Autor Thema: 02 - Anfang Kapitel 1 (S. 61 - 105 "... ob er es selbst glauben sollte.")  (Gelesen 949 mal)

Offline odenwaldcollies

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Sie sagt ja auch im Prolog, die beiden Wolfsfiguren blicken in die Richtung, in die Erm Sen gezogen ist. Hatte sie nicht an einer der beiden Figuren eine Botschaft hinterlassen? Und auch der Schattenmann von dem dann der Bettler berichtet ist uns ja schon begegnet. Mal sehen, ob Tjorne mit seiner Neugier etwas zur Lösung der neuen Aufgabe beiträgt und in welches Dilemma er sich nun wieder bringt. 

Ich habe gerade gemerkt, dass ich beim Schreiben meines ersten Beitrags in diesem Abschnitt etwas verpeilt war und die momentanen Aufenthaltsorte von Phileasson und Beorn durcheinander gebracht habe. Beorn und seine Truppe sind ja sehr wohl in Vallusa und daher handelt es sich bestimmt um die Statuen von damals, auf denen Lailath evtl. eine Nachricht hinterlassen hat.

Dass der Bettler Niantangel sein könnte, daran habe ich auch gedacht, aber warum sollte er so grausig aussehen? Als Geist kann man ihn doch nicht so zurichten. Ich denke auch eher, dass Niantangel derjenige ist, der weiterhin dort umgeht und dafür sorgt, dass sich nachts niemand mehr auf dem Platz aufhält.

Cadeen, stimmt, du hast recht: im Prolog wurde erwähnt, dass die Statuen in die Richtung sehen, in die Erm Sen weitergezogen ist.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Tjorne ist zwar wirklich leichtsinnig, weil er genau das Gegenteil von dem tut, was der Bettler ihm geraten hat, aber womöglich entdeckt ausgerechnet er nachher Lailaths Botschaft (wenn es denn eine war) und sorgt damit, dass Beorn im Vorteil sein wird.
Liebe Grüße
Karin

Offline Robert Corvus

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Gut gefällt es mir übrigens, dass das Buch mit wechselnden Perspektiven zwischen Beorn und Phileasson beginnt. Wie war das denn für euch zu schreiben, Bernd und Bernhard? Und ihr habt ja auch Figuren ausgetauscht: Zidaine und Tjorne, die von der einen Ottajasko zur anderen gewechselt sind.
Die wechselnden Figuren bekommen ein hübsches Schleifchen mit auf den Weg und gehören dann ganz dem Kollgen.  ;)
Wir machen am Anfang der Arbeit an einem Roman einen Szenenplan, in dem wir festlegen, welche Passage aus wessen Sicht geschrieben wird. In diesem Fall: Phileassons Reise beginnt in den Misa-Sümpfen, Beorns in Vallusa. Wir notieren die wesentlichen Informationen, die unsere Leserschaft in den jeweiligen Abschnitten bekommen soll. Dann schreiben wir jeder für sich und schicken uns die Entwürfe zu.
Diesmal war der Phileasson-Strang zuerst fertig. Ich konnte ihn komplett an Bernhard schicken. Bei meiner Arbeit daran habe ich auch Notizen zu Einzelheiten gemacht, die im Beorn-Strang passieren sollten, weil ich sie im Phileasson-Strang referenziere.
Bernhard hat zunächst den Phileasson-Strang gelesen und mit Anmerkungen versehen und danach den Beorn-Strang geschrieben, den ich dann wiederum bearbeitet habe.

