Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (bitte ohne Spoiler)  (Gelesen 573 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein.

Wir legen Wert darauf, dass ihr zum Abschluss der Leserunde ein Fazit einstellt. Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von Leserunden.de und eine "Gegenleistung" für eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.

Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.

Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Barbara

Offline TippendeTastatur

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Auch der dritte Band der Reihe "Die Phileasson-Saga" überzeugt mit seinen vielschichtigen Charakteren, seinen einzigartigen Schauplätzen und einem bunten Feuerwerk an Abenteuern und Rätseln.

Nach den überstandenen Exkursionen im mysteriösen Himmelsturm, weht uns in "Die Wölfin" reichlich frischer Wind um die Nase. Dabei schaffen die Autoren eine besondere Atmosphäre und entführen uns in aufregende und atemberaubende Landschaften. Wir durchkämmen an der Seite der Ottajasko die Wildnis, treffen auf so manch wundersame Wesen und zerbrechen uns den Kopf über zahlreiche Rätsel und Mythen. Doch auch in dunkle Gefilde müssen wir uns erneut wagen und werden Zeuge grausamer Ereignisse, die uns erschaudern lassen. Dabei erleben wir, wie sich bekannte Figuren weiterentwickeln, von einer ganz anderen Seite zeigen, sich täuschen lassen oder uns einen Schauer über den Rücken jagen. Auch dieser Band entfaltet eine Sogkraft, wie schon in den Abenteuern zuvor. Zu keiner Zeit wird der Roman langweilig oder gar langatmig. Die Autoren verzaubern mit einem breiten Spektrum an Ereignissen. Zusammen mit ihren Figuren lassen sie uns leiden, lieben, hassen, fürchten und hoffen. So manches Puzzleteil fügt sich zusammen. Neue Rätsel tun sich auf und stellen uns vor neue Herausforderungen. Dabei zeichnen sich die unterschiedlichen Charaktere durch ihr Facettenreichtum aus. Wir lernen neue, atemberaubende Figuren kennen, die uns in ein völlig neues Abenteuer eintauchen lassen. Das Autorenduo glänzt auch im dritten Band durch detailliert durchdachte Rätsel und findige Ideen. Ihr Einfallsreichtum scheint keine Grenzen zu kennen! So gibt es den ein oder anderen "Wow-Effekt" und nicht selten werden wir auch mal auf eine falsche Fährte gesetzt.
Über den Inhalt möchte ich nichts verraten, denn dieses grandiose Abenteuer muss man einfach selbst erleben. Ich war überrascht, wie sehr mich diese Saga in ihren Bann gezogen hat. Die gelungene Mischung aus Fantasy-und Abenteurroman überzeugt auf ganzer Linie und sorgt für viele aufregende Lesestunden. Doch Vorsicht! Der Suchtfaktor ist hoch und man kann es kaum aus der Hand legen!

Nun warte ich auf den vierten Band dieser einzigartigen Reihe und bin gespannt, was die Autoren sich diesmal ausgedacht haben.

Ich bedanke mich herzlich für eine spannende Leserunde bei allen Teilnehmern und natürlich auch bei den Autoren. Toll, dass ihr euch die Zeit nehmt so intensiv auf alles einzugehen. Es war mir eine große Freude und natürlich bin ich auch beim nächsten Mal wieder mit dabei.  :winken:
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Murkxsi

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Hier nun auch mein kleines Kurz-Fazit, bevor ich das wie letzte Mal fast vergesse:

Die Wettfahrt geht weiter. Während Beorn mit seiner Mannschaft noch im Himmelsturm festsitzt und man als Leser richtig mitfiebert, streift Phileasson durch die Städte und Ebenen, um seine dritte Aufgabe zu erfüllen. Beorn erzielt diesmal einige Sympathiepunkte bei mir, steht er auch in dieser schweren Zeit hundertprozentig zu seiner Mannschaft und kämpft mit allem, was er hat. Außerdem hat er in meinen Augen den schwierigeren Teil zu erledigen, während Phileasson sich auf seine Mannschaft stützen kann und sich alle gegenseitig irgendwie beschützen. Seine Aufgaben sind sicherlich nicht einfach, aber durch seine doch sehr gut gemischte Mannschaft kann jeder seine Stärken ausleben. Leider auch seine Schwächen, die ab und zu zu ungewollten Schwierigkeiten führen.

Der dritte Teil ist mit den beiden anderen Bänden nicht wirklich zu vergleichen. Auch hier ist wieder eine ganz andere Stimmung, die permanent wechselt, je nachdem, ob man nun bei Beorn (sehr düster) oder bei Phileasson ist (Achtung: Feengefahr!). Bei den Figuren gibt es einige Neue, bei denen allerdings nur Nirka, die Nivesin aus dem Prolog, und Praioslob, ein Geweihter Praios, der aus dem Himmelsturm gerettet werden konnte, facettenreich und charakterstark bei mir rüberkommen. Die anderen Figuren bleiben noch ein wenig blass, was sich in den Folgebänden sicherlich ändern könnte.

Die Geschichte ist für mich rasant erzählt in der gewohnt flüssigen Schreibart der Autoren. Es kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Mal fiebert man mit der einen, dann wieder mit der anderen Figur mit. Und humorvolle Szenen kommen auch nicht zu kurz. Eigentlich ist für jeden etwas dabei.

Nach wie vor für mich einer der spannendsten und abwechslungsreichsten Serien der letzten Zeit. Wer jetzt noch nicht auf einer der Ottajaskos aufgestiegen ist, sollte das tun. Es lohnt sich.

Diese Leserunde macht dieses Abenteuer noch zu einer ganz besonderen Geschichte. Man wird noch mehr in diese Welt hineingezogen durch zusätzliches Hintergrundwissen seitens der Autoren, durch diverse intensive Diskussionen mit den Mitlesern/Mitleserinnen und durch das sehr langsame, intensive lesen des Buches.

Vielen Dank an Euch alle  :bussi:. Ich möchte Euch nicht mehr missen und werde mit Euch jede zukünftige Fahrt bestreiten... das wohl!

