Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 458 mal)

Offline Jacqueline Spieweg

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    • Selma J. Spieweg - Bücher
Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!


(Text von Karin kopiert)

Liebe Grüße
Jacqueline / Selma

Offline Annette B.

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Da ich meine Rezension schon lange bei Amazon eingestellt hatte, kann ich sie auch gerne hier nun einstellen.
Ich bedanke mich recht herzlich bei Selma für die tolle Begleitung der LR und bei allen anderen Teilnehmern bedanke ich mich herzlich für die spannenden Diskussionen.  :winken:


Alexej MUSS man kennen lernen!!!

Ich hatte mir zunächst nur den ersten Teil “Am falschen Ende der Hoffnung” gekauft.

In diesem ersten Teil habe ich Alexej als cleveren und spannenden Typ kennengelernt. Er ist sehr selbstkritisch und streng mit sich selbst.
Alexej hat mir in diesem ersten Teil so gut gefallen, dass ich unbedingt die Fortsetzung lesen wollte.

Bei dem zweiten Teil hat mich jedoch zunächst der Titel etwas irritiert, weil ich direkt dachte:
Die Erben des Deserteurs...?
Ist Alexej schon tot und irgendwer schreibt nun seine Geschichte auf ???

Nein, Alexej lebt noch und wenn man den Klappentext liest, erkennt man schnell, dass es ein anderer Deserteur sein muss, der etwas seinen Erben sagen oder geben will.
Und da wird es dann auch spannend für Alexej.
Die Fantasielosigkeit der deutschen Eltern, bei der Namensgebung für ihre Söhne, die obendrein auch noch so gängige Hausnamen wie: Müller, Meier, Schmidt haben, ist kaum zu toppen. So gibt es also in einem Dorf mehrere Karl Schmidt oder Erich Müller u.s.w.
Diese verwirrende Namensgleichheit ist nicht nur für Alexej schwierig zu durchschauen, sondern auch für den Leser. Ich habe es dann irgendwann aufgegeben genau zu verstehen, welcher Karl oder Erich gerade der Hauptakteur war.
Hier vertraue ich jedoch der Autorin, denn ich weiß, dass sie am Ende alles leicht verständlich aufklärt. Diese Erfahrung habe ich schon bei der Boris und Olga Serie gemacht und so war es auch in diesem Buch.

Während Alexej sich in diesem kleinen Fischerdorf, mehr schlecht als recht, als Hilfsarbeiter durchschlägt, wird er in einige alte Familiengeheimnisse hineingezogen. An diesem Punkt der Handlung lernt man Alexej auch als liebevollen, feinfühligen und verständnisvollen Mann kennen.
Ein Mann, der vom Heimweh und der Einsamkeit im Herzen, fast zerrissen wird.
Doch trotz dieser Schwermut, die ihn immer wieder überfällt, behält er seinen Humor und sein freundliches Wesen. Alexej ist ein vielschichtiger Mensch, der sich leise lächelnd, in das Herz des Lesers schleicht.

Die anderen Figuren in diesem Buch sind auch sehr gut charakterisiert und vielschichtig in ihrem Handeln. Daher sind sie auch nicht leicht zu durchschauen und es gibt am Ende des zweiten Teils so manchen Aha-Effekt bei der Auflösung.
Allerdings ist mir der Abschied von einigen Figuren im Buch genauso schwer gefallen wie Alexej.

Dieser zweite Teil ist länger als der erste Teil und daher auch aufschlussreicher für den Leser. Der Spannungsbogen ist am Anfang sanft gespannt, wird aber mit jedem Kapitel straffer. Am Ende kann man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Ich war froh, dass ich den Sammelband hatte und auch die Bonus-Geschichte “Der Besucher” lesen konnte.

In dieser Bonus-Geschichte bekommt der Leser tiefe Einblicke in Alexejs Erinnerungen und den damit verbunden Gefühlen. Die Einsamkeit im Wald weckt Erinnerungen an Menschen die ihm viel Bedeutet haben oder von denen er viel gelernt hat. Menschen die er schmerzlich vermisst oder auch Menschen, die er gerne aus seiner Vergangenheit streichen würde.
Seine Gefühle beschreibt Frau Spieweg mit sehr berührenden Worten.