Der Bettler, der Tjorne davor warnt, auf dem Platz mit den Statuen zu übernachten, die Szene war sehr seltsam, unheimlich und rätselhaft. Bei den Hunde- und Wolfsstatuen dachte ich zuerst an die Figuren von damals, auf denen Lailath vllt. eine Nachricht hinterlassen hat, aber da war ja zusätzlich Erm Sen als Statue aufgestellt.
Im Prolog waren es zwei Wolfsstatuen (jetzt sind es vier Statuen). Eine Statue, die den Krieger Erm Sen abgebildet hätte, gab es nicht - die beiden Wolfsstatuen standen symbolisch für ihn:
Zitat von: Seite 53
Sie überwand ihre Abscheu gegenüber dem Räuber und ging zu den beiden Statuen, die ein dankbarer Fechtschüler zu Ehren Erm Sens aufgestellt hatte. Sie zeigten zwei kauernde Wölfe, die nach Westen schauten, wohin der Schwertmeister gezogen war. Ein Silberwolf war sein Begleiter, und ein Wolfskopf schmückte sein Wappen. Das machte das Motiv für die Statuen zu einer naheliegenden Wahl.

Offline odenwaldcollies

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Wir machen am Anfang der Arbeit an einem Roman einen Szenenplan, in dem wir festlegen, welche Passage aus wessen Sicht geschrieben wird. In diesem Fall: Phileassons Reise beginnt in den Misa-Sümpfen, Beorns in Vallusa. Wir notieren die wesentlichen Informationen, die unsere Leserschaft in den jeweiligen Abschnitten bekommen soll. Dann schreiben wir jeder für sich und schicken uns die Entwürfe zu.
Diesmal war der Phileasson-Strang zuerst fertig. Ich konnte ihn komplett an Bernhard schicken. Bei meiner Arbeit daran habe ich auch Notizen zu Einzelheiten gemacht, die im Beorn-Strang passieren sollten, weil ich sie im Phileasson-Strang referenziere.
Bernhard hat zunächst den Phileasson-Strang gelesen und mit Anmerkungen versehen und danach den Beorn-Strang geschrieben, den ich dann wiederum bearbeitet habe.

Das liest sich richtig gut eingespielt - inzwischen seid ihr ja auch echt geübt  ;D

Im Prolog waren es zwei Wolfsstatuen (jetzt sind es vier Statuen). Eine Statue, die den Krieger Erm Sen abgebildet hätte, gab es nicht - die beiden Wolfsstatuen standen symbolisch für ihn:
Zitat von: Seite 53
Sie überwand ihre Abscheu gegenüber dem Räuber und ging zu den beiden Statuen, die ein dankbarer Fechtschüler zu Ehren Erm Sens aufgestellt hatte. Sie zeigten zwei kauernde Wölfe, die nach Westen schauten, wohin der Schwertmeister gezogen war. Ein Silberwolf war sein Begleiter, und ein Wolfskopf schmückte sein Wappen. Das machte das Motiv für die Statuen zu einer naheliegenden Wahl.

Stimmt, wieso habe ich Erm Sen auch noch als Statue dazugestellt  :-[ Ja, die jetzigen vier Statuen statt der im Prolog erwähnten Zwei haben mich verwirrt. Nachdem ich inzwischen den dritten Abschnitt gelesen habe, hat sich die Verwirrung aufgelöst  ;D
Liebe Grüße
Karin

Offline anschu74

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Jetzt sind wir also wieder bei unseren eigentlichen Helden der Wettfahrt. Wie schön gleich von beiden etwas zu erfahren. Es geht spannend los und ich habe schon nach diesem Abschnitt jede Menge Fragen. ???

