Autor Thema: 04 - Anfang Kapitel 2 (S. 161 - 204 "... ein weiter Weg.")  (Gelesen 920 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier könnt Ihr von Seite 161 bis Seite 204 ("... ein weiter Weg.") schreiben.

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Liebe Grüße
Barbara

Offline TippendeTastatur

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Die Tristesse im Flüchtlingslager ist greifbar. Ein Satz, der mich sehr berührt: "Hier war das Strandgut des Krieges angespült worden."  Diese Formulierung geistert mir immer wieder durch den Kopf. "Strandgut des Krieges"....etwas das gefunden wird und dennoch keinen wirklichen Wert (mehr) besitzt.  :'(

Pardona spielt gekonnt mit den Ängsten von "Assel". Hier zeigt sich einmal mehr ihre abgrundtiefe Niedertracht, ihre Fähigkeit Menschen zu "lesen" und es für sich zu nutzen. Sie weidet ihre Seelen aus und was zum Vorschein kommt hält sie ihnen auch noch triumphierend vor die Nase! In diesem Moment schwelt mein Wutfeuer, ob ich will oder nicht.  >:D (Na warte! Eilif wird dir schon noch dein hübsches Hinterteil versohlen! Immerhin nennt man sie auch "Donnerfaust"... :D :unschuldig:  )
Natürlich kommt sie mal wieder ans Ziel.....oh Beorn, du wirst wieder Wachs in ihren Händen sein!

Die Szene in der Schenke mit dem Eimerspiel fand ich amüsant....irgendwie haben alle mitgemacht und es hat den Teamgeist der Ottajasko betont. Das ist schon etwas anderes, als bei Beorn.

Nirka wird niedergestreckt!!! :verschwoerung: 

Zidaines Exkursion in die Pampa zum Mörderstein...ich werde nicht ganz schlau daraus. Mit wem ist sie da im Bunde ( und was hat sie eigentlich all die Jahre noch so getrieben, frage ich mich?) Und auch sie wird überlistet! Was zum Teufel geht hier vor sich?  :verschwoerung:

Die "Händlerklause".....die gute Shaya würgt sich tapfer drei Teller von der salzigen Seifenpampe rein und dann kommt raus es ist vergiftet! Hier wird eindeutig sabotiert, was das Zeug hält. Phileasson und Ohm entgehen nur knapp einer Entführung! Aha!!! :ernst:    Also eindeutig:   :verschwoerung:

Aber wer steckt dahinter? Das hat sicherlich nichts mit Pardona zu tun. Das glaube ich eher nicht. Außer, sie hätte es in Auftrag gegeben. Aber daran glaube ich nicht, da hat sie ja andere Methoden.

Pardona erlöst also den Geist? Irgendwie will ich nicht so recht daran glauben, dass dieser nun Ruhe gibt. Selfanatil ist also das Schwert der Göttin Orima. Und Pardona will es unbedingt haben, wir haben ja auch schon erfahren, dass sie dafür Beorn und seine Mannen benutzen will, da sie es nicht anfassen kann /darf. Vielleicht das Artefakt einer ehemaligen Widersacherin? Das ihr noch mehr Macht verleihen würde/könnte? Oder ist sie selbst im Auftrag für jemanden in Mission unterwegs?  :lupe:
Die Spannung steigt.....
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2017, 21:01:15 von TippendeTastatur »
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Janesway

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Die Tristesse im Flüchtlingslager ist greifbar. Ein Satz, der mich sehr berührt: "Hier war das Strandgut des Krieges angespült worden."  Diese Formulierung geistert mir immer wieder durch den Kopf. "Strandgut des Krieges"....etwas das gefunden wird und dennoch keinen wirklichen Wert (mehr) besitzt.  :'(
Genau diese Formulierung hat es mir auch angetan!

Pardona hat alles im Griff. Als ob sie die Zeit nicht gehabt hätten, darauf zu warten, dass Beorn wieder halbwegs nüchtern wäre. Mit besoffenem Kopf war ihm das alles egal (er sollte Eilif als Bodyguard in Zukunft immer dabei haben). Hieß es nicht, dass die Travia-Geweihten nur als Schiedsrichter mitkommen dürfen? Also klar, dass sie sich helfend in die Mannschaft einbringen, aber dürfen sie wirklich auf eigene Faust losziehen, um das nächste Rätsel zu lösen? Da wittere ich zumindest bald neues Misstrauen vom Rest der Crew.

