Autor Thema: 5) Seite 389 - Seite 452 (28. Kapitel - bis einschl. 33. Kapitel)  (Gelesen 683 mal)

Offline JanaBabsi

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Mitte April 1916 - Vila Kastlunger, Val Badia
Elisa, mein kleines Mädchen

Viele Grüße
Babsi

Ein Hund ist wie ein spannendes  Buch, doch was nützt einem Analphabeten das spannendste Buch

Mein Buchblog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie

Offline Rosenprinzessin

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Wieder ein sehr berührender Abschnitt. Was mag mit Vito passiert sein? Ich fand die Szene, in der Ezio und Flavio ihn zur Hütte bringen und ihm zur Flucht verhelfen, sehr berührend. Es war nicht ungefährlich für die beiden. Wären sie erwischt worden, wären sie bestimmt hart bestraft worden. Um so größer ist ihre Tat, finde ich. Und ich hoffe, dass Vito und die beiden sich nach dem Krieg doch noch irgendwie wiedersehen werden! Das wäre schön!

Sehr mutig und menschlich finde ich auch Elisa, Chiara und auch Lene, indem sie den französischen Soldaten bei sich aufnehmen und wieder aufpäppeln. Schade, dass sein Kamerad es nicht geschafft hat. Ich kann mir den Zweispalt vorstellen, in dem Elisa und Chiara gesteckt haben müssen, als die beiden Soldaten plötzlich vor ihrer Tür lagen. Aber ich bin froh, dass ihre Menschlichkeit und ihr gutes Herz gesiegt haben. Und ich denke nicht, dass der Franzose für sie gefährlich werden wird. Ich hoffe es jedenfalls! Ich denke, es könnte gefährlicher werden, wenn er doch noch entdeckt wird von Berger oder anderen Soldaten.

Mischis Schicksal tut mir sehr leid. Es muss schlimm sein, plötzlich gelähmt zu sein. Damit muss man erst mal klarkommen. Dazu kommen dann noch die Schuldgefühle, die auch nicht harmlos sind. Ich denke, der Heilungsprozess wird lange dauern, und ob Mischi jemals seinen Lebensmut wiederfinden wird, ist auch nicht sicher. Ich hoffe es für ihn.

Ist Rudl jetzt eigentlich auch zurück? Habe ich das überlesen? Der Vater ist wieder da, aber Rudl?  :-\
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Wieder ein sehr berührender Abschnitt. Was mag mit Vito passiert sein? Ich fand die Szene, in der Ezio und Flavio ihn zur Hütte bringen und ihm zur Flucht verhelfen, sehr berührend. Es war nicht ungefährlich für die beiden. Wären sie erwischt worden, wären sie bestimmt hart bestraft worden. Um so größer ist ihre Tat, finde ich. Und ich hoffe, dass Vito und die beiden sich nach dem Krieg doch noch irgendwie wiedersehen werden! Das wäre schön!

Soweit geht das Buch nicht. Ich habe aber einen Epi-Epilog geschrieben, den ich vielleicht, wenn ihr brav seid, per Mail verschicke allerdings ist er noch nicht lektoriert und ich hake noch an ein paar Formulierungen. Meine Lektorin hat mir durchaus unterstellt, dass ich eine Fortsetzung plane, aber dazu muss das Buch natürlich sehr erfolgreich werden, damit ich mich an den nächsten Krieg heranschreiben dürfte (wenn ich darüber nachdenke, dass Elisa 1933 gerade mal 34 Jahre als ist....)

Ist Rudl jetzt eigentlich auch zurück? Habe ich das überlesen? Der Vater ist wieder da, aber Rudl?  :-\
Nein, der ist im Hospital geblieben. Den habe ich im Rest des Buches ein wenig "vernachlässigt", er taucht beim Leser erst im Epilog wieder auf.

Offline Rosenprinzessin

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Soweit geht das Buch nicht. Ich habe aber einen Epi-Epilog geschrieben, den ich vielleicht, wenn ihr brav seid, per Mail verschicke allerdings ist er noch nicht lektoriert und ich hake noch an ein paar Formulierungen. Meine Lektorin hat mir durchaus unterstellt, dass ich eine Fortsetzung plane, aber dazu muss das Buch natürlich sehr erfolgreich werden, damit ich mich an den nächsten Krieg heranschreiben dürfte (wenn ich darüber nachdenke, dass Elisa 1933 gerade mal 34 Jahre als ist....)