Die Geschichte geht gleich da weiter, wo Die Wölfin aufgehört hat. Das gefällt mir. Salarin, der in dem Sturm keine Gefahr wahrnimmt, sondern erkennt, dass er eine Einladung ist. Und dann Shaya, die kleine Shaya, mit wehenden Zöpfen inmitten des Sturms, das konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die Verkündung der nächsten Aufgabe und das ihre Worte trotz des Sturms laut und deutlich zu verstehen waren. Diese ganze Szene hat mir gut gefallen.
Salarin gibt mir weiter Rätsel auf. Was genau ist mit ihm? Woher kommen diese Erinnerungen, für die er doch eigentlich zu jung ist. Da bin ich sehr gespannt, was da noch kommt und wie dieses Rätsel am Ende gelöst wird. Und Galandel fängt an zu altern  :o Ich hoffe, dass sie noch eine neue Lebensaufgabe findet und uns noch länger erhalten bleibt.
Die Szene in der Schenke, wo Ohm auf einem Weinfass steht und die Erlebnisse ihrer bisherigen Reise besingt war toll. Aber der Anti-Elf Falnokul ist der Hammer. Ich war doch sehr überrascht und amüsiert über sein Verhalten. Und ganz klar: Ich mag ihn und bin sehr gespannt, was da noch so kommt. Das wird bestimmt eine interessante Reise.

Tjorne wurde nun von Beorn in seine Ottajasko aufgenommen. Aber er ist trotzdem ein Außenseiter. Das ist das Los des Verräters. Die sind nirgendwo beliebt. Schließlich kann man ja nie wissen, wen er als nächstes verrät. Der Einblick in Tjornes Seelenleben und -qualen nach dem Mordversuch von Zidaine war sehr gut dargestellt. Da konnte man fast Mitleid mit ihm haben. Die Begegnung mit dem Bettler war seltsam, schaurig und verwirrend. Was genau meint der Bettler? Ist der Schattenmann vielleicht Nantiangel. Sind diese beiden Hunde/Wolfsstatuen die, wo Nantiangel getötet wurde? Ist die verschlungene Inschrift das, was Lailath dort hinterlassen hat? Und trotz der Warnungen des Bettlers macht Tjorne natürlich genau das, was er besser lassen sollte. Das ist wie in den Gruselfilmen, wo das Opfer immer genau das macht, was am Ende zu seinem Tod führt. Ganz nach dem Motto: "wie das Lamm zur Schlachtbank" Ich bin gespannt, was das noch für Folgen hat. Irgendeine Wirkung ist ja schon eingetreten, denn Tjorne kann ja plötzlich an nichts anderes mehr denken als an Reichtum und Ruhm.

Tylstyr und Zidaine, ein zwiespältiges und kompliziertes Verhältnis. Wie nicht anders zu erwarten. Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.
Schön fand ich die kurze Szene zwischen Zidaine und Leomara, die nicht ins Bett möchte. Wie Zidaine Leomara auf ganz hinreißende Art dazu bringt freiwillig ins Zimmer zu gehen - das fand ich klasse. Da zeigen sich mal wieder die Gegensätze, die in Zidaine wohnen.

Die Fragen, die sich Tylstyr und Vascal zum Ende diese Abschnitts stellen fand ich super. Und sie kamen mir aus unserer letzten Leserunde sehr vertraut vor.  ;) Schön, dass diese Fragen jetzt Einzug in die Geschichte gefunden haben. Das sich die Figuren nun die gleichen Fragen wie der Leser stellen find ich äußerst spannend.
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline anschu74

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Ach ja fast vergessen Beorns Konflikt mit Pardona/Lenya bleibt weiterhin ein wesentlicher Bestandteil seiner Wettfahrt. Da steckt er echt in einer Zwickmühle. Seine männlichen Triebe gegen seine Verstand und seine Verantwortung gegenüber seiner Ottajasko. Wie er da wohl wieder rauskommt? Wann werden die anderen etwas merken bzw. werden sie es überhaupt irgendwann herausfinden. Leichte Andeutungen sind da aber reicht das?
Liebe Grüße
Andrea

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Offline anschu74

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Das ist eine der letzten Szenen, die ins Manuskript gekommen sind, und zwar - Trommelwirbel - wegen der Leserunde zu Die Wölfin;) Ich bin die Diskussion noch einmal durchgegangen, und dabei wurde deutlich, dass sich viele von Euch eine Aussprache zwischen Tylstyr und Zidaine gewünscht haben, in der sich klärt, wie die beiden nun zueinander stehen.

