Autor Thema: 02: Zweiter Teil  (Gelesen 454 mal)

Offline odenwaldcollies

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Hier könnt Ihr zum Inhalt des zweiten Teils schreiben.

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Liebe Grüße
Karin

Offline Kathrin

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So, und weiter geht es. Diesen Abschnitt konnte ich gestern noch beenden. Allerdings sind meine Notizen etwas spärlich geraten, weil der Stift so schlecht geschrieben hat, das hat etwas genervt. Insofern erstmal nur ein paar wenige Gedanken meinerseits und dann schau ich mal, was Ihr so schreibt.

Wir haben ja schon über Ellens Filmriss in der Sylvesternacht vor 16 Jahren geredet. Mir kam jetzt im Verlauf dieses zweiten Abschnitts der Gedanke, ob dieser Filmriss wirklich nur von zu viel Alkohol herrührt oder ob da vielleicht irgendwelche anderen Substanzen noch eine Rolle gespielt haben könnten. Auch wenn ich weiß, dass Bertram und Tenbrink über KO-Tropfen im Zusammenhang mit Ellens Tod reden. Gut möglich, dass dieser Gedanke auch völlig abwegig und irrelevant für den Fall ist.

Und ich habe noch so einen völlig abstrusen (?) Gedanken (hab ich schon mal erwähnt, dass ich grundsätzlich jeden verdächtige bis auf die Ermittler und Opfer :-[), und der hat mit der Frau Staatsanwältin zu tun. Was wissen wir eigentlich über sie? Dass Tenbrink nicht so gut mit ihr kann. Dass Maik was mit ihr laufen hat, auch wenn es so klang, als ob er das eher als One-Night-Stand betrachtet hatte, zumindest solange, bis sie vor seiner Tür steht und ihn bei "Wer wird Millionär" stört  ;D Aber was wissen wir sonst über sie? Wissen wir wie alt sie ist? Wo sie herkommt? Stammt sie vielleicht aus der Gegend? Was sie vielleicht mit Michael und seiner Clique mit auf dem Hügel, als die Bierflasche zerdeppert wurde? War sie vielleicht auch bei der Sylvesterparty vor 16 Jahren? Da bin ich doch echt gespannt, wann wir zusammen mit Tenbrink und Bertram den Film zu der Party sehen.

Womit ich übrigens ein wenig zu kämpfen habe, ist Maiks Nachname Bertram (der ja auch ein Vorname ist), wie auch mit der Tatsache, dass Tom die beiden Ermittler meist mit den Nachnamen bezeichnet. Bei Heinrich Tenbrink ist das ja klar, aber bei Maik muss ich mir ganz oft vergegenwärtigen, dass Bertram der Nachname ist.

LG
Kathrin

Offline ysa

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Grüß Euch!

Mittlerweile wissen wir auch, wie Bertram sich die Versetzung ins Münsterland erarbeitet hat. Mit einer gewissen Candice, die ihm übel mitgespielt hat. Natürlich ist es nicht sehr professionell - sich verlieben und dann auch noch Interna ausplaudern, aber es macht Maik doch sympathisch. Obwohl... wie weit ging dieses "man sieht sich ja wieder" und "eine Hand wäscht die andere"? Auch wenn Maik sagt, dass er immer ganz genau gewusst hat, auf welche Seite er gehört. Allerdings, dass er jetzt etwas mit der Oberstaatsanwältin anfängt, ist vielleicht doch nicht so klug. Vor allem, weil er das ja für einen One night stand hält und sie offenbar Wiederholungen nicht abgeneigt ist. Wie er aus dieser Geschichte wohl wieder rauskommt???

Maiks therapeutische Schwäche für Jauch & Co ist erheiternd, seine Merk- und Lernfähigkeit, sein überdurchschnittliches Allgemeinwissen ist allerdings bemerkenswert. In seinem Beruf sicher von Vorteil - und für die Krimis wahrscheinlich auch!

Warum hat Tenbrink eigentlich ein so schlechtes Verhältnis zur Oberstaatsanwältin Derksen? Gibt es da einen wirklichen Grund dafür oder ist das einfach nur so ein "Gefühl" von Tenbrink? Ich versteh die Oberstaatsanwältin schon, dass sie eher handfeste Beweise bzw Indizien haben will und sich nicht nur auf das Gefühl eines Kommissars verlassen kann. Auch wenn Tenbrink in diesem Fall sicher recht behalten wird!