Das wäre schön.  :-[
Und eine Fortsetzung wäre super! Ich würde das Buch sofort kaufen.
Ich drücke Dir (und uns  ;D) die Daumen, dass dieser erste Band ein Erfolg wird!


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Offline odenwaldcollies

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Mischi lebt zwar, aber er ist gelähmt - und kommt damit überhaupt nicht zurecht. Ebenso wenig wie mit dem, was er im Krieg erlebt hat, was auch kein Wunder ist, wenn man miterleben muss, wie man selber zur Bestie wird. Aber wenn sich jemand dem grausamen Treiben entziehen wollte, wurde er erschossen, siehe Matthias Pescoll. Ich ziehe meinen Hut vor Matthias, dass er sich an den Vergewaltigungen nicht beteiligen wollte. Ich denke, das ist ein Punkt, bei dem sich Mischi ebenfalls vor sich selbst ekelt, dass er nicht den Mut wie Matthias aufgebracht hat, lieber den Tod in Kauf zu nehmen.

Auch wenn es hart klingt, aber solche Offiziere, die ihre Soldaten zu so etwas zwingen, gehören sofort erschossen, denn sie haben mit ihrer Vorbildfunktion den größten Einfluss darauf, wie menschlich oder unmenschlich sie sich gegenüber der Zivilbevölkerung verhalten.

Mischis harte Worte Chiara gegenüber sind sicherlich auch seinem Selbstekel und (Selbst)mitleid geschuldet, zu ihrem eigenen Schutz aus seiner Sicht. Chiara und Mischi haben tatsächlich zweimal miteinander geschlafen und Chiara hätte Mischi trotz allem nun geheiratet - wow, wer hätte das am Anfang von Chiara gedacht. Auch ihre Aussage, dass ihre Mutter es richtig gemacht hat, bis zum Ende bei ihrem Vater zu bleiben, hat mich überrascht. Nachdem Mischi nun in Graz ist, denke ich aber, haben er und Chiara keine Zukunft mehr.

Oh nein, Nino hat sich auch noch für den Krieg gemeldet  :'(

Vitos Begegnung mit Ezio war dagegen richtig Balsam für die Seele, so schön, dass es solche Freundschaften unter Soldaten geben kann, die eigentlich auf verschiedenen Seiten stehen. Die Gespräche zwischen den beiden fand ich toll - und gleichzeitig fand ich es grausam, dass dennoch Misstrauen mitschwingen muss, weil man im Krieg niemanden trauen kann. Was Flavio angeht, hatte ich schon die schlimmsten Befürchtungen, ob Crutì ihn hat verschwinden lassen, aber glücklicherweise geht es ihm auch noch gut. Nicht nur für das, was sie für Vito tun, wünsche ich den beiden Italienern ein langes Leben.

Sehr gut beschrieben finde ich bei Vitos Flucht, wie er immer wieder zweifelt, zu welcher Seite er eigentlich gehört. Aber da Elisa ihm so viel bedeutet, bleibt er weiterhin auf der österreichischen Seite. Und als er die Österreicher endlich findet bzw. diese ihn, schießen sie doch wohl nicht auf ihn, oder? Das liest sich ganz so, als ob ihm jemand in den Oberkörper geschossen hätte  :o Diana, du wirst doch Vito hoffentlich jetzt nicht sterben lassen  :ohnmacht:

Schniefen musste ich bei der Szene, als Vito Marco Declaras Grab entdeckt und dass das Kreuz von den "Feinden" aufgestellt wurde, die aber auch Freunde waren und sich dennoch gegenseitig respektieren. Das zeigt so deutlich die Sinnlosigkeit dieses Krieges. Es ist tröstlich zu sehen, dass es trotz Krieg auch immer wieder menschliche Gesten gibt.

