Autor Thema: 03 - Kapitel 25 bis 30 (Seite 137 bis 197)  (Gelesen 488 mal)

Offline starone

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Entschuldige, da habe ich beim Kopieren einen Fehler gemacht...

Vuilleth ist ein Sonderling, der in der Beziehung zu seinen Flüssen aufgeht; ich kann mir durchaus vorstellen, dass er sich nicht so leicht in eine Dorf-Gemeinschaft einfügt wie ein doch eher geselliger Mardein. Ich schätze auch in seinem Heimatdorf gab es da eine gewisse Distanz zwischen den Bürgern und ihm. Aber eine Motivation warum er sich gegen die Akitanier oder Hagetmauer stellen sollte, sehe ich da im Moment immer noch nicht.

Passt schon wie wir in Franken so schön sagen.

Aber irgendwas muss ihn doch zu diesem Schritt bewogen haben..keiner macht etwas grundlos, besonders wo Semane doch acht so wichtig sind für jedes Dorf....und der darf einfach gehen...

Offline Tobias O. Meißner

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Ich würde es so formulieren: In Vuilleths eigenem Dorf tut sich ja momentan nichts mehr, es ist befreit und damit hat sich's. Die große Entscheidungsschlacht, die das Schicksal ALLER Dörfer bestimmt, bahnt sich jetzt in Hagetmau an. Also wenn Vuilleth sich einbringen will - auch im Sinne seines eigenen Dorfes - MUSS er nach Hagetmau gehen, da gibt es gar keine Alternative, ob er will oder nicht, ob man ihn nun gerne ziehen lässt oder nicht...
 
:stillgestanden:: Tobias



Offline odenwaldcollies

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Hier könnte man natürlich auch wieder überlegen ob nicht doch Abelion sich irgendwie beteiligt. Aber warum hat er dann Mardein seine Kräfte entzogen und ihn sterben lassen?

Teilweise könnte man wirklich den Eindruck bekommen, dass die "Mission" der Akitanier unter göttlichem Schutz steht, so glatt, wie es teilweise bei ihnen läuft.

Insgesamt gehe ich aber davon aus, dass die Revolution zumindest diesen Band noch recht unversehrt überstehen wird. Und die "Falle" von Vuilleth könnte da der entscheidende Vorteil werden...

Dazu tendiere ich ebenfalls, es muss ja schließlich im dritten Band  auch noch was geschehen  ;D

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Bei Vuilleth hatte ich ein wenig den Eindruck, dass es ihn, neben den von Tobias' genannten Gründen, auch wenig gejuckt hätte, ob die Dorfbewohner Einspruch gegen seinen Weggang eingelegt hätten oder nicht, er scheint mir doch teilweise recht selbständig zu agieren. Gut, wenn die Dorfbewohner sich völlig dagegen gesperrt hätten, aber sie waren nach ihrer Befreiung in einer Schuld gegenüber Hagetmau und konnten diese mit Vuilleth abzahlen.

Was Varlie und Sinion bzw. Tautun angeht: falls sich tatsächlich etwas zwischen Varlie und Sinion entwickeln sollten, nach dem es bisher gar nicht aussieht, dann ist Tautun in dem Moment hoffentlich ganz weit weg  ;D
Liebe Grüße
Karin

Offline Heimfinderin

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Vielleicht waren die Dorfbewohner auch insgeheim etwas erleichtert, Vuilleth mal vorübergehend los zu sein. Er ist so erschreckend schräg, dass man sich auch vor ihm gruseln kann.  ;D
Liebe Grüße
Barbara

Offline odenwaldcollies

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Vielleicht waren die Dorfbewohner auch insgeheim etwas erleichtert, Vuilleth mal vorübergehend los zu sein. Er ist so erschreckend schräg, dass man sich auch vor ihm gruseln kann.  ;D

Wer weiß  :totlach:
Liebe Grüße
Karin

Offline Tobias O. Meißner

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Er hat ihnen jeden Tag aufs Neue klar zu machen versucht, dass das Wasser, das sie soeben getrunken haben, mit ihm SPRICHT ...

  :o :vogelzeigen:: Tobias

Offline starone

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Er hat ihnen jeden Tag aufs Neue klar zu machen versucht, dass das Wasser, das sie soeben getrunken haben, mit ihm SPRICHT ...

