Autor Thema: 01 - Anfang bis Seite 81 (einschließlich Kapitel 3)  (Gelesen 726 mal)

Offline dubh

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Hallo Ihr Lieben,

hier startet die Leserunde zu "Marlenes Geheimnis". Ich begrüße alle Teilnehmerinnen herzlich und ganz besonders Brigitte Riebe. Großartig, dass Du auch bei Deinem neuesten Roman Zeit und Lust hast, uns bei der Lektüre zu begleiten! :-*

Bitte lest Euch zuvor noch einmal die allgemeinen Informationen zu Leserunden und die Aufführungen zur Netiquette durch.
Postet bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu schreiben oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Hier könnt Ihr zum ersten Abschnitt - Anfang bis einschließlich Kapitel 3 - schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen und Austauschen!

Liebe Grüße
Tabea
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline Brigitte

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Meine Lieben, ich bin gerade am Bodensee und freue mich schon sehr auf eure Beiträge! :)
alles Liebe von Brigitte

Offline Anne H.

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Ich habe heute mit dem Buch angefangen. Und ich muß sagen, daß ich zunächst sehr verwirrt war. Ich glaubte, daß ich dieses Buch schon mal gelesen habe. Ja, wirklich! Aber das konnte doch gar nicht sein! Die bevorstehende Beerdigung, die Tochter, die am Bahnhof auf ihre Mutter wartet, das Auto mit der Mutter, der kranke Hund, die streitenden Schwestern ... Erst mit den Aufzeichnungen der Großmutter änderte sich alles! Wie war das nur möglich?

So, nun zurück zur Geschichte. Man merkt gleich zu Anfang, das es ganz viel Konfliktpotential gibt. Und Nane steht mitten drin, zwischen den Fronten. Es ist schön, daß ihre Großmutter ihr die Aufzeichnungen vermacht hat. So kann sie ihre Mutter und ihre Tante Marlene vielleicht besser verstehen. Ist es wirklich nur Überarbeitung, oder warum macht Nane so einen schlechten gesundheitlichen Eindruck?

Die vielen Namen verwirren mich ein wenig. Was hat es mit den Benteles auf sich? Warum ist Marlene feindlich gegen sie eingestellt?

Mit dem Schwäbisch hatte ich keine Probleme, weil ich selbst eine Zeit lang dort gelebt und gearbeitet habe, ein freudiges Wiederentdecken!


Offline Brigitte

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Schon mal gelesen? Kann ich mir nicht vorstellen ... ja, ein paar Namen werde ich euch schon zumuten ... sind ja auch viele Jahrzehnte, um die es geht ... Kleiner Tipp: Zettel nehmen und aufschreiben, bis man "drin" ist ...
Alles Liebe von Brigitte

Offline Anne H.

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Ich mache mir Notizen beim Lesen, aber zu Beginn kann es schon Unklarheiten geben.

P.S.: Ich habe verzweifelt nach dem Buch gesucht, in dem ich einen solchen Anfang angetroffen habe, aber leider nicht gefunden.

