Autor Thema: 01 - Prolog (S. 5 - 60)  (Gelesen 753 mal)

Offline Heimfinderin

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Hallo liebe Leserunde,     

hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Silberflamme" und ich begrüße alle Teilnehmer und ganz besonders Bernhard Hennen und Robert Corvus, die uns hier begleiten werden. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid!  :-* 

Bitte lest Euch nochmals die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch!

Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.

Vermeidet bitte auch reine Inhaltsangaben, wir lesen alle das gleiche Buch.  ;)

Es wäre zudem sehr schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Faustregel: nicht mehr als einen Abschnitt pro Tag.

Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 60 schreiben.
Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

Ich wünsche uns  nun allen viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!!!   :winken:

Liebe Grüße
Heimfinderin
Liebe Grüße
Barbara

Offline TippendeTastatur

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Erst einmal möchte ich auch alle grüßen! Ich freue mich schon sehr diese Reise erneut mit euch anzutreten.  :D

Lange mussten wir warten! Nun geht das Abenteuer unserer Helden endlich weiter. Ich bin natürlich gespannt, was uns diesmal erwartet.

Wieder erwartet uns ein besonderer Prolog. Die Prologe der Romanreihe sind wirklich schon so etwas wie ein kleines "Schmankerl"...ich muss gestehen, darauf freue ich mich immer besonders.

Die Episode aus dem Leben der Geschwister Lailath und Nantiangel war sehr berührend. Lailath ist natürlich ganz nach meinem Geschmack. Absolut unerschütterlich, unerbittlich ihre Vorgehensweise, resultierend aus der tiefen Liebe zu ihrem Bruder.
Mit Nantiangels Tod hatte ich nicht gerechnet, ich dachte die Beiden ziehen noch etwas gemeinsam weiter. In gewisser Weise tun sie das ja dann auch, denn Lailath begegnet dem Geist ihres Bruders und schwört sich an seinem Mörder zu rächen.

Erm Sen ist also nicht nur in Besitz der heiligen Klinge Selfanatil (mir kommt ein erster Gedanke, dass es sich bei dem Titel "Silberflamme" um ein Schwert handeln könnte!?), sondern hat nun auch noch ihren geliebten Bruder auf dem Gewissen.

Das Duell mit Erm Sen am Ende war sehr packend, ich war mir sicher, sie würde ihn töten....im Grunde bin ich es mir immer noch, auch wenn das Ende des Prologs einen anderen Schluss zulässt.

Auf jeden Fall bin ich mehr als gespannt, wann und wo uns Lailath wieder begegnen wird. Lailath hat mich sehr beeindruckt. Sie folgt ihrer Bestimmung, zieht ihr Ding durch.....ich möchte mehr über sie erfahren, vielleicht auch über eine andere Seite, die sicherlich in ihr schlummert.
Das Motiv des Geschwisterpaars, das durch den Tod getrennt und dennoch vereint bleibt gefällt mir sehr gut.

Schönster Satz Seite 28: " So filigran waren die Reliefs, die die Zaubersänger dem Kalkstein entlockten, wenn sie mit den Fingern den Fels erspürten oder das Lied ihrer Wünsche über ihn hauchten."
« Letzte Änderung: 29. September 2017, 13:00:16 von TippendeTastatur »
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Krassling

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Guten Abend allerseits,

den ganzen Prolog in einem Beitrag. Na da werde ich vermutlich etwas länger brauchen.
Nach der von Robert nicht verlinkten Rezension war ich zuversichtlich, dass der Prolog mich weniger verstimmt zurücklassen würde. Und tatsächlich gibt es hier weder brechreizerregende Schockerszenen noch solche Längen wie ich sie zuvor empfunden habe. Es wird sicher noch spannend sein zu sehen, wie die diversen Hinweise später noch aufgenommen werden.
Diesmal habe ich eher das Gefühl einen würdigen Prolog vor mir zu haben und nicht eine Tiefenbohrung zu einer Figur, die ich so gar nicht lesen möchte.

Zitat von: TippendeTastatur
Wieder erwartet uns ein besonderer Prolog. Die Prologe der Romanreihe sind wirklich schon so etwas wie ein kleines "Schmankerl"...ich muss gestehen, darauf freue ich mich immer besonders.
Ich gar nicht. Umso mehr war ich diesmal angenehm überrascht.
Zitat von: TippendeTastatur
Das Duell mit Erm Sen am Ende war sehr packend, ich war mir sicher, sie würde ihn töten....im Grunde bin ich es mir immer noch, auch wenn das Ende des Prologs einen anderen Schluss zulässt.
Öhem, sehr spannend. Wie kommst du zu der Einschätzung "sicher, sie würde ihn töten"? Gab es dafür irgendwelche Hinweise, die ich übersehen habe?

