Autor Thema: 02 - Kapitel 12 bis 24 (Seite 68 bis 136)  (Gelesen 641 mal)

Offline odenwaldcollies

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O.K. das habe ich da wirklich etwas verdrängt, aber ich persönlich habe diese Aussage da nicht so ernst genommen...und denn ich denke einmal Byrgherin  immer Byrgherin auch wenn ihr äußeres Zeichen/Würde mit der Robe/Mantel verbrannt ist..

Das ist es auch im Endeffekt, was sie von ihrem Selbstmord abhält, da die Pflicht ruft, als die anderen Byrghern eintreffen.
Liebe Grüße
Karin

Offline starone

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O.K. das habe ich da wirklich etwas verdrängt, aber ich persönlich habe diese Aussage da nicht so ernst genommen...und denn ich denke einmal Byrgherin  immer Byrgherin auch wenn ihr äußeres Zeichen/Würde mit der Robe/Mantel verbrannt ist..

Das ist es auch im Endeffekt, was sie von ihrem Selbstmord abhält, da die Pflicht ruft, als die anderen Byrghern eintreffen.

Ja, denn aus dieser Rolle kommt sie einfach nicht mehr raus...

Offline Tobias O. Meißner

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Zur Kartenfrage: ich habe mich bewusst gegen eine Karte entschieden, weil diese zu sehr verraten würde, welchen "Umfang" die Revolution hat. (Sind nur die umliegenden Dörfer drauf, weiß man, dass die Befreiung sich auf diese beschränkt. Sind aber noch viel mehr Dörfer drauf, weiß man jetzt schon, dass die alle noch vorkommen werden...)

Zu Rauthnes Lebensmüdigkeit: Man darf nicht unterschätzen, wie sehr sie ihren langjährigen Lebensvertrauten Mardein vermisst. Darüberhinaus agiert ihr eigener Sohn nun auch noch gegen sie und über sie hinaus. Das ganze Dorf scheint auf Baresins Kurs einzuschwenken. Sie muss sich einfach sehr einsam fühlen, ungeachtet ihrer nichtsdestotrotz wichtigen Rolle in der Gemeinschaft...

 :blume:: Tobias


Offline Heimfinderin

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Zur Kartenfrage: ich habe mich bewusst gegen eine Karte entschieden, weil diese zu sehr verraten würde, welchen "Umfang" die Revolution hat.

Stimmt, das wäre echt verräterisch.  ;D

Zu Rauthnes Lebensmüdigkeit: Man darf nicht unterschätzen, wie sehr sie ihren langjährigen Lebensvertrauten Mardein vermisst.

Das ist war. Alleine das ist schon schlimm genug und kann einen aus der Bahn werfen.
Liebe Grüße
Barbara

Offline odenwaldcollies

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Ja, stimmt, Mardeins Verlust nimmt Rauthne sehr mit.
Liebe Grüße
Karin

Offline starone

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Ja, stimmt, Mardeins Verlust nimmt Rauthne sehr mit.

Zumal sie sich ja auch zwischenmenschlich näher gekommen ist, wie mir scheint  und beide in ihrer Art vom alten Schlag sind.....

Offline starone

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Etwas schade finde ich in dieser Beziehung das alte Menschen in diesem Roman bzw. auch in dieser Gemeinschaft irgendwann  nichts mehr wert und somit ihre Erfahrung auch nicht mehr wertgeschätzt wird so kommt es mir zumindest oder?

Offline Tobias O. Meißner

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Rauthne ist 70, Mardein war 66 - also die beiden wichtigsten/mächtigsten Leute im Dorf in einem Alter, in dem man in unserer Gesellschaft schon in Rente ist oder geht.
Bei Mardein kann man davon ausgehen, dass er bis zu seinem natürlichen Ableben der Semane geblieben wäre (es sei denn, er wäre vorher schwer erkrankt), bei Rauthne ist es halt so, dass sie einen Sohn hat, und auf diesen die Byrgherwürde übergehen könnte, weshalb man von ihr irgendwann eine "Abdankung" zu seinen Gunsten erwartete. Aber ähnlich wie bei der Queen und Prince Charles kann das laaaaaaaaaaaaaange dauern...  ;D