Offline Emmy

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Hallo   ihr  Lieben,

schon die  ersten  Sätze  haben  mich überzeugt  und  neugierig  gemacht   auf  die Geschichte. Nane  war  mir gleich   sehr  nah  und  sympathisch, weil  sie auf  mich sensibel  wirkt, aber auch mutig. Sie konfrontiert   sich  mit Situationen  und merkt  auch  sehr  deutlich, dass  ihr  Körper auf Stress   und  seelische  Belastungen  reagiert -  wie  eine  Art  intuitives  Frühwarnsystem.
Mein  Herz  hat  sie  gewonnen, als  sie  die  kleine  verletzte  Hündin mitgenommen  hat  und nicht -  wie es ihre  Mutter   getan hätte - weggeschaut  und  das  Tier   seinem  Schicksal  überlassen  hat.  Für  mich  erkennt  man  den  Charakter  eines  Menschen  auch  daran, wie  er  oder  sie  mit  Tieren  umgeht.
Das  Beziehungsgeflecht  zwischen  den  Frauen  der  Familie ist  kompliziert  und  geprägt  von alten Konflikten  und neuen Missverständnissen.
Die  verstorbene  Mutter  Eva muss  ja  sehr  alt  geworden sein, wenn ihre  ältere  Tochter  Marlene  bereits  77  ist  und  jetzt  kann  sie  keine  Antworten  mehr  geben.
Die  Landschaften  um den  Bodensee  und  Lindau  sind  mir  sehr  vertraut, weil  ich   nicht  weit  von dort  aufgewachsen  bin  und die  schwäbische  Lautschrift  war  sehr  witzig.  Schwäbisch  ist  gewissermaßen  meine  "Muttersprache", weil  ich  in Aalen zur  Welt  gekommen  bin und  meine  Oma  und meine  Eltern diesen  Dialekt nie aufgeben  wollten. :)
Ich  fühle   mich  sehr  wohl  mit  der  Geschichte  und  muss  jetzt  unbedingt  weiterlesen.... :winken:

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Liebe Mitlesende, liebe Brigitte!

Lange habe ich auf diese Leserunde - und das Buch - gewartet, und gestern Abend habe ich dann den ersten Abschnitt gelesen und begonnen, mich mit den Charakteren auf beiden Zeitebenen vertraut zu machen.
Es war ein langsames Annähern, und noch kann ich keinen der Akteure so richtig einschätzen. Was aber nicht weiter stört, denn ich mag Romane, die sich langsam entwickeln und nicht gleich in medias res gehen!

Mit der Jetzt-Zeit komme ich im Moment noch besser klar, denn die ist mir vertraut, da fühle ich mich sicher.
Zwar ist die Welt der Auberlins bei weitem keine heile, aber sie sind jetzt alle beisammen, auf der Beerdigung der Matriarchin und können ihre Unstimmigkeiten bereinigen. Kurz und gut - sie haben eine Zukunft, die nur sie selbst sich stehlen können.

Anders die Personen aus dem Jahr 1938, am Vorabend des Zweiten Weltkriegs! Man weiß, wie verheerend er wütete, man weiß über die Brutalitäten Bescheid und über die schlimmen Schicksale der Sudetendeutschen und ihrer jüdischen Nachbarn und Freunde und überhaupt aller Nicht-Regimetreuen.

Eva hat den Krieg und die Flucht überlebt und am Bodensee neu begonnen, - als einzige der Familie, außer der kleinen Tochter Marlene, die aber 1938 noch nicht geboren war. Mit Bangen frage ich mich, was aus Evas Eltern geworden ist, aus Molly, aus Jan, - und ich vermute Tragisches.
Jans Schicksal scheint mir ob seiner Gesinnung bereits besiegelt. Viel Trauriges erwartet uns noch, befürchte ich...

Gespenstisch und bedrückend empfand ich den Einmarsch der deutschen Truppen im Sudetenland. Und ich sehe sie vor mir, wie sie im Stechschritt durch die Orte marschieren, höre die unguten Geräusche ihrer Stiefel, Bilder steigen in mir auf...
Doch wusste ich, worauf ich mich einließ mit einem Roman, der teilweise in der bösen braunen Zeit spielt und Vertreibung und Flucht zum Thema hat! Ein Thema übrigens, das mich, obwohl es mich immer wieder aufs Neue erschreckt, nicht loslassen möchte, über das ich immer wieder lesen muss, so lange, bis ich endlich Antworten auf meine Fragen gefunden habe, - also wohl bis an mein Lebensende!

