Autor Thema: 02 - Seite 87 - 160 (Kapitel 9 - einschl. Kapitel 11)  (Gelesen 469 mal)

Offline ysa

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Ja, grundsätzlich klingt die Zusammensetzung der Villa-Bewohner super! Das könnte eine wunderbare Patchwork-Familie ergeben - nur haben sie da alle noch einiges an sich zu tun  ;)

Sie haben ja noch etwas mehr als 200 Seiten Zeit und einen voll motivierten Zola - es wird schon klappen! Ich bin optimistisch! ;)

Aber über diese Dinge lese ich großzügig drüber. Es stört mich nicht wirklich. Die Stärke dieser Geschichte ist sicher nicht die Logik und der Realismus sondern das zauberhafte und ja, das mächenhafte. Irgendwie ist es für mich wie ein modernes Märchen. Das macht unter anderem eben die Hundeperspektive.

Genau so sehe ich das auch und genau so genieße ich dieses Buch ;)
Die Ungereimtheiten - ich lass sie einfach so und lass für ein paar Stunden die Realität draußen...

Liebe Grüße!
Miriam

Online Dani

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Ich genieße das Buch auch und lasse mich nicht ernsthaft von meinen kleinen "Stolperstellen" stören. Aber ich denke, gerade in einer Leserunde kann/soll man so was auch erwähnen, so erfährt die Autorin ja auch am direktesten, wie bestimmte Stellen beim Leser ankommen.
Liebe Grüße
Dani

Offline Emmy

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Dass er lebendes Inventar wie Fr. Kratzer akzeptiert, ist der Tatsache zuzuschreiben, dass Tobias naiv und gutmütig ist. Zu naiv. Zu gutmütig.
Trotzdem - ich glaube, Dani hat es ähnlich formuliert - schade, dass nicht mehr Menschen so sind!


Ich finde, Tobias ist sehr feinfühlig und fürchterlich verträumt zugleich. Er spürt sicher, dass Frau Kratzert auf ihre Art verzweifelt und unglücklich ist. Das verbirgt sie hinter ihrer Kratzbürstigkeit. Und die Alte Dame auf die Straße setzen, nein, das kann er nicht so ohne weiteres. Diese WG ist so ungewöhnlich und doch Klasse.

Mal ehrlich. Solche WG's fände ich sowieso toll. Alte und Junge, Einsame und Familien, Reiche und Arme. Alle zusammen.

(Kennt jemand "Zusammen ist man weniger allein"? Auch so ein WG-Buch und ein Lieblingsbuch von mir.  :))

So  habe  ich  das  mit  Frau  Kratzer   auch  empfunden -  sie  hat  eine  ganze  Menge  Lebensfrust  angesammelt  und wirkt  sehr  unzufrieden  und  verbittert, was  ein  Zusammenleben mit  ihr  in der  Villa nicht  gerade  einfach  macht. Dennoch akzeptiert  Tobias, dass  sie  dort  wohnen  bleibt.  Ist  er  einfach  nur  zu  gutmütig,  will  er  keinen  Streit, ist  er  vielleicht  konfliktscheu oder möchte  er  nicht alleine leben?  Möglicherweise  ist  eine  Mischung  aus  mehreren Gründen, ohne dass  ihm alles  bewußt  ist.  Er  ist  ein  spontaner  Mensch, trifft  seine  Entscheidungen  intuitiv, ohne  erst  lange  das  Für  und  Wider  abzuwägen.  So  hat  er  sich  ja  auch für  Zola  entschieden in Spanien. Die  lange  Beschäftigung  mit Büchern  und  fiktiven  Geschichten  könnte  ihn gelehrt  haben, dass  das  Leben  oft  seltsame  Umwege  macht.  Wenn  eine  Sache ihm  allerdings wirklich  wichtig  ist, kann er  sich  schon durchsetzen  und  seine  Meinung klar  und  deutlich  sagen -  denken wir  nur  an den Hundemörder  Pizzarro.
Im Grunde ist  so  eine  WG  mit  älteren  und  jungen Menschen  eine  gute  Sache - da  bin ich  eurer  Meinung.


Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Der "Herzensräuber" ist eines der Bücher, die man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte! Zumal, wenn man Sonntags mal Zeit hat...
Aber inzwischen weiß ich, dass auch das langsame Lesen seine Vorteile hat - und so genieße ich das Buch, das ich nach wie vor bezaubernd finde!

