Autor Thema: 07 - Kapitel 86 bis Ende (Seite 366 bis Ende)  (Gelesen 614 mal)

Offline starone

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Wie will man da irgendwann und irgendwie wieder in Frieden mit dem Nachbaren Nafarroan  können/wollen oder müssen...

Ja, das habe ich mich auch gefragt: irgendwann sind die Fronten doch so verhärtet, dass Frieden womöglich beunahe unmöglich ist. Zudem wird über den Kampf jenseits des Pyr entschieden und nicht von Menschen, die vor Ort sind.


Ich befürchte mal, die ganze Sache könnte zumindest für die Hagetmauer in einer Art Söldnerkrieg enden oder zumindest weiterlaufen.

Denn mir gefällt, die Art und Weise wie dies Okime jetzt den Krieg händelt überhaupt nicht ..Stelle auf  Seite 381 mit dem kurz aufwischen..

Und auch auf Seite 382 sieht sie sich und ihren Widerstand im deutlich besseren Licht...so in der Art ihr Widerstand war schon da bevor .... überhaupt der Name Hagetmau die Runde gemacht hat. Ob das so gut ankommt bei Hagetmaus Bewohnern?

Bißchen arrogant und überheblich oder?

Offline starone

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Ab Seite 383 überkommt mich persönlich jetzt etwas die Schadenfreude. Wenn ich an Baresin und den Torfstecher Brinoit denke.

Haben sie echt gedacht, dass war es ?

Wobei der Torfstecher die Lage schon klar erkannt hat und Baresin keine Ahnung vom Sumpf und den Bedingungen hat, die da normal sind. Vielleicht hätte er dem Sumpfplan dann nicht so schnell zugestimmt oder?

Was für ein gruseliger Anblick ...und in aller Deutlichkeit beschrieben. Eklig, gemein und grausam so...

Ich denke mal, dass genau dieses Problem immer wiederkommt und das es nichts nützt den Torfstecher zum Stillschweigen zu verdammen


Offline Heimfinderin

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Das war ja nochmal ein heftiger Kampf am Ende und ich hatte schon fast nicht mehr damit gerechnet, aber es gab dann doch noch Tote unter unseren Hauptakteuren. Als Gwaum den Hauptmann und Clarde so ratz fatz tötete und gleich mit Varlie weitermachen wollte, dachte ich echt, ok, jetzt wird "aufgeräumt" unter unseren Charakteren. Gwaum wirkte aber auch wie ein "Racheengel", auf jeden Fall ein beeindruckendes Bild. Und doch bin ich froh, dass Varlie noch einmal davongekommen ist. Hier war Tautun ja zum richtigen Zeitpunkt wieder fit.

Der Kampf in der großen Stadt wirkte auf mich wohl genauso irritierend wie auf die Hagetmauer. Es ist seltsam, aber es ist irgendwie merkwürdig zu lesen, wie sich die Situation verändert und sich die Handlung irgendwie "verschiebt". Unser kleines Hagetmau war lange der Schwerpunkt für uns Leser, das ganze erste Buch haben wir uns dort und mit den Bewohnern aufgehalten. Klein und vertraut. Jetzt war es schon (für mich) etwas  merkwürdig, dass mit der Befreiung anderer Dörfer fremde Personen mit ins Spiel kamen und eine "Bühne" für sich beanspruchten. Hier am Ende beim Sturm in die Stadt und der Verbindung mit den Einheimischen waren es dann so viele, dass die Hagetmauer fast unter ihnen verschwanden und das bisher vertraute "Lesegefühl" gleich mit. Alles ist nun größer, anonymer und "fremd". Wie wird es weitergehen? Wo bleiben unsere Hagetmauer, wenn die Rebellenheere immer größer werden? Gehen sie darin unter?

Wie wird es mit Varlie, Sinion und Tautun weitergehen? Sinion und Varlie kommen sich ja jetzt doch ziemlich schnell nahe, und Tautun scheint nicht mal so eifersüchtig zu sein, wie ich befürchtet hatte. Aber wie wird sich jetzt Varlies Rettung auf ihre Gefühle für Tautun auswirken?
Ja, hier bin ich auch gespannt, ob Varlie nun wieder umschwenkt. Wobei Tautun ja nicht so wirklich davon betroffen zu sein scheint.

