Autor Thema: 6) Seite 453 - Seite 542 (34. Kapitel - bis einschl. 40. Kapitel)  (Gelesen 515 mal)

Online JanaBabsi

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Hier könnt Ihr zum Inhalt von Seite 453 - Seite 542 (34. Kapitel - bis einschl. 40. Kapitel) schreiben.

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Am gleichen Tag - Vila Kastlunger, Val Badia
Nochim Morgengrauen half Elisa dem fremden Soldaten, für seinen Kameraden ein Grab auszuheben

Viele Grüße
Babsi

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Offline Rosenprinzessin

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Ich hatte ein bisschen Zeit heute und habe daher gleich weitergelesen. Das Buch bzw. die Geschichte fesselt mich sehr. Ich mag Geschichten, die in den Zeiten des Ersten und/oder Zweiten Weltkrieges spielen, sehr gerne, auch wenn das vielleicht seltsam klingt.

Francois und Chiara haben also zueinandergefunden, was mich sehr freut. Ich kann verstehen, dass Chiara sich einsam gefühlt hat. Ihre Eltern sind nun beide gestorben, und der kleine Bruder ist auch tot. Sehr tragisch und sehr traurig. Daher ist es gut, dass sie nun Francois hat. Obwohl es mir irgendwie auch für Mischi leidtut, auch wenn er ja die Beziehung letztendlich beendet hat. Aber ich hatte doch noch ein wenig Hoffnung, dass die beiden wieder zueinanderfinden, wenn es Mischi (hoffentlich!) irgendwann wieder besser geht.

Auch Elisa fühlt sich einsam. Sie wird nun langsam erwachsen bzw. musste dank des Krieges schnell erwachsen werden. Sie leistet wirklich eine Menge. Eigentlich kein Wunder, dass sie dann so krank wurde. Man kann nicht immer stark sein.

Sehr berührend fand ich die Szene mit Vito und seinen Kameraden in den Bergen an Weihnachten. Plötzlich können aus "Feinden" doch Gleichgesinnte werden. Um so grotesker ist es eigentlich, wenn man sich vorstellt, dass sie nach den Weihnachtstagen möglicherweise wieder aufeinander schießen müssen.
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Offline odenwaldcollies

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Elisa wird immer mutiger, was ich bewundere, aber gleichzeitig auch ein mulmiges Gefühl bei mir hinterlässt. Ich hoffe, sie wird nicht leichtsinnig. Dass Josef zunehmend besorgt ist, wundert mich daher nicht. Spannend fand ich auch, wie Elisa das Machtgefühl empfand, welches das Gewehr ihr verlieh.

Francois zu retten war in mehrerer Hinsicht ein Glücksgriff. Und die Frauen tun sich eindeutig leichter damit, Empathie mit dem Feind zu zeigen, was sicherlich auch daran liegt, dass sie diejenigen sind, die daheim auf ihre Männer, Söhne, Brüder warten und sich die schlimmsten Szenarien ausmalen müssen. Nur gut, dass Elisa es schafft, ihren Vater von Francois zu überzeugen und dieser sich auch bei ihm entschuldigt, weil er ihm ins Gesicht geschlagen hat. Auch Josef wird allmählich weicher. Chiara benötigt weniger Überzeugungskraft, wie es scheint  ;D Nachdem Chiara nun auch noch ihre Mutter und jüngeren Bruder verloren hat, würde ich ihr ein wenig Glück wirklich gönnen. Aber die Hoffnungslosigkeit und Resignation darüber, ob der Krieg irgendwann wirklich ein Ende findet, kann ich sehr gut nachvollziehen.

Zum Einen ist die Arbeitskraft von Francois auf dem Kastlunger Hof dringend nötig und zum Anderen kann er mit seiner Geselligkeit die Bewohner auf andere Gedanken bringen. Aber dennoch ist er im Zweifelsfall auch Soldat, das kommt sehr gut rüber, dass er auch eine andere Seite hat, die der Krieg hervorgebracht hat. Ein Glück, dass er sich gut im Griff zu haben scheint, ich habe beinahe einen Herzstillstand bekommen, als er Tante Terese entwaffnet hat  :o Dass er aber vor Ort war, als sich die Plünderer die Frauen schnappen wollen, war ebenfalls großes Glück. Und ich finde es gut, dass er Elisa zeigt, wie man mit einer Waffe umgeht.