Ebenso realistisch und sehr gut beschrieben fand ich die Szene, als Elisa und Chiara die beiden verwundeten französischen Soldaten vor dem Haus finden. Die Zweifel, die Elisa überkommen, dass es sich bei ihnen um Feinde handelt, die auf ihre Brüder und Freunde geschossen haben, aber gleichzeitig auch ihr Bedürfnis zu helfen, fand ich wieder toll. Und ja, wenn Vito in die gleiche Lage kommen würde, würden sich seine Familie und Elisa ebenfalls wünschen, dass ihm geholfen würde. Leider kommt für den einen Soldaten jede Hilfe zu spät. Ihm ein offizielles Begräbnis zu ermöglichen, geht natürlich nicht, sonst ist nicht nur der zweite Soldat dran, sondern auch Elisa und Chiara sowie ihre Familien. Es ist so schon riskant, was die beiden Frauen tun, aber dass sie mutig sind, haben wir ja schon öfters erlebt. Ich hoffe nur, Berger kommt niemals dahinter. Oder einer der anderen Dorfbewohner, die sie dann womöglich anschwärzen.

Was Josef Kastlunger zu dem Neuankömmling jedoch sagen wird, darauf bin ich auch gespannt.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Das wäre schön.  :-[
Und eine Fortsetzung wäre super! Ich würde das Buch sofort kaufen.
Ich drücke Dir (und uns  ;D) die Daumen, dass dieser erste Band ein Erfolg wird!

Ich drücke ebenfalls ganz fest die Daumen, dass eine Fortsetzung geben wird, da mir das Buch wirklich sehr gut gefällt.
Liebe Grüße
Karin

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Mischi lebt zwar, aber er ist gelähmt - und kommt damit überhaupt nicht zurecht. Ebenso wenig wie mit dem, was er im Krieg erlebt hat, was auch kein Wunder ist, wenn man miterleben muss, wie man selber zur Bestie wird. Aber wenn sich jemand dem grausamen Treiben entziehen wollte, wurde er erschossen, siehe Matthias Pescoll. Ich ziehe meinen Hut vor Matthias, dass er sich an den Vergewaltigungen nicht beteiligen wollte. Ich denke, das ist ein Punkt, bei dem sich Mischi ebenfalls vor sich selbst ekelt, dass er nicht den Mut wie Matthias aufgebracht hat, lieber den Tod in Kauf zu nehmen.

Ich kenne dazu eher Untersuchungen aus der Nazizeit und der ewigen Frage, wie es dazu kommen konnte. Aus psychologischer Sicht denke ich, dass die meisten in solchen Situationen nach dem Prinzip verfahren, Kopf-unten-halten, durchhalten, wegsehen, weitermachen. Was sind die Alternativen? Hat Matthias damit gerechnet, dass er erschossen wird? Sicherlich nicht, dann hätte er sich nicht verdrückt. Was ist ein Mensch bereit zu tun, wenn ihm der Tod droht? Ich mag die Frage für mich nicht beantworten, ich weiß nur, dass es aus der Distanz am Schreibtisch einfacher ist darüber nachzudenken.

Ursprünglich wollte ich 1-2 Kapitel aus Mischis Sicht an der Ostfront erzählen. Je mehr ist darüber gelesen habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass ich da an meine Grenzen stoße. Es liegt irgendwie jenseits meiner Vorstellungskraft, vor allem, weil alles, was er Elisa beichtet, wiederum so oder ähnlich wirklich passiert ist: Die Zustände in den Gefangenen-Lagern (von den Typhus-Barracken berichtet u.a. Elsa Brändström, wem der Name vielleicht etwas sagt), Kriegsverbrechen an Zivilisten, Erschießungen der eigenen Leute. Es Mischi indirekt erzählen lassen, war das maximum, was ich da leisten konnte...

Chiara und Mischi haben tatsächlich zweimal miteinander geschlafen und Chiara hätte Mischi trotz allem nun geheiratet - wow, wer hätte das am Anfang von Chiara gedacht. Auch ihre Aussage, dass ihre Mutter es richtig gemacht hat, bis zum Ende bei ihrem Vater zu bleiben, hat mich überrascht.

