Autor Thema: 06 - Seite 418 bis Ende (ab Kapitel 31)  (Gelesen 342 mal)

Offline Bernd Perplies

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Bernds Bücher haben jetzt ein eigenes Regalbrett. Dabei ist mir aufgefallen, dass mir noch zwei Bücher fehlen :-D
Ich fühle mich geehrt. Aber nur zwei? Das kann ich mir ja fast nicht vorstellen. Dann hättest du ja 25 Bücher von mir! Das wäre der schiere Wahnsinn! (Im positiven Sinne.)

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Bei Garganthuans Hort habe ich mich gefragt, wie die ganzen Schiffe dorthin gekommen sind? Hat Garganthuan sie etwa in seine Höhle geschleppt?
Er ist halt doch nur ein Drache und Drachen sind von Natur aus Sammler - zumindest die größeren, älteren.  ;) Abgesehen davon ist es die schlichte Umkehrung der Trophäensammlung, die Drachenjäger mitunter in ihren Häusern horten. Ich habe nie behauptet, dass Garganthuan ein netter Kerl ist, auch wenn Lian darüber am Ende nachdenkt, dass er "der Gute" in der Geschichte sein könnte.

Offline Lunas Leseecke

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Dass Garganthuan sterben musste, tat mir regelrecht weh. Klar, er wurde als Monster beschrieben, dieser Schiffsfriedhof in seiner Höhle war auch wirklich unheimlich und sicher mehr, als ein normales Tier so tun würde, aber letztlich hat er sich doch nur gewehrt? Es hätte ja niemand die Drachenjäger gezwungen, immer weiter aufs Wolkenmeer zu fahren. Garganthuan hat von sich aus wohl nie die Nähe der Menschen gesucht, um sie unprovoziert anzugreifen...

Mir tat es auch Leid. Im Prolog wird ja auch gesagt, dass sie in Gebiete vordringen, die als so gefährlich gelten, dass sich normalerweise niemand dorthin vorwagt. Denn irgendwo müssen die großen Drachen ja zu Hause sein. Und auch das Recht haben, es gegen Eindringlinge zu verteidigen. Ich hätte mir auch gewünscht, dass er vielleicht doch mit dem Leben davon kommt.

Dass Corantha sterben musste, fand ich schade. Sie war mit die coolste Figur, auch wenn sie etwas kampfbesessen war. Aber in der Szene, als sie den meuternden Drak die Klinge an den Hals setzt, fand ich sie einfach nur toll!
Smett gehört natürlich auch mit zu den besten Figuren. Als er den (Ach, ich weiß nicht mehr, wer es war...) niedergeschlagen hat, war ich richtig überrascht. Ich hatte ihn mir immer wie eben einen alten, brummigen Schiffskoch vorgestellt, aber anscheinend hatte ich mich getäuscht... :D

Ich mochte sie auch sehr gerne, hätte aber auch gern noch mehr über sie erfahren. Zum Beispiel, ob die Ajax aufgezogen hat, oder als erwachsenen Drachen gezähmt hat. Ob es vielleicht sogar dort üblich ist, wo sie her kommt. Und dort auch vielleicht andere solche Tätowierungen tragen, wie sie. Denn ihr Kampfstil war ja schon sehr auf Ajax ausgerichtet. Vielleicht leben die Menschen, dort wo sie herkommt, anders mit den Drachen zusammen, selbst, wenn sie auf Drachenjagd gehen.

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Warst du an dem Tag, als du den Kampf entworfen hast einfach zu gut gelaunt, um sie auch sterben zu lassen, Bernd?
Nein, ich wollte tatsächlich die Tode unter den Hauptfiguren, die es gibt (und die für mich am Ende notwendig waren), nicht durch solche überschatten, die nicht nötig sind. Mit Hanon'ka stirbt bereits eine sehr wichtige Figur, mit Ialrist eine immerhin beinahe, dazu noch Adaron und Garganthuan. Darauf sollen sich Lian und der Leser konzentrieren. Wenn ich Kris getötet hätte, hätte Lian nur noch daran gedacht. Ich hätte als Autor ausführlich über seine Trauer schreiben müssen und hätte damit am Schluss den Fokus auf Adaron und Garganthuan verloren.

Ich finde es erstaunlich, was für Gedanken man sich als Autor doch so machen muss, damit die Reaktionen der Charaktere angemessen sind, und kein Ungleichgewicht entsteht. Das ist hier auf jeden Fall sehr gut gelungen. Und da es hoffentlich noch weitergehen wird, ist es auch toll, dass uns nicht alle Charaktere verlassen haben. Wem gehört denn nun eigentlich die Carryola? Bekommt sie Ialrist, als ältester Freund des Kapitäns? Gibt es für so einen Fall wohl ein Testament?