Apropo: Habe ich mich schon dabei erwischt, wie ich "das wohl" zu Kollegen sagte. Diese Saga wirkt nach  :D
Motto: Leben und leben lassen

Offline Janesway

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Leserundenfazit

Meine erste und sicherlich nicht letzte Leserunde schließe ich mit einer Mischung aus Freude und Betrübnis. Denn: Sie hat sehr viel Spaß gemacht und da darf man auch mal ein wenig traurig sein, wenn sie sich dem Ende neigt.

In Hinblick auf meine erste Leserunde war ich im Vorhinein etwas in Sorge, dass ich schnell die Lust daran verlieren könnte und es dann schrecklich aufgezwungen wäre. Zum Glück war es nicht so, sondern ich habe mich sogar mehrfach dabei erwischt, noch einmal das Forum zu aktualisieren: Vielleicht hatte irgendwo irgendwer schon wieder einen Beitrag hinzugefügt.
Denn zum Einen war es für mich sehr spannend, die tatsächlich sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen des Gelesenen aufeinander treffen zu sehen. Zum Anderen spielte sich der Kontakt miteinander auf einer sehr angenehmen, locker-lustigen Ebene ab. Gut, und zu "Die Wölfin" schrieb ich auch einfach gerne.

Weitere Bedenken hatte ich in Bezug auf die zu investierende Zeit. Ich muss gestehen, dass ich recht langsam lese und das Pensum zu schaffen plus die jeweilige Meinung zum Abschnitt kundzutun, da ließ sich vorher von meiner Seite her nicht so ganz einschätzen, ob das zu bewältigen wäre.
Ich musste mich zum Teil auch wirklich zwingen, mich abends noch aufzuraffen, obwohl die Müdigkeit mich das eine oder andere Mal schon ins Bett beordern wollte. Ablenkungen gab es auch zur Genüge. Umso stolzer kann ich sein, dass ich diszipliniert dabei blieb und für das gemeinsame Lese-Erlebnis hat es sich auch definitiv gelohnt!

Alles in allem bin ich sehr froh, dass ich an der Leserunde teilgenommen habe. Ich danke euch und bin gerne beim nächsten Mal wieder dabei. (Rezension kommt noch)
« Letzte Änderung: 19. Januar 2017, 22:10:23 von Janesway »
Liebe Grüße
Juliane

Offline Tonlos

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Und spannend weiter geht die aventurische Wettfahrt der Superlative. Der Kampf zwischen Beorn dem Blender und Phileasson, genannt der Foggwulf, ist noch lange nicht entschieden. Noch darf sich niemand zum offiziellen König der Meere krönen. Irrten wir in Band 2 noch im düsteren Himmelsturm umher, zieht es uns jetzt hinaus in grüne Wälder, saftige Ebenen und dunkle Moore, zumindest die Meisten.

Diesmal fällt es mir besonders schwer ein Fazit zu ziehen. Die Wölfin ist wieder komplett anders als seine Vorgänger.
Starteten wir in Nordwärts mit Fernweh auf eine unglaubliche Reise mit tollem Flair und bestechendem Wikinger-Charme, ging es im Himmelsturm unglaublich spannend, facettenreich und düster zu.
In Band 3 dürfen wir uns, ich will nicht sagen erholen, aber doch ein klein wenig durchatmen. Dieser Teil ist keinesfalls schwach, für mich persönlich reicht er aber nicht ganz an seine Vorgänger heran, die wirklich überragend waren.
Liebgewonnene Charakter entwickeln sich hervorragend weiter und so manches Geheimnis wird gelüftet. Natürlich werden auch wieder Neue aufgeworfen, aber die Geschichte ist in sich sehr stimmig und gelungen harmonisch.

Auch der Kontinent Aventurien wir dem Leser durch seine Bereisung, sowohl landschaftlich, bevölkerungsmäßig als auch geschichtlich näher gebracht. Die beiden Kapitäne agieren auf ihre ganz eigene und individuelle Weise und es ist wirklich sehr interessant beiden konkurrierenden Mannschaften beim vorankommen zuzusehen. Eines kann man schon jetzt sagen. Am Ende wird keiner mehr derselbe sein.

Vor allem bewundere ich den Ideenreichtum der Autoren und wie alles immer ineinandergreift. Kleine und große Zahnräder fügen sich und als Leser wird man immer wieder überrascht wie sich verschiedene Kreise schließen.
In Band 3 zündet für mich nicht jede Idee, aber das ist auch nicht nötig, denn es gibt so viel zu entdecken, dass es fast schon für 2 Bände reichen könnte.
Der Ideenreichtum der Autoren kennt bisher keine Grenzen und ich bin immer wieder überrascht, mit welcher Liebe zum Detail hier auch zu Werke gegangen wird. Bernhard Hennen und Robert Corvus sind wirklich ein tolles Team und ich freue mich, dass wir noch ganz viele Bände vor uns haben.

Auch die Zeit und Mühe, die die Autoren in die Leserunde stecken ist bewundernswert, das ist bestimmt nicht selbstverständlich. Fragen werden geduldig beantwortet und man wird kontinuierlich mit Hintergrundinfos und Zusatzmaterial versorgt.
Es macht jedesmal aufs Neue Spaß. Es ist schön mit altbekannten Teilnehmern zu diskutieren und auch Neulinge begrüßen zu dürfen.
Schweigen ist das Element, in dem sich große Dinge gestalten. (Thomas Carlyle)

Offline Janesway

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Rezension

Ich habe wirklich lange schon keinen Fantasy-Roman mehr in Händen gehalten und ich muss sagen, dass „Die Wölfin“ wieder richtig Lust gemacht hat. Auf das Genre. Auf Das Schwarze Auge. Und darauf, die Wettfahrt bis zum Ende zu begleiten. Und das, obwohl ich schlimmer Mensch erst mit diesem Band in die Saga gestartet bin.

