Autor Thema: 06 - Kapitel 3 komplett (S. 247 - 323)  (Gelesen 457 mal)

Offline Heimfinderin

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Barbara

Offline TippendeTastatur

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Praioslobs Erinnerungen an Shulinai sind rührend. Seine Gedanken über seinen Gott kann ich nachvollziehen. "Allzu grelles Licht konnte eine Seele verbrennen, sodass nur eine tote Wüste voller Selbstvorwürfe über die eigene Unzulänglichkeit blieb."

Wie ihn die abstrakte Drahtfigur imTempel an Shulinai erinnert, hat mich bewegt. Schade, dass er dann mehr oder weniger dazu aufgefordert wird, die Stätte zu verlassen und am besten noch sein Opfer mitzunehmen.....das ist doch etwas typisch für die Unterschiede zwischen den Religionen, möchte man meinen. Es wird ihm vorgeschrieben, dass er dort nur richtig sei, wenn er FReude empfinde. Es ist aber nun mal nicht so, da ihn die Figur an Shulinai erinnert hat. Selbst wenn nicht alles richtig sein muss, was wir an einem geweihten Ort empfinden, so ist es doch zumindest wahrhaftig und somit, in meinen Augen, niemals am falschen Platz!

Heidelinde und die Gärten haben mir -natürlich- sehr gut gefallen. Schöne Beschreibungen, bunte Bilder. Aber ich hätte gerne mehr davon gehabt....der Aufenthalt dort, war doch etwas kurz geraten. Schade.

Vascal, Praioslob und Firutin finden (zu schnell) ein altes Dokument, das die Geschichte Erm'Sens , dem Wolfsritter erzählt. Auch hier hätte ich mir einen längeren Aufenthalt und einige schöne Beschreibungen mehr gewünscht, denn was kann man mehr ausschmücken, also sin altes Antiquariat, in dem die Geschichten in jeder staubigen Ecke schlummern? Da wäre doch etwas mehr drin gewesen für mein Empfinden.

Dann kommt das seltsame Verhalten Abduls für mich recht plötzlich. Ich verstehe zuerst nicht, was los ist. Ich fühle mich etwas überrumpelt mit der Tatsache, dass Pardona Aufzeichnungen von Abdul besitzt und damit seine engsten Freunde in Gefahr sind.  ???   Irgendwie wurde das bislang nicht großartig erwähnt, oder? jedenfalls ist es an mir offensichtlich (leider) vorübergegangen und ich war etwas verdutzt!

Im Wirtshaus. Warum macht Sven Nirka auf Praioslobs Trauer aufmerksam? Das erscheint mir seltsam. Welcher Kerl, der Kopfgeldjäger ist, macht sich etwas aus den Tränen eines anderen Mannes in einer Schenke??? Da kam ich auch irgendwie nicht mit klar.

Der Schockmoment schlechthin: Nirka liebäugelt mit (!) Sven.  :ernst:   Sorry, ich kann da überhaupt nicht mitgehen. Dann taucht sie auch tatsächlich noch bei ihm auf ( Vorwand: der Dolch *hüstel*) und  :o  er zündet Kerzen an!  :-\   ich bin überfordert mit diesem Sven, vielmehr mit dem Nirka-Sven-Ding! Nirkas Haltung ändert sich ständig irgendwie, mal ist sie sauer, wenn er "Wolfsmädchen" sagt, dann  sabbert sie ihm wieder hinterher  :sabber:  ich kriege das nicht zusammen! Nirka entwickelt sich -für mich-derart widersprüchlich, dass es schwieriger wird, den Draht zu ihr zu halten, was mich sehr besorgt!  :'(   ich befürchte, die werden doch echt noch in der Kiste landen miteinander  ::)  Da habe ich gar keine Lust drauf....mir ist Nirka zu wankelmütig.

Das Duell zwischen Isora und HernSen war auch nicht meins. Einzig Praioslob punktet da bei mir, den Kämpfern kann ich nichts abgewinnen.

Dann die ganzen Gottheiten, da fühle ich mich auch überfordert oder habe zum ersten Mal das Gefühl, dass mir da Hintergrundwissen fehlt! Bislang hatte ich den Eindruck so nicht. Aber ich komme mit den zig Göttern und Namen nicht zurecht. Wer? Wie? Wann? Wo? Was? Zuviel Input in einem Abschnitt, der ansonsten auch wieder so vor sich hinplätschert.

