Autor Thema: 13 - Ende Kapitel 7 bis Ende (S. 640 "Vor ihnen lag ein Granitblock ..." - Ende)  (Gelesen 369 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier könnt Ihr von Seite 640 "Vor ihnen lag ein Granitblock..." bis zum Ende schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
Liebe Grüße
Barbara

Offline TippendeTastatur

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Zu Beginn erfahren wir, was aus Erm’Sen und seiner Angetrauten geworden ist. Mir drängen sich Bilder dieser Mumien auf, die im ganz eigenen Klima einer Höhle nur langsam verwittern. Offensichtlich werden /wurden sie auch verehrt, da sie ja hergerichtet sind mit Umhand, Brosche, Krug, Schild und Schwert. Und da ist es also endlich: Selflanatil-die Silberflamme!  :schwert:
Lailath ist am Ziel ihrer jahrhundertelangen Suche. Wie sie mit den Felsen und dem Erz kommuniziert, lässt einen erschaudern.
Ohm ist es, der sie augenblicklich daran erinnert, dass nicht zuletzt ihre Truppe daran Anteil hat! Und dann lässt Lailath den Berg erzittern. In diesem Moment ahne ich es und tatsächlich…Lailath macht sich vom Acker mit dem Teil. Jetzt, da sie am Ziel ist, braucht sie die Ottajasko nicht mehr. Sie diente lediglich ihrem Zweck. Ich teile die Enttäuschung mit Salarin. ( Ich mag ihn wirklich sehr!) Die Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf. Und dann laufen sie doch Beorn und seinen Leuten in die Arme. (Geniale Stelle)
Salarin bemerkt in Lenyas Blick eine Veränderung, führt dies aber auf die Reiseerfahrungen zurück. Lailath ist getroffen und verletzt. Trotz seiner Enttäuschung hofft Salarin, dass es nicht allzu schlimm um sie steht (wie rührend).

Lenya (Pardona) und Shaya stehen sich nach langer Zeit wieder gegenüber und Shaya tadelt ihre Glaubensschwester umgehend. (Hier beschleicht mich etwas Unwohlsein, da ich dachte, wenn sich zwei so befreundete „Schwestern“ wie Shaya und Lenya, nach sooo langer Zeit wieder begegnen, dass Shaya erst einmal auf die zugestürmt wäre, da sie sich ja so auf ein Wiedersehen gefreut hatte.  ::)  Aber gut, die Situation lässt es vermutlich nicht zu. Ich hätte allerdings deutlich mehr Skepsis von der gewitzten Shaya erwartet, ihr muss ja sofort aufgefallen sein, dass Lenya nicht im Sinne der Aufgabe als Schiedsrichterin handelt!  :-\  Zumindest etwas Misstrauen hätte sie da doch hegen müssen!? ???

Und dann! Zidaines Verrat….sie legt Tylstyr ( in dessen Armen sie kürzlich noch Halt fand wie eine Ertrinkende!!!) den Dolch an den Hals!?  :o Das war schlichtweg DER Moment, in dem ich echt heftigst schlucken musste. Vor Erstaunen, Entsetzen und Ungläubigkeit.  :ernst: Doch schnell spüre ich, es ist mehr als das….ich stoße mich doch heftig daran.  >:( Natürlich erscheint ihr Vorgehen nicht absolut unmöglich, doch der Beigeschmack bleibt, dass es etwas an den Haaren herbeigezogen erscheint, angesichts dessen, was sich zwischen Tylstyr und Zidaine abgespielt hat. Es ist nicht gänzlich unüberzeugend, da der Charakter Zidaines ja durchaus unberechenbar ist….und doch überzeugt es mich hier, an dieser Stelle so nicht.  :'( Es soll hier noch einmal für einen Leserschockmoment sorgen (DAS tut es auch unzweifelhaft), aber ein wenig inszeniert wirkt es dann doch auf mich. Vor allem vor dem Hintergrund der kürzlich so innigen Szene. So richtig kann ich mich einfach nicht damit anfreunden. :unschuldig:
Tjorne ist natürlich außer sich vor Wut. Die Situation ist mehr als angespannt. (Von mangelnder Spannung kann man wahrlich nicht sprechen in diesem Abschnitt).