Seitdem Falnokul die Augen schmal gemacht hatte und dann auf einmal auf die Idee kam, diesen Zwischenstopp einzulegen, hatte ich ein ungutes Gefühl. Zumal wir ja wissen, dass Beorn schon in Vallusa ist und sich gewiss nicht an den Bohlen zu schaffen gemacht hat. Ob man Falnokul noch trauen kann?

Die Szene in der Schenke mit dem Eimerspiel fand ich amüsant....irgendwie haben alle mitgemacht und es hat den Teamgeist der Ottajasko betont. Das ist schon etwas anderes, als bei Beorn.
Mirandola versteht sich auf Motivationstraining. Genau, was alle nach dem Marsch brauchen.

Shaya ahnt als erste, das irgendwas mit der Suppe nicht stimmt. Wenn sie meint, die müsste anders schmecken, dann sollte sie auch anders schmecken. Dass sie sich dann noch extra viel davon runterwürgt kann ich nicht ganz nachvollziehen. Kennt ihre Göttin kein Erbarmen? Ich meine, es ist doch nicht immer möglich, das Essen des Gastgebers zu schätzen und runterzuwürgen und wie Shaya selber feststellt, kommt die Kochkunst von Lykite fast schon einem Frevel gleich. Das kann ihre Göttin doch wirklich nicht verlangen. Jeder hat doch etwas, das er nicht mag. Müsste Shaya das dann auch essen, wenn es ihr serviert würde? Oder wenn es zu scharf wäre? Oder sie wüsste, dass sie es nicht verträgt?

Hätte nicht gedacht, dass Nirka so schnell niedergestreckt werden könnte. Als Mensch hat sie keine verstärkten Sinne oder wie war das? Und Zidaines eisiger Wille hilft ihr auch nicht. Toll. Umsonst den Arm ausgekugelt. Was für eine Aktion. -.-

Welche Zwei Zidaine wohl im Sinn hat im Austausch gegen Tylstyrs Leben? Denke nicht, dass der Rachedämon auf diesen Handel eingehen würde. Pakt ist Pakt. Sie sollte aufpassen, dass er sich nicht an ihr rächt, weil sie von ihrem Deal zurücktreten will.

Aber wer steckt dahinter? Das hat sicherlich nichts mit Pardona zu tun. Das glaube ich eher nicht. Außer, sie hätte es in Auftrag gegeben. Aber daran glaube ich nicht, da hat sie ja andere Methoden.
Gute Frage. Noch bin ich recht ahnungslos. Könnte mir vorstellen, dass Falnokul damit zutun hat, denn er wusste von Anfang an erstaunlich viel über die Wettfahrt. Selbst, wenn er dem Ohm gelauscht hat, war das schon sehr ausführlich.

Pardona erlöst also den Geist? Irgendwie will ich nicht so recht daran glauben, dass dieser nun Ruhe gibt.
Sie hat ihn bestimmt nicht erlöst, sondern nur dafür gesorgt, dass Phileasson nicht mit ihm in Kontakt treten kann. Wer weiß, was sie da schon wieder ausgeheckt hat.

Pardona will es unbedingt haben, wir haben ja auch schon erfahren, dass sie dafür Beorn und seine Mannen benutzen will, da sie es nicht anfassen kann /darf. Vielleicht das Artefakt einer ehemaligen Widersacherin? Das ihr noch mehr Macht verleihen würde/könnte? Oder ist sie selbst im Auftrag für jemanden in Mission unterwegs?
Im Zweifel ist sie für den Namenlosen unterwegs. Vielleicht kann sie als dessen Anhängerin kein Artefakt mehr berühren, das rein und gut ist.
Liebe Grüße
Juliane

Offline Robert Corvus

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Die Szene in der Schenke mit dem Eimerspiel fand ich amüsant....irgendwie haben alle mitgemacht und es hat den Teamgeist der Ottajasko betont.
Diese Szene geht auf Kindheitserinnerungen zurück. Ich bin in einer Gaststätte aufgewachsen. Unsere Wohnung lag im ersten Stock, die Wirtschaftsräume im Erdgeschoss. Ab und zu hatte ich auch Thekendienst. Neben dem Knobeln in verschiedenen Varianten und dem Doppelkopf ist dieses Spiel etwas, das mir im Gedächtnis geblieben ist. Wir haben es mit einem Glas im Spülbecken gespielt, aus dem im Roman ein Becher im Eimer wurde.