Mit „Die Wölfin“ nimmt uns das Autorenteam Bernhard Hennen und Robert Corvus zum dritten Mal mit auf Wettfahrt der Seefahrer Asleif Phileasson und Beorn, dem Blender. Angesiedelt ist das Abenteuer in der Welt Das Schwarze Auge.

Eine Mannschaft zusammenzuhalten, sich ihr Vertrauen zu sichern und Gefahren von ihnen abzuwenden, da hat man schon mal alle Hände voll zu tun. Erst recht, wenn man dies nicht wie gewohnt auf See, sondern an Land vollbringen muss. Die beiden rivalisierenden Drachenführer Phileasson und Beorn ziehen in ihr nächstes Abenteuer, das sich jeweils sehr unterschiedlich gestaltet. Es gilt Rätsel zu lösen und allerhand Konflikte zu bewältigen. Dabei tun sich manche düstere Abgründe auf.

Ein großes Lese-Vergnügen nicht nur für diejenigen, die bereits mit der Welt Das Schwarze Auge vertraut sind. Jedoch können sich Eingeweihte durchaus über ein paar besondere Schmankerl freuen, was Persönlichkeiten, Orte und Elfen-Geschichte anbelangt.
Geheimnisse laden zum Mitraten ein und auch so einige köstlich humoristische Elemente sind enthalten. Die alten sowie neuen Figuren gewinnen im Laufe der Geschichte an Facetten hinzu, jedoch kann das Buch allein schon durch die Vielzahl an Charakteren nicht allen in der Hinsicht gerecht werden. Da die Saga aber insgesamt 12 Bände beinhalten wird, heißt es getrost warten, denn es bleibt noch viel Raum zum Erzählen.

Apropos: Bis Herbst 2017 müssen wir leider warten bis die Saga fortgesetzt wird.

Ich fühlte mich durchweg gut unterhalten, wenn auch das Gefühl, das Buch "verschlingen" zu müssen, um nicht vor Spannung dahin zu schmelzen, ausblieb (die letzten Seiten ausgenommen). Nicht schlimm, so hatte ich länger was davon. Fühlte sich trotzdem zu kurz an.
Liebe Grüße
Juliane

Offline Delena

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Rezension

Mit "Die Wölfin" präsentiert das Autoren-Duo Robert Corvus und Bernhard Hennen den dritten Band der "Phileasson-Saga".

Beorn der Blender und Asleif "Foggwulf" Phileasson kämpfen um den Titel" König der Meere" und das im aktuellen Band genauso fesselnd wie in den Vorgängerbänden.
Ich hatte Befürchtungen, dass im Laufe der Saga die Spannnung nachlässt aber weit gefehlt. Die Abenteuer und Gegner, denen die Drachenbootkapitäne gegenüberstehen, haben mich das Buch nur schwer zwischendurch aus der Hand legen lassen. Die Figuren, egal ob Mitglieder der Crew, Monster oder andere magische Wesen sind vielfältig und entwickeln sich immer noch weiter. Abwechslungsreiche Landschaften runden das Ganze ab.

Egal ob Elfen, Gestaltwandler, Priester, Thorwaler Recken, Magier, Wölfe, Stadtwachen und viele mehr, allen hauchen die Autoren bildhaft Leben ein und ich möchte keinen Charakter missen.

Sehr schade, dass man nun so lange auf den nächsten Band warten muss, ich würde am liebsten direkt weiterlesen.

Für alle, die gerne Fantasy lesen, auch die, die noch keine Berührung mit "DSA-Das Schwarze Auge" hatten (wie ich übrigens auch), empfehle ich, die Saga zur Hand zu nehmen. Wenn ihr den ersten Band gelesen habt, gibt es keine andere Wahl, als....Weiterlesen!

Zur Leserunde

Die Leserunde war, wie auch bei den letzten beiden Bänden, ganz, ganz toll mit einer spitzenmässigen Autorenbegleitung. Dass ihr euch so viel Zeit genommen habt, ist nicht selbstverständlich, dafür ein Mega-Dankeschön.
Danke auch an die Mitleser und Mitleserinnen, der Austausch hat einen riesigen Spass gemacht. Ich habe hier so viel mehr vom Buch erlebt, als ich es beim "Alleinelesen" geschafft  hätte.
Ich hoffe, wir lesen uns alle im nächsten Band wieder  :winken:

Liebe Grüße
Claudia

Offline Xeledorn

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Rezension:

Nachdem ich das Buch jetzt ja schon seit gut 2 Wochen durch habe und der Inhalt auch etwas sacken konnte, möchte ich nun zu meinem Fazit kommen.

Der Roman "Die Phileasson-Saga: Die Wölfin" reiht sich gut in die bestehende Serie ein und verbindet auf unterhaltsame Weise die historischen Geschehnisse der alten Abenteuer mit dem Bild des modernen und aktuellen Agenturen. Der Roman geht hierbei an vielen Stellen eigene Wege und erzählt die Geschichte aus den Abenteuern nicht nur nach, sondern ergänzt und erweitert die bestehende Story um viele unterhaltsame Episoden, ohne den Geist der Originalgeschichte zu verlieren. Aventurische Stimmigkeit und kreative neue Inhalte treffen hier also auf den gut 590 Seiten aufeinander. Puristen könnten sich evtl. an den Änderungen von Personennamen und Abweichungen von der original Reiseroute stören, doch wurde dies auch größtenteils schon in der Neuauflage der Abenteuer so vorgenommen.

Die angenehme Struktur des Buches ermöglicht das Lesen in vielen abgeschlossenen Abschnitten, ohne das man am nächsten Tag erst wieder den Faden finden muss. Gutes Kartenmaterial im Buch und die ergänzende Homepage der Serie www.phileasson.de bieten dem Leser auch die Möglichkeit abseits des Buches tiefer in die Story einzusteigen.

Die Wartezeit auf den nächsten Band wird sich noch bis in den September 2017 ziehen. Genügend Zeit um über die letzten Geschehnisse nachzudenken und zu spekulieren, wie es mit den Figuren der Geschichte weiter gehen könnten.