Beorn erklärt sich kurzerhand selbst zum Sieger. Verdreht die Aufgabenstellungen, so, wie es ihm gerade passt und günstig erscheint.
Shaya kann natürlich nicht aus ihrer Haut und antwortet in dem Moment ehrlich.  ::)
Tylstyr möchte Tjorne zurück in die Ottajasko holen, doch die Entscheidungen sind längst gefallen, dessen ist sich Tjorne bewusst.
Galayne hat noch einen Schlüsselmoment, erkennt seine Eigenständigkeit, auch wenn er von Pardona erschaffen wurde. Es zieht ihn ins Licht, er möchte Pardona abstreifen, hoffen auf etwas Heilung, die ihm Galandel schenken könnte. Galaynes Gefühle und Gedanken haben mich berührt, man kann ihm nur wünschen, dass er vielleicht wirklich aus den Schatten treten kann, die ihn hervorgebracht haben. Und wer weiß? Vielleicht ist er eines Tages derjenige, der Pardona den Garaus macht. Getreu dem Motto: „Die Geister, die ich rief“.  :D Mit Galandel geht es offensichtlich bald zu Ende….Salarin und Galayne eine eigenartige Gegenüberstellung, die neugierig macht auf mehr.

Haaaaach und dann der nächste Hammer: Nirka ist schwanger!  :o  Doch nicht nur das, sie wird mit Sven und Hern’Sen zurückbleiben.  :'(  Das war irgendwie ein Schock. Nirka war mir sehr ans Herz gewachsen….es kommt alles sehr abrupt. Naja, immerhin bin ich Sven (Mr. LoverLover Mr. Boombastic)  ;)  wieder los. Trotzdem stimmt es mich traurig. Hatte Nirka nicht eben erst die Ottajasko zu ihrem Rudel erklärt? Und nun ist das schon wieder hinfällig. Tja, eine Schwangere würde sich wohl nicht wirklich gut an Bord machen.  ::)
Tylstyr gewährt sich (und uns) noch einen Blick auf bzw. durch Zidaines Augen….irgendwie einfahch nur traurig. :'( Aber Zidaine musste ja klar sein, wohin das alles führt….ich komme damit nicht wirklich zurecht. Die schöne Szene mit Tylstyr (die Aussprache) erscheint mir irgendwie zunichte, durch die Tatsache, dass sie die ganze Zeit Verrat begangen hat und Tylstyr OHNE mit der Wimper zu zucken den Dolch an den Hals gelegt hat und zu Beorn ist.  :(Wie denkt Tylstyr denn darüber? Ist ja nicht mal eben harmlos ein Messer an der Kehle zu haben, oder? Hach, ich weiß auch nicht….ich bin mir da immer noch nicht ganz im Klaren, wie ich das sehen soll. (Auch, wenn ich eine Nacht darüber geschlafen habe!) ::)

Fazit: Vieles ist anders gekommen im Finale, als ich es gedacht habe. So ganz glücklich bin ich diesmal nicht damit. Auch, wenn es an Spannung und Atmosphäre definitiv nicht gemangelt hat, sind mir die Denkvorgänge von Shaya, Tylstyr und Zidaine nicht so ganz klar.
Ich bin gespannt, wie die anderen das so empfinden. In Kürze folgt dann das Fazit & die Rezension. (Ich verdaue noch!)  ::)    :winken:
« Letzte Änderung: 12. Oktober 2017, 10:44:26 von TippendeTastatur »
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Offline Robert Corvus

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Hm ...
Zidaine ist nun außerhalb von Praioslobs Reichweite ...
Sie schickt gemäß Vereinbarung jeden Abend eine Nachricht an Tylstyr ...
Wodurch Phileasson erfährt, was sein Rivale gerade treibt ...
Könnte es sein, dass sie hat nicht nur den Blender, sondern auch die eine oder andere Leserin und den einen oder anderen Leser über ihre wahren Absichten getäuscht hat?  :D

Offline TippendeTastatur

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Hm ...
Zidaine ist nun außerhalb von Praioslobs Reichweite ...
Sie schickt gemäß Vereinbarung jeden Abend eine Nachricht an Tylstyr ...
Wodurch Phileasson erfährt, was sein Rivale gerade treibt ...
Könnte es sein, dass sie hat nicht nur den Blender, sondern auch die eine oder andere Leserin und den einen oder anderen Leser über ihre wahren Absichten getäuscht hat?  :D

Darauf bin ich gar nicht gekommen! :o :o :o  D.h Zidaine hat Tylstyr gar nicht in bösartiger Absicht den Dolch an den Hals gehalten? Alles nur Theater??? :vogelzeigen: Und ich hab nix gemerkt!? Oha.... ::) d.h sie sind noch ein Paar?  :jakka:    Und ich dachte noch, das kann doch nicht sein, dass sie ihn so verrät, nachdem sie ihm so in den Armen gelegen hat.  :-[  Ich glaube, ich stand danach so unter Schock, dass ich alles andere nicht mehr wahrgenommen habe!  :D Jetzt fällt mir ein Gebirge vom Herzen....hach....und ich habe schon am Autoren gezweifelt.  :-[   Das war ja ein Coup! Das wohl!!! :-*
Und: im nächsten Band haben wir schöne Live-Schaltungen zum Blender....*Yippie* das wird geil.... :D
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Offline Bernhard H.

