Autor Thema: 1) Prolog - Seite 82  (Gelesen 919 mal)

Offline Ostsee_71

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Ob Vito und die reizende  ;D Chiara nebenan einziehen? Bin gespannt.
Mischa findet Chiara anziehend, Elisa schwärmt für Vito. Mal sehen, ob das alles was wird. Anton und Helene - das wird wohl nix. Wenn man das Personenverzeichnis liest, weiß man, wen Helene heiratet.

Stand das nicht schon im Klappentext? Das wäre aber auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, die deutsch-italienischen Konflikte abzubilden. Ich glaube die Situation nach dem 1. Weltkrieg war auf jeden Fall recht angespannt, als Südtirol itanlienisiert werden sollte.

Worthüterin

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Sehr interessant war auch die Beschreibung der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Damals hat Südtirol doch noch zu Österreich gehört, oder? Das Verhältnis zu den Italienern scheint aber schon vor dem 1. Weltkrieg nicht so ganz unverkrampft zu sein und ich hoffe wir werden noch etwas über die Veränderung nach dem Krieg erfahren. 
Richtig. Die Österreichisch-Ungarische Monarchie, kurz Österreich-Ungarn, informell auch k. u. k. Doppelmonarchie. Der Kaiser Franz Jospeph I. ist der mit der Sisi, die ist aber bereits verstorben.

Das Verhältnis der Trentiner => den Grenzgebieten zu Italien war insgesamt wie zu der Zeit üblich, würde ich sagen. Man hat sich nachbarlich vertragen.

Auf der großpolitischen Bühne hat das damals jung-vereinte Königreich Italien nach Macht gestrebt, das Land in seinen damaligen Grenzen war 1914 gerade einmal 48 Jahre alt. Vorangegangen waren die "Risorgimenti", die Einigungskriege unter Garibaldi.
Italien war damals der Meinung, dass alle Gebiete, in denen Italienisch gesprochen wird, auch zu Italien gehören sollten (kommt das jemandem bekannt vor?)

Österreich-Ungarn hat sich dagegen gemeinsam mit Frankreich, Preussen Großbritannien und Russland um die Vorherrschaft in Europa bemüht. Ich habe gelesen, dass die gesamte Situation so hochexplosiv war, dass der Erste Weltkrieg in jedem Fall ausgebrochen wäre. Welche dieser Nationen ihn aus welchem Anlass auslöst, war letzten Endes Zufall. Die anderen haben jedenfalls mit Freuden mitgemacht....

Offline odenwaldcollies

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Für einen allein hat es ganz gut gereicht, und es gab viele Naturalien (Brot und Tabak), aber eine Familie könnte man davon nicht ernähren.

Na, an Familie ist er ja noch nicht interessiert, dann passt das ja für ihn  ;D

Der Vergleich zum Rätoromanischen mit dem Ladinischen ist doppelt richtig, beide Sprachen sind eng verwandt.  ;)

Ach, schau an. Die Links werde ich mir später mal ansehen - danke.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Österreich-Ungarn hat sich dagegen gemeinsam mit Frankreich, Preussen Großbritannien und Russland um die Vorherrschaft in Europa bemüht. Ich habe gelesen, dass die gesamte Situation so hochexplosiv war, dass der Erste Weltkrieg in jedem Fall ausgebrochen wäre. Welche dieser Nationen ihn aus welchem Anlass auslöst, war letzten Endes Zufall. Die anderen haben jedenfalls mit Freuden mitgemacht....

Und durch die vielen Bündnisse, die die Nationen untereinander geschmiedet haben sowie den Blankoschecks über die uneingeschränkte Unterstützung im Kriegsfall, war das dann der reinste Domino-Effekt.
Liebe Grüße
Karin

Offline Caren

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Kleines Sprachbeispiel:
Das Grödnertal heißt auf italienisch val gardena, auf ladinisch Gherdëina. Es ist schon ähnlich, aber wenn die Einheimischen auf ladinisch loslegen, versteht man niente.  :-\
Liebe Grüße, Caren

-----------

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline Rosenprinzessin

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Hallo zusammen  :winken:

Hier ist ja schon gut was los! Wie schön! Ich habe den ersten Abschnitt auch mit Genuss gelesen. Ich liebe die Berge und finde es schön, nun gedanklich dort zu sein!  ;D

Ich bin sehr gut in die Geschichte hineingekommen, was wohl auch daran liegt, dass alles so schön detailliert beschrieben ist. Ich konnte mir schon ein richtig gutes Bild machen von den Charakteren und fühle mich schon wohl bei ihnen.

Elisa und ihre Brüder haben einen tollen Zusammenhang, auch wenn sie teilweise sehr unterschiedlich zu sein scheinen. Da bin ich fast ein bisschen neidisch; ich bin Einzelkind und habe mir immer Geschwister gewünscht.  :-[ Ich finde es klasse, wie Elisa und ihre Brüder zusammenhalten.

Dass Anton quasi vom Hof gejagt wurde, tut mir um so mehr leid. Ich hoffe, der Vater wird das nicht irgendwann bereuen. Ich mache mir da ein wenig Sorgen, denn wir wissen ja schon, dass der Krieg nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Um Michi habe ich mir auch Sorgen gemacht. Als er seinen Unfall hatte und sich nicht mehr rühren konnte, habe ich schon das schlimmste befürchtet. Zum Glück scheint er keine Schäden von dem Unfall behalten zu haben.