Zidaines Exkursion in die Pampa zum Mörderstein...ich werde nicht ganz schlau daraus. Mit wem ist sie da im Bunde ( und was hat sie eigentlich all die Jahre noch so getrieben, frage ich mich?)
Die Zidaine-Thematik ist diejenige, die am stärksten von den Leserunden beeinflusst ist. Wir hatten eine andere Entwicklung für ihren Handlungsstrang vorgesehen. Aber einige Ideen und Gedankenspiele in den Leserunde gefielen uns so gut, dass wir überprüft haben, ob wir das noch in eine andere Richtung biegen können. So, wie wir es nun ausgestaltet haben, ist es keine genaue Umsetzung von Überlegungen aus der Leserunde - ein bisschen müssen wir uns ja auch noch selbst ausdenken.  ;) Aber ohne die Leserunden wäre ihre Geschichte ganz sicher anders verlaufen.

Kennt ihre Göttin kein Erbarmen? Ich meine, es ist doch nicht immer möglich, das Essen des Gastgebers zu schätzen und runterzuwürgen und wie Shaya selber feststellt, kommt die Kochkunst von Lykite fast schon einem Frevel gleich. Das kann ihre Göttin doch wirklich nicht verlangen. Jeder hat doch etwas, das er nicht mag. Müsste Shaya das dann auch essen, wenn es ihr serviert würde? Oder wenn es zu scharf wäre? Oder sie wüsste, dass sie es nicht verträgt?
Jedenfalls würde es Travia gern sehen, wenn sie auch in solchen Situationen die Tischgemeinschaft ehren würde.
Shayas Frömmigkeit drückt sich jedenfalls so aus - wie auch schon bei den Schneeschraten:
Zitat von: Nordwärts Seite 402
Unwillig sah sie zu der Geweihten hinüber, die als Einzige jede Speise gekostet hatte, auch wenn ihr das sichtlich schwergefallen war. Sogar den eisigen Brei aus Mastodontenhirn und die eitergelben Fettschwarten hatte sie hinuntergewürgt, um sich des Segens eines gemeinsamen Mahls würdig zu erweisen.

Hätte nicht gedacht, dass Nirka so schnell niedergestreckt werden könnte. Als Mensch hat sie keine verstärkten Sinne oder wie war das?
Sie hat menschliche Sinne, aber sie ist als Jägerin in der Wildnis aufgewachsen. Von daher hat sie sicher feinere Sinne als ein Stadtmensch.

Offline odenwaldcollies

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Nun habe ich erfolgreich gerade meinen kompletten Beitrag vernichtet  >:(

Also nochmal:
Die düstere Stimmung in dem Elendenviertel war ziemlich deprimierend, dafür werden Pardonas Absichten klarer: ihr geht es um das Schwert Selflanatil, welches gegen die Diener des Namenlosen geschmiedet wurde. Ob es sich bei dem Schwert um die Silberflamme handelt, ist weiterhin fraglich, ich denke, dass Pardona ohne mit der Wimper zu zucken Beorn auf die falsche Fährte schickt, um an das Schwert zu gelangen. Andererseits will sie vermeiden, dass Phileasson ihnen folgen kann, daher muss sie davon ausgehen, er könnte die gleichen Schlussfolgerungen ziehen.

Pardona braucht Beorn nur deswegen, damit er ihr Artefakte besorgt, welche sie nicht berühren oder alleine erlangen kann, wie das schon bei den Armreifen aus dem letzten Band der Fall war.

Kann es sein, dass es bei dem Wettkampf nur vordergründig um den Titel "König der Meere" geht, sondern vielmehr um den Kampf zwischen dem Namenlosen und den Zwölfgöttern, der bisher im Verborgenen tobt? Das könnte evtl. erklären, warum unsere Recken auf ihrer Reise so vielen Elfen und Elfendingen begegnen. Und es war doch eine Göttin, die den Wettkampf damals gefordert hat, um besänftigt zu werden, oder nicht? Angenommen, das wäre der Fall, dann stellt sich mir die Frage, ob Pardona darüber Bescheid weiß? Dass sie genau aus diesem Grund sich Beorn angeschlossen hat, weil sie wusste, was die zukünftigen Aufgaben beinhalten? Immerhin hatte sie bei der Seuche unter den Nivesen im letzten Buch auch ihre Finger im Spiel gehabt.

