Autor Thema: 06 - Kapitel 3 komplett (S. 247 - 323)  (Gelesen 450 mal)

Offline TippendeTastatur

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Einmal anders gefragt:
Sven sieht einen traurigen Mann, setzt sich zu ihm und lenkt das Gespräch auf ein Thema, von dem er weiß, dass sich der andere darüber ereifern wird, sodass es ihn von seiner Trauer ablenkt.
Was hätte er in Euren Augen stattdessen getan, wenn Praioslob ihm wirklich leid getan hätte?

Ich verstehe, was Du mit der Sensibilität eines Kopfgeldjägers meinst, TippendeTastatur. Andererseits ist ein gewisses Hineinfühlen in seine "Beute", also die Fähigkeit, zu antizipieren, wie diese denkt und fühlt, sicher hilfreich für einen Kopfgeldjäger, denn so kann er die nächsten Schritte vorausahnen und seine Fallen effektiver stellen. Auch ein solches Hineinfühlen-Können setzt Empathie voraus ...  ;)

Hmm....läufst du da nicht Gefahr Empathie mit Berechnung zu verwechseln? Mag sein, dass er die Fähigkeit braucht, die Gemütslagen anderer Menschen und seiner "Beute" zu erahnen, um dann wiederum entsprechende Schritte voraus zu sein usw. Aber in diesem Fall, hätte er doch nichts davon gehabt, außer jemanden ernsthaft über seine Trauer hinwegzuhelfen bzw. abzulenken. Und das ist für mich der Knackpunkt, der so unstimmig erscheint. Was bringt es Sven denn, wenn er Praioslob ablenkt? Müsste er nicht zielorientiert und nach dem Motto "Was gibt es dabei für mich zu gewinnen" agieren, als Kopfgeldjäger? Oder soll er wirklich einen so spontanen empathischen Ausbruch haben, der ihn all das vergessen lässt? Hmm....ich weiß nicht.
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Robert Corvus

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    • Robert Corvus
Was bringt es Sven denn, wenn er Praioslob ablenkt? Müsste er nicht zielorientiert und nach dem Motto "Was gibt es dabei für mich zu gewinnen" agieren, als Kopfgeldjäger?
Genau das ist der Punkt: Er könnte durchaus ausschließlich eigennützig denken - aber das muss er nicht, um als Kopfgeldjäger erfolgreich zu sein. Es folgt nicht zwingend aus seinem Beruf. Zumal seine Steckbriefe sich ja nicht auf die gesamte Ottajasko beziehen - insbesondere gegen Praioslob liegt nichts vor.

Offline TippendeTastatur

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Was bringt es Sven denn, wenn er Praioslob ablenkt? Müsste er nicht zielorientiert und nach dem Motto "Was gibt es dabei für mich zu gewinnen" agieren, als Kopfgeldjäger?
Genau das ist der Punkt: Er könnte durchaus ausschließlich eigennützig denken - aber das muss er nicht, um als Kopfgeldjäger erfolgreich zu sein. Es folgt nicht zwingend aus seinem Beruf. Zumal seine Steckbriefe sich ja nicht auf die gesamte Ottajasko beziehen - insbesondere gegen Praioslob liegt nichts vor.

Hmmm....ich verstehe, wie Du das meinst. Womöglich habe ich noch nicht so viele Kopfgeldjäger kennengelernt.  :totlach:   (noch nicht! ;D )
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Offline Janesway

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So richtig hardcore ist Sven als Kopfgeldjäger ja auch nicht und denkt evt. nicht ganz so eigennützig wie es erst den Anschein macht. Sonst hätte er doch bei der unerwarteten Gegenwehr einfach von dem Plan, sie lebendig abzuliefern, abweichen können. Das hätte es deutlich einfacher gemacht. Vielleicht meint er es ja nur gut mit ihnen, denn wenn ein anderer Kopfgeldjäger den Job angenommen hätte, dann hätte es tödlich enden können. Vielleicht hatte er sich schon in Norburg in Nirka verguckt und macht das alles nur für sie! <3

Nee, Quatsch! xD
Liebe Grüße
Juliane

Offline TippendeTastatur

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Was hätte er in Euren Augen stattdessen getan, wenn Praioslob ihm wirklich leid getan hätte?


