Autor Thema: Leserundenfazit und Rezensionen  (Gelesen 320 mal)

Offline Rosenprinzessin

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind Eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass Ihr zum Abschluß zeitnah Euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn die Autorin ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch lesen wollen!
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Offline gagamaus

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Mit „Der Sturm der Normannen“ geht die historische Saga von Ulf Schiewe in die vierte Runde. Drei Jahre sind vergangen und Robert und seine Normannen stehen mal wieder vor Cosenza und versuchen, die Stadt zu erobern. Ihm zur Seite sein jüngerer Bruder Roger, Ziehbruder Gilbert und all die anderen liebgewonnenen Nordmänner aus den Vorgängerbänden. Und wieder wird gekämpft und erobert, was das Zeug hält. Bald gibt Streit unter den Brüdern Hauteville, aber auch neue Allianzen und ungeahnte Freundschaften, die hier geschlossen werden. Das Italien des Elften Jahrhunderts ist der Schauplatz dieser historischen Reihe, die nicht nur durch eine unterhaltsame abenteuerliche Story und stark gezeichnete Charaktere besticht, sondern auch durch jede Menge geschichtliche Fakten und Zusammenhänge.

Es gibt vieles, was mir wieder genauso gut gefallen hat, wie schon in der ganzen Reihe. Z.B. die starken Frauenfiguren, die neben den wilden Nordmännern zu bestehen wissen und die der Geschichte eine ganz eigene Note geben. Allen voran natürlich Gerlaine, die diesmal etwas sanfter rüber kommt, da sie ja jetzt Mutter und um ihre kleine Familie besorgt ist. Mehr als einmal blickt sie weise in die Zukunft und hat ein Gespür für Dinge, die anderen verborgen bleiben. Der Ich-Erzähler, Gilbert ist ein kluger, mutiger Kopf, der seine Frau liebt, Robert treu ergeben ist und trotzdem auch mal eigene Ideen ausprobiert und etwas wagt und gerade deshalb wohl auch meistens gewinnt.

Es ist ein Buch, wie man(n) und Frau es sich wünscht. Mit all dem, was ich an Schiewe-Büchern so schätze: coole Kämpfern, die z.B. Ragnar und Thore heißen und jede Menge Abenteuer erleben; Frauen, die Wissen, was sie wollen und für ihre Liebe kämpfen und mutig Wagnisse eingehen; mit blutigen Schlachten, aus denen nicht jeder als Sieger hervorgehen kann und die auch mal Opfer fordern; mit Verlierern und Gegnern, die das Salz in der Suppe sind und die maßgeblich dafür sorgen, dass die Helden in der Geschichte auch als solche glänzen können.

Es scheint, als habe diese tolle Reihe zu wenig Leser und der Verlag möchte sie nicht fortführen. Ich kann das wirklich gar nicht nachvollziehen, denn Schiewe kann problemlos mit den Büchern von Bernard Cornwell mithalten. Und dessen Serie geht gerade in die 10.te Runde. Das würde ich mir hier auch wünschen. Oder zumindest, dass sie noch mit den von Ulf Schiewe angekündigten zwei Abschlussbänden zu Ende geführt wird.

Von mir volle Punktzahl für allerbeste Unterhaltung.

Vielen Dank, lieber Ulf, dass wir hier mit Dir den Normannensturm lesen durften. Es war mal wieder ein großes Vergnügen.  8)

 :buchtipp:

Hier ein paar Rezensionslinks (zwei oder drei sind noch nicht freigeschaltet  ;))

amazon

lovelybooks/

wasliestdu

literaturschock.de/literatur/belletristik

buch.de

jokers

lesejury

pustet.de

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« Letzte Änderung: 30. Dezember 2016, 15:44:26 von gagamaus »
:lesen:

Stephanie Hasse - Schicksalbringer
Beate Rygiert - Herzensräuber

Offline Ulf Schiewe

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Ganz herzlichen Dank für deine Teilnahme und die schöne Rezension. Es freut mich, dass dir das Buch gefallen hat. Auch wenn es jetzt erstmal eine Pause mit den Normannen gibt, so hat dieser Band doch einen gewissen Abschluss geliefert. Robert ist Herzog über ganz Unteritalien und Sizilien geworden, auch wenn die Hälfte dieser Gebiete noch gar nicht erobert ist. Er hat Sichelgaita gefunden, die zukünftige Mutter seiner weiteren Kinder. Gerlaine hat ein schönes Anwesen und Baupläne. Und Roger ist auf dem Weg nach Sizilien mit Gilbert an seiner Seite. Hier kann man vielleicht erstmal innehalten.
Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)
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Offline Rosenprinzessin

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Die Leserunde neigt sich wohl so langsam dem Ende zu. Ich möchte mich noch bei Euch allen bedanken für die Teilnahme und ganz besonders für Deine Beteiligung, Ulf! Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht!