Zola erschnüffelt sich weiterhin die Welt. Und die Menschen, die ihm über den Weg laufen. Und die Bücher sowieso.
Ein verführerischer Gedanke, Bücher anhand ihres Duftes erkennen zu können! Schön die Szene, in der er, oder war es Tobias? Trost allein durch den Geruch des Dalai-Lama-Buches findet. Und wieder andere Bücher bereiten ihm Unbehagen...( das kenne ich, bei mir waren und sind es Mathebücher, aber auch Geschichtsbücher - was einzig und allein an einer schlimmen Lehrerin lag....)

Aber wie wunderbar, dass Tobias, der Liebe, der dennoch jede Menge Rückgrat hat, jetzt eine Möglichkeit hat, sein Antiquariat weiterzuführen. Und dazu noch in dieser alten, scheinbar sehr geräumigen Villa!
Was für ein wirklich netter Mensch er ist, zeigt sich darin, dass er seine Untermieter nicht einfach auf die Straße setzt. Mit Alice, die so wenig alltagstauglich, so eingeschüchtert ist, und ihrer Tochter kann man sowas natürlich nicht machen - aber mit der kratzbürstigen, unhöflichen Frau Kratzer!? Die Tobias dauerhaft "Erbschleicher" nennt... Also der junge Mann hat tatsächlich eine Engelsgeduld!
Überhaupt Frau Kratzer! In der scheint mehr zu stecken als es zuerst den Anschein hat.
Lehrerin war sie. Und irgendwie wohl auch eine Revolutionärin, zumindest eine Kommunistin, wenn mich mein Gefühl nicht täuscht... Ich bin neugierig, was da noch zu Tage kommt!
Einsam ist sie auf jeden Fall, Sehnsucht nach Liebe ist da, Hoffnungen, Traurigkeit, Schmerz, das spürt, oder besser riecht Zola - und ihm kann man ja trauen.

"In der Luft ist die ganze Welt abgebildet" lässt Beate Zola mal denken. Und aus der Sicht eines Hundes, der so auf seinen Geruchsinn vertraut, ist das wohl genau so! Und diese Gerüche zuzuorden, ist auch Hundesache. Wie gut Beate Hunde doch kennt...

Die Gerüche im Jobcenter: Angst, Verzweiflung, aber auch Wut. Das trifft's ja wohl.
Und die unfreundlichen Angestellten sind daran nicht ganz unschuldig. Hier entsprechen sie ganz dem herzlosen Klischee, was die arme Alice hautnah zu spüren bekommt. ( Frau Schreck! Wie passend! )
Zwar bin ich bei solchen Stereotypen eher vorsichtig, möchte aber nicht leugnen, dass so ein Jobcenter sicher kein Aufenthaltsort ist, an dem man gerne ist. Auch die umständlichen Prozeduren, die selbst Hartgesottene abschrecken können, die schwer durchschaubaren Zuständigkeitsbereiche, sind sicher nicht aus der Luft gegriffen. Das aber gilt auch für andere Ämter - und da spreche ich aus eigener, nicht erfreulicher Erfahrung....

Emma beschäftigt mich. Warum wird sie so offensichtlich gemobbt? Warum schreitet kein Lehrer ein? Von Alice kann man das nicht erwarten, so verängstigt, wie sie sich durchs Leben bewegt.
Zola ist Retter und Beschützer! Ja, das können Hunde gut. Und aufs Trösten verstehen sie sich, wie kein anderes Lebewesen. Er gibt der kleinen Emma, was sie sonst anscheinend von niemandem bekommt, er weiß, dass man in gewissen Situationen die Wärme eines anderen braucht.
Wie schön, - und wie wahr!