Toll! Die Leserunde hat Anteil an einer zusätzliche Szene im Buch.  8)

Die silberne Flamme ist nun der Schlüssel zu Orima. Was immer das bedeuten mag. Natürlich denke ich da direkt wieder an das Schwert, auch wenn man auf die Idee kommen könnte, dass das Feuer des Leuchtturmes etwas damit zu tun haben könnte.
Also, bis jetzt haben wir als "Kandidaten" für die Silberflamme ...
... das geraubte Schwert
... Erm Sens Silberwolf
... das Feuer des Leuchtturms
Gibt es weitere Gebote?

Ich bin auch schon auf den Gedanken gekommen, dass es sich um das zweite verschollene Artefakt handeln könnte. Wenn ich mich richtig erinnere war es ein Kelch. Vielleicht enthält ja dieser Kelch die Silberflamme?

Ich mag Falnokul
Hm, wer von Euch ist denn in Team blauäugiger Falnokul :flirt: und wer im Team röhrender Ohm  :elch:?

Da kann ich mich momentan nicht entscheiden. Ich mag beide.

Liebe Grüße
Andrea

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Offline anschu74

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Und dann ist da auch der Steppenwolf, ob damit Erm Sen vielleicht gemeint sein könnte?

Das habe ich mich ebenfalls gefragt - oder ist das der Wolf, der Erm Sen begleitet hat?

Genau die gleiche Frage beschäftigt mich auch. Aber ich dendiere, glaub ich eher zu dem Wolf. Kann aber nicht sagen warum, ist so ein Bauchgefühl...

Diese himmelblauen Augen haben bei mir auch irgendetwas ausgelöst, aber ich weiß einfach nicht mehr was (Da ist es wieder, das Gedächtnis wie Sieb).

So ging es mir auch, dass ich dachte, es klingelt was bei mir im Hinterkopf.
Ah, ich habe eben mal nachgesehen: die Elfen der Khom haben blaue Augen, gerade bei den Geschwistern Nantiangel und Lailath wurden die blauen Augen öfters erwähnt. Wenn der Elf zum Volk der Wüstenelfen gehört, dann könnte das noch ziemlich spannend werden, denn ihre Suche nach dem Schwert werden sie sicherlich nie aufgegeben haben. Und dann ist es womöglich kein Zufall, dass Phileasson von Falnokul angesprochen wird.

Das ist eine interessante Überlegung. Die Idee gefällt mir.
Liebe Grüße
Andrea

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Offline Janesway

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Also, bis jetzt haben wir als "Kandidaten" für die Silberflamme ...
... das geraubte Schwert
... Erm Sens Silberwolf
... das Feuer des Leuchtturms
Gibt es weitere Gebote?
Ich bin auch schon auf den Gedanken gekommen, dass es sich um das zweite verschollene Artefakt handeln könnte. Wenn ich mich richtig erinnere war es ein Kelch. Vielleicht enthält ja dieser Kelch die Silberflamme?
Wie der Feuerkelch in Harry Potter. Gut möglich und finde ich wahrscheinlicher als dass es der Silberwolf ist. Vielleicht hat es dennoch aber mit dem Silberwolf zutun? Vielleicht ist jmd durch die Silberflamme zum Wolf geworden oder so. Ja, jetzt spinne ich rum. Es ist eben noch alles möglich.
Liebe Grüße
Juliane

Offline odenwaldcollies

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Tylstyr und Zidaine, ein zwiespältiges und kompliziertes Verhältnis. Wie nicht anders zu erwarten. Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.
Schön fand ich die kurze Szene zwischen Zidaine und Leomara, die nicht ins Bett möchte. Wie Zidaine Leomara auf ganz hinreißende Art dazu bringt freiwillig ins Zimmer zu gehen - das fand ich klasse. Da zeigen sich mal wieder die Gegensätze, die in Zidaine wohnen.

