Autor Thema: 09 - Kapitel 106 bis Ende (Seite 481 bis Ende)  (Gelesen 597 mal)

Offline odenwaldcollies

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Auf jeden Fall. Und überhaupt, was wissen wir, was die Umwandlung durch Omni alles beinhaltet? Ist sie 'nur' physikalisch, oder auch psychisch? Ich stelle mir vor, dass alleine schon die Umwandlung in ein geschlechtsloses Wesen, das keine Nahrung mehr braucht, einen großen Einfluss auf die Psyche hat. Wie die beiden wohl damit fertig werden werden? Totaler Zusammenbruch? Oder findet zeitgleich auch eine mentale Beeinflussung statt, damit die physikalische Veränderung erst gar nicht als Problem wahrgenommen wird?

Auf die Veränderungen bin ich auch gespannt, da wir Vinz und Zinnober bisher ganz gut kennengelernt haben, Aurelius dagegen erst als 10000-jährigen Reisenden. Auf die Unterschiede bin ich ebenfalls sehr gespannt.
Liebe Grüße
Karin

Offline Rhea

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Das Ende ist also ein Anfang. Das Buch hat deshalb so genaue Beschreibungen des Universums, weil es der Auftakt zu mehr ist und dieser erste Band die Initiation der neuen Reisenden ist.
Schade, dass Aurelius sterben musste, aber es wirkt realistischer, klar. Vinze darf nun mit Zinnober auch mal richtig melodramatisch werden und sich an jemanden erinnern, der sein Leben auch hergegeben hat. Sehr großzügig. Ich nehme es Vinze ab, aber als Reisenden kann ich ihn mir nicht vorstellen. Da bin ich mal gespannt, wenn die nächsten Bände kommen.
Zinnober kann ich gut verstehen. Ich würde auch die gleichen Fragen stellen. Wenn sie den Ethos so hoch halten, dann dürften sie nie eingreifen, aber, wenn es ihnen passt, dann greifen sie ein. Ich habe fast das Gefühl, dass sie schon genau wußten, dass Aurelius umkommen wird.
Toll fand ich die Szenen mit Aurelius und Benedikt. Toll wie das so in Bilder umgesetzt wird, was eigentlich nur Energie in Gedankenform ist.

Was für ein interessantes Ende! Forrester und Zinnober im Dienst von Omni: ob Omni weiß, worauf sie sich da einlassen? Schließlich können die beiden keine Befehle befolgen...
Tja, vielleicht lieben sie Cowboys, so wie die Amerikaner?

Aurelius hat zwar offensichtlich geplant, die beiden anzuwerben, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er auch seinen eigenen Tod geplant hat. Andererseits muss er es geahnt haben, da es ja immer nur sechs Reisende gibt. Wie er sich das wohl vorgestellt hat?
Ja, vor allem wo es ja zwei sind, Vater und Tochter. Da müßten ja zwei Plätze frei werden, das wiederum könnte er nicht wissen, da die Reisenden keinen Kontakt zueinander haben.
Nun werden es drei Reisende für einen, wieso geht das nun? Davon abgesehen, wir kennen nur die Reisenden der Erde, vielleicht gibt es ja noch mehr? So richtig leuchtet mir noch nicht ein nach welchem Kriterium die Auswahl erfolgt. Vielleicht, hoffentlich erfahren wir dazu mal mehr. Allein der Tod kann es ja nicht sein. Dazu kommt, dass es ja auch einen Eingriff in den Ethos darstellt, wenn ein verstorbenes Wesen wieder lebendig wird. Da sie ihn nicht gleich mitnehmen, sondern noch ein paar Jahre warten, bis sie ihm die Entscheidung überlassen. Da gibt es also Menschen, die es eigentlich nicht mehr geben dürfte.
Was, wenn die sich gegen Omni entscheiden? So viel hat man ihnen ja nicht erzählt.

Zinnober ist längst nicht so oberflächlich wie Vinzent. Ihre Gedanken darüber, warum Omni mal eingreift, und mal nicht, und ob sie überhaupt das Recht haben, das zu tun, finde ich gut.
Es wird ihr das Leben aber sicher nicht leicht machen, dass sie Omnis Entscheidungen hinterfragt.

das sehe ich auch so
« Letzte Änderung: 21. November 2016, 13:21:24 von Rhea »

Offline Andreas Brandhorst

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...
...So richtig leuchtet mir noch nicht ein nach welchem Kriterium die Auswahl erfolgt. Vielleicht, hoffentlich erfahren wir dazu mal mehr.
...

