Autor Thema: 3) Seite 201 - Seite 283 (14. Kapitel - bis einschl. 19. Kapitel)  (Gelesen 658 mal)

Offline JanaBabsi

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4455
Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 201 - Seite 283 (14. Kapitel - bis einschl. 19. Kapitel) schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Ende April 1914 - Vila Kastlunger, Val Badia
Ein Schwall italienischer Worte empfing Elisa an der Hintertür der Ciasa Costa, als sie Martha wie jeden Tag Eier bringen wollte.

Viele Grüße
Babsi

Ein Hund ist wie ein spannendes  Buch, doch was nützt einem Analphabeten das spannendste Buch

Mein Buchblog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie

Online Rosenprinzessin

  • SUB-Aufbau-Profi
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 6323
  • Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele
Oh nein, was für ein trauriger Abschnitt! Es war ja eigentlich schon zu erwarten, dass nicht alle Brüder aus dem Krieg heimkehren, aber dass so schnell gleich zwei der Geschwister sterben, war doch sehr traurig! Und ich kann sehr gut verstehen, wie schlimm das auch besonders für den Vater gewesen sein muss in Bezug auf Anton! Er wird sich wohl sein Leben lang Vorwürfe machen, kann ich mir gut vorstellen. Man sollte nie im Streit auseinandergehen. Schrecklich!

Und Franz hat seinen zweiten Sohn nicht mehr kennenlernen dürfen. Gut, dass die Familie so sehr zusammenhält. Das war damals wohl sowieso noch anders als heute. So ist Lene wenigstens nicht alleine mit den beiden Kindern.

Ich hoffe jetzt nur, dass Mischi nichts passiert!

Habe ich das richtig herausgelesen, dass Rudl ein geistig behindertes Kind ist? Oder ist er nur etwas entwicklungsverzögert?

Es wird immer deutlicher, dass Vito und Elisa sich zueinander hingezogen fühlen. Ich finde, das wird sehr schön beschrieben.
Und Chiara hat mich hier auch positiv überrascht. Ich glaube, sie fühlt sich zwar immer noch als etwas besseres, aber sie zeigt auch Gefühle. Im Kern ist sie wohl doch ein guter Mensch. Was ihre Gefühle Mischi gegenüber angeht, bin ich mir allerdings noch nicht so sicher. Mal schauen, ob wir darüber noch mehr erfahren werden.  :lesen:
Lesen aus Leidenschaft

Offline Caren

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 926
Wie furchtbar! Es hat mir richtig weh getan, als bei der Mobilmachung das ganze Dorf begeistert Beifall klatscht!! Das haben sie kurz danach schwer bereut. Wie schrecklich, dass Anton und Franz gefallen sind. Gut, dass Anton den Brief an seinen Vater geschrieben hat, immerhin hat de jetzt eingesehen, dass er zwei wunderbare Söhne verloren hat. Die arme Elisa - sie muss Ihrer Schwägerin die schreckliche Nachricht überbringen und mit ansehen, wie sie stürzt und sich verletzt. Gut, dass das Kind keinen Schaden genommen hat! Elisa ist eine wunderbare, starke Persönlichkeit! Wie sie ihrem Vater die Wacht ansaget - klasse und sehr mutig!

Ich bin beruhigt, dass Vito nicht eingezogen werden kann, befürchte aber, dass sich das noch ändern könnte.

Chiara kommt ja anscheinend allmählich zur Vernunft. Es hat mir sehr gut gefallen, wie sie Elisa getröstet hat. Sie hat auch schon gemerkt, dass Vito Interesse an Elisa hat.

Rudl scheint geistig zurückgeblieben zu sein. Da sind die Methoden seines Vaters natürlich nicht gerade förderlich. Aber es scheint, als hätte der Alte das eingesehen und Rudl scheint sich ja ach zu öffnen, seitdem sein Vater ihn nicht mehr prügelt.

An Weihnachten sitzen alle zusammen und erzählen sich die "Schandtaten" von Franz und Anton. Das ist gut für die Trauerbewältigung! Letztes Jahr ist der 18jährige Sohn meiner Freundin zusammen mit einem Kumpel tödlich verunglückt. Auf der Trauerfeier haben die Freunde der beiden eine Fotoserie gezeigt und ein paar lustige Episoden erzählt. Ich fand es erst befremdlich, es hat aber gerade den betroffenen Eltern sehr geholfen. Auch heute noch, über ein Jahr später, ist meine Freundin noch nicht wieder die alte. Aber es tut ihr gut, immer wieder von Lukas und seinen Marotten zu reden. Und wenn man die gleiche Geschichte jede Woche erzählt, es tut ihr einfach gut. Die Beerdigung fand übrigens an ihrem 50. Geburtstag statt.
Liebe Grüße, Caren

-----------

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline odenwaldcollies

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 16505
Puh, der Abschnitt hat mir ziemlich zu schaffen gemacht, einmal durch Dianas eindrückliche Beschreibung der Umstände und was in dem Moment in den Figuren vor sich geht und dann auch deswegen, weil wir die Kastlunger-Kinder über die letzten Jahre kennengelernt haben, dadurch ist das noch trauriger.