Mit Okimé betritt eine weitere interessante Figur die Bühne: wird sie die Revolution tatsächlich weitertragen oder überschätzt sie ihre Fähigkeiten, was früher oder später zum Desaster führen kann?

Ja, diese Okimé ist ja eine interessante Figur. Sie scheint eine starke Führungskraft zu sein, aber andererseits gar kein Interesse an Macht zu haben. Als wäre alles nur eine Spaß und eine spannende Herausforderung für sie, eine Eroberung nach der anderen zu machen, dazwischen ein bisschen Spaß an der Liebe und weiter geht`s. Politik können andere tun. Sie und Clarde hätten vielleicht gute Freundinnen werden können.  ;D

Wie schon von Tobias angekündigt, löst sich nun das Rätsel, ob Baresin damals Abelion unter den Bäumen gesehen hat oder nicht: es war nicht der Apfelgott, sondern der Semane Ligryan. Der vom Wald erfahren hatte, dass etwas Bedeutendes bevorsteht? Woher wusste der Wald das?
Ha, ja, ein Waldsemane. Was für ein Anblick!  :D Hier bin ich jetzt echt gespannt, was er bewirken kann und ob er dies tut, auf die Gefahr hin, daran zu sterben. Sehr geheimnisvoll jedenfalls, dass der Wald schon wusste, dass etwas passieren wird. Die Bäume haben also Ohren und die Blätter flüstern wohl alles weiter ....

Ja, und der Anblick im Sumpf war echt grausig. Einen Ausflug würde ich dahin auf längere Sicht nicht mehr machen...

Jetzt bin ich aber wirklich sehr gespannt auf den dritten Teil. Welche Steigerungen werden wir wohl dort noch erleben?
Liebe Grüße
Barbara

Offline starone

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Wie schon von Tobias angekündigt, löst sich nun das Rätsel, ob Baresin damals Abelion unter den Bäumen gesehen hat oder nicht: es war nicht der Apfelgott, sondern der Semane Ligryan. Der vom Wald erfahren hatte, dass etwas Bedeutendes bevorsteht? Woher wusste der Wald das?
Ha, ja, ein Waldsemane. Was für ein Anblick!  :D Hier bin ich jetzt echt gespannt, was er bewirken kann und ob er dies tut, auf die Gefahr hin, daran zu sterben. Sehr geheimnisvoll jedenfalls, dass der Wald schon wusste, dass etwas passieren wird. Die Bäume haben also Ohren und die Blätter flüstern wohl alles weiter ....

Nun ich denke auch im Punkte "Gottheit" verschiebt sich einiges. Denn der Apfelgott hat doch bei den Menschen irgendwie ausgedient oder?

Viel mehr nehmen die Menschen ihr Schicksal nun in die eigene Hand und bedienen sich gerne der mitunter schon recht unheimlichen Personengruppe der Semane oder?

Und so denke ich, wird als nächstes der Waldsemane seinen Einsatz in diesem Krieg bekommen....vielleicht wie bei "Herr der Ringe" ..die Bäume werden lebendig...

Offline starone

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Hallo alle Zusammen,

irgendwie geht der Leserunde langsam die Puste aus oder?

Wenn keiner was dagegen hat werde ich über Pfingsten an meiner Rezi arbeiten und sie dann in der nächsten Woche hier und auf LB, Amazon, Weltbild einstellen.

O.K...schöne Pfingsten schon mal..LG..starone...

Offline Heimfinderin

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Natürlich können die Rezis eingestellt werden, sobald man mit dem Buch fertig ist, auch wenn noch Nachzügler unterwegs sind. Auf Beiträge kann man ja dann immer noch eingehen.  :winken:
Liebe Grüße
Barbara

Offline Loomis

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irgendwie geht der Leserunde langsam die Puste aus oder?
Ich habe jetzt zwar schon ne Weile lang nichts mehr geschrieben, aber ich lese noch alle Beiträge fleißig mit.

Ich werde mich in einer Woche dann auch mal an mein Fazit machen.

Offline Tobias O. Meißner

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Jeder kann rezensieren und/oder noch etwas zu Teil 1 schreiben, wann immer sie oder er das möchte. Zumindest bis die Leserunde dann irgendwann offiziell beendet wird, aber das kann ja erst der Fall sein, nachdem es mehrere Fazits/Rezis gegeben hat.