Das Geheimnis im Titel! Welcher Natur mag es wohl sein? Was verbarg Eva siebzig Jahre lang - und warum nahm sie es nicht mit ins Grab? Warum teilt sie es ausgerechnet mit Nane? Es muss etwas Schlimmes, etwas Unerhörtes sein... Etwas, dessen sich Eva schämt, das mit Marlene zu tun hat, obwohl diese davon noch nichts ahnt. Oder kennt sie das Geheimnis und hat genau wie ihre Mutter Stillschweigen darüber bewahrt?
Doch wie konnte sie es denn kennen!? Als der Krieg zu Ende war, war sie, wenn ich richtig gerechnet habe, erst 5 oder 6 Jahre alt. Nein, sie weiß bestimmt nichts davon, denn sonst hätte sie Evas Brief an Nane einfach verschwinden lassen können - und der Roman wäre nie geschrieben worden!

Also wird es nun Zeit für den zweiten Leseabschnitt, der uns mehr verraten wird!
Und ich hoffe nur, dass mich das, was ich über die Naziherrschaft im Sudetenland lesen werde, nicht zu sehr bedrücken und belasten mag... Und dass die Mischung zwischen dem Heute und dem Damals schön ausgewogen bleibt!

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Mein  Herz  hat  sie  gewonnen, als  sie  die  kleine  verletzte  Hündin mitgenommen  hat  und nicht -  wie es ihre  Mutter   getan hätte - weggeschaut  und  das  Tier   seinem  Schicksal  überlassen  hat.  Für  mich  erkennt  man  den  Charakter  eines  Menschen  auch  daran, wie  er  oder  sie  mit  Tieren  umgeht.

Sehr wahr - und immer wieder aufs Neue erfahrbar! Ja, ich glaube auch, dass Nane einen sehr anständigen Charakter hat. Sie spürt die Nöte der Menschen und Tiere in ihrer Umgebung - und handelt entsprechend!

Schwäbisch  ist  gewissermaßen  meine  "Muttersprache", weil  ich  in Aalen zur  Welt  gekommen  bin und  meine  Oma  und meine  Eltern diesen  Dialekt nie aufgeben  wollten. :)

Warum sollten sie auch!? Sprache ist Heimat, und nichts ist echter und wahrer und heimeliger als der Dialekt, der in der Region gesprochen wird, in die man hineingeboren wurde!
Bei uns zuhause wurde immer Dialekt gesprochen - was mir niemals geschadet hat! Unser Dialekt ist für mich wie eine zweite Muttersprache.

Offline Brigitte

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Meine Lieben, mit dem Alter der Protagonistinnen dürft ihr gern noch spekulieren - aber es wird euch nicht viel nützen, weil nichts so ist, wie es zunächst scheint ...
Die deutsche Besiedelung Nordböhmens ist ja schon jahrhunderte alt, und in gewissen Perioden haben die verschiedenen Völker dort durchaus friedlich zusammengelebt. Das änderte sich u.a., als nach 1918 die tschechische Republik gegründet wurde. Viele der Deutschen erlebten das als eine Epoche der Repression - was natürlich die schreckliche Hitler Parole "Heim ins Reich" kein bisschen rechtfertigt. Doch auf einmal konnte man bessere Stellen bekommen, verdiente mehr, kriegte die Wohnung, auf die man schon lange scharf war. Meine Mutter, damals zehn, hat mir oft erzählt, wie sehr die Familie aufgeatmet hat (ohne Nazis zu sein). Hitler und seine Mannen wurden als "Befreier" gesehen - die schrecklichen Folgen hat damals keiner von ihnen geahnt. 
Dennoch gab es weiterhin viele Freundschaften und natürlich auch Liebesbeziehungen zwischen Deutschen und Tschechen, wenngleich nicht mehr gern gesehen. Der erste Verehrer meiner Tante (Jahrgang 1929), eine süße zarte, noch ganz platonische Liebe war auch ein junger Tscheche, der ihnen dann bei der Vertreibung 1946 wertvolle Infos gegeben hat.
Sie ist viel später wieder mit ihm im Kontakt gekommen, hat mit ihrer Familie ihn und seine Familie besucht, und da sehr viele meiner historischen Romane auf Tschechisch erschienen sind, habe ich ich sie ihm bis zu seinem Tod vor zwei Jahren alle geschickt.

Und dann kam Reinhard Heydrich nach Prag ...