Das ist ja für mich der Knackpunkt. Für mich würde sich die Frage nicht stellen, da ich Sven diese "Geste des Mitleids" nicht zugestanden hätte. Ich hadere da nach wie vor mit. So facettenreich der Charakter eines Menschen sein kann....dennoch würde ich den Beruf "Kopfgeldjäger" nicht einfach so komplett davon trennen....wer so einen Job durchzieht, der handelt in meinen Augen auch ansonsten nicht so umsichtig und einfühlsam. Evtl., wenn er den Job früher mal ausgeübt hätte und inzwischen ein anderes Leben führen würde, ja dann würde das passen. Aber in dem Zusammenhang, dass er ja gerade frisch angesetzt auf Phileasson & Co. Und auch, wenn gegen Praioslob selbst nichts vorlag......nein, ich sträube mich da dennoch vehement (!) Sorry, ich kann diese Geste Sven einfach nicht zugestehen.
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Offline TippendeTastatur

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Stehen die Götter viell. im Glossar?
Efferd, Ingerimm, Praios, Rahja, Travia und einige weitere stehen drin; Peraine allerdings nicht.

Was mir immer schwer fällt, ist die Götter den verschiedenen Völkern zuzuordnen. Da wäre eine Übersicht hilfreich.
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Offline TippendeTastatur

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Vielleicht meint er es ja nur gut mit ihnen, denn wenn ein anderer Kopfgeldjäger den Job angenommen hätte, dann hätte es tödlich enden können. Vielleicht hatte er sich schon in Norburg in Nirka verguckt und macht das alles nur für sie! <3


Ohhh neeee.....dann müssten wir ja dem Kopfgeldjäger noch mehr Empathie zugestehen! Fast schon ein Samariter!  :-\   
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Offline Murkxsi

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Irullas Gruselgeschichten finde ich immer wieder klasse. Schade, dass wir bisher noch so wenig von ihr lesen. Aber das ändert sich bestimmt noch (ein wenig erhoffe ich mir noch einen Prolog über sie).

Diese Traviageweihte Gansine ist ja nicht gerade die Freundlichste. Bisher dachte ich eigentlich immer, das sind alles ganz liebenswerte Wesen  ;)

Abdul wirkt ja wirklich zeitweise ein wenig durchgeknallt, aber nach seinen Erlebnissen im Himmelsturm kann man ihm das auch nicht verdenken. Jetzt schafft er es endlich, seine Kollegen vor Pardona zu warnen bzw. versucht es zumindest. Ich kann mich noch ganz schwach daran erinnern, dass er einiges aufgeschrieben hat. Dass es so viel über dem Namenlosen war, ist mir allerdings entfallen. Dass das Pardona brennend interessiert, ist ja mal klar. Ich hoffe, die Briefe kommen auch an und werden auch entsprechend ernst genommen.

Die Szene mit dem Reiter fand ich einfach nur zum Schießen  :D Ich konnte mir die Gesichter so richtig vorstellen.

Praioslob Trauer über Shulinai war schon sehr tragisch. Eigentlich ist das ja noch gar nicht so lange her. Für mich fühlt sich das schon wie eine Ewigkeit an. Verständlich, dass es ihn in einem Tempel übermannt, war nur dummerweise der Falsche  :D

Sven Gabelbart scheint ja wirklich in Nirka verknallt zu sein. Und Nirka ist ja auch nicht abgeneigt. Schade nur, dass Zidaine das romantische Beisammensein ein wenig verhindert hat. Ich hätte zu gerne gewusst, wie dieses Geplänkel ausgegangen wäre. Und Falnokul hat leider alle Sympathien bei mir verloren.

Jetzt bin ich gespannt, ob die Gruppe in Ysilia weiter kommen. Und wo zum Teufel ist Beorn?



Motto: Leben und leben lassen

Offline Murkxsi

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Ich finde Sven übrigens gar nicht so widersprüchlich. Klar, er ist ein Kopfgeldjäger und verdient damit sein Geld. Unsere Polizisten fangen heutzutage ja auch Verbrecher oder Gesuchte, ohne sie direkt abzuknallen und meistens werden sie auch gut behandelt, also die Gefangenen. Trotzdem stecken dahinter ganz normale Menschen mit Familien und Gefühlen. Polizisten gibt es halt in dieser Welt nicht, aber Kopfgeldjäger, die diese Funktion erfüllen. Warum sollte sich Sven also nicht in Nirka verlieben und es ihr auch zeigen wollen, auch wenn er damit ein wenig zwischen die Fronten gerät.

Nun ja, ob die Aktion mit den vielen Kerzen hätte sein müssen... :elch: da kommt vermutlich die extrem romantische Seite von Robert zum Vorschein. :D Etwas weniger Schischi hätte es auch getan.