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Es soll hier noch einmal für einen Leserschockmoment sorgen (DAS tut es auch unzweifelhaft), aber ein wenig inszeniert wirkt es dann doch auf mich.

Aber eigentlich hast du ja sofort durchgeblickt :-) :-)
Es ist genau wie du es empfunden hast

Offline TippendeTastatur

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Es soll hier noch einmal für einen Leserschockmoment sorgen (DAS tut es auch unzweifelhaft), aber ein wenig inszeniert wirkt es dann doch auf mich.

Aber eigentlich hast du ja sofort durchgeblickt :-) :-)
Es ist genau wie du es empfunden hast

Ja, so gesehen!  ;D  Es hat einfach überhaupt nicht mit dem "Lesegefühl" der vorherigen Abschnitte zusammengepasst. Ich war geradezu empört!  ;) Jetzt, bin ich doch sehr erleichtert.  :D Das war schon ein kleiner Geniestreich...und ein listiger Coup!
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Offline Janesway

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Ja nu, hatte es ja schon erwartet, dass Lailath ihr eigenes Ding durchziehen wird. Wie konnte das nur passieren? Hätte Ohm es mal lieber nicht nur mit Worten versucht. Zuviel Vertrauen aufgebaut durch die Rettung.
Da dachte ich noch, sie haut wirklich ab und alle gucken in die Röhre, aber nein, Beorn hat sich perfekt positioniert und nur darauf gewartet, dass sie rauskommen. Bei der Beschreibung der riesigen Blutlache dachte ich schon, dass Lailath es nicht schafft. Habt ihr mich ja ganz schön aufs Glatteis geführt. Nicht nur überlebt sie es, sondern sie darf trotz ihres "Verrats" tatsächlich bei der Gruppe bleiben.

Lenya/Pardona hat die Sachlage schnell geklärt. Zu dem Zeitpunkt hatte Phileasson ja sogar noch gute Laune, was bei dem ganzen Wettkampfcharakter schon etwas überraschend war, aber er konnte einem echt Leid tun, als er erfahren musste, dass Beorn eine Aufgabe mehr gelöst zu haben scheint. Als er nachfragte, ob das überhaupt möglich sei, dass verschiedene Aufgaben gestellt werden, hatte ich mir natürlich schon gewünscht, dass Shaya da ein klares Nein gesagt hätte, aber dann wäre ja auch alles aufgeflogen, das durfte nicht sein.
Ursa blieb in der Gegenüberstellung unerwähnt. Ich dachte, dass das Thema kurz noch fallen würde.

Mir wurde tatsächlich erst durch das Gespräch mit ihrem Bruder Nantiangel klar, wie es dazu kam, dass Lailath wieder in die Welt gefunden hatte. Bin eben ein Slowchecker und dankbar, dass ihr das berücksichtigt habt.^^

Als Zidaine ausgerechnet Tylstyr die Waffe an den Hals setzte, da kam mir das schon wie ein Fake vor. Dass sie nicht unbedingt in der Gruppe mit Praioslob bleiben konnte, leuchtet ein. Dass sie aber jetzt zu Beorn wechselt, ist doch nur eine zeitweilige Lösung, wenn Zidaine mit Tylstyr glücklich werden will. Und was das mit ihr und Tjorne dann noch gibt, da würde ich ja gerne direkt weiterlesen! Nochmal das Team wechseln, ist nicht drin. Nur weil Tylstyr ihn drum bittet, heißt das noch lange nicht, dass Phileasson das gut gefunden hätte. Nach den Einblicken, die wir in Tjornes Gedankenwelt bekamen, trauert er der Freundschaft mit Tylstyr zwar nach, aber er ist noch nicht so weit, Tylstyrs Schweigen zu verzeihen.

Galayne und Galandel! Ja, das wäre doch wirklich schön, wenn sie sein Seelenheil wäre. Doch wirkte seine Hoffnung schon verflogen, als Galayne bemerkte, dass Galandel altert. Zu Ende bevor es angefangen hat?

Nirka macht es wie ihre Mutter und lässt sich sofort schwängern. Oh Mann. Sven, der Kopfgeldjäger-Charmebolzen. -.-' Na, wenn sie mit ihm glücklich ist... Dachte sie wollte die Welt sehen. Weit ist sie ja nicht gekommen. Sonst hätte sie vielleicht auch noch jmd anderen als Sven gefunden.
Ja, ich werde schon ein bissl motzig.^^ Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass sie so schnell wieder die Otta verlässt. Immerhin gab sie den Titel zu Band 3. Und ich habe sie sehr gemocht, deswegen echt schade. :(
Dass Hern'sen in den Norden zurückkehrt, nachdem er so viel zu seinem Namensgeber erfahren hat, passte ganz gut.

