Autor Thema: 01 - Prolog (S. 5 - 60)  (Gelesen 1012 mal)

Offline Rhea

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Ich bin auch da, am Wochenende ist immer viel zu tun und auch jetzt schreibe ich "illegal", denn eigentlich müßte ich eine andere Arbeit zuende führen.....

Also Hallo in die Runde der zwei Ottajaskos. Noch sind wohl nicht lle da, aber wir sind ja auch noch nicht auf Fahrt. Grüße an unsere Kapitäne!

Mir war schnell klar, wer den Prolog geschrieben hat, nicht nur durch die Verneigung vor Frank Herbert, sondern auch durch die Erwähnung der Elemente  "Stein, Erz, Eisen, Stahl" in der Reihenfolge wie seine vier Romane. Eigentlich war ich enttäuscht, dass Bernd den Prolog geschrieben hat, denn seine Elfen gefallen mir nicht. Jetzt werden mich wohl alle steinigen, aber das bin ich gewöhnt, denn ich mag ja auch "Das Lied von Eis und Feuer" nicht. An Bernds Arbeit liebe ich immer die Logik mit der seine Figuren geführt werden. Das ist am Anfang toll. Der Kampf ist gut beschrieben und auch die Konsequenz, dass man Leute schicken sollte, die bereit sind Regeln zu brechen, wenn man gegen andere Regeln, die man nicht kennt, oder auch gegen Feide kämpft, die selbst keine Regeln beachten. Der Kampf qualifizierte die beiden ganz deutlich dazu, ausgesandt zu werden. Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch. Da kommen zwei zurück, die es zum ersten Mal geschafft haben, die Klinge zu finden und Wissen mit zubringen und am Leben zu bleiben. Dann kommt dieses idiotische, wenn ihr nicht tot seid und ohne Klinge kommt, dann seid ihr die Falschen. So was traue ich dummen Herrschern zu, die genug "Menschenmaterial" haben, aber sind denn Elfen auch so blöd?
Dann geht es los, und das ist natürlich der Kürze des Prologs geschuldet, mit Erzählungen, was sie nun in der Zeit gelernt haben und wo sie waren und wie viele gestorben sind. Wie können Wesen so blöde sein und immer wieder jemanden losschicken, obwohl sie eigentlich ja schon beim ersten Kampf den besten ausgewählt hatten und der hat es nicht geschafft. Jeder andere ist höchstens der Zweitbeste und wird auch sterben. Das kann man doch voraussehen. Dafür fand ich dann die Geschwister wieder ziemlich klug, das zu sehen und zu handeln.
Vermutlich ist es der Sicht geschuldet, dass die Schwester so ängstlich wirkt, denn wir als Leser schauen in ihr Inneres und ihr Bruder vermutlich auch. Aber sich zu trennen fand ich nicht klug. Warum nicht beide über Land gehen? Die Zange hat doch nur Zweck, wenn ich weiß wo der Nagelsteckt und gleichzeitig zuschnappe. So ist es dann auch. Statt auf die Schwester zu warten und den Mann zu studieren, fordert der Bruder ihn und stirbt. Ich finde das einfach nur dumm.
Dann die Kneipenszene. Auch mir hat der Ausgang sehr gut gefallen. Das war wieder Bernd typisch. Den Leser überraschen, indem man vom Klischee weggeht. Toll gemacht. Hat auch mich überrascht. Aber die Frage ist doch, warum weiß Lailath immernoch nicht, dass zuviel bezahlen misstrauisch macht? Sie weiß schon lange, dass Silber die Menschen gierig macht und sie deswegen töten, trotzdem legt sie leichtfertig sogar noch das zweite Silberstück auf den Tresen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich weiß auch nicht, wieviele Jahre sie normalerweise gebraucht hätte für das, was sie dort alles erlebt hat. Ich habe zwar immer wieder die Überschriften verglichen um einigermaßen zu wissen, wieviel Zeit vergangen ist, aber in Gareth müßtee sie Jahre verbracht haben um in all den Gruppierungen gewesen zu sein (in Banden wird man nicht so leicht aufgenommen, oder) und sie müßte längst knapp an Silber sein, oder sie schleppt einen Rucksack davon mit rum und den wäre sie im Milieu längst los. Sicher gibt es für alles eine Erklärung, aber im Moment war dies der Prolog, der mich am wenigsten in das Geschehen gezogen hat.
Auch mir ging es so, dass mich Em Sens am meisten interessiert hat und ich denke, es geht wohl am Ende auch um ihn. Allerdings ist das Ende so gewählt, dass ich mir denken könnte, es geht anders aus als von Lailath erwartet. Er will sie nicht töten.  Ich glaube er ist überhaupt jemand, der eigentlich nicht ohne Grund töten möchte. Vielleicht sagt sie ihm doch noch, warum er ständig herausgefordert wird? Er ist mittlerweile nicht mehr so jung und hat einiges an Lebenserfahrung. Vielleicht ist ihr Leben ihm die Waffe wert? Könnte doch sein?
Ich habe ja noch verstanden, dass die Elfen ihm nicht sagen, was diese Waffe für sie ist, weil es ein Elfendings ist. Aber in der Situation, wo es um das Überleben des Stammes geht, könnte man es doch probieren. Was würde es für Em bedeuten? Der zusätzliche Wert resultiert doch nur aus dem Glauben der Elfen, den er sicher nicht teilt. Also könnte er höchstens dafür Geld verlangen oder Ähnliches. Das ist aber nicht sein Wesen. Also sehe ich eine gute Chance, wenn Lailath endlich nicht mehr hirnrissig auf ihn zu stürmt. Sich aufzuregen, weil er die Waffe küßt und loszustürmen - ne, ich denke sie ist eine erfahrene Kämpferin, die weiß, dass man seine Gefühle nicht im Kampf freilassen darf. Überhaupt dachte ich immer, dass die Elfen sehr gute Kämpfer sind, aber sie kann ihn nur durch einen Trick leicht verwunden. Muss mal meinen Sohn fragen, der immer Elfen spielt, wie er das sieht. Ich bin von den Elfen hier enttäuscht.
Zur Frage der Wolfbegleiter, die Geschichten habe ich als Kind schon von Wolf Durian und Jack London gelesen, da waren es Wölfe oder Wolfshunde, natürlich keine Werwölfe. Aber die Freundschaft zwischen einsamem Menschen und einsamem Wolf ist schon ziemlich alt.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2017, 11:38:35 von Rhea »