Jetzt muss ich mal eine blöde Frage stellen, denn nach einem Blick ins Glossar glaube ich, dass mich meine Erinnerung an der Nase herumführt  :-[ Der Namenlose ist nicht Pyr'Dakon, oder? Irgenwie war ich dran, die beiden wären identisch, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher.

Lt. Assel liegt der Schatz, bei dem es sich ja wohl um das Schwert handelt, in einem Tal und wird von sehr wehrhaften Wächtern bewacht? Handelt es sich dabei vllt. um Wölfe, Assel hat sie damals nicht erkannt?

Was hat Pardona mit dem Geist von Nantiangel gemacht? Hat sie ihn wirklich erlöst? Wenn Beorn in Zusammenhang mit Pardona von einer guten Tat spricht, bin ich mehr als skeptisch  ::)

Dagegen geht es bei Phileassons Ottajasko nicht vorwärts, das macht mich ganz kribbelig. Die Entscheidung, die Nacht nicht im Sumpf, sondern im Gasthaus zu verbringen, stellt sich als Griff ins Klo raus. Hern'Sen, Nirka und Zidaine sind bereits gefangengenommen und müssen erst befreit werden, was unsere Truppe wiederum aufhält. Aber wichtig ist erstmal, dass es keine Opfer gibt. Auf die Molochen bin ich jetzt ja gespannt. Ob sie aus eigenem Antrieb gehandelt haben oder hat hier Pardona womöglich auch ihre Finger im Spiel? Zutrauen würde ich es ihr sofort.

Spannend ist der Einblick in Zidaines Innenleben: sie will tatsächlich Tylstyr von ihrer Rache ausschließen - damit sind wir Tylstyr was voraus, was dieses Wissen angeht. Aber wenn will sie dagegen "einsetzen"? Ich habe diesbezüglich keine Idee.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Die Tristesse im Flüchtlingslager ist greifbar. Ein Satz, der mich sehr berührt: "Hier war das Strandgut des Krieges angespült worden."  Diese Formulierung geistert mir immer wieder durch den Kopf. "Strandgut des Krieges"....etwas das gefunden wird und dennoch keinen wirklichen Wert (mehr) besitzt.  :'(

Diese Beschreibung fand ich sehr gelungen und treffend für das Viertel.

Die Szene in der Schenke mit dem Eimerspiel fand ich amüsant....irgendwie haben alle mitgemacht und es hat den Teamgeist der Ottajasko betont. Das ist schon etwas anderes, als bei Beorn.

Die Szene fand ich auch witzig.

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Hieß es nicht, dass die Travia-Geweihten nur als Schiedsrichter mitkommen dürfen? Also klar, dass sie sich helfend in die Mannschaft einbringen, aber dürfen sie wirklich auf eigene Faust losziehen, um das nächste Rätsel zu lösen? Da wittere ich zumindest bald neues Misstrauen vom Rest der Crew.

Ich warte auch darauf, dass Pardonas Verhalten als Traviageweihte allmächlich Misstrauen schafft.

Seitdem Falnokul die Augen schmal gemacht hatte und dann auf einmal auf die Idee kam, diesen Zwischenstopp einzulegen, hatte ich ein ungutes Gefühl. Zumal wir ja wissen, dass Beorn schon in Vallusa ist und sich gewiss nicht an den Bohlen zu schaffen gemacht hat. Ob man Falnokul noch trauen kann?

Ich bin mir bei ihm ebenfalls alles andere als sicher. Immerhin hat er auch das Gasthaus empfohlen, dabei weiß er über die Molochen Bescheid.

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Die Zidaine-Thematik ist diejenige, die am stärksten von den Leserunden beeinflusst ist. Wir hatten eine andere Entwicklung für ihren Handlungsstrang vorgesehen. Aber einige Ideen und Gedankenspiele in den Leserunde gefielen uns so gut, dass wir überprüft haben, ob wir das noch in eine andere Richtung biegen können. So, wie wir es nun ausgestaltet haben, ist es keine genaue Umsetzung von Überlegungen aus der Leserunde - ein bisschen müssen wir uns ja auch noch selbst ausdenken.  ;) Aber ohne die Leserunden wäre ihre Geschichte ganz sicher anders verlaufen.

