Autor Thema: 01 - Prolog (S. 5 - 60)  (Gelesen 1012 mal)

Offline Bernhard H.

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 107
Hallo, Anschu.
Der Prolog war diesmal nicht von mir :-) Aber der nächste dann wieder. Dort wird es um einen Prominenten aus der Serie gehen :-) :-) Nein, mehr verrate ich noch nicht.
Herzliche Grüße,
Bernhard Hennen

Offline anschu74

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 417
  • Gute Bücher sind Nahrung für die Seele
Als Erm Sen sagte, dass er gar nicht wusste, warum er von Elfen aus der Wüste Khom angegriffen wurde, dachte man sich natürlich: Vielleicht hätte man mal vorher die Sache auch gemütlich bei ner Tasse Tee besprechen können.  ::)
Da sprichst Du einen Punkt an, der vielleicht die Diskussion in der Runde lohnt: Was denkt Ihr, woran scheitert dieser Ansatz, einfach mal zu reden? An Erm Sen? An den Elfen? Und wieso tun die Elfen es nicht - was hindert sie daran?

Ich denke, dass ein Gespräch wohl eher nicht viel Erfolg gehabt hätte. Es scheitert auf jeden Fall daran, dass die Elfen zu verschlossen und zu mißtrauisch gegenüber den Rosenohren sind. Sie würden niemals ihre Geheimnisse preisgeben. Und schon gar nicht würden sie sich darüber austauschen, was für eine Bedeutung diese besondere Artefakt für sie hat. Außerdem ist es wohl auch so, wenn Erm Sen den wahren Wert dieses Schwertes gewusst hätte, hätte er es erst recht nicht wieder hergegeben.
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline anschu74

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 417
  • Gute Bücher sind Nahrung für die Seele
Hallo, Anschu.
Der Prolog war diesmal nicht von mir :-) Aber der nächste dann wieder. Dort wird es um einen Prominenten aus der Serie gehen :-) :-) Nein, mehr verrate ich noch nicht.
Herzliche Grüße,
Bernhard Hennen

Na da bin ich ja schon jetzt sehr gespannt, wer es wohl sein wird.
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline Bernard

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1850
  • Books feed your mind.
    • Autorenseite Robert Corvus
Den Prolog fand ich unterhaltsam, interessant und spannend.
:freu:

Leider wird am Ende des Prologs nicht eindeutig geklärt, ob Lailath nun überlebt hat oder nicht. Aber ich denke wohl eher nicht, denn Erm Sen macht sicher keine halben Sachen!
Das ist doch eine schöne Frage für die Runde - was meint Ihr, ist Lailath mit dem Leben davongekommen oder nicht?  ;)

Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist?
In Aventurien gibt es unterschiedliche Arten von Gestaltwandlern. Es gibt auch Werwölfe im eigentlichen Sinne, die unter dem Zwang stehen, bei Eintreten eines äußeren Ereignisses - wie etwa Vollmond - in Wolfsgestalt zu wechseln.
Die Gesegneten der Nivesen - wie Nirka - können das dagegen weitgehend kontrollieren.

Ich fand es dann doch irgendwie komisch, dass Erm Sen so überhaupt gar nicht weiß, was diese Elfen andauernd von ihm wollen und warum sie ständig den Zweikampf mit ihm suchen.
Da hilft vielleicht, sich zu überlegen, unter welchen Umständen er das Schwert erbeutet hat. Er hat damals ein Nomadenlager überfallen, in dem die Trägerin des Schwerts mehr oder minder zufällig zu Gast war. Eventuell hat er gar nicht gemerkt, dass überhaupt eine Elfe anwesend war - aus seiner Sicht hat er das Schwert von menschlichen Wüstenkriegern erbeutet. Möglicherweise bringt er es deswegen nicht mit Elfen in Verbindung.

Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?

Offline anschu74

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 417
  • Gute Bücher sind Nahrung für die Seele
Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?