Offline Beate Rygiert

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Was für eine wunderbare Diskussion! Und Ihr glaubt nicht, wie mich das alles freut, was Ihr schreibt. 
Zur Frage nach der Perspektive : Nein, die wechselt nie. Sie bleibt bei Zola, nur manchmal muss er sich selbst Mut zusprechen und redet von sich in der dritten Person.
Tobias ist schon ein Besonderer.  Ich denke, in dieser Geschichte treffen ein paar echte Außenseiter aufeinander und Tobias spürt instinktiv, dass ausgerechnet er nicht das Recht hat, andere auf die Straße zu setzen. Schließlich weiß er ja auch nicht, warum ausgerechnet er die Villa geerbt hat, und so wie er nunmal ist, fühlt er sich fast ein bisschen schuldig gegenüber Frau Kratzer.
Die Sache mit dem Jobcenter ist gut recherchiert  (ich habe zu dem Thema ein Sachbuch mit Inge Hannemann geschrieben) und die Sache mit der Polizei im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt  ebenfalls. Leider ist das so.
Ich sehe den Roman auch ein wenig wie ein Märchen, aber eigentlich nur insofern, als ein Hund in unserer Sprache erzählen kann. Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr realitätsnah - das Märchenhafte entsteht durch die Perspektive des Hundes, der nur seinen Ausschnitt von der Wirklichkeit wiedergeben kann. Insofern : Ja, es war eine Herausforderung, die ich sehr genossen habe.
Und habt Geduld und lest einfach weiter: es ist ja die Aufgabe eines Autors, Fragen aufzuwerfen. Nur so entsteht Spannung. Sie werden schon noch beantwortet werden. Wenn Zola sie herausfindet. Und er ist ja ein kluger Hund

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Nur soviel. Das Buch wird mein Monatshighlight.  :)

Das Gefühl habe ich inzwischen auch! Und ich lese den Roman als das, was er ist - nicht als Märchen, denn wer weiß denn wirklich, was in Hundeköpfen so vor sich geht!? Nein, ich lese ihn als liebenswerte Betrachtungen eines lebens- und leidenserfahrenen spanischen Hundes, heiter und doch mit ernsthaft-kritischem Hintergrund.
Und es unterhält mich bestens! Und ist ein Seelenwärmer...

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Und mitten drin ist Zola, der alles erschnüffelt, alles versteht und seinen Menschen hilft, wo er nur kann! Außerdem gefallen mir seine Kommentare!

Was mir nicht ganz klar ist... warum so viel Papierkram im Jobcenter? Ist das tatsächlich so?

 Meine Sehnsucht nach einem Hund steigt mit jeder Seite! :'(


Mir gefallen Zolas Kommentare auch gut - echte Lebensweisheiten gibt er zum Besten, zum Beispiel, als er, sich auf Emmas Füße legend denkt, dass man in gewissen Situationen die Wärme eines anderen braucht... Wie wahr!

Was das Jobcenter anbelangt - man hört ja so einiges von Betroffenen.... Und nichts Positives leider.
Ämter halt...
Mit dem Jugendamt hatte ich, bzw. hatte eine meiner Töchter mal sehr unangenehme Erfahrungen, als sie mit 17 schwanger wurde und man ihr, anstatt zu helfen, einen dicken Stein nach dem anderen in den Weg geworfen hat.... Das war eine böse Geschichte... Daher traue ich Ämtern ziemlich alles zu!

Hunde - seit drei Monaten wohnt Carlino bei uns, ein blondes Möpschen, nicht reinrassig und daher zum Glück mit einer echten Schnauze! Er ist DER Sonnenschein vor allem in meinem Leben....
« Letzte Änderung: 23. Juli 2017, 22:43:09 von Ulrike Günkel-Kohl »

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Das Buch ist aus der Sicht eines Hundes geschrieben - die paar logischen Stolpereien überlese ich locker! Und es bleibt für mich in erster Linie ein Seelestreichlerbuch!


So ist es! Genauso und nicht anders!!!  :bussi:

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Was für eine üble Aussage der Polizei, dass sie erst eingreifen können/werden, wenn er gerade dabei ist, ihr etwas anzutun. Dann könnte es schon zu spät sein  :(

Das ist mir auch böse aufgefallen! Weil es nämlich stimmt, weil die Gesetzeslage so ist!
Und das gilt auch für die Leute vom Jugendamt. Es muss erst etwas Gravierendes geschehen sein, damit man ein Kind aus einer Familie herausnimmt, in Obhut, wie das so schön heißt.
Meine Freundin, Grundschullehrerin in einer sozialen Brennpunktschule, kann ein Lied davon singen....