Hier zeigt sich auch Lians wahrer Mut, sich hinzustellen und zu sagen: "Es reicht jetzt."... Ihn würde ich wirklich als Held bezeichnen. Er hat erkannt, dass Frieden manchmal besser ist, als unnötiges Blutvergießen.

Die Finalszene wird sich wohl noch lange in mein Gedächtnis eingebrannt haben, so eindrucksvoll fand ich sie. Garganthuan und Adaron sterben praktisch gleichzeitig. Vielleicht finden sie ja im Tod zusammen und lernen voneinander. Klingt vielleicht bescheuert, aber das wäre zumindest ein schönes Bild.

Zu sagen "Es reicht..." zeugt wirklich von wahrer Stärke. Vor allem, wenn alle um einen herum einfach total aufs Kämpfen fixiert sind. Aber letztendlich verlieren doch immer beide Seiten, und um so schneller man erkennt, das Frieden der einzige Weg ist, umso besser. Schade nur, dass Lian hier nichts mehr ausrichten konnte.

Das Garganthuan und Adaron zusammen sterben, finde ich auch ein schönes Bild. Vor allem beendet es den Kreislauf der Rache, und die Überlebeneden können nun von neuem beginnen.

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Offline Lunas Leseecke

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Bernds Bücher haben jetzt ein eigenes Regalbrett. Dabei ist mir aufgefallen, dass mir noch zwei Bücher fehlen :-D
Ich fühle mich geehrt. Aber nur zwei? Das kann ich mir ja fast nicht vorstellen. Dann hättest du ja 25 Bücher von mir! Das wäre der schiere Wahnsinn! (Im positiven Sinne.)
Tatsächlich hauptsächlich die Fantasy-Titel. Mir fehlt noch der letze Teil von Arcadion und der 3. Magierdämmerung. 3xTarean hab ich, und natürlich die beiden Imperium der Drachen. Wenn ich die auch endlich alle gelesen habe, wird sicher noch mehr ergänzt. Wie gut, dass ich dich durch die Leserunden hier entdeckt habe :-D

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Bei Garganthuans Hort habe ich mich gefragt, wie die ganzen Schiffe dorthin gekommen sind? Hat Garganthuan sie etwa in seine Höhle geschleppt?
Er ist halt doch nur ein Drache und Drachen sind von Natur aus Sammler - zumindest die größeren, älteren.  ;) Abgesehen davon ist es die schlichte Umkehrung der Trophäensammlung, die Drachenjäger mitunter in ihren Häusern horten. Ich habe nie behauptet, dass Garganthuan ein netter Kerl ist, auch wenn Lian darüber am Ende nachdenkt, dass er "der Gute" in der Geschichte sein könnte.
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Ja, der Gute ist er nicht. Aber er folgt halt seiner Natur und ist nicht absichtlich grausam - denke ich zumindest. Was genau zieht die Drachen denn hier an, dass er Schiffe sammelt? Viel Gold und Silber fahren sie ja eigentlich nicht durch die Gegend.

Erfahren wir eigentlich im nächsten Band noch mehr über dir Drachenperlen? Ich bin total neugierig, warum nicht jeder Drache eine hat, ob man mit ihnen Magie wirken kann, und ob ein Drache stärker werden würde, wenn er sich die Perle eines anderen Drachen einverleibt? Und was macht ihren Wert für die Menschen aus, einfach nur, dass sie schön und selten sind?
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Offline TippendeTastatur

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Was ein Ende! Ich hätte nicht damit gerechnet. Lians Vision scheint sich zu erfüllen. Corantha findet einen grausamen Tod. Schade, ich hatte noch auf mehr von dieser Amazone gehofft! Ich fühle mich wieder dermaßen an "Moby Dick "erinnert. Diese Besessenheit des Kapitäns hat mich als KInd schon sehr fasziniert. Weil es mir gezeigt hat, wie viel Kraft der Durst nach Rache mobilisieren kann und welche Gefahr für andere darin liegt, aber auch für denjenigen selbst. Glaube das hat mich nachhaltig geprägt und ich finde die Parallele in diesem Abenteuer sehr gelungen. Ist mir bisher noch nicht begegnet und wirklich mal etwas ganz anderes. Hanon'ka findet seine Erfüllung mit seinem Tod im Kampf gegen einen ehrwürdigen Gegner. Trotzdem schade, ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren, ich fand ihn einen sehr interessanten Charakter! Ialrist überlebt....er ist eigentlich meine Lieblingsfigur. Das Schicksal Adarons ist an das des Drachen gebunden. Das musste so kommen. Das Abenteuer ist also in sich abgeschlossen, aber dennoch könnte es auch weitergehen. Eine sehr leserfreundliche Variante! ;)  Ich finde das ist ein guter Kompromiss.
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

 

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