Wie cool  8)
Liebe Grüße
Karin

Offline Londo42

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Dieser Abschnitt bot eine Mischung aus eher düsteren und eher heiteren Szenen. Heiter sind etwa die Szenen im Gasthaus mit dem Eimerspiel und dem unsäglichen Essen. Dagegen ist Pardonas Ausflug zu Assel eher düster, mit einem passend dazu gezeichneten Flüchtlingslager. Es zeichnet sich Beorns nächstes Ziel ab: das Tal mit den "Wächtern", um Selflanatil zu bergen. Ich frage mich nur, was das für "Bestien" waren, die Assel so zugerichtet haben. Pardona sieht ja Assels Beinwunde und denkt an Bären. Aber ob es wirklich natürliche Wesen waren?

Und dann noch die Überraschung: Nirka wird am Bootshaus überfallen. Wer sind die geheimnisvollen Molochen? Und was wollen sie? Handeln sie etwa im Auftrag von Beorn, um Phileassons Ottajasko aufzuhalten? Auffällig ist auch, dass gerade Nirka, die ansonsten alles im voraus bemerkt, hier so überrascht wird. War da am Ende etwas im Essen?

Sehr schön fand ich auch Zidaines Szene am Felsspalt. Sie gibt einiges an Einblick in ihre Vorgeschichte und ihren Charakter. Aber auch sie wird überfallen. Daher nehme ich an, dass da ein Plan dahintersteckt.
Fantastic! Allons-y! Geronimo!

Offline Londo42

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Die düstere Stimmung in dem Elendenviertel war ziemlich deprimierend, dafür werden Pardonas Absichten klarer: ihr geht es um das Schwert Selflanatil, welches gegen die Diener des Namenlosen geschmiedet wurde. Ob es sich bei dem Schwert um die Silberflamme handelt, ist weiterhin fraglich, ich denke, dass Pardona ohne mit der Wimper zu zucken Beorn auf die falsche Fährte schickt, um an das Schwert zu gelangen. Andererseits will sie vermeiden, dass Phileasson ihnen folgen kann, daher muss sie davon ausgehen, er könnte die gleichen Schlussfolgerungen ziehen.

Pardona braucht Beorn nur deswegen, damit er ihr Artefakte besorgt, welche sie nicht berühren oder alleine erlangen kann, wie das schon bei den Armreifen aus dem letzten Band der Fall war.
Sehe ich ähnlich. Pardona ist hochgradig manipulativ.  Wobei ich mich frage, ob es ihr "nur" um das Besorgen von Artefakten geht, oder ob mehr dahintersteckt.


Kann es sein, dass es bei dem Wettkampf nur vordergründig um den Titel "König der Meere" geht, sondern vielmehr um den Kampf zwischen dem Namenlosen und den Zwölfgöttern, der bisher im Verborgenen tobt? Das könnte evtl. erklären, warum unsere Recken auf ihrer Reise so vielen Elfen und Elfendingen begegnen. Und es war doch eine Göttin, die den Wettkampf damals gefordert hat, um besänftigt zu werden, oder nicht? Angenommen, das wäre der Fall, dann stellt sich mir die Frage, ob Pardona darüber Bescheid weiß? Dass sie genau aus diesem Grund sich Beorn angeschlossen hat, weil sie wusste, was die zukünftigen Aufgaben beinhalten? Immerhin hatte sie bei der Seuche unter den Nivesen im letzten Buch auch ihre Finger im Spiel gehabt.
Auch in einer früheren Leserunde kam schon die Vermutung auf, dass es hier um den Kampf des Namenlosen gegen die Zwölfgötter geht. Dazu würde z.B. Zidaine als Anhängerin des Namenlosen passen. Aber wenn es so sein sollte, dann weiß Pardona bestimmt darüber Bescheid.


Lt. Assel liegt der Schatz, bei dem es sich ja wohl um das Schwert handelt, in einem Tal und wird von sehr wehrhaften Wächtern bewacht? Handelt es sich dabei vllt. um Wölfe, Assel hat sie damals nicht erkannt?
Pardona vermutet aufgrund der Wunde, die sie sieht, Bären. Ich nehme nicht an, dass es Wölfe waren, die hätte Assel bestimmt als solche erkannt - es sei denn, es waren keine normalen Wölfe. Ich vermute eher Bestien, die in Aventurien nicht natürlich vorkommen.