Zum Buch:

Süditalien 1057: Drei Jahre sind vergangen, seit Gilbert seine Gemahlin Gerlaine aus den Händen ihrer Entführer retten konnte. Nun muss Gilbert seinem Herrn Robert Guiscard helfen, der im Kerker sitzt. Es gibt Machtkämpfe, Intrigen und Hinterlist.

Mein Leseeindruck:

Dieses ist der vierte Band der Normannen-Saga von Ulf Schiewe. Ich denke aber, man kann das Buch auch als Einzelband lesen.

Die Geschichte rund um Gilbert und "seine" Normannen ist wieder sehr spannend geschrieben. Es geht um Macht, um Kämpfe, Krieg, aber auch um Liebe.

Ich hatte wieder viel Spaß mit diesem Buch und konnte mich in die Story gut hineinfühlen. Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil.

Zudem ist das Buch, soweit ich das beurteilen kann, auch sehr gut recherchiert. Ulf Schiewe hat reale und fiktive Begebenheiten und Personen sehr gut miteinander verwoben.

Wer gute Historische Romane mag, der kann mit diesem Buch nichts falsch machen.
Lesen aus Leidenschaft

Offline pm

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Dass man mit Jahre übergreifenden Handlungsbögen und Geschichten über die ganz Großen, Könige, Feldherren (das Big Picture sozusagen) mit Leichtigkeit dicke Historienschinken schreiben kann, ist offensichtlich. Ulf Schiewe ist ein Meister, der auch aus kleinen Anekdoten und Randnotizen der Geschichte ganze Romane zaubert.  Auch in seinem neuesten Werk erwartet uns eine spannende Episode aus einer Ära, die sich sonst kaum in historischen Romanen wiederfindet. Es geht im Rahmen der normannischen Eroberung Süditaliens im 11. Jahrhundert darum, wie Robert Guiscard es geschafft hat (bzw. haben könnte), die Grafschaft Apulien zu übernehmen, beschrieben aus der Ich-Perspektive seines Adlatus Gilbert.

Dies ist der vierte und voraussichtlich letzte Band der Reihe um den Normannen Gilbert, der mit Robert de Hauteville genannt "Guiscard" ins Mezzogiorno kommt und dort allerlei Abenteuer erlebt. Leider ist es auch (für mich) der schwächste Band der Reihe, handlungsseitig eher kurz und überschaubar, verglichen zum Beispiel mit dem ersten oder auch dritten Band der Geschichte. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte unterhaltsam geschrieben, der Schreibstil wie gewohnt sehr angenehm. Die Vorgeschichte wird - soweit nötig - unaufdringlich in die Handlung eingestreut, so dass man das Buch auch ohne die anderen Teile lesen kann. Die Figuren sind sympathisch und ihre Entwicklung im wesentlichen nachvollziehbar. Beschreibungen der Landschaft, der Küche und anderen eher kleinen Vorkommnissen am Rande lassen das Italien des 11. Jahrhunderts plastisch vor Augen entstehen und ergeben ein rundes Gesamtbild. Auch die Umsetzung als Lesung mit Reinhard Kuhnert als Sprecher ist nur zu empfehlen.

Ich würde die Reihe gerne weitergeführt sehen. Ebenso würde ich gerne mal wieder etwas vom Kaliber des "Bastards von Tolosa" vom Autor lesen :-)

-- 

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich auch nochmal explizit bei Ulf zu bedanken. Für mich war das eine tolle Erfahrung, mit dem Autor und den anderen den Inhalt zu diskutieren :) Vielen Dank für diese Gelegenheit!
« Letzte Änderung: 11. Januar 2017, 20:17:11 von pm »

Offline Ulf Schiewe

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Ich danke dir für dein Teilnahme.  :)
Der Bastard von Tolosa (2009), Die Comtessa (2011), Die Hure Babylon (2012), Das Schwert des Normannen (2013), Die Rache des Normannen (2014)
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Offline Mine_Bue

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Hiernun auch meine Rezi:
Der historische Roman „Der Sturm der Normannen“ von dem Autor Ulf Schiewe ist der vierte Band der Normannensaga. Die Vorgänger sind „Das Schwert des Normannen“, „Die Rache des Normannen“ und „Der Schwur des Normannen“. Auch wenn dieses Buch der vierte Teil einer Reihe ist, lässt er sich ganz gut ohne Vorkenntnisse lesen, kurze Ruckblenden geben einen guten Einblick in das bereits Geschehene. Jedoch finde ich es auf Grund der persönlichen Entwicklung der Charaktere sinnvoller, wenn man die Bücher der Reihe nach liest.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.