Ihr sehr schon, ich tue mich (leider  :'( ) auch mit diesem Abschnitt schwer. Zu viel verschiedene Informationen, viele Örtlichkeiten, die für sich genommen schön sind, aber so abgehetzt werden und nur kurz angerissen werden....so, als müsse man eine Station auf einer Liste abhaken. Es fühlte sich für mich nicht stimmig an...ist vielleicht auch schwierig zu beschreiben. Aber und das muss ich leider sagen, für mich das erste mal überhaupt in der Saga, dass ich so einen Hänger habe.  :'(
« Letzte Änderung: 05. Oktober 2017, 22:32:51 von TippendeTastatur »
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Janesway

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In diesem Abschnitt ist es wirklich ein ganz schönes Hin und Her, was natürlich der Anzahl der Charaktere geschuldet ist. Alle sollen ja wenigstens ein wenig drin vorkommen. Mir ging der Fund in den Archiven nicht zu schnell. Dadurch ist auch mehr Raum gegeben, dass noch andere Geschichten Platz finden, zB das Aufgeben der Briefe. Abdul flucht wie es nur Novadi tun. Sehr klassisch, aber ich habe es so lange nicht mehr gelesen, dass es mir richtig Spaß gemacht hat. Und dann noch die Erwähnung von Rakorium. Das war schön. :>

Praioslob tat mir schon sehr Leid. Wegen der Tränen des Tempels verwiesen, meine Güte sind die streng, aber ein Rahja-Tempel ist eben auch nicht zum Trauern da, das sollte er wissen. Da müsste er schon ein Haus Borons aufsuchen. Dass er als Praiosgeweihter keine Gerechtigkeit mehr in der Welt sieht, ist wohl das schlimmste und traurigste, was er sagen konnte. In dem Moment ist nichts von der Hoffnung geblieben, die er in den Herzen anderer säen will. *sniff*

Nirkas Entwicklung mit Sven gefällt mir auch überhaupt nicht. Ich hätte eher eine kleine (vielleicht auch nur heimliche) Schwärmerei gegenüber Phileasson begrüßt. Und dann zieht Sven als armer verkannter Romantiker, der er ist, auch noch so eine Kerzen-Nummer ab, die mich an Grey's Anatomy erinnert. Dafür gibt's hier im Forum kein Smiley...Allein schon wie Nirka seine rückwärtige Seite betrachtet...:boahnee:  Klar heraus: Ich habe auch keine Lust drauf, dass die beiden in der Kiste landen.
Und wie er schon im Gasthaus Nirka beweisen wollte, dass er eine sensible Seite hat und sich um ihren Freund gekümmert hat. Pff. Er hat Praioslob doch eh nur schwatzen lassen und auf sie gewartet.

Das Duell zwischen Isora und HernSen war auch nicht meins. Einzig Praioslob punktet da bei mir, den Kämpfern kann ich nichts abgewinnen.
Duelle sind doch verboten! Das war nur ein Übungskampf. ;)

Bin nicht dahinter gekommen, was für ein Problem der Zwerg Xortosch nun genau hatte, dass er nicht sofort mit raus treten wollte, falls man das raus lesen konnte. Vielleicht lag's jetzt an der Uhrzeit, dass ich es nicht mitbekommen habe. Die meisten Zwerge haben wirklich Höhenangst, wenn ich mich recht erinnere. Man denkt bei Zwergen ja nun auch eher an Minen, aber in seinem hohen Alter?

Phileassons Ungeduld zieht sich straight durch. Und alle hören auf ihren Anführer, obwohl es echt bekloppt ist, noch in der Nacht loszuziehen. Da lohnt's nicht zu diskutieren. So isser halt. :>

Nebenbei war das ja ein super Spiel für Kinder, das Irulla und Leomara da beim Fackelzug spielen wollten. oO
Liebe Grüße
Juliane

Offline Robert Corvus

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Praioslob tat mir schon sehr Leid. Wegen der Tränen des Tempels verwiesen, meine Güte sind die streng, aber ein Rahja-Tempel ist eben auch nicht zum Trauern da, das sollte er wissen.
Selbst wenn nicht alles richtig sein muss, was wir an einem geweihten Ort empfinden, so ist es doch zumindest wahrhaftig und somit, in meinen Augen, niemals am falschen Platz!
Wenn Du auf einer Trauerfeier bist, wird man Dich hinauswerfen, wenn Du laut lachst - auch wenn Du ehrliche Belustigung empfindest, wird es unpassend erscheinen.
So ist das hier auch.
Zudem ist der Zwölfgötterglaube kein Monotheismus. Zwar versuchen alle zwölf Kirchen, die wesentlichen Ereignisse eines Menschenlebens "abzudecken" (beispielsweise gibt es in allen eine Ehezeremonie, auch wenn die des Traviakultes die beliebteste ist), aber grundsätzlich hat jede dieser Gottheiten einen sehr eigenen Charakter. Beispielsweise sollte man nicht auf die Idee kommen, mit einer offenen Flamme einen Efferdtempel zu betreten - die Geweihten des Gottes des Meeres mögen das gar nicht ...
Bei Rahja ist nahezu alles erlaubt, was Freude macht. Und im Umkehrschluss ...