Ich denke dass das eine gute Idee ist. Bernhard und Bernard sind so ähnlich, da kommt es schnell zu Verwirrungen. Bei meiner Bemerkung, wer den Prolog geschrieben hat, war der Herr Corvus gemeint. Das hat Bernhard H. anscheinend auch verwechselt.  :-[
Liebe Grüße
Andrea

Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

Offline Murkxsi

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 974
    • Kerkis Farbkleckse
Die Fahrt geht nun weiter und ich freue mich sehr, nun auch wieder dabei sein zu dürfen.

Leider hat mich dieser Prolog nicht so ganz gefangen genommen wie die vorigen. Die Figuren, auch die von Lailath, kamen bei mir nicht an und blieben für mich farblos. Warum weiß ich nicht, darüber bin ich selbst überrascht, weil ich eigentlich was anderes gewohnt bin. Demnach habe ich den Prolog auch relativ teilnahmslos gelesen und mir war das so ziemlich egal, dass die Geschwister nun zu rotem Sand wurden, denn ich glaube schon, dass auch Lailath wie ihr Bruder nicht überlebt hat, zumindest nicht in der Elfenform. Vielleicht taucht sie als Geist nochmal auf wie ihr Bruder.

Seltsamerweise war ich mehr fasziniert von Erm Sen und die Schlussszene hat mich darin noch bestärkt. Er wollte nicht mehr kämpfen, wusste auch gar nicht, warum ihn die Elfen töten wollen. Ich bin mir nicht so sicher, ob er in seinem Alter des Friedens Willens nicht doch das Schwert abgeben hätte, wenn er von der Bedeutung gewusst hätte. Vielleicht hätten die Elfen es ihm auch einfach abkaufen können. Wer weiß. Aber wie Janesway es ja schon andeutete, haben die Elfen ja schon den Kelch verloren und vermutlich mit Reden und Vernunft schlechte Erfahrungen gemacht, was dann natürlich ihr Verhalten wiederum erklärt. Geholfen hat es wohl eher nichts.

Mir kam auch direkt der Gedanke, dass das Schwert Silberflamme sein könnte, dann dachte ich an den Silberwolf und letztendlich denke ich, dass es die Autoren uns nicht so einfach machen werden. Wissen die Rollenspieler eigentlich, was die Silberflamme ist?

 
Erm Sen, der Name kam mir sofort bekannt vor. Als dann irgendwann erwähnt wurde, dass er Nivese ist, ist der Groschen gefallen. Das wird dann wohl der berühmte Erm Sen sein, nachdem die Nivesen von Crottets Sippe so gern ihr Kinder benennen. Interessante Verknüpfung.  :) Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist?
Ich fing auch sofort an zu überlegen, wo ich diesen Namen schon mal gelesen habe. Bei Wolf und Nivesen dämmerte es mir dann auch ein wenig. Aber so genau bekomme ich die Legende nicht mehr zusammen.

Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?
Das fände ich sehr hilfreich, denn Bernard und Bernhard sind doch sehr ähnlich und wir werden ja nun die nächsten Jahre gemeinsam hier lesen  ;D

Diese Betonung war zunächst nicht vorgesehen. Eigentlich wollte Bernhard den Prolog schreiben, was dann aber aus Termingründen ungünstig gewesen wäre. Wir hatten aber bereits auf einer längeren Autofahrt diskutiert, wie dieser Prolog aussehen sollte. Bei diesem Gespräch stand Erm Sen im Fokus. Als ich den Prolog dann übernommen habe - da war der Phileasson-Strang bereits geschrieben -, habe ich ihn zu "meiner" Geschichte gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass mir die Logik der Ereignisse eingängiger erschien, wenn man daraus die Geschichte der beiden Geschwister macht. Die Ereignisse an sich sind also geblieben, aber die Perspektive hat sich komplett gedreht.
Das hätte mir ehrlich gesagt besser gefallen.  Aber vielleicht denke ich am Ende des Buches ganz anders darüber, wenn ich die Zusammenhänge kenne und verstehe. So kann ich zunächst nur meinen ersten Eindruck vermitteln.  :unschuldig:

Wie ihr es vielleicht noch in Erinnerung habt, war ich ja noch nie ein Fan von den Elfen mit ihren Melodien und Klängen, die sie überall hören und vor sich hin trällern, die alten Baumkuschler.
:D Da bekenne ich mich schuldig im Sinne der Anklage!
:totlach: Baumkuschler, herrlich
Ich befürchte, irgendwann kommt doch noch der glitzernde Feenstaub. Es gibt noch genug Bände zu schreiben.

Ach ja... die Szene in der Kneipe fand ich auch richtig gut.



« Letzte Änderung: 30. September 2017, 21:18:29 von Murkxsi »
Motto: Leben und leben lassen

Offline Murkxsi

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 974
    • Kerkis Farbkleckse
Habe gerade gelesen, wo ich das mit Erm Sen nachlesen kann. Werde ich jetzt auch erst mal machen, um meine Gedächtnislücke zu füllen.

Ich hoffe und poche übrigens weiterhin auf das kollektive Gedächtnis der Ottajasko. Nach drei dicken Bänden geht schon mal das eine oder andere verloren.
Motto: Leben und leben lassen

Offline Cadeen

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 20
  • Man kann nie genug Bücher haben. ;)


Was mir nicht so klar war, ist warum Lailath ihren Gegner mit einem Sandwurf besiegt hat, klar er kann ein Moment nichts sehen, aber sie hat kein Schwert, lag auf dem Boden und konnte ihn so doch nicht wirklich außer Gefecht setzen, da konnte ich irgendwie nicht so folgen.
Zu diesem Zeitpunkt sind noch drei Elfen am Kampf beteiligt: Lailath, Nantiangel und Kursalah.
Lailath blendet Kursalah mit dem Sand.
Dann hört sie einen Treffer.
Da sie selbst am Boden liegt und nichts sieht, kann sie ebenso wenig wie der Leser wissen, ob Krusalah Nantiangel getroffen hat, oder ob es umgekehrt ist.
Erst durch Urdiriels Ansage wird klar: Der Plan der Geschwister, sich gemeinsam gegen den stärksten Gegner zu wenden, ist aufgegangen. Ihr Bruder hat den Moment der Ablenkung genutzt und Kursalah getroffen.

Danke, für die Erklärung ich hatte den Treffer mit dem Sand verbunden den sie wirft, nicht mit ihrem Bruder. Jetzt ist es klar.  :D

Der Kampf zum Schluss des Prologs ist spannend, die Schwertkampfkunst von Erm Sen ist für einen Menschen wirklich beachtlich, wo er das gelernt hat? Dafür fehlt den Menschen doch eigentlich die Zeit, oder?
Ich war einmal Karatetrainer. In meiner aktiven Zeit machte ein japanischer Meister von sich Reden. Er hat mit 30 Jahren mit dem Karate begonnen. Mit 35 war er Weltmeister.
Es gibt so etwas wie Talent ..

Talent ist der Unterschied, stimmt, aber auch der Begabte braucht Technik und einen Lehrer, vielleicht auch mehrere.
Bei der Beschreibung kam mir ein ganz besonderer Elfenritter aus einer anderen Saga in den Sinn, daher  meine Anmerkung. Der hatte halt viel Zeit zur üben und bestimmt auch Talent.  :) Wer da bei einem Duell wohl gewinnen würde?

Vielleicht kann das Rätsel des Meisters von Ern Sen  ja irgendwann gelöst werde. Je mehr Geheimnisse desto besser.
Bis bald
Simone



Offline Cadeen

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 20
  • Man kann nie genug Bücher haben. ;)

Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?

Ja, eine sehr gute Idee, das ist für alle einfacher, ich hatte mich sowieso gefragt warum wir zwei Bernards als Autoren haben  ;D
[/quote]

Offline Cadeen

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 20
  • Man kann nie genug Bücher haben. ;)


Leider wird am Ende des Prologs nicht eindeutig geklärt, ob Lailath nun überlebt hat oder nicht. Aber ich denke wohl eher nicht, denn Erm Sen macht sicher keine halben Sachen!
Das ist doch eine schöne Frage für die Runde - was meint Ihr, ist Lailath mit dem Leben davongekommen oder nicht?  ;)

Ich glaube schon, dass sie überlebt und dann noch eine Rolle spielt, vielleicht lässt er sie ja doch gehen, weil er ihren Mut schätzt oder sie findet noch eine Möglichkeit zu entkommen, verletzt. Sie hat doch magische Fähigkeiten.
Aber keine Ahnung ob Erm Sen so denkt oder mal ritterliche Anwandlungen hat. Aber so langsam sollte er sich mal Gedanken machen, immer ein Gejagter zu sein und er scheint ja auch ständig davon zu laufen.
Ich wollte die Gründen irgendwann mal wissen, er hätte am Schluss des Kampfes vielleicht doch mal ein paar Fragen stellen können, wer weiß, vielleicht versucht er es ja.

Offline Janesway

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 192
    • Jannes Buchblog
@Bernhard
Da hilft wohl nur ein dickes (Wolfs-)fell. :P

Ich hatte wirklich nicht beabsichtigt, einen Nerv zu treffen.
Band Nr 4 (!) und hui es kommt einer drin vor, der einen Wolfskopf aufm Schild hat und einen Wolf als Tiergefährten. Diese Gemeinsamkeit finde ich ziemlich harmlos, ich hatte nur die kurze Assoziation damit (was ist daran schlimm, wenn man kurz an ein anderes Buch erinnert wird, das man sehr gerne gelesen hat?), aber der gesamte Kontext ist doch auch ein komplett anderer.
Habe auf Empfehlung "The Key" angefangen und da geht es um immer wiederkehrende (mythische) Elemente. Dadurch beeinflusst interessierte mich lediglich, ob damals, als die Saga entstand, schon der Wolf in der Form auftauchte.

Selbst wenn es abgeguckt wäre: Martin hat es doch auch nur irgendwo abgeguckt.^^

Gibt auch umgekehrt den Fall, dass Teile extra von Martin mit eingeflochten werden: Ihnen hat Game of Thrones gefallen? Dann werden Sie dieses Buch lieben! Ist z.B. bei "Bird and Sword" so, wo die Protagonistin erst nach Arya klingt. Ist aber dann doch ganz anders und ist in Bezug auf die Magie angelehnt an die Romane von Rothfuss.

Wenn ich lesen muss, dass deswegen Charaktere und Ideen gestrichen werden, dann schmerzt es mein Leserherz nicht weniger! :->

Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?
Ja, los! ^^
Liebe Grüße
Juliane

Offline Krassling

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 58
Oha, allmählich verstehe ich warum einige Leute sich Strategien zurecht legen, ob sie erste die Beiträge der anderen lesen oder nicht. Da kommt man ja ganz durcheinander bei den vielen Anmerkungen. Irgendwie stößt das Format eines einzelnen Fadens hier doch schnell an seine Grenzen. Ich versuche mich trotzdem mal an einem strukturierten Vorgehen.

Prolog mit Tiefenbohrung und Perspektivwechsel
Vielleicht hatte ich mir hier unpräzise ausgedrückt. Ich habe überhaupt nichts gegen vertiefende Charakterisierungen in Romanen. Auch wenn das nicht gerade die Stärke der meisten Phantastiker ist darf dafür durchaus Raum sein. Ich fand allerdings den aktuellen Prolog deutlich angenehmer als seine Vorgänger. Interessant, dass eine Leserin nicht mit den Figuren warm geworden ist. Mir gelang das diesmal viel besser.
Eigentlich hätte ich auch die Perspektive Erm Sens erwartet. Aber rückblickend und vorausblickend (?) finde ich es eigentlich sogar doch besser aus der Elfenperspektive zu schauen.
Was ich übrigens in Sachen Charakter erhoffe ist eine deutlich sichtbare Entwicklung der Figuren im Zeitverlauf. Sicher ist dies nicht ganz so einfach, wie bei Romanen mit einem einzelnen Protagonisten, aber auch die Ottajasko als Ganzes kann ja eine Entwicklung durchmachen.

Elfen
Ich fand die Darstellung der Elfen erneut sehr gelungen. Den Wüstenaspekt, die diversen Andeutungen auf ihren Hintergrund und auch die schwierige Begegnung mit der Außenwelt.
Hat sich eigentlich schon mal einer der Leser mit der Frage beschäftigt, was die Eigennamen der Wüstenelfen zu bedeuten haben?
Nachwuchsprobleme sind hier natürlich besonders eklatant. Allerdings ist das im aventurischen Kontext, wie auch in einigen anderen Welten auch stark verwurzelt. Ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass die Menschen die vorherschende Rasse sind. Die Elfen sind in Fantasy-Rassen tatsächlich meist die ältere und magischere Rasse. Die Menschen lösen sie in gewisser Weise ab und sind ihre Erben. Ich denke das Motiv kann man nicht nur bei Tolkien so finden.

Zauberwirken: Ich hatte den Elementarzauber in der Wüste für mich mal als eine Wand aus Erz Variante interpretiert. Eher lang und flach als hoch und kurz aber könnte klappen.

Reden statt töten
Schön wärs. Wenn wir alle - oder auch nur einige - mehr reden und weniger kämpfen würden, dann sähe die Welt wohl anders aus. Unglaubwürdig erscheint mit das leider keineswegs. Ich denke auch, dass die spezielle Situation der Elfen nicht so arg viel Offenheit für Diskussionen eröffnet.

Anleihen
Traurig, dass jetzt neuerdings so vieles auf einen Vergleich zum Lied von Eis und Feuer reduziert wird. Selbst die Tolkien-Parallelen werden ja oft zu Unrecht gezogen. Es ist manchmal wirklich frustrierend.

Zitat von: Janesway
Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.
Ja über diese Bemerkung habe ich mich auch gefreut. Was das wohl sein könnte.

Die große Welt
Die kurze Gareth Episode fand ich ganz nett im Bezug auf das "Versumpfen" von Lailath. Auch wenn es nur kurz ist, wird hier wieder schön angedeutet, wie die Elfen sich in der fremden Welt der Menschen verlieren und langsam "badoc" werden.
Die Szene in der Kneipe war einerseits erfrischend weil es eben zu keiner Schlägerei kam. Andererseits habe ich die dramaturgische Bedeutung der Szene nicht verstanden. Wenn man sie wegließe, was wäre dann verloren? Haben die Autoren ein spezielles Ziel mit dieser Begegnung verfolgt?

Nickname ändern
Dafür! Ich muss immer ganz genau schauen, welcher Bern(h)ard da eigentlich schreibt.

Weiteres
Zitat von: Murkxsi
Habe gerade gelesen, wo ich das mit Erm Sen nachlesen kann. Werde ich jetzt auch erst mal machen, um meine Gedächtnislücke zu füllen.
Ich hoffe und poche übrigens weiterhin auf das kollektive Gedächtnis der Ottajasko. Nach drei dicken Bänden geht schon mal das eine oder andere verloren.
Ich kann die vermutlich meist keine Seitenzahl nennen, da das bei dem ebook nicht so einfach ist und ich da Stellen auch nicht so leicht finde. Ansonsten ist mein Gedächtnis was das angeht aber ganz gut. Wir wissen ja auch dass die Person, die nach dem Helden Erm Sen benannt ist in diesem Roman noch dabei sein wird. Das dürfte sicher (hoffentlich?) auch noch zu ein paar schönen Momenten führen.

Zitat von: Cadeen
Ich glaube schon, dass sie überlebt und dann noch eine Rolle spielt, vielleicht lässt er sie ja doch gehen, weil er ihren Mut schätzt oder sie findet noch eine Möglichkeit zu entkommen, verletzt. Sie hat doch magische Fähigkeiten.
Aber keine Ahnung ob Erm Sen so denkt oder mal ritterliche Anwandlungen hat. Aber so langsam sollte er sich mal Gedanken machen, immer ein Gejagter zu sein und er scheint ja auch ständig davon zu laufen.
Ich wollte die Gründen irgendwann mal wissen, er hätte am Schluss des Kampfes vielleicht doch mal ein paar Fragen stellen können, wer weiß, vielleicht versucht er es ja.
Das ist sicher alles soweit schlüssig. Aber auf der anderen Seite hat der Nivese direkt oder indirekt vermutlich mehr als 50 Elfen getötet. Und Lailath wirkt nicht gerade in Plauderlaune. Oder fluchtwillig. Ich bevorzuge zumeist einfache Erklärungen. Die sind komplex genug. :)

Zitat von: Murkxsi
Wissen die Rollenspieler eigentlich ...
Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:

Eigenes
Angesichts der Uhrzeit muss ich nächstes Mal wohl die Blindschreibe-Variante wählen. Sonst komme ich gar nicht mehr dazu neue Punkte einzubringen. :schnarch:

Offline Bernard

  • Autor/in
  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1850
  • Books feed your mind.
    • Autorenseite Robert Corvus
Seltsamerweise war ich mehr fasziniert von Erm Sen und die Schlussszene hat mich darin noch bestärkt.
Im Abenteuerspiel liegt die Betonung dieser Geschichte tatsächlich auch auf Erm Sen. Das wäre dann eine Geschichte über Militärtaktik in der Wüste geworden, über den Aufstieg eines eigenwilligen Offiziers, über Ruhm und das Problem, wenn die Politik das Militär hängen lässt - und natürlich viele Duelle mit verschleierten Wüstenkriegern - und vielleicht noch ein bisschen mehr ... Auch ein interessanter Stoff, keine Frage.  ;)

Ich befürchte, irgendwann kommt doch noch der glitzernde Feenstaub. Es gibt noch genug Bände zu schreiben.
Genau, irgendwann, wenn mein Kollege mal wegschaut ...  :D

Ach ja... die Szene in der Kneipe fand ich auch richtig gut.
:freu:

Was ich übrigens in Sachen Charakter erhoffe ist eine deutlich sichtbare Entwicklung der Figuren im Zeitverlauf.
Einige Figuren entwickeln sich, zumindest bisher, deutlich stärker als andere. Shaya, Salarin und Tylstyr sind im Vergleich dazu, wie sie bei ihrem ersten Auftauchen in der Geschichte aufgestellt waren, einen sehr weiten Weg gegangen. Das fällt eventuell nicht so stark auf, weil es eher kontinuierlich über eineinhalbtausend Seiten passiert ist, aber wenn man gedanklich die jetzige Shaya derjenigen im Traviatempel zu Thorwal gegenüberstellt, wird es auffallen.
Andere sind tatsächlich eher statisch, weil sie einen sehr deutlich eingenordeten inneren Kompass haben. Dazu zählen beispielsweise Ohm Follker und Irulla. Ein bisschen hängt das auch davon ab, ob sie Erzählperspektiven bekommen oder nicht: Wenn man sich als Leser im Kopf einer Figur umschauen kann, nimmt man in der Regel mehr Nuancen wahr.

Ich fand die Darstellung der Elfen erneut sehr gelungen.
:freu:

Ich würde mal behaupten, das liegt daran, dass die Menschen die vorherschende Rasse sind. Die Elfen sind in Fantasy-Rassen tatsächlich meist die ältere und magischere Rasse. Die Menschen lösen sie in gewisser Weise ab und sind ihre Erben. Ich denke das Motiv kann man nicht nur bei Tolkien so finden.
Das glaube ich auch. Manchmal sind die Elfen zudem ein Chiffre für die nordamerikanischen Ureinwohner, als bedrohtes Naturvolk, das nicht versteht, was in seiner Welt passiert.

Andererseits habe ich die dramaturgische Bedeutung der Szene nicht verstanden. Wenn man sie wegließe, was wäre dann verloren? Haben die Autoren ein spezielles Ziel mit dieser Begegnung verfolgt?
Sogar mehrere. ;)
Die Figuren Lailath und Erm Sen werden entwickelt - Lailath als jemand, die sich zunehmend besser in der Menschenwelt zurechtfindet, auch über die Nomadenkulturen hinaus, und Erm Sen als jemand, der nun nicht mehr als Soldat, sondern als Fechtlehrer unterwegs ist. Zudem als außergewöhnlich guter Fechtlehrer, was die Duellszene vorbereitet. Die besondere Kampftechnik, von der die Eleven berichten, bereitet ebenfalls das Duell vor.
In der Handlung markiert die Szene für einen Schauplatzwechsel in den Nordosten Aventuriens und insbesondere ins Mittelreich, das mit seiner mitteleuropäischen Kultur vorgestellt wird. Zudem ist es immer recht gut, wenn bei viel erzählter Zeit (einige Monde vergehen) auch ein bisschen Erzählzeit vergeht (der Leser liest ein paar Seiten im Buch). Man kann natürlich auch schreiben: "Ein paar Monde später war Lailath in Vallusa", aber das ist dann berichtet, nicht erzählt - und wirft die Frage auf, was sie in dieser Zeit getan hat (versumpft in Gareth).
Ein paar andere Dinge konnte ich daran aufhängen, weil die Szene dann eben zur Verfügung stand: dass Elfen generell ein seltener Anblick sind, dass es so etwas wie Schwertkampfschulen gibt, der Zauber mit dem weißen Pferd. Wenn diese Elemente dann später in der Saga wieder auftauchen und man sie beim Lesen wiedererkennt, erhöht das die "gefühlte Realitätsdichte", die Fantasywelt gewinnt Plausibilität und wird vertrauter.

Zitat von: Murkxsi
Wissen die Rollenspieler eigentlich ...
Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:
Danke.  :)
 :five:

Offline Londo42

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 83
Gestern konnte ich nicht mehr länger warten: ich lud mir "Silberflamme" auf meinen Kindle, und habe mit Genuß den Prolog gelesen.

Aus meiner Sicht ist der Prolog rundum gelungen. Lailath als POV ("point of view")-Charakter ist eine gute Wahl, da sie in (fast) allen Szenen die aktivste Figur ist. Ihr Bruder bleibt eher blaß, aber die enge Beziehung zwischen den beiden Geschwistern ist sehr gut dargestellt. Umso schmerzlicher ist die Szene, als Lailath seinen Geist trifft.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Szene im Gasthaus, mit der aventurischen Redensart "Dämon auf den Schild" (statt dem Teufel an die Wand). Vor allem gefiel mir, dass sie eben nicht mit der üblichen Klischee-Kneipenschlägerei endete (solche Szenen habe ich schon oft genug gelesen).

Ein Höhepunkt des Prologs ist das Zusammentreffen mit Erm Sen. Er ist ebenfalls sehr gut charakterisiert. Gut gelungen finde ich, dass, obwohl er aus Lailaths Sicht als "schändlicher Räuber" dasteht, doch durchschimmert, dass er mehr ist als nur ein "popeliger Wüstenräuber" - deutlich mehr. Seine Fähigkeiten im Schwertkampf sind fast ohne Beispiel (spannend wäre es, ihn mal gegen Phileasson antreten zu lassen - wird aber zeitlich schwierig, es sei denn, jemand hat ihn "konserviert" o.ä. :) ). Auch ich habe mir übrigens Gedanken gemacht, warum Lailath nicht versucht, mit Erm Sen zu reden, aber das dürfte aufgrund ihres Ehrenkodexes nicht gehen, außerdem gab es schon viele Angriffe ihrer Gefährten auf Erm Sen, da wird eine friedliche Kommunikation zunehmend schwierig. Und auch ich vermute, dass Erm Sen das Schwert auf keinen Fall hergeben würde.

Bei Erm Sens Wolf musste auch ich kurz an "Das Lied von Eis und Feuer" denken - aber die Phileasson-Saga ist eindeutig älter, und damit auch Erm Sen. (Dazu werde ich noch einen zweiten Post schreiben müssen).

Das Ende des Prologs ist aus meiner Sicht offen. Es steht nur da, dass Lailath erwartet, zu Staub zu zerfallen, nicht, dass es wirklich geschieht. Aber ich denke, das werden wir sehen.

Natürlich hat der Proiog bei mir einige Fragen aufgeworfen (wie es sich für einen guten Prolog gehört):
- Wo ist das Schwert jetzt? Und: ist das Schwert die gesuchte "Silberflamme"? Das wäre fast zu naheliegend
- Was wurde aus Erm Sen? War am Ende ein anderer Elf erfolgreich? Oder suchen sie immer noch das Schwert?
- In welcher Beziehung stehen Erm Sen und Lailath zu den Hauptfiguren? Gerade bei Erm Sen könnte ich mir vorstellen, dass er ein Vorfahr von Nirka und/oder Crottet ist. Vielleicht ist Nirka die Erbin des Schwertes - und plötzlich kommen lauter Elfen vorbei und fordern sie zum Duell heraus? Vielleicht trifft das ja einen anderen Charakter aus der Ottajasko?

Soweit erstmal meine 2 Cents zum Prolog.
Fantastic! Allons-y! Geronimo!

Offline Londo42

  • Mitglied
  • *
  • Beiträge: 83
Hallo Bernhard, hallo Robert,

Du legst den Finger auf einen wunden Punkt des Autorenherzens.
Erm Sen ist viel älter als Game of Thrones, aber als Autor wird man in den letzten Jahren immer mit George Martin gemessen
und es steht im Raum, das man bei ihm abgeschrieben hat. Seufz.
Das macht es inzwischen sogar schwer noch Bücher zu schreiben, weil George Martin so umfassend Themen abdeckt. Einen Eunuchen habe ich aus einem Projekt gestrichen. Der Einsatz des historischen griechischen Feuers wird schwierig. Die verbrannte Flotte vor Kings Landing ist inspiriert von einer verbrannten osmanischen Flotte im Hafen von Konstantinopel ... George Martin hat etliche der guten historischen Geschichten in seinem Romanwerk untergebracht.
Hierzu ist mir eins wichtig, vor allem für eure zukünftigen Bände (auch wenn das, was du, Bernhard, oben schreibst, wohl nicht auf die Phileasson-Saga bezogen war).
Die Phileasson-Saga stammt (als Abenteuer) ursprünglich aus dem Jahr 1990/91. George R.R. Martins "A Song of Ice and Fire" (ASoIaF) wurde dagegen erst 1996 veröffentlicht.  Wann immer also eine Idee scheinbar aus ASoIaF "abgeschrieben" wurde, lasst sie bitte drin - Phileasson ist älter. Notfalls könnt ihr ja dem betroffenen Roman eine Seite Vorwort spendieren, in dem dieser Sachverhalt kurz erklärt wird. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur wegen ASoIaF auf einmal Personen aus der Saga entfernt werden müssen - das geht zu weit, finde ich!
Fantastic! Allons-y! Geronimo!

 

Weblinks

Literaturschock Facebook Twitter

Internes

Mediadaten & Presse Impressum & Kontakt Datenschutzerklärung