Autor Thema: Allgemeine Fragen an Nina Blazon  (Gelesen 137 mal)

Offline gagamaus

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Hier ist Platz für Fragen an Nina, die nicht direkt etwas mit ihrem aktuellen Roman "Fayra - Das Herz der Phönixtochter" zu tun haben.

Mehr über Nina und ihre Bücher findet Ihr übrigens hier:
http://www.ninablazon.de/
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2017, 07:45:27 von Dani »
:lesen:
Der Tanz unseres Lebens - Noa C. Walker

Offline anschu74

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Hallo Nina :)

Mich interessiert mal ob es wirklich Firmen gibt die Häuser abbauen und dann irgendwo anders hintransportieren?

Liebe Grüße Tabea ;)
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline Avila

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Wenn ich mal so frei sein darf, antworte ich mal mit meinem beruflichen Wissen - aber Nina soll bitte gerne ergänzen:
Ich habe das vorher auch noch nicht für den privaten Gebrauch gehört, aber alle Häuser in Freilichtmuseen sind ebenso transloziert (also abgebaut und genauso wieder aufgebaut), wie Nina das in ihrem Buch beschreibt. In vielen Freilichtmuseen sind abgebaute Häuser sogar eingelagert und warten (teilweise vergeblich) auf einen Wiederaufbau. Wie das aussieht, kann man in diesem Artikel sehen. Da wäre ein Aufbau für private Leute wohl sinnvoller. ;)
Es gibt auch eine kleine Doku darüber vom SWR, die in einer halben Stunde erklärt, wie sowas funktioniert: Die Haus Retter


Offline NinaB

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Vielen lieben Dank, Avila!  :daumen:

Ja, über solche Firmen hatte ich mich vor dem Schreiben des Romans informiert. Eine Firma aus Baden-Württemberg ist sogar darauf spezialisiert, historische europäische Bauten wie solche alten Herrenhäuser nach Amerika oder auch nach Japan zu versetzen. Manch ein Millionär leistet sich dort wohl gerne sein eigenes kleines "Original-Schlösschen". Auf meine Frage, ob die Hausgespenster dann auch mitreisen, habe ich allerdings keine eindeutige Antwort bekommen. ;)

Liebe Grüße
Nina

Offline Avila

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Liebe Nina,

wie bist du auf das Setting gekommen? Hattest du mal ein Haus oder einen Park gesehen, der dich inspiriert hat oder war das einfach in deinem Kopf?

Offline NinaB

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Hallo Avila!

Hm, wenn ich mir den Zeitpunkt des Posts anschaue, habe ich den vagen Verdacht, dass Rhea in dieser Runde nicht die einzige Nachteule ist. ;)

Das Vorbild für das Leo Mansion: Ein ganz spezielles gab es da nicht, ich finde einfach die typischen viktorianischen Anwesen in England schön. Und sicher spielen auch die „Haunted House“-Filme mit hinein, die ich schon als Jugendliche sehr geliebt habe. Kennt ihr den Film „The Others“? Diese geheimnisvolle Atmosphäre und die leeren Hallen und Zimmer dort sind, finde ich, die Co-Stars des Films. „Das Gespenst von Canterville“, das ich als Jugendliche gelesen habe, hallt sicher auch noch ein wenig nach. So vermischen sich wohl viele unterschiedliche Erinnerungen und Eindrücke im Leo Mansion.

Das Vorbild für den Mansion-Park war da schon viel konkreter: der Park des Schlosses Mirabell in Salzburg. Dort war ich im Herbst auf einer Lesereise und bin durch den Garten geschlendert. Natürlich ist er sehr gepflegt und zivilisiert, aber die alte Steinmauer ist mit Efeu überwuchert und dahinter scheint es ziemlich wild zu wachsen. Es gibt steinerne Löwen als Wächter, Einhörner an der Treppe und auch ein geflügeltes Pferd in einem Seerosenbecken. Auf meiner Homepage finden sich dazu ein paar Fotos: http://www.ninablazon.de/index.php?thema=100&seite=129

Liebe Grüße!  :winken:
Nina

Offline Avila

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Hm, wenn ich mir den Zeitpunkt des Posts anschaue, habe ich den vagen Verdacht, dass Rhea in dieser Runde nicht die einzige Nachteule ist. ;)

Oh ja, mein Tages- und Nachtrythmus ist gerade ziemlich durcheinander... Das ist der Fluch der Freiberufler.  :D

Danke für die tollen Fotos - die geben den Gruseleffekt des Buches richtig toll wieder!

Offline NinaB

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Hallo liebe Leserunde!  :winken:

Ich lese sehr aufmerksam und interessiert eure Beiträge mit. Und auch wenn es jetzt gerade keine konkreten Fragen an mich gibt, möchte ich mich dennoch einfach mal kurz zu einigen der angesprochenen Themen zu Wort melden.