Wie und warum die Auswahl erfolgt, weiß nur Omni. Und ja, vielleicht erfahren wir irgendwann etwas mehr darüber ...  ;)

Beste Grüße
Andreas

Offline Tonlos

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Tja, vielleicht lieben sie Cowboys, so wie die Amerikaner?

Ich mag Cowboys auch sehr gerne.  ;D Yihaww...  ;)

Das Ende war ziemlich spannend. Es ist sehr sehr bedauerlich, dass Aurelius stirbt und das laste ich irgendwie Vinzent Forrester an. Hätte er ihm nicht die Armbänder weggenommen…natürlich verlief der Rest unglücklich, aber Schuld ist er doch in gewisser Hinsicht.
Wenn ich ehrlich sein soll ist neben der bezaubernden Zinnober Aurelius mein Lieblingscharakter geworden.  :) Ich kann nicht genau sagen warum, aber seine Art gefiel mir einfach sehr gut, trotz seiner eher emotionslosen Verhaltensweise.

Dass Benedikt bis zum Schluss nicht aufgibt ist nicht verwunderlich. Was hätte er auch jetzt noch für eine andere Wahl? Zurück kann er nicht mehr…da bleibt nur noch die Flucht nach vorne, die ihm auch fast gelingt. Nur Aurelius hält ihn gerade noch auf.

Ein Schwarmhaus? Hm, darunter fällt es mir schwer etwas vorzustellen. Wie kann eine dermaßen hochtechnologische Maschine/Waffe/Erschaffer/Zerstörer „nur“ ein Schwarmhaus sein? Mir kommt es so vor, als wäre die Pandora das Nonplusultra was es an Technik gibt?
Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

Offline Rhea

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Zitat von: Tonlos link=topic=13969.msg289354#msg289354
Ein Schwarmhaus? Hm, darunter fällt es mir schwer etwas vorzustellen. Wie kann eine dermaßen hochtechnologische Maschine/Waffe/Erschaffer/Zerstörer „nur“ ein Schwarmhaus sein? Mir kommt es so vor, als wäre die Pandora das Nonplusultra was es an Technik gibt?

Gut, dass Du das fragst, ich kam damit auch nicht so klar, habe aber nicht weiter darüber nachgedacht. Nun habe ich gedacht und es könnte ja sein, wenn eine so seltene Vermehrung stattfindet, dass der Schutz eine wichtige Rolle spielt. Ein Schwarmhaus für die Engel muss vermutlich diese in der "Brutzeit" gut schützen und es sowohl ermöglichen im Sprawl zu leben als auch sich der Größe des Schwarms anpassen zu können.
« Letzte Änderung: 21. November 2016, 22:52:45 von Rhea »

Offline odenwaldcollies

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Ich kann mir das mit dem Schwarmhaus auch etwas schwer vorstellen, weil wir die Maschine als planetenfressendes Etwas erlebt haben. Aber andererseits ist diese Verteidigung auch wieder sehr gut für die Engel. Und die Engel werden garantiert für die Maschine autorisiert sein. Aber mich stört das auch nicht, denn die Engel und Omni liegen jenseits unseres Verständnisses und daher finde ich es gut, dass das Schwarmhaus auch geheimnisvoll bleibt.
Liebe Grüße
Karin

Offline Vorleser

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Das Ende war ziemlich spannend. Es ist sehr sehr bedauerlich, dass Aurelius stirbt und das laste ich irgendwie Vinzent Forrester an. Hätte er ihm nicht die Armbänder weggenommen…natürlich verlief der Rest unglücklich, aber Schuld ist er doch in gewisser Hinsicht.
Er hat definitiv eine Mitschuld, denn er hat sowohl Nathans als auch Aurelius möglichen Tod billigend in Kauf genommen, und tatkräftig dazu beigetragen.
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Offline Heimfinderin

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So, ich habe endlich Zeit, mich hier zu melden, denn ich habe das Buch natürlich auch längst fertig. Ich wollte doch wissen, wie es endet!