Offline Emmy

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Nur soviel. Das Buch wird mein Monatshighlight.  :)

Das Gefühl habe ich inzwischen auch! Und ich lese den Roman als das, was er ist - nicht als Märchen, denn wer weiß denn wirklich, was in Hundeköpfen so vor sich geht!? Nein, ich lese ihn als liebenswerte Betrachtungen eines lebens- und leidenserfahrenen spanischen Hundes, heiter und doch mit ernsthaft-kritischem Hintergrund.
Und es unterhält mich bestens! Und ist ein Seelenwärmer...

Es  ist jetzt  schon  mein  Jahreshighlight  :lesen:  genauso  eine Geschichte  habe  ich  jetzt  mal gebraucht,  einen  "Seelenwärmer",  das  empfinde  ich auch  so. Die  Verbindung  zwischen  dem  "Märchenhaften"  der  Hundeperspektive  und  der  harten Realität  -  Themen  wie  häusliche  Gewalt, Mobbing  an Schulen  und demütigende Besuche  bei Ämtern  etc. -  ist  so außergewöhnlich  und zauberhaft, ohne  dass  die  Handlung  ins  Kitschige  abdriftet.
Zu  Alice  wollte  ich  noch anmerken, dass  ihre Ungeschicklichkeit Gründe  hat -  weil  sie innerlich völlig  verunsichert  ist  und  immer  schon  vorher  Angst  hat, was  falsch  zu machen  und  dann  passiert  es  auch.  Sie  muss  von ihrem  Mann  schwer misshandelt  und  gedemütigt  worden sein,  sie  hat  ihr Versagen  im Alltag  schon völlig  verinnerlicht  und das  ist sehr  traurig. Ich  wünsche  ihr  und Emma  so  sehr, dass  sie Heilung  finden  und  neue Kraft, das  brauchen sie  beide  ganz  dringend.

« Letzte Änderung: 23. Juli 2017, 23:11:36 von Emmy »

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Zu  Alice  wollte  ich  noch anmerken, dass  ihre Ungeschicklichkeit Gründe  hat -  weil  sie innerlich völlig  verunsichert  ist  und  immer  schon  vorher  Angst  hat, was  falsch  zu machen  und  dann  passiert  es  auch.  Sie  muss  von ihrem  Mann  schwer misshandelt  und  gedemütigt  worden sein,  sie  hat  ihr Versagen  im Alltag  schon völlig  verinnerlicht  und das  ist sehr  traurig. Ich  wünsche  ihr  und Emma  so  sehr, dass  sie Heilung  finden  und  neue Kraft, das  brauchen sie  beide  ganz  dringend.

Das ist sehr richtig! Und es gibt so viele Möglichkeiten, das Selbstvertrauen der Menschen zu zerstören oder es sie erst gar nicht aufbauen zu lassen! In Alices Fall war es der Ehemann, dann gingen die Demütigungen nahtlos weiter, - siehe Frau Schreck vom Arbeitsamt... Und wenn die eigene, vermeintliche Unfähigkeit erstmal fest im Kopf sitzt, ist es unendlich schwierig, sich je wieder davon zu lösen.
Alice braucht ganz besonders feinfühlige Menschen, die heil machen können, was kaputt ist! Denn alleine kommt sie da nicht raus. Und obwohl Tobias, Frau Kratzer, Zola ganz in der Nähe sind, sehe ich sie nicht als eigentliche Helfer. Allerdings - Tobias macht ja nun wenigstens einen Anfang, indem er Alice bei sich arbeiten lässt.
Und um die Seele der kleinen Emma muss sich auch ganz dringend jemand kümmern, bevor es zu spät ist!
Zola spürt zwar all die Probleme, die die beiden mit sich tragen, aber mehr als tröstend, wärmend, Nähe gebend dasein kann er halt auch nicht....

Offline dubh

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Emma tut mir schrecklich leid, das arme kleine Ding! Ihre Mutter ist ihr keine wirklich Hilfe, Alice probiert zwar alles, um sich und ihre Tochter zu versorgen, aber ist damit nicht sonderlich erfolgreich und Emma verhält sich möglichst "erwachsen" und will ihre Mutter nicht noch zusätzlich mit Sorgen belasten. Aber sie ist das Kind, sie sollte das nicht so tragen müssen!