  :o :vogelzeigen:: Tobias

O.K. also eher eine Irrer....im weitläufigem Sinn. Gut das die Hagetauer diese Aussage nicht kennen

Offline Thorsten Nalazek

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Tatsächlich gibt es nun erste Unstimmigkeiten unter den Byrghern. Während die meisten für die Fortführung des Befreiungskampfes sind, fordern einige, eher in Verhandlungen zu treten und sich mit den Besatzern zu arrangieren. Baresins flammende Worte für die Fortsetzung des Kampfes reißen aber schließlich auch die Skeptiker mit. Da wirkt Rauthnes bedachte Ansprache für das Innehalten und sich bewusst Werdens, was man da eigentlich tut, wie sehr man sich in den Gemetzeln zu entmenschlichen und dem eigenen friedliebenden, dörflichen Wesen zu entfernen droht, auf die Zuhörer nur noch wie ein dumpfer Ruf aus einer längst vergessenen, untergegangenen Vergangenheit.  :belehren:

Immerhin trotzt sie Baresin das öffentliche Versprechen ab, abziehende Nafarroaner nicht angreifen zu lassen, um nach diesem geschickten Schachzug die Byrgherwürde direkt an ihn abzutreten. Ich kann nicht verhehlen, dass mir diese Überrumpelung gut gefallen hat, Baresin scheint mir sehr auf der Kippe zum Duktus eines Feldherren befindlich. Wobei fragwürdig bleibt, ob er sich an sein Versprechen wirklich halten wird.  ::)

Doch kaum hat er diesen Frontabschnitt nach dem ganzen Gezerre mit Rauthne endlich in seinem Sinne erfolgreich abgewickelt, droht in seinem Rücken neues Ungemach, denn Sinion, den ich ja schon zuvor als auf einer Augenhöhe mit Baresin befindlich gesehen habe, wird sich immer mehr seiner machtvollen Position bewusst, und es behagt ihm gar nicht, dass all den Ruhm und das Ansehen Baresin einheimst.  :spielen: Bahnt sich da ein hagetmauischer Caesar-Brutus-Konflikt an...?  :haue:

Mit neuer Macht ausgestattet beginnt Baresin jedenfalls erst einmal das Aufrechnen der Heeresstärken, und ich sehe Tobias fast vor mir, wie er beim Schreiben des Manuskriptes dabei mit feuereifrig glühenden Wangen, eingerahmt von Notizzetteln mit Regimenterstärken, Dorfbesatzungen und Ausrüstungslisten, die jeweiligen Kräfteverhältnisse ausbaldovert hat.  ;) :geil: Gar nicht so einfach, da noch den Überblick zu behalten, und ich hoffe stark, dass Baresin und seine Anhänger dies auf Dauer hinbekommen und sich nicht an entscheidender Stelle verkalkulieren...  :nachdenk:

Lustig fand ich die Sequenz, in der der Wassersemane Vuilleth den beiden Jung-Napoleons Baresin und Sinion in seiner kauzig nonchalanten Art eine Lektion in punkto Kriegstaktik gegen ein überlegenes Heer erteilt.:totlach::daumen: Ich hatte regelrecht vor Augen, wie die beiden Zentimeter um Zentimeter zusammenschrumpfen, als sie ihre eigenen Heeresführer-Grenzen aufgezeigt bekommen.  :stillgestanden: Mit den magischen Möglichkeiten des Semanen ganze Regimenter des Feindes im Zeitaltersee zu versenken, eröffnet völlig neue Schlachtenhorizonte. Doch Baresin plagt noch das Misstrauen gegenüber Vuilleth. Als Byrgher lastet die gegen Rauthne hart erstrittene Verantwortung für sein Dorf schwer auf ihm, so dass er überall Heimtücke und Verrat wittert.  :verschwoerung: Doch der Kriegsrat überstimmt seine Bedenken, und so werden die Truppen aufgeteilt und ziehen auf ihren Wagen in die nächste Stufe der Konfrontation, die in ihren gestiegenen Dimensionen nun noch unkalkulierbarer und damit gefährlicher für die aufbrandende Hagetmauer Revolution werden kann.  :angst:

Mit nervösem Herzklopfen auf den Wagen mitholpernd:
Thorsten

Offline Tobias O. Meißner

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und ich sehe Tobias fast vor mir, wie er beim Schreiben des Manuskriptes dabei mit feuereifrig glühenden Wangen, eingerahmt von Notizzetteln mit Regimenterstärken, Dorfbesatzungen und Ausrüstungslisten, die jeweiligen Kräfteverhältnisse ausbaldovert hat.  ;) :geil:

Genau so war's.  :D
Interessant dabei ist, dass ich als Autor unter einem ähnlichen Druck stehe wie Baresin, mich nur ja nicht zu verrechnen. Bei mir geht es zwar nicht um echte Menschenleben, aber die Leser steigen mir aufs Dach, wenn etwas keinen Sinn ergibt ...
 
 :explodier: : Tobias



 

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