Dabei fängt der Abschnitt gar nicht so schlecht an mit dem Maitanz und der Annäherung von Elisa und Chiara. Elisa wird allmählich wirklich zu einer jungen Frau, die sich auch Gedanken um ihr Aussehen macht, die tanzen und Spaß haben möchte. Und Chiara bekommt in diesem Abschnitt deutlich mehr Tiefe - das gefällt mir sehr gut, dass die Figuren alles andere als eindimensional sind und somit mich als Leser überraschen können. Die ganze Zeit kommt sie ziemlich zickig rüber, die sich für nichts als sich selbst zu interessieren scheint, aber inzwischen habe ich den Eindruck, dass sie sehr wohl verstanden hat, wie Vitos Gefühle für Elisa aussehen. Und der kleine Andreas macht Chiara ganz zahm, wer hätte das gedacht. Berührend fand ich auch, wie sie Elisa ohne viele Worte tröstet.

Rudl scheint ein wenig "zurückgeblieben" zu sein, wobei das wohl eher eine Flucht vor der strafenden Hand des Vaters ist. Nachdem die Schläge nun ausbleiben, macht er ja Fortschritte.

In den ersten beiden Abschnitten hatte ich das Gefühl, dass Anton sich nicht ganz darüber im Klaren ist, was es heißt, in einen Krieg zu ziehen; diesen Eindruck muss ich hier revidieren, er ist sich doch klar darüber, auf welch gefährlicher Position die Kaiserjäger kämpfen. Und auch Franz hatte tief in seinem Inneren Angst, denke ich, daher der Alkohol als sog. Wegzehrung. Warum nur geht Mischi ebenfalls mit, da hätte ich ihn am liebsten schütteln können - er hätte doch nicht gehen müssen  :(

Ja, der Krieg wurde ja von allen freudig begrüßt und man war überzeugt, dass das ein Spaziergang wird und die ganze Angelegenheit spätestens bis Weihnachten erledigt ist - was für ein Irrtum. Und Pacher, der als Einziger den Mund aufmacht, will niemand hören. Mich hat es eh gewundert, dass die Bewohner überhaupt so euphorisch waren, denn es musste ihnen doch klar sein, dass ihnen die Arbeitskräfte bei der Ernte und dem Almabtrieb fehlen werden. Andererseits machen sich euphorische Menschen weniger Gedanken.

Bei der Liste mit den Verwundeten und Gefallenen habe ich jedes Mal die Luft angehalten, ob diesmal ein bekannter Name dabei war. Und ja, ich war ebenfalls erleichtert, wenn nicht. Die Vision, die Elisa von ihren beiden Pferden in einer Lache aus Blut, Knochen und geplatzten Gedärmen hat, war grausig - kein Wunder, dass sie sich bei all den schlechten Nachrichten übergeben musste.

Sehr gut gemacht ist das 17. Kapitel, das damit anfängt, dass Elisa sich immer wieder Mischis Abschiedsworte vorspricht. Als mir dämmerte, dass das bedeutet, dass einer der Brüder tot sein könnte, lief mir ein kalter Schauer den Rücken runter, so gut ist das geschrieben. Und dann hat es tatsächlich Anton und Franz erwischt. Bei Lene hatte ich befürchtet, dass sie womöglich eine Fehlgeburt erleidet, aber das geht glücklicherweise gut. Und Josef nimmt die Nachricht vom Tod seiner beiden ältesten Söhne extrem mit. Ich denke auch, dass er sich Vorwürfe macht, weil er sich nicht mehr mit Anton versöhnt hat. Auch wenn es jetzt dafür zu spät ist, bin ich doch froh, dass sich seine Haltung Anton gegenüber verändert hat. Elisa zeigt in dieser Situation sehr viel Stärke, dabei braucht sie selber Trost und Halt, den sie ausgerechnet und unerwartet bei Chiara findet. Aber auch bei Vito, dem immer klarer wird, was Elisa für ihn bedeutet. Wie Elisa ihren Vater zurechtgestutzt hat, war wirklich gut, das hat auch Jakob eingesehen. Ich hoffe jetzt wirklich, dass Josef Rudl weiterhin besser behandelt und falls Mischi zurückkommen sollte, was ich sehr hoffe, dann wird er für ihn hoffentlich mehr lobende Worte übrighaben. Bei Vito hat er es doch auch geschafft.