Offline Lerchie

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So, ich komme jetzt auch zum Schreiben. Nanes Mutter scheint ja wirklich nicht die Pünktlichste zu sein. Aber sie ist ja noch gekommen.

Und die beiden Schwestern sind sich ja auch nicht unbedingt grün. Was hat es da gegeben?

Das Querflötenspiel von Vicky fand ich eigentlich ganz gut. Zumal mir auch das Lied sehr gut gefällt. Und es ist irgendwie - ja ich möchte sagen, einberuhigendes Lied.

Dass Marlene die Nachbarn nicht zur Beerdigung zugelassen hat, finde ich nicht so gut. Aber ich weiß ja nicht - noch nicht - was da war.

Im Gegensatz dazu, scheint sich Nane ja mit Simon ganz gut zu verstehen, haben sie doch als Kinder miteinander gespielt. Das trennende Ereignis muss also danach stattgefunden haben, oder?

Dass Eva Nane ihr Tagebuch hinterlassen hat, finde ich klasse. Und ich bin schon sehr gespannt, was da alles drinnen steht. Das, was ioch bisher erfahren habe, war schon sehr interessant.  Ich denke da an Jan, Evas Freund. Zwar habe ich noch nichts davon gehört, aber ist er vielleicht Marlenes Vater? War Eva verheiratet, bevor sie geflohen sind? Oder ist Marlene ein uneheliches Kind? Kann ja auch sein, dass er eingezogen wurde, überhaupt wenn er etwas älter als Eva war. Und dann kann viel passiert sein...

Ich fand es auch gruselig, wie die Menschen zugesehen haben, wie Hitler einzog. Wenn ich sowas schon höre: Heimgekehrt ins Reich, so ein Schwachsinn. Aber das war damals so. Ach ja, ich  kann mir auch vorstellen, dass Jan den Mund aufgemacht hat, zuviel dagegen gesprochen hat. Vielleicht ist er dann in einem Konzentrationslager gelandet, denn dort gab es ja nicht nur die Juden. Die armen Menschen damals. Jeder der den Mund zu weit aufmachte, kam ins KZ. So ähnlich ist es ja momentan auch anderswo, wenn ich das so sagen darf.

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, und werde daher weiterlesen...
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline Lerchie

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Mein  Herz  hat  sie  gewonnen, als  sie  die  kleine  verletzte  Hündin mitgenommen  hat  und nicht -  wie es ihre  Mutter   getan hätte - weggeschaut  und  das  Tier   seinem  Schicksal  überlassen  hat.  Für  mich  erkennt  man  den  Charakter  eines  Menschen  auch  daran, wie  er  oder  sie  mit  Tieren  umgeht.
Das  Beziehungsgeflecht  zwischen  den  Frauen  der  Familie ist  kompliziert  und  geprägt  von alten Konflikten  und neuen Missverständnissen.
Die  verstorbene  Mutter  Eva muss  ja  sehr  alt  geworden sein, wenn ihre  ältere  Tochter  Marlene  bereits  77  ist  und  jetzt  kann  sie  keine  Antworten  mehr  geben.


Ja, das ist mir auch sehr nahe gegangen. Obwohl ich bzw. wir selbst nie ein Haustier hatten.

Das mit dem Alter von Eva habe ich mir auch überlegt, selbst wenn sie Marlene sehr früh bekommen hatte, so muss sie doch schon über 90 gewesen sein.
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline Lerchie

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Mit dem Schwäbisch hatte ich keine Probleme, weil ich selbst eine Zeit lang dort gelebt und gearbeitet habe, ein freudiges Wiederentdecken!