Offline Janesway

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Jetzt werden mich wohl alle steinigen, aber das bin ich gewöhnt, denn ich mag ja auch "Das Lied von Eis und Feuer" nicht.
HHHHHhhhh! Ich bin entsetzt!!  :o

Der Kampf qualifizierte die beiden ganz deutlich dazu, ausgesandt zu werden. Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch.
Die handeln strickt nach Notfallprotokoll für den Fall, dass ein Artefakt geklaut wird. ^^ Nee, ich denke, dass es mit dieser Bindung zutun hat, die mit der Waffe eingegangen wird. Wahrscheinlich geht das normalerweise eben nur mit demjenigen, der sich im Kampf hervorgetan hat. Oder das ist eben auch eine Erfahrung, die sie durch den Verlust des ersten Artefakts gemacht haben. Vielleicht haben sie da die Hälfte ihres Stammes verloren. Vielleicht sogar fast alle Weibchen und deshalb ist der Stamm so unfruchtbar. xD Die Rituale finde ich eh ziemlich seltsam von dem Stamm. Kein Wunder, dass der untergeht. Sie sind ein Wüstenvolk und ihr Begräbnisritual sieht vor, dass sie ihre (zum Teil lange gelagerten) Toten durch die Hitze der Wüste bis zum Meer schaffen? Wie umständlich ist das denn?

Da kommen zwei zurück, die es zum ersten Mal geschafft haben, die Klinge zu finden und Wissen mit zubringen und am Leben zu bleiben. Dann kommt dieses idiotische, wenn ihr nicht tot seid und ohne Klinge kommt, dann seid ihr die Falschen. So was traue ich dummen Herrschern zu, die genug "Menschenmaterial" haben, aber sind denn Elfen auch so blöd?
Ja, da hatte ich auch kurz Schultern gezuckt und weitergelesen.

Statt auf die Schwester zu warten und den Mann zu studieren, fordert der Bruder ihn und stirbt. Ich finde das einfach nur dumm.
Er war auch derjenige, der seine Schwester davor bewahrte, über das Meer zu fahren, weil sie sich davor fürchtete. Er wusste, dass sie davor Angst hatte, zu Staub zu zerfallen. Wahrscheinlich hat er es nur deshalb getan.

Aber die Frage ist doch, warum weiß Lailath immernoch nicht, dass zuviel bezahlen misstrauisch macht? Sie weiß schon lange, dass Silber die Menschen gierig macht und sie deswegen töten, trotzdem legt sie leichtfertig sogar noch das zweite Silberstück auf den Tresen. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.
Du darfst nicht vergessen, dass sie Informationen suchte. Da ist es nicht unüblich den "Barkeeper" zu bestechen. Deswegen das Silber für den Jungen. Darauf hätte sie aufbauen können.
Mit Geld gewinnt man auch Freunde und sie sagte ja, sie wollte, dass sie alle Freunde sind. Da hat sie die Menschen falsch eingeschätzt. Sie ist und bleibt eine Elfe und die Gesichtszüge der Menschen zu lesen, fiel ihr nach der langen Zeit ja auch immer noch nicht leicht.

Ich habe zwar immer wieder die Überschriften verglichen um einigermaßen zu wissen, wieviel Zeit vergangen ist, aber in Gareth müßtee sie Jahre verbracht haben um in all den Gruppierungen gewesen zu sein (in Banden wird man nicht so leicht aufgenommen, oder) und sie müßte längst knapp an Silber sein, oder sie schleppt einen Rucksack davon mit rum und den wäre sie im Milieu längst los.