Tröstlich fand ich die Erinnerungen, die die Kastlunger an Franz und Anton an Weihnachten austauschen. Ich denke, das hat allen gut getan.

Ich war eigentlich froh, dass Vito nicht zum Kriegsdienst eingezogen wurde und er auch klar machte, dass er nicht gehen will. Umso alarmierter war ich, als er doch mit dem Gedanken spielt, und das mit der Begründung, die ganze Technik kennenzulernen. Wenn er Ingenieur wäre, wäre das vielleicht etwas anderes, wenn er an der Entwicklung beteiligt wäre, aber so bleibt für ihn doch auch nur der Platz als Soldat übrig.

Bei Vitos Zusammentreffen mit den drei Männern an der Hütte bekommen wir einen kleinen Blick auf mögliche Konflikte zwischen Österreicher und Italiener.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 16505
Es war ja eigentlich schon zu erwarten, dass nicht alle Brüder aus dem Krieg heimkehren, aber dass so schnell gleich zwei der Geschwister sterben, war doch sehr traurig!

Das hat mich auch geschockt, dass gleich zwei Söhne so schnell umkommen.

Was ihre Gefühle Mischi gegenüber angeht, bin ich mir allerdings noch nicht so sicher. Mal schauen, ob wir darüber noch mehr erfahren werden.  :lesen:

Darauf bin ich auch gespannt. Evtl. verleugnet sie ihre Gefühle sich selbst gegenüber, um weniger angreifbar zu sein, falls auch noch Mischis Name auf der Liste stehen sollte.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 16505
@Caren:
Wie traurig mit deiner Freundin  :( Ja, eine gute Trauerbewältigung ist sehr wichtig.
Liebe Grüße
Karin

Offline JanaBabsi

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4455
Oh ...... jetzt musste ich doch ein paar Tränchen verdrücken im letzen Leseabschnitt.
Wenn ich während der Arbeitszeit lese, dann bin ich immer froh, wenn nicht gerade in solchen Momenten Kundschaft zur Türe herein kommt.  :)

Im letzten Abschnitt hab ich mir - genau wie Ihr - noch gewünscht, dass Anton nach Hause kommt und sich mit seinem Vater versöhnt - und nun ist er tot. Und auch Franz wird sein 2. Kind nicht kennenlernen. Wie traurig.

Ich stelle es mir generell unmenschlich vor, wenn man eine Todesnachricht bekommt weil jemand verunglückt ist. Aber dass man diesen Tod auf einem Stück Papier offenbart bekommt, das stelle ich mir wirklich am allerschlimmsten vor. So unpersönlich, so kalt und so unwirklich.

In diesem Abschnitt wurde klar, dass Anton doch nicht so unbedarft in den Krieg gezogen ist, wie ich das im letzten Abschnitt noch dachte. Natürlich wusste er, auf was er sich einlässt. Und letztendlich haben sie alle keine Wahl - wer einberufen wird, der muss gehen. Wer nicht geht, der ist ein Deserteur und das wurde ebenfalls mit dem Tod bestraft. Also .... wo man den Tod findet ist dann letztendlich wahrscheinlich einerlei.

In einem Krieg ist es ja wahrscheinlich, dass viele Familien im gleichen Dorf einen Mann oder einen Sohn verlieren. Unvorstellbar!

Josef bereut es wohl sehr, dass er sich mit Anton nicht mehr versöhnt hat. Es gibt noch nicht einmal ein Bild, weil Josef sich nicht mit Anton portraitieren lassen wollte. Dass Elisa mit ihrem Vater hier Tacheles geredet hat, hat mir gut gefallen. Elisa ist stark und ich denke, dass sie die Familie zusammenhält.

Zwischen Elisa und Vito knistert es ja schon ziemlich laut - wobei Elisa da tatsächlich viel viel unbedarfter ist und sich der körperlichen Nähe nicht sooo bewusst ist, wie Vito. Aber Mann kann ja kalt duschen.  :totlach:

Zitat
Ich bin beruhigt, dass Vito nicht eingezogen werden kann, befürchte aber, dass sich das noch ändern könnte.

Er könnte sich ja auch noch immer freiwillig melden, oder? Und wenn ausreichend "Material" in der Schlacht gefallen ist, wird doch eh genommen was noch laufen kann.