Richtig toll fand ich, wie Tylstyr durch Zidaines Augen sah und jeder Zweifel weggeblasen wird: Die beiden lieben sich wirklich sehr. Und diese Sehnsucht ist wunderbar spürbar. <3
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2017, 23:35:21 von Janesway »
Liebe Grüße
Juliane

Offline Robert Corvus

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Wie konnte das nur passieren? Hätte Ohm es mal lieber nicht nur mit Worten versucht. Zuviel Vertrauen aufgebaut durch die Rettung.
Ich nenne das "die Enterprise-Falle" - auf Captain Picards Brücke wird auch niemandes Loyalität infrage gestellt ...  :)

Da dachte ich noch, sie haut wirklich ab und alle gucken in die Röhre, aber nein, Beorn hat sich perfekt positioniert und nur darauf gewartet, dass sie rauskommen.
Der Lümmel!  >:(

Nicht nur überlebt sie es, sondern sie darf trotz ihres "Verrats" tatsächlich bei der Gruppe bleiben.
Trotz des "Verrats" ... und weil sie vorher zunächst Salarin und dann Ohm gerettet hat.

Als er nachfragte, ob das überhaupt möglich sei, dass verschiedene Aufgaben gestellt werden, hatte ich mir natürlich schon gewünscht, dass Shaya da ein klares Nein gesagt hätte, aber dann wäre ja auch alles aufgeflogen, das durfte nicht sein.
Shaya weiß über die Wettfahrt kaum mehr als die Teilnehmer. Sie bekommt Prophezeiungen, die sie weitergibt, und soll aufpassen, was Phileasson macht und dass er Beorn nicht im Überschwang der Gefühle umbringt. Sie hat aber keine Möglichkeit, bei Fragen, die nicht anfangs geklärt wurde, daheim nachzufragen.

Mir wurde tatsächlich erst durch das Gespräch mit ihrem Bruder Nantiangel klar, wie es dazu kam, dass Lailath wieder in die Welt gefunden hatte.
;)

Nach den Einblicken, die wir in Tjornes Gedankenwelt bekamen, trauert er der Freundschaft mit Tylstyr zwar nach, aber er ist noch nicht so weit, Tylstyrs Schweigen zu verzeihen.
Das stimmt - zumindest derzeit. Was denkt Ihr - ist die Freundschaft der beiden noch zu retten?

Dachte sie wollte die Welt sehen. Weit ist sie ja nicht gekommen.
Immerhin weiter als die meisten Angehörigen ihrer Sippe.  ;) Aber Du hast schon recht: Wenn man die Karte mit der Reiseroute betrachtet, fällt die zurückgelegte Strecke im vierten Band eher maßvoll aus.

Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass sie so schnell wieder die Otta verlässt. Immerhin gab sie den Titel zu Band 3.
In der Abenteuervorlage ist die Episode mit Sven für den dritten Band vorgesehen. Auch dort werden Sven und Nirka ein Paar, sodass beide in der vierten Episode nicht mehr auftauchen. Wir fanden aber, dass Nirka als Wolfs-Gestaltwandlerin gut zum Wulfen-Motiv passt. Deswegen - und weil in einem Roman der Kopfgeldjäger-Plot ideal für die Wegstrecke nach Vallusa gepasst hat - haben wir sie in den vierten Band mitgenommen.

Offline odenwaldcollies

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Was für ein Showdown mit einigen saftigen Überraschungen  :o Bernhard hatte, was mich betrifft, vollkommen recht, dass am Ende die Emotionen nochmal hochkochen werden.

Unsere Recken treffen tatsächlich noch auf Erm Sen, Tanila und den sie begleitenden Wolf. Aber sie leben nicht mehr, also ist doch alles biologisch korrekt abgelaufen. Und dann befindet sich die Silberflamme tatsächlich bei Erm Sen.

Und dann die erste Überraschung: Lailath hält sich nicht lange mit der Frage auf, ob die Ottajasko ihr Selflanatil überlassen wird oder nicht, sondern flüchtet mit dem Schwert und riskiert sogar, dass die Anderen durch die Steinschläge verletzt werden. Wobei ich Lailath auch verstehen kann, immerhin steht sie nun das dritte Mal kurz davor, das Schwert in ihren Besitz zu bringen und diesmal will sie es richtig machen. Und macht dabei alles falsch, als sie vor der Höhle direkt in Pardonas und Beorns Arme läuft!

Im Endeffekt bekommt Beorn also den Punkt – ich muss gestehen, dass hat mich maßlos geärgert, und zwar nicht nur deswegen, weil er den Punkt bekommen hat, das wird noch öfters geschehen, denn, wie schon im vorigen Abschnitt geschrieben, denke ich, dass die Wettfahrt am Ende ziemlich knapp ausgehen wird. Ich habe mich deswegen geärgert, weil Beorn und Pardona auf die Regeln pochen, dass Beorn zuerst das Schwert in seinen Besitz gebracht hat, weil Lailath nicht zu Philleasons Ottajasko gehört – und selber sind sie ein einziger Regelverstoß, denn Tjorne dürfte nicht in der Ottajasko sein, die vermeintliche Lenya greift aktiv ins Geschehen ein und eigentlich hat die Ottajasko überhaupt keine Schiedsrichterin mehr. Grrr, aber Bernd hat im vorigen Abschnitt geschrieben, dass das mit der Schiedsrichterin rechtlich eine Grauzone ist. 