Zur Leserunde:

Vielen Dank an alle Teilnehmer der Runde und hier im besonderen an die Autoren und Heimfinderin als Organisatorin der Runde. Wir hatten in den letzten Wochen einen sehr schönen Austausch zu dem Roman, der die Erfahrung des Buches wirklich bereichert hat.  Wir haben das Buch richtig intensiv beleuchtet und ohne eure Kommentare, wäre mir beim Sololesen so manches Detail nicht aufgefallen. Den Spagat zwischen den Kennern der Abenteuer und den Lesern, die die Geschichte zum ersten mal erleben haben wir glaube ich auch ganz gut hinbekommen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es auch zum nächsten Band der Geschichte eine Leserunde geben würde.

Offline Londo42

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Rezension

"Die Wölfin" ist der dritte Band der "Phileasson-Saga", verfasst von Bernhard Hennen und Robert Corvus.

In ihm wird die spannende Wettfahrt der beiden Thorwaler-Kapitäne Asgeir Phileasson und Beorn der Blender um den Titel "König der Meere" weitergesponnen. Phileassons Ottajasko (Crew, Schicksalsgemeinschaft) hat schon im zweiten Band den "Himmelsturm" (eine Elfenstadt im ewigen Eis) verlassen, während Beorn und seine Ottajasko dort noch festsitzt und Sklavenarbeit verrichtet. Beide haben die verschiedensten Abenteuer zu bestehen. So gerät Phileasson an Nirka, eine junge "Wolfsfrau" (die titelgebende "Wölfin") und muss sich mit einer tödlichen Seuche, magischen Wäldern und verständnislosen Stadtverwaltungen herumschlagen, während Beorn im Himmelsturm von einer gänzlich unerwarteten Seite Hilfe bekommt - aber diese Hilfe hat einen Preis... Nebenher deutet sich an, dass hinter der Wettfahrt der beiden Kapitäne mehr steckt als nur der Titel "König der Meere".

Insgesamt ist "Die Wölfin" ein sehr spannender und unterhaltsamer Roman, in dem bei aller packender "Action" auch die Entwicklung der Charaktere nicht zu kurz kommt. Auch die optische Gestaltung mit einem hervorragenden Titelbild und einer guten Karte kann sich sehen lassen. Meines Erachtens nach ist es der bisher beste Band der Phileasson-Saga. Ich warte bereits mit großer Spannung auf den vierten Band "Silberflamme" und bin traurig, dass dieser erst für September 2017 angekündigt ist.

Leserunden-Fazit
Hiermit möchte ich mich bedanken bei allen Mitstreiter*innen der Lese-Ottajasko - allen voran den beiden Autoren Robert Corvus und Bernhard Hennen, die die Leserunde kontinuierlich und mit viel Herz und Humor begleitet haben. Ich hoffe, dass es auch zu Band 4 eine solche Leserunde gibt.

P.S.:. Das war meine erste Leserunde überhaupt - aber sie hat so viel Spaß gemacht, dass ich nun offen bin für andere Leserunden.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2017, 13:59:17 von Londo42 »
Fantastic! Allons-y! Geronimo!

Offline Rhea

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So nun erst mal Rheas Fazit. Vielen Dank an alle Mitleser und Diskutierer. Obwohl....naja, ich hoffe mal, dass nicht zu viele negative Ideen in die zukünftigen Bücher einfließen ;D
Es ist immer wieder spannend, wieviel man an Zugewinn hat durch die Leserunden mit so aufmerksamen Lesern/Leserinnen. Also vielen Dank.
Es war wie immer eine Freude Bernds Kommentare zu lesen die erklärenden aber vor allem die humoristischen. Vor allem aber liebe ich die Tagebucheinträge!
Der Schlagabtausch mit Bernhard ist nun ein besonderes Vergnügen dieser Reihe. Auch an Bernhard und seine Schwertersammlung vielen Dank.

Die Wölfin – 3. Teil der Phileasson Saga

Mit Spannung habe ich auf die Fortsetzung der Abenteuer der beiden Kapitäne gewartet. Eigentlich gab es für Beorn, den der Himmelsturm gefangen hielt, ja kein Weiterkommen. Aber so schnell sollte doch die Wettfahrt nicht entschieden werden?!
Der Prolog ist wieder spannend. Es wird die Vorgeschichte der Wölfin erzählt und wir erfahren, dass sie schon einen Verwandten auf dem Schiff hat. Dieser ist mehr oder weniger wegen ihr dort. Die Wölfin fügt dem Charakterensemble der Abenteurer eine weitere spannende Figur hinzu. In tiefer Seele ein Wolf und in der Lage sich auch in einen solchen zu verwandeln und in enger Beziehung zu den Wölfen in ihrer Umgebung kann hier ein schneller Wechsel der Sichtweisen erfolgen. Eben noch Mensch mit den Verbindungen zu anderen Menschen, mit deren  ethischen Normen  behaftet und in der Verantwortung für sie, kann in Wolfsgestalt plötzlich der reine  Instinkt zum Leitmotiv werden. Eine Freude zu lesen, wie diese Möglichkeit hier im Buch umgesetzt wird. Wieder sind es die Jagdszenen, die mich sehr beeindruckt haben.
Nach der Eiswüste von Nordwärts und dem beklemmenden, schaurigen Himmelsturm, ist nun ein Teil, in dem sich verschiedene Schauplätze und Landschaften  abwechseln. Es gibt  sowohl Händlergespräche in der Sauna als auch verbotenes Eindringen in eine Stadt. Der Leser kann hier neue Gegenden Aventuriens und neue Rassen kennenlernen. Beide Kapitäne haben Magie gegen sich und müssen auf fremdem Terrain kämpfen. Als Kapitäne gewöhnt, ein Schiff zu führen, müssen sie nun längere Zeit ihre Schiffe verlassen. Wer wird diesmal die Aufgabe erfüllen und welche Mannschaftsmitglieder werden die Ottajaskos verlassen bzw. neu dazu stoßen?
In diesem Abenteuer  wird teilweise sehr schnell hin und her gesprungen zwischen Beorn und Phileasson und es ist erstaunlich, wie sich innerhalb völlig verschiedener Szenarien teilweise sehr ähnliche Situationen ergeben. So ist der Leser in beiden Spannungsbögen gleichzeitig unterwegs und es wird an einigen Stellen sehr dicht und super spannend.

