Autor Thema: 05 - Seite 315 bis 382 (einschließlich Kapitel 15)  (Gelesen 533 mal)

Offline AntjeKlaubert

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Welcher Schock muss das für Eva gewesen sein zu Erfahren das der Vater verhaftet wurde und sie somit weiter allein mit Marlene da steht!
Gut das sie Unterstützung in Frau Köberlin und Arbeit bei Auberlin findet.

Der alte Bentele wird immer unsymphatischer! Für mich steht fest, dass er in Lidice dabei war!

Simon Bentele ist auf der einen Seite jemand der anpackt und auf der anderen Seite steht er nicht zu seinem Sohn? Das passt nicht so recht!

Offline Brigitte

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Lass dich überraschen, liebe Antje ... ;)

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Ich habe Marlene nicht als herrisch empfunden, eher als Menschen den das Leben geprägt hat und der sehr verschlossen ist. Wo liegt da die Ursache? Sicher nicht nur in der frühen Kindheit.
Das jetzt alles an die Oberfläche drängt, liegt wohl am Tod der Mutter

Diese Empfindung teile ich! Schon von Anfang an hatte ich freundlich-verständnisvolle Gefühle gerade für Marlene. Raue Schale, weicher Kern - was ja immer deutlicher wird.

Offline Klusi

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Ich habe Marlene nicht als herrisch empfunden, eher als Menschen den das Leben geprägt hat und der sehr verschlossen ist. Wo liegt da die Ursache? Sicher nicht nur in der frühen Kindheit.
Das jetzt alles an die Oberfläche drängt, liegt wohl am Tod der Mutter

Diese Empfindung teile ich! Schon von Anfang an hatte ich freundlich-verständnisvolle Gefühle gerade für Marlene. Raue Schale, weicher Kern - was ja immer deutlicher wird.
Marlene ist zwar etwas eigenwillig, aber das empfand ich auch so, dass sie halt nicht aus ihrer Haut kann. Sie freut sich aufrichtig darüber, dass Nane sie besucht und auch noch etwas länger bleibt. Da sie selbst keine Kinder hat, denke ich, ihre Nichte ist ihr sehr wichtig und lieb.
Liebe Grüße
 Susanne

Offline Brigitte

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genauso ist es, liebe Klusi ...
Marlene liebt Nane zärtlich ...

Offline KatrinPron

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Heute war mein Liegetag. Zuerst Klinik und dann zu Hause. Und da hatte ich Zeit zum Lesen, weil das Gehirn auch noch gut mitspielte und nicht im Schlafmodus war. Obwohl ab und zu bin ich eingeschlafen. Insgesamt habe ich 76 Seiten gelesen und ich will jetzt 23:13 Uhr das Buch noch nicht weglegen. Jetzt will ich alles wissen. Sooooo !!! *lach*

Ein Satz von Nane brachte mich zum Nachdenken "Früher hatte sie nie darüber nachgedacht, sondern es einfach hingenommen, wie es eben war." S.316
So geht es mir mit der Lebensgeschichte meiner Oma Elfriede. Jetzt hätte ich ein paar Fragen mehr zu ihren Leben. Und jetzt ist es zu spät. Leider! Aber vielleicht kann mir mein Vati so einiges noch beantworten. Nur die Gefühle meiner Oma kann keiner mir rüberbringen.

Was ich in diesem Lesenabschnitt sehr mochte, war ein Textabschnitt der mich sehr an den Bodensee im Herbst erinnert und ich den Herbst regelrecht roch. Was mir jetzt auch im Berchtesgadener Land passiert ist.
"Der Regen hatte aufgehört, aber die Luft war noch immer sehr feucht, und überall roch es nach Herbst. Hier spürt man die Jahreszeiten so unmittelbar, dachte sie, als sie nach Salem fuhr. Das ist der Segen des großen Wassers: das Drängen des Frühlings, die Schönheit des Sommers, die Fülle des Herbstes, die Stille des Winters... Seite 318
Ich mag diese Schreibweise...diese Erklärung...es hat etwas poetisches. Und mein Herz fängt an sich zu erwärmen.

Das Fabio Nane so eingeschätzt hat, waren genau die Gedanken die ich hatte. Und ich hoffe im letzten Leseabschnitt das Nane ihren innerlichen Frieden findet und diese körperlichen Beschwerden losbekommt (gerade dieser körperlicher Zusammenbruch) und das Glück ihr in den Händen liegt. Im Herzen hoffe ich das Fabio ihr dabei gut tut und es keine Enttäuschung ist. Weil in dem Buch passiert soviel und alles wendet sich manchmal, dass mir der Atem stecken bleibt und mein Gedanke gerade in dem Abschnitt "oh nein".

Und eines muss ich auch noch loswerden. Earl Grey mit Honig und Milch ... ohaaaa, das wird ausprobiert. Genauso wie der Kleckselkuchen. Das Rezept habe ich mir ins Buch reingeschrieben. Ja, ich schreibe in mein Buch Notizen und Randbemerkungen und klebe Bilder ein. Dann kann ich mir dieses Welt besser vorstellen und mir so manche Textstelle merken und meine Gedanken dazu.

Die Sache mit Brian und Rupp ... ich musste so schmunzeln. Sehr schön versteckt.

Was Nane jetzt über Hermann Bentele rausbringt, dass interessiert mich schon sehr arg. Seine Gedankenwelt scheint eine andere zu sein. Und das er Marlene erkannt hat an Hansi, dem Igel. Ohaaaaa. Was kommt da noch?