In der Vorschau auf den dritten Teil der Alexej Serie, begeistert Frau Spieweg den Leser mit einem interessanten Kapitel aus dem dritten Teil.
Man möchte am liebsten direkt weiterlesen und Alexej bei seinem neuen Abenteuer begleiten, welches direkt wieder mit einem sehr bekannten russischen Volkslied beginnt.

Die Bilder die Frau Spieweg mit ihrem flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil, dem Leser vor das innere Auge zaubert, sind sehr lebendig.
Sie steigern die Vorfreude auf den dritten Teil.
Ich hoffe, dass ich nicht mehr all` zu lange auf ein Wiedersehen mit Alexej warten muss.

Ich vergebe gerne 5 Sterne für dieses Buch.  :daumen:
Fürchte nicht den wahren Feind der dich angreift.
Fürchte den falschen Freund der dich umarmt.

Offline odenwaldcollies

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Alexej – Held, Deserteur und Mörder

Diese Rezension bezieht sich auf den Sammelband, der die beiden Kurzgeschichten „Am falschen Ende der Hoffnung“ und „Der Besucher“ sowie den längeren Plot „Die Erben des Deserteurs“ umfasst.

Da ich begeisterte Leserin der Boris & Olga-Serie der Autorin sowie ihres Romanes „Rattenauge“ bin, war es natürlich keine Frage, auch den Serienauftakt um den russischen Deserteur Alexej zu lesen. Und ich wurde wieder nicht enttäuscht: die Autorin hat einfach ein Händchen dafür, wenn es darum geht, interessante Figuren mit ihren hellen und dunklen Seiten zu erschaffen.

In „Am falschen Ende der Hoffnung“ lernen wir Alexej von seiner dunklen Seite kennen, er ist getrieben von Rache, Wut und Verzweiflung. Da er Polizist einer Eliteeinheit war, fällt es ihm nicht schwer, eine raffinierte Falle für sein Opfer aufzustellen. Aber darf sich sein Opfer überhaupt „Opfer“ nennen, nachdem dieser selbst große Schuld auf sich geladen hat? Wie weit darf man gehen, um begangenes Unrecht wiedergutzumachen oder weitere Gefahr abzuwenden, wenn der juristische Weg nahezu unmöglich ist? Es geht in diesem Sammelband nicht nur um die Frage der Selbstjustiz, sondern auch um deren Konsequenzen, mit denen Alexej leben muss, was ihm als mitfühlender Mensch sehr schwer fällt.

Und genau darum geht es auch in „Die Erben des Deserteurs“: Alexej muss untertauchen und mit seiner Tat und seinem Gewissen leben. Er, der ein sehr geselliger Mensch ist, leidet unter der zunehmenden Einsamkeit und dem Misstrauen, das ihm entgegengebracht wird. Er kommt in einem Fischerort unter und gerät in einen perfide geplanten Komplott, dessen Hintergründe bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs reichen. Um Schlimmeres zu verhindern, versucht er, der Wahrheit auf den Grund zu gehen.

Die Figur Alexej hat mir sehr gut gefallen und ich kann seine Motivation durchaus verstehen, die ihn zu seiner Tat antreibt. Unrecht ist ihm zuwider und sein Mitgefühl und Hilfsbereitschaft mit den Menschen, mit denen es das Schicksal nicht so gut meint, ist sehr groß. Gleichzeitig kann er aber auch aufbrausend und jähzornig sein.  Aber er verfügt auch über Humor, der immer mal wieder durchblitzt. Auch die übrigen Figuren sind abwechslungsreich gezeichnet und für manche Überraschung gut.

Wie schon oben geschrieben, handelt sich bei dem Sammelband um einen Serienauftakt, es wird also mit Alexej weitergehen, was mich persönlich sehr freut. Ich bin schon sehr gespannt auf das Wiedersehen mit ihm.