Der Schreibstil von Ulf Schiewe ist wie gewohnt flüssig, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Schiewe schafft es gekonnt, dass Bilder von bereits vergangenen Zeiten in meinem Kopf entstehen und ich bin dabei mittendrin. Ich habe das Gefühl, dass ich mit der liebgewonnen Normannen- Bande zusammen Abenteuer erlebe und diese meistern muss. Das Buch ist abenteuerreich gestaltet und durchweg spannend geschrieben. Sowohl die Charaktere als auch der Leser hat selten Zeit mal durchzuatmen. Dennoch wirkt es nicht aufgesetzt oder zu actiongeladen. Auf mich wirkte das Buch ausbalanciert, auf verschiedenen Ebenen wird Spannung erzeugt. Natürlich geht es nicht immer harmonisch zu, es werden Intrige gesponnen und Machtkämpfe ausgefochten. Auch Kampfszenen werden eingestreut, sodass auch die ein oder andere blutige Szene erzählt wird. Jedoch wird dies gut in die Geschichte mit eingebunden und trägt zum Fortschreiten der Story bei. Positiv möchte ich auch das hilfreiche und wirklich umfangreiche Personenregister hervorheben. Dies empfand ich als recht hilfreich. Und besonders Quereinsteiger werden dies zu schätzen wissen. Auch sehr interessant und aufschlussreich empfand ich das Nachwort. Hier geht der Autor Ulf Schiewe nochmal darauf ein, was seiner Fiktion entspricht und wo er sich an die Fakten gehalten hat. Allgemein hat Schiewe diese beiden Elemente sehr gekonnt vermischt. Nicht selten habe ich mich im Verlauf des Buches gefragt, ob dies nun der Fantasie des Autors entsprungen ist oder ob es diesbezüglich Quellen gibt, die dieses Geschehen belegen. „Der Sturm der Normannen“ liest sich so, als ob das gesamte Geschehen so passiert sein könnte und dabei wirkt es in keiner Weise trocken. Nein, es ist unterhaltsam und lehrreich zugleich.
Der Einstieg ist sehr rasant, man erlebt die Belagerung von Cosenza mit und wie Roger und Gilbert zusammen mit einer ausgewählten Gruppe diese erobern wollen. Diese ersten Seiten spiegeln gut den Inhalt und auch die Charaktere des Buches wider. „Der Sturm der Normannen“ wird aus der Sicht von dem Ich- Erzähler Gilbert dargestellt. Dadurch fühlt man sich Gilbert recht verbunden. Allgemein ist er ein sympathischer Charakter, der nicht selten tiefgründige Gedanken hat, er hat einen guten Kern und steht seinen Freunden zu Seiten. Auch ist er seiner Frau und seiner Familie treu ergeben. An seiner Seite ist der Hund Loki, der mir als Leser ebenfalls sehr ans Herz gewachsen ist. Die Charaktere der Normannen wirken auf mich alle sehr realistisch und lebhaft. Sie sind ein vielseitiger und liebenswürdiger Haufen. Jeder hat seine Eigenarten, die diese so real wirken lassen. Aber auch die anderen Charaktere wirkten auf mich alle sehr stimmig und konnten mich überzeugen. Positiv möchte ich auch die starken Frauenfiguren hervorheben. Diese sind aber, im Vergleich zu manch anderen historischen Romanen, nicht zu perfekt oder übertalentiert dargestellt. Auch sie haben ihre Fehler und wirken auf mich so, als ob sie in der damaligen Zeit wirklich so gelebt haben könnten. Dennoch versuchen sie mit ihren Mitteln die Männerwelt zu beeinflussen und somit auch das Geschehen. Dennoch hält es sich im Rahmen, aber trotzdem wird dem Leser die Stärke dieser Frauen bewusst. Das hat mir persönlich ganz gut gefallen.
Mir ist diese raue Gruppe aus Normannen im Laufe der Bücher ans Herz gewachsen, so vieles hat man bisher zusammen erlebt und auch den einen oder anderen Verlust musste man als Leser verarbeiten. Daher war „Der Sturm der Normannen“ für mich wie ein Besuch bei liebgewonnenen Freunden und ich habe die Seiten mit diesen sehr genossen. Daher war ich sehr erschüttert, als ich gelesen habe, dass dies vorerst der letzte Band der Saga sein soll, was ich leider gar nicht nachvollziehen kann. Die Bücher lassen sich so wundervoll lesen. Und wenn man das Nachwort gelesen hat, dann ist einem klar, dass es auch noch viel zu erzählen gibt. Der spätere Verlauf verspricht Spannung und alles, was ein gutes Buch braucht. Daher hoffe ich, dass diese Reihe irgendwann fortgesetzt wird.