Aber o.k., soll Beorn den Punkt haben, es stehen ja noch 8 Aufgaben bevor, es ist also noch gar nichts entschieden. Und es ist vielleicht auch ein wenig Rache dafür, dass Phileasson Beorn und seine Leute im Himmelsturm ihrem Schicksal überlassen hat. Hätte er das nicht getan, dann hätte Beorn wahrscheinlich nicht Pardona an seiner Seite, sondern die echte Lenya, was zu einem ausgewogeneren Verhältnis geführt hätte. Aber gut, nun heißt es nach vorne schauen und der Foggwulf wäre nicht der Foggwulf, wenn er das nicht tun würde – das wohl!

Dass er die Elfen Lailath heilen lässt und sie sogar in der Ottajasko behält, zeigt mal wieder seine Großzügigkeit, vor allem, wenn man bedenkt, wie wichtig ihm der Titel „König der Meere“ wirklich ist und sie einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass der Punkt dieser Runde an seinen Gegner ging. Dass er sie im Auge behalten will, ist aber auch verständlich. Ich bin gespannt, ob es Lailath irgendwann noch gelingen wird, Selflanatil an sich zu bringen. Dass sie sich dafür weiterhin Phileasson anschließt, ist für sie sicherlich der erfolgsversprechendste Weg.

So, und dann kam ja wohl die empörendste Szene: Zidaine bedroht Tylstyr! Dass sie die Ottajasko verrät, die sie damals im Himmelsturm gerettet hat, damit mussten wir ja irgendwann rechnen, ich dachte einige Male während dieses Bandes daran, auf welcher Seite sie schlussendlich stehen wird. Natürlich hatte ich gehofft, dass ihr die Entscheidung durch ihre Zuneigung zu Tylstyr schwerer fallen würde, aber das war ja nicht der Fall.

Daher hat mich ihr Verrat nicht ganz so heftig getroffen, wie die Drohung Tylstyrs gegenüber. Das hat mich wirklich fassungslos gemacht und mein erster spontaner Gedanke war, dass sie dafür in den Niederhöllen brennen soll  >:( Aber nachdem wir erfahren, dass sie Tylstyr ihren Dolch, der ihr so viel bedeutet, zurückgelassen hat und damit rechnet, dass er durch ihre Augen sehen wird, hätte sie dem Magier wahrscheinlich doch nichts getan. Im Nachhinein denke ich, war ihre Coolness und Abgebrühtheit nicht echt, ihre Zuneigung zu Tylstyr dagegen schon.

Dafür musste ich kurz über die Ironie des Schicksals auflachen, dass Tjorne und Zidaine nun wieder in derselben Ottajasko sind. Na, das kann ja noch was werden mit den beiden, wenn sie sich gegenseitig umbringen wollen. Und wie wird sich das auf die Ottajasko auswirken, denn diesen Konflikt werden sie bestimmt nicht auf Dauer geheimhalten können. Wird Tjornes Position innerhalb der Ottajasko dann gefestigt genug sein, dass Beorn zu ihm halten wird? Oder ist er jetzt vielmehr von Zidaines Loyalität überzeugt, zumal sie den Eid auf die Ottajasko geschworen hat und Tjorne nicht. Aber immerhin zieht Tjorne nicht den Schwanz ein und verlässt wiederum Beorn, um zu Phileasson zurückzukehren, obwohl sein Freund es ihm anbietet. Und ich denke, Phileasson hätte ihn schlussendlich sogar wieder aufgenommen.

Allerdings ergibt sich aus Zidaines Wechsel zurück zu Beorn eine interessante Frage: angenommen, der Rachedämon ist auf ihre Paktänderung eingegangen, wer sollen dann die beiden Opfer anstelle von Tylstyr sein? Befinden sich diese dann in Phileassons oder in Beorns Ottajasko? Wenn ihre coole Aktion vor der Höhle gar nicht so cool war, wie ich vermute, dann stellt sich mir auch die Frage, wie treu sie tatsächlich noch zu Beorns Ottajasko steht.