Interessant finde ich auch die Aussage der Therapeutin, dass Ellen angst davor hatte, wieder süchtig zu werden, deshalb starke Schmerzmittel oder Schlafmittel ablehnte. Bei der Obduktion wurde jedoch festgestellt, dass sie Benzodiazepine im Blut hatte. Und die haben ein großes Suchtpotential.

Die Beschreibung von Jens Stein ist so drastisch-gut, dass ich seinen Schweißgestank direkt riechen kann :angst: Rundherum ein Typ mit dem ich nichts zu tun haben möchte!
Und dass er sich bei der Therapeutin als Polizist ausgegeben hat ist ja wohl wirklich das Allerletzte! Allerdings fürchte ich, dass es eine durchaus gängige Praxis ist in dieser Branche. (Die Leser wollen das ja so haben :'()

Anne Gerwing, von der alle so begeistert sind, hat ein Verhältnis mit dem Hauptinvestor ihres Nobelhotels. Warum wollen die beiden das jetzt so geheim halten? Irgendwie kindisch - außer Hr. Mulders ist verheiratet. Er ist weder Tenbrink noch mir sympathisch. Und warum fummelt er so seltsam an seinem Bart herum? Gut, das wäre mir nicht weiter aufgefallen, wenn es nicht so deutlich beschrieben worden wäre. Und weil ich schon Annes Schmucklosigkeit keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt habe, passe ich jetzt besser auf. Welcher Hinweis allerdings bei der Bartfummelei versteckt sein soll, ist mir ein Rätsel!  ???

Lt Anne war es Michael, der die Bierflaschensplitter am Galgenhügel platziert hat.  Wahrlich keine besonders kluge Aktion - aber im Endeffekt konnte er ja nicht wissen, wer sich dran verletzt bzw ob sich überhaupt jemand dran verletzt. Sein Handeln ist sicher fahrlässig und dumm, aber Evas Tod bleibt ja trotzdem ein Unfall. Es hätte ja genausogut Ellen oder Anne treffen können, oder keine der drei! War das das Geheimnis, das Anne aufgedeckt hat?

Das Gespräch mit Max Hartmann lässt vermuten, dass zwischen ihm und Ellen doch mehr gewesen ist. Oder zumindest, dass er es sich so gewünscht hätte. Und was hat dieser Schultewolter jetzt wirklich beobachtet? Ich fürchte, Max erzählt da nur die jugendfrei harmlose Variante! Aber er erzählt auch, dass es von jener Sylvesterparty eine Videokassette gibt, für die Ellen sich sehr interessiert hätte. Freilich ist bis jetzt noch nirgends so eine VHS-Kassette aufgetaucht, oder?

So - mehr fällt mir momentan nicht ein! Am Reader zu lesen ist in Leserunden wirklich unangenehm - wohin soll ich all meine post its kleben? :'(
 :winken:
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2017, 21:23:14 von ysa »
Liebe Grüße!
Miriam

Offline ysa

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Und ich habe noch so einen völlig abstrusen (?) Gedanken (hab ich schon mal erwähnt, dass ich grundsätzlich jeden verdächtige bis auf die Ermittler und Opfer :-[), und der hat mit der Frau Staatsanwältin zu tun. Was wissen wir eigentlich über sie? Dass Tenbrink nicht so gut mit ihr kann. Dass Maik was mit ihr laufen hat, auch wenn es so klang, als ob er das eher als One-Night-Stand betrachtet hatte, zumindest solange, bis sie vor seiner Tür steht und ihn bei "Wer wird Millionär" stört  ;D Aber was wissen wir sonst über sie? Wissen wir wie alt sie ist? Wo sie herkommt? Stammt sie vielleicht aus der Gegend? Was sie vielleicht mit Michael und seiner Clique mit auf dem Hügel, als die Bierflasche zerdeppert wurde? War sie vielleicht auch bei der Sylvesterparty vor 16 Jahren? Da bin ich doch echt gespannt, wann wir zusammen mit Tenbrink und Bertram den Film zu der Party sehen.

Das hab ich noch überhaupt nicht bedacht. Wir wissen zwar wirklich noch nicht viel über die Staatsanwältin, aber ich hab sie mit der Clique von der Sylvesterparty noch überhaupt nicht in Zusammenhang gebracht. Ich erinnere mich auch an keinen Hinweis in diese Richtung. Aber im Prinzip hast Du schon recht: Jeder - abgesehen vom Opfer - ist verdächtig! ;)
Liebe Grüße!
Miriam

Offline kessi69

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Diese Abschnitt wirft allerhand Fragen auf und bei mir sind noch einige dazu gekommen.