Was hat Pardona mit dem Geist von Nantiangel gemacht? Hat sie ihn wirklich erlöst? Wenn Beorn in Zusammenhang mit Pardona von einer guten Tat spricht, bin ich mehr als skeptisch  ::)
Sehe ich auch so - Pardona und eine gute Tat, das kann nur ein Versehen sein. :D


Dagegen geht es bei Phileassons Ottajasko nicht vorwärts, das macht mich ganz kribbelig. Die Entscheidung, die Nacht nicht im Sumpf, sondern im Gasthaus zu verbringen, stellt sich als Griff ins Klo raus. Hern'Sen, Nirka und Zidaine sind bereits gefangengenommen und müssen erst befreit werden, was unsere Truppe wiederum aufhält. Aber wichtig ist erstmal, dass es keine Opfer gibt. Auf die Molochen bin ich jetzt ja gespannt. Ob sie aus eigenem Antrieb gehandelt haben oder hat hier Pardona womöglich auch ihre Finger im Spiel? Zutrauen würde ich es ihr sofort.
Stimmt, es könnte auch Pardona sein. Zu ihr würde das besser passen als zu Beorn.


Spannend ist der Einblick in Zidaines Innenleben: sie will tatsächlich Tylstyr von ihrer Rache ausschließen - damit sind wir Tylstyr was voraus, was dieses Wissen angeht. Aber wenn will sie dagegen "einsetzen"? Ich habe diesbezüglich keine Idee.
Stimmt, da bin ich auch gespannt, wer die beiden "Ersatzopfer" sein sollen. Und ob der Namenlose das wohl so akzeptiert hat?
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Offline Londo42

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Die Zidaine-Thematik ist diejenige, die am stärksten von den Leserunden beeinflusst ist. Wir hatten eine andere Entwicklung für ihren Handlungsstrang vorgesehen. Aber einige Ideen und Gedankenspiele in den Leserunde gefielen uns so gut, dass wir überprüft haben, ob wir das noch in eine andere Richtung biegen können. So, wie wir es nun ausgestaltet haben, ist es keine genaue Umsetzung von Überlegungen aus der Leserunde - ein bisschen müssen wir uns ja auch noch selbst ausdenken.  ;) Aber ohne die Leserunden wäre ihre Geschichte ganz sicher anders verlaufen.

Wow! Das rockt! 8) Ich hätte nicht gedacht, dass unsere damalige Leserunde so einen Einfluss hat. Da macht das Mitmachen hier gleich viel mehr Spaß, wenn ich weiß, dass ich damit zur Verbesserung zukünftiger Bände beitrage.
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Offline Robert Corvus

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    • Robert Corvus
Kann es sein, dass es bei dem Wettkampf nur vordergründig um den Titel "König der Meere" geht, sondern vielmehr um den Kampf zwischen dem Namenlosen und den Zwölfgöttern, der bisher im Verborgenen tobt? Das könnte evtl. erklären, warum unsere Recken auf ihrer Reise so vielen Elfen und Elfendingen begegnen.
Hmmm ...
Erinnert Ihr Euch an die vier Statuen der alten Elfengötter, die Phileasson am Ende von Nordwärts auf einer Felsnadel an der Insel der Schneeschrate gefunden hat? Nurti, Zerzal, Pyr'Dakon, Orima ... Das sind keine der Zwölfgötter, das ist ein anderes Pantheon. Allgemein ist es eher selten (wenn auch nicht unmöglich), dass Elfen "einen Draht" zu den Zwölfgöttern haben. Die modernen Elfen verehren in der Regel gar keine Götter, sondern ihr "Licht" oder in gewisser Weise auch die Natur in ihrer Gesamtheit.

Und es war doch eine Göttin, die den Wettkampf damals gefordert hat, um besänftigt zu werden, oder nicht?
Ja, genau, Travia. Deswegen reisen zwei ihrer Geweihten auch als Schiedsrichterinnen mit.  ;)

Angenommen, das wäre der Fall, dann stellt sich mir die Frage, ob Pardona darüber Bescheid weiß? Dass sie genau aus diesem Grund sich Beorn angeschlossen hat, weil sie wusste, was die zukünftigen Aufgaben beinhalten? Immerhin hatte sie bei der Seuche unter den Nivesen im letzten Buch auch ihre Finger im Spiel gehabt.
Ah, Du vermutest, dass sie sozusagen zum "Organisationskommitee" der Wettfahrt gehört und passend zur dritten Aufgabe die Seuche ausgeschickt hat?