Elisa auch, das wird ja hoffentlich deutlich ;)

Schniefen musste ich bei der Szene, als Vito Marco Declaras Grab entdeckt und dass das Kreuz von den "Feinden" aufgestellt wurde, die aber auch Freunde waren und sich dennoch gegenseitig respektieren. Das zeigt so deutlich die Sinnlosigkeit dieses Krieges. Es ist tröstlich zu sehen, dass es trotz Krieg auch immer wieder menschliche Gesten gibt.

Wieder eine wahre Begebenheit, die Vorlage dazu ist die Geschichte von Sepp Innerkofler (diese wahre Figur ist insgesamt die Vorlage für Marco Declara): https://de.wikipedia.org/wiki/Sepp_Innerkofler

Offline odenwaldcollies

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Aus psychologischer Sicht denke ich, dass die meisten in solchen Situationen nach dem Prinzip verfahren, Kopf-unten-halten, durchhalten, wegsehen, weitermachen. Was sind die Alternativen? Hat Matthias damit gerechnet, dass er erschossen wird? Sicherlich nicht, dann hätte er sich nicht verdrückt. Was ist ein Mensch bereit zu tun, wenn ihm der Tod droht? Ich mag die Frage für mich nicht beantworten, ich weiß nur, dass es aus der Distanz am Schreibtisch einfacher ist darüber nachzudenken.

Da hast du recht, wenn Matthias mit Sicherheit gewusst hätte, was ihn erwartet, dann wäre er ebenfalls geblieben. Aber immerhin hat er versucht, sich dem Treiben zu entziehen. Und nochmals hast du recht, ich habe auch keine Ahnung, wie ich mich entscheiden würde, wenn ich selber in der Situation wäre. Ganz furchtbar und schrecklich, wenn man so in die Enge getrieben wird.

Ursprünglich wollte ich 1-2 Kapitel aus Mischis Sicht an der Ostfront erzählen. Je mehr ist darüber gelesen habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass ich da an meine Grenzen stoße. Es liegt irgendwie jenseits meiner Vorstellungskraft, vor allem, weil alles, was er Elisa beichtet, wiederum so oder ähnlich wirklich passiert ist:

Das kann ich sehr gut verstehen. So was ist auch wirklich unvorstellbar.

Elisa auch, das wird ja hoffentlich deutlich ;)

Ja, das wird deutlich  ;D

Wieder eine wahre Begebenheit, die Vorlage dazu ist die Geschichte von Sepp Innerkofler (diese wahre Figur ist insgesamt die Vorlage für Marco Declara): https://de.wikipedia.org/wiki/Sepp_Innerkofler

Sehr schön - danke für den Link.
Liebe Grüße
Karin

Offline Rosenprinzessin

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Da stimme ich Dir zu.
Wenn man all das Leid sieht (in den Berichterstattungen) und darüber hört oder liest, ist das schon furchtbar. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es sein muss, wirklich direkt dabei zu sein.  :o
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Offline Caren

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Das war wieder ein harter Abschnitt! Leider bin ich nicht so schnell, wenn ich arbeiten muss. Zwei Tage brauche ich schon für einen Abschnitt.

Mischi - er wäre wahrscheinlich lieber tot als gelähmt! Die Hände kann er aber noch gebrauchen, oder? Dann könnte er irgendwann schnitzen und darin vielleicht wieder einen Lebensinhalt sehen. Chiara gefällt mir immer besser! Dass sie zu Mischi hält und ihn trotz seiner Behinderung heiraten will, finde ich super!
Auch wie sie Elisa bei der Versorgung der verwundeten Soldaten hilft, das hätte ich ihr am Anfang des Buches nicht zugetraut!

Hoffentlich ist Vito noch am Leben! Die beiden italienischen Soldaten sind sehr mutig, bewundernswert! Ohne deren Hilfe hätte es duster ausgesehen für Vito.
Liebe Grüße, Caren

-----------

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline Caren

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Ursprünglich wollte ich 1-2 Kapitel aus Mischis Sicht an der Ostfront erzählen. Je mehr ist darüber gelesen habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass ich da an meine Grenzen stoße. Es liegt irgendwie jenseits meiner Vorstellungskraft, vor allem, weil alles, was er Elisa beichtet, wiederum so oder ähnlich wirklich passiert ist: Die Zustände in den Gefangenen-Lagern (von den Typhus-Barracken berichtet u.a. Elsa Brändström, wem der Name vielleicht etwas sagt), Kriegsverbrechen an Zivilisten, Erschießungen der eigenen Leute. Es Mischi indirekt erzählen lassen, war das maximum, was ich da leisten konnte...