Heidelinde und die Gärten haben mir -natürlich- sehr gut gefallen.
"Heidelinde" ist mein Lieblingsname in diesem Buch.  :)

Dann kommt das seltsame Verhalten Abduls für mich recht plötzlich. Ich verstehe zuerst nicht, was los ist. Ich fühle mich etwas überrumpelt mit der Tatsache, dass Pardona Aufzeichnungen von Abdul besitzt und damit seine engsten Freunde in Gefahr sind.  ???   Irgendwie wurde das bislang nicht großartig erwähnt, oder? jedenfalls ist es an mir offensichtlich (leider) vorübergegangen und ich war etwas verdutzt!
Ha, endlich haben wir mal etwas gut genug versteckt, damit Ihr nicht gleich sagt: "Das habe ich kommen sehen!" :jakka:
Im Prolog von Himmelsturm hat Abdul in Al'Anfa seine Aufzeichnungen dabei:
Zitat von: Himmelsturm Seite 15
Abdul griff nach dem kleinen Bündel, das neben ihm an Deck lag. Sie beide reisten mit leichtem Gepäck. Ein paar Kleider, Jamilahs Schmuck und die drei Notizbücher, sein größter Schatz, waren alles, was sie mit sich führten.
Das wird unmittelbar bei seiner Befreiung wieder aufgenommen:
Zitat von: Himmelsturm Seite 310
Abduls Blick ruckte wieder zum Bronzeportal. »Wissen kann zu Wirklichkeit werden, und dann wird es gefährlich.« Er stand auf. »Ich muss meine Bücher zurückholen. Niemand darf sie lesen! Ich will sie verbrennen.«
Sanft hielt Phileasson ihn zurück. »Sind sie dort? Sind deine Bücher hinter dem Portal?«
»Ich weiß es nicht. Aber ich muss sie finden. Ich habe alles aufgeschrieben. Über den Gott ohne Namen und seinen Kult. Das weiß Pardona natürlich schon alles, aber die anderen dürfen es nicht erfahren …« Er gluckste. »Vielleicht besucht sie ein paar von den Paktierern. Einige der Zirkel hat sie bestimmt gegründet.«
Übergangslos wurde er ernst. »Aber auch meine Konversation habe ich aufgeschrieben. Die Thesen anderer Forscher referenziert. Mehmal. Zulqaman. Fidora. Ich muss sie warnen. Pardona darf nie von ihnen erfahren, sonst geht sie und holt sie auch und schneidet sie auf und quält sie und …« Mit einem Wimmern brach er ab.
Das ist ein wesentlicher Grund, wieso Phileassons Leute den Beschwörungsraum mit dem Tentakel betreten.
In Die Wölfin haben wir Abduls Kontakte und die Tatsache, dass sie Pardona in die Hände gefallen sind, noch ein- oder zweimal erwähnt, wenn ich mich nicht irre. Er war aber nicht in der Verfassung, sie zu warnen. Erst jetzt, in Vallusa, kommen geistige Klarheit und Gelegenheit zusammen.  ;)

Welcher Kerl, der Kopfgeldjäger ist, macht sich etwas aus den Tränen eines anderen Mannes in einer Schenke??? Da kam ich auch irgendwie nicht mit klar.
Menschen sind so komplex, dass sie sich nicht auf ihren Beruf reduzieren lassen. Sven ist Kopfgeldjäger - aber das bedeutet nicht, dass damit sein kompletter Charakter festgelegt ist.  ;)