Das in der Nähe von Hof (in Franken) das KZ Flossenbürg lag ... da haben meine Geschichtskenntnisse wirklich eine Lücke. Aber gut man lernt nicht aus.

Nur ich hatte so gehofft das mit Evas Vater alles in Ordnung war und das er sie freudestrahlend in die Arme nehmen sollte. Aber da hat mir Brigitte, beim Schreiben, ein Strich unter meine Rechnung und Annahme gesetzt. Nur das er wegen dem Hermann Bentele in Haft gerät. Na prima! Was hat der Mensch noch angestellt oder menschlich getan. Der Gedanke an die Zinnfiguren lassen nichts Gutes ahnen und die Liste mit dem Namen der Kinder (wo ich annehme das es Kindernamen sind).

Das sich Nanes Großvater so um Eva und Marlene kümmert. Ein sehr gutmütiger Mensch. Und ich bin froh, dass es solche Menschen gab.

Marlenes Albträume ... ich bekomme da jedes Mal so eine Gänsehaut. Vor allen als es ihr im Kapitel 15 wieder passiert und sie eine kleine Erklärung gibt. Was hat sich nur in ihrer Seele so eingebrannt. Irgendwie erahne ich das schon. Es lässt einen doch nicht los.

Und "mein geliebter Herr Raible". Ich musste so lachen über den Satz "Dann sollten wir dem Ganzen vielleicht noch eins draufsetzen, was meinst du?". Und dann tauchen die beiden Frauen beim Brennofen auf. Genau richtig!!!!

So, nun verziehe ich mich wieder mit meinen Buch und lese noch die restlichen Kapitel des Buches. Morgen brauche ich erst gegen 11 Uhr in die Klinik und somit habe ich Zeit zum Lesen und ausschlafen.

Es lässt mich doch nicht los ...  :lesen:




Offline Klusi

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Ein Satz von Nane brachte mich zum Nachdenken "Früher hatte sie nie darüber nachgedacht, sondern es einfach hingenommen, wie es eben war." S.316
So geht es mir mit der Lebensgeschichte meiner Oma Elfriede. Jetzt hätte ich ein paar Fragen mehr zu ihren Leben. Und jetzt ist es zu spät. Leider! Aber vielleicht kann mir mein Vati so einiges noch beantworten. Nur die Gefühle meiner Oma kann keiner mir rüberbringen.
So ähnlich geht es mir auch, liebe Katrin. Leider sind meine Großeltern alle schon früh gestorben, zuletzt meine geliebte Oma, als ich 20 war. Sie hat mir zwar viel erzählt, aber damals hat mich nicht alles SO stark interessiert wie heute. Nun bedauere ich, dass ich ihr nicht mehr Fragen gestellt habe.


Das in der Nähe von Hof (in Franken) das KZ Flossenbürg lag ... da haben meine Geschichtskenntnisse wirklich eine Lücke. Aber gut man lernt nicht aus.

Das Lager Hof-Moschendorf war ja quasi "nur" eine Zweigstelle von Flossenbürg, deswegen ist es weitgehend unbekannt. Wegen der Porzellanindustrie waren dort während des Krieges Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene untergebracht. Später wurde es dann als Durchgangslager für Heimatvertriebene und Kriegsheimkehrer genutzt. Mein Vater hat sich damals dafür engagiert, dass an der Stelle dort ein Mahnmal errichtet wurde, und ich kann mich erinnern, dass er erzählt hat (müsste in den 80er Jahren gewesen sein), dass er Besuch eines Abiturienten bekam, der ihn um ein Gespräch und um über Informationen gebeten hat, weil er seine Facharbeit über das Lager und die Situation dort schreiben wollte. Ich muss mich glatt mal wieder durch unsere Stadtchronik wühlen, denn da werden mir sicher mehr Fragen beantwortet.
« Letzte Änderung: 13. September 2017, 12:54:07 von Klusi »
Liebe Grüße
 Susanne

Offline KatrinPron

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Das in der Nähe von Hof (in Franken) das KZ Flossenbürg lag ... da haben meine Geschichtskenntnisse wirklich eine Lücke. Aber gut man lernt nicht aus.

Das Lager Hof-Moschendorf war ja quasi "nur" eine Zweigstelle von Flossenbürg, deswegen ist es weitgehend unbekannt. Wegen der Porzellanindustrie waren dort während des Krieges Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene untergebracht. Später wurde es dann als Durchgangslager für Heimatvertriebene und Kriegsheimkehrer genutzt. Mein Vater hat sich damals dafür engagiert, dass an der Stelle dort ein Mahnmal errichtet wurde, und ich kann mich erinnern, dass er erzählt hat (müsste in den 80er Jahren gewesen sein), dass er Besuch eines Abiturienten bekam, der ihn um ein Gespräch und um über Informationen gebeten hat, weil er seine Facharbeit über das Lager und die Situation dort schreiben wollte. Ich muss mich glatt mal wieder durch unsere Stadtchronik wühlen, denn da werden mir sicher mehr Fragen beantwortet.
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Danke für Deine Antwort meine Liebe. Das ist echt lieb von Dir.

Offline Brigitte

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Lieeb Kati, danke für deinen schönen Text ... ja, dieser Earl Gey schmeckt lecker und beeleitet mich immer durch den Winter ...wärmt so schön die Seele ...
Und Kleckselkuchen ist etwas Wunderbares: Nach einem Stück ist man bereits pappsatt - und megaglücklich :D
Alles Liebe von Brigitte

 

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