Sie wird wohl innerhalb Gareths einige (Banden-)Jobs erledigt haben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Mit ihrem Bruder zusammen hatte sie auch Aufträge angenommen, wenn ich mich nicht irre.
Liebe Grüße
Juliane

Offline Murkxsi

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Hat sich eigentlich schon mal einer der Leser mit der Frage beschäftigt, was die Eigennamen der Wüstenelfen zu bedeuten haben?
Ehrlich gesagt nicht so genau. Mir ist wohl aufgefallen, dass sie einen ähnlichen Laut haben, aber was genau die Bedeutung ist, kann ich mir nicht vorstellen. Wäre aber mal interessant zu erfahren.

Zitat von: Murkxsi
Habe gerade gelesen, wo ich das mit Erm Sen nachlesen kann. Werde ich jetzt auch erst mal machen, um meine Gedächtnislücke zu füllen.
Ich hoffe und poche übrigens weiterhin auf das kollektive Gedächtnis der Ottajasko. Nach drei dicken Bänden geht schon mal das eine oder andere verloren.
Ich kann die vermutlich meist keine Seitenzahl nennen, da das bei dem ebook nicht so einfach ist und ich da Stellen auch nicht so leicht finde. Ansonsten ist mein Gedächtnis was das angeht aber ganz gut. Wir wissen ja auch dass die Person, die nach dem Helden Erm Sen benannt ist in diesem Roman noch dabei sein wird. Das dürfte sicher (hoffentlich?) auch noch zu ein paar schönen Momenten führen.
Seitenzahlen brauche ich gar nicht. Mein Gedächtnis ist leider ein wenig wie ein Sieb, gerade bei so komplexen Geschichten und Welten. Aber gut zu wissen, dass bei Erinnerungslücken meinerseits nachgeholfen werden kann.
Auf Hern’Sen freue ich mich auch schon. Und ich bin gespannt, wie genau die Verbindung zu Erm Sen sein wird. Vielleicht ist er eine Art Reinkarnation, wer weiß.


Zitat von: Murkxsi
Wissen die Rollenspieler eigentlich ...
Es wird auf keinen Fall was verraten. :unschuldig:
Finde ich gut. Spannend ist das für Dich bestimmt zu lesen, wie wir hier eventuell im Dunkeln tappen und mit was wir hier so alles herum spekulieren.

- In welcher Beziehung stehen Erm Sen und Lailath zu den Hauptfiguren? Gerade bei Erm Sen könnte ich mir vorstellen, dass er ein Vorfahr von Nirka und/oder Crottet ist. Vielleicht ist Nirka die Erbin des Schwertes - und plötzlich kommen lauter Elfen vorbei und fordern sie zum Duell heraus? Vielleicht trifft das ja einen anderen Charakter aus der Ottajasko?
 
Das ist eine interessante Frage. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass Nirka und Crottet direkte Nachfahren sind.  Und wir wissen ja auch noch nicht, ob der Silberwolf an Erm Sens Seite sich nicht auch verwandeln kann (oder habe ich da etwas überlesen?). Es gibt auf jeden Fall eine direkte Verbindung. Derzeit spekuliere ich noch nach allen Seiten hin. Das fand ich am Prolog auch am spannensten.

Die Phileasson-Saga stammt (als Abenteuer) ursprünglich aus dem Jahr 1990/91. George R.R. Martins "A Song of Ice and Fire" (ASoIaF) wurde dagegen erst 1996 veröffentlicht.  Wann immer also eine Idee scheinbar aus ASoIaF "abgeschrieben" wurde, lasst sie bitte drin - Phileasson ist älter. Notfalls könnt ihr ja dem betroffenen Roman eine Seite Vorwort spendieren, in dem dieser Sachverhalt kurz erklärt wird. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur wegen ASoIaF auf einmal Personen aus der Saga entfernt werden müssen - das geht zu weit, finde ich!

Sehe ich ganz genauso. Auf jeden Fall drin lassen. Ich persönlich habe bisher weder Verbindung zum Wüstenplanet (auch einer meiner Lieblingsbücher) als auch zu George R.R. Martin gezogen, weil das für mich einfach eine ganz andere Welt und Geschichte ist.


… Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch. Da kommen zwei zurück, die es zum ersten Mal geschafft haben, die Klinge zu finden und Wissen mit zubringen und am Leben zu bleiben. Dann kommt dieses idiotische, wenn ihr nicht tot seid und ohne Klinge kommt, dann seid ihr die Falschen. So was traue ich dummen Herrschern zu, die genug "Menschenmaterial" haben, aber sind denn Elfen auch so blöd? …
… Wie können Wesen so blöde sein und immer wieder jemanden losschicken, obwohl sie eigentlich ja schon beim ersten Kampf den besten ausgewählt hatten und der hat es nicht geschafft. Jeder andere ist höchstens der Zweitbeste und wird auch sterben. Das kann man doch voraussehen. Dafür fand ich dann die Geschwister wieder ziemlich klug, das zu sehen und zu handeln.