Nun muss ich aber nochmal auf den Punktestand der Wettfahrt zurückkommen: Beorn weiß selber, dass er lügt, als er von unterschiedlichen Aufgaben redet, aber ich hoffe weiterhin, dass die Aufgabe, welche Phileasson im dritten Band war, auch wirklich eine offizielle Aufgabe war. Immerhin hat Pandora die Seuche den Nivesen im wahrsten Sinne auf den Hals gehetzt, um Phileasson den Garaus zu machen. Theoretisch könnte es möglich sein, dass Pandora Shaya diese Aufgabe nur „eingegeben“ hat, weil sie sie zu dem Seuchenherd bringen wollte (falls Pardona über solche Möglichkeiten verfügt). Oder aber die Aufgaben werden tatsächlich dynamisch zur Laufzeit ermittelt, denn eines ist klar, es konnte zu Beginn der Wettfahrt noch keiner ahnen, dass Pardona die Seuche zu den Nivesen bringen wird.

Die Szene, als Galayne Galandel beobachtet und sich überlegt, sich ihr zu offenbaren, fand ich sehr rührend. Und es freut mich, dass die Elfe bei ihm doch eine Saite berührt haben muss, die noch mit dem Guten in ihm verbunden ist – das alleine wäre schon ein Triumph gegenüber Pardona, die ihn zu dem gemacht hat, was er ist. Was wäre gewesen, wenn Salarin nicht zwischen ihn und Galandel gegangen wäre? Ein wenig habe ich gehofft, die beiden würden ihre Zuneigung zueinander gestehen und vielleicht unelfenhaft durchbrennen  ;D Salarin ist mal wieder nicht sich selbst, aber Galayne kann sich darauf auch keinen Reim machen. Aber als Salarin wieder angreifbar wird, nutzt Galayne nicht seine Chance, sondern zeigt sogar Reue. Schön, dass es zwischen den beiden Elfen nicht zum Kampf kam, denn in der Situation hätte es für Salarin womöglich schlecht ausgehen können. Rührend fand ich, als Galayne Salarin bittet, auf Galandel achtzugeben.

Und dann der nächste Tiefschlag: Nirka, Sven und Hern'Sen verlassen die Ottajasko. Ein herber Verlust. Aber auch verständlich, denn wenn Nirka wirklich schwanger ist, dann hat sie bei der Wettfahrt mit ihren Gefahren nichts mehr zu suchen. Und Sven wäre niemals in See gestochen. Die beiden harmonieren so gut zusammen, dass ich es sehr schade gefunden hätte, wenn sie zusammengeblieben wären. Und Hern'Sens Motivation kann ich ebenfalls gut verstehen. Aber ich werde die Drei in jedem Fall vermissen.

Die Wulfen haben nicht in die Geschehnisse vor der Höhle eingegriffen, das hat mich überrascht, aber was hätte ein Blutvergießen auch gebracht: Beorn hatte in dem Moment das Schwert als Erster an sich gebracht.

Dann erfahren wir, welche Aufgabe als nächstes auf die beiden Wettkämpfer wartet: sie sollen sich den Reißzahn einer Seeschlange besorgen! Ich glaube, in dem Fall ist es eine vernünftige Entscheidung, seekrank zu sein und lieber an Land zu bleiben  :D Aber immerhin führt die Aufgabe die beiden Drachenführer wieder zurück auf das Meer, ihrem liebsten Element. Und trotz dem verlorenen Punkt ist die Einheit innerhalb von Phileassons Ottajasko weiterhin sehr stabil – ganz anders, als es bei Beorn der Fall ist.

Spannend fand ich die Enthüllung, warum Lailath eigentlich einen Körper hatte, das war mir nämlich bis zum Epilog nicht wirklich klar geworden. Dafür hatten wir mit unserem einheitlichen Verdacht, dass Pardona Nantiangel nicht befreit und ihm damit einen Gefallen getan hat, recht – das war wenig überraschend. Wenigstens hat sie ihn nur für 13 Tage gebannt und nicht für immer, aber diese Erfahrung war schon schlimm genug.

Nantiangel hatte demnach damals keine Macht darüber, dass Beorn bzw. Tjorne ihm wirklich das Schwert zurückbringen, sondern musste sich einfach auf ihr Wort verlassen und darauf, dass sie an den von ihm versprochenen Schätzen genügend interessiert sind. Er konnte ja nicht ahnen, das Selflanatil Teil einer Wettfahrt ist, die für Beorn noch mehr bedeutet als ein schneller Schatz.

Eine Frage habe ich noch an die Autoren zu der Szene vor der Höhle, als Phileasson und Beorn aufeinandertreffen: wie habt ihr diese Szene geschrieben? Hier haben sich ja eure beiden Handlungsstränge zu einem Strang vereinigt; habt ihr diese Szene dann gemeinsam geschrieben?

Mir hat das Buch in jedem Fall wieder sehr gut gefallen und ich würde lieber heute als morgen weiterlesen  ;D


Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Ich hätte allerdings deutlich mehr Skepsis von der gewitzten Shaya erwartet, ihr muss ja sofort aufgefallen sein, dass Lenya nicht im Sinne der Aufgabe als Schiedsrichterin handelt!  :-\  Zumindest etwas Misstrauen hätte sie da doch hegen müssen!? ???