Ebenfalls weiter geht die Entwicklung der Charaktere. Beorn, der Dickschädel, der sich nicht beugen will, der immer noch stark sein will, ein Thorwaler, wie er erdacht wurde, hat seine Meisterin gefunden. Wie wird diese Zweierbeziehung sich entwickeln? Wird Beorn, der Starke, Thorwaler bleiben oder wird er sein Dasein als Sklave fortführen? Wir erleben einige Charaktere von einer völlig neuen Seite. Vielleicht auch nur von einer Seite, die bisher noch nicht so zum Tragen gekommen war. Beorn ist sich seiner Verantwortung als Führer einer Ottajasko sehr bewusst und sogar bereit, bis zum Letzten zu gehen. Auch andere, mir bisher unsympathische, Personen erhalten von den Autoren die Möglichkeit, neue Fassetten ihres Charakters zu offenbaren.  Aber auch umgekehrt werden Sympathiepunkte schmelzen. Rätselhaft bleiben einige der Figuren weiterhin und als Leser wissen wir auch nicht mehr als die jeweiligen  Mitstreiter. Wem gilt die Loyalität Zidaines?  Wem gilt ihr Eidschwur? Wird sie ihre Rache fortsetzen? Irulla, die spannende Spinnenfreundin,  tritt weiter hervor und sorgt für Düsternis ebenso wie für Humor. Die beiden Travia-Geweihten werden immer mehr zu Kämpferinnen und zu festen loyalen Mitgliedern der Ottajaskos. Wie wirkt sich das auf ihre Aufgabe aus?

Die Abenteuer sind fesselnd, aber die Entwicklung der Charaktere und deren Beziehungen untereinander finde ich mindestens ebenso spannend.
Rätselhaft ist weiterhin Pardona. Was will sie, was hat sie mit Beorn vor?  Wie stark ist sie wirklich und wo liegen ihre Grenzen,  wenn sie denn überhaupt welche hat?
Die dritte Aufgabe der Saga ist noch undeutlicher formuliert, lässt viel Interpretation zu und macht die Kapitäne unsicher,  ob sie wirklich erfüllt wurde.  Zweifelnd bleibt auch der Leser. 

Auf alle Fälle lässt das Buch nicht so leicht los und  es wird eine lange Wartezeit bis zur Fortsetzung.

Offline Rhea

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Diesmal war Rhea schneller. Auch ich bedanke mich über die vielen neuen Erfahrungen und neues Wissen aus meiner Heimat.
Das dritte Abenteuer -

Und wieder lauschte ich dem Lied der Skalden über die großen Abenteuer der beiden Kapitäne. Oh diese Thorwaler. Stolz sind sie und unverwüstlich. Dachte ich doch schon, von Beorn nichts mehr zu hören, doch siehe: er lebt. Aber wie er lebt. Stolz und stark. Wäre da nicht diese Frau, diese Hexe – ja, ich nenne sie Hexe, denn kein Mann kann ihr widerstehen. Mit Gänsehaut lauschte ich den Erzählungen seiner Zeit im Himmelturm und ich hoffte für ihn auf Rache. Ob er jetzt doch ein besserer Ottajasko-Führer ist? Nein, ich würde nicht mit ihm fahren wollen. Er ist stark und er beschützt seine Ottajasko, er ist so…männlich. So weit so gut, aber ich brauche Gesprächspartner! Wo ist der Sänger, der seine Taten besingen wird? Da bleibe ich lieber bei Ohm Folkner, höre seinen Liedern zu und lerne. Er hat immer mehr zu singen, je weiter das Abenteuer fortschreitet. Er übernimmt wichtige Aufgaben, nicht nur zur Steigerung der Moral der Mannschaft, nein, auch um Menschen von unsinniger Gewalt abzuhalten. Er verkörpert unsere Zunft und zeigt, wie wichtig wir sind, wir, die Geschichtenerzähler, die Sänger. Ja, die Skalden. Nur durch sie erfahren wir alles über diese Wettfahrt, geradeso, als ob wir dabei wären. Gepriesen seien sie!
Als die beiden Kapitäne im Himmelturm waren, da habe ich ja wirklich überlegt, wem man diese Schauergeschichten erzählen kann. Oh, in der richtigen Gesellschaft wäre sie schon gut angebracht. Aber hier, im Lied der Wölfin, haben wir Geschichten über Geschichten. Da kann ich Abende erzählen. Bei einigen dieser Geschichten kann man den Ausgang je nach Publikum sicher gut variieren. Nirka, die Wölfin, hat mir sehr gut gefallen, wie sie jagt und wie sie die Welt sieht. Ihre Verbindung zum Wolfsrudel ist von den Skalden so schön besungen. Mögt ihr Wölfe? Dann folgt den Abenteurern auf der Spur des Wolfes.
Die Skalden weben hier ein Geflecht aus Geschichten. In die Sauna hätte ich mich gern mit hinein gesetzt, nach der Kälte der Reise bisher. Außerdem waren die Verhandlungen über den Verkauf der Beute interessant und lustig. Die Gefahren, die Phileasson bestehen muss, sind nun mal ganz neu für ihn. Ist es wirklich seine Aufgabe, Kranke zu pflegen, eine Herde zu hüten und uneinsichtige Stadtväter zu hintergehen? Seht ihr, wie viele Geschichten das sind? Die Schicksale der aus dem Turm geretteten Menschen werdet ihr erfahren, einen ziemlich empathielosen, aber fähigen Doktor kennenlernen, auch Gobblins kreuzen den Weg. Es wird eine spannende Befreiungsaktion geben und einen nackten Tylstyr :D. Oh Leute, bei der Vorstellung habe ich schon Tränen gelacht. Allein diese Geschichte wird mir in den Tavernen den Beutel füllen.
Oh dieser Tylstyr. Er glaubt noch so an das Gute und die Kraft der Worte. Ich, die ich ja die Worte gebrauche, um davon zu leben, würde ihm gern recht geben, aber ich befürchte, in dieser Gesellschaft wird es schwer werden für ihn. Entscheidungen stehen an.
Irulla ist nach wie vor eine meiner Lieblingspersonen in Phileassons Ottajasko und das, obwohl ich Spinnen lieber von sehr weit weg sehe. Zidaine gefällt mir auch gut. Wie wird sie sich entscheiden? Welche Entwicklung wird es bei ihr geben?
Beorn, ja - er ist nicht tot. Er wird wohl weiter hoffen, Phileasson schlagen zu können. Nun, zurzeit ist er wohl nicht in der Lage dazu, oder doch? Was will die Hexe von ihm? Wird er sich ihrer entledigen können? Ich habe da große Befürchtungen und obwohl ich Phileasson den Sieg gönne, schlägt doch ein Teil meines Herzens auch für Beorn. Schließlich hat der Blender gegen Sklavenhändler gekämpft. Das gibt ihm doch eine gewisse Größe, er ist geachtet und sein Befehl wird von seiner Mannschaft respektiert. Als Kapitän ist er sicher sehr gut und seine Leute haben mit ihm immer gute Beute gemacht. So, denke ich, hat er es nicht verdient, von einer Hexe besiegt zu werden.
Spannend ist es diesmal nicht so wie im Himmelsturm, nein, hier sind ab und zu kleine Erholungspausen eingebaut, dafür  werden manchmal die Geschichten der beiden Kapitäne so schnell miteinander verbunden, dass zum Luftholen kaum Zeit bleibt. Vom Zauberwald in eine alte Elfenfestung, vom Licht ins Dunkle. Von Rache zu Rache und Magie ist auch dabei.
Was man sich nur wünscht. Es wird gekämpft und geredet und manche Reden sind so schöööön.