Die Szene mit Leomara und Zidaine fand ich auch schön - seltsamerweise vertraue ich Zidaine zu 100%, wenn sie sich um Leomara kümmert, während ich bei den Szenen mit Tylstyr und Tjorne ständig auf der Hut bin und ich ihr nicht traue, weil ich sie absolut nicht einschätzen kann, wie sie nun gerade zu Tylstyr steht.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Das ist eine der letzten Szenen, die ins Manuskript gekommen sind, und zwar - Trommelwirbel - wegen der Leserunde zu Die Wölfin;) Ich bin die Diskussion noch einmal durchgegangen, und dabei wurde deutlich, dass sich viele von Euch eine Aussprache zwischen Tylstyr und Zidaine gewünscht haben, in der sich klärt, wie die beiden nun zueinander stehen.

Toll! Die Leserunde hat Anteil an einer zusätzliche Szene im Buch.  8)

Das finde ich auch klasse  8)

Ich bin auch schon auf den Gedanken gekommen, dass es sich um das zweite verschollene Artefakt handeln könnte. Wenn ich mich richtig erinnere war es ein Kelch. Vielleicht enthält ja dieser Kelch die Silberflamme?

Bis vorhin konnte ich mir das Schwert im Gegensatz eher als Silberflamme vorstellen, weil mich ein Kelch weniger an eine Flamme erinnert, aber du hast recht, der Kelch könnte die Flamme enthalten.
Liebe Grüße
Karin

Offline Xeledorn

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Tylstyr und Zidaine, ein zwiespältiges und kompliziertes Verhältnis. Wie nicht anders zu erwarten. Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt.
Schön fand ich die kurze Szene zwischen Zidaine und Leomara, die nicht ins Bett möchte. Wie Zidaine Leomara auf ganz hinreißende Art dazu bringt freiwillig ins Zimmer zu gehen - das fand ich klasse. Da zeigen sich mal wieder die Gegensätze, die in Zidaine wohnen.


Das stimmt, die Szene mochte ich auch. Trotzdem liegt etwas morbides darin. Immerhin geht es darum ein Lebewesen zu töten, um es einem anderen zum Frass vorzuwerfen. Fast wie bei den Thorwalern und den Krebsen..


Das ist eine der letzten Szenen, die ins Manuskript gekommen sind, und zwar - Trommelwirbel - wegen der Leserunde zu Die Wölfin;) Ich bin die Diskussion noch einmal durchgegangen, und dabei wurde deutlich, dass sich viele von Euch eine Aussprache zwischen Tylstyr und Zidaine gewünscht haben, in der sich klärt, wie die beiden nun zueinander stehen.

Toll! Die Leserunde hat Anteil an einer zusätzliche Szene im Buch.  8)


Das hat mich auch sehr gefreut
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2017, 20:19:53 von Xeledorn »

Offline Robert Corvus

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Jetzt sind wir also wieder bei unseren eigentlichen Helden der Wettfahrt.
Genau - Team Foggwulf! :barbar:
 ;D

Die Szene in der Schenke, wo Ohm auf einem Weinfass steht und die Erlebnisse ihrer bisherigen Reise besingt war toll.
Ich bin immer wieder überrascht - wenn auch erfreut -, wie gut Ohm Follker bei der Leserschaft ankommt. Das gilt nicht nur für die Leserunde, auch auf Lesungen werden wir desöfteren auf den alten Skalden angesprochen.  :)

Wie Zidaine Leomara auf ganz hinreißende Art dazu bringt freiwillig ins Zimmer zu gehen - das fand ich klasse. Da zeigen sich mal wieder die Gegensätze, die in Zidaine wohnen.
Die Szene mit Leomara und Zidaine fand ich auch schön - seltsamerweise vertraue ich Zidaine zu 100%, wenn sie sich um Leomara kümmert, während ich bei den Szenen mit Tylstyr und Tjorne ständig auf der Hut bin und ich ihr nicht traue, weil ich sie absolut nicht einschätzen kann, wie sie nun gerade zu Tylstyr steht.
Diese beiden Gesichter Zidaines werden im Verlaufe des Romans noch deutlicher hervortreten ...  ;)