Erst einmal: Ich bin sehr begeistert davon, wie genau und reflektiert ihr lest!  :-* Das ist schön zu erleben und sehr spannend für mich!

Und es wurde ja mehrfach angesprochen, dass das Buch für Zehnjährige vielleicht noch etwas zu komplex sein könnte, auf jeden Fall aber ein wirklich dicker Wälzer. Das war auch während der Vorbereitung der Leserunde ein Thema, das ich im Kopf bewegt hatte. Ich hatte überlegt, ob ich es ansprechen soll, dass es für unsere jüngste  Leserin in der Runde vielleicht stellenweise etwas „viel“ sein könnte. Denn es stimmt, dass sich diese Altersangabe nicht ganz festtackern lässt. Es gibt eben diese Kategorien, die es den Buchhändlern leichter machen, eine ganz grobe Einteilung vorzunehmen. Der Graben zieht sich in der Fantasy zwischen „ab 10“ und „ab 14“, die feinere Abstufung „ab 12“ gab es früher auch noch, heute fällt die meistens weg. Dass diese Grob-Einteilung nicht immer das genaue „Lesealter“ des einzelnen Lesers trifft, ist natürlich so, ja.
Und im Grunde sind Bücher „ab 10“ nicht nur, aber AUCH für die Gruppe „ab 12“ gedacht. Die Hauptfiguren sind ja meistens auch nicht exakt zehn Jahre alt, Fee ist ja schon fast 13 und einige der Figuren noch älter.

Vielleicht kann man „ab 10“ eher als „Leser über 10 und unter 14“ lesen. So differenziert wird das natürlich nicht auf das Buch gedruckt.  ;) Und, wie gesagt, es ist eine ungefähre Angabe, ich habe in der Spanne aber wirklich schon ganz unterschiedliche Leser erlebt.

Bei Schullesungen staune ich oft, wie unterschiedlich die Kinder schon in den fünften und sechsten Klassen wirken können. Manche sind völlig gebannt von den Kinderbüchern, manchen sind meine Bücher „ab 10“ aber schon zu kindlich. Ich habe manches Mal auch schon gestaunt, als mir Elfjährige mailten, die Fragen für eine Buchvorstellung hatten. Und das Buch war dann einer meiner historischen Krimis (offiziell ab 14, ich hätte die Lesealtergruppe eher ab 15 oder 16 angesetzt). Huch! Also diese Sonderfälle gibt es auch.

In diesem Kontext: Ja, Fayra ist sicher kein klassisches, auf zehn Jahre abgegrenztes Kinderbuch. Trotzdem finde ich es ganz gut, dass die „untere Altersempfehlung“ draufsteht und nicht „ab 14“.

Aus Autorensicht kann ich sagen, dass ich ein Buch, das in die Kinderbuch-Altersspanne fällt, ganz anders schreibe als ein Buch ab 14. Sowohl von den Themen als auch von der Personenzeichnung und der mitschwingenden Botschaft. Liebesgeschichten stehen nicht im Vordergrund, schon gar nicht verlieben sich zwölfjährige Figuren. Auch nicht in Andeutungen, ich finde, das muss nicht auch noch als Thema „reingezwungen“ werden. Wenn ich solche Geschichten lese, die wohl auch noch die 13- und 14-jährigen Leser „abholen“ sollen, dann finde ich persönlich das immer ziemlich künstlich und schlichtweg zuviel.

Freundschaft und Familie dagegen sind Themen, die ich in diesem Alter als stimmig empfinde. Auch das Verhältnis zu den eigenen Eltern, die von der Hauptfigur zum ersten Mal auch als Menschen mit eigener Geschichte und Vergangenheit wahrgenommen werden. Und natürlich geht es im Kinderbuch nicht explizit blutig oder sonstwie ungefiltert gewaltvoll zu, was in der Fantasy ab 14 natürlich schon etwas anders aufgestellt sein kann.

Und der stellenweise etwas komplexere Plot – ja, da kann ich wohl nicht ganz aus meiner Haut.  ;) Umso mehr freue ich mich natürlich, dass unsere jungen Leser trotzdem dabei sind!

Liebe Grüße!  :winken:
Nina
« Letzte Änderung: 21. November 2017, 10:18:36 von NinaB »

Offline TippendeTastatur

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Liebe Nina,

ich verstehe Deine Ausführungen bzgl. der Altersangaben und kann das sehr gut nachvollziehen. Dennoch ist meine Tochter (noch 9 ) leider doch überfordert und versteht die Andeutungen und Zusammenhänge so noch nicht ganz. Ich denke, ich werde es jetzt alleine fertiglesen und ihr dann erzählen, wie es ausgeht. Sicherlich werden wir das Buch dann wieder aus dem Regal nehmen, wenn sie etwas älter ist. Denn von Fee und Nelly war sie sehr begeistert.  ;) 