Auf Vito und Chiara bin ich sehr gespannt. Vito scheint mir ja ein sehr besonnener Junge zu sein, während Chiara ein wenig arrogant wirkt. Und Michi scheint sich ein bisschen in sie verguckt zu haben. Oh je. Auf den ersten Blick passen die beiden nicht zusammen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Chiara sich mit Michi abgeben wird. Hoffentlich täusche ich mich.

Interessant war auch die Szene mit dem Eis. Kaum vorstellbar, wie es für Elisa und Michi gewesen sein muss, zum ersten mal Eis zu essen!  ;D Ich liebe ja Eis!  :-[

Insgesamt wirklich ein sehr gelungener Einstieg ins Buch, der mich jetzt nur noch neugieriger hat werden lassen!
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Offline Rosenprinzessin

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Grinsen musste ich, als Anton Mischi zu den beiden Prostituierten führt - und Franz darüber Bescheid wusste  ;D


Oh ja, da war ich allerdings auch sehr überrascht - vermutlich genau wie Michi!  ;D
Damit hatte ich hier gar nicht gerechnet.
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Grinsen musste ich, als Anton Mischi zu den beiden Prostituierten führt - und Franz darüber Bescheid wusste  ;D


Oh ja, da war ich allerdings auch sehr überrascht - vermutlich genau wie Michi!  ;D
Damit hatte ich hier gar nicht gerechnet.

Mir war wichtig, dass Anton hier nicht als kompletter "Bad Guy" daherkommt, während Franz total langweilig wird. Ich war mir unsicher, wie denn nun für junge Menschen in so einem kleinen Dorf die Möglichkeiten sind, "in Kontakt" zu treten. Einerseits wurde in dem ein oder anderen Heuschober sicherlich herumgemacht, andererseits hat so eine enge Gemeinschaft ein riesiges Maß an sozialer Kontrolle. Und die Zeit war dermaßen prüde...
Jedenfalls stelle ich mir vor, dass zwei junge Männer (20 und 21 Jahre) durchaus das Angebot nutzen, wenn sie fern von Zuhause eine unbekannte Welt entdecken.
Über die Kombination Franz-Anton wird es - obwohl der jüngere fort ist - noch einiges zu berichten geben....

Das Eis: Es gibt ja nun einen Wettstreit, wer das Eis erfunden hat und/ oder das bessere macht, die Südtiroler oder die Sizilianer. Straciatella wurde jedenfalls in den 60ern in Bergamo erfunden  :sabber:

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Kleines Sprachbeispiel:
Das Grödnertal heißt auf italienisch val gardena, auf ladinisch Gherdëina. Es ist schon ähnlich, aber wenn die Einheimischen auf ladinisch loslegen, versteht man niente.  :-\

Das kann ich nur bestätigen  ;D -- Und beim Gadertal ist es noch verwirrender, denn Alta Badia heißt eigentlich Hochabtei. Val Badia dann Abteital, das ist im italienischen und ladinischen gleich. Der Fluss Gader heißt auf ladinisch Gran Ega.  :verrueckt:

Offline odenwaldcollies

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Kleines Sprachbeispiel:
Das Grödnertal heißt auf italienisch val gardena, auf ladinisch Gherdëina. Es ist schon ähnlich, aber wenn die Einheimischen auf ladinisch loslegen, versteht man niente.  :-\

Ohja, das glaube ich gerne  ;D

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Mir war wichtig, dass Anton hier nicht als kompletter "Bad Guy" daherkommt, während Franz total langweilig wird.

Das ist auch gut gelungen, finde ich, denn ich war auch überrascht, dass Franz sehr wohl wusste, wo Anton mit Mischi hingegangen ist - bis zu der Szene dachte ich, er ist echt ein ganz Braver  ;D Und als er dann auch noch mit Rauchen anfing, war klar, dass mehr hinter ihm steckt.

Das Eis: Es gibt ja nun einen Wettstreit, wer das Eis erfunden hat und/ oder das bessere macht, die Südtiroler oder die Sizilianer. Straciatella wurde jedenfalls in den 60ern in Bergamo erfunden  :sabber:

Hauptsache, es schmeckt - und bei Stracciatella sage ich auch nicht nein.

Als ich als Jugendlicher das erste Mal in Italien war, hat mich das viele leckere Eis darüber hinweggetröstet, dass es dort kein Spaghetti-Eis gibt - erst Jahre später habe ich erfahren, dass das Spaghetti-Eis eine Mannheimer Erfindung ist und vor allem in Deutschland verbreitet ist. Unsere Schweizer Freunde bekommen das bei sich auch nicht und freuen sich schon immer auf das Eis, wenn sie nach Deutschland kommen.
Liebe Grüße
Karin

Online JanaBabsi

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Als ich als Jugendlicher das erste Mal in Italien war, hat mich das viele leckere Eis darüber hinweggetröstet, dass es dort kein Spaghetti-Eis gibt - erst Jahre später habe ich erfahren, dass das Spaghetti-Eis eine Mannheimer Erfindung ist und vor allem in Deutschland verbreitet ist. Unsere Schweizer Freunde bekommen das bei sich auch nicht und freuen sich schon immer auf das Eis, wenn sie nach Deutschland kommen.

Echt? Das wusste ich auch nicht.
Viele Grüße
Babsi

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Offline Rosenprinzessin

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Jedenfalls stelle ich mir vor, dass zwei junge Männer (20 und 21 Jahre) durchaus das Angebot nutzen, wenn sie fern von Zuhause eine unbekannte Welt entdecken.

Doch, das kann ich mir auch durchaus gut vorstellen  ;D
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Offline odenwaldcollies

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Liebe Grüße
Karin

Online JanaBabsi

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Vielen Dank für den interessanten Link, Karin.  :winken:
Viele Grüße
Babsi

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