Chiara gefällt mir in diesem Abschnitt sehr, sie zeigt tatsächlich Gefühle.

Seite 258 unten
ich denke es müsste heißen "Jetzt wurde es Vito umheimlich" ?
Viele Grüße
Babsi

Ein Hund ist wie ein spannendes  Buch, doch was nützt einem Analphabeten das spannendste Buch

Mein Buchblog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie

Offline odenwaldcollies

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 16505
Er könnte sich ja auch noch immer freiwillig melden, oder? Und wenn ausreichend "Material" in der Schlacht gefallen ist, wird doch eh genommen was noch laufen kann.

Beide Befürchtungen teile ich ebenfalls: dass Vito sich entweder freiwillig meldet oder irgendwann alle eingezogen werden. Oder aber wenn sich Italiens Rolle im Krieg wandelt: ich bin noch nicht so recht überzeugt, ob sein Onkel recht hatte, dass sie mit Lucias Heirat mit Jakob Costa automatisch Österreicher wurden.
Liebe Grüße
Karin

Worthüterin

  • Gast
Also wer ein Tränchen vergossen hat, ist in guter Gesellschaft, die Hälfte der Testleser hat geweint und sogar meine Lektorin hat mich bei der Szene mit dem Tod der beiden Brüder arg gelobt.

Also Vito und seine gesamte Familie sind nach meinen Recherchen Österreicher. Eine Frau nahm nach der Heirat automatisch die Staatsangehörigkeit des Mannes an und hatte darüber auch keine Entscheidungsmöglichkeit. Ihr wisst vermutlich, wie es um die Rechte der Frauen zu dieser Zeit bestellt war: Niente.

Der frühe Tod der beiden Brüder war nicht geplant, aber der Realität geschuldet. Zu Beginn dachte ich, dass Anton zurückkommt und in den Bergen kämpft. Aber gerade die 4 TKJR wurden mehrfach komplett aufgerieben und wieder "aufgefüllt". Das zweite wurde einmal zu 80% vernichtet. Der Anteil der Männer, die zurückkamen, war also extrem gering.

Was die Euphorie anbelangt, habe ich mich schwer getan. Es gab nicht überall diese Begeisterung, wie sie zum 1. WK häufig berichtet wird. In Tschechien haben sich Mütter auf die Gleise gelegt, damit die Züge mit ihren Söhnen nicht ausfahren konnte. Generell war Sorge aber eher eine Sache der Frauen (die nicht weinerlicher, sondern einfach vorausschauender waren!).
Was aber sicher war, war die Überzeugung, dass es eine kurze Angelegenheit wird, dieser Spruch "Zur Heuernte sind wir zurück" war allgemeiner Konsens. Und junge Männer + Alkohol sind schnell aufgeputscht. Und auch richtig, eine Wahl hatten sie nicht, wenn sie gemustert waren. (Vito schon, das wird erklärt)
Der motzende Pacher ist also meinem Bedürfnis geschuldet, dass ich Krieg für eine ziemlich üble Sache halte... 

Auch sonst, alles "echt". Hier der Zeitungsausschnitt mit dem Pferd:
http://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/5/1/20.09.1914/1316/5

Die Geschichte mit der Schweinsblase habe ich aus einer Seniorenzeitschrift, die ich mal beim Arzt im Wartezimmer gelesen habe  ;)
Und ja, dass solche guten und lustigen Erinnerungen bei der Trauerbewältigung hilft, so wie Caren erzählt hat, kenne ich auch, also auch das "real"

Also Danke! Ich gebe zu, ich bin ein wenig stolz auf die Szene und wie sehr sie die Leser(innen) berührt  :-[
Es kommen noch 2-3 Szenen, bei denen es nah ans Wasser geht, aber es gibt auch "Licht"  :)

P.S. meine nächste Antworten Samstag. Ich bin morgen auf der Buchmesse!
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2016, 21:01:32 von Worthüterin »

Online Rosenprinzessin

  • SUB-Aufbau-Profi
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 6323
  • Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele
Rudl scheint ein wenig "zurückgeblieben" zu sein, wobei das wohl eher eine Flucht vor der strafenden Hand des Vaters ist. Nachdem die Schläge nun ausbleiben, macht er ja Fortschritte.