 :urlaub:: Tobias

Offline Heimfinderin

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Eigentlich sollte eine Leserunde nicht so lange dauern und die Rezis auch zeitnah geschrieben werden, aber da wir nicht so viele Teilnehmer sind und wenn es dir nichts ausmacht, Tobias, warten wir hier auch gerne auf die Nachzügler. Wer seine Rezi aber schon geschrieben hat, kann sie natürlich sofort einstellen.  :winken:
Liebe Grüße
Barbara

Offline Old Fisherman

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So...der letzte Abschnitt hatte es nun doch noch einmal in sich. Und konnte mich auch in mehr als einer Hinsicht überraschen, was ich sehr positiv empfinde, da ich den Ausgang der Sumpf-Schlacht in dieser Form bereits vorhergesehen hatte.

Was ist nun alles passiert?

Marmandeh wurde angegriffen. Das das nun noch in diesem Band passieren würde, hatte ich nicht erwartet. Die Stadt war auf jeden Fall nochmal eine Hürde für die Rebellen, aber da sie mittlerweile recht große Massen mobilisieren können, ist es tatsächlich eine machbare Hürde geworden. Für die naffaroanischen Soldaren wäre es sinnvoll gewesen die Dörfer zu verlassen, in denen sie zu fünft den Truppen der zweiten Front hilflos ausgeliefert sind und sich hinter die Mauern zurückzuziehen. Dann hätte vielleicht noch mehr Widerstand erzeugt werden können.
Ich frage mich, ob sich die in der Stadt stationierten Männer auf eine Kapitulation eingelassen hätten. Vielleicht hätte Gwaum nicht nachgegeben, vielleicht aber auch versucht das Leben seiner Männer zu retten, da bin ich mir nicht sicher. Aber aus der Sicht von Baresin, Okimé etc. ist es ohnehin ein zu großes Risiko diese Streitkräfte am Leben zu lassen.

Wir lernen die neuen Charaktere der zweiten Front kennen.
Das macht mich auf jeden Fall sehr vorfreudig auf den dritten Band, wie diese beiden Gruppen (und mögliche weitere Gruppen die zur Revolution stoßen?) miteinander auskommen werden.
Besonders Okimé und Ligryan versprechen interessante neue Figuren zu werden- bei dem Waldsemanen fand ich vor allem die Beschreibung seines Aussehens sehr faszinierend, die etwas sehr Unheimliches, Mysteriöses an sich hatte. Bisher war wirklich jeder Semane, den wir kennengelernt haben auf seine eigene Art und Weise einzigartig. Und jeder noch rätselhafter als sein Vorgänger...
Vom Hauptmahr erwarte ich im Moment noch nicht sinnvoll. Er wirkt wie ein recht gewöhnlicher Raufbold, der vermutlich irgendwann das Zeitliche segnen wird. Aber man kann sich bei Tobias' Figuren da manchmal auch gewaltig täuschen. Auf jeden Fall könnte er noch für einige interne Schwierigkeiten unter den Rebellen sorgen, wie vielleicht auch die ganze zweite Front an sich.

Generar Gwaums Schicksal wird durch Tautuns Hammer besiegelt, nachdem dieser erst Guyteron und dann Clarde nahezu beiläufig tötet. Ich mochte Gwaums Charakter seit seiner Einführung und hier findet er im Grunde schon ein nahezu heroisches Ende, als er noch einen guten Teil der akitanischen Rebellen ins Grab mitnimmt. Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, dass ich oftmals eher mit der naffaroanischen Seite sympathisiere...und hier war das tatsächlich auch der Fall. Es ist nicht so, dass ich nun über den Tod der Beiden glücklich wäre oder so etwas, aber ich hatte zu ihnen als Protagonisten nie einen besonderen Bezug. Beide hatten eine stärkere Motivation als viele der Akitanier, aber Beide sind auch mit am Brutalsten gegen die Besatzer vorgegangen. Bei Clarde hatte ich auch irgendwie schon vermutet, dass ihre sehr aggressive Kampfweise nicht ewig gut gehen wird. Insgesamt hat mir die Szene sehr gut gefallen und Gwaums Gedanken zur Situation, zur Notlage Naffaroas und der Königin.

Zum Rest schreibe ich später / morgen mehr. Dafür fehlt mir im Moment die Zeit.