Allerdings, dieser Gedanke kam mir auch. Im Grunde wirkt es auf mich stellenweise fast so, als wäre Emma deutlich tougher als ihre Mama - dabei sollte sie jedes Recht haben, Kind zu sein. Das ist übrigens nicht böse gegenüber Alice gemeint! Ich fürchte nur, dass sie so verstört ist, dass sie gar nicht richtig erkennt, dass Emma kein fröhliches, sich ungestört entwickelndes Kind sein kann.
Klar, Alice kämpft für ihren Unterhalt und ist liebevoll zu Emma, aber das Mädchen hat für sein Alter eben auch reichlich Probleme.

Zitat
Mit den Schulrowdies muss eine Lösung her, so geht das doch nicht weiter! Und die Lösung kann nicht sein, dass Zola jeden anknurrt und sogar nach den Jungs schnappt. Wie schon im ersten Abschnitt geschrieben, habe ich da jedesmal Angst, dass Tobias demnächst Besuch vom Ordnungsamt bekommt und sein "gefährlicher" Hund einem Wesenstest unterzogen wird - wobei Zola den natürlich spielend bestehen würde, wenn er will  ;)

Kinder können so fies sein! Mehrere Jungs, die ein Mädchen angehen - da habe ich für Zola vollstes Verständnis. Dass das im Umkehrschluss aber Stress für Zola bedeuten könnte, hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm - er ist zu sehr mein Held. ;)
Aber klar, ein Wesenstest wäre ärgerlich, auch wenn ich - genau wie Du - überzeugt bin, dass der alte Charmeur alle Beteiligten dann um den Fing... äh, um die Pfote wickelt.

Zitat
Der Umzug in die Villa ging ziemlich schnell vonstatten, andererseits konnte Tobias seine Mieten ja eh schon nicht mehr bezahlen, da ist das nur sinnvoll so. Und Kündigungsfristen hatte er so wohl auch nicht mehr einzuhalten.

Ein bisschen wie ein Lottogewinn: unverhofft plötzlich ohne finanzielle Sorgen. :klatschen: Andererseits ist so ein Antiquariat ja auch ein gewisses Risiko - was Moritz Tobias durchaus klarzumachen versucht. Aber mit dem kleinen Herzensräuber-Schnüffler mache ich mir eigentlich keine Sorgen... Wenn die Kunden erstmal durch die Tür sind! :)
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline dubh

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Und mitten drin ist Zola, der alles erschnüffelt, alles versteht und seinen Menschen hilft, wo er nur kann! Außerdem gefallen mir seine Kommentare!

Hier bin ich ganz bei Dir! Zolas Gedanken sind schlau, entlarvend (für Menschen) und bisweilen auch ziemlich lustig. Besonders mag ich übrigens seine Gedanken zum Verhältnis zu seinem Menschen - Zola nimmt an, dass er Tobias spazieren führt und auf sein Herrchen aufpasst, für ihn vernünftig sein muss. ;D Diese Sicht der Dinge bescherte mir den ein oder anderen Lacher! Zumal ich es so treffend finde... ich kann mir gut vorstellen, dass ein Hund permanent denkt, dass er der (eigentliche) Chef im Ring ist.

Zitat
Meine Sehnsucht nach einem Hund steigt mit jeder Seite! :'(

100% Zustimmung! Einerseits finde ich es toll, so ein Hundemärchen lesen zu können, andererseits macht es mir auch deutlich, was ich verpasse, weil ich keinen Hund habe. :'(
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline dubh

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Und um die Seele der kleinen Emma muss sich auch ganz dringend jemand kümmern, bevor es zu spät ist!

Das sehe ich exakt genauso. Emma benötigt dringend Zuspruch und Wärme. Ich denke, dass Zola dem Mädchen sehr gut tut, aber langfristig wird das nicht reichen.
Aber als Trost funktioniert das erstmal super! Ich erinnere mich noch zu gut, wie ich de Nähe unseres Hundes gesucht habe, wenn ich als Kind mal richtig traurig war. Besser gesagt: eigentlich hat unser Hund dann meine Nähe gesucht - er hat sich dann gerne auf meine Füsse gelegt oder unten am Bett eingerollt und ganz still gewartet. Ich durfte ihn kuscheln und streicheln und meinen Kopf auf ihn legen... bis es mir besser ging. Danach hat er dann das Weite und seine Ruhe gesucht. ;D Aber erstmal war er für mich da! :herz:
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(Theodor W. Adorno)

 

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