Zuerst haben wir erfahren warum Bertram im Münsterland gelandet ist, da hat er Glück gehabt, nicht vom Dienst suspendiert worden zu sein. Das hätte ich ihm nun nicht zugetraut, dass er dem allen nicht wiederstehen konnte und es soweit kommt, dass sogar sein letzter Einsatz zu einem einzigen Desaster wurde. Tenbrink, auch die Oberstaatsanwältin,wissen  davon, aber sie haben zwischen sich so etwas wie ein stilles Abkommen und es wird nicht weiter erwähnt.

Bei dem Medikament, Rohypnol, welches in Ellens Magen gefunden wurde, handelt es sich um ganz schön heftiges Zeug. Ich glaube nicht das sie das freiwillig genommen hat. Die eine Tablette die sie von ihrer Schwester bekommen hat, erklärt nicht diese Menge.Allerdings frage ich mich, ob die restlichen Tabletten von Anne noch vorhanden sind oder ob die jemand geklaut hat. Sie soll auch nicht Suizid gefährdet gewesen sein, also muss ihr die Tabletten jemand verabreicht haben.
Ellen hat gesagt, sie habe keine Wahl, sonder sie müsse nach Ahlbeck gehen. Da kommt ein großes Fragezeichen, warum hatte sie keine Wahl?  Sie will alles über die Silvesternacht wissen.
Nun wissen wir auch warum, Michael wollte ja sozusagen noch eine Beichte bei Ellen ablegen, nur ist er nicht weit gekommen. Nur das das Unglück mit Eva kein Unfall war, wir haben...
Und dann war die Maschine abgestürzt.
Gemeint waren die Scherben von Michaels Scherben seiner Bierflasche auf dem Galgenhügel. Tenbrink hat Max Hartmann gefragt ob er in der Nacht mit seinem Bruder dort war, aber dieser verneinte die Frage. Also wer war in der Silvesternacht mit Michael auf dem Galgenhügel.
Max Hartmann war mit Ellen morgens walken, aber es gab da eine komische Szene. Ellen soll mit dem Knöchel umgeknickt gewesen sein und Hartmann war über sie gebeugt. So jedenfalls hat es Herr Schultewolter an der Kolkmühle gesehen.
Er erwähnte ein Video, welches er in der Nacht gemacht hat und das er es Ellen gegeben hat. Es hätte bei ihren Sachen sein müssen, aber dort war nichts dabei. Nächste Frage, wo ist es geblieben?
Jens Stein, ein Reporter aus Hamburg hat da so seine Verschwörungstheorien, nur glaube ich genau wie Tenbrink, das der nicht die ganze Wahrheit sagt. Der kommt mir ein wenig wie ein Schmierlappen vor und ist mir richtig unsympathisch.

Anne Gerwing hat ein Geheimnis, sie trifft sich heimlich mit Maarten Mulders. Ein Geschäftspartner von ihr. Wie lächerlich, das sind Erwachsene die nicht wollen, dass getratscht wird? Eigentlich habe ich Anne eher so eingeschätzt, dass ihr das egal ist.
Anscheinend haben die Zwillingsschwestern Anne doch gehänselt und sie Anne Kaffeekanne genannt. Magda Hartmann hat erzählt, dass Anne immer im Schatten der Schwester stand. Ich kann mir denken, dass sich da einiges an Wut in Anne angestaut hat.

Magda Hartmann hasst die Gerwings und sie möchte nicht das der gute Ruf von ihrem Sohn beschmutzt wird.

Also, ich verdächtige mittlerweile so einige, denn sie könnten ein Motiv haben. Die Frage ist nur, ob das Motiv der jeweiligen stark genug ist um so eine Tat zu begehen.
Ich hab's geahnt, schon als die Oberstaatsanwältin so komisch geguckt hat, habe ich vermutet das zwischen ihr und Bertram etwas läuft. Ich kann sie noch nicht einschätzen, aber ich hoffe es geht gut, vor allem weil Tenbrink so eine Bemerkung gemacht hat. Bertram solle aufpassen und daran denken mit wem er es zu tun hat.
Du gehst nicht fort, du wechselst nur die Räume, du bist bei uns und gehst durch unsere Träume.


„Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“
– Jean Paul

Offline kessi69

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Warum hat Tenbrink eigentlich ein so schlechtes Verhältnis zur Oberstaatsanwältin Derksen? Gibt es da einen wirklichen Grund dafür oder ist das einfach nur so ein "Gefühl" von Tenbrink? Ich versteh die Oberstaatsanwältin schon, dass sie eher handfeste Beweise bzw Indizien haben will und sich nicht nur auf das Gefühl eines Kommissars verlassen kann. Auch wenn Tenbrink in diesem Fall sicher recht behalten wird!


Da rätsel ich auch schon die ganze Zeit über nach. Ob es da Mal etwas gab, oder weiß einer von anderen was, oder ist es einfach nur das sie sich unsympathisch sind.
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Offline kessi69

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@yasa und @kathrin
Was ich von der Staatsanwältin halten soll, weiß ich wie ihr auch noch nicht genau. Ich hoffe nicht, dass es noch eine böse Überraschung gibt und Tenbrink und sie sich einfach nicht leiden mögen.  Und hoffentlich nutz sie Bertram nicht nur aus um vielleicht an Informationen zu kommen, die die beiden ihr nicht erzählt haben.
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Offline odenwaldcollies

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In diesem Abschnitt lernen wir Bertram näher kennen, und vor allem erfahren wir etwas über seine Vergangenheit, über die schon zuvor angesprochenen Leichen, die er im Keller hat. Die Falle, die ihm Candice à la Michaela gestellt hat, war wirklich wie aus einem schlechten Film, zeigt aber, wie schnell so was gehen kann, wenn man ständig in solchen Kreisen verkehrt, denn Bertram kommt mir alles andere als auf den Kopf gefallen vor. Er hatte echt Glück, dass er weiterhin im Dienst bleiben konnte. Und Tenbrinks Reaktion darauf gefällt mir auch gut: verurteilt ihn nicht, sondern gibt ihm eine faire Chance.

Wobei Maik Bertram und die Frauen so ein Thema ist, wie man an seiner Affäre mit der Derksen sieht. Und er schafft es nicht, ihr eine klare Abfuhr zu verpassen - ob er auch ein wenig Angst hat, weil sie seine Abteilungsleiterin ist und damit über seine Vergangenheit Bescheid weiß? Tja, wäre er beim ersten Mal lieber standhaft geblieben. Ich finde die Oberstaatsanwältin allerdings auch ziemlich aufdringlich, sie scheint es gar nicht zu interessieren, ob er will oder nicht.
Tenbrink dagegen kann so gar nicht mit ihr und damit sitzt Bertram irgendwie auch zwischen den Stühlen.

Immer wenn es eine kleine Spur gibt, die zu einem evtl. Mord an Ellen Gerwing führen könnte, löst sie sich in Wohlgefallen auf, wie z.B. bei dem Rohypnol, dessen Herkunft sich dann ziemlich schnell aufklärt. Gut, das muss natürlich nichts heißen, Anne könnte hier auch die Flucht nach vorne angetreten haben, um mit einem klaren Hinweis eigentlich von sich abzulenken.
Die Menge an Schlafmittel, die Ellen im Blut hatte, deutet allerdings auf mehr als nur eine Tablette, andererseits könnten bei ihr als ehemalige Drogensüchtige gewisse Medikamente vielleicht auch sehr schnell den Wunsch verstärken, viel mehr davon zu sich zu nehmen. Allerdings ist es schon seltsam, dass, wenn Anne die Wahrheit sagt, sie ihre Schwester regelrecht hat drängen müssen, die Tablette zu nehmen. Wenn Ellen Selbstmordabsichten hatte, hätte sie sich doch nicht so bitten lassen, oder?

Oder, wie ich schon im ersten Abschnitt geschrieben habe, sie hat etwas herausgefunden, das ihr deutlich machte, Schuld am damaligen Tod ihrer Zwillingsschwester gehabt zu haben und sie sich dann entschieden hat, Suizid zu begehen.

Dieser Jens Stein ist ja ein schmieriger Unsympathling, bäh. Als er berichtete, dass Ellen bei ihrer Rettung nach dem Absturz gerufen haben soll, dass es sich um einen Anschlag gehandelt habe, war mir klar, dass sie damit auf Evas Tod anspielte.
Aber ihr hattet recht mit eurer Vermutung, dass Michael nicht mehr dazugekommen ist, alles zu sagen, weil die Maschine dann auf dem Wasser aufgeschlagen ist.