Offline Heimfinderin

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bei dem Waldsemanen fand ich vor allem die Beschreibung seines Aussehens sehr faszinierend, die etwas sehr Unheimliches, Mysteriöses an sich hatte. Bisher war wirklich jeder Semane, den wir kennengelernt haben auf seine eigene Art und Weise einzigartig. Und jeder noch rätselhafter als sein Vorgänger...

Das stimmt, die Semanen sind spannende und außergewöhnliche Charaktere und ich hoffe, wir treffen im nächsten Buch auf noch den ein oder anderen weiteren.  ;D

Generar Gwaums Schicksal wird durch Tautuns Hammer besiegelt, nachdem dieser erst Guyteron und dann Clarde nahezu beiläufig tötet. Ich mochte Gwaums Charakter seit seiner Einführung und hier findet er im Grunde schon ein nahezu heroisches Ende, als er noch einen guten Teil der akitanischen Rebellen ins Grab mitnimmt. Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, dass ich oftmals eher mit der naffaroanischen Seite sympathisiere...und hier war das tatsächlich auch der Fall.
Die Szene fand ich ja auch ganz stark in ihrer Ausstrahlung. Ein wirklich heroisches Bild, wie er da waffenschwingend aus dem Leben schied. Schade eigentlich, von ihm hätte ich auch  noch mehr lesen können. Ich bin zwar etwas erschrocken über die schnellen Tötungen, aber hatte andererseits auch gleich das Gefühl "geschieht ihnen recht, jetzt sind sie mal in der entgegengesetzten Situation und werden auch mal abgeschlachtet" Bei Clarde hatte ich sowieso auch erwartet, dass sie dieses Schicksal bald ereilt, so unvorsichtig wie sie sich immer ins Getümmel gestürzt hat.  ::)
Liebe Grüße
Barbara

Offline odenwaldcollies

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Der Kampf in der großen Stadt wirkte auf mich wohl genauso irritierend wie auf die Hagetmauer. Es ist seltsam, aber es ist irgendwie merkwürdig zu lesen, wie sich die Situation verändert und sich die Handlung irgendwie "verschiebt". Unser kleines Hagetmau war lange der Schwerpunkt für uns Leser, das ganze erste Buch haben wir uns dort und mit den Bewohnern aufgehalten. Klein und vertraut. Jetzt war es schon (für mich) etwas  merkwürdig, dass mit der Befreiung anderer Dörfer fremde Personen mit ins Spiel kamen und eine "Bühne" für sich beanspruchten. Hier am Ende beim Sturm in die Stadt und der Verbindung mit den Einheimischen waren es dann so viele, dass die Hagetmauer fast unter ihnen verschwanden und das bisher vertraute "Lesegefühl" gleich mit. Alles ist nun größer, anonymer und "fremd". Wie wird es weitergehen? Wo bleiben unsere Hagetmauer, wenn die Rebellenheere immer größer werden? Gehen sie darin unter?

Ohja, genauso ging es mir auch, ich war ein wenig traurig, weil nun andere die Geschicke in die Hand zu nehmen scheinen, bin aber auch umso gespannter auf die weitere Rollen unserer Hagetmauer: irgendetwas muss sich ja bald mal ändern, denn 49000 Soldaren zu töten, kann ja wohl echt nicht das Ziel sein. Vielleicht können unsere Hagetmauer auch hier wieder eine Vorreiterrolle einnehmen; irgendwie hoffe ich darauf, dass Rauthe mit ihren diplomatischen Pläne weiterkommen kann. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt, dass sie am Ende doch noch von Nafarroa plattgemacht werden.

Mit dem Tod vieler vertrauter Hagetmauer Charaktere hatte ich auch das Gefühl, als ob eine neue "Zeitrechnung" innerhalb der Revolution anbricht.

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Generar Gwaums Schicksal wird durch Tautuns Hammer besiegelt, nachdem dieser erst Guyteron und dann Clarde nahezu beiläufig tötet. Ich mochte Gwaums Charakter seit seiner Einführung und hier findet er im Grunde schon ein nahezu heroisches Ende, als er noch einen guten Teil der akitanischen Rebellen ins Grab mitnimmt. Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, dass ich oftmals eher mit der naffaroanischen Seite sympathisiere...und hier war das tatsächlich auch der Fall.
Die Szene fand ich ja auch ganz stark in ihrer Ausstrahlung. Ein wirklich heroisches Bild, wie er da waffenschwingend aus dem Leben schied. Schade eigentlich, von ihm hätte ich auch  noch mehr lesen können. Ich bin zwar etwas erschrocken über die schnellen Tötungen, aber hatte andererseits auch gleich das Gefühl "geschieht ihnen recht, jetzt sind sie mal in der entgegengesetzten Situation und werden auch mal abgeschlachtet" Bei Clarde hatte ich sowieso auch erwartet, dass sie dieses Schicksal bald ereilt, so unvorsichtig wie sie sich immer ins Getümmel gestürzt hat.  ::)

