Autor Thema: 03 - Seite 175 bis 262 (Kapitel 13 - 18)  (Gelesen 492 mal)

Offline Pina

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Da kommt, finde ich, die manische Seite Adarons durch. Er macht sich für jegliches Scheitern seiner Mannschaft verantwortlich, selbst, wenn er keine Schuld trägt. Er ist einmal an Garganthuan gescheitert und es sollte ihm kein weiteres Mal passieren, an einem Drachen zu scheitern. Falls doch, muss er sich bestrafen. Klar ist das unverständlich, aber wenn man sich in Adarons Charakter hineinzudenken versucht, kann man es wenigstens nachvollziehen...

Dass er sich im gewissen Sinne selbst geißelt, kann ich noch irgendwo nachvollziehen. Nur das Demonstrative davon in aller Öffentlichkeit ist mir ein Rätsel - wie gesagt, ich hatte nicht den Eindruck, als würde er die Mannschaft damit noch mehr motivieren oder antreiben müssen.


Mir ist Lian dort am Grund des Meers auch sympathisch geworden. Als er aufgeben wollte, aber dann daran gedacht hat, dass alle seine Freunde kämpfend gestorben sind, hat mir dieser Beweggrund richtig gut gefallen.
Vor allem, da von diesen niemand mehr lebt, für die er kämpfen müsste, aber er sich trotzdem durchbeißt! Das fand ich beeindruckend! :klatschen:

Ja, fand ich auch. Du hast es nur viel besser ausgedrückt und/der zusammengefasst  :verlegen:

Offline Marada

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Jap, ich fand die Geiselung von Adaron auch nicht so abwegig. Er bestraft sich selbst dafür, dass er seine Männer nicht retten konnte. Hm...
"Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen"

(c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

Offline Bernd Perplies

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Zitat
Nur das Demonstrative davon in aller Öffentlichkeit ist mir ein Rätsel - wie gesagt, ich hatte nicht den Eindruck, als würde er die Mannschaft damit noch mehr motivieren oder antreiben müssen.
Es ist schlicht und ergreifend Teil der Bestrafung, dass sie öffentlich durchgeführt wird. Jede Auspeitschung an Bord von Schiffen wurde - auch in der Realität des 17./18. Jahrhunderts - vor versammelter Mannschaft ausgeführt. (Unter Deck hat man auch gar nicht genug Platz, um eine Peitsche zu schwingen.)

Offline Marada

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Oh, das ist ein interessantes Detail. Danke!
"Ich muß dich mit Gewalt ernähren!" sagte Homunkoloss, "Du schläfst nicht mehr. Du wäscht dich nicht. Du stinkst wie ein Schwein." "Ist mir doch egal", sagte ich trotzig, "Hab keine Zeit, muß lesen"

(c) Walter Moers, aus "Stadt der träumenden Bücher"

Offline Pina

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Es ist schlicht und ergreifend Teil der Bestrafung, dass sie öffentlich durchgeführt wird. Jede Auspeitschung an Bord von Schiffen wurde - auch in der Realität des 17./18. Jahrhunderts - vor versammelter Mannschaft ausgeführt. (Unter Deck hat man auch gar nicht genug Platz, um eine Peitsche zu schwingen.)

Es war ja der Gürtel, oder?
Generell sehe ich den Standpunkt ein und stimme Dir zu (dass früher jeder von der Mannschaft in aller Öffentlichkeit zur Demütigung oder Demonstration ausgepeitscht wurden). Aber hier handelt es sich nicht nur um den Kapitän, sondern er geißelt sich auch noch selbst...

Tut mir leid, von der Sicht werde ich wohl nicht mehr abweichen.  :-[
Aber es sieht ja so aus, als stünde ich ziemlich alleine damit da, deswegen lasse ich es auch hiermit ruhen  :daumen:

Offline CallaHeart

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Wenn er es öffentlich macht, hat er vielleicht auch den Druck, vor der Mannschaft nicht zusammenzubrechen, sondern es stillschweigend zu ertragen...