O.k, wir erfahren jetzt, dass es die Glasscherben von Michaels Flasche damals waren, die zu Evas Tod geführt haben. Aber mir geht es wie Bertram: ein gezielter Mordanschlag war das eher nicht, denn zum einen war sich Michael nicht darüber im Klaren, welche Folgen das haben kann und zum anderen konnte doch keiner ahnen, wer und ob überhaupt jemand durch die Scherben rutscht. Natürlich ist das eine total blödsinnige Aktion gewesen mit den Scherben, da hätte sich wer weiß wer sonst noch verletzen können. Wobei man sich dann natürlich fragen kann, ob wirklich Eva damals das Ziel dieser Aktion war oder vielleicht eher Ellen? Mir kommt Magdas Spruch in den Sinn, dass, wenn Ellen dabei sei, immer die Falschen sterben.

Und dann ist die große Frage, wen meinte Michael mit "wir"? Wer war noch an dieser Aktion beteiligt?
Wenn nicht Max von sich aus dieses "wir" erwähnt hätte, hätte ich gedacht, dass er vielleicht daran beteiligt war. So richtig kann ich Max nicht einschätzen, er gibt einerseits der Polizei wichtige Informationen, wie z.B. zu dem Video, andererseits kommt mir die Geschichte mit dem verstauchten Knöchel irgendwie komisch vor.
Wo das Video abgeblieben ist, würde mich auch interessieren, das ist doch verdächtig, dass es nicht bei Ellens Sachen war.

Bei Anne fällt es mir aber auch schwer ein Motiv zu sehen: sie war vielleicht als Kind unansehnlicher als ihre beiden gutaussehenden Schwestern, aber inzwischen ist Anne erfolgreich und angesehen. Wir haben zwar bisher nur das eine Foto gesehen, aber so mies schien das Verhältnis zu den Zwillingsschwestern nicht gewesen zu sein. Und wenn es stimmt, dass Ellen ihrer Schwester ihre Anteile am Schulzenhof schenken wollte, dann wäre Anne ja blöd, wenn sie sie umbringen würde, um an die Anteile zu kommen.

Ich bin immer noch keinen Deut weiter, ob es sich bei Ellens Tod um Mord oder Selbstmord handelt; im Moment tendiere ich immer noch eher zu Mord, weil Ellen etwas herausgefunden hat - oder kurz davor war -, das jemanden hätte belasten können und derjenige viel zu verlieren hätte, wenn es rauskommen würde. Aber wer das sein könnte und wo das Motiv liegt, habe ich keine Ahnung.
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Wir haben ja schon über Ellens Filmriss in der Sylvesternacht vor 16 Jahren geredet. Mir kam jetzt im Verlauf dieses zweiten Abschnitts der Gedanke, ob dieser Filmriss wirklich nur von zu viel Alkohol herrührt oder ob da vielleicht irgendwelche anderen Substanzen noch eine Rolle gespielt haben könnten. Auch wenn ich weiß, dass Bertram und Tenbrink über KO-Tropfen im Zusammenhang mit Ellens Tod reden. Gut möglich, dass dieser Gedanke auch völlig abwegig und irrelevant für den Fall ist.

Möglich ist alles, dass nicht nur Alkohol im Spiel war und deswegen die ganze Sache damals eskaliert ist, um was es sich auch immer handelte.

Ich nehme mal an, dass sich Michael damals aus Schuldgefühl um die nach Evas Tod abgestürzte Ellen gekümmert hat. War es auch Schuld- und Pflichtgefühl, dass er sie später geheiratet hat oder hat sich die Liebe tatsächlich mit der Zeit entwickelt? Wenn er es aus Schuldgefühl getan hätte, dann war das eine schlechte Grundlage für ihre gemeinsame Ehe.
 
Und ich habe noch so einen völlig abstrusen (?) Gedanken (hab ich schon mal erwähnt, dass ich grundsätzlich jeden verdächtige bis auf die Ermittler und Opfer :-[), und der hat mit der Frau Staatsanwältin zu tun. Was wissen wir eigentlich über sie?
...
Aber was wissen wir sonst über sie? Wissen wir wie alt sie ist? Wo sie herkommt? Stammt sie vielleicht aus der Gegend? Was sie vielleicht mit Michael und seiner Clique mit auf dem Hügel, als die Bierflasche zerdeppert wurde? War sie vielleicht auch bei der Sylvesterparty vor 16 Jahren? Da bin ich doch echt gespannt, wann wir zusammen mit Tenbrink und Bertram den Film zu der Party sehen.