Als dann eine Kriegerin beerdigt wurde, da hatte ich richtig Gänsehaut. So passend, so tröstend wurde dies besungen.

Ich könnte noch so viel schwärmen, aber was soll ich euch noch sagen. Ich bin nur eine kleine Puppenspielerin und sie sind die Meister der Skalden. Lest ihr Lied und folgt den Thorwaler Kapitänen bei ihrer dritten Aufgabe.


Offline Heimfinderin

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Apropo: Habe ich mich schon dabei erwischt, wie ich "das wohl" zu Kollegen sagte. Diese Saga wirkt nach  :D
:D  Hab ich auch schon gesagt, zu meiner Tochter.  ;D

Hier wird es ruhig und ich danke euch allen für diese tolle lebendige Runde, ganz besonders natürlich euch beiden, Bernd und Bernhard, dass ihr euch wieder Zeit für uns genommen habt. Ganz besonders herausragend finde ich immer wieder dein Engagement, Bernd, das du bei allen Runden hier bei uns zeigt, bei denen du beteiligt bist! Deine Erklärungen, Anregungen und Zwischenfragen für uns sind immer wieder eine Bereicherung.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, so viele Eindrücke, Informationen und Spekulationen in unserer Runde zu finden  und gemeinsam darüber zu diskutieren und ich hoffe, wir lesen uns alle hier wieder zum nächsten Abenteuer unserer beiden Ottajaskas. Dass mir keiner das Schiff verlässt!  :belehren:  ;D

Meine Rezi fehlt noch und ich werde sie hoffentlich spätestens bis zum Wochenende geschrieben haben, sie kommt auf jeden Fall noch.
Liebe Grüße
Barbara

Offline anschu74

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  • Gute Bücher sind Nahrung für die Seele
Zum Buch

Die spannende Wettfahrt geht in die 3. Runde. Es gibt eine neue Aufgabe, die gelöst werden soll.
In diesem Teil der Phileasson-Saga reisen Asleif Phileasson und seine Ottjasko über Land und müssen sich neuen aufregenden Abenteuern stellen. Unter den Nivesen ist eine gefährliche und hochgradig ansteckende Seuche ausgebrochen. Diesem "gesichtslosen Feind" müssen sich unsere Recken nun stellen. Hier hilft kein Schwert und auch die beste Kampferfahrung ist nutzlos. Werden sie diese Aufgabe meistern?
Beorn Asgrimmson und seine Ottajasko hingegen sitzen weiterhin im Himmelsturm fest. Sie werden von Pardona versklavt und zur Arbeit in den unterirdischen Glasschmelzen gezwungen müssen sie unter schwersten Bedingungen ein trostloses Dasein fristen. Wird ihnen die Flucht gelingen, um die Wettfahrt um den Titel "König der Meere" wiederaufnehmen zu können?

meine Meinung

Auch der dritte Teil dieser Saga hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine spannende Wettfahrt, mit vielen unerwarteten Wendungen und faszinierenden Figuren. Ich hatte viel Spaß beim lesen. Die handelnden Charaktere sind vielseitig, unterschiedlich und teilweise sehr tiefgründig. Mit jedem Teil gewinnen die Figuren weiter an Tiefe und Charakter und wachsen dem Leser immer mehr ans Herz. Mir gefällt sehr gut, wie die Autoren die Figuren darstellen. Auch die Bildsprache des Buches ist sehr schön. Mir als Leser ist es sehr leicht gefallen, mir die verschiedenen Gegenden und Szenen vorzustellen. Auch der Humor kommt in diesem Teil nicht zu kurz. Es gibt einige Szenen, bei denen ich herzhaft lachen musste.
Ein wundervolles Buch für jeden, der gerne Fantasy liest.  :buchtipp:

Leserundenfazit

Vielen Dank an die Leserunde. Es hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht mit euch! Es war mal wieder spannend und interessant, gemeinsam mit euch zu spekulieren, zu rätseln, zu diskutieren oder einfach nur die Meinungen auszutauschen. Zusammen mit euch liest sich diese Saga viel intensiver und ich bekomme auch immer wieder neue Ansichten zu den Handlungen des Buches.
Ein ganz besonderes DANKESCHÖN  :herz: :blume: geht an die Autoren, Bernard und Bernhard. Es ist immer wieder schön, an einer Leserunde mit eurer Begleitung teilzunehmen.