Offline Janesway

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Von mir auch ein herzliches Hallo in die Runde!  :winken:

Zunächst: Bei der Ebook-Version hat sich erneut beim Autoren-Profil der Fehler eingeschlichen:
„[...] und Projektleiter tätig, bevor er hat mehrere erfolgreiche Fantasy-Romane veröffentlichte.“

So, jetzt werde ich erstmal brutal ehrlich sein:
Als ich die ersten Seiten las, dachte ich nur :boahnee:. Wie ihr es vielleicht noch in Erinnerung habt, war ich ja noch nie ein Fan von den Elfen mit ihren Melodien und Klängen, die sie überall hören und vor sich hin trällern, die alten Baumkuschler. Ich hatte ehrlich gesagt eher damit gerechnet, dass der Prolog den Hintergrund eines Crewmitglieds genauer beleuchten würde. Nach ein paar Seiten hatte ich mich aber drauf umstellen können und soo schlimm las es sich dann auch nicht.

Der Zauber, mit dem Lailath ihren Bruder schützte, die leichte Erhebung im Boden, kann ich vom 3er Spiele-System auf nichts zurückführen oder ist es einfach zu lang her? Da ist an Zaubern sicher viel neu eingeführt worden, nehme ich an.
Die Kämpfe konnte ich mir alle gut vor Augen führen und waren von ihrer Länge her gut dosiert.

Das Gasthaus und die jungen Krieger in Ausbildung, das war schon eine Szene an sich. Wie sie ihre Kameradin auslachten, weil sie sich den Krug direkt voll eingoss, statt erstmal zu probieren...das hätte ich sein können.  :-[ Blauäugig geglaubt, was die Kameraden sagen. Die Ausrufe und Sprüche waren klassisch und klasse. Oder sollte ich „wuchtig“ sagen?  ;) Eins meiner Lieblingsworte in der ganzen Szene. :herz: Auch wie der Teufel an der Wand zum Dämon auf dem Schild wurde fand ich nett abgewandelt.
Und wie Kinder, die man auf was ganz anderes lenkt, waren alle wie verwandelt, kaum dass sie erkannt hatten, dass sie es mit einer echten Elfe zutun hatten. Wirklich sehr freundlich und offen gegenüber Neuem. Schade, dass Lailath dann so einen schlechten ersten Eindruck von Elfen hinterlässt.
Das Gasthaus war für mich ganz klar die lebhafteste Szene bisher, an der ich am meisten Gefallen fand.

Als Erm Sen sagte, dass er gar nicht wusste, warum er von Elfen aus der Wüste Khom angegriffen wurde, dachte man sich natürlich: Vielleicht hätte man mal vorher die Sache auch gemütlich bei ner Tasse Tee besprechen können.  ::)

Der Tod Nantiangels kam schon plötzlich, aber es reichte, kurz zu erfahren, was geschehen war. Lailath steht eben im Vordergrund. Sein ruheloser Geist, der sich in Träume schleichen kann...Lailath wird wohl selbiges durchlaufen und ich gehe mal davon aus, dass wir sie so wiedersehen werden.
Besonders taff fand ich Lailath nicht. Ständig musste sie gegen ihre Ängst und Befindlichkeiten ankämpfen.

An einer während des Lesens gefühlt unpassenden Stelle wird durch Lailath das fremde Land mit seinem Getier beschrieben und mit dem verglichen, was ihr vertraut ist. Und dann wird tatsächlich drauf Bezug genommen, dass Lailaths Gegner merkte, dass sie abgelenkt war! Nice! ^^

Ich musste den letzten Abschnitt tatsächlich zweimal lesen, weil mich der Staub irritierte und ich ihn mit der Erde, die Erm Sen ins Gesicht bekam, fälschlich in Verbindung brachte. Dachte erst, Lailath hätte es geschafft. Kurzer Aussetzer meinerseits.  :-[

Mit dem Wolf auf dem Schild und dem Silberwolf an seiner Seite könnte man als Erm Sens Heimat im Norden glatt Winterfell vermuten.^^ Ist der Charakter – falls man das wissen darf – so der ursprünglichen Geschichte entnommen?

Zitat von: TippendeTastatur
Wieder erwartet uns ein besonderer Prolog. Die Prologe der Romanreihe sind wirklich schon so etwas wie ein kleines "Schmankerl"...ich muss gestehen, darauf freue ich mich immer besonders.
Ich gar nicht. Umso mehr war ich diesmal angenehm überrascht.
Ich hatte eher erwartet, dass die Zwillinge zusammen fallen und ein Fluch über Erm Sen und der Waffe ausgesprochen wird oder so. Bei diesem Prolog kannte man weniger den Ausgang als bei den anderen, das machte ihn aus meiner Sicht so wie TippendeTastatur schon sagte, zu einem besonderen Prolog, wenn auch die Freude bei mir anfangs nicht ganz so groß war. :unschuldig:
Liebe Grüße
Juliane

Offline Bernard

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Ah, hier ist ja schon Einiges los. Sehr schön!  :)

Die Prologe der Romanreihe sind wirklich schon so etwas wie ein kleines "Schmankerl"...ich muss gestehen, darauf freue ich mich immer besonders.
Für uns Autoren sind sie auch immer eine schöne Sache, weil wir hier nicht an die Schauplätze der Saga gebunden sind. Wir können freier agieren, die jeweilige (kurze) Geschichte ganz in den Mittelpunkt stellen. Das hat noch einen weiteren Vorteil, der für die Rollenspieler relevant ist: Wir können auch Dinge aufgreifen, die die Rollenspielredaktion in künftigen Rollenspielpublikationen thematisieren möchte, was vor allem dann schön ist, wenn diese thematisch mit den Ideenkreisen der Saga zusammenhängen.  ;)