So weit hatte ich das mit der Staatsanwältin noch gar nicht durchgedacht, da könnte was dran sein.

Bei Heinrich Tenbrink ist das ja klar, aber bei Maik muss ich mir ganz oft vergegenwärtigen, dass Bertram der Nachname ist.

Das geht mir auch so  ;D
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Maiks therapeutische Schwäche für Jauch & Co ist erheiternd, seine Merk- und Lernfähigkeit, sein überdurchschnittliches Allgemeinwissen ist allerdings bemerkenswert. In seinem Beruf sicher von Vorteil - und für die Krimis wahrscheinlich auch!

Ich musste auch grinsen, bei Maiks Vorliebe für Quizsendungen  ;D Ich fand es auch sympathisch, dass er mit seinem guten Gedächtnis und Allgemeinwissen nicht hausieren geht und vor allem seinen vergesslichen Kollegen damit nicht vorführt.

Die Beschreibung von Jens Stein ist so drastisch-gut, dass ich seinen Schweißgestank direkt riechen kann :angst:

Ohja, ich war auch froh, dass man Buchhandlungen nicht riechen kann  ;D

Anne Gerwing, von der alle so begeistert sind, hat ein Verhältnis mit dem Hauptinvestor ihres Nobelhotels. Warum wollen die beiden das jetzt so geheim halten? Irgendwie kindisch - außer Hr. Mulders ist verheiratet. Er ist weder Tenbrink noch mir sympathisch.

Warum die beiden das so geheimhalten, ist mir auch nicht ganz klar, wenn beide doch ungebunden sind. Stattdessen treffen sie sich wie zwei Teenager heimlich irgendwo in der Wildnis. Ich mag so Typen, die so selbstgefällig auftreten, auch nicht so gerne.

Liebe Grüße
Karin

Offline Moorteufel

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    • Tom Finnek
Anne Gerwing hat ein Geheimnis, sie trifft sich heimlich mit Maarten Mulders. Ein Geschäftspartner von ihr. Wie lächerlich, das sind Erwachsene die nicht wollen, dass getratscht wird? Eigentlich habe ich Anne eher so eingeschätzt, dass ihr das egal ist.
Wir sind in einem kleinen münsterländischen Dorf, und das Tratschen (das weiß ich aus eigener Erfahrung) kann ganz schön belastend sein. "Über andere herziehen" wird dann gerne zum Volkssport, und bei erfolgreichen Menschen wie Anne kommt dann auch noch Neid und Gehässigkeit dazu (und sie ist ja in gewisser Weise ein gebranntes Kind). Aber kindisch ist die Heimlichkeit natürlich trotzdem ...
Liebe Grüße
Tom Finnek

Offline ysa

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Oder, wie ich schon im ersten Abschnitt geschrieben habe, sie hat etwas herausgefunden, das ihr deutlich machte, Schuld am damaligen Tod ihrer Zwillingsschwester gehabt zu haben und sie sich dann entschieden hat, Suizid zu begehen.

Das wäre natürlich ein glaubhafter Grund für einen Selbstmord - und wenn ich ehrlich bin, glaube ich hauptsächlich deshalb an einen Mord, weil wir hier einen Krimi lesen ;D! Und weil wir es hier eben mit sehr engagierten Kommissaren zu tun haben! Aber ich verstehe die Zweifel der Staatsanwältin durchaus!

Und dann ist die große Frage, wen meinte Michael mit "wir"? Wer war noch an dieser Aktion beteiligt?

Nachdem die ganze Clique gemeinsam diese Sylvesterparty gefeiert hat, glaube ich, dass da einerseits genug Leute und andererseits mehr als genug Alkohol vorhanden war um Helfer für Michael zu finden!  >:(  Dieses "wir" wird sich sicher noch aufklären - spätestens mit dem VHS-Film, den Tenbrink und Bertram jetzt noch finden müssen!

Und auch ich muss in diesem Zusammenhang immer wieder an Magdas Spruch, dass es "die falsche getroffen hat". Aber wie sollte diese Aktion gezielt jemanden treffen? Das geht doch gar nicht, oder?