Das habe ich mich allerdings auch gefragt und konnte das nicht wirklich logisch nachvollziehen. Denn eigentlich ist das Scheitern mit so einem Vorgehen vorprogrammiert. Die Geschwister scheinen aber zu ahnen, dass sie der Schlüssel dazu sind und es vermutlich ihre Lebensaufgabe wird, das Schwert zurückzuholen , als Geist oder als was auch immer.
Nantiangel ist ja definitiv in Vallusa und kann von dort nicht weg. Nur was macht er dann die ganze Zeit dort? Ich denke schon, dass er solange dort rumspukt, bis seine Aufgabe erfüllt sein wird.
Und ob Lailath nun stirbt oder nicht, wissen wir ja noch nicht. Vielleicht besinnt sich Erm Sen doch noch anders und lässt sie leben. Denn unterlegen im Kampf ist sie ihm wohl allemal.

Motto: Leben und leben lassen

Offline odenwaldcollies

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Hallo ihr Lieben,

ich freue mich sehr, dass es wieder mit der gemeinsamen Leserunde geklappt hat und wir uns hier alle wiederlesen  :winken:

Der Prolog hat mich direkt wieder eingenommen: ich habe bis zum Schluss mitgebangt und gehofft, dass Lailath es schafft, Erm Sen Selflanatil abzunehmen, aber eigentlich war es klar, dass es nicht gelingen wird, denn ich gehe davon aus, dass es sich bei der Klinge um die Silberflamme handeln wird.

Spannend fand ich die Beschreibungen, wie die Wüstenelfen die hektische Betriebsamkeit in menschlichen Ansiedlungen empfinden - ich gebe zu, ich konnte hier Lailaths Seite sogar besser verstehen, ich würde die Ruhe auch eher dem Lärm und der Hektik vorziehen. Wahrscheinlich aber nicht allzu lange, nach unserem Zeitempfinden wäre es es sicherlich irgendwann sterbenslangweilig  ;D

Könnte Selflanatil die Kinderlosigkeit der Shiannafeya tatsächlich beenden? Ich habe es so verstanden, dass die Kinderlosigkeit schon länger anhielt, nicht erst, seit die Waffe verschwunden ist. Ich habe mich gefragt, welchen "Schatz" die Klinge für seinen Träger bzw. Verwahrer bereithält? Die wertvollen Edelsteine und Verarbeitung der Waffe ist für die Elfen nur zweitrangig, und Unbesiegbarkeit verleiht das Schwert ebenfalls nicht, sonst hätte Erm Sen Gulanija das Schwert nicht abnehmen können.

Erm Sen muss ein außergewöhnlicher Kämpfer sein, wenn so viele Elfen an ihm scheitern - und dass die Elfen kämpfen können, zeigt die Ehrfucht, mit der die Kadetten in der Schenke Lailath begegnen. Ich frage mich ja, ob das mit rechten Dingen zugeht, dass der Nivese so ein guter Kämpfer ist. An einer Stelle wird er als Diener von Pyr'Dakon bezeichnet, das hat mich direkt aufhorchen und an Pardona denken lassen, die doch dem gleichen Gott mehr oder weniger dient, wenn ich mich recht entsinne.

Spannend fand ich Lailaths Zweifel, was mit den Elfen nach ihrem Tod geschieht, ob sie wirklich nach Gontarin gelangen, zumal diese Überlegungen den Auelfen völlig fremd sind .

Die Geschwister scheitern - Nantiangels Schicksal hat mich traurig gemacht, muss er nun ständig an dem Ort seines Todes verweilen? Bei Erm Sen hatte ich fast den Eindruck, dass er gar nicht weiß, warum die Elfen ihm nach dem Leben trachten. Aber das kann eigentlich nicht sein, er kann sich doch sicherlich denken, dass es mit dem Schwert zusammenhängt, schließlich hat er es einer Elfe abgenommen. Als Lailath bemerkt, dass Erm Sen gealtert ist, habe ich mich ja gefragt, warum die Elfen nicht einfach warten, bis Erm Sen stirbt; im elfischen Zeitempfinden würde das ja nicht ewig dauern und sie könnten danach das Schwert an sich bringen. Das wäre besser, als immer wieder Elfen als Schwertsucher in den sicheren Tod zu schicken, vor allem wenn man nur noch 250 Elfen zählt und keine Nachkommen in Sicht sind.

Man müsste Erm Sen aber im Auge behalten, um die Spur des Schwertes nicht zu verlieren. Nun aber sind Lailath und ihr Bruder tot und ich frage mich, ob es danach überhaupt noch Schwertsucher gab, die der Spur von Erm Sen folgen konnten. Denn Lailath hatte recht: durch ihre lange Anpassung an die menschliche Lebensweise waren sie in der Lage, dem Schwert überhaupt so weit in den Norden zu folgen. Den Vorteil haben die anderen Elfen nicht mehr und daher ist es mehr als fraglich, ob sie die Spur überhaupt nochmal aufnehmen konnte.