Wenn man an die Elisa vom Buchanfang zurückdenkt, dann wird hier deutlich, welche Entwicklung sie seither durchgemacht hat. Damals hat sie von der großen weiten Welt überhaupt nichts mitbekommen und jetzt kann sie mit dem Gewehr einigermaßen gut umgehen, haut die Offiziere über das Ohr, wenn es um die Zuteilungen geht, lässt Kirchenglocken verschwinden und setzt sich für verbesserte Bedingungen bei den Gefangenen ein. Toll, dass sie gerade beim Letzteren auch von den anderen Frauen unterstützt wird.

Vito ist tatsächlich angeschossen worden - das hat er aber nur ganz knapp überlebt  :o Ich kann es sehr gut verstehen, dass er sich weiterhin weder für die Österreicher noch die Italiener als Spion vor deren Karren spannen lassen will. Nur gut, dass Kofler dafür Verständnis hat, ansonsten hätte Vito seine Weigerung ziemlich schlecht bekommen können. Sehr berührend fand ich die Szene an Weihnachten, als die Soldaten beider Seiten zusammen Holz hacken. Von solchen Szenen habe ich schon öfters gelesen oder gehört - diese kleinen Insel der Menschlichkeit tun unendlich gut. Man möchte sich am liebsten wünschen, alle Soldaten würden die Waffen niederlegen und einfach nach Hause gehen (ähnlich dem Spruch: "Stell dir vor, es wäre Krieg und keiner geht hin!"), dann wäre der Krieg ganz schnell beendet.

Liebe Grüße
Karin

Online JanaBabsi

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Ich lasse schon mal den von mir gefundenen Fehler hier, bevor ich jetzt ins Bett gehe und weiter lese  :lesen:

Seite 469, oben
Da Vito bereits nach den wenigen Bewegungen so (zu) Tode erschöpft war, sah er teilnahmslos dabei zu,  .......
Viele Grüße
Babsi

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Online JanaBabsi

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Seite 525 unten
Chiaras Gegner versuchte ihr unter den Rock (zu) greifen.
2 Sätze weiter
Der Schuss gellte (in) Elisas Ohren, und beinahe glaubte sie .....

Vito wurde angeschossen und hat sich beim Sturz verletzt. Irgendwie hatte ich die dumme Idee, dass er wegen seines offenen Schlüsselbeinbruchs in die Heimat darf - falsch gedacht. Er ist schon ein zäher Kerl, wenn man so liest, was er alles einstecken muss/musste.

Es ist schön, dass Vito sich nicht als Spion betätigen wird und dass der Hauptmann dafür Verständnis hat. So langsam tritt die Kriegsmüdigkeit ein.

Ist es nicht erschreckend, dass sich an Weihnachten die Italiener und Österreicher gemeinsam zum Holz machen treffen und ein paar Tage später müssen wahrscheinlich genau diese Leute aufeinander schießen? Das alles macht für mich nicht wirklich Sinn.

Elisa macht eine wahrhaft große Entwicklung durch. Wenn man auf einmal erwachsen sein muss ..... sie macht ihre Sache gut und ich denke, dass das auch ihr Vater weiß.

Francois ist tatsächlich eine Bereicherung für den Hoft und nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Soldaten den Hof überfallen hätten und es wäre kein Francois dort gewesen. Die haben sich aufgeführt wie die wilden Tiere - aber ja, der Krieg hat aus den Menschen Monster gemacht.

Für Chiara würde es mich freuen, wenn es mit Francois fuktioniert. Aber die Verachtung im Dorf wird ihr sicher sein.

So, jetzt hoffe ich, dass Vito endlich nach Hause zurückkehren darf.
Viele Grüße
Babsi

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Offline odenwaldcollies

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Vito wurde angeschossen und hat sich beim Sturz verletzt. Irgendwie hatte ich die dumme Idee, dass er wegen seines offenen Schlüsselbeinbruchs in die Heimat darf - falsch gedacht.