Wir sind in einem kleinen münsterländischen Dorf, und das Tratschen (das weiß ich aus eigener Erfahrung) kann ganz schön belastend sein. "Über andere herziehen" wird dann gerne zum Volkssport, und bei erfolgreichen Menschen wie Anne kommt dann auch noch Neid und Gehässigkeit dazu (und sie ist ja in gewisser Weise ein gebranntes Kind). Aber kindisch ist die Heimlichkeit natürlich trotzdem ...

Aber Anne ist eigentlich so selbstbewußt und erfolgreich, dass sie da "drüber" stehen könnte. Tratscherei gibt es überall - vor allem wenn jemand irgendetwas verheimlichen will. Dann wird erst recht getratscht! Abgesehen davon: Anne ist eine wirklich angesehene und eigentlich sehr beliebte Persönlichkeit im Ort! Folglich ist das Benehmen eigentlich kindisch - aber da stellt sich natürlich die Frage, ob nicht irgendetwas anderes dahinter stecken könnte!

Nachdem ich keine wirklichen Anhaltspunkte finde, verdächtige ich im Prinzip alle... und wittere hinter allem und jedem irgendeine Bedeutung! 2 solche Krimis und ich leide unter Verfolgungswahn :D

 :winken:
Liebe Grüße!
Miriam

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Ich finde es sehr befriedigend, dass unsre Vermutungen hier im zweiten Abschnitt weitgehend bestätigt werden! Ein logischer Krimi zum Mitraten - das schätze ich!
Zwar ist noch nicht bestätigt, dass Ellen umgebracht wurde, aber Tenbrink ist bereits davon überzeugt. Diese Überzeugung teile ich natürlich mit ihm, zumal eine gehörige Portion Schlafmittel in ihrem Magen gefunden wurde und Anne und die Berliner Ärztin bestätigen, dass Ellen eine starke Abneigung gegen Medikamente hatte.

Die Frage ist natürlich immer noch, was in jener Silvesternacht geschehen ist, das Michael dazu veranlasste zu sagen, dass Evas Tod kein Unfall war, bevor er bei dem Flugzeugunglück ums Leben kam ohne ausführlicher erzählen zu können.
Flaschenscherben achtlos irgendwo liegenzulassen rechtfertigt ja erstmal nicht, so eine böse Sache, wie sie Eva widerfahren ist, nicht als Unglück, als unglückseligen Unfall zu bezeichnen. Es sei denn, jemand ( Michael? ) hätte es direkt darauf angelegt, eine der Zwillingsschwestern zu töten!
Dann aber war der Plan sehr riskant - denn wie konnte man sicher sein, dass es auch die Richtige trifft!?
Anne war schließlich auch noch dabei beim Tütenrutschen! Es hätte auch sie erwischen können - wenn sie nicht doch ihre Finger mit im Spiel hatte.
Ja, das ist bis jetzt noch ein Rätsel!

Aus den Hartmanns werde ich nicht wirklich schlau, sie machen aber den Eindruck, mehr zu wissen, als sie preisgeben! Die alte Magda mag Ellens gesamte Familie nicht, wofür es Gründe geben muss, die, wie anzunehmen ist, in der Vergangenheit zu suchen sind. Die beiden Familien hatten wohl irgendwelche Streitigkeiten, wie man sie in ländlichen Gegenden oft findet. Familienfehden, die über Jahrzehnte, ja über Generationen gepflegt werden.

Tenbrink und Kollege Bertram werden den Fall natürlich lösen, so wie das Roman-Kommissare immer tun!
Mit einem "Großen Münsterländer" vergleicht sich Tenbrink, was ich sehr treffend finde. Überhaupt wird der Mann mir von Kapitel zu Kapitel sympathischer, nachdem ich nun verstanden habe, wie er denkt und handelt. Die Eigenschaften, die ihn auszeichnen, machen ihn nicht nur zu einem guten Ermittler, sondern auch zu einem verlässlichen und fairen Vorgesetzten. Er ist geradlinig, ehrlich und direkt, - typisch münsteranisch?
Ach nein, solche Eigenschaften findet man bei Menschen jedweder Herkunft. Das Mürrische, Pessimistische und Schweigsame an ihm mag da schon eher passen. Und auch das Unerschütterliche, das Sich-festbeißen und Nicht-mehr-loslassen.
Obwohl es Bertram nicht gefällt, folgt Tenbrink seiner Nase, was den Fall der Schauspielerin vom Galgenhügel anbelangt.