Vielleicht hat sie das auch, nur in der Situation war zu wenig Zeit, um darüber gründlich nachzudenken. Und so wie es aussieht, hat sie danach keine Zeit mehr zusammen mit Lenya verbracht, um Diskrepanzen erkennen zu können.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Hm ...
Zidaine ist nun außerhalb von Praioslobs Reichweite ...
Sie schickt gemäß Vereinbarung jeden Abend eine Nachricht an Tylstyr ...
Wodurch Phileasson erfährt, was sein Rivale gerade treibt ...
Könnte es sein, dass sie hat nicht nur den Blender, sondern auch die eine oder andere Leserin und den einen oder anderen Leser über ihre wahren Absichten getäuscht hat?  :D

Davon gehe ich auch aus, dass Zidaine vor der Höhle nicht ihre wahren Beweggründe offenbart hat, ansonsten hätte Tylstyr danach doch ziemlich enttäuscht sein müssen, als er den Zauber webt, um ihre Augen zu sehen. Und dort ist die Rede davon, dass "einen Weg gefunden haben", wenigstens Nachrichten in eine Richtung zu schicken.
Von Enttäuschung ist auf Tylstyrs Seite nichts zu spüren, also wusste er doch, was sie vorhatte.

Aber daran, dass Tylstyr durch Zidaines Augen mitbekommen kann, was bei Beorn vorgeht, hatte ich noch gar nicht gedacht - das ist ja raffiniert.
Liebe Grüße
Karin

Offline Robert Corvus

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Aber o.k., soll Beorn den Punkt haben, es stehen ja noch 8 Aufgaben bevor, es ist also noch gar nichts entschieden.
Das wohl! Foggwulf vor! Jetzt erst recht! :barbar:

Dass er die Elfen Lailath heilen lässt und sie sogar in der Ottajasko behält, zeigt mal wieder seine Großzügigkeit, vor allem, wenn man bedenkt, wie wichtig ihm der Titel „König der Meere“ wirklich ist und sie einen entscheidenden Anteil daran hatte, dass der Punkt dieser Runde an seinen Gegner ging. Dass er sie im Auge behalten will, ist aber auch verständlich.
Zudem hat sie Salarin und vor allem Ohm das Leben gerettet ... Dadurch ist auch Phileasson ihr verpflichtet.

Dafür musste ich kurz über die Ironie des Schicksals auflachen, dass Tjorne und Zidaine nun wieder in derselben Ottajasko sind.
Diese Wendung hat auch auf unsere Lippen ein Lächeln gezaubert.  :D

Und dann der nächste Tiefschlag: Nirka, Sven und Hern'Sen verlassen die Ottajasko. Ein herber Verlust. Aber auch verständlich, denn wenn Nirka wirklich schwanger ist, dann hat sie bei der Wettfahrt mit ihren Gefahren nichts mehr zu suchen. Und Sven wäre niemals in See gestochen. Die beiden harmonieren so gut zusammen, dass ich es sehr schade gefunden hätte, wenn sie zusammengeblieben wären. Und Hern'Sens Motivation kann ich ebenfalls gut verstehen. Aber ich werde die Drei in jedem Fall vermissen.
Inzwischen haben viele Figuren die Ottajasko verlassen - Swafnild, Crottet, Firutin, Nirka ... Sie kehren in ihre Heimat zurück oder gehen neue Wege ... Auch das wird dazu beitragen, dass sich die Saga von der Wettfahrt der beiden Drachenführer in den Tavernen und an den Lagerfeuern verbreiten wird.  :)

Eine Frage habe ich noch an die Autoren zu der Szene vor der Höhle, als Phileasson und Beorn aufeinandertreffen: wie habt ihr diese Szene geschrieben? Hier haben sich ja eure beiden Handlungsstränge zu einem Strang vereinigt; habt ihr diese Szene dann gemeinsam geschrieben?
Es gibt einige wenige Szenen, die wir gemeinsam geschrieben haben. Diese gehört aber nach meiner Erinnerung nicht dazu.
Im Szenenplan haben wir festgelegt, was passieren soll. Das haben wir, glaube ich, noch ein wenig gefeilt, während wir den Phileason-Strang überarbeitet haben. Das Ergebnis waren die Phileasson-Szenen, unterbrochen von Platzhaltern mit Stichworten, was bei Beorn passieren sollte. Da steht dann so etwas wie: "Bitte beachten: Lailath durch Pfeil im Oberschenkel außer Gefecht." Als dann die Beorn-Szenen gekommen sind, waren auch Anmerkungen dabei, was bei den Phileasson-Szenen noch nachgezogen werden sollte, damit alles genau passt. Naturgemäß sind das dann auch Passagen, die bei unseren gemeinsamen Arbeitstreffen noch einmal besonders gründlich angeschaut werden ("passt das jetzt alles zusammen?").