Das sich die Figuren nun die gleichen Fragen wie der Leser stellen find ich äußerst spannend.
Dafür sind die Leserunden sehr wertvoll. Wir als Autoren erleben unsere eigene Geschichte natürlich ganz anders als jemand, der sie unvoreingenommen liest. Es bleibt immer ein Restzweifel, ob die Andeutungen ihr Ziel erreichen, ob man zu wenig oder zu viel verrät. Das erstreckt sich auch auf die Figuren. Wenn sie beim kleinsten Hinweis direkt das große Bild korrekt zusammensetzen, kann man das nicht nachvollziehen, sie sind dann so abgehoben wie Sherlock Holmes (der seinen Reiz als Figur aus seiner Einzigartigkeit zieht). Wenn sie andererseits nicht auf Dinge kommen, die den Leserinnen und Lesern bereits klar sind, erscheinen sie dumm. Manchmal geht die Leserschaft dabei unfair mit dem Figuren ins Gericht, wenn sie zum Beispiel durch Perspektivwechsel Dinge weiß, die den Figuren nicht bekannt sein können. Trotzdem ist es riskant, wenn die Wissensstände dauerhaft zu weit auseinanderklaffen. Das Gespräch zwischen Vascal und Tylstyr dient dazu, diese Lücke zu schließen und auch sämtliche Leser auf diesen Stand zu bringen - auch, wenn sie sich über diese Thematik bislang möglicherweise noch gar keine Gedanken gemacht haben. Dadurch können Figuren und Leser wieder von derselben Basis starten.
Bei der Phileasson-Saga haben wir die spezielle Situation, dass die Rollenspieler, die die Abenteuerkampagne kennen, ohnehin einen Wissensvorsprung haben. Die Rätsel, vor denen die Figuren stehen, haben sie als Spieler bereits gelöst. Im Hauptstrang können wir daran nichts ändern, aber wir hoffen, dass noch genügend Spannung dadurch bleibt, dass die Nebenhandlungen - etwa zwischen Tylstyr und Zidaine - sich unabhängig von der Vorlage entwickeln.


Offline Krassling

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Pfuh, da habe ich gerade noch rechtzeitig gemerkt, dass hier gar nicht das ganze erste Kapitel besprochen wird. Zum Glück war ich zufällig gerade auf Seite 103. Das ist mal ne Punktlandung.

Meine Notizen:
Phileasson ruft zum Aufbruch: Kein Grund, länger hier herumzutrödeln. Wir haben einen Kurs, also: Leinen los! Ruhm erwartet uns.
Irgendwie erinnert mich das an andere Irre. Zum einen natürlich an die zahllosen Spieler des Schwarzen Auges, die der festen Überzeugung sind, ihre Helden seien unsterblich und sich auch genauso verhalten. Und dann verrückterweise an einen Ausspurch aus einer anderen Spielwelt. Sinngemäß berichtet ein Soldat über die gefürchteten Orks: Sie kennen keine Angst. Für sie bedeuten mehr Gegner einfach nur mehr Möglichkeiten sich Ruhm zu verdienen.

Vallusa
Darauf hatte ich mich ja besonders gefreut. Ich hoffe Vallusa bekommt noch ein wenig mehr Raum um die Besonderheiten dieser Stadt herauszustellen. Sehr nett ist ja auch Pardonas Hinweis auf die Herkunft des Namens. Eine gekonnte Vignette um die Fremdartigkeit einer solch alten Person zu unterstreichen.