Bertram! Am Anfang konnte ich ihn kaum einschätzen. Aber auch das hat sich inzwischen geändert. Ich mag an ihm am meisten seine Bescheidenheit, seinen Unwillen zu zeigen, dass er ein kluger Kopf ist oder mit seinem umfangreichen Wissen zu prahlen. Das macht ihn zu einem angenehmen Zeitgenossen und Kollegen und hebt ihn wohltuend von all den Angebern und Besserwissern ab, die, frei von jedem Wissen, stets das Sagen haben wollen, und denen man leider immer häufiger ( so mein Eindruck ) begegnet.
Umso erstaunlicher eigentlich, dass ihm in Magdeburg dieser Leichtsinn, dieser Faux pas unterlaufen ist, der zu seiner Versetzung geführt hat! Da er aber lernfähig ist und den gleichen Fehler nicht ein zweites Mal macht, wird er sich bei Tenbrink bewähren können.
Obwohl die Staatsanwältin, die offensichtlich Gefallen an Bertram gefunden hat, ihn in gewisse Schwierigkeiten bringen könnte...

Doch wie auch immer - das Ermittlerteam ist so angenehm und harmonisch, wie der Roman wohltuend unaufgeregt, unblutig ( wenigstens bis jetzt ) und dennoch spannend ist! Ich muss sagen, dass ich sehr angetan von diesem Krimi bin!

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Nachdem ich keine wirklichen Anhaltspunkte finde, verdächtige ich im Prinzip alle... und wittere hinter allem und jedem irgendeine Bedeutung! 2 solche Krimis und ich leide unter Verfolgungswahn :D

Seltsam genug - aber im Moment ist mir der Mörder/die Mörderin gar nicht wichtig. Und ernsthaft verdächtige ich auch niemanden. Vielmehr habe ich Spaß an den Charakteren, echten Typen, denen wir hier im Krimi begegnen, und richte mein Hauptaugenmerk  darauf, sie näher kennenzulernen, um herauszufinden, wie sie ticken. Und wenn mir das gelungen ist, werden sich mir Tat und Täter schon präsentieren....  ;) ;)

Offline Ulrike Günkel-Kohl

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Wobei Maik Bertram und die Frauen so ein Thema ist, wie man an seiner Affäre mit der Derksen sieht. Und er schafft es nicht, ihr eine klare Abfuhr zu verpassen - ob er auch ein wenig Angst hat, weil sie seine Abteilungsleiterin ist und damit über seine Vergangenheit Bescheid weiß? Tja, wäre er beim ersten Mal lieber standhaft geblieben. Ich finde die Oberstaatsanwältin allerdings auch ziemlich aufdringlich, sie scheint es gar nicht zu interessieren, ob er will oder nicht.

Wer weiß, welche Signale er ausgesandt und wie Derksen diese interpretiert hat...
Nun, ich schätze sie so ein, dass sie, befehlsgewohnt wie sie ist, sich einfach holt, was sie möchte und ein Nein nicht gelten lässt.
Und so hatte der grantige Menschenkenner Tenbrink schon recht mit seiner Warnung!
Wehret den Anfängen, kann ich bei Bertram nur sagen! Mit der Staatsanwältin scheint ein One-night-stand nicht möglich zu sein - und womöglich befürchtet Bertram tatsächlich, dass ihm, würde er sie abweisen, Nachteile beruflicher Art erwachsen könnten. Was ich gut verstehen kann.

O.k, wir erfahren jetzt, dass es die Glasscherben von Michaels Flasche damals waren, die zu Evas Tod geführt haben. Aber mir geht es wie Bertram: ein gezielter Mordanschlag war das eher nicht, denn zum einen war sich Michael nicht darüber im Klaren, welche Folgen das haben kann und zum anderen konnte doch keiner ahnen, wer und ob überhaupt jemand durch die Scherben rutscht.

Vielleicht messen wir alle den Scherben zu viel Bedeutung bei? Vielleicht war in der Silvesternacht etwas ganz anderes geplant worden, das aber nie in die Tat umgesetzt werden konnte und das nicht Eva galt?
Ich habe so ein Gefühl, dass die Scherben ein cleveres Ablenkungsmanöver sind...  ;)

 

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