 :belehren:: Tobias

Offline Heimfinderin

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Jüngere Generationen legen ja öfter mal nicht so viel Wert auf das Wissen der Älteren, weil sie glauben, sie wissen mehr. Wenn ich daran denke, wie oft ich vor Jahren bei Diskussionen mit meiner pubertierenden Tochter " ... ja keine Ahnung" hatte...  ::) ;D
Liebe Grüße
Barbara

Offline starone

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Jüngere Generationen legen ja öfter mal nicht so viel Wert auf das Wissen der Älteren, weil sie glauben, sie wissen mehr. Wenn ich daran denke, wie oft ich vor Jahren bei Diskussionen mit meiner pubertierenden Tochter " ... ja keine Ahnung" hatte...  ::) ;D

Klar, dass stimmt schon....aber hier ist es die Dorfgemeinschaft und somit eine feste und für alle wichtige Größe...denn ich denke mir, nur in der Gemeinschaft kann man in dieser Zeit starkt sein und bleiben.

Offline Old Fisherman

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So, ich habe mir hier schon ein paar Sachen durchgelesen, aber erst mal meine eigenen grundlegenden Eindrücke.

Mittlerweile gehe ich eigentlich nicht mehr davon aus, dass irgendetwas die Dörfler von naffaroanischer Seite aufhalten kann, dafür läuft es einfach zu glatt. Selbst nach ihrer schwierigsten Schlacht nehmen die Akitanier nur einen Verlust in Kauf und das bei einer Person die nicht einmal aus Hagetmau stammt. Der neue Mann, den Gwaum zu ihnen gesandt hat wird daran denke ich nichts ändern können. Bereits in seinem Einführungspost, in dem beschrieben wird, dass er noch einen Tag wartet, weil das ohnehin nicht viel ändern wird, dachte ich mir, dass der es nicht so weit bringen wird. Die Akitanier werden vermutlich wieder in irgendeiner Form unterschätzt werden. Aber mal sehen. Ich lasse mich natürlich gerne überraschen.

Dazu muss ich an der Stelle mal sagen...ich hatte das Gefühl ja schon in Band 1 und hier im ersten Abschnitt, aber mit der Zeit verstärkt sich das wieder...das ich persönlich nicht unbedingt mit der akitanischen Seite mitfiebern kann und einen guten Teil der Zeit tatsächlich eher den Naffaroanern den Erfolg wünsche. Damit möchte ich auch gar nicht sagen, dass es falsch ist gegen die Besatzer vorzugehen, wie es hier getan wird. Dass das ein schwieriges Thema ist haben wir ja schon im ersten Buch festgestellt. Aber ich kann mich auch überhaupt nicht mit den Hauptfiguren abseits der eher konservativen Seite (Rauthne, Nendlèce) identifizieren kann. Sinion finde ich persönlich ganz interessant zu verfolgen und auch Tautun und Varlie haben hin und wieder Passagen, die spannend zu verfolgen sind, aber allgemein herrscht da zwischen den Figuren und mir eine gewisse Dissonanz.

In Vuilleth kann ich mich übrigens auch nicht hineinversetzen, zu ihm konnte ich aber trotzdem recht schnell Sympathie herstellen. Bisher ein sehr cooler Charakter, von dem ich schon nach ein paar wenigen Schilderungen ziemlich begeistert war^^

Offline odenwaldcollies

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Vuilleth könnte wirklich ein interessanter Charakter werden. Identifizieren kann ich mich mit den Hagetmauern auch nicht, eher dass mich ihre Entwicklung bzw. Gedanken usw. interessieren. Ich glaube, ich könnte am ehesten auf Tautun verzichten, er ist mir einfach zu brachial.
Liebe Grüße
Karin

Offline Heimfinderin

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Ja, man beobachtet die Hagetmauer  mit ungläubigem Entsetzen. Sympathisch werden sie einem dabei  nicht gerade, aber  sehr interessant und spannend ist es, von ihnen zu lesen. Ich fiebere momentan irgendwie mit Nendlèce mit, obwohl sie nicht oft vorkommt. Sie ist mir irgendwie noch nah und ich hoffe, sie kommt heil aus dem Schlamassel raus.
Liebe Grüße
Barbara

Offline odenwaldcollies

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Ich fiebere momentan irgendwie mit Nendlèce mit, obwohl sie nicht oft vorkommt. Sie ist mir irgendwie noch nah und ich hoffe, sie kommt heil aus dem Schlamassel raus.