Ulf Schiewe hat es mit „Der Sturm der Normannen“ erneut geschafft, mich von seinem Können zu überzeugen. Ich mag seinen Erzählstil sehr, ihm gelingt es gekonnt, den Leser in vergangene Zeiten zu entführen und zusammen mit den Charakteren Abenteuer zu bestreiten. Hierfür möchte ich 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für Leser von historischen Romanen vergeben.

Rezi- Links:
Lovelybooks
Wasliestdu
Lesejury
Amazon
Thalia
Literaturschock (noch nicht freigeschaltet)
Großes Forum

Vielen lieben Dank, dass ich bei der tollen Leserunde teilnehmen durfte und auch für das Rezensionsexemplar. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Normannen-Saga irgendwann weitergeführt wird. Aber auch ohne Normannen bleibe ich dir treu ergeben ;) Ich finde den Schreibstil einfach sooo toll..
LG Mine :)
 

Offline Ulf Schiewe

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Ganz herzlichen Dank, liebe Mine, für diese tolle und sehr ausführliche Rezension. Man spürt, du hast dir viele Gedanken dazu gemacht. Das weiß ich zu schätzen. Und vielleicht geht es ja doch irgendwann weiter mit den Normannen. Im  Herbst erscheint dann aber meine Wikinger-Trilogie. Es würde mich freuen, wenn wir dann wieder gemeinsam lesen.  :)
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Offline Dani

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Eine kleine Rezension will ich auch noch dalassen....

Süditalien, im 11. Jahrhundert. Die Geschichte um den Normannen Gilbert geht weiter, inzwischen schon im vierten Band.
Nach den turbulenten Ereignissen auf Sizilien im letzten Teil ist Gilbert wieder zurück bei seinem Anführer Robert Guiscard und dessen Männern und muss auch hier gleich wieder bei Belagerungen und Eroberungen dabei sein, wobei er natürlich wie immer eine wichtige und entscheidende Rolle spielt.
Doch die mühsam erkämpfte Herrschaft im Mezzogiorno bröckelt teilweise auch schon wieder. Roberts jüngerer Bruder Roger will mehr Verantwortung und Macht, die Robert ihm jedoch nicht zu geben bereit ist. Ihr älterer Bruder Onfroi kränkelt und seine Frau Gaitelgrima scheint ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Keine guten Aussichten für die Hautevilles und es stehen schon reichlich andere Familien bereit, um ihrerseits die Macht zu übernehmen. Es brodelt also an allen Ecken und Enden – und Gilbert ist natürlich wieder mittendrin!

Ich habe alle bisherigen Bände der Normannensaga gelesen und empfehle das auch allen anderen Lesern. Zwar kann man den einzelnen Geschichten sicher auch so durchaus folgen, aber ich denke, das Lesevergnügen ist deutlich größer, wenn man die Geschichte der einzelnen Personen und ihre Entwicklungen von Anfang an miterlebt hat. So ist jeder Band quasi ein Wiedersehen mit alten Bekannten und macht umso mehr Spaß!

Wie auch in den bisherigen Teilen empfand ich die Mischung aus historischen Fakten und actionreicher Unterhaltung sehr gelungen.

Leider ist dieser vierte Band das vorläufige Ende der Reihe. Der Autor lässt die Geschichte an einem guten Zeitpunkt enden, viele Geschichten sind erzählt, es bleibt aber auch noch genug Raum für eine eventuelle spätere Wiederaufnahme – auf die ich sehr hoffe!
Liebe Grüße
Dani

☆Abwesend 7. - 23.7.☆

Offline Chattys Bücherblog

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Obwohl ich das Buch außerhalb dieser Leserunde gelesen habe, möchte ich auch hier gerne meine Rezension posten.

Mein Leseeindruck
Auch bei diesem Buch erfolgt mein Leseeindruck wieder von außen nach innen.