Und meine Fragen, warum die Engel ausgerechnet Forrester geholfen haben und ob die Engel irgendwie "außen vor" stehen und die Regeln zur Veränderung der Realität ignorieren oder nicht kennen, haben sich Forrester und Zinnober nun auch gestellt und es hat sich nun beantwortet. Ebenso wie Aurelius wahre Mission. Die Engel brauchten Hilfe, um ihr Schwarmhaus zu erhalten und Aurelius wollte Forrester und Zinnober zu Reisenden machen. Damit habe ich nicht gerechnet.

Warum gerade die beiden? Dieses Geheimnis hat Aurelius mit ins Grab genommen, aber er wird seine Gründe dafür gehabt haben. Vielleicht hat ihn damals überzeugt, dass der Vinzent, der sich damals um seine Helfer nicht geschert hat, sich inzwischen so um seine Tochter kümmert - also lernfähig ist.

Ja, das Warum hat Aurelius leider nicht mehr erklären können, aber ich habe mir das auch so gedacht, wie du. Wer weiß, wie lange (bzw. kurz, denn die Zeit ist bei Aurelius' Lebensjahren ja anders zu beurteilen  ;D ) Aurelius Forrester und Zinnober schon beobachtet? Vielleicht hat er (aufgrund seiner eigenen Kindheit) eine besondere Beziehung zu dem "Fall" Forrester entwickelt und wollte diese kleine Familie retten? Vielleicht weiß Thrako ja noch etwas, denn vielleicht hat Aurelius ja mit ihm als Freund über seine Beweggründe gesprochen und Thrako gibt evtl. im nächsten Buch die ein oder andere Antwort?

Vinz hat zwar Fehler gemacht, aber er hat aus den Fehlern gelernt. Ohne Aurelius' Plan hätte er sie allerdings auch nicht begangen, hätte dann aber auch nicht die Entwicklung durchgemacht, genauso wenig wie Zinnober.

Ich habe es auch so empfunden, dass Vinz sich verändert hat. Klar hat er auch am Ende nicht so viel Empathie wie Zinnober, aber  er fühlt sich für  mich beim Lesen nicht mehr genauso an, wie am Anfang. Ich habe es ihm abgenommen, dass er sein Versprechen, Aurelius zu helfen, ernst meinte. Und zwar, weil es Aurelius wichtig war und nicht ihm selbst. Er selbst hätte einfach abhauen können und den Rest dem Schicksal überlassen, wie damals bei der Aktion mit Zinnober und ihrer Mutter. Auch habe ich eine Veränderung in ihm gespürt, was sein Verhältnis zu "dem Schiff" betraf. Anfangs hat er vielleicht noch Zinnober zuliebe das Schiff bei seinem Namen Cassandra genannt. Im weiteren Verlauf und am Ende habe ich nun das Gefühl, er sieht sie als Persönlichkeit.

Die Engel sind so friedlich und sanft, es war auch beim Lesen eine richtige Wohltat, wie gut es Vinz ging, als der Engel mit ihm in Gedanken sprach.

Ja, die Szenen mit den Engeln waren immer irgendwie "entschleunigt".  :)

Benedikt wird bis zum Schluss nicht gescheiter und seine Gier wird ihm am Ende zum Verhängnis - geschieht ihm recht. Ich bedaure zwar, dass Aurelius dabei ebenfalls stirbt, aber da er dieses Risiko gezielt eingegangen ist, um seine persönliche Mission zu erfüllen, finde ich es dennoch einen versöhnlichen Tod, weil er seine Ziele erreicht hat.
Ja, Benedikt weine ich auch keine Träne nach, der war zu sehr von seinen Plänen besessen und nun hat er erlebt, wohin ihn das führte. Um Aurelius tut es mir auch sehr leid, ich habe ihn irgendwie gemocht, aber wie du sagst, er hat sein Ziel erreicht und ich hatte zusätzlich noch das Gefühl, dass er es nicht so schlimm findet, nach so langer Zeit "Schluss zu machen" und den eigenen Frieden in der alten Heimat zu finden. Auch wenn es ein verlockender Gedanke ist, ewig zu leben, muss einen eine so lange Zeit doch auch irgendwie mürbe machen oder? Man hat in so vielen Jahren so viel gesehen, gerade als Reisender. Ist da nicht irgendwann sowieso mal der Punkt erreicht, in dem man sich lieber "zurücklehnen" würde und sagt, OK es reicht jetzt?