Ohms Gesänge
Hier gelungen als kleine Rückblende in Szene gesetzt. Mein Held war allerdings Philieassons:
Zitat von: Seite 80
Allerdings erinnerte sich Phileasson daran, dass sein sechsjähriger Neffe schon gekonnter gereimt hatte.
Da wird doch wohl niemand selbstironisch?

Die Statuen
Den Auftritt des Bettlers fand ich auch sehr gelungen. Gepaart mit der verregneten Nacht wird hier schöne Gruselstimmung inszeniert.

Sonstiges
Der Nerd in mir war natürlich kurzfristig in Schockstarre, als auf Seite 80 von einer vielleibigen Bestie die Rede war. Hat sich dann aber wieder beruhigt, als es nur um die Insektenplage der Sümpfe ging.

Obwohl ich ja sonst immer sehr viel Verständnis für scheinbar doofe Figuren mitbringe, konnte ich mir nicht erklären warum Tjorne sich zu Beorns Mannschaft gesellt. Das ist ja nun nicht der direkte Weg nach Hause. Und ganz sicher auch nicht der sicherste Ort um sich vor F. ich meine Fräulein B.s Rache zu schützen. Wenn mich da vielleicht noch mal jemand belehren würde?

Sprache
Eine Sache ist mir beim Lesen von UdW noch aufgefallen. Einigen Leser hatten sich ja schon intensiv mit dem Dämon auf dem Schild befasst. Ich vermute eine zu stark aventurisierte Sprache würde den Lesefluss auch eher hemmen als fördern. Was ich mir aber definitiv noch wünschen, ja geradezu erwarten, würde, wäre ein stärkere Betonung der Schimpfkultur der Thorwaler. Es muss ja jetzt keine unflätige Fäkalsprache sein. Ich bin jedoch immer sehr entzückt, wenn den Drachenführern ein "Schlangenschiss" entfährt. Davon sollte es meiner Meinung nach noch deutlich mehr geben und auch die Sprache der Figuren etwas mehr zu färben. Also nicht nur Schlangenschiss, sondern mehr thorwalsche Sprachkultur generell.

Offline Robert Corvus

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Phileasson ruft zum Aufbruch: Kein Grund, länger hier herumzutrödeln. Wir haben einen Kurs, also: Leinen los! Ruhm erwartet uns.
Irgendwie erinnert mich das an andere Irre.
:D
Ich habe es von einem Kinoplakat zum Film "300". Darauf steht: "Ruhm erwartet euch!" - Aber auch auf die Spartaner in diesem Film trifft die Kategorisierung "Irre" durchaus zu.  :D

Obwohl ich ja sonst immer sehr viel Verständnis für scheinbar doofe Figuren mitbringe, konnte ich mir nicht erklären warum Tjorne sich zu Beorns Mannschaft gesellt. Das ist ja nun nicht der direkte Weg nach Hause. Und ganz sicher auch nicht der sicherste Ort um sich vor F. ich meine Fräulein B.s Rache zu schützen. Wenn mich da vielleicht noch mal jemand belehren würde?
Bereits im Prolog von Nordwärts wird Tjorne als jemand vorgestellt, dessen Lebenstraum darin besteht, ein großer Seefahrer zu werden. Dort gibt es ein Gespräch zwischen ihm und Tylstyr, in dem er sich ausmalt, er selbst sei ein gewaltiger Drachenführer und Tylstyr sei sein Schiffsmagier. Deswegen wollte er sich auch der Wettfahrt anschließen: um bei einer bedeutenden Reise, die ihm Ruhm einbringt, dabei zu sein. Er will außerdem die Erfahrung sammeln, die ihm ermöglicht, selbst ein Drachenführer zu werden.
Diese Ambition steht dem Impuls entgegen, mit hängendem Kopf nach Thorwal zurück zu schleichen. Er will noch immer diese Reise bestehen, das hat im Kern mit Selbstachtung zu tun. Und wenn er dabei der Ottajasko, von der er sich verraten fühlt, eins auswischen kann - umso besser!

 

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