... ganz besonders natürlich euch beiden, Bernd und Bernhard, dass ihr euch wieder Zeit für uns genommen habt. Ganz besonders herausragend finde ich immer wieder dein Engagement, Bernd, das du bei allen Runden hier bei uns zeigt, bei denen du beteiligt bist! Deine Erklärungen, Anregungen und Zwischenfragen für uns sind immer wieder eine Bereicherung.

Dem kann ich mich zu 100% anschließen!!!!

Dass mir keiner das Schiff verlässt!  :belehren:  ;D

Ich freue mich schon sehr auf Silberflamme und steige liebend gern wieder mit euch zusammen bei Phileasson ins Boot.


Meine Rezension erscheint bei:
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Weltbild
Literaturschock
Großes Bücherforum http://literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,44067.msg950535.html#msg950535
« Letzte Änderung: 28. Januar 2017, 18:47:22 von anschu74 »
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline odenwaldcollies

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Die Wettfahrt der beiden größten Thorwaler Kapitäne geht in die dritte Runde

Phileassons Ottajasko befindet sich auf dem Weg nach Riva, um ihre Beute aus dem hohen Norden zu verkaufen und auf die Prophezeiung zu warten, die die dritte Aufgabe der Wettfahrt offenbaren wird. Zur selben Zeit befindet sich Beorns Ottajasko weiterhin im Himmelsturm, in Pardonas Gefangenschaft und sucht verzweifelt nach einem Fluchtweg. Doch die falsche Göttin hat eigene Pläne mit Beorn.

Die Stimmung des dritten Bandes ist eine ganz andere wie in den beiden vorigen Bänden – und genau das macht für mich, neben der Spannung, der besondere Reiz dieser Reihe aus. Phileasson ist ein Mann des Meeres, doch diesmal befindet er sich fast ausschließlich an Land und muss sich mit Behörden und Kaufleuten rumschlagen, wodurch seine Geduld einige Male überstrapaziert wird. Nur gut, dass er Ohm Follker an seiner Seite hat, der seinen Freund gut und lange genug kennt, um beruhigend auf ihn einwirken zu können.

Während der zweite Band durchdrungen ist von dem magischen und fremdartigen Himmelsturm mit seinen gefährlichen Bewohnern, muten zumindest Phileassons Abenteuer größtenteils wohltuend normal an; selbst für ausreichend Humor ist diesmal Platz. Was aber nicht bedeutet, dass er und seine Ottajasko keinen Gefahren gegenüberstehen: der Feind ist diesmal ganz anderer Natur, dem man nicht mit dem Schwert beikommen kann, und führt sie in das Land der Nivesen und deren Kultur.

Die Lage von Beorn und seinen Leuten ist dagegen deutlich unangenehmer und auch wenn mein Herz für Phileassons Ottajasko schlägt, habe ich ihnen eine schnelle Flucht gewünscht. Vor allem die brutale Behandlung durch den grausem Sklavenaufseher Zeryl bringt die Ottajasko immer wieder an den Rand des Ertragbaren. Ein Vorteil hat die Ottajasko aber: sie ist für die Herrin des Himmelsturms interessant, will sie doch selber herausfinden, welche Motivation hinter der Wettfahrt tatsächlich steckt. Sowohl Beorn als auch die Leser bekommen einige Antworten auf noch offene Fragen aus dem zweiten Band – ob sie der Wahrheit entsprechen, wird sich noch herausstellen müssen. Allerdings werden im Gegenzug einige neue Fragen aufgeworfen und es wird klar, dass sich manche Geschehnisse und Geheimnisse durch die Saga hindurchziehen werden.

Besonders spannend ist im dritten Abenteuer, dass Phileasson und Beorn diesmal getrennte Wege gehen, jeder hat eine komplett andere Aufgabe zu lösen. Mich fasziniert es immer wieder, wie geschickt und harmonisch die Autoren dabei mit den unterschiedlichen Stimmungen spielen. Überhaupt ist das etwas, was mich an der Reihe fasziniert: die jeweiligen Handlungsstränge um die Konkurrenten verlaufen so konform zueinander, dass ich als Leser überhaupt nicht merke, dass hier zwei Autoren am Werk sind. Dann gefällt es mir sehr gut, dass bestimmte Ereignisse, Geheimnisse und Antworten sich durch mehrere Bände ziehen können und es dennoch bei den Figuren zu weiteren Entwicklungen kommt, wie bei Tylstyr, Tjorne und Zidaine: hier sind zwar nach drei Bänden immer noch Fragen offen, aber dennoch bleibt die Situation der Drei weiterhin spannend.

Der „Wölfin“ begegnen wir bereits im Prolog, ein spannender Charakter mit einigem Potential, welches im dritten Band noch lange nicht ausgereizt wurde, wie ich den Eindruck hatte, da hatte ich mehr erwartet. Aber am Ende des Buches passt es dann wieder für mich.

Mich konnte auch der dritte Band wieder vollauf überzeugen und ich hoffe sehr, dass der Plan der Autoren, alle zwölf Bände zu veröffentlichen, aufgehen wird. Jetzt freue ich mich erstmal auf den vierten Band und bin schon gespannt, welche Aufgabe unsere Recken erwarten wird, welche Stimmungen die Autoren einfangen werden und auch auf den Prolog, der sich immer um die Geschichte eines der Ottajasko-Mitglieder dreht.