Meine Rezension erscheint bei:
Amazon
Literaturschock-Bücherforum
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Thalia
Weltbild

Liebe Jacqueline, nochmals vielen Dank für das Buch und die gemeinsame Leserunde, die wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Ich freue mich schon sehr auf deine nächsten Bücher und hoffe, wir machen dann wieder Leserunden dazu  ;D :-*
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2016, 11:06:17 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline Jacqueline Spieweg

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Es war wieder einmal eine tolle Leserunde, die mir nicht nur viel Spaß gemacht hat, sondern auch viele Anregungen und Hinweise geliefert hat - wie man ja in den Kommentaren zu den Abschnitten sehen kann. Danke an euch alle, die ihr mitgelesen, mitdiskutiert und beraten habt.
Die leserunden hier sind für mich eine feste Anlaufstelle geworden, um zu erfahren, was an den Geschichten gut ist, wo ich noch besser werden kann, wo ich zu wenig oder zu viel erklärt habe.

"Am falschen Ende der Hoffnung", habe ich ein klein Wenig geändert, um den Einstieg in die Serie leichter zu machen, aber es ist nicht schlimm, wenn man Alexej nicht mag - wenn eine Figur polarisiert heißt es doch, dass sie Charakter hat, dass sie nicht banal ist.

Dank dieser Runde, bin ich voll motiviert den nächsten Band der Serie zu Ende zu schreiben - und ein paar Kurzgeschichten noch dazu. Und natürlich mache ich eine Leserunde hier. Ich hoffe, ihr seid alle wieder dabei und dass wir uns vorher bei "Boris & Olga 4" sehen.

Vielen Dank für eure tollen Rezensionen. Die kostenlose Kurzgeschichte "Der Besucher" sackte bei Amazon immer weiter in den Keller und ich dachte schon "man will meine Bücher nicht mal geschenkt", aber kaum war die erste Rezension draußen, gingen die Downloadzahlen in die Höhe.  :-*

Außerdem helfen die Leserunden mit euch, gegen den Frust, der aufkommt, weil sich meine Bücher einfach nicht verkaufen. Es ist schön, wenn man etwas schreibt, zu dem man steht und merkt, es macht auch anderen Freude.

Offline odenwaldcollies

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Vielen Dank für eure tollen Rezensionen. Die kostenlose Kurzgeschichte "Der Besucher" sackte bei Amazon immer weiter in den Keller und ich dachte schon "man will meine Bücher nicht mal geschenkt", aber kaum war die erste Rezension draußen, gingen die Downloadzahlen in die Höhe.  :-*

Das ist ja toll.

Außerdem helfen die Leserunden mit euch, gegen den Frust, der aufkommt, weil sich meine Bücher einfach nicht verkaufen. Es ist schön, wenn man etwas schreibt, zu dem man steht und merkt, es macht auch anderen Freude.

Ach Mensch, dabei hättest du es so verdient, dass deine Bücher mehr Beachtung finden, da du sehr vielseitig schreibst  :trost:
Liebe Grüße
Karin

Online Rhea

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Ein sympathischer Russe - ein trauriger Held