Dann die ganzen Gottheiten, da fühle ich mich auch überfordert oder habe zum ersten Mal das Gefühl, dass mir da Hintergrundwissen fehlt!
Das überrascht mich ein wenig, denn beinahe alle erwähnten Götter sind vorher bereits aufgetaucht.
Praios sollte von Praioslob her hinlänglich bekannt sein.
Rahja von Shulinai, die als Tänzerin in Die Wölfin mit der Schönen Göttin in Verbindung gebracht wurde.
Peraine ist ebenfalls aus Die Wölfin bekannt - Bruder Osais, der neben Barraculus wesentlich an der Heilung der Nivesen mitwirkt, ist einer ihrer Geweihten.
Travia begleitet uns von Anfang an.
Ingerimm ist neu, aber eigentlich schon in der ersten Phileasson-Szene mit der Prophezeiung als Feuergott eingeführt.
Am Hafen steht der Efferdtempel, aber auch der Gott des Meeres ist in Nordwärts bereits thematisiert worden - in Olport, wo der große Kreidefelsen in der Hafeneinfahrt "Efferdpfeiler" heißt. Der spielt ja eine wichtige Rolle bei der Einfahrt und bei Ragnors Rettung.
Ich erkenne nicht, was da großartig an neuen Gottheiten dazugekommen ist.  ???

Und dann noch die Erwähnung von Rakorium. Das war schön. :>
Das ist ein Gruß an die Insider.  ;)

Dass er als Praiosgeweihter keine Gerechtigkeit mehr in der Welt sieht, ist wohl das schlimmste und traurigste, was er sagen konnte. In dem Moment ist nichts von der Hoffnung geblieben, die er in den Herzen anderer säen will. *sniff*
Ja, er ist in einer Krise ...
Und wie er schon im Gasthaus Nirka beweisen wollte, dass er eine sensible Seite hat und sich um ihren Freund gekümmert hat. Pff. Er hat Praioslob doch eh nur schwatzen lassen und auf sie gewartet.
Woraus schließt Du, dass Praioslob ihm nicht ehrlich leid getan hat - ebenso wie Dir?  ;)

Bin nicht dahinter gekommen, was für ein Problem der Zwerg Xortosch nun genau hatte, dass er nicht sofort mit raus treten wollte, falls man das raus lesen konnte.
Aus der Stelle konnte man es nicht lesen. Experten für aventurische Zwerge werden es sofort wissen. Die anderen werden es in diesem Buch noch erfahren.  ;)

Offline Janesway

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Und wie er schon im Gasthaus Nirka beweisen wollte, dass er eine sensible Seite hat und sich um ihren Freund gekümmert hat. Pff. Er hat Praioslob doch eh nur schwatzen lassen und auf sie gewartet.
Woraus schließt Du, dass Praioslob ihm nicht ehrlich leid getan hat - ebenso wie Dir?  ;)
Weil nichts es erkennen lässt. Er hat Praioslob nur auf ein Thema umgelenkt, bei dem dieser als Praiot klar Stellung beziehen und versuchen wird, Sven zu überzeugen. Vielleicht sogar nur, um sich das Gejammer zu ersparen. Sven wirkt auch nicht wirklich am Gespräch beteiligt. Und bei Nirkas Erscheinen hatte ich den Eindruck, dass er eh nur gehofft hatte, sie dort anzutreffen und es ihm eine günstige Gelegenheit schien, ihr zu zeigen, dass er eben noch eine andere Seite hat als die des Kopfgeldjägers und dass er sich mit ihren Kameraden gut versteht. Mein Eindruck. Bin gespannt, ob die anderen das auch so sehen.

Was ich vergessen habe: Tatsächlich hat Phileasson mit seiner Ottajasko das ganze Rätsel anders gelöst und hat nicht einmal versucht, auf dem Zwergenplatz mit einem Geist in Kontakt zu treten. Ob das dazu führt, dass er später noch einmal nach Vallusa zurückkehren muss? War seine Abreise etwas zu übereilt oder hat er wirklich alle nötigen Informationen? Hätte er aber überhaupt noch weitere Informationen zusammentragen können? Sein bunt gefächertes Team hilft ihm ja eigentlich immer weiter, darauf muss er sich verlassen und das tut er auch, immerhin sagt er kurz vor der Abreise noch, dass er jeden einzelnen Mann und jede einzelne Frau seiner Ottajasko liebt. Kick Zidaine raus, dann bin ich ganz bei dir, Phileasson. Obwohl...Salarin mit seinem Singsang... :>

Liebe Grüße
Juliane

Offline Robert Corvus

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Er hat Praioslob nur auf ein Thema umgelenkt, bei dem dieser als Praiot klar Stellung beziehen und versuchen wird, Sven zu überzeugen.
... womit er der Empfehlung meines Klassenlehrers aus der fünften Jahrgangsstufe gefolgt ist: "Wenn einer von euch Heimweh bekommt, dann lenkt ihn ab und sprecht mit ihm über irgendetwas, egal was - nur nicht über Zuhause!"  ;)

Offline Janesway

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Funktioniert auch immer noch bestens. Drückt aber nicht zwingend Mitgefühl aus, wenn man dieser Methode folgt.