Offline Bernd Perplies

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Zitat
Aber hier handelt es sich nicht nur um den Kapitän, sondern er geißelt sich auch noch selbst...
Das hast du falsch gelesen. Hanon'ka bringt einen "ledernen Riemen" (gemeint ist natürlich etwas peitschenartiges) mit und er peitscht den Kapitän aus. (Wobei sich Adaron natürlich selbst die Strafe auferlegt, so wie er sie jedem seiner Männer auferlegt hätte, wenn diese derart versagt hätten, wie er in seinen Augen versagt hat.)

Es ist eine verquere Sicht der Dinge. Aber niemand sagt, dass Adaron ein gesunder Charakter ist, auch wenn er immer mal wieder ganz vernünftigt wirkt. Er ist in seinem Innersten ein zutiefst getriebener und kaputter Mann.

Offline Lunas Leseecke

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In diesem Abschnitt ist wieder einiges los. Natürlich erwischt es direkt den armen Canzo. Ich hatte ja schon vermutet, dass er mehr zum Kanonenfutter degradiert wird. Und einfach so in zwei Hälften zerteilt....das ist schon fies. Und jetzt ist Lian erstmal wieder allein. Zum Glück scheint Smett ein guter Kerl zu sein. Solange er sich nachher nicht als ein Long John Silver entpuppt... Auf jeden Fall bekommt er glaube ich mehr mit, als man auf den ersten Blick von ihm vermuten würde.

Hanon'Kas Fähigkeiten, das Wetter zu beeinflussen, finde ich sehr spannend. Irgendwie sehe ich in meiner Vorstellung von ihm immer einen Dunkelelfen wie Drizzt Do'Urden vor mir  ;D

Und als wäre der Tod von Lians Freund nicht schon schlimm genug, geht er auch noch über Bord. Wobei er wirklich unverschämt viel Glück hat, sich nicht alle Knochen zu brechen. Allerdings fand ich die Vorstellung dieser großen schleimigen Pilze ziemlich eklig.
Es erstaunt mich auch, dass Lian bisher noch keinen Kreaturen dort unten begegnet ist.
http://lunasleseecke.blogspot.de/
lunasleseecke@gmail.com

Offline Lunas Leseecke

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Mir ist Lian dort am Grund des Meers auch sympathisch geworden. Als er aufgeben wollte, aber dann daran gedacht hat, dass alle seine Freunde kämpfend gestorben sind, hat mir dieser Beweggrund richtig gut gefallen.
Vor allem, da von diesen niemand mehr lebt, für die er kämpfen müsste, aber er sich trotzdem durchbeißt! Das fand ich beeindruckend! :klatschen:

Das hat mir auch sehr gut gefallen. Er gibt nicht auf und möchte an dieser Stelle nicht so enden. Da ist er mich auch noch sympathischer geworden. Auch wenn ich ihn vorher schon ganz gerne mochte :-)
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Offline Pina

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Zum Glück scheint Smett ein guter Kerl zu sein. Solange er sich nachher nicht als ein Long John Silver entpuppt... Auf jeden Fall bekommt er glaube ich mehr mit, als man auf den ersten Blick von ihm vermuten würde.

Und als wäre der Tod von Lians Freund nicht schon schlimm genug, geht er auch noch über Bord. Wobei er wirklich unverschämt viel Glück hat, sich nicht alle Knochen zu brechen. Allerdings fand ich die Vorstellung dieser großen schleimigen Pilze ziemlich eklig.
Es erstaunt mich auch, dass Lian bisher noch keinen Kreaturen dort unten begegnet ist.

Das hatte ich mir auch schon gedacht. Zum Einen das mit Long John Silver und dann auch noch das mit dem unverschämt viel Glück Haben.
Und was die Kreaturen anbelangt: ich warte bibbernd jede weitere Seite drauf, dass irgendwas Unangenehmes um die Ecke kommt  :angst:
Aber vielleicht habe ich ja Glück und er muss 'nur' das Schiff wieder zum Laufen bringen  ;)

 

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