Offline Bernhard H.

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Diese Wendung hat auch auf unsere Lippen ein Lächeln gezaubert.  :D

Aber nicht auf Tjornes Lippen :-O Er hält sich für verflucht und sieht sein Ende nahe.

Offline TippendeTastatur

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Ich hätte allerdings deutlich mehr Skepsis von der gewitzten Shaya erwartet, ihr muss ja sofort aufgefallen sein, dass Lenya nicht im Sinne der Aufgabe als Schiedsrichterin handelt!  :-\  Zumindest etwas Misstrauen hätte sie da doch hegen müssen!? ???

Vielleicht hat sie das auch, nur in der Situation war zu wenig Zeit, um darüber gründlich nachzudenken. Und so wie es aussieht, hat sie danach keine Zeit mehr zusammen mit Lenya verbracht, um Diskrepanzen erkennen zu können.

Ich glaube dennoch, dass sie etwas hätte merken müssen. Wenn man sich so lange, so intensiv kennengelernt hat, dann merkt man das auch an Kleinigkeiten. Zumindest etwas Misstrauen hätte sich in Shaya regen müssen, auch wenn kaum Zeit war.
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Robert Corvus

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Ich glaube dennoch, dass sie etwas hätte merken müssen. Wenn man sich so lange, so intensiv kennengelernt hat, dann merkt man das auch an Kleinigkeiten. Zumindest etwas Misstrauen hätte sich in Shaya regen müssen, auch wenn kaum Zeit war.
Das ist eine der Stellen, an denen ich glaube, dass man als Leser eine Figur für dumm hält, weil man selbst viel mehr weiß als diese Figur wissen kann.
Aus Shayas Sicht stellt sich die Lage so dar:
Sie hat mit Lenya im Tempel zu Thorwal gelebt. Sie weiß, wie Lenya "im Frieden" drauf ist. Auf der Reise gab es während eines halben Jahrs weniger als eine Handvoll Begegnungen, die letzte liegt Monate zurück.
Shaya weiß, wie sehr die Reise sie selbst verändert hat. Anfangs hat sie sogar abgelehnt, mitzurudern, und schon der Abschied aus ihrem Heimatland hat sie weinen lassen. Jetzt hat sie einen Goblin erschlagen und gegen weitere gekämpft, sich Menschenfressern gestellt und so weiter. Vor allem weiß sie, dass sie Dinge getan hat, die sie früher empörend gefunden hätte - insbesondere, weil sie die Neutralität infrage stellen, die sie Mutter Cunia versprochen hat.
In der Nacht ist sie im Höhlensystem, verfolgt von Wulfen. Ohm Follker geht beinahe drauf. Das Erz bebt, Lailath brennt durch. Shaya rennt hinterher, wird aber zunächst von Salarin und Lailath abgehängt.
Atemlos kommt sie bei den Ottajaskos an. Lailath liegt mit einem Pfeil im Bein am Boden, Lenya hält einen Bogen. Dass sie damit hervorragend umgehen kann, weiß Shaya noch aus Thorwal. Dass sie ihn benutzt hat, wird sie entsetzen.
Andererseits hat auch sie selbst Dinge getan, die sie vielleicht nicht hätte tun sollen - als neutrale Schiedsrichterin. Und streng genommen hat Lenya niemanden angegriffen, der zu einer Wettkampfpartei gehört - schließlich ist Lailath nicht Teil der Ottajasko.
Shaya hat auch nicht lange Zeit, darüber nachzudenken, es gilt, zu überlegen, wer den Punkt für diese Aufgabe bekommt. Die Stimmung ist gereizt, die Ottajaskos stehen sich bewaffnet gegenüber. Ein falsches Wort könnte zur Katastrophe führen. Ohnehin droht die Sache zu entgleisen - Zidaine hält Tylstyr den Dolch an die Kehle (gehen wir mal davon aus, dass so wenige wie möglich eingeweiht sind - also nur Zidaine, Tylstyr, Phileasson).
Und dann zieht Beorn ab - und nimmt seine Ottajasko inklusive Lenya mit. Soll Shaya sie zurückhalten? Vielleicht, aber Lenya macht keine Anstalten, auf sie zuzugehen (vielmehr wird Pardona alles tun, um sich von ihr fernzuhalten). Ein paar Sekunden, dann ist sie im Dunkel verschwunden. Und in Phileassons Ottajasko gibt es genug zu tun. Lailath ist verletzt, und keiner ist gut auf sie zu sprechen ... Da ist eine Schlichterin gefragt.

Ich glaube, man hätte die Szene anders schreiben müssen, um Shaya eine Chance zu geben, sich mit Lenya auseinanderzusetzen.

 

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