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Offline odenwaldcollies

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Na endlich ist Phileassons Ottajasko in Vallusa angekommen - wurde aber auch echt Zeit. Und als erstes erwartet sie ein zickiger Empfang. Kein Wunder, dass Shaya immer säuerlicher wurde, als Gansine Travias Gebot der Gastfreundschaft so gar nicht vorlebt. Herrlich die Szene, wie Shaya mit Phileassons Hilfe Gansine dazu bewegt, dem Schiffer doch seine Lohn zu bezahlen:
"Phileasson sah Shaya an.
Er lüpfte eine Braue.
Er verschränkte die Arme.
Er fasste die Akoluthin ins Auge."
 :totlach:

Gefreut habe ich mich auch darüber, dass Shaya kein Heimweh mehr hat, sondern sich mit ihrer Rolle als Abenteurerin angefreundet hat und sich damit wohl fühlt. Von der neutralen Schiedsrichterin ist nicht viel übrig, was aber auch kein Wunder ist, finde ich, denn das, was die Gruppe zusammen erlebt, schweißt sie doch natürlicherweise zusammen. Schließlich machen die Gefahren vor Shaya nicht halt, nur weil sie eine neutrale Position innerhalb der Ottajasko einnimmt. Und außerdem gibt es in Beorns Ottajasko auch keine neutrale Schiedsrichterin mehr, nachdem Lenya von Pardona aus dem Rennen genommen wurde.
Ich denke auch, dass Shaya bei Phileasson in jedem Fall besser untergebracht ist als bei Beorn, dort wäre sie sicher nicht sehr glücklich geworden.

Ich warte ja die ganze Zeit darauf, dass Beorns und Phileassons Ottajasko irgendwann wieder zusammen an einem Ort sind und Shaya die Gesellschaft der anderen Traviageweihten sucht, so wie die beiden auch im Himmelsturm zusammengesessen sind. Evtl. würde Shaya dann ziemlich schnell auffallen, dass mit Lenya-Pardona etwas nicht stimmt, denn diese hat bestimmt nicht das Bedürfnis, sich mit Shaya auszutauschen.

Lachen musste ich auch, als Firutin unvorsichtigerweise bei Irulla nachfragt, um was es für Wesen sich bei den Panaq-Si handelt  :D Ich freue mich, dass Irullas schräger Humor auftaucht  ;D

Ha, Phileassons Leute benötigen keinen Schattenmann auf dem Zwergenplatz, wenn sie solch fähigen Köpfe wie Vascal und Praioslob dabei haben. Sehr clever, wie sie auf die Gerichtsakten kommen und dort tatsächlich die Spur von Erm'Sen und dem Duell finden. Ich hätte gar nicht gedacht, dass es nach über 200 Jahren überhaupt noch jemanden gibt, der das Duell aus persönlicher Erfahrung kannte - daher war es nochmal clever, Xortosch aufzusuchen. Wobei ich wegen seinem Verhalten im Turm schon wieder misstrauisch geworden bin, hoffe aber mal, dass es dafür wirklich eine harmlose Erklärung gibt, dass es evtl. daran lag, dass Salarin unten geblieben ist. Bei dem Feuerzeug musste ich wieder grinsen. 

Witzig war die Archivarin, die sich von Vascals "Geschwalle" nicht hat beeindrucken lassen, sondern eher von Firutins Schlichtheit  ;D

Spannend fand ich übrigens auch Praioslobs Gedanken zu der Rolle Hern'Sens bei diesem Wettkampf, ob es vielleicht gar kein Zufall ist, dass ausgerechnet er, der Nachfahre des berühmten Fechters Erm'Sen, die Ottajasko begleitet. Ist das vielleicht auch der Grund, warum er auf Hern'Sen so drastisch einwirkte, als dieser von den Fechtschülern herausgefordert wurde?

Apropos Praioslob: bei der Szene mit ihm und Firutin im Tempel der Göttin Rajah habe ich ziemlich feuchte Augen bekommen, als sich Praioslob an Shulinai erinnerte, welche Erleichterung und Hoffnung sie ihren Mitgefangenen im Himmelsturm gegeben hat. Ja, es ist ungerecht, dass sie das alles überlebt hat, um dann an dieser Seuche, die wiederum von Pandora stammte, zu sterben.
Was mich allerdings beunruhigt, sind Praios' Überlegungen, dass ihr durch das Versagen der Gefährten verschuldet sei, die viele andere, aber nicht Shulinai geheilt hatten. Damit meint er ja Galandel und Salarin, die damals am Ende ihrer Kräfte waren. Wie werden sich diese Gedanken auf sein zukünftiges Verhalten den Gefährten gegenüber auswirken? Auch Sven erkennt diese tiefe Wunde und dass sie noch ein Problem werden könnte.
Zumal Praioslob auf Hern'Sen richtig gut einwirken konnte, bevor er von den arroganten Fechtschülern vollends verdroschen wurde.