Das Motiv des Geschwisterpaars, das durch den Tod getrennt und dennoch vereint bleibt gefällt mir sehr gut.
Diese Betonung war zunächst nicht vorgesehen. Eigentlich wollte Bernhard den Prolog schreiben, was dann aber aus Termingründen ungünstig gewesen wäre. Wir hatten aber bereits auf einer längeren Autofahrt diskutiert, wie dieser Prolog aussehen sollte. Bei diesem Gespräch stand Erm Sen im Fokus. Als ich den Prolog dann übernommen habe - da war der Phileasson-Strang bereits geschrieben -, habe ich ihn zu "meiner" Geschichte gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass mir die Logik der Ereignisse eingängiger erschien, wenn man daraus die Geschichte der beiden Geschwister macht. Die Ereignisse an sich sind also geblieben, aber die Perspektive hat sich komplett gedreht.

... eine Tiefenbohrung zu einer Figur, die ich so gar nicht lesen möchte.
Das hervorstechende Merkmal eines Romans als Textform besteht darin, dass er sich um Figuren dreht. Das unterscheidet ihn zum Beispiel von einer Kurzgeschichte, die eine besondere Idee thematisiert (weswegen sie eine Textform ist, die sich besonders für Science-Fiction eignet). Von daher spielen "Tiefenbohrungen" in das Seelenleben der Figuren bei mir immer eine entscheidende Rolle, wenn ich Romane schreibe.  ;)

Zunächst: Bei der Ebook-Version hat sich erneut beim Autoren-Profil der Fehler eingeschlichen:
„[...] und Projektleiter tätig, bevor er hat mehrere erfolgreiche Fantasy-Romane veröffentlichte.“
Danke für den Hinweis, ich gebe es weiter.

Wie ihr es vielleicht noch in Erinnerung habt, war ich ja noch nie ein Fan von den Elfen mit ihren Melodien und Klängen, die sie überall hören und vor sich hin trällern, die alten Baumkuschler.
:D Da bekenne ich mich schuldig im Sinne der Anklage!

Der Zauber, mit dem Lailath ihren Bruder schützte, die leichte Erhebung im Boden, kann ich vom 3er Spiele-System auf nichts zurückführen oder ist es einfach zu lang her?
Die Magie der Shiannafeya ist stark vom Element Erz geprägt. Von daher beherrschen sie viele Erz-Elementarzauber und auch Abwandlungen von Zaubersprüchen, die dann jeweils Erz als Objekt bekommen.

Auch wie der Teufel an der Wand zum Dämon auf dem Schild wurde fand ich nett abgewandelt.
Einige auch heute noch geläufige Sprichwörter stammen aus dem Mittelalter, zum Beispiel auch die Frage: "Was führst du im Schilde?" Dort befand sich nämlich das Wappen des jeweiligen Herrn, und bei Söldnern, die gerade keinen Kontrakt hatten, war der Schild leer.

Das Gasthaus war für mich ganz klar die lebhafteste Szene bisher, an der ich am meisten Gefallen fand.
Das freut mich. Ich wollte die erwartbare Kneipenschlägerei umgehen.  :)

Als Erm Sen sagte, dass er gar nicht wusste, warum er von Elfen aus der Wüste Khom angegriffen wurde, dachte man sich natürlich: Vielleicht hätte man mal vorher die Sache auch gemütlich bei ner Tasse Tee besprechen können.  ::)
Da sprichst Du einen Punkt an, der vielleicht die Diskussion in der Runde lohnt: Was denkt Ihr, woran scheitert dieser Ansatz, einfach mal zu reden? An Erm Sen? An den Elfen? Und wieso tun die Elfen es nicht - was hindert sie daran?

Besonders taff fand ich Lailath nicht. Ständig musste sie gegen ihre Ängst und Befindlichkeiten ankämpfen.
Ich verstehe, was Du meinst. Andererseits kann nur der tapfer sein, der auch Angst empfindet, denn nur dann kann man sie überwinden ...

Mit dem Wolf auf dem Schild und dem Silberwolf an seiner Seite könnte man als Erm Sens Heimat im Norden glatt Winterfell vermuten.^^ Ist der Charakter – falls man das wissen darf – so der ursprünglichen Geschichte entnommen?
Ja, die Geschichte um Lailath, Nantiangel und Erm Sen ist in dem Abenteuer skizziert - ähnlich wie die Historie der Hochelfen im Himmelsturm. Die Prologe bieten uns eine Gelegenheit, solche Hintergrundinformationen zu vermitteln, ohne später den Fluss der Hauptgeschichte zu unterbrechen.
Übrigens wurde Erm Sen bereits in Die Wölfin kurz erwähnt - falls Ihr nachschauen möchtet: Seite 37, der Absatz beginnt mit "Das Seufzen des Windes ...", und dann nochmals auf Seite 335 ("Das Abenteuer liegt mir im Blut").  ;)

Offline Janesway

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Übrigens wurde Erm Sen bereits in Die Wölfin kurz erwähnt - falls Ihr nachschauen möchtet: Seite 37, der Absatz beginnt mit "Das Seufzen des Windes ...", und dann nochmals auf Seite 335 ("Das Abenteuer liegt mir im Blut").  ;)
Ha, der Name kam mir tatsächlich schon vertraut vor, war mir nur nicht ganz sicher bei den vielen Sens. :P
Liebe Grüße
Juliane

Offline Cadeen

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Guten Abend an alle Mitreisenden,
ich freue mir hier an Bord zu sein und endlich die Fahrt beginnen zu können.

Der Anfang mit dem Wettkampf hat mich gleich in die Geschichte gezogen, auch die Beschreibung der Umgebung fand ich sehr gelungen, fremd wie ein Wüstenplanet auf dem kein Wasser verschwendet wird und auch wieder sehr eindrücklich. Ganz besonders auch das Lailath  ein schlechtes Gewissen hat einige Tränen zu verschwenden.  Mich hatte schon in den vorherigen Büchern diese fremde Welt und Denkweise der Elfen interessiert und durch den Prolog kann man ihre Handlungs- und Denkweise jetzt besser nachvollziehen.

Was mir nicht so klar war, ist warum Lailath ihren Gegner mit einem Sandwurf besiegt hat, klar er kann ein Moment nichts sehen, aber sie hat kein Schwert, lag auf dem Boden und konnte ihn so doch nicht wirklich außer Gefecht setzen, da konnte ich irgendwie nicht so folgen.

Auch haben Elfen in fasst allen Büchern, die ich kenne, immer Nachwuchsprobleme und sind ein schwindendes Volk.( Ist mir beim Lesen gerade mal aufgefallen, ist das ein Erbe von Tolkins HDR ?). Trotzdem werden hier immer weitere Krieger ausgesandt um die Klinge zurück zu bringen, daran wird deutlich wie verzweifelt sie sind. Ich finde die Idee mit dem roten Sand ist ein praktische Lösung, wenn auch anscheinend keine sehr beruhigende für die Betroffenen.

Erm Sen ist also nicht nur in Besitz der heiligen Klinge Selfanatil (mir kommt ein erster Gedanke, dass es sich bei dem Titel "Silberflamme" um ein Schwert handeln könnte!?), sondern hat nun auch noch ihren geliebten Bruder auf dem Gewissen.

Aufgrund des Elfennamens des Schwertes "Selflanatil" kam mir irgendwie auch der Gedanke, den "TippendeTastatur" hier geäußert hat,  dass es übersetzt Silberflamme heißen könnte. Auch das es sich dabei um ein Schwert wie "Excalibur" handelt, welches einer Gottheit geweiht ist, könnte darauf hin deuten.  Aber ist es wirklich Zufall, dass es in der Hand von Erm Sen ist, bestimmt nicht.
Bin gespannt.

Lailath entwickelt sich ziemlich rasant und kommt durch die Erkenntnis, das sie ihren Feind nur besiegen kann, wenn sie seine Welt und Lebensweise studiert, auf den wenigen Seite, sehr weit. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so sehr in das ihr fremde Leben eintauchen und es genießen kann. Das Schicksal des Bruders hat mich jetzt nicht so überrascht. Nur das sich die Beiden trennen und sie Angst vor dem Meer hat, darauf war ich nicht gefasst.

Der Kampf zum Schluss des Prologs ist spannend, die Schwertkampfkunst von Erm Sen ist für einen Menschen wirklich beachtlich, wo er das gelernt hat? Dafür fehlt den Menschen doch eigentlich die Zeit, oder? Aber Em Sen trotzt allen Elfenkriegern, die ihn herausfordern. Er tut mir irgendwie auch Leid, da er, so wie es aussieht, ja keine Ahnung hat, dass es an seinem Schwert liegt.

Das man über die Sache mal ein Gespräch führt (wie ja  hier schon mehrfach angemerkt)  ist ja keine Option, da wohl nicht so spannend zu lesen, aber würde Erm Sen das Schwert denn hergeben, wenn er es wüsste? Und würde es den Zwist beenden, nach so vielen toten Elfen? Inklusive dem Geist-Bruder unserer Kriegerin? Ich glaube nicht, dass es so eine einfache Lösung geben kann, dafür ist es zu spät.

Der offene Schluss lässt darauf hoffen, dass Lailath noch eine Rolle spielen wird, ich hoffe es, ich mag sie und möchte noch mehr von ihr lesen.

Das waren meine Gedanken, ich hoffe das ist so in Ordnung. Ist ja mein erster Beitrag in einer Leserunde.  :)

                                                                                                                       

Offline Xeledorn

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Es freut mich das es jetzt losgeht. Der Prolog war schnell gelesen und hat mich wieder gut in die Geschichte hereingeführt. Ich war gespannt was diesmal Thema des Prologs ist und finde die Wahl und Umsetzung sehr gut. Aufgrund der fehlenden Schocker wird der Prolog wohl weniger in Erinnerung bleiben. Das muss aber zur Abwechslung nicht schlecht sein.

Mir hat die elfische Sicht auf die Welt der Menschen besonders gut gefallen. Das Unverständnis für Geld ist immer wieder eine interessante Kapitalismuskritik. In dem Zusammenhang fand ich auch die Erkenntnis der Elfen nett, dass die menschlichen Helfer gar nicht im Sinn hatten die Elfen bei der Wiedererlangung Selflantils zu unterstützen, sondern nur an die Kiste mit dem Gold wollten. Ich sags ja immer, Elfen wollen verarscht werden, grins.

Erm Sen ist im Prolog gut als starker Krieger seiner Zeit aufgebaut worden. Der Wolf hat auch nichts mit Winterfell zu tun, Janesway. Die Philly-Saga ist älter. Erm Sen sieht als Nivese auch eher so aus wie ein Eskimo oder die nordischen Samen.

Es hat mich dann auch gefreut das Lailath einen Zwischenstop in Gareth genommen hat. Die Kaiserstadt ist immer eine Reise wert. Die Kneipenszene war dann der gelungene Höhepunkt. Ich hatte auch mit einer Schlägerei gerechnet. Die Lösung im Buch fand ich dann aber gut.

Das Aufeinandertreffen von Erm Sen und Lailath war schön beschrieben. Die 12 freien Hiebe und die Begründung dafür waren überzeugend. Die Zahl 12 gilt ja auch als göttlich in Aventurien.

Da ich die Kampagne gespielt und auch gemeistert habe bin ich bei den aktuellen Spekulationen erst mal raus.

Offline Janesway

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Für mich war es eigentlich keine Spekulation, sondern vollkommen klar, dass Selflanatil die Silberflamme ist. Jetzt habt ihr mich verwirrt.  ??? Nicht, dass es da noch eine Überraschung für mich gibt.

Erm Sen ist im Prolog gut als starker Krieger seiner Zeit aufgebaut worden. Der Wolf hat auch nichts mit Winterfell zu tun, Janesway. Die Philly-Saga ist älter. Erm Sen sieht als Nivese auch eher so aus wie ein Eskimo oder die nordischen Samen.
Ich staune halt immer wieder, dass so viele schon früher eine ähnliche Idee hatten mit dem Wolfskopf/Wolfsbegleiter. Naja, sollte es wahrscheinlich nicht. Zum Einen sind Werwölfe ja auch schon immer ein großes Thema in Geschichten gewesen und zweitens werden halt immer wieder dieselben Ideen aufgegriffen. Warum auch nicht, wenn sie so gut funktionieren.

Das man über die Sache mal ein Gespräch führt (wie ja  hier schon mehrfach angemerkt)  ist ja keine Option, da wohl nicht so spannend zu lesen, aber würde Erm Sen das Schwert denn hergeben, wenn er es wüsste? Und würde es den Zwist beenden, nach so vielen toten Elfen? Inklusive dem Geist-Bruder unserer Kriegerin? Ich glaube nicht, dass es so eine einfache Lösung geben kann, dafür ist es zu spät.                                                                                                                       
Ja, ein einfaches Gespräch wäre wohl nicht so spannend zu lesen gewesen. :D Obwohl im Nachhinein der eine dem anderen noch hätte in den Rücken fallen können.
Der Punkt ist ja, dass man EHER hätte das Gespräch suchen können, ohne dass es dann so viele Tote gegeben hätte, zu denen dann auch Nantiangel zählte. Tulamidya sprachen doch beide Seiten? Mag aber auch sein, dass Erm Sen erst jetzt im gesetzten Rentenalter mal auf die Idee kommt, erst zu reden, dann zu kämpfen.
Es hätte aber auch beim Aufeinandertreffen zwischen Lailath und Erm Sen die Gelegenheit gegeben, sich auszusprechen. Lailath fand wohl, dass sie die Menschen schon genug kennengelernt hatte, um zu wissen, dass er das Schwert nicht hergeben würde. In puncto wertvollen Dingen hatte sie ja eine ganz klare Meinung dazu, wie Menschen sich verhielten, deswegen versteckte sie auch den Silberarmreif. Oder der Tod ihres Bruders machte sie blind vor Hass? Es könnte auch sein, dass sie Verschwiegenheit schwören musste als ihr Schicksal an die Waffe gebunden wurde. Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.
Liebe Grüße
Juliane

Offline Bernard

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Der Anfang mit dem Wettkampf hat mich gleich in die Geschichte gezogen, auch die Beschreibung der Umgebung fand ich sehr gelungen,
Der Prolog war schnell gelesen und hat mich wieder gut in die Geschichte hereingeführt.
:freu: :freu:

fremd wie ein Wüstenplanet auf dem kein Wasser verschwendet wird und auch wieder sehr eindrücklich.
Daran ist sicher mein Lieblingsbuch (Der Wüstenplanet) nicht ganz unschuldig.  :)

Was mir nicht so klar war, ist warum Lailath ihren Gegner mit einem Sandwurf besiegt hat, klar er kann ein Moment nichts sehen, aber sie hat kein Schwert, lag auf dem Boden und konnte ihn so doch nicht wirklich außer Gefecht setzen, da konnte ich irgendwie nicht so folgen.
Zu diesem Zeitpunkt sind noch drei Elfen am Kampf beteiligt: Lailath, Nantiangel und Kursalah.
Lailath blendet Kursalah mit dem Sand.
Dann hört sie einen Treffer.
Da sie selbst am Boden liegt und nichts sieht, kann sie ebenso wenig wie der Leser wissen, ob Krusalah Nantiangel getroffen hat, oder ob es umgekehrt ist.
Erst durch Urdiriels Ansage wird klar: Der Plan der Geschwister, sich gemeinsam gegen den stärksten Gegner zu wenden, ist aufgegangen. Ihr Bruder hat den Moment der Ablenkung genutzt und Kursalah getroffen.

Auch haben Elfen in fasst allen Büchern, die ich kenne, immer Nachwuchsprobleme und sind ein schwindendes Volk.
Das hängt mit einer anderen Eigenschaft zusammen, die Elfen oft zugeschrieben wird: der Langlebigkeit, verbunden mit ewiger Jugend. Man kann das ja leicht ausrechnen: Wenn eine Elfenfrau mit 12 fruchtbar wird und das bleibt, bis sie mit 100 stirbt, und dann jedes Jahr ein Kind bekommt, wird sie Mutter von 88 Kindern. Und da ist Aventurien ja noch zurückhaltend - in vielen Fantasywelten werden Elfen noch erheblich älter. Da quillt die Welt irgendwann über vor lauter Elfen. Ergo macht man die Elfen durch irgendeinen Mechanismus weniger fruchtbar als die Menschen.

Der Kampf zum Schluss des Prologs ist spannend, die Schwertkampfkunst von Erm Sen ist für einen Menschen wirklich beachtlich, wo er das gelernt hat? Dafür fehlt den Menschen doch eigentlich die Zeit, oder?
Ich war einmal Karatetrainer. In meiner aktiven Zeit machte ein japanischer Meister von sich Reden. Er hat mit 30 Jahren mit dem Karate begonnen. Mit 35 war er Weltmeister.
Es gibt so etwas wie Talent ...

Das man über die Sache mal ein Gespräch führt (wie ja  hier schon mehrfach angemerkt)  ist ja keine Option, da wohl nicht so spannend zu lesen, aber würde Erm Sen das Schwert denn hergeben, wenn er es wüsste? Und würde es den Zwist beenden, nach so vielen toten Elfen? Inklusive dem Geist-Bruder unserer Kriegerin?
Da sprichst Du zwei unterschiedliche Ebenen an.
Das eine ist die erzählerische: Lässt sich aus dieser Entwicklung eine interessante Geschichte machen? - Sicher müsste man sie dann etwas anders erzählen, aber es ginge bestimmt. Bei denjenigen, die bisher hier gepostet haben, kommt die Kneipen-Szene ja gut an, obwohl es dort eben nicht zu einer Schlägerei kommt, wie man vermutlich annehmen würde. Man kann also auch erfolgreich von den bewährten Erzählmustern abweichen.
Das andere ist die Begründung innerhalb der Welt des Romans. Ist es plausibel für die Figuren, anders zu handeln? Würde ein Krieger wie Erm Sen sich von der Trophäe trennen, die für eine besonders ruhmreiche Zeit seines Lebens steht? Würden sich die Shiannafeya dazu herablassen, mit einem Rosenohr über die heilige Klinge zu sprechen - was das Eingeständnis (gegenüber einem Fremden) beinhalten würde, dass sie sie an Unwürdige verloren haben? Wohl auch das Eingeständnis der besonderen Unfruchtbarkeit ihrer Sippe? Und zum Zeitpunkt des Duells trennt die beiden natürlich auch das bereits vergossene Blut ...

Das Unverständnis für Geld ist immer wieder eine interessante Kapitalismuskritik.
Das finde ich eine interessante Sichtweise.  :)
"Kapitalismuskritik" beinhaltet für mich, dass die negativen Auswirkungen dieses Wirtschaftssystems aufgezeigt werden, beispielsweise die Ausbeutung von Schwachen zum Ziele der Profitmaximierung. Hier haben wir aber ja lediglich jemanden, der mit der Geldwirtschaft nicht klar kommt ... Die Geldwirtschaft an sich ist auch noch kein Kapitalismus, der existiert in Aventurien erst in zarten Ansätzen. Vorherrschend ist dort - wie in unserem Mittelalter - der Feudalismus.

Es hat mich dann auch gefreut das Lailath einen Zwischenstop in Gareth genommen hat. Die Kaiserstadt ist immer eine Reise wert.
Wie bereits vorher angesprochen, sind wir auch deswegen froh um die Prologe, weil sie uns die Möglichkeit bieten, Regionen und Motive zu thematisieren, die in der Abenteuerkampagne keine Rolle spielen. Gareth, die größte Stadt Aventuriens, gehört dazu. Auf der Wettfahrt umrunden die beiden Drachenführer Aventurien - einmal rundherum, aber nicht mitten hindurch. Gareth ist aber das Herz des Kaiserreichs ...

Für mich war es eigentlich keine Spekulation, sondern vollkommen klar, dass Selflanatil die Silberflamme ist. Jetzt habt ihr mich verwirrt.  ??? Nicht, dass es da noch eine Überraschung für mich gibt.
Überraschungen wollen wir natürlich unbedingt vermeiden - wo kämen wir denn da hin?  ;D
Aber mal ernsthaft: Wir sind noch im Prolog, der Begriff "Silberflamme" ist noch gar nicht gefallen. Warten wir bis zum ersten Leseabschnitt - erst dann kann man sinnvoll spekulieren, ob und wie die Silberflamme im Prolog vielleicht bereits auftaucht. Vielleicht sollte man sich da auch noch nicht zu sehr einschießen, denn die Aufgabenstellung in der Prophezeiung hat auch andere Aspekte, und in den früheren Prologen ging es ja auch schon mal weniger um die Aufgabenstellung als um Figuren, die später in den Ottajaskos noch eine Rolle gespielt haben ...  ;)

Tulamidya sprachen doch beide Seiten?
Jein ... In den ersten Szenen kannst Du ja lesen, wie schwer sich Lailath mit der Sprache der Rosenohren tut. Generell unterhalten die Shiannafeya aber lockere Beziehungen zu den Nomadenstämmen, es wird also immer einige geben, die mit den Menschen kommunizieren können.

Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.
Messerscharf beobachtet - und völlig richtig: Selflanatil ist nicht das erste Artefakt, das den Shiannafeya abhanden kommt ...  ;)

Offline Janesway

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Der Kampf zum Schluss des Prologs ist spannend, die Schwertkampfkunst von Erm Sen ist für einen Menschen wirklich beachtlich, wo er das gelernt hat? Dafür fehlt den Menschen doch eigentlich die Zeit, oder?
Ich war einmal Karatetrainer. In meiner aktiven Zeit machte ein japanischer Meister von sich Reden. Er hat mit 30 Jahren mit dem Karate begonnen. Mit 35 war er Weltmeister.
Es gibt so etwas wie Talent ...
Erm Sen ist mit seinem ergrauenden Haar dann auch schon als Altmeister anzusehen und der Kampf war sein Leben, nichts, das man nur hin und wieder in der Freizeit macht. Die Frage, wo und von wem er das gelernt hat, ist die interessantere, wenn sich die Art und Weise des Kampfes so von den anderen unterschied. Und zu dem Wolf ist ja auch noch nicht viel bekannt. Hach, ich muss gleich weiterlesen... :D

"Kapitalismuskritik" beinhaltet für mich, dass die negativen Auswirkungen dieses Wirtschaftssystems aufgezeigt werden, beispielsweise die Ausbeutung von Schwachen zum Ziele der Profitmaximierung. Hier haben wir aber ja lediglich jemanden, der mit der Geldwirtschaft nicht klar kommt ... Die Geldwirtschaft an sich ist auch noch kein Kapitalismus, der existiert in Aventurien erst in zarten Ansätzen. Vorherrschend ist dort - wie in unserem Mittelalter - der Feudalismus.
Naja, Lailath kommt doch eigentlich mit der Geldwirtschaft klar. Wenn sie viel hat, dann ist sie eben bereit viel zu geben, da es für sie keine Bedeutung hat, deshalb gibt sie dem Jungen so viel für die Ziegenmilch. Zumindest hatte ich es mir so erklärt. Sie kennt den Wert aber, den Dinge haben. Nicht zu Anfang, aber später bei der Jagd durchs Kaiserland. Sie kann es nur nicht nachvollziehen, welchen Wert die Menschen diesen Münzen beimessen und auch nicht den Geiz oder den Sinn dahinter, überhaupt Geld zu verwenden. Hoffe, es ist irgendwie verständlich, was ich sagen will. xD

Überraschungen wollen wir natürlich unbedingt vermeiden - wo kämen wir denn da hin?  ;D
Aber mal ernsthaft: Wir sind noch im Prolog, der Begriff "Silberflamme" ist noch gar nicht gefallen. Warten wir bis zum ersten Leseabschnitt - erst dann kann man sinnvoll spekulieren, ob und wie die Silberflamme im Prolog vielleicht bereits auftaucht. Vielleicht sollte man sich da auch noch nicht zu sehr einschießen, denn die Aufgabenstellung in der Prophezeiung hat auch andere Aspekte, und in den früheren Prologen ging es ja auch schon mal weniger um die Aufgabenstellung als um Figuren, die später in den Ottajaskos noch eine Rolle gespielt haben ...  ;)
Gut, dann ist es eben nur meine erste Theorie gewesen. :-P Wie die, dass Silberflamme vor allem für Nirka gefährlich werden könnte. Silber und Werwölfe war schon immer eine ungünstige Sache.^^
Liebe Grüße
Juliane

Offline Bernard

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Nicht zu Anfang, aber später bei der Jagd durchs Kaiserland. Sie kann es nur nicht nachvollziehen, welchen Wert die Menschen diesen Münzen beimessen und auch nicht den Geiz oder den Sinn dahinter, überhaupt Geld zu verwenden.
Da sprichst Du einen wichtigen Aspekt an: Dieser Prolog erstreckt sich über mehrere Jahre, in denen sich Lailath auch weiterentwickelt.

Offline Bernhard H.

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Hallo, Janesway.

Du legst den Finger auf einen wunden Punkt des Autorenherzens.
Erm Sen ist viel älter als Game of Thrones, aber als Autor wird man in den letzten Jahren immer mit George Martin gemessen
und es steht im Raum, das man bei ihm abgeschrieben hat. Seufz.
Das macht es inzwischen sogar schwer noch Bücher zu schreiben, weil George Martin so umfassend Themen abdeckt. Einen Eunuchen habe ich aus einem Projekt gestrichen. Der Einsatz des historischen griechischen Feuers wird schwierig. Die verbrannte Flotte vor Kings Landing ist inspiriert von einer verbrannten osmanischen Flotte im Hafen von Konstantinopel ... George Martin hat etliche der guten historischen Geschichten in seinem Romanwerk untergebracht.
Erm Sens Truppe aus dem Wüstenkrieg ist übrigens inspiriert von einer französischen Dromedarreitereinheit aus Napoleons Ägyptenfeldzug.
Nun aber genug Autorenweltschmerz. Viel Spass bei den weiteren Texten. Ich bin gespannt, was noch an Kommentaren kommt.

Offline anschu74

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Zuallererst möchte ich liebe Grüße an alle Leserunden / Ottajasko - Mitglieder senden. Es ist schön, wieder in an Bord zu gehen und Abenteuer zu erleben. Ich bin sehr gespannt auf unsere Reise und wohin sie uns führt.  8)

Den Prolog fand ich unterhaltsam, interessant und spannend. Ich persönlich mag Elfen sehr. Die Art, wie Lailath die laute Welt der Rosenohren am Anfang empfindet fand ich sehr gut beschrieben. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es für Lailath gewesen sein muss, die ihr ganzes Leben in der Stille der Wüste verbracht, nun in die belebte und melodienreiche Welt der Rosenohren einzutauchen und sich dort zurechtzufinden. Auch das Zusammenspiel der Elfen, die sich im Salasandra über ihre Erfahrungen und Gedanken austauschen hat mir die Lebensweise der Elfen näher gebracht. Das hat mir gut gefallen.

Lailath ist mir sehr sympatisch, ich mag sie. Sie ist erst skeptisch und unsicher, versteht diese andere Welt nicht, fürchtet sich sogar vor ihr. Trotzdem öffnet sie sich diesen neuen Erfahrungen, um eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Nantiangel ist für mich eher blass. Aber die intensive Beziehung der Geschwister ist schön dargestellt.
Durch die Reisen der Geschwister lernen wir ein wenig mehr vom alten Aventurien kennen. Die Kämpfe im Prolog sind spannend geschrieben und ich habe mit Lailath mitgefiebert. Leider wird am Ende des Prologs nicht eindeutig geklärt, ob Lailath nun überlebt hat oder nicht. Aber ich denke wohl eher nicht, denn Erm Sen macht sicher keine halben Sachen!

Erm Sen, der Name kam mir sofort bekannt vor. Als dann irgendwann erwähnt wurde, dass er Nivese ist, ist der Groschen gefallen. Das wird dann wohl der berühmte Erm Sen sein, nachdem die Nivesen von Crottets Sippe so gern ihr Kinder benennen. Interessante Verknüpfung.  :) Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist? Erm Sen ist ein so guter Schwertkämpfer, dass er sogar alle Elfen, die ihn zum Duell herausfordern besiegt. Ob das wohl an diesem besonderen Schwert liegt? Ich fand es dann doch irgendwie komisch, dass Erm Sen so überhaupt gar nicht weiß, was diese Elfen andauernd von ihm wollen und warum sie ständig den Zweikampf mit ihm suchen. Das muss wohl etwas verwirrend für ihn gewesen sein. Tja anscheinend ist schweigen wohl nicht immer Gold. ;) Vielleicht wäre ein Gespräch in diesem Fall mal sinnvoll gewesen. Ob es allerdings was gebracht hätte .... Wer weiß?

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir der Prolog mal wieder gut gefallen hat.
PS: Bei der Szene, wo es darum geht eigentlich keine Tränen zu vergießen, da dass Wasser in der Wüste zu kostbar ist, kam mir aus einem anderen Buch von Bernard bekannt vor ... Da wusste ich gleich, wer den Prolog geschrieben hat.  ;)
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline anschu74

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Auch wie der Teufel an der Wand zum Dämon auf dem Schild wurde fand ich nett abgewandelt.
Einige auch heute noch geläufige Sprichwörter stammen aus dem Mittelalter, zum Beispiel auch die Frage: "Was führst du im Schilde?" Dort befand sich nämlich das Wappen des jeweiligen Herrn, und bei Söldnern, die gerade keinen Kontrakt hatten, war der Schild leer.

Ja die Bemerkung fand ich auch lustig.
Danke Bernard für die Erläuterung. Das wusste ich so noch nicht. Wieder was dazugelernt.

Liebe Grüße
Andrea

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