Da hatte ich auch keine Problem, ich habe auch mal bei Sindelfingen, genauer gesagt in Deufringen gelebt. Vier Jahre bis unser Sohn auf die Welt gekommen war. Dann sind wir zurück in die Pfalz.
Liebe Grüße
Lerchie

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Die deutsche Besiedelung Nordböhmens ist ja schon jahrhunderte alt, und in gewissen Perioden haben die verschiedenen Völker dort durchaus friedlich zusammengelebt. Das änderte sich u.a., als nach 1918 die tschechische Republik gegründet wurde. Viele der Deutschen erlebten das als eine Epoche der Repression - was natürlich die schreckliche Hitler Parole "Heim ins Reich" kein bisschen rechtfertigt. Doch auf einmal konnte man bessere Stellen bekommen, verdiente mehr, kriegte die Wohnung, auf die man schon lange scharf war. Meine Mutter, damals zehn, hat mir oft erzählt, wie sehr die Familie aufgeatmet hat (ohne Nazis zu sein). Hitler und seine Mannen wurden als "Befreier" gesehen - die schrecklichen Folgen hat damals keiner von ihnen geahnt. 


Ich weiß noch , was meine Mutter immer gesagt hatte und die war auch kein Nazi: Hitler hat Arbeit und Brot versprochen und das hat er gehalten, von Fleisch und Wurst hat er nichts gesagt.
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline Lerchie

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Schwäbisch  ist  gewissermaßen  meine  "Muttersprache", weil  ich  in Aalen zur  Welt  gekommen  bin und  meine  Oma  und meine  Eltern diesen  Dialekt nie aufgeben  wollten. :)

Warum sollten sie auch!? Sprache ist Heimat, und nichts ist echter und wahrer und heimeliger als der Dialekt, der in der Region gesprochen wird, in die man hineingeboren wurde!
Bei uns zuhause wurde immer Dialekt gesprochen - was mir niemals geschadet hat! Unser Dialekt ist für mich wie eine zweite Muttersprache.

Ich bin eigentlich gebürtig aus Lambrecht, ( Neustadt Wstr. Richtung Kaiserslautern, ca. 7 km), und ich habe auch immer noch meinen Lambrechter Dialekt, obwohl hier im Wasgau wieder anders gesprochen wird. Aber komischerweise habe ich mir diesen Dialekt in den 35 Jahren, die ich inzwischen hier wohne, nie angewöhnt....
Liebe Grüße
Lerchie

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Offline SABO

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  • "O Captain! My Captain!"
So, wie es scheint, ist Marlene die brave daheimgebliebene Tochter, während die andere, Vicky, freiheitsliebend ihr Leben genießt. Wenn es um Diskussionen geht hat jede Schwester Recht und Unrecht zugleich - wer möchte da zwischen die Fronten geraten. Da heißt es entweder streiten, sich anschweigen, oder genug Raum zwischen sich zu bringen, damit man es "nach Hinten" schieben kann. Schon traurig, das erst die eigene Mutter sterben muß, das die Familie wieder zusammenkommt.
Deswegen fand ich es auch etwas unfair, dass Vicky gleich Vermutungen zu Evas Granatkreuz machte. Wenn Marlene Eva gepflegt hat und Vicky sich hat nicht sehen lassen, würde ich sagen, es steht auch Marlene zu.
Aber ich glaube, das ist oft so, nicht selten sehe ich ältere Nachbarn, die sich mit ihren Kindern so verstritten haben, weil ihnen ihr Hab und Gut wichtiger war. Bei uns allen gibt es keine Besuchszeiten, es ist eine "Never-Ending-Story", wir alle kommen gerne und werden gerne empfangen.

Was hat es bloß mit dem jungen Mann auf sich, der sich da als Faktotum aufspielt. Als Nane sagt, sie bliebe länger, entglitten ihm doch bestimmt alle Gesichtszüge. Er hat sich wohl in einer wichtigen Position gesehen und sieht jetzt seine Felle davonschwimmen. Wer weiß, was Marlene ihm versprochen hat. Marlenes Worte hatten auch eine ungewisse Bedeutung für mich:
"Er tut einiges für mich.." (trappst da etwa die Liebhaber-Nachtigall?)
Ein seltsames Verhältnis, oder? Ich mag ihn nicht..obwohl es wirklich verständlich wäre, wenn Marlene Versprechungen gemacht hätte..


 

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