die man gelesen haben muss.

Die Lese-Ottajasko mit unseren Kapitänen Bernhard und Bernard war wieder einmal sehr spannend, kommunikativ und aufschlussreich. Ich möchte diese nicht mehr missen und kann mir gar nicht mehr vorstellen, einer der Bände ohne diese Ottajasko zu lesen. Nochmal ein herzliches Dankeschön an Bernard, der wieder sehr großen Einsatz gezeigt hat. Das macht diese Leserunde für mich auch zu etwas Besonderem.

Motto: Leben und leben lassen

Offline odenwaldcollies

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Hier ist es inzwischen deutlich ruhiger geworden.

Zwei Rezensionen wurden noch angekündigt, sobald die beiden Teilnehmer wieder mehr Zeit haben.

Ich danke den beiden Autoren herzlich für die Begleitung dieser Leserunde und freue mich sehr auf ein Wiederlesen zum dritten Band.

Und allen Teilnehmer danke ich für eure Beiträge, die wieder zum Gelingen dieser Leserunde beigetragen hat  :winken:
Liebe Grüße
Karin

Offline TippendeTastatur

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  • In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit
Das Abenteuer unserer tapferen Recken geht weiter. Die nächste Etappe auf ihrer wagemutigen Reise führt die gegnerischen Mannschaften zum mysteriösen Himmelsturm. Robert Corvus und Bernhard Hennen schaffen eine derart mystische und beklemmende Atmosphäre, dass einem als Leser der Atem stockt. Himmelsturm ist vollgepackt mit unheimlichen Begegnungen, rätselhaften Entdeckungen und Kreaturen, die scheinbar unmittelbar der Hölle entstiegen sind. Dabei lassen uns die Autoren kaum Zeit Luft zu holen, führen uns immer tiefer in ein Labyrinth aus Furcht und jagen uns einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Ich möchte nicht im Detail auf die Handlung eingehen, da ich niemandem die Spannung an diesem großartigen Abenteuer nehmen möchte. Doch was ich sagen kann ist, so mancher Protagonist wächst über sich hinaus, einige entpuppen sich als falsche Spieler oder zeigen neue Facetten von sich. Wo an mancher Stelle ein Rätsel gelöst wird, taucht an anderer Stelle wieder ein Neues auf.
Mit „Himmelsturm“ überzeugt die Phileasson-Saga wieder mit ihrer Mischung aus Abenteuer-und Fantasyroman. Viel mehr noch, wächst die Phileasson-Saga mit „Himmelsturm“ über den ersten Band weit hinaus. Die Autoren bieten ihr ganzes Können auf und überzeugen auf jeder einzelnen Seite. Die Geschichte zieht einen völlig in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los. Eine wirklich gelungene und überzeugende Fortsetzung, die Lust macht auf mehr…viel mehr!
Robert Corvus & Bernhard Hennen weben ein derart atmosphärisches Abenteuer, dass bei mir als Leser keine Wünsche offenbleiben!
Für jeden Fantasy-Fan ein absolutes Highlight!
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

 

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