Jetzt muss ich mal eine blöde Frage stellen, denn nach einem Blick ins Glossar glaube ich, dass mich meine Erinnerung an der Nase herumführt  :-[ Der Namenlose ist nicht Pyr'Dakon, oder? Irgenwie war ich dran, die beiden wären identisch, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher.
Der Namenlose gehört ins Zwölfgötterpantheon. Er ist dort der dreizehnte Gott, der in Opposition zu den anderen zwölf steht.
Pyr'Dakon ist ein Gott, den die alten Hochelfen verehrt haben. Er wurde in Gestalt eines Drachen verehrt und war für die Elemente zuständig.

Auch in einer früheren Leserunde kam schon die Vermutung auf, dass es hier um den Kampf des Namenlosen gegen die Zwölfgötter geht. Dazu würde z.B. Zidaine als Anhängerin des Namenlosen passen. Aber wenn es so sein sollte, dann weiß Pardona bestimmt darüber Bescheid.
Hier unterscheidet sich die aventurische Götterwelt wesentlich von dem, was wir aus dem christlichen Glauben kennen. Im Christentum stehen sich zwei Hierarchien gegenüber: Gott mit seinen Engeln und der Teufel mit seinen Dämonen. In Aventurien ist das nicht so spiegelbildlich angelegt. Es gibt die Zwölfgötter und ihre Alveraniare und auf der Gegenseite den Namenlosen. Die Dämonen bilden aber eine dritte Partei: Zu jedem der Zwölfgötter gibt es einen Erzdämon als Gegenstück, der wiederum eine Pyramide dämonischer Diener unter sich hat. Die haben aber mit dem Namenlosen zunächst nichts zu tun. Man findet zwar wechselseitig oft Gefallen an dem, was das andere Team gerade treibt, spielt aber dennoch in unterschiedlichen Mannschaften.
Was ich damit sagen will: Sollte Zidaine tatsächlich mit einem Dämon im Bunde sein, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich auch etwas mit dem Namenlosen zu tun hätte.

Aber wichtig ist erstmal, dass es keine Opfer gibt.
Noch nicht.  >:D

Heiter sind etwa die Szenen im Gasthaus mit dem Eimerspiel und dem unsäglichen Essen.
In meinem ersten Korrekturgang hatte ich ein wenig Bedenken, dass einige meiner Szenen eventuell zu humorvoll geraten sein könnten. Dann kam Bernhard mit seiner Hier-kommt-Eilif-die-Wuchtbrumme-Szene, und sämtliche Bedenken waren ausgeräumt.  ;D

Offline Bernhard H.

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"Kann es sein, dass es bei dem Wettkampf nur vordergründig um den Titel "König der Meere" geht, sondern vielmehr um den Kampf zwischen dem Namenlosen und den Zwölfgöttern, der bisher im Verborgenen tobt? Das könnte evtl. erklären, warum unsere Recken auf ihrer Reise so vielen Elfen und Elfendingen begegnen."  8) 8)

Ein Gedanke, der mir gefällt. Wirklich gefällt ... 8)
Muss nicht unbedingt die Wahrheit sein, aber eines ist gewiss: Es geht um mehr als nur einen Titel für einen von zwei Hitzköpfen.

Auch ist Pardona nicht plötzlich nett, wenn sie den Geist erlöst.
Diese, vielleicht entscheidende Spur, wird es für Phileasson nicht mehr geben, wenn er es irgendwann mal bis zu den steinernen Wölfen schafft.

Pardona, spiel aus ihrer eigenen Sicht, weit unter ihren Möglichkeiten. Auch wenn sie noch keine Göttin ist, ist sie normalen Sterblichen doch unendlich überlegen. Es ist so, als hätte sich ein Porsche unter eine Gruppe Dreiräder gemischt und würde krampfhaft versuchen nicht aufzufallen, während man das nächste Rennen zum Kindergartentor vorbereitet.

Offline TippendeTastatur

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Ein Gedanke, der mir gefällt. Wirklich gefällt ... 8)
Muss nicht unbedingt die Wahrheit sein, aber eines ist gewiss: Es geht um mehr als nur einen Titel für einen von zwei Hitzköpfen.