Darauf habe ich auch gehofft, dass er nach der schweren Verletzung vielleicht heimgeschickt würde.
Liebe Grüße
Karin

Offline Caren

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Elisa wird immer mutiger, was ich bewundere, aber gleichzeitig auch ein mulmiges Gefühl bei mir hinterlässt. Ich hoffe, sie wird nicht leichtsinnig. Dass Josef zunehmend besorgt ist, wundert mich daher nicht. Spannend fand ich auch, wie Elisa das Machtgefühl empfand, welches das Gewehr ihr verlieh.

Das hat mir auch eine Gänsehaut verursacht!

Elisa ist mutig, aber auch naiv und leichtsinnig. Vieles, was sie macht, hätte nach hinten losgehen können. Beim Verstecken der Glocke hätte sie von den Falschen erwischt werden können, ganz zu schweigen von ihrem "Ausflug" mit dem Gewehr!  :o
Ihr Vater hat berechtigte Sorgen! Ich habe schon befürchtet, dass er François endgültig vertrieben hat.
François ist ein Segen, aber auch das hätte schief gehen können.
Bewundernswert, dass sie im Gefangenenlager helfen will. Sie ist einfach eine tolle Frau! Kein Wunder übrigens, dass sie zusammengeklappt ist und ein paar Tage außer Gefecht war.

Chiara hat fast ihre gesamte Familie verloren. Nur Vito hat sie noch (hoffentlich!!)
Ich würde ihr das Glück mit François von ganzem Herzen gönnen! Sie und Elisa werden immer mehr zu Freundinnen. Trotzdem traut sich Elisa nicht, über "das" mit ihr zu reden. Chiara verhält sich merkwürdig, als Elisa und François stundenlang unterwegs sind. Durchaus verständlich, dass sie eifersüchtig war.

Vito ist knapp dem Tod entkommen. Allein der Gedanke an Elisa gibt ihm Kraft und hindert ihn daran, zu den Italienern überzulaufen. Er hat Glück, dass er zur richtigen Zeit die richtigen Leute trifft. Hoffentlich kommt er lebend nach Hause.

Dieser ganze Krieg ist so furchtbar! Man kann sich kaum vorstellen, dass es ein paar Jahre später noch schlimmer kommt.  :'(
Liebe Grüße, Caren

-----------

Gern lesen heißt, die einem im Leben zugeteilten Stunden der Langeweile gegen solche des Entzückens einzutauschen.

(Charles-Louis de Montesquieu)

Offline odenwaldcollies

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Vito ist knapp dem Tod entkommen. Allein der Gedanke an Elisa gibt ihm Kraft und hindert ihn daran, zu den Italienern überzulaufen. Er hat Glück, dass er zur richtigen Zeit die richtigen Leute trifft. Hoffentlich kommt er lebend nach Hause.

Das hoffe ich auch sehr.
Liebe Grüße
Karin

Online JanaBabsi

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Dieser ganze Krieg ist so furchtbar! Man kann sich kaum vorstellen, dass es ein paar Jahre später noch schlimmer kommt.  :'(

Und, dass die Männer wieder mit "Hurra" in die Schlachtfelder stürmen.

Viele Grüße
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Offline odenwaldcollies

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Dieser ganze Krieg ist so furchtbar! Man kann sich kaum vorstellen, dass es ein paar Jahre später noch schlimmer kommt.  :'(

Und, dass die Männer wieder mit "Hurra" in die Schlachtfelder stürmen.

Ohja  :'(
Liebe Grüße
Karin

Offline Rosenprinzessin

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Dieser ganze Krieg ist so furchtbar! Man kann sich kaum vorstellen, dass es ein paar Jahre später noch schlimmer kommt.  :'(

Und, dass die Männer wieder mit "Hurra" in die Schlachtfelder stürmen.