Ich habe jetzt gesehen, dass ich hier noch nicht rezensiert habe. Oweia, das hat nichts mit dem Buch zu tun. Da ich bei Amazon gesehen habe, dass die Bücher einzeln verkauft werden, hier erst einmal die Rezi zur ersten Geschichte.
Am falschen Ende der Hoffnung
Alexej,  hat die Hilferufe seiner Schwester nicht erkannt, nicht so ernst gesehen und dann ist seine Schwester tot. Seine Schwester, die er liebt und die eigentlich eine lebenslustige Frau war. Sie hat aufgegeben, den Kampf gegen Mobbing aufgegeben und gleichzeitig ein Zeichen setzen wollen. Sie hatte die Hoffnung, dass ihr Fall dazu führen würde, dass andere vor dem Verursacher des Mobbings sicher sind, dass erkannt wird, warum sie den Freitod wählte. Es sollte nicht umsonst gewesen sein. Alexej kann nicht einfach weiter machen, er ist in einer Spezialeinheit und ist davon überzeugt, dass er mit seiner Tätigkeit Menschen helfen kann. Nun aber ist seine Schwester gestorben und er kann nicht anders als sofort nach Deutschland zu kommen, um dafür zu sorgen, dass der Tot seiner Schwester wirklich nicht umsonst war. Er muss erkennen, dass die Demokratie an der Stelle völlig versagt hat. Der Verursacher des Todes seiner Schwester ist ungestraft davon gekommen und , was das Schlimmste ist, Alexej muss erfahren, dass er schon ein neues Opfer hat, Wie soll er den aufhalten? Er ist von seiner Einheit desertiert, der offizielle Weg ist ihm versperrt. Also versucht er selbst zur Läuterung des Täters beizutragen.
Für mich spannend, dass  er mit Hilfe von Geocaching versucht, zwei Dinge gleichzeitig zu erledigen. Seine Schwester war bekannt in der Cacher Szene, Ein spannender Eventcache führt dann die Cacher zu dem Ort wo Alexej sie haben will. Schon die Cache Beschreibung war sehr spannend. Hautsächlich geht es aber um die Gefühle Alexejs. Schuld, Wut und auch die Ohnmacht ein Gewissen bei dem Täter zu erzeugen, ein Täter, der nun zum Opfer geworden ist. Für mich persönlich war der Mann kein Opfer und ich konnte Alexej in jeder Situation verstehen. Auch wenn sein Handeln gesetzwidrig ist, das Gesetz hatte versagt und ein unschuldiges Opfer ist ohne Schutz. Sicher hätte es vielleicht einen anderen Weg gegeben, aber eben nur vielleicht. Vermutlich hätte der werte Herr einen guten Anwalt gefunden und wäre wieder davon gekommen. So kurz wie dieser Krimi ist, so intensiv fordert er zum Nachdenken auf.
Alexej tut mir leid, weil er durch seine eigenen ethischen Ansprüche , die sehr hoch sind, nie mehr frei sein wird und sein Leben ist nun das eines  heimatlosen Menschen. Wer Russen kennt, weiß, dass die Heimat eine große Rolle spielt. Es heißt nicht umsonst Mutter Heimat. Auch zu seinen Eltern kann er keinen Kontakt mehr aufnehmen, die nun beide Kinder verloren haben.
Am falschen Ende der Hoffnung ist ein wirklich gelungener Serienauftakt, denn das Schicksal dieses mutigen und von Selbstzweifeln gequälten Mannes möchte ich unbedingt weiter verfolgen. Ich hoffe immernoch, dass die Autorin klüger ist als ich und einen Weg findet, den Mann irgendwann glücklich zu machen.

Online Rhea

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Die Erben des Deserteurs
Ich musste sofort weiter lesen, nachdem ich Alexej kennengelernt hatte. Sein Schicksal interessiert mich. Besonders freut mich, dass in den Büchern der Autorin die Russen als Menschen  gezeichnet werden, mit viel Liebe und Verständnis für die russische Kultur und Seele.
Der Titel macht zunächst ewas Angst. Sollte Alexej tot sein? Aber schnell merkt man, dass dies nicht der Fall ist. Nach einigem Nachdenken fand ich den Titel doch ziemlich umfassend. Ein Erbe kann man auch von Lebenden erhalten und schließlich erben einige in der Geschichte wirklich von Alexej – oder auch durch Alexej. Sie erben ein Stück Menschlichkeit, Mut und Gerechtigkeit.
Alexej ist als Deserteur und Mörder illegal unterwegs. Er nutzt die Kenntnisse aus seiner Zeit bei der Spezialeinheit und schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Aber wie es so ist, wenn man die Augen offen hält, sieht an nicht nur Gutes. Er kommt also auch hinter eine Geschichte, die für den Leser ziemlich verworren klingt. Gleiche Namen führen zu Irritationen, aber das ist nun mal so, wenn Väter ihren Söhnen die eigenen Vornamen geben.
 Wieder sieht Alexej die Opfer und findet die Täter. Aber wie soll er helfen? Die Polizei kann er nicht einschalten, er kann nicht als Zeuge auftreten. Also muss er selbst recherchieren und so lernen wir das Schicksal eines anderen Deserteurs zu einer anderen Zeit kennen. Alexej findet Freunde und hinterhältige Feinde. Bei den Freunden ist er stets behindert durch das was er ist, durch seine negative Sicht auf sich selbst. Was werden die Menschen wohl von ihm denken, wenn sie die Wahrheit erfahren? Bei den Feinden ist er behindert durch seine Einsamkeit. Er hat kein wirkliches backup, oder doch?
Tolle Einfälle hat Alexej, seine Ziele durchzusetzen und den Menschen zu ihrem Recht zu verhelfen. Wieder ist es eine Situation, in der ein Verbrechen nicht aufgeklärt und damit nicht gesühnt wurde. Gegen das Schweigen ist die Demokratie machtlos. Das Schweigen zu durchbrechen ist nicht so einfach und vermutlich hätte ein anderer als Alexej das nicht schaffen können, er, der Russe ist und somit leicht verwechselt werden kann. 
Liebevoll gezeichnet ist eine alte Frau, die Alexej in ihr Herz schließt. Ihr Schicksal ist sehr berührend. In dem Fall ist Gerechtigkeit wohl auch ein falscher Ausdruck, denn was ist die gerechte Strafe für ein ungelebtes Leben, den Verlust der großen Liebe? Ein junges Mädchen ist neben der Frau und Alexej die dritte sympathische Hauptperson dieses Buches. Ihr vorurteilsfreies Wesen, ihre Natürlichkeit und ihr Gerechtigkeitssinn führen zu einer engen Beziehung zu Alexej.
Alexejs Meinung von sich selbst wird hier schon auch für ihn leicht infrage gestellt durch die Handlungsweise der Menschen, denen er geholfen hat.  So kann es gut weiter gehen. Er soll Freunde sammeln wie andere Briefmarken. Er hat es verdient!