Was mir grad noch einfällt: Ich war zu Anfang des Abschnitts sehr erstaunt, schon in Vallusa angekommen zu sein. Hatte gedacht, dass Ohm Vollker eine andere Bitte an die Moloche stellte, als die, ihnen nach Vallusa zu helfen, denn sie hatten durch die Rettungsaktion des Delfins doch schon aus dem Sumpf raus ans größere Gewässer gefunden. Dachte, dazu käme noch was.
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2017, 09:18:08 von Janesway »
Liebe Grüße
Juliane

Offline Robert Corvus

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Hatte gedacht, dass Ohm Vollker eine andere Bitte an die Moloche stellte, als die, ihnen nach Vallusa zu helfen, denn sie hatten durch die Rettungsaktion des Delfins doch schon aus dem Sumpf raus ans größere Gewässer gefunden. Dachte, dazu käme noch was.
Ihr verwirrt mich ein wenig, weil ich gar nicht weiß, auf welche Stelle Ihr Euch mit Ohm Follkers Bitte bezieht.  ???
Ich nahm erst an, es ginge Euch um Vascals Abschlusssatz, aber da Ihr übereinstimmend von Ohm Follker schreibt ...
Falls es um Vascal geht: Sie hatten zwar den Fluss Misa erreicht, brauchten nun aber noch eine gute Stelle, an der sie vorüberfahrende Boote oder Wasserfahrzeuge auf sich aufmerksam machen konnten. Idealerweise eine, an der ein Boot auch anlanden kann, um sie aufzunehmen. In Aventurien sind die Flüsse ja in der Regel - anders als bei uns - nicht begradigt, und gerade an einem Sumpfgebiet gibt es Seitenarme etc. Gerade in der Nacht ist da nicht offensichtlich, wo die Fahrrinne verläuft. Und dann wäre trockenes Holz für ein Signalfeuer wünschenswert. Dinge eben, die man als Ortskundiger leichter findet, als wenn man fremd ist.

Offline Janesway

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Haha, da habe ich wohl ein super Gerücht gestreut, dass Ohm Vollker noch eine Bitte äußert. xD Ja, Vascal macht natürlich viel mehr Sinn.
Dachte, mit Gewässern würde sich unsere Ottajasko genug auskennen und dann haben sie auch noch Irulla dabei. Aber warum sollte man auch nicht fragen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Hoffe übrigens noch auf eine aktivere Rolle von Irulla.
Liebe Grüße
Juliane

Offline TippendeTastatur

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Selbst wenn nicht alles richtig sein muss, was wir an einem geweihten Ort empfinden, so ist es doch zumindest wahrhaftig und somit, in meinen Augen, niemals am falschen Platz!
Wenn Du auf einer Trauerfeier bist, wird man Dich hinauswerfen, wenn Du laut lachst - auch wenn Du ehrliche Belustigung empfindest, wird es unpassend erscheinen.
So ist das hier auch.
Zudem ist der Zwölfgötterglaube kein Monotheismus. Zwar versuchen alle zwölf Kirchen, die wesentlichen Ereignisse eines Menschenlebens "abzudecken" (beispielsweise gibt es in allen eine Ehezeremonie, auch wenn die des Traviakultes die beliebteste ist), aber grundsätzlich hat jede dieser Gottheiten einen sehr eigenen Charakter. Beispielsweise sollte man nicht auf die Idee kommen, mit einer offenen Flamme einen Efferdtempel zu betreten - die Geweihten des Gottes des Meeres mögen das gar nicht ...
Bei Rahja ist nahezu alles erlaubt, was Freude macht. Und im Umkehrschluss ...