Hier bin ich komplett bei auch: ich fand diese Szene ebenfalls sehr stark. Der Kampf zwischen Gwaum und Tautun war gewaltig und fulminant. Ich fand es ebenfalls schade, dass Gwaum nun die Bühne verlassen hat, aber die Gegner, auf die sie treffen, werden allmählich immer "stärker". Und ja, wie Heimfinderin dachte ich auch, dass es den Aufständischen eigentlich ganz recht geschieht, dass sie nun auch mal so starke Verluste hinnehmen müssen. Dennoch bin ich froh, dass es Varlie nicht erwischt hat.
Liebe Grüße
Karin

Offline Old Fisherman

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Mit Clarde und Guyteron fallen zwei Hardliner bei den bisherigen Rebellen weg; nur noch Tautun ist übrig von denjenigen, die keine Gewissensbisse zu haben scheinen.


Ich glaube tatsächlich, dass Okimé und Cressardet diese Rollen nur allzu gut einnehmen werden. Die Beiden wirken alles andere als rücksichtsvoll, wenn es um den Umgang mit naffaroanischen Soldaren geht. Kann mir nicht vorstellen, dass es nach der Eroberung Marmandehs friedlicher werden wird in Akitania oder von Seite der Rebellen.

Uf, was für ein Finale! Gwaum war ja ein richtiger Haudegen, sozusagen ein Level-End-Boss! Heftig, dass es nun Guyteron und Clarde erwischt hat, allerdings musste das ja fast schon irgendwann so kommen, da die beiden keinen Kampf auslassen wollten und immer vorne mit dabei waren. Vielleicht ist Clarde ja nun bei ihrem Ranien. Aber was wird nun aus dem armen Folster? Hat man eigentlich irgendwann erfahren, ob er wieder bei Bewusstsein ist? Ich glaube nicht, oder? Dann weiß er wohl noch gar nicht, was mit seinem Sohn geschehen ist und nun hat er auch noch seine Frau verloren.

Ich glaube Folster hat es irgendwie von allen Personen aus Hagetmau am Schlimmsten erwischt. Bin gespannt, was aus ihm geworden ist.


Der Titel, unter dem ich das Manuskript "eingereicht" habe, lautet: "SIEBEN HEERE - AUS DEM CHAOS". Ich weiß aber noch gar nicht, ob der Verlag das so durchwinkt.
Heute Abend treffe ich mich übrigens mit meiner Lektorin, um das Lektorat von Band 3 fertigzustellen!


Auf mich wirkt es im Moment so, als würde das Chaos demnächst erst richtig losbrechen  ;D

Also das muss  ein extrem grausamer Tod gewesen oder? So langsam zu versinken bei vollen Bewusstsein.

Und alles quasi als Resultat eines Mannes nur..Vuilleth

Aber irgendwie genau in der Schiene, welche die Hagetmauer immer eingeschlagen haben.
Brutal und ohne Gnade.

Wie will man da irgendwann und irgendwie wieder in Frieden mit dem Nachbaren Nafarroan  können/wollen oder müssen...

Ich frage mich auch, wie das enden soll. Auch wenn den Rebellen die Rückeroberung gelingt, wie wird es nach dem Krieg weitergehen? Wird das alles einfach wieder verdrängt und man versucht zum gewöhnlichen Leben zurückzukehren? Versucht man sich vielleicht sogar an Naffaroa zu rächen? Ist das Land nach dem Krieg so entstellt, dass es selbst an einer Armut und Not leidet, wie es im Nachbarland der Fall ist?

Zumindest für einen der Dreigestirne geht ein Traum in Erfüllung. Nämlich für Sinion denn Varlie gibt sich ihm hin. Aus was für einen Grund auch immer, halte ich an dieser Stelle des Romanes nicht so wichtig.

Denn ich denke, Tobias wird hier in Band 3 noch etwas dazu schreiben..gell?
Vielleicht gibt es ja in dieser Beziehung auch ein Bäumchenwechseldichspiel. Denn Okime scheint von Tautus durchaus angetan zu sein oder?

