Autor Thema: 06: Sechster Teil und Epilog  (Gelesen 354 mal)

Offline buchregal123

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Was mich aber eiskalt erwischt hat, war Schultewolters Rolle bei der ganzen Sache, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, die ganze Zeit hatte ich eher Max im Verdacht, dass er gemeinsame Sache mit Anne und Mulders machte.

Ja, Heini war auch für mich eine Überraschung, aber Max hatte ich eigentlich nie auf der Liste.

Anne hat ja echt Humor: da schreit sie Tenbrink an, ob er sie beide umbringen will, nachdem sie sich kurz zuvor selbst am Galgenhügel aufknüpfen wollte.

 :totlach:

Tja, ich denke aber nicht, dass Tenbrink trotz des Erfolgs wieder als Kommissariatsleiter eingesetzt wird. Und ich weiß auch nicht, ob das eine gute Idee ist, denn das Ende des Buches war nicht nur für Bertram ein Schock. Tenbrink weiß nicht mehr, dass seine Frau nicht mehr lebt. Ist das jetzt wieder so ein Aussetzer oder könnte das auch an der schweren Verletzung liegen? Aber an alles andere kann sich Tenbrink ja noch ganz gut erinnern.

Aber da war ja schon die ganze Zeit etwas, das ihn vergessen ließ, warum sollte das jetzt ausgerechnet die Verletzung sein. Ich denke, dass da mehr hintersteckt und wenn er jetzt schon mal in den Fängen der Ärzte ist, sollten sie auch genauer hinsehen.

Liebe Grüße
Bruni

Offline buchregal123

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Tenbrinks Alleingang war echt gefährlich. Besonders mit diesen Verletzungen.

Stimmt, aber er wusste ja nicht, wie schlimm es wirklich ist.

Ich war ehrlich enttäuscht, dass wir hier am Ende des Krimis noch nicht erfahren haben, welche Krankheit hinter diesen Gedächnislücken steckt.

Ja das war ein böser Cliffhanger.
Liebe Grüße
Bruni

Offline odenwaldcollies

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Ich denke, dass da mehr hintersteckt und wenn er jetzt schon mal in den Fängen der Ärzte ist, sollten sie auch genauer hinsehen.

Du hast recht, ich hoffe auch, dass das nun ärztlich untersucht wird.
Liebe Grüße
Karin

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Tenbrinks Alleingang war echt gefährlich. Besonders mit diesen Verletzungen.
Stimmt, aber er wusste ja nicht, wie schlimm es wirklich ist.

Was mich hier vor allem wundert ist, wie der Mann in diesem Zustand, buchstäblich kurz vorm Tod stehend, überhaupt noch laufen konnte. Und einigermaßen noch bei Verstand war, obwohl - hier hat der Instinkt sein Denkvermögen überlagert. Er ist wirklich der sprichwörtliche Westfälische Dickschädel!

Offline Moorteufel

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    • Tom Finnek
Was mich hier vor allem wundert ist, wie der Mann in diesem Zustand, buchstäblich kurz vorm Tod stehend, überhaupt noch laufen konnte. Und einigermaßen noch bei Verstand war, obwohl - hier hat der Instinkt sein Denkvermögen überlagert. Er ist wirklich der sprichwörtliche Westfälische Dickschädel!
Auch hier hatte ich ein lebendes Vorbild: meinen Vater. Der hat sich das Schädel-Hirn-Trauma zwar bei einem Motorradunfall zugezogen, aber was Tenbrinks westfälischen Dickkopf angeht, hatte ich bestes Anschauungsmaterial in der Familie :) Oder der legendäre deutsch-englische Torwart Bert Trautmann, der trotz (später diagnostiziertem) Genickbruch ein Pokalfinale zu Ende gespielt hat ;) Obwohl er gar kein Westfale, sondern gebürtiger Bremer war ...
Liebe Grüße
Tom Finnek

Offline Annabas

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Hallo zusammen,

so, jetzt bin ich auch durch. Bin ich die letzte?  :-[ So ein Job ist einfach hinderlich bei der Freizeitgestaltung. 

Normalerweise liege ich ja mit meinen Vermutungen meilenweit daneben, aber diesmal war ich ganz gut dabei, das freut mich. Anne und Henk steckten tatsächlich unter einer Decke, Christiane wusste von nichts. Dass sie ihren Mann mit einer Knarre in der Hand besuchen will, kann ich nachvollziehen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie tatsächlich abgedrückt hätte, dazu gehört eine ganze Portion Kaltschnäuzigkeit. Nun, so weit musste es nicht kommen.

Dass Anne versehentlich von Henk erschossen wird, ist natürlich tragisch. Ob sie sich erhängt hätte, wenn Tenbrink nicht dazwischen gekommen wäre? Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen. So verzweifelt erschien sie mir nicht, eher voll von Selbstmitleid.