Und natürlich frage ich mich, was nach Erm Sens Tod mit dem Schwert geschehen ist, wo es sich nun befindet.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Das Duell mit Erm Sen am Ende war sehr packend, ich war mir sicher, sie würde ihn töten....im Grunde bin ich es mir immer noch, auch wenn das Ende des Prologs einen anderen Schluss zulässt.

...

Schönster Satz Seite 28: " So filigran waren die Reliefs, die die Zaubersänger dem Kalkstein entlockten, wenn sie mit den Fingern den Fels erspürten oder das Lied ihrer Wünsche über ihn hauchten."

Im Moment gehe ich davon aus, dass wir Lailath nicht mehr wiederbegegnen werden, aber evtl. wird das, was sie auf der Wolfsstatue hinterlassen hat, nochmal wichtig werden? Vielleicht ist das eine Art Nachricht.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Und wie Kinder, die man auf was ganz anderes lenkt, waren alle wie verwandelt, kaum dass sie erkannt hatten, dass sie es mit einer echten Elfe zutun hatten. Wirklich sehr freundlich und offen gegenüber Neuem. Schade, dass Lailath dann so einen schlechten ersten Eindruck von Elfen hinterlässt.

Aus Lailaths bzw. Elfensicht war es sicherlich kein schlechter Eindruck, sondern einfach Elfenart, nehme ich an. Es wurde an einigen Stellen deutlich, wie fremd die Art und Weise der Menschen für die Elfen ist.
 
Als Erm Sen sagte, dass er gar nicht wusste, warum er von Elfen aus der Wüste Khom angegriffen wurde, dachte man sich natürlich: Vielleicht hätte man mal vorher die Sache auch gemütlich bei ner Tasse Tee besprechen können.  ::)

So ähnlich habe mich mich das aber auch gefragt  ;D Wie hätte Erm Sen reagiert, wenn ihm Lailath erklärt hätte, welchen Wert das Schwert für die Elfen darstellt.

Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Da sprichst Du einen Punkt an, der vielleicht die Diskussion in der Runde lohnt: Was denkt Ihr, woran scheitert dieser Ansatz, einfach mal zu reden? An Erm Sen? An den Elfen? Und wieso tun die Elfen es nicht - was hindert sie daran?

Das habe ich mich auch gefragt - liegt es wirklich nur an der Fremdheit zwischen Menschen und Elfen? Dass die Elfen so wenig wie möglich mit den Menschen zu tun haben wollen?

Übrigens wurde Erm Sen bereits in Die Wölfin kurz erwähnt - falls Ihr nachschauen möchtet: Seite 37, der Absatz beginnt mit "Das Seufzen des Windes ...", und dann nochmals auf Seite 335 ("Das Abenteuer liegt mir im Blut").  ;)

Oh, da muss ich nachher mal nachschlagen.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Wie ist es eigentlich zu dem Verlust des anderen Artefakt Orimas gekommen, das der Stamm verloren hatte? Möglich, dass sie es dabei schon auf die nette Weise versucht haben, aber damit scheiterten. Hoffe, dass dazu auch noch mehr kommt.

Stimmt, vielleicht haben die Elfen nach dem Verlust des Kelches schon entsprechende Erfahrungen gesammelt, die sie eher nicht zu diplomatischen Lösungsansätzen greifen lassen.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Erm Sen, der Name kam mir sofort bekannt vor. Als dann irgendwann erwähnt wurde, dass er Nivese ist, ist der Groschen gefallen. Das wird dann wohl der berühmte Erm Sen sein, nachdem die Nivesen von Crottets Sippe so gern ihr Kinder benennen. Interessante Verknüpfung.  :) Und dann der Wolf, der bei ihm ist. Ob es wohl auch ein Werwolf ist?

Nivesen und Wölfe - jetzt ist bei mir der Groschen gefallen und ich habe mich wieder erinnert, dass Nivesen ja ein besonderes Verhältnis zu Wölfen haben. Daher habe ich bis eben nicht daran gedacht, ob der Wolf wirklich ein reiner Wolf ist  :-[
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?

Ich denke, das ist eine gute Idee. Ich glaube, technisch wäre es unsern Admins auch möglich, deinen bisherigen Benutzernamen zu ändern, ohne einen neuen Account anlegen zu müssen.
Liebe Grüße
Karin

Offline Robert Corvus

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Aus meiner Sicht ist der Prolog rundum gelungen.
:freu:

Vor allem gefiel mir, dass sie eben nicht mit der üblichen Klischee-Kneipenschlägerei endete (solche Szenen habe ich schon oft genug gelesen).
Dann die Kneipenszene. Auch mir hat der Ausgang sehr gut gefallen. Das war wieder Bernd typisch. Den Leser überraschen, indem man vom Klischee weggeht. Toll gemacht.
Das freut mich, weil ich beim Schreiben dieser Szene tatsächlich auch ein wenig gerungen habe, um diesen Dreh zu finden. Ich habe mir vorher das Setting überlegt und mir Gedanken zu den Beteiligten gemacht, außerdem war schon aus dem Szenenplan klar, welche Informationen vermittelt werden sollten, um die Geschichte an dieser Stelle vorwärts zu bringen. Das wäre auch mit der üblichen Auflösung über eine Schlägerei möglich gewesen, die Lailath dann als fähige Kämpferin gezeigt hätte, die gegen mehrere Gegner besteht. Während des Schreibens habe ich dann sozusagen "in Lailath hineingehorcht" oder mich in die Figur eingefühlt - und ich glaube, die jetzige Lösung zeigt einen noch wichtigeren Aspekt ihrer Persönlichkeit.

Seine Fähigkeiten im Schwertkampf sind fast ohne Beispiel (spannend wäre es, ihn mal gegen Phileasson antreten zu lassen - wird aber zeitlich schwierig, es sei denn, jemand hat ihn "konserviert" o.ä. :) ).
Phileasson kann sicher mit einem Schwert umgehen - aber der beste Schwertkämpfer in den beiden Ottajaskos ist derzeit Galayne.  ;)

- Wo ist das Schwert jetzt? Und: ist das Schwert die gesuchte "Silberflamme"? Das wäre fast zu naheliegend
- Was wurde aus Erm Sen? War am Ende ein anderer Elf erfolgreich? Oder suchen sie immer noch das Schwert?
- In welcher Beziehung stehen Erm Sen und Lailath zu den Hauptfiguren? Gerade bei Erm Sen könnte ich mir vorstellen, dass er ein Vorfahr von Nirka und/oder Crottet ist. Vielleicht ist Nirka die Erbin des Schwertes - und plötzlich kommen lauter Elfen vorbei und fordern sie zum Duell heraus? Vielleicht trifft das ja einen anderen Charakter aus der Ottajasko?
Das sind valide Fragen - was meint die Lese-Ottajasko?

Mir war schnell klar, wer den Prolog geschrieben hat, nicht nur durch die Verneigung vor Frank Herbert, sondern auch durch die Erwähnung der Elemente  "Stein, Erz, Eisen, Stahl" in der Reihenfolge wie seine vier Romane.
Da hast Du mich ertappt.  :D

Aber ich frage mich, warum dann nicht noch einen Kämpfer mitschicken? Warum soll immer nur einer gehen? Dann werden die Elfen, besser gesagt ihre Führerin, für mich total unlogisch.
Da ist etwas dran ... oder?  ;)

Warum nicht beide über Land gehen? Die Zange hat doch nur Zweck, wenn ich weiß wo der Nagelsteckt und gleichzeitig zuschnappe.
Na ja, sie wollen eben unbedingt verhindern, dass er ihnen in den Weiten des unbekannten Nordens verloren geht - und mit ihm das Schwert.

Sie weiß schon lange, dass Silber die Menschen gierig macht und sie deswegen töten, trotzdem legt sie leichtfertig sogar noch das zweite Silberstück auf den Tresen.
Das stimmt, aber sie denkt anders. Sie fühlt sich nicht in die Gier der Menschen ein, sondern überlegt eher, dass es ihr gefallen würde, wenn ihr jemand eine Freude machen würde.

aber in Gareth müßtee sie Jahre verbracht haben um in all den Gruppierungen gewesen zu sein (in Banden wird man nicht so leicht aufgenommen, oder) und sie müßte längst knapp an Silber sein, oder sie schleppt einen Rucksack davon mit rum und den wäre sie im Milieu längst los.
Auf Seite 41 ist ein Elf namens Ellinar Sterntreu genannt. Es ist im Roman nicht ausgeführt, daher kann man damit wenig anfangen, aber er ist sehr gut vernetzt in Gareth. Einerseits kümmert er sich um die Elfen (weswegen Lailath schnell Anschluss findet), andererseits hat er sehr starkes Interesse an den Menschen (er möchte sie vom elfischen Denken überzeugen; nebenbei ist er knapp 500 Jahre alt und war auch mal Berater am menschlichen Kaiserhof). Daher ist er für Lailath eine Brücke in die Menschenwelt.

Ich habe ja noch verstanden, dass die Elfen ihm nicht sagen, was diese Waffe für sie ist, weil es ein Elfendings ist. Aber in der Situation, wo es um das Überleben des Stammes geht, könnte man es doch probieren.
Neben der Langlebigkeit und der geringen Fruchtbarkeit teilen viele der Elfen Aventuriens mit ihren spitzohrigen Verwandten anderer Fantasywelten eine weitere Eigenschaft: Stolz bis zur Arroganz. Der steht ihnen manchmal im Wege ...

Überhaupt dachte ich immer, dass die Elfen sehr gute Kämpfer sind, ...
Sie haben generell ein sehr gutes Körpergefühl und scharfe Sinne, was auch im Kampf von Vorteil ist. Andererseits sind sie in der Regel nicht gerade kräftig, was ein Nachteil sein kann. Wenn ein Elf etwas lernen soll, was kein anderer Elf ihm im Salasandra vermitteln kann, dauert das sehr lange (er wird immer probieren, passende Melodien zu erlauschen). Deswegen tun sie sich oft schwer mit vergleichsweise modernen Waffen wie Armbrüsten. Und letztlich gibt es bei Elfen wie bei Menschen solche, die sich für das Kämpfen interessieren, während andere eher Sänger oder Fischer sind oder einer ganz anderen Profession nachgehen.
Im Rollenspiel kann man einen Elfen praktisch beliebig ausgestalten - als hervorragenden Kämpfer ebenso wie als eine Figur, die ein Schwert nicht aus der Scheide bekommt.

Offline Rhea

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Mein Mann hat inzwischen den Prolog auch gelesen und meint:
Das ist doch genau Bernd! Die sind blöde, also sterben sie aus....

ER fand die Geschichte schon gut, denn er spielt einen Firnelfen und er versteht die Menschen auch nicht. Egal wielange er schon unter ihnen lebt ist er in der Beziehung erfahrungsresistent. Deshalb kann er die Elfen hier auch gut verstehen, sie haben immer nur in der Wüste gelebt und hatten und wollten keinen Kontakt zu den Rosenohren. Nun sind sie nicht mehr in der Lage, sich flexibel zu verhalten und gehen stur nach ihren Regeln und Ritualen. So geht eine Gesellschaft unter und schreibt es dann irgendeiner göttlichen Fügung zu.

Offline Murkxsi

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Mein Mann hat inzwischen den Prolog auch gelesen und meint:
Das ist doch genau Bernd! Die sind blöde, also sterben sie aus....

 :totlach: :totlach: :totlach:


Und: Herzlich Willkommen Robert Corvus  ;)
Motto: Leben und leben lassen

Offline TippendeTastatur

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Mir war schnell klar, wer den Prolog geschrieben hat, nicht nur durch die Verneigung vor Frank Herbert, sondern auch durch die Erwähnung der Elemente  "Stein, Erz, Eisen, Stahl" in der Reihenfolge wie seine vier Romane. Eigentlich war ich enttäuscht, dass Bernd den Prolog geschrieben hat, denn seine Elfen gefallen mir nicht.

Also sehe ich eine gute Chance, wenn Lailath endlich nicht mehr hirnrissig auf ihn zu stürmt. Sich aufzuregen, weil er die Waffe küßt und loszustürmen - ne, ich denke sie ist eine erfahrene Kämpferin, die weiß, dass man seine Gefühle nicht im Kampf freilassen darf. Überhaupt dachte ich immer, dass die Elfen sehr gute Kämpfer sind, aber sie kann ihn nur durch einen Trick leicht verwunden. Muss mal meinen Sohn fragen, der immer Elfen spielt, wie er das sieht. Ich bin von den Elfen hier enttäuscht.
Zur Frage der Wolfbegleiter, die Geschichten habe ich als Kind schon von Wolf Durian und Jack London gelesen, da waren es Wölfe oder Wolfshunde, natürlich keine Werwölfe. Aber die Freundschaft zwischen einsamem Menschen und einsamem Wolf ist schon ziemlich alt.

Hmm...also ich kann Deine Eindrücke bzgl. des Prologs nicht teilen. Elfen mögen ja sehr gute Kämpfer sein, aber das schließt ja nicht unbedingt aus, dass im Angesicht einer Provokation (wie in diesem Fall das Küssen des Schwertes) sich auch mal die Wut Bahn bricht. Es sind ja keine Söldner  ;)
Ich muss sagen, dass mich gerade die Prologe von Bernd (Robert Corvus) immer besonders catchen. Vielleicht war dieser nicht ganz so "spektakulär", als andere, aber allein die Beziehung des Geschwisterpaars fand ich wirklich sehr gelungen ausgearbeitet. Auch die Sorgen des Elfenvolkes, die nur noch wenige Kinder bekommen und ein schwindendes Volk sind...das fand ich alle sehr berührend ausgeführt. Für mich sind Elfen als Kämpfer auch immer "anders" als z. Bsp. Zwerge, Orks usw. Sie sind sicherlich geschickte, elegante und ausdauernde Kämpfer....aber Elfen stehen für mich immer auch für ein Volk der Emotionen im Bezug auf die Umwelt usw. Also gestehe ich ihnen auch einen Gefühlsausbruch zu wenn ein heiliges Artefakt von einem Ungläubigen abgeleckt wird, was einen ziemlichen Frevel darstellen muss! Aber mal sehen, was wir über dieses Schwert noch erfahren.
Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben uns in zwanzig Jahren gewährt.

Offline Robert Corvus

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Die Phileasson-Saga stammt (als Abenteuer) ursprünglich aus dem Jahr 1990/91. George R.R. Martins "A Song of Ice and Fire" (ASoIaF) wurde dagegen erst 1996 veröffentlicht.  Wann immer also eine Idee scheinbar aus ASoIaF "abgeschrieben" wurde, lasst sie bitte drin - Phileasson ist älter. Notfalls könnt ihr ja dem betroffenen Roman eine Seite Vorwort spendieren, in dem dieser Sachverhalt kurz erklärt wird. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur wegen ASoIaF auf einmal Personen aus der Saga entfernt werden müssen - das geht zu weit, finde ich!
Sehe ich ganz genauso. Auf jeden Fall drin lassen. Ich persönlich habe bisher weder Verbindung zum Wüstenplanet (auch einer meiner Lieblingsbücher) als auch zu George R.R. Martin gezogen, weil das für mich einfach eine ganz andere Welt und Geschichte ist.
Ich verstehe den Ansatz, aber letztlich geht es natürlich (auch) darum, originelle Geschichten zu erzählen, der Leserschaft etwas Neues zu bieten. Dabei ist nicht so relevant, wer welche Idee zuerst hatte. Entscheidend ist, ob man es bereits gelesen hat - und derzeit müssen wir natürlich davon ausgehen, dass die überwiegende Mehrzahl der Fantasy-Fans "Das Lied von Eis und Feuer" verfolgt.

Die Geschwister scheinen aber zu ahnen, dass sie der Schlüssel dazu sind und es vermutlich ihre Lebensaufgabe wird, das Schwert zurückzuholen , als Geist oder als was auch immer.
Die Thematik "Lebensaufgabe bei Elfen" ist bereits in der Saga angeklungen - und wird in Silberflamme ebenfalls eine Rolle spielen.

Der Prolog hat mich direkt wieder eingenommen: ich habe bis zum Schluss mitgebangt und gehofft, dass Lailath es schafft, Erm Sen Selflanatil abzunehmen,
:freu:

Spannend fand ich die Beschreibungen, wie die Wüstenelfen die hektische Betriebsamkeit in menschlichen Ansiedlungen empfinden - ich gebe zu, ich konnte hier Lailaths Seite sogar besser verstehen, ich würde die Ruhe auch eher dem Lärm und der Hektik vorziehen.
Auf einer Pilgerreise war ich drei Tage in der Natur unterwegs, bis ich wieder in eine Stadt kam (Nancy, glaube ich). Nach der großen Stille der Natur habe ich bewusst wahrgenommen, wie laut eine Stadt ist. Diese Erfahrung ist in die Beschreibungen eingeflossen.

Könnte Selflanatil die Kinderlosigkeit der Shiannafeya tatsächlich beenden? Ich habe es so verstanden, dass die Kinderlosigkeit schon länger anhielt, nicht erst, seit die Waffe verschwunden ist.
Das stimmt - es gab noch ein weiteres Artefakt, das verloren gegangen ist ...  ;)

An einer Stelle wird er als Diener von Pyr'Dakon bezeichnet, das hat mich direkt aufhorchen und an Pardona denken lassen, die doch dem gleichen Gott mehr oder weniger dient, wenn ich mich recht entsinne.
Früher, gaaaaanz früher stand Pardona in seinen Diensten, aber dann hat sie sich, äh, umorientiert ...  >:D

..., er kann sich doch sicherlich denken, dass es mit dem Schwert zusammenhängt, schließlich hat er es einer Elfe abgenommen.
Das stimmt, aber die Elfe befand sich in einem (menschlichen) Nomadenlager. Eventuell ist er ihr nicht direkt/bewusst begegnet.

Als Lailath bemerkt, dass Erm Sen gealtert ist, habe ich mich ja gefragt, warum die Elfen nicht einfach warten, bis Erm Sen stirbt; im elfischen Zeitempfinden würde das ja nicht ewig dauern und sie könnten danach das Schwert an sich bringen.
Das ist ein valider Ansatz, bietet aber eigene Risiken. Zunächst einmal könnte das Schwert schlicht verloren gehen (Erm Sen fährt mit einem Schiff, das in einem Sturm versinkt ...). Dann könnte es an einen unzugänglichen Ort gelangen (in die Schatzkammer des Kaisers ...). Oder die kurzfristig denkenden Menschen könnten gar auf die Idee kommen, sie zu zerlegen und die Einzelteile, wie etwa die Edelsteine, zu verkaufen.

Ich überlege schon eine Weile, ob ich meinen Nickname hier im Forum ändern soll ... "Bernard" kommt ja von meinem alten Pseudonym, "Bernard Craw". Ich könnte mir einen neuen Account "Robert Corvus" anlegen. Was meint Ihr?
Ich denke, das ist eine gute Idee. Ich glaube, technisch wäre es unsern Admins auch möglich, deinen bisherigen Benutzernamen zu ändern, ohne einen neuen Account anlegen zu müssen.
Ich habe jetzt einen neuen Account. Lasst den alten bitte bestehen, sonst könnte es Verwirrung im Archiv mit den alten Beiträgen geben (wenn sich jemand darauf bezieht, was "Bernard" geschrieben hat, es aber gar keinen "Bernard" mehr gibt).  ;)

Und: Herzlich Willkommen Robert Corvus  ;)
Danke.  :)

 

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