Sven, ja, er ist mit seinen Kopfgeldjägern auch in Vallusa angekommen - und egal, wie sehr Praioslob mit ihm bzgl. der Rechtsfragen diskutiert, Sven geht es nur darum, dass er seinen Auftrag erfüllt.
Als er Nirka mit den vielen Kerzen empfängt, war ich ja etwas gerührt, aber andererseits, was hat er wirklich von ihr erwartet? Er fühlt sich ja offensichtlich zu ihr hingezogen, aber bezeichnet sie auch ganz klar als Verbrecherin und macht keinen Hehl daraus, dass er in jedem Fall seinen Auftrag ausführen will - glaubt er dann wirklich, dass sich Nirka völlig alleine zu ihm begeben wird? Zumal er von seinen Leuten umgeben ist, was der ganzen Szene gewaltig an Romantik genommen hat, die er mit seinen Kerzen wahrscheinlich beabsichtigt hatte. Aber klar, ich hätte den beiden schon ein wenig Romantik gegönnt und dass sie sich vielleicht näher gekommen wären, evtl. hätte Sven doch noch ein Einsehen gehabt, auch wenn ich es eher nicht glaube. Aber nun ist er erst mal stinkig und ich warte die ganze Zeit darauf, dass er der Ottajasko wieder das Leben schwer machen wird.

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Dann kommt das seltsame Verhalten Abduls für mich recht plötzlich. Ich verstehe zuerst nicht, was los ist. Ich fühle mich etwas überrumpelt mit der Tatsache, dass Pardona Aufzeichnungen von Abdul besitzt und damit seine engsten Freunde in Gefahr sind.  ???   Irgendwie wurde das bislang nicht großartig erwähnt, oder? jedenfalls ist es an mir offensichtlich (leider) vorübergegangen und ich war etwas verdutzt!

Ich meine, das wurde im "Himmelsturm" schon mal erwähnt, dass Abdul Angst um seine Freunde und Kollegen hatte, jedenfalls kam mir das irgendwie bekannt vor. Allerdings war ich auch etwas überrascht, was Abdul so plötzlich hatte, aber auch Shaya erkennt, dass er in dem Moment so was von klar ist und sein Drängen tatsächlich berechtigt ist.

Liebe Grüße
Karin

Offline TippendeTastatur

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Ich finde Sven übrigens gar nicht so widersprüchlich. Klar, er ist ein Kopfgeldjäger und verdient damit sein Geld. Unsere Polizisten fangen heutzutage ja auch Verbrecher oder Gesuchte, ohne sie direkt abzuknallen und meistens werden sie auch gut behandelt, also die Gefangenen. Trotzdem stecken dahinter ganz normale Menschen mit Familien und Gefühlen. Polizisten gibt es halt in dieser Welt nicht, aber Kopfgeldjäger, die diese Funktion erfüllen. Warum sollte sich Sven also nicht in Nirka verlieben und es ihr auch zeigen wollen, auch wenn er damit ein wenig zwischen die Fronten gerät.



Kopfgeldjäger sind die Polizisten Aventuriens?  ::)  Jetzt bin ich aber doch gänzlich verwirrt.  :verschwoerung:     
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Offline TippendeTastatur

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Irullas Gruselgeschichten finde ich immer wieder klasse. Schade, dass wir bisher noch so wenig von ihr lesen. Aber das ändert sich bestimmt noch (ein wenig erhoffe ich mir noch einen Prolog über sie).



Ich hoffe auch inständig auf einen "Irulla-Prolog". Ich würde gerne etwas darüber erfahren, wie sie aufgewachsen ist!
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Offline odenwaldcollies

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Und wo zum Teufel ist Beorn?