Meine Rezension erscheint bei:
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Heyne Verlag (noch nicht freigeschaltet)

Nicht nur die Bücher um Phileasson und Beorn sind ein Highlight, sondern auch die Leserunden dazu  8) Will sagen, sie hat mir wieder riesig Spaß gemacht, das wohl! Herzlichen Dank an euch, Bernd und Bernhard, dass ihr diese Runde wieder so toll begleitet habt und ich hoffe sehr, wir stechen auch bei Band 4 wieder gemeinsam in See.
« Letzte Änderung: 30. Januar 2017, 20:27:34 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline Heimfinderin

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So, hier kommt auch mein Fazit, das ich auch noch verteilen werde.

Inhalt
Die dritte Aufgabe ruft und das Abenteuer geht weiter! Nach den dramatischen Ereignissen im Himmelsturm ist Asleif Phileassons Ottajasko die Flucht gelungen und sie müssen sich bei ihrer neuen Aufgabe einem ganz anderen Feind stellen, nämlich einer gefährlichen Seuche. Werden sie diesen Gegner stellen können und dabei selbst gesund davonkommen? Unterstützung erhalten sie von Nirka, „der Wölfin“, deren Sippe zu den Opfern der Krankheit gehört und die sich dem verzweifelten Kampf gegen die unheilbar erscheinende Krankheit anschließt. 

Gleichzeitig sitzen Beorn und seine Leute noch immer im Himmelsturm fest und müssen unter brutalsten Bedingungen Sklavenarbeiten für Pardona, die Herrin des Turms, leisten. Eine Flucht erscheint aussichtslos und die Mannschaft verzweifelt immer mehr. Doch Pardona hat besondere Pläne und dazu gehört, das Geheimnis dieser Wettfahrt zu ergründen. Und plötzlich findet sich die Mannschaft an einem Ort wieder, der neue Schrecken bietet ...

Meine Meinung
In jedem Buch widmet sich der Prolog den Hintergründen einer anderen Figur und diesmal lernen wir Nirkas Familie und Schicksal kennen. Das gefällt mir wieder sehr gut und ich freue mich jetzt schon auf den Prolog des kommenden vierten Bandes. So stimmt auch dieser Prolog wieder sehr gut auf das Abenteuer ein, das unsere beiden Ottajaskos diesmal an zwei unterschiedliche Orte führt. Während Phileasson und seine Leute viel auf dem Landweg das Land durchreisen und dabei die unterschiedlichsten Abenteuer erleben - ob ein groteskes Verkaufsgespräch, die Rettung eines unvernünftig agierenden Crewmitglieds, mystische Momente in einem Zauberwald, Kämpfe gegen Goblins oder eben die verkündete Hauptaufgabe, die in der Bekämpfung einer schlimmen Seuche zu liegen scheint, fristet Beorn mit seiner Crew ein brutales Sklavendasein unter der Fuchtel von Pardona und ihren miesen Sklaventreibern.  Dabei wechseln die Erzählstränge immer wieder hin und her, so dass man beide Mannschaften begleitet und dabei von einer extremen Stimmung in die andere gezogen wird. Dieser Kontrast ist sehr spannend und übermittelte mir beim Lesen manchmal das Gefühl vom Himmel in die Hölle zu pendeln, zumindest phasenweis, als sich die eine Mannschaft in einer Art Zauberwald aufhielt, während die andere sich in einem Todesmoor abkämpfte. Doch auch wenn der Erzählstrang von Phileasson sogar über einige humorvolle Momente verfügt, so hat er doch auch viele grausige Momente, allein schon durch die emotionalen Szenen, wenn die Krankheit die Menschen in ihrem Griff hat.

Mir gefällt sehr gut, dass die Grundstimmung in den Büchern immer wieder anders ist. Das Vorgängerbuch lebte von einer sehr düsteren, mystischen und teils alptraumhaften Stimmung und spielte sich nur an einem Ort ab, dem Himmelsturm. Dieses Buch lässt einen fast durchatmen, denn durch die Reisen übers Land hat man das Gefühl, wieder „an der frischen Luft zu sein“, zumindest während man den Erzählstrang von Phileasson begleitet. Insgesamt wirkt die Geschichte sehr abenteuerlich, während die Recken ihre Kämpfe durchstehen und werden eher phasenweise mit Magie durchzogen, wenn der Zauberwald in Erscheinung tritt, die Wölfin sich verwandelt oder Beorn im Totenmoor mit alten Geistern beschäftigt ist. Das sind Momente, die die abenteuerliche Stimmung mystisch werde lassen. Insgesamt hat sich für mich bisher jedes der drei Bücher anders „angefühlt“ und ich bin sehr gespannt, wie ich das nächste Abenteuer empfinden werde.

Die Figuren durchleben hier teilweise weitere Entwicklungen und zeigen auch neue Seiten von sich, die nicht immer schön sein müssen, oft aber auch überraschen und manchmal auch zu neuen Fragen führen. Manche Charaktere erhielten dabei mehr Tiefe und mehr Ecken und Kanten. Manche Figuren bekamen dagegen wenig Spielraum und da hoffe ich auf die weiteren Bände, um mehr von ihnen zu lesen. Die neue Figur, die titelgebende Wölfin, kam mir ein bisschen kurz, ich habe wohl einen größeren Schwerpunkt auf ihr erwartet, weshalb ich auch nicht ganz ihre Entwicklung zum Ende des Buches nachempfinden konnte. Insgesamt werden einige Fragen zur bisherigen Handlung und einigen Figuren beantwortet, aber es kommen auch neue Fragen und Vermutungen hinzu, die sich wohl bis in die weiteren Abenteuer ziehen werden und so die Spannung weiter erhalten bleibt, was das Schicksal und die Ambitionen einzelner Figuren betrifft. Ich bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzung und hoffe sehr, dass die Autoren die Reihe vollständig veröffentlichen können, denn ich möchte zu gerne wissen, wie alle zwölf Aufgaben für die bereits ans Herz gewachsenen Figuren lauten werden.

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« Letzte Änderung: 01. Februar 2017, 15:01:05 von Heimfinderin »
Liebe Grüße
Barbara

 

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