Interessant auch die Vorstellungen welche sich über die Königin Belanca in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben...schöne, böse Königin...keiner kennt sie...
Aber ich glaube, hier tuen die Hagetauer viel um ihr eigenes, schlechtes Gewissen zu beruhigen oder?

Von der Entwicklung der Beziehung zwischen Sinion und Varlie war ich beim Lesen auch sehr überrascht. Im Moment scheint Tautun damit gar kein so großes Problem zu haben; da hatte ich mit einer anderen Reaktion gerechnet. Aber wir werden wohl sehen müssen, wie sich das Ganze weiter vollziehen wird. In Band 3 könnte es da noch sehr interessant werden zwischen den Protagonisten.

Ich hoffe ja, dass wir vielleicht von der Königin nochmal etwas zu sehen bekommen, nachdem nun schon so oft über sie gesprochen wurde.


Denn ich denke, Tobias wird hier in Band 3 noch etwas dazu schreiben..gell?

Na klar wird das noch wichtig. Am Ende wird sich jedoch herausstellen, dass :plapper:


:verschwoerung:


Der Kampf in der großen Stadt wirkte auf mich wohl genauso irritierend wie auf die Hagetmauer. Es ist seltsam, aber es ist irgendwie merkwürdig zu lesen, wie sich die Situation verändert und sich die Handlung irgendwie "verschiebt". Unser kleines Hagetmau war lange der Schwerpunkt für uns Leser, das ganze erste Buch haben wir uns dort und mit den Bewohnern aufgehalten. Klein und vertraut. Jetzt war es schon (für mich) etwas  merkwürdig, dass mit der Befreiung anderer Dörfer fremde Personen mit ins Spiel kamen und eine "Bühne" für sich beanspruchten. Hier am Ende beim Sturm in die Stadt und der Verbindung mit den Einheimischen waren es dann so viele, dass die Hagetmauer fast unter ihnen verschwanden und das bisher vertraute "Lesegefühl" gleich mit. Alles ist nun größer, anonymer und "fremd". Wie wird es weitergehen? Wo bleiben unsere Hagetmauer, wenn die Rebellenheere immer größer werden? Gehen sie darin unter?


Ja, die Hagetmauer schienen regelrecht in der Masse unterzugehen. Stichwort Sinion, dem man die Säbelhelmbarte abnehmen möchte.

Nun ich denke auch im Punkte "Gottheit" verschiebt sich einiges. Denn der Apfelgott hat doch bei den Menschen irgendwie ausgedient oder?

Viel mehr nehmen die Menschen ihr Schicksal nun in die eigene Hand und bedienen sich gerne der mitunter schon recht unheimlichen Personengruppe der Semane oder?

Und so denke ich, wird als nächstes der Waldsemane seinen Einsatz in diesem Krieg bekommen....vielleicht wie bei "Herr der Ringe" ..die Bäume werden lebendig...

Ich weiß nicht, ob die Götter ausgedient haben...es wird sich ja doch noch recht regelmäßig auf Abelion berufen. Gibt es überhaupt mehrere Götter? Außer Abelion wurde da bisher ja auch noch kein Name erwähnt, oder? Sowohl auf akitanischer, als auch naffaroanischer Seite, die eher ihre Königin verehren.

Das mit den Bäumen könnte auf jeden Fall sein. Damit lassen sich bestimmt einige mächtige (und vielleicht wieder sehr grausame) Dinge anstellen. Wobei Bäume erstmal friedfertiger erscheinen, als der gierige, alles verzehrende Sumpf.

bei dem Waldsemanen fand ich vor allem die Beschreibung seines Aussehens sehr faszinierend, die etwas sehr Unheimliches, Mysteriöses an sich hatte. Bisher war wirklich jeder Semane, den wir kennengelernt haben auf seine eigene Art und Weise einzigartig. Und jeder noch rätselhafter als sein Vorgänger...

Das stimmt, die Semanen sind spannende und außergewöhnliche Charaktere und ich hoffe, wir treffen im nächsten Buch auf noch den ein oder anderen weiteren.  ;D

In Marmandeh dürften sich ja eigentlich einige aufhalten, oder? Mit dem großen Landesabschnitt, der nun schon wieder akitanisch ist, könnte es gut sein, dass sich nun mehrere von Ihnen zur Front gesellen.