Pardona, spiel aus ihrer eigenen Sicht, weit unter ihren Möglichkeiten. Auch wenn sie noch keine Göttin ist, ist sie normalen Sterblichen doch unendlich überlegen. Es ist so, als hätte sich ein Porsche unter eine Gruppe Dreiräder gemischt und würde krampfhaft versuchen nicht aufzufallen, während man das nächste Rennen zum Kindergartentor vorbereitet.

Hmmm...es geht um mehr als einen Titel!? Eine Anspielung, die mich ins Grübeln bringt. Immerhin habe ich noch Eilifs ungläubiges Staunen vor Augen, angesichts des Mannes an der Theke, der Beorn, der vorgibt Beorn der Blender zu sein. Nicht mal die Statur konnte Eilif mit ihrem Bild von Beorn übereinbringen. Da kommt doch die Frage auf: Haben wir es wirklich (noch) mit Beorn, dem Blender zu tun? Ist Beorn noch der Beorn, der gestartet ist? Hat Pardona da vielleicht was gedreht? Auffällig ist für mich schon, dass Beorns Selbstwertgefühl ordentlich gelitten hat bzw. dass er ganz anders an sich zweifelt, als zu Beginn der Reise. Da strotze er ja vor Selbstüberzeugung. Aber gut, mit dieser Pardona im Nacken, hat er es ja auch nicht leicht. Die Frage ist eben, ist Beorn am Ende noch Beorn, der Blender? Oder verändert er sich weiterhin so stark?
Vielleicht bin ich auch völlig auf der falschen Fährte.  :-\  Warten wir es ab!

Dass das für Pardona alles nur Kindergartenkram ist, ist mir klar. Da muss sie sich ja schon sehr herablassen, um diesen wurmgleichen Menschen, mal auf die Sprünge zu helfen. Aber ob sie das Ganze so freiwillig absolviert, glaube ich auch nicht. Da muss schon was Größeres dahinter sein, dass sie sich zu so einer Mission herablässt.
Pardona zeigt immer wieder die hohe Kunst, die Ängste der Menschen zu beschwören und gegen sich selbst zu richten. Eine wahrlich teuflische Kunst!
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Offline Murkxsi

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Dass mehr als der Titel „König der Meere“ bei dieser Wettfahrt dahintersteckt, ist ja mittlerweile offensichtlich.  Allerdings frage ich mich noch, was Pardona mit den ganzen Artefakten vorhat. Ob sie durch den Besitz mehr Macht bekommt oder sogar dem Namenlosen damit mehr Macht verschafft? Oder ob diese Artefakte gegen den Namenlosen – und demnach auch gegen sie – verwendet werden können (immerhin kann sie ja das Schwert nicht anfassen) und sie deshalb vernichtet werden müssen? Und ob vielleicht sogar Cellyna insgeheim für den Namenlosen arbeitet?
Ich bin schon sehr gespannt, was es sein wird. Vermutlich tippen wir alle völlig im Dunkeln.

Zidaine hat auf jeden Fall einen Pakt mit einem der Dämonen geschlossen, der wohl so ähnlich heißt wie sie. Was das für einer ist, ist die Frage und ob der Namenlose dahintersteckt? Ich denke allerdings eher nicht. Ob er auf ihr Angebot eingeht, hängt mit Sicherheit davon ab, wen sie ihm für Tylstyr bietet. Ich hoffe nicht jemanden aus der Ottajasko. Oder dass der Dämon vielleicht sogar Phileasson fordert.

Stammt die Narbe auf Phileassons Brust eigentlich von Beorn? Irgendwie kam mir beim Lesen dieser Gedanke, da die beiden ja mal Freunde waren und es diesen einen Zwischenfall gegeben hat. Irgendwie vermute ich da einen Zusammenhang. Immerhin ist das auch noch einer der Rätsel, die offen ist.

Hat das eigentlich jemand verfolgt, wieviele Rätsel es noch zu lösen gibt oder aufgeschrieben?

Was oder wer zum Teufel sind Molochen? Und wenn sie es waren, warum haben sie Hern’Sen, Nirka, Zidaine, Ohm und Phileasson überfallen? Ich glaube eher nicht, dass sie von Beorn oder sogar von Pardona geschickt worden sind. Da gibt es sicherlich noch eine andere Geschichte.
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