Die Begründung, warum sich Zinnober für Omni entscheiden will, gefällt mir sehr gut. Fair fand ich auch, dass Thrako ihnen so viel Zeit lässt, wie sie brauchen. Und dass sie auch Cassandra mitnehmen dürfen.

Zinnober habe ich sehr gemocht und ich finde ihre Ziele auch sehr gut. Ich bin sehr gespannt, wie sie im weiteren Verlauf mit ihrer Situation und dem, was sie evtl. erreichen oder auch nicht erreichen kann, umgeht. Dass sie Cassandra mitnehmen, das habe ich sehr gehofft, sie mochte ich nämlich auch sehr gerne. Sie gehörte doch irgendwie zur Familie.  ;D

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste!  8)
Liebe Grüße
Barbara

Offline odenwaldcollies

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Vielleicht weiß Thrako ja noch etwas, denn vielleicht hat Aurelius ja mit ihm als Freund über seine Beweggründe gesprochen und Thrako gibt evtl. im nächsten Buch die ein oder andere Antwort?

Das ist eine sehr gute Idee. Andreas, würdest du diese Bitte an Thrako weiterleiten?  ;D Obwohl, Thrako sagt den beiden gegenüber, dass er die Gründe nicht kennen würde.

Ich habe es ihm abgenommen, dass er sein Versprechen, Aurelius zu helfen, ernst meinte. Und zwar, weil es Aurelius wichtig war und nicht ihm selbst. Er selbst hätte einfach abhauen können und den Rest dem Schicksal überlassen, wie damals bei der Aktion mit Zinnober und ihrer Mutter. Auch habe ich eine Veränderung in ihm gespürt, was sein Verhältnis zu "dem Schiff" betraf. Anfangs hat er vielleicht noch Zinnober zuliebe das Schiff bei seinem Namen Cassandra genannt. Im weiteren Verlauf und am Ende habe ich nun das Gefühl, er sieht sie als Persönlichkeit.

Genauso habe ich es auch empfunden. Und du hast recht, was Cassandra angeht, auch hier gab es eine Entwicklung.

Um Aurelius tut es mir auch sehr leid, ich habe ihn irgendwie gemocht, aber wie du sagst, er hat sein Ziel erreicht und ich hatte zusätzlich noch das Gefühl, dass er es nicht so schlimm findet, nach so langer Zeit "Schluss zu machen" und den eigenen Frieden in der alten Heimat zu finden. Auch wenn es ein verlockender Gedanke ist, ewig zu leben, muss einen eine so lange Zeit doch auch irgendwie mürbe machen oder? Man hat in so vielen Jahren so viel gesehen, gerade als Reisender. Ist da nicht irgendwann sowieso mal der Punkt erreicht, in dem man sich lieber "zurücklehnen" würde und sagt, OK es reicht jetzt?

Zumal er dieses Risiko bewusst eingegangen ist, selbst Thrako warnte ihn noch mal eindringlich und bot ihm den Aufenthalt bei Omni an, aber Aurelius war seine Mission in dem Moment wichtiger.

Dass sie Cassandra mitnehmen, das habe ich sehr gehofft, sie mochte ich nämlich auch sehr gerne. Sie gehörte doch irgendwie zur Familie.  ;D

Genau.

Liebe Grüße
Karin

Offline Andreas Brandhorst

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...
...Dass sie Cassandra mitnehmen, das habe ich sehr gehofft, sie mochte ich nämlich auch sehr gerne. Sie gehörte doch irgendwie zur Familie.  ;D

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf das nächste!  8)

Cassandra wird im nächsten Roman aus dem Omniversum, "Das Arkonadia-Rätsel", wieder mit dabei sein.  :)

Beste Grüße
Andreas

Offline odenwaldcollies

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Karin

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Obwohl, Thrako sagt den beiden gegenüber, dass er die Gründe nicht kennen würde.

Ja... sagt er ....   :lupe: ;D


Cassandra wird im nächsten Roman aus dem Omniversum, "Das Arkonadia-Rätsel", wieder mit dabei sein.  :)

Ich freu mich auf sie!  :)
Liebe Grüße
Barbara

 

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