Offline Jacqueline Spieweg

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Liebe Rhea,

vielen Dank für deine tollen Rezensionen. Ich habe mich sehr über sie gefreut.

Online Rhea

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Achja, und dabei fehlt noch eine. Mit streuen bin ich nicht so gut, aber bei Amazon sind sie. Geht es denn schon weiter?


Wenn die Vergangenheit in die Einsamkeit einbricht muss man sich ihr stellen


Diese Geschichte kann man lesen, ohne Alexej zu kennen., aber man sollte es nicht tun. Sofern man sehen will wie Alexej sich fühlt, worin seine persönliche Hölle besteht, dann wird man dies hier finden. Vielleicht wird man dann auch lesen wollen, warum sich dieser einsame Mann mit dem Besucher abgibt und was dieser Dialog bedeutet.
 Ich hatte allerdings die vorhergehenden Geschichten gelesen und deshalb fand ich es leicht, neben Alexej zu sitzen, ins Feuer zu schauen und dem Dialog zwischen dem Besucher und einem guten Freund zu lauschen. Die Fragen, die sich Alexej immer wieder stellt und vermutlich sein Leben lang stellen wird, werden hier noch einmal formuliert und auch beantwortet, ohne Pathos, ohne falsche Sentimentalität und mich freute für Alexej, die vielleicht nur sehr kleine, aber doch, meiner Meinung nach, Versöhnung mit sich selbst. Als Leser bin ich der Autorin für diese Geschichte sehr dankbar.

Offline Jacqueline Spieweg

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 :bussi: Danke, dass auch "der Besucher" eine Rezension bekommen hat.

Im Augenblick geht es mit Alexei nicht weiter, ich stecke noch im 4. Band von Boris und Olga. Ich bin dabei die beiden zu drängen, langsam zum Finale zu kommen.

Offline odenwaldcollies

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Wie schön, Jacqueline - ich wünsche dir ein gutes Gelingen und drücke die beiden von mir  ;D :-*
Liebe Grüße
Karin

Online Rhea

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Dann sehen wir die beiden ja bald hier wieder. Freue mich drauf. :winken:

Offline Jacqueline Spieweg

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Ich freue mich auch wieder riesig auf die leserunde mit euch.  8) :-*

Offline Annette B.

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Ich freue mich auch wieder riesig auf die leserunde mit euch.  8) :-*

Ja, da freue ich mich auch sehr drauf, auf eine LR mit dir Selma.  :bussi:
Nun hoffen wir mal, dass Boris und Olga auch noch in die Puschen kommen zum Finale.  :D
Fürchte nicht den wahren Feind der dich angreift.
Fürchte den falschen Freund der dich umarmt.

 

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