Mir hat das auch voll und ganz gereicht, was Mischi erzählt hat. Auch was Vito erlebt und mit ansehen muss, ist schrecklich. Und das ist sicher nur die Spitze des Eisberges. Einfach unvorstellbar grausam. Ich kann mir gut vorstellen, dass man den Glauben an Gott verliert, wenn man derartiges erlebt. Wir wissen gar nicht zu schätzen, wie gut wir es haben, dass wir in Frieden leben dürfen.
Liebe Grüße, Caren

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Offline odenwaldcollies

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Mischi - er wäre wahrscheinlich lieber tot als gelähmt! Die Hände kann er aber noch gebrauchen, oder? Dann könnte er irgendwann schnitzen und darin vielleicht wieder einen Lebensinhalt sehen.

Ja, so habe ich es auch verstanden und ich würde mich ebenfalls freuen, wenn er irgndwann wieder einen Sinn in seinem Leben finden würde.
Liebe Grüße
Karin

Offline Caren

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Chiara hatte in ihrer Schürzentasche die Haarnadel, die Mischi ihr geschnitzt hat. Hoffentlich berappelt sich Mischi so weit, dass er ihr noch einige schnitzen kann.  :)
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2016, 18:58:40 von Caren »
Liebe Grüße, Caren

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(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline JanaBabsi

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Ups... ich hab gerade festgestellt, dass ich im Eifer viel zu weit gelesen habe.

Respekt Diana, Du schreibst wirklich so, dass man sich mittendrin glaubt.

Wieder ein sehr berührender Abschnitt. Was mag mit Vito passiert sein?
 

Da ich weitergelesen habe, weiß ich schon was mit ihm passiert ist.

Zitat
Ich fand die Szene, in der Ezio und Flavio ihn zur Hütte bringen und ihm zur Flucht verhelfen, sehr berührend. Es war nicht ungefährlich für die beiden. Wären sie erwischt worden, wären sie bestimmt hart bestraft worden.


Sie wären nicht hart bestraft worden - sie wären standrechtlich erschossen worden. Auf Kollaboration mit dem Feind stand die Todesstrafe. Es ist schön zu lesen, dass die Menschlichkeit nicht überall verloren ging. Genau so, wie auf dem Hof bei Elisa, wo der Feind als Mensch gesehen wird und man ihm hilft.

Auch Elisa, Chiara und Lene bekommen großen Ärger, sollte Francois auffallen.

Dieser Abschnitt war echt sehr emotionsgeladen. Die innere Zerrissenheit Vitos kam richtig gut durch. Ich glaube tief in seinem Innern ist und bleibt er Italiener. Nur der Gedanke an Elisa lässt ihn weitermachen. Ohne Elisa wäre er sicherlich übergelaufen.

Was Mischi aus dem Krieg erzählt hat, hat mir echt den Atem stocken lassen. Auch wenn es hier nur eine Erzählung ist, so wissen wir wohl alle, dass es sich so zugetragen haben kann. Die eigene Truppe geht über Leichen  und wenn man nicht mitmacht, wird man exekutiert. Dass Mischi lieber tot wäre als gelähmt, ist nachvollziehbar. Seine geliebten Berge ..... kann er nur noch aus der Ferne anschauen. Ich  hoffe, dass er seinen Lebenswillen zurück bekommt. Oder bringt er sich vielleicht selbst um ???
Viele Grüße
Babsi

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Offline JanaBabsi

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Und eine Fortsetzung wäre super! Ich würde das Buch sofort kaufen.
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Ich drücke mit, da ich auch gerne die Fortsetzung lesen würde.

Ich muss gestehen, ich war am Anfang etwas skeptisch, denn wenn einem ein Buch nicht gefällt, dann sind 650 Seiten echt eine Hausnummer.
Aber jetzt bin ich traurig wenn ich sehe, dass ich nur noch 2 Leseabschnitte vor mir habe.

Viele Grüße
Babsi

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