Ein hübsches farbenprächtiges Cover hatte sich der Verlag für diesen vierten Band der Normannen-Saga einfallen lassen. Der Reiter entgeht nur knapp den Pfeilen, die ihm mit hoher Geschwindigkeit um die Ohren sausen. Wer war dieser Reiter? Ob ich wohl diesen Band ohne Kenntnisse der Vorgeschichte lesen bzw. verstehen würde? Ich war nun sehr gespannt, was mich erwarten würde.

Auffällig ist schon mal, dass es ein Inhaltsverzeichnis gibt. Dieses habe ich bislang bei historischen Romanen nur sehr selten gesehen. Aber Moment, auf dem Cover steht nur Roman, nicht historischer Roman. Was das wohl zu bedeuten hat?

Nun aber zur Geschichte. Der Leser startet in Kalabrien, Ende Mai des Jahres 1057 und trifft bereits auf den ersten Seiten auf jede Menge Protagonisten, die zudem auch noch ähnliche Namen haben. Auffällig waren hier die vielen Namen mit G, die mich zugegeben, anfangs doch einige Male verwirrt haben.

Jedoch konnte ich dem Plot sofort folgen, obwohl doch einige Szenen aus den Vorgängerbänden angesprochen werden. z.B. die Entführung Gerlaines scheint sehr einschneidend gewesen zu sein, da diese sehr oft erwähnt wird. Auch die Konstellation der Protagonisten, also wer mit wem und warum, warf anfangs zahlreiche Fragen auf.

Etwas irritiert war ich allerdings, als beschrieben wurde, wie sehr die Kloake gestunken hatte durch die die Gruppe gewatet ist. Auch wurde ausführlich hierzu beschrieben, wie sehr die Kleidung den Geruch angenommen hatte. Dann stand der Feind plötzlich vor ihnen da und konnte sie nicht riechen? Hm....seltsam.


"Der Kerl besteht nur aus warmen Fürzen." (Seite 127) 😃😃😃


Leider muss ich auch sagen, dass es für mich sehr viel Randgeschehen gab. Sei es die unendlich vielen Namen, die mehrheitlich mit dem Buchstaben "G" anfingen oder die vielen Städte, die mich nach ihrer dritten Aufzählung dann nur noch nervten. Ja, ich habe Seiten übersprungen... einige Seiten sogar und anschließend festgestellt, dass ich nichts von der Story verpasst hatte. Seltsam, oder? 😃 Auch die kleinen Nebengeschichten, so nett sie oftmals auch waren, haben nicht wirklich dazu beigetragen, dass ich immerzu an diesem Buch lesen wollte. Schade!

Fazit:

Hm...offensichtlich hatte ich mir etwas anderes erhofft. Mehr Spannung, bessere Unterhaltung. Ob ich die Vorgängerbände noch lesen werde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
Wer schießt schon gern ein Tor, wenn es keiner sieht. (aus Die Sandwitwe, Derek Meister)

Offline gagamaus

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Leider muss ich auch sagen, dass es für mich sehr viel Randgeschehen gab. Sei es die unendlich vielen Namen, die mehrheitlich mit dem Buchstaben "G" anfingen oder die vielen Städte, die mich nach ihrer dritten Aufzählung dann nur noch nervten.


Dass die historischen Personen zum Teil mit G anfangen, dafür kann der Autor ja nichts. Und er kann sie ja schlecht umbenennen. Und die vielen Städte bekommt man durch mehrmaliges erwähnen einfach besser in den Kopf rein. Fand ich gar nicht störend.


Ja, ich habe Seiten übersprungen... einige Seiten sogar und anschließend festgestellt, dass ich nichts von der Story verpasst hatte. Seltsam, oder? 😃 Auch die kleinen Nebengeschichten, so nett sie oftmals auch waren, haben nicht wirklich dazu beigetragen, dass ich immerzu an diesem Buch lesen wollte. Schade!


Hm...offensichtlich hatte ich mir etwas anderes erhofft. Mehr Spannung, bessere Unterhaltung. Ob ich die Vorgängerbände noch lesen werde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Das Buch ist ja nicht recht dick. Wenn Du doch einige Seiten übersprungen hast, dann hast Du sicher etwas versäumt, Du weißt es nur nicht. Denn gerade die wie Du es nennst "Kleinen Nebengeschichten" machen den Charme dieses Buches aus.
Vielleicht liegt dir einfach Schiewes Erzählstil nicht. Ich finde ihn Klasse und freue mich schon, dass es bald Neues von ihm zu lesen gibt.
:lesen:

Stephanie Hasse - Schicksalbringer
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