Ich hoffe, dass er weiterhin Fortschritte machen wird! Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich nur die Schläge des Vaters sind, vor denen er sich gefürchtet hat.
Lesen aus Leidenschaft

Offline JanaBabsi

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 4455
Also Danke! Ich gebe zu, ich bin ein wenig stolz auf die Szene und wie sehr sie die Leser(innen) berührt  :-[
Es kommen noch 2-3 Szenen, bei denen es nah ans Wasser geht, aber es gibt auch "Licht"  :)

Für mich hat ein Autor alles richtig gemacht, wenn seine Geschichte mich berühren kann. Ob ich weine oder lache ist mir in dem Fall egal, ich kann mit den Protagonisten mitfühlen. Schön, wenn sich Weinen und Lachen die Waage halten, aber das ist kein Muss.

Ich habe vor kurzem ein Buch gelesen, bei dem ich von fast der ersten bis wirklich zur letzten Seite nur geheult habe. Das Buch war so traurig, wirklich entsetzlich traurig, aber soooo schön geschrieben.

Viel Spaß auf der Buchmesse!
Viele Grüße
Babsi

Ein Hund ist wie ein spannendes  Buch, doch was nützt einem Analphabeten das spannendste Buch

Mein Buchblog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie

Offline odenwaldcollies

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 16505
Also Vito und seine gesamte Familie sind nach meinen Recherchen Österreicher. Eine Frau nahm nach der Heirat automatisch die Staatsangehörigkeit des Mannes an und hatte darüber auch keine Entscheidungsmöglichkeit. Ihr wisst vermutlich, wie es um die Rechte der Frauen zu dieser Zeit bestellt war: Niente.

Ah, o.k., dann hatte Lucias Bruder recht.

Auch sonst, alles "echt". Hier der Zeitungsausschnitt mit dem Pferd:
http://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/5/1/20.09.1914/1316/5

 :o

Die Geschichte mit der Schweinsblase habe ich aus einer Seniorenzeitschrift, die ich mal beim Arzt im Wartezimmer gelesen habe  ;)

Aus einer Seniorenzeitschrift?  :totlach:

Viel Spaß auf der Buchmesse, Diana.

Ich hoffe, dass er weiterhin Fortschritte machen wird! Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich nur die Schläge des Vaters sind, vor denen er sich gefürchtet hat.

Ich bin mir auch nicht sicher - ich hoffe jetzt einfach mal.

Liebe Grüße
Karin

Offline Ostsee_71

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 406
Wie traurig, der Krieg fordert seinen Tribut, aber gleich 2 Brüder/ Söhne auf einen Schlag ist wirklich schlimm. Wie schlimm muß es auch für Josef sein, sich nicht mehr mit seinem Sohn vertragen zu können. Franz ist nach seinem Tod Vater geworden und wird seinen Sohn nie sehen. Krieg ist so etwas Furchtbares, man kann nur hoffen, dass wir in Zukunft von Kriegen verschont bleiben.

Erschreckend ist immer die Euphorie, mit der damals die jungen Leute losziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das heute noch möglich wäre zumindest nicht in Europa. Der Abschnitt begann so positiv mit der Maifeier und einige Seiten später diese schlimme Nachricht, so schnell kann es gehen.

Elisa scheint trotz aller Trauer die Stütze der Familie zu sein. Josef läßt sich total hängen und ergibt sich dem Alkohol, aber Dank Elisa kommt er wieder zur Besinnung. Die ganze Familie sucht die Nähe Elisas auf der Suche nach Trost, dabei hätte sie gerne mehr Zeit mit Vito. Er scheint die große Stütze für Elisa zu sein und es schön zu beobachten, wie ihre Beziehung wächst.

Offline Ostsee_71

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 406
Tröstlich fand ich die Erinnerungen, die die Kastlunger an Franz und Anton an Weihnachten austauschen. Ich denke, das hat allen gut getan.

Ja, es ist zwar sehr traurig, aber auch tröstend. Besonders das erst Weihnachtsfest nach dem Verlust eines geliebten Menschen muß furchtbar sein und über diesen Menschen zu reden ist bestimmt traurig, aber für die Trauernden auch heilsam.

Offline Caren

  • Global Moderator
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 926
Erschreckend ist immer die Euphorie, mit der damals die jungen Leute losziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das heute noch möglich wäre zumindest nicht in Europa.

Ich fürchte, dass das schon noch möglich ist, auch hier bei uns. Wenn man sieht, was für Dinge aus Fremdenhass geschehen und wie fanatisch manche Gruppen gegen die Flüchtlinge vorgehen, wird mir schon Angst und bang. :o
Liebe Grüße, Caren

-----------

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

 

Weblinks

Literaturschock Facebook Twitter

Internes

Mediadaten & Presse Impressum & Kontakt Datenschutzerklärung