LG :winken:
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline anschu74

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Liebe Nina,

danke für die ausführliche Darstellung zum Zustandekommen der Altersempfehlung.
Tabea kommt mit dem Buch ganz gut zurecht. Sie findet es spannend. Allerdings tut sie sich mit dem Lesen ab und zu etwas schwer. (Was sicher auch ein wenig daran liegt, dass Tabea nicht so die Leseratte ist.  ;D) Dadurch, dass es doch ziemlich komplex ist dauert es bei ihr mit dem Lesen auch entsprechend länger. Zur Zeit ist Tabea etwas hinter der Gruppe hinterher. Das macht sie auch ein bisschen traurig. Sie möchte das Buch aber auf jeden Fall zu Ende lesen! :lesen: Nur dauert es wohl etwas länger, als bei den Anderen.
Liebe Grüße
Andrea

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Offline TippendeTastatur

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Liebe Nina,

danke für die ausführliche Darstellung zum Zustandekommen der Altersempfehlung.
Tabea kommt mit dem Buch ganz gut zurecht. Sie findet es spannend. Allerdings tut sie sich mit dem Lesen ab und zu etwas schwer. (Was sicher auch ein wenig daran liegt, dass Tabea nicht so die Leseratte ist.  ;D) Dadurch, dass es doch ziemlich komplex ist dauert es bei ihr mit dem Lesen auch entsprechend länger. Zur Zeit ist Tabea etwas hinter der Gruppe hinterher. Das macht sie auch ein bisschen traurig. Sie möchte das Buch aber auf jeden Fall zu Ende lesen! :lesen: Nur dauert es wohl etwas länger, als bei den Anderen.

Macht euch keine Sorgen....wir trudeln auch hinterher!  ;D
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Offline Avila

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Tabea soll sich keine Sorgen machen - ich bin mir sicher, dass ihre Beiträge trotzdem noch gelesen werden.  :bussi:

Altersangaben sind immer schwierig. Ich mein, ich bin jetzt 28 Jahre und darf seit zehn Jahren jeden Film schauen. Trotzdem kriege ich bei Horrorfilmen immer Panik und Herzrasen und denke, ich stehe kurz vor einem Herzinfakt. Solche Filme schaue ich schlichtweg nicht mehr - andere Leute können damit aber super umgehen. Also von daher ist es auch immer Typsache!

Mir hat hier übrigens gerade der Schwerpunkt auf Familie und Freunde gefallen. Oftmals finde ich Liebesgeschichten in solchen Büchern dann auch zu viel, weil es immer angesprochen wird und es doch so viele schöne andere Themen gibt!

Offline NinaB

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Liebe Nina,

ich verstehe Deine Ausführungen bzgl. der Altersangaben und kann das sehr gut nachvollziehen. Dennoch ist meine Tochter (noch 9 ) leider doch überfordert und versteht die Andeutungen und Zusammenhänge so noch nicht ganz. Ich denke, ich werde es jetzt alleine fertiglesen und ihr dann erzählen, wie es ausgeht. Sicherlich werden wir das Buch dann wieder aus dem Regal nehmen, wenn sie etwas älter ist. Denn von Fee und Nelly war sie sehr begeistert.  ;) 

LG :winken:


Liebe Tippende Tastatur,

oh, das tut mir leid, ich hoffe, Deine Tochter ist jetzt nicht allzu enttäuscht, dass das Buch im Ganzen noch nicht das Richtige für sie war. Dass "ab 10" eine etwas weiter gefasste Einschätzung ist, hätte ich vielleicht doch am Anfang gleich vorab kommunizieren sollen. Auf jeden Fall freue ich mich sehr, dass sie sich an die Leserunde gewagt hat! :klatschen: Und wie schön, dass Fee und Nelly ihr gefallen haben!

Liebe Grüße an euch beide!  :winken:
Nina

Offline NinaB

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Liebe Nina,

danke für die ausführliche Darstellung zum Zustandekommen der Altersempfehlung.
Tabea kommt mit dem Buch ganz gut zurecht. Sie findet es spannend. Allerdings tut sie sich mit dem Lesen ab und zu etwas schwer. (Was sicher auch ein wenig daran liegt, dass Tabea nicht so die Leseratte ist.  ;D) Dadurch, dass es doch ziemlich komplex ist dauert es bei ihr mit dem Lesen auch entsprechend länger. Zur Zeit ist Tabea etwas hinter der Gruppe hinterher. Das macht sie auch ein bisschen traurig. Sie möchte das Buch aber auf jeden Fall zu Ende lesen! :lesen: Nur dauert es wohl etwas länger, als bei den Anderen.

Nur keine Eile! Ich bleibe dabei, bis der letzte Leser durch ist - und das Lesetempo bestimmt jeder so, wie es für ihn passt.  :)

Ich freue mich sehr, dass Tabea dabei ist!  8)

Liebe Grüße (und gute Besserung an die vom Herbstinfekt Gebeutelten!)
Nina

 

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