Ja, eigentlich ist das absolut unvorstellbar, und doch ist es so...  :(
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Elisa ist mutig, aber auch naiv und leichtsinnig. Vieles, was sie macht, hätte nach hinten losgehen können. Beim Verstecken der Glocke hätte sie von den Falschen erwischt werden können, ganz zu schweigen von ihrem "Ausflug" mit dem Gewehr!  :o
Also wieviel Leichtsinn dabei ist, überlasse ich euch. Anton mochte durchaus das Spiel mit dem Feuer und hat sicherlich eine Art morbiden Spaß darauf gezogen, sich mit seinem Vater anzulegen, bis es zum Bruch kam.
Elisa ist in diesem Punkt ihrem Bruder ähnlich, Willeit sagt ja, dass sie sein Erbe wachhält.
Aber naiv? Nein, naiv lasse ich nicht gelten. Elisa ist durchaus bewusst, in welche Gefahr sie sich begibt, aber sie ist unerschütterlich optimistisch und weigert sich, das Schlimmste zu durchdenken (Man sagt ja auch: "Optimismus ist das Fehlen von Information"  ;))

Gerade bei der Kirchenglocken-Aktion (natürlich auch eine wahren Begebenheit, sagte ich das schon?) geht sie voll und ganz berechnend vor. Sie will etwas von Kurat Ploner und dafür ist sie bereit, ein großes Risiko einzugehen. Auch mit Berger "dealt" sie ständig. Ich finde, Naivität und Berechnendes Vorgehen schließen sich teilweise sogar aus.

Naja, gut, und sie ist natürlich gewohnt, zu bekommen, was sie will  :heybaby:

Offline Ostsee_71

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Elisa beeindruckt mich immer mehr. Ich kann zwar nicht verstehen warum man sein Leben aufs Spiel setzt nur um eine Kirchenglocke zu retten, aber für einen gläubigen Menschen ist das sicherlich eine wichtige Sache und das ist Elisa ja wohl. Die Frage ist hier ja auch, ob sie nicht Francois in unnötige Gefahr gebracht hat. Sie wäre wahrscheinlich noch glimpflich davon gekommen, aber was wäre mit Francois? Ich denke mal, für ihn sähe es sehr schlecht aus und er konnte nicht mal wählen, ob er bei der Aktion dabei sein will oder nicht.
Für Elisa schein die Glockenrettung wichtig gewesen zu sein und sie setzt sich für die Dinge ein, die ihr etwas bedeuten.

Chiara und Francois scheine sich näher gekommen zu sein. Ich finde es zwar etwas schade, dass Chiara sich so schnell von Mischi abwendet, aber er hat sie ja abgewiesen. Man kann sich natürlich fragen, ob es richtig ist sich so schnell von einem Menschen abzuwenden, der durch eine Verletzung traumarisiert ist und man ich richtig liebt....!!!! Aber gut...!!

Vito ist wirklich angeschossen worden und hat nur knapp überlebt. Schlimm, dass der ihm der Wunsch angetragen wurde, dass er hinter der gegnerischen Front spionieren soll. Nur gut, dass er mit seiner Weigerung auf Verständnis stösst, ansonsten hätte er ein ernstes Problem. Sehr beeindruckend war die Weihnachtsszene an der Front. Ich kannte entsprechende Berichte von der Westfront, aber von der Alpenfront wußte ich nicht, dass es dort auch derartige Ereignisse gab. Aber die Beschreibungen sind sehr ergreifend und zeigen eigentlich die Sinnlosigkeit der Kriege. Die einfachen Menschen habe überhaupt kein Interesse an diesem Abschlachten.

So, jetzt geht es zum finalen Abschnitt und ich bin gespannt, wie die ganze Geschichte ausgeht.


Offline Caren

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Chiara und Francois scheine sich näher gekommen zu sein. Ich finde es zwar etwas schade, dass Chiara sich so schnell von Mischi abwendet, aber er hat sie ja abgewiesen. Man kann sich natürlich fragen, ob es richtig ist sich so schnell von einem Menschen abzuwenden, der durch eine Verletzung traumarisiert ist und man ich richtig liebt....!!!! Aber gut...!!

Mischi ist für Chiara unerreichbar. Sowohl gefühlsmäßig als auch räumlich. Und seine Abweisung war wohl ziemlich endgültig. Ein bisschen schade finde ich das auch, aber ich gönne ihr auch das Glück mit François.
Liebe Grüße, Caren

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