Also ich muss sagen, dass ich mit den verschiedenen Glaubensrichtungen / Göttern überfordert bin. Da mag sich (vielleicht) etwas bemerkbar machen, dass man gänzlich ohne Vorwissen reingegangen ist. Ich verstehe aber jetzt, wie Du das meinst, indem Du das Beispiel einer Beerdigung aufgreifst. Praioslobs Verhalten war also gänzlich deplatziert, worauf er ja dann auch bestimmt hingewiesen wurde.
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2017, 11:20:29 von TippendeTastatur »
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Offline TippendeTastatur

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Weil nichts es erkennen lässt. Er hat Praioslob nur auf ein Thema umgelenkt, bei dem dieser als Praiot klar Stellung beziehen und versuchen wird, Sven zu überzeugen. Vielleicht sogar nur, um sich das Gejammer zu ersparen. Sven wirkt auch nicht wirklich am Gespräch beteiligt. Und bei Nirkas Erscheinen hatte ich den Eindruck, dass er eh nur gehofft hatte, sie dort anzutreffen und es ihm eine günstige Gelegenheit schien, ihr zu zeigen, dass er eben noch eine andere Seite hat als die des Kopfgeldjägers und dass er sich mit ihren Kameraden gut versteht. Mein Eindruck. Bin gespannt, ob die anderen das auch so sehen.



Da stimme ich Janesway zu. Das ist wirklich nicht zu erkennen und es mag ja stimmen, dass man auch als Kopfgeldjäger noch andere Seiten hat (wobei Kopfgeldjäger natürlich ein Beruf ist, der es wohl allgemein mit sich bringt, dass man nicht der einfühlsamste, emotionalste Typ ist, oder? Wie könnte ich sonst Menschen, allein wegen des Geldes ausliefern, mitunter sogar in in den Tod, je nachdem warum sie gesucht werden????) Für mich ist die Figur "Sven" generell nicht stimmig...da passt nichts so richtig zusammen. D.h nicht einmal, dass ich erwarte ein Kopfgeldjäger müsse besonders derbe drauf sein o.ä (also nicht diese typischen Klischees, darum geht es mir gar nicht) aber die Figur überzeugt mich irgendwie gar nicht....natürlich darf er auch eine andere Seite haben....dennoch halte ich es für sehr abwegig, dass einen Mann mit solch einem Umfeld und solch einem Leben, die Tränen eines Praioslob in einer Schenke sonderlich kratzen.
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2017, 10:32:03 von TippendeTastatur »
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Offline Robert Corvus

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Einmal anders gefragt:
Sven sieht einen traurigen Mann, setzt sich zu ihm und lenkt das Gespräch auf ein Thema, von dem er weiß, dass sich der andere darüber ereifern wird, sodass es ihn von seiner Trauer ablenkt.
Was hätte er in Euren Augen stattdessen getan, wenn Praioslob ihm wirklich leid getan hätte?

Ich verstehe, was Du mit der Sensibilität eines Kopfgeldjägers meinst, TippendeTastatur. Andererseits ist ein gewisses Hineinfühlen in seine "Beute", also die Fähigkeit, zu antizipieren, wie diese denkt und fühlt, sicher hilfreich für einen Kopfgeldjäger, denn so kann er die nächsten Schritte vorausahnen und seine Fallen effektiver stellen. Auch ein solches Hineinfühlen-Können setzt Empathie voraus ...  ;)

Offline Janesway

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Noch zu dem Götter-Wirrwarr:
Es vergeht ja dann doch immer wieder etwas Zeit bis der nächste Band raus ist, da kann man die Götter auch wieder etwas vergessen haben. Und dann sind es ja nicht nur die Zwölfe, sondern eben auch zB noch Nandus, Simia...etc.
Habe sie bei meinen ersten Romanen auch manchmal durcheinander gebracht. Die Götter werden aber selten nur mit Namen benannt. Im Zusammenhang findest du schon wieder rein. Habe jetzt keine Lust, im Ebook zu springen. Stehen die Götter viell. im Glossar?
Liebe Grüße
Juliane

Offline Robert Corvus

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Stehen die Götter viell. im Glossar?
Efferd, Ingerimm, Praios, Rahja, Travia und einige weitere stehen drin; Peraine allerdings nicht.

Offline Janesway

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Dann ist einem damit doch schnell geholfen. ;)

Was hätte er in Euren Augen stattdessen getan, wenn Praioslob ihm wirklich leid getan hätte?
Einfach ein offenes Ohr haben? Nicht den Gesprächspartner wechseln, nur weil sich eine Gelegenheit bietet? Ablenkung hatte Praioslob auf Reise genug, er muss sich dem auch stellen können. Denke, dass seine Tränen im Rahjatempel sehr befreiend für ihn waren.
Sven ist gerade so ein bissl wie diese bösen Halunken aus Disneys Rapunzel, bloß sammelt er keine kleinen Einhörner oder liebt Pantomime, sondern stellt gerne für schöne Frauen nach Sonnenuntergang Kerzen auf. xD
Liebe Grüße
Juliane

 

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