Ja, das würde mich auch brennend interessieren, was mit ihm und seiner Truppe ist. Nicht, dass sie die Silberflamme womöglich schon gefunden haben.
Liebe Grüße
Karin

Offline Robert Corvus

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Was mir immer schwer fällt, ist die Götter den verschiedenen Völkern zuzuordnen. Da wäre eine Übersicht hilfreich.
Die Götter des zwölfgöttlichen Pantheons findest Du im ersten Anhang bei den "Metriken" - nämlich bei den Bezeichnungen der Monate, die nach ihnen benannt sind.  ;)

Diese Traviageweihte Gansine ist ja nicht gerade die Freundlichste. Bisher dachte ich eigentlich immer, das sind alles ganz liebenswerte Wesen  ;)
Das ist natürlich auch tatsächlich die vorherrschende Erwartungshaltung, auch in Aventurien. Aber jeder Mensch ist auch mehr als sein Beruf - deswegen gebe ich den Figuren immer auch gern individuelle Züge mit. Der Höhepunkt in dieser Richtung steht allerdings in einem Rollenspiel-Quellenbuch: ein Geweihter des Totengottes Boron, der als Kind ins Kloster gegeben wurde, aber starke Totenangst hat. Immer, wenn eine Leiche aufgebahrt wird, versucht er, Tempelpflichten zugewiesen zu bekommen, die möglichst vermeiden, dass er in die Nähe der Toten kommt. Er will den Kult aber nicht verlassen, denn er fühlt sich durch seine Weihe gebunden.

Ich finde Sven übrigens gar nicht so widersprüchlich. Klar, er ist ein Kopfgeldjäger und verdient damit sein Geld. Unsere Polizisten fangen heutzutage ja auch Verbrecher oder Gesuchte, ohne sie direkt abzuknallen und meistens werden sie auch gut behandelt, also die Gefangenen. Trotzdem stecken dahinter ganz normale Menschen mit Familien und Gefühlen. Polizisten gibt es halt in dieser Welt nicht, aber Kopfgeldjäger, die diese Funktion erfüllen.
Besser könnte ich es auch nicht ausdrücken. :daumen:
Kennt Ihr den Western "True Grit"? Er thematisiert die U.S.Marshalls. Das waren im Prinzip staatlich lizenzierte Kopfgeldjäger. In einem Land, in dem die Polizei außerhalb der Siedlungszentren kaum Zugriffsmöglichkeiten hat, ist das eine effektive Methode, Verbrecher dingfest zu machen. Auch Sven unterscheidet ja scharf zwischen den Gesuchten und den anderen Mitgliedern der Ottajasko (wie Praioslob).

Von der neutralen Schiedsrichterin ist nicht viel übrig, ...
Denkt Ihr, dass Shaya bei ihrer Rückkehr deswegen Ärger bekommen wird?

Ich denke auch, dass Shaya bei Phileasson in jedem Fall besser untergebracht ist als bei Beorn, dort wäre sie sicher nicht sehr glücklich geworden.
Na ja, dass Lenya im Kerker im Himmelsturm glücklich ist, lässt sich dann aber auch schwerlich denken ...  >:D

Ist das vielleicht auch der Grund, warum er auf Hern'Sen so drastisch einwirkte, als dieser von den Fechtschülern herausgefordert wurde?
Ich hatte ja den Phileasson-Strang vor dem Prolog geschrieben. Dass Lailath im Prolog im Gasthaus auf die Kadetten trifft, hat auch mit dieser Szene zu tun, die da ja bereits existierte. Damit wollte ich die Thematik vorbereiten, dass Erm Sen als Fechtlehrer an speziellen Schulen gewirkt hat - und natürlich auch schon einmal etablieren, dass es solche Lehranstalten überhaupt gibt.  ;)

Was mich allerdings beunruhigt, sind Praios' Überlegungen, dass ihr durch das Versagen der Gefährten verschuldet sei, die viele andere, aber nicht Shulinai geheilt hatten. Damit meint er ja Galandel und Salarin, die damals am Ende ihrer Kräfte waren. Wie werden sich diese Gedanken auf sein zukünftiges Verhalten den Gefährten gegenüber auswirken? Auch Sven erkennt diese tiefe Wunde und dass sie noch ein Problem werden könnte.
Das hat auch Phileasson bereits beobachtet:
Zitat von: Silberflamme Seite 190
Praioslob trug Salarin noch immer Shulinais Tod nach, ...

Irullas Gruselgeschichten finde ich immer wieder klasse. Schade, dass wir bisher noch so wenig von ihr lesen. Aber das ändert sich bestimmt noch (ein wenig erhoffe ich mir noch einen Prolog über sie).
Ich hoffe auch inständig auf einen "Irulla-Prolog". Ich würde gerne etwas darüber erfahren, wie sie aufgewachsen ist!
Irulla steht tatsächlich auf der Liste für künftige Prologe.  ;)
Dumm ist nur, dass die Anzahl der Positionen auf dieser Liste länger ist als die Anzahl der Romane, die noch kommen.  :verlegen:

 

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