Mit dem Tod vieler vertrauter Hagetmauer Charaktere hatte ich auch das Gefühl, als ob eine neue "Zeitrechnung" innerhalb der Revolution anbricht.

Ja, ich denke auch, dass sich nun einiges ändern könnte...

Generar Gwaums Schicksal wird durch Tautuns Hammer besiegelt, nachdem dieser erst Guyteron und dann Clarde nahezu beiläufig tötet. Ich mochte Gwaums Charakter seit seiner Einführung und hier findet er im Grunde schon ein nahezu heroisches Ende, als er noch einen guten Teil der akitanischen Rebellen ins Grab mitnimmt. Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, dass ich oftmals eher mit der naffaroanischen Seite sympathisiere...und hier war das tatsächlich auch der Fall.
Die Szene fand ich ja auch ganz stark in ihrer Ausstrahlung. Ein wirklich heroisches Bild, wie er da waffenschwingend aus dem Leben schied. Schade eigentlich, von ihm hätte ich auch  noch mehr lesen können. Ich bin zwar etwas erschrocken über die schnellen Tötungen, aber hatte andererseits auch gleich das Gefühl "geschieht ihnen recht, jetzt sind sie mal in der entgegengesetzten Situation und werden auch mal abgeschlachtet" Bei Clarde hatte ich sowieso auch erwartet, dass sie dieses Schicksal bald ereilt, so unvorsichtig wie sie sich immer ins Getümmel gestürzt hat.  ::)

Hier bin ich komplett bei auch: ich fand diese Szene ebenfalls sehr stark. Der Kampf zwischen Gwaum und Tautun war gewaltig und fulminant. Ich fand es ebenfalls schade, dass Gwaum nun die Bühne verlassen hat, aber die Gegner, auf die sie treffen, werden allmählich immer "stärker". Und ja, wie Heimfinderin dachte ich auch, dass es den Aufständischen eigentlich ganz recht geschieht, dass sie nun auch mal so starke Verluste hinnehmen müssen. Dennoch bin ich froh, dass es Varlie nicht erwischt hat.

Varlies Tod hätte mich vielleicht doch etwas mehr getroffen, wobei sie sich während der Revolution auch nicht unbedingt besonders sympathisch gemacht hat; wie Thorsten in einem der vorherigen Abschnitte schrieb, ist sie ein wenig in ihrer "Mitläufer"-Rolle gefangen.

Der Kampf am Ende war auf jeden Fall ein recht spannender und überraschender Abschluss für diesen zweiten Band.



« Letzte Änderung: 06. Juni 2017, 10:43:00 von Old Fisherman »

Offline Heimfinderin

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Varlies Tod hätte mich vielleicht doch etwas mehr getroffen, wobei sie sich während der Revolution auch nicht unbedingt besonders sympathisch gemacht hat; wie Thorsten in einem der vorherigen Abschnitte schrieb, ist sie ein wenig in ihrer "Mitläufer"-Rolle gefangen.
Ja, wirklich sympathisch und auch unschuldig ist sie nicht, trotzdem würde ich es bei ihr auch schwerer nehmen, als bei anderen. Vielleicht habe ich bei ihr am ehesten das Gefühl, dass sie das eigentlich nicht möchte, aber nicht davon loskommt, darin irgendwie "gefangen" ist. Ich würde ihr gerne, um bei meinem Drogenbeispiel zu bleiben, helfen und einen "Entzug" verordnen, sie wieder "clean" machen.

Wer mir hier am Ende des Buches immer noch am meisten nah ist, ist Nendlèce. Ihr Tod würde mich am meisten treffen, denn sie wirkt auf mich "unschuldig". Ihr graut vor dem Ganzen, sie will das alles nicht und ich habe bei ihr das Gefühl, sie flüchtet vor dem Grauen zu ihren Tieren, den Gryphen. Sie sind ihr Anker, die Flüge mit ihnen ihre "Flucht". Natürlich kommt das auch dem Krieg zugute, aber ich empfinde es so, als würde sie die Kämpfe dabei ausblenden und sich mit den Flügen und der Beschäftigung mit den Tieren einen "Schutzwall" aufbauen, um die grausamen Tötungen und die Angst und den ganzen Krieg auszublenden. Ich warte irgendwie auf den Zusammenbruch...
Liebe Grüße
Barbara

 

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