Das wünsche ich ihr auch am meisten.
Liebe Grüße
Karin

Offline Thorsten Nalazek

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Die Hagetmauer haben die erste Linie an Dörfern um sie herum zurückerobert. Interessant, dass es darunter sogar ein "Überläufer"-Dorf gibt, dass sich den Nafarroanern zugehörig fühlt. Ein Stachel im akitanischen Fleisch. Ob und wie viel weitere akitanische Gebiete mag es geben, die sich eher besser unter Nafarroas Fittichen aufgehoben fühlen? Die gar nicht "befreit" werden wollen? Das könnte eine gefährliche zusätzliche Front werden.  :stillgestanden:

In Hagetmau selbst spitzt sich der Konflikt zwischen Baresin und seiner Mutter um das Amt des Byrgers zu. Hier tut sich wiederum eine innere Frontlinie auf, ein Zweikampf der Generationen und politischen Philosophien. Rauthne, die das Schlachtengetöse abschreckt und für sinnlos erachtet, seelisch geschwächt durch Mardeins Tod dem Selbstmord nahe, und Baresin, der genau das Gegenteil predigt. Ich bin mir bei ihm jedoch nicht sicher, ob sein vehementes Streben nach dem höchsten Amt des Dorfes in Verantwortungsgefühl gegenüber Hagetmau oder bohrender Geltungssucht begründet ist. Vielleicht auch nur, weil ihm der Schatten seiner Mutter zu groß erscheint und ihn darin unsicher umherstolpern lässt. Noch reicht sein reifendes Selbstbewusstsein nicht aus, seine Mutter einfach kurzerhand mit Gewalt abzusetzen.  :kommmalherfreundchen:

Auch mich begeistert im Übrigen der Flusssemane Vuilleth, der sich "im Wasser wie Salz aufzulösen scheint" und sich mit Flüssen "unterhält". Noch erscheint er eher als freakige Randfigur, aber ich gehe davon aus, dass sich das noch deutlich ändern wird. Welche Verteidigungs- oder auch Angriffsmöglichkeiten werden seine Kräfte der Hagetmauer Befreiungsfront liefern?  :kochen:

Sinions Trupp ist nun auch von akitanischen Soldaten verstärkt, und ich bin sehr gespannt, ob und wie diese mit Zivilist Sinions Führungsanspruch umgehen werden, das könnte auf längere Sicht erhebliches Konfliktpotential in sich bergen. Schon im Kampf um Baigts kommt es ja zu Unstimmigkeiten in diesem Punkt, die beinahe ins Verderben führen.  >:(

Am Ende treffen die Oberen der befreiten Dörfer in Hagetmau zusammen und begießen ihren Siegestaumel. Es hat schon etwas Gruseliges, diese ausgelassene Euphorie der Dörfler zu sehen, wenn man weiß, dass sich nur wenige Schritte vom Dorf entfernt ein Massengrab mit getöteten Nafarroanern befindet, angelegt vom einstmals so unschuldigen, Abelion-lammfrommen Hagetmau.  :o

Und es stellt sich die Frage, werden sich die Dorfoberen alle untereinander verständigen können über das weitere Vorgehen? Oder werden wie in der Realität persönliche Eitelkeiten und divergierende Machtinteressen zu heillosen Verstrickungen und inhaltsleeren Kompromissen oder gar zu hinterrücks insistierten Ränkespielen führen?  :angst:

Dem siegestrunkenen Hagetmauer Braten noch nicht recht trauend:  :tststs:
Thorsten
« Letzte Änderung: 27. Mai 2017, 10:40:19 von Thorsten Nalazek »

 

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