Tenbrink entkommt nur knapp. Vermutlich hat Schultewolter gedacht, er sei tot, als er ihn im Kriechkeller verschwinden lassen wollte. Gott sei Dank hat Tenbrink aber einen echten Dickschädel, nicht nur im übertragenen Sinn. Nur ist sein Gedächtnis jetzt offenkundig geschädigt - nun muss er sich zwangsläufig untersuchen lassen, da führt kein Weg mehr vorbei. Da es weitere Bücher mit Tenbrink und Bertram geben wird, denke ich mal, dass er sich erholen wird.  ;)

Und jetzt lese ich erst einmal eure Meinungen.

Grüße von Annabas  :winken:
:lesen:   "Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero

Offline Annabas

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Schultewolter hat mich mit seinem kumpelhaften Getue absolut eingelullt. Und er ist nun der Einzige, der noch auf freiem Fuß ist.
Schultewolter hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Ich weiß aber auch nicht so richtig, warum er mitgemacht hat. Vermutlich hat Henk ihm Geld gegeben?

Nur gut, das Jan Bonnema mit von der Partie war, ansonsten hätte das böse für die Beamten ausgehen können. Ich hoffe, wir lesen im nächsten Band auch wieder was von Bonnema. Die Drei bilden ein gutes Gespann.
Stimmt!
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Offline Annabas

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Man gut das Christinas Bruder sich gleich bei der Polizei gemeldet hat um das Verschwinden seiner Schwester zu melden.
Ohne seine Meldung wäre Henk vielleicht doch noch entkommen. Ich hatte ja vorhin schon geschrieben, dass ich mir nicht sicher bin, ob Christiane Henk tatsächlich erschossen hätte.
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Offline Annabas

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Anne war in diesem Krimi irgendwie die tragische Figur. Sie wäre bestimmt nicht so (vom Charakter her) geworden, wenn sie nicht diese biestigen Zwillingsschwestern gehabt hätte. Ich denke da war viel Wut in ihr sonst hätte sie nach der Silvesternacht bestimmt nicht den beiden Jungs den Tipp gegeben das ihre Zwillingsschwestern zum Tütenrutschen auf den Galgenhügel wollen.
Anne konnte ich beim Lesen von Anfang an nicht richtig einschätzen, sie erschien mir in ihren Rollen sehr wankelmütig. Die "echte" Anne haben wir wohl nie kennenlernen können, falls es die überhaupt noch gab.

Ich war ehrlich enttäuscht, dass wir hier am Ende des Krimis noch nicht erfahren haben, welche Krankheit hinter diesen Gedächnislücken steckt. Aber da werden wir dann sicher im Sommer etwas erfahren, wenn der zweite Teil erscheint.
Da war ich auch neugierig. Aber nun müssen wir halt warten - und den zweiten Teil auch noch lesen.  ;)

Hoffentlich wird das dann auch wieder ein Hörbuch mit Elmar Böger werden. Ich glaube als HB kam die Handlung für mich jetzt noch um einiges besser rüber, als wenn ich das Buch gelesen hätte. Von diesem HB bin ich echt begeistert.
Du machst mir richtig Lust aufs Hörbuch - vielleicht werde ich den zweiten Teil auch "hörend lesen", falls das Buch vertont wird.
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Offline Annabas

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Welch eine Ironie des Schicksals, dass Henk dabei im Handgemenge ausgerechnet die Frau erschießt, die er liebt.

Der und jemanden lieben!? Nie im Leben! Er ist ein eiskalter Hund und liebt nur sich selber!  >:(
Wie Henk zu dem wurde, was er am Ende ist, hätte mich auch noch interessiert. Am Anfang war er der unbeholfene Junge, mit dem man Mitleid haben wollte. Dann wurde er zum Banker, Ehemann und Vater, Betrüger und schließlich zum Mörder. Die Szene bei der Silvesterparty kann da nicht allein Auslöser für diesen Werdegang gewesen sein.
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Offline Annabas

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Mit Tenbrink und Bertram geht's dann im Sommer weiter, auch wenn Tenbrink dann eigentlich noch krankgeschrieben ist und gar nicht zuständig ist ... ;)

Ah! Irgendwie gibt mir das Hoffnung, dass Tenbrink nun doch nicht der völligen Vergesslichkeit anheim fällt!  ;)

Und wenn er krank geschrieben und nicht zuständig ist, aber trotzdem ermittelt, kann er sich auch wieder super mit Frau Derksen anlegen.  ;D
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Offline odenwaldcollies

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Wie Henk zu dem wurde, was er am Ende ist, hätte mich auch noch interessiert. Am Anfang war er der unbeholfene Junge, mit dem man Mitleid haben wollte. Dann wurde er zum Banker, Ehemann und Vater, Betrüger und schließlich zum Mörder. Die Szene bei der Silvesterparty kann da nicht allein Auslöser für diesen Werdegang gewesen sein.

Das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass dafür nur die Ereignisse an Silvester ausschlaggebend waren. Als Kleindealer war er ja schon damals kriminell veranlagt. Dann kommen evtl. auch die krummen Geschäfte des Vaters hinzu, die bei dem jungen Henk sicherlich die Hemmschwelle haben sinken lassen. Warum er aber gerade Banker geworden ist, darüber können wir nur spekulieren. Evtl. hatte er einfach die Nase voll von seinem bescheideneren Leben, nachdem Michael zum Studieren wegging und den Kontakt zu ihm abgebrochen hat; evtl. war er in dem Moment ehrgeizig genug, dass er auch etwas vom Kuchen abhaben wollte. Und wer weiß, mit was ihn die Zwillinge alles verhöhnt haben, dass er ein Looser sei usw., so was kann u.U. durchaus den Ehrgeiz anstacheln.

Zuerst ist sein Leben als Banker vielleicht ganz normal verlaufen, er machte Karriere und gründete eine Familie, so wie man das eben erwartet. Aber dann war die Versuchung zu groß (und die Hemmschwelle wahrscheinlich immer noch niedrig), an diesem Betrug mitzumischen. Wer weiß, wie oft er zuvor schon ähnliche Dinge gemacht hat und damit erfolgreich war. Henk ist der Typ, dem es nichts ausmacht, wenn er wieder mal ein neues Leben beginnen muss, daher hat er relativ leicht seine Familie im Stich lassen können. Wie Annette geschrieben hat, er scheint sich nicht großartig um andere zu scheren, er hat ja früh genug erfahren müssen, dass er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss und sich besser nicht auf andere verlässt. Anne dagegen ist nicht der Typ, die einfach ihr bisheriges Leben hinter sich lassen kann.

Und als ausgerechnet Ellen sein jetziges Leben auffliegen lassen will, Ellen, die ihn damals derart erniedrigt hat, sieht er rot. Und Anne ja auch, die beiden konnten sich in ihrem Mordplan gegenseitig pushen.

So könnte ich mir das alles vorstellen, könnte aber auch ganz anders gewesen sein  ;D Ich finde es jedenfalls toll, dass Tom genügend Hinweise zu Henk versteckt hat, dass man sich hier seine Gedanken machen kann, wie es vielleicht gewesen sein könnte.
Liebe Grüße
Karin

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Schultewolter hat mich mit seinem kumpelhaften Getue absolut eingelullt. Und er ist nun der Einzige, der noch auf freiem Fuß ist.
Schultewolter hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Ich weiß aber auch nicht so richtig, warum er mitgemacht hat. Vermutlich hat Henk ihm Geld gegeben?

Ich glaube, der gute Heini ist ziemlich frei von jeder Moral, was ja auch seine Schmuggler-Vergangenheit zeigt. Er kennt wenig anderes als dunkle Geschäfte.

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Wie Henk zu dem wurde, was er am Ende ist, hätte mich auch noch interessiert. Am Anfang war er der unbeholfene Junge, mit dem man Mitleid haben wollte. Dann wurde er zum Banker, Ehemann und Vater, Betrüger und schließlich zum Mörder. Die Szene bei der Silvesterparty kann da nicht allein Auslöser für diesen Werdegang gewesen sein.
Das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass dafür nur die Ereignisse an Silvester ausschlaggebend waren. Als Kleindealer war er ja schon damals kriminell veranlagt.

Die Silvesternachtgeschichte war meines Erachtens, wenn überhaupt, nur der Auslöser für seinen späteren Werdegang. Alles andere war bereits in ihm angelegt. Es gibt ja Menschen, die gar kein Moralempfinden haben, Schultewolter ist auch so einer....

Henk ist der Typ, dem es nichts ausmacht, wenn er wieder mal ein neues Leben beginnen muss, daher hat er relativ leicht seine Familie im Stich lassen können. Wie Annette geschrieben hat, er scheint sich nicht großartig um andere zu scheren, er hat ja früh genug erfahren müssen, dass er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen muss und sich besser nicht auf andere verlässt.

Ich weiß nicht recht - war es nicht so, dass Henk, auch wenn sein Vater ein unzuverlässiger Zeitgenosse war, der Augapfel seiner Mutter war? Und auf die konnte er sich wohl verlassen.
Auch dieses Unstete in ihm führe ich auf Veranlagung zurück. Wie der Vater, so der Sohn!?

Offline buchregal123

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Schultewolter hatte ich auch nicht auf dem Schirm. Ich weiß aber auch nicht so richtig, warum er mitgemacht hat. Vermutlich hat Henk ihm Geld gegeben?

Schultewolter hat sich schon um henks Vater gekümmert und später dann um Henk. Er hegte wohl väterliche Gefühle für ihn und hat deshalb alles